Verfahren und Einrichtung zur Aufbewahrung von für Messwerke bestimmten Spiralfedern
Für Messwerke aller Art und insbesondere für elektrische Anzeigeinstrumente werden Spiralfedern kleiner und kleinster Abmessungen benötigt. Bevor die Spiralfedern in die betreffenden Messwerke eingebaut werden, sind sie bekanntlich verschiedenen Bearbeitungen zu unterziehen. In der Regel müssen die inneren und äusseren Enden der Spiralfedern auf die erforderlichen Radien abgeschnitten und gegebenenfalls noch angebogen werden. Bei der Anlieferung, zwischen den verschiedenen Bearbeitungsvorgängen und vor dem endgültigen Einbau der Spiralfedern sind diese vor übergehend aufzubewahren. Diese Aufbewahrung hat in Anbetracht der leichten Verletzlichkeit insbesondere der Spiralfedern kleinster Abmessungen sehr sorgfältig und wenn möglich staubdicht zu erfolgen.
Die bisher gebräuchliche Aufbewahrung der Spiralfedern sieht für solche mittlerer Abmessungen kleine mit einem überstülpbaren Deckel versehene Schachteln und für solche kleinster Abmessungen Seidenpapier Umschläge vor. Die Schachteln oder Seidenpapier-Umschläge sind hierbei für die Aufnahme nur einer beschränkten Anzahl von Spiralfedern bemessen, da andernfalls die Gefahr besteht, dass sich eine grössere Anzahl von Spiralfedern unentwirrbar ineinander verhängen. Schachteln oder Umschläge mit einem Fassungsvermögen von 5 bis 10 Stück, im Maximum jedoch von 20 Stück, sind gebräuchlich.
Für Transport- oder Versandzwecke wird die entsprechende Anzahl der erwähnten Schachteln oder Seidenpapier-Umschläge in einem Behälter gestapelt, wobei dieser Behälter zweckmässig mittels Zwischenwänden in Abteile unterteilt ist. Behälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu einigen Tausend Spiralfedern entsprechen den meistens gewünschten Anforderungen.
Die oben erläuterte doppelte Unterteilung einer grösseren Anzahl von Spiralfedern gewährleistet zwar eine zuverlässige Aufbewahrung derselben. Diese letztere wird aber offenbar durch einen höheren manuellen Arbeitsaufwand erkauft, da ausser der jeweils durchzuführenden Handhabung oder Bearbeitung jeder Spiralfeder noch zusätzliche Handgriffe für ihre Aufbewahrung gemacht werden müssen.
Demgemäss befasst sich die vorliegende Erfindung mit einem Verfahren zur Aufbewahrung von für Messwerke bestimmten Spiralfedern und das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die aufzubewahrenden Spiralfedern in die in einem biegsamen Band angebrachten Ausnehmungen eingelegt und hernach dieses Band zusammen mit den eingelegten Spiralfedern auf einer Trommel aufgewickelt wird. Die Erfindung betrifft ferner eine Einrichtung zur Aus übung dieses Verfahrens und diese Einrichtung ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die im biegsamen Band angebrachten Ausnehmungen eine Tiefe haben, die grösser ist als die Klingenhöhe der aufzubewahrendçen Spiralfedern, und dass der Durchmesser des Trommelbodens, auf welchem das biegsame Band aufgewickelt wird, ein Vielfaches des Durchmessers der im Band angebrachten Ausnehmungen beträgt.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die Einrichtung zu dessen Ausübung werden nachfolgend anhand von in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das mit Ausnehmungen versehene Band, wobei nur ein kurzes Stück desselben und nur einige wenige Ausnehmungen gezeigt sind,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Draufsicht auf das Band, wobei die drei links befindlichen Ausnehmungen einer ersten Ausführungsform und die beiden rechts befindlichen Ausnehmungen einer zweiten Ausführungsform entsprechen, und
Fig. 3 in einem gegenüber den Fig. 1 und 2 stark verkleinertem Massstab die teilweise aufgebrochene Ansicht einer Trommel mit aufgewickeltem Band, um die Mittel zur Befestigung des inneren und äusseren Bandendes veranschaulichen zu können.
