CH433958A - Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Abschnitte von einer Materialbahn und Verwendung der Vorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Abschnitte von einer Materialbahn und Verwendung der VorrichtungInfo
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Description
Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Abschnitte von einer Materialbahn und Verwendung der Vorrichtung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Abschnitte von einer Ma terialbahn und die Verwendung der Vorrichtung.
Als Materialbahn kann eine solche aus Textilien oder insbesondere eine solche aus Papier oder Folie verstanden werden, wobei die Bahn vorzugsweise zu einer Rolle aufgerollt ist und von dort abgezogen wird.
Moderne Verpackungsmaschinen, in denen Güter mit Papier oder Folien umhüllt werden, arbeiten zu meist von der Rolle , d. h. dass das Verpackungsma terial der Maschine nicht in vorbestimmten Forma ten der benötigten Abmessungen zugeführt wird, son dern in Form einer Rolle und dass der einzelne Bogen erst vor, während oder nach dem eigentlichen Ver packungsvorgang von der Rolle abgetrennt wird. Vor richtungen zum Schneiden, die in solchen Verpackungs maschinen angewendet werden, sind in verschiedener Form bekannt.
Es wird entweder der Scherenschnitt angewandt, bei dem zwei Schneiden über die Breite der Rolle reichen, oder es werden kleine Trennmesser verwen det, die quer zur Materialbahn über deren Breite ge führt werden. Beim Scherenschnitt kann die Arbeits weise entweder diskontinuierlich sein, der Vorschub des flächigen Materials von der Rolle wird unter brochen, und das Material geschnitten oder aber kon tinuierlich mittels rotierender Messer, deren Schneid flächen in der Oberfläche eines gedachten Zylinders lie gen.
Vorrichtungen, die die genannten Prinzipien be nutzen, arbeiten einwandfrei. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sie, sofern Formate von Rollen grosser Breite geschnitten werden müssen, entweder sehr teuer und auch schwer werden, sofern die Schneide über die gesamte Breite reicht, oder zu langsam für Hoch- leistungsverpackungsmaschinen laufen, sofern sich die Messer hin und her bewegen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, obige Nachteile zu beseitigen und eine schnell und sicher arbeitende Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Ab schnitte von einer Materialbahn zu schaffen mit einem preiswerten und leicht auswechselbaren Abtrennorgan, das in Verpackungsmaschinen hoher Arbeitsgeschwin digkeit eingesetzt werden kann.
Demgemäss ist Gegenstand der Erfindung: I. eine Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Ab schnitte von einer Materialbahn, mit einem über die Breite der Materialbahn reichenden beweglichen Teil und einem festen Gegenstück, die dadurch gekennzeich net ist, dass der bewegliche Teil senkrecht zur Material bahn mit einem begrenzten Hub auf- und niederbe wegbar angeordnet ist und das Abtrennorgan in Form eines scharfen dünnen Messerblattes trägt, das eben falls senkrecht zur Materialbahn steht und von dieser über die .gesamte Breite gleichen Abstand aufweist, und d ass zu dessen beiden Seiten parallel zur Schneide und im Abstand davon ein Niederhalter für die Ma terialbahn angeordnet ist,
der gegen den Messerträ ger abgefedert ist und in Ruhestellung über die Schneid kante des Messers hervortritt, und dass das feststehende Gegenstück aus einer in Längsrichtung geschlitzten Schiene besteht, wobei der Schlitz so tief ist, dass er das Schneidorgan aufnehmen kann, ohne däss dieses mit dem Gegenstück in Berührung kommt;
sowie 1I. die Verwendung der Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Bogen von einer Papier- oder Folien-Bahn in einer Verpackungsmaschine grosser Arbeitsbreite.
Gegenüber dem Scherenschnitt, bei dem die Bahn von einer Seite zur anderen zwischen zwei Schneiden getrennt wird, erfolgt bei der erfindungsgemässen Vor richtung der Schnitt an der gespannten Materialbahn gleichzeitig über die gesamte Breite. Wesentlich für einen einwandfreien Schnitt ist dabei, dass die Bahn zweckmässig unter einem hinreichenden Zug steht. Die Niederhalter haben die Funktion, diese Zugspannung auch während des Schneidvorgangs aufrechtzuerhalten.
Im Ruhestand stehen die beiden Niederhalter etwas über die Schneidkante des Messers hervor, so dass sie bei Betätigung der Vorrichtung zuerst die zwischen dem Niederhalter und dem Gegenhalter liegende Ma terialbahn berühren.