Für die meisten der in Frage kommenden Anwendungen und insbesondere für die vorübergehende Auf bewahrung von sehr kleinen Spiralfedern, wie sie beispielsweise für die Unruhen von Uhrwerken benötigt werden, besteht das biegsame Band 4 zweckmässigerweise aus einem Film üblicher Beschaffenheit. Die Dicke des Filmes kann etwa der zwei- bis dreifachen Klingenhöhe der aufzubewahrenden Spiralfedern entsprechen. Von der einen Filmoberfläche her, die nach- folgend als Oberseite bezeichnet sei, sind in regelmässigen Abständen am besten kreisrunde Ausnehmungen 5 eingesenkt. Jede dieser Ausnehmungen 5 ist gemäss Fig. 2 für die Aufnahme nur einer einzigen Spiralfeder 6 bemessen, wobei die Tiefe der Ausnehmungen 5 entsprechend Fig. 1 grösser sein soll, wie die Klingenhöhe der aufzunehmenden Spiralfeder 6.
Das Einsetzen der Spiralfedern in die Ausnehmungen oder auch das Herausnehmen einer Spiralfeder aus einer Ausnehmung kann manuell, beispielsweise mittels einer Pinzette, bewerkstelligt werden. Um indessen besonders das Herausnehmen der Spiralfedern aus den Ausnehmungen zu erleichtern, können im Boden jeder Ausnehmung 5 eine oder mehrere ihn völlig durchsetzende Durchbrechungen 7 angebracht sein. Nach Fig. 2 rechts sind derartige Durchbrechungen 7 vorzugsweise schlitzförmig ausgebildet und sternartig angeordnet. Von der Unterseite des Filmbandes 4 her können sodann Abhebeorgane durch diese Durchbrechungen 7 hindurch hochbewegt werden, um dadurch die betreffende Spiralfeder aus der Ausnehmung herauszuheben.
Das Filmband 4 ist schliesslich ein- oder beidseits der Ausnehmungen 5 mit der aus den Löchern 8 bestehenden Perforation versehen, so dass eine schrittweise Fortbewegung des Filmbandes 4 mittels der üblichen Zackenrollen vorgenommen werden kann. Die Teilung, mit welcher die Ausnehmungen 5 längs des Filmbandes 4 angebracht sind, korrespondiert dabei mit der Teilung der oben erwähnten Perforation, wie dies die Fig. 2 erkennen lässt.
Die Trommel, auf welche der Film aufzuwickeln ist, kann von durchaus üblicher Bauart sein; sie ist in Fig. 3 gezeigt. Der Durchmesser des Trommelbodens 9, d. h. der Innendurchmesser des verfügbaren Wickelraumes, soll jedoch wenigstens zehnmal grösser sein als der Durchmesser der auf dem Filmband 4 befindlichen Ausnehmungen 5. Im übrigen sind die beiden Seitenwände 10 und 11 vermittels des zylindrischen Trommelbodens 9 starr miteinander verbunden. Das aufzuwickelnde Filmband wird nun mit seinem einen Ende 4' durch einen im Trommelboden 9 angebrachten Schlitz hindurchgeführt und mittels einer Feder 12 festgeklemmt. Diese Einführung des Filmbandes hat jedoch so zu erfolgen, dass dessen Oberseite dem Trommelboden 9 zugewendet ist. Die Öffnung der im Filmband angebrachten Ausnehmungen weist dann - in radialer Richtung der Trommel 9 bis 11 betrachtet nach innen.
Da indessen sowohl bei der Bestückung des Filmbandes mit den Spiralfedern als auch bei der Entnahme der Spiralfedern vom Filmband dessen Oberseite nach oben weisen sollte, wird der auf der Trommel 9 bis 11 nicht aufgewickelte Teil des Filmbandes jeweils unten von der Trommel in annähernd horizontaler Richtung wegführen. Ist nun die Bestükkung des Filmbandes mit den Spiralfedern schrittweise erfolgt und wurde das bestückte Filmband sukzessive auf der Trommel aufgewickelt, so kann schliesslich das äussere Ende 4" des Filmbandes gemäss Fig. 3 vermittels eines übergestülpten Federbügels 13 festgeklemmt werden. Dabei kann es zweckmässig sein, wenn etwa die volle letztere Windung des aufgewickelten Filmbandes nicht mehr mit Spiralfedern bestückt ist.
Die in solcher Weise mit Spiralfedern gefüllte Trommel kann nun nach Bedarf in ein Magazin gebracht und gelagert oder von einem Arbeitsplatz zum nächsten Arbeitsplatz transportiert werden. Für Versandzwecke wird die gefüllte Trommel jedoch vorzugsweise noch in eine hinreichend schlag- und druckfeste sowie dicht abschliessende Dose verpackt.
Die an einem Arbeitsplatz jeweils vorzunehmende Entnahme der Spiralfedern aus der gefüllten Trommel ist gleichfalls sehr einfach und rasch durchzuführen.
Die gefüllte Trommel wird am betreffenden Arbeitsplatz auf eine gegebenenfalls mit einer Bremsvorrichtung versehene horizontale Welle gesteckt. Der Federbügel 13 wird darauf herausgezogen, so dass das äussere Ende 4" des Filmbandes erfasst werden und der Abwickelvorgang beginnen kann. Der letztere findet am besten schrittweise statt, um die Spiralfedern dem Filmband nacheinander entnehmen zu können. Dabei kann das abzuwickelnde Filmband unmittelbar den Arbeitsplatz durchlaufen.
Das Filmband 4 selbst wird nun in der Regel - um bei der erforderlichen Dicke noch genügend biegsam zu sein - aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff bestehen müssen. Dabei zeigt sich, dass besonders während des Abwickelns einer mit Spiralfedern gefüllten Trommel an den Oberflächen des Filmbandes 4 elektrostatische Aufladungen entstehen können, die stark genug sind, einzelne Spiralfedern in unerwünschter Weise ganz oder teilweise aus den Ausnehmungen 5 herauszuheben. Zur Beseitigung dieser sehr störenden Erscheinung hat es sich als zweckmässig erwiesen, die gesamte Oberfläche des Filmbandes 4, also mit Einschluss der Ausnehmungen 5, mit einer dünnen elektrisch leitenden Schicht zu überziehen. Aus demselben Grund werden zur Aufwicklung des Filmbandes aus Metall bestehende Trommeln 9 bis 11 bevorzugt.
Method and device for the storage of spiral springs intended for measuring mechanisms
For measuring mechanisms of all kinds and especially for electrical display instruments, spiral springs of small and very small dimensions are required. As is well known, before the spiral springs are installed in the relevant measuring mechanisms, they must be subjected to various processes. As a rule, the inner and outer ends of the spiral springs must be cut to the required radii and bent if necessary. When the coil springs are delivered, between the various processing operations and before the final installation of the spiral springs, they must be kept temporarily. This storage has to be done very carefully and, if possible, dust-tight in view of the easy vulnerability, especially of the spiral springs of the smallest dimensions.
The storage of spiral springs, which has been customary up to now, provides small boxes with a cover that can be pulled over for such medium dimensions and tissue paper envelopes for such smallest dimensions. The boxes or tissue paper envelopes are dimensioned to accommodate only a limited number of spiral springs, since otherwise there is a risk that a larger number of spiral springs will inextricably entangle one another. Boxes or envelopes with a capacity of 5 to 10 pieces, but a maximum of 20 pieces, are common.
For transport or shipping purposes, the corresponding number of the boxes or tissue paper envelopes mentioned is stacked in a container, this container being expediently divided into compartments by means of partitions. Containers with a capacity of up to a few thousand coil springs meet the most frequently desired requirements.
The double subdivision of a larger number of spiral springs explained above ensures reliable storage of the same. However, this latter is obviously bought at the cost of a higher level of manual labor, since, in addition to the handling or processing of each spiral spring, additional handles have to be made for its storage.
Accordingly, the present invention is concerned with a method for storing spiral springs intended for measuring mechanisms and the method according to the invention is characterized in that the spiral springs to be stored are inserted into the recesses made in a flexible band and this band is then wound up on a drum together with the inserted spiral springs becomes. The invention also relates to a device for practicing this method and this device is characterized according to the invention in that the recesses made in the flexible band have a depth that is greater than the blade height of the spiral springs to be stored, and that the diameter of the drum base on which the Flexible tape is wound, is a multiple of the diameter of the recesses made in the tape.