Bei weiterer Bewegung des Mes serhalters werden die beiden Niederhalterschienen durch die Federn mehr und mehr auf die Materialbahn ge presst und halten diese damit fest, bis nach einem gewissen Bewegungshub des Messerhalters jetzt das Messer auf die festgehaltene und angespannte Material bahn auftrifft und sie durchstösst. Der im Gegenhalter befindliche Schlitz nimmt die Schneidkante des Mes serblattes beim Schneidvorgang auf,
damit diese nicht durch metallische Berührung stumpf wird. Je näher die Niederhalter am Messerblatt sitzen, und je enger der im Gegenhalter befindliche Schlitz ist, desto bes ser wird das Schneiden der Materialbahn ausgeführt. Für das einwandfreie Funktionieren der Abtrennvor- richtung ist es vorteilhaft, die Schneidbewegung so schnell wie möglich erfolgen zu lassen. Wird der Schnitt sehr schnell durchgeführt, so ist es nicht er forderlich, den Papiervorschub zu unterbrechen.
In den meisten Fällen jedoch dauert der Verpackungsvorgang länger als der Vorschub des Formates, so dass es zweckmässig ist, den Vorschub zu unterbrechen.
Der Antrieb der Abtrennvorrichtung erfolgt vor- teilhafterweise durch einen oder mehrere Pneumatik- oder Hydraulikzylinder oder durch einen Elektromo tor mittels Kurbeltrieb. Er kann jedoch auch von Hand oder durch Fusskraft erfolgen, wobei eine entsprechende Hebelübersetzung die nötige Kraft am Messer liefert.
Besonders vorteilhaft wirkt die erfindungsgemässe Vorrichtung, wenn die Berührungsflächen des Gegen halters und der Niederhalterschiene mit rutschfesten Belägen versehen werden. Ein geeigneter Belag ist z. B. Schaumgummi. Ein besonders guter Spanneffekt wird erhalten, wenn die Niederhalterschienen über die ganze Materialbahnbreite wulstartige Erhöhungen aufweisen, die sich in dem Gegenhalter in dort befindliche, pas sende rinnenförmige Vertiefungen oder aber auf nur in eine auf dem Gegenhalter befindliche Schaumgummi schicht eindrücken.
Dadurch wird das Material besser gespannt, was eine Verbesserung des Schneidvorganges mit sich bringt.
Als Messerblätter werden, sofern dünne Materia lien geschnitten werden sollen, bevorzugt einseitig ge- schliffene Bandstähle verwendet. Diese müssen straff über die Bahn gespannt werden. Für stärkere Materia lien werden entsprechend stärkere Messerblätter ver wendet. So beträgt z. B. die Messerdicke 1,3 mm bei einer vielfach angewandten Ausführungsform der er findungsgemässen Vorrichtung, deren Messerblatt eine Breite von 1,20 m aufweist. Die Abschrägung des Messerblattes ist in diesem Falle 6 mm breit.
Bevor zugt werden Messer mit einer sägezahnförmigen Schneide benutzt, deren Zacken nach der Vorderkante hin scharf angeschliffen sind. Damit lässt sich zwar kein geradliniger, glatter Schnitt erreichen, jedoch ist die zum Schneiden benötigte Kraft bedeutend geringer als bei einem glatten Messer; auch die Federn mit dem Niederhalter müssen nicht übermässig stark ausge legt werden.
Der Abstand der Zähne voneinander soll dabei gleichmässig sein; die Periodenlänge kann in weiten Grenzen schwanken und wird zweckmässigerweise für jedes zu schneidende Material durch Probieren be stimmt. Als günstig hat sich zum Schneiden von Papier und Folien mittlerer Dicke eine Periodenlänge von etwa 3 mm erwiesen.
Der mit einem solchen Säge zahnmesser erzeugte wellenförmige Schnitt beeinträch tigt in keiner Weise die Verwendung des abgetrennten Zuschnittes als Verpackungsmaterial, da in den meisten Fällen gerade an dieser Trennstelle oder in der Nähe der Trennstelle eine Siegelung bzw. Verschweissung oder Verklebung des Verpackungsmaterials erfolgt und so mit auch die Gefahr des Einreissens des Papiers oder der Folien mit geringer Weiterreissfestigkeit gering ist.
Beispielsweise Ausführungsformen der erfindungs gemässen Vorrichtung werden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen: Fig.1 einen Querschnitt durch die Vorrichtung in Ruhestellung, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung in extremer Schneidstellung, Fig.3 eine Ansicht der Abtrennvorrichtung über ihre ganze Breite und Fig. 4-7 verschiedene Ausführungsformen der Nie derhalterflächen.
In Fig. 1, 2 und 3 sieht man den feststehenden Gegenhalter 1 mit dem Schlitz 2 und den rutschfesten Belägen 3. Der darunter befindliche bewegliche Teil trägt