The method according to the invention and the device for carrying it out are explained in more detail below with reference to exemplary embodiments illustrated in the drawing. In the drawing shows:
1 shows a longitudinal section through the strip provided with recesses, only a short piece of the same and only a few recesses being shown,
FIG. 2 shows a top view of the band corresponding to FIG. 1, the three recesses on the left corresponding to a first embodiment and the two recesses on the right corresponding to a second embodiment, and FIG
3 shows, on a greatly reduced scale compared to FIGS. 1 and 2, the partially broken open view of a drum with a wound tape in order to be able to illustrate the means for fastening the inner and outer tape ends.
For most of the applications in question and especially for the temporary storage of very small coil springs, such as those required for the riots of clockworks, the flexible band 4 is conveniently made of a film of the usual nature. The thickness of the film can be roughly two to three times the height of the blade of the spiral springs to be stored. From the one film surface, which is referred to below as the upper side, preferably circular recesses 5 are sunk at regular intervals. Each of these recesses 5 is dimensioned according to FIG. 2 to accommodate only a single spiral spring 6, the depth of the recesses 5 according to FIG. 1 being greater than the blade height of the spiral spring 6 to be received.
The insertion of the spiral springs into the recesses or also the removal of a spiral spring from a recess can be accomplished manually, for example by means of tweezers. However, in order to particularly facilitate the removal of the spiral springs from the recesses, one or more perforations 7 that completely penetrate it can be made in the bottom of each recess 5. According to FIG. 2 on the right, such openings 7 are preferably of slot-shaped design and are arranged in a star-like manner. Lifting members can then be moved up through these openings 7 from the underside of the film strip 4 in order to thereby lift the relevant spiral spring out of the recess.
The film tape 4 is finally provided on one or both sides of the recesses 5 with the perforation consisting of the holes 8, so that the film tape 4 can be moved step-by-step by means of the usual toothed rollers. The division with which the recesses 5 are attached along the film strip 4 corresponds to the division of the above-mentioned perforation, as can be seen in FIG. 2.
The drum on which the film is to be wound can be of a perfectly conventional type; it is shown in FIG. The diameter of the drum base 9, d. H. the inside diameter of the available winding space should, however, be at least ten times larger than the diameter of the recesses 5 on the film strip 4. In addition, the two side walls 10 and 11 are rigidly connected to one another by means of the cylindrical drum base 9. One end 4 'of the film tape to be wound up is now passed through a slot made in the drum base 9 and clamped by means of a spring 12. This introduction of the film strip must, however, take place in such a way that its upper side faces the drum base 9. The opening of the recesses made in the film strip then points inwards - viewed in the radial direction of the drum 9 to 11.
However, since the top of the film strip should point upwards both when the coil springs are fitted to the film tape and when the coil springs are removed from the film tape, the part of the film tape not wound on the drum 9 to 11 will lead away from the drum in an approximately horizontal direction . If the coil springs have now been fitted to the film strip step by step and the fitted film strip has been successively wound onto the drum, the outer end 4 ″ of the film strip according to FIG. 3 can finally be clamped by means of a spring clip 13 that is slipped over it. if, for example, the full latter turn of the wound film strip is no longer equipped with spiral springs.
The drum filled with spiral springs in this way can now be brought into a magazine and stored or transported from one workplace to the next, as required. For shipping purposes, however, the filled drum is preferably packed in a sufficiently impact-resistant and pressure-resistant and tightly sealed can.
The removal of the spiral springs from the filled drum, which has to be carried out at a workstation, is also very easy and quick to carry out.
The filled drum is placed on a horizontal shaft, optionally provided with a braking device, at the workplace concerned. The spring clip 13 is then pulled out so that the outer end 4 ″ of the film tape can be grasped and the unwinding process can begin. The latter is best done in stages so that the spiral springs can be removed from the film tape one after the other. The film tape to be unwound can directly reach the workplace run through.
The film tape 4 itself will now as a rule - in order to be sufficiently flexible with the required thickness - must consist of an electrically insulating plastic. This shows that, particularly during the unwinding of a drum filled with spiral springs, electrostatic charges can arise on the surfaces of the film strip 4, which are strong enough to lift individual spiral springs completely or partially out of the recesses 5 in an undesired manner. To eliminate this very annoying phenomenon, it has proven to be expedient to cover the entire surface of the film strip 4, that is to say with the inclusion of the recesses 5, with a thin electrically conductive layer. For the same reason, drums 9 to 11 made of metal are preferred for winding the film strip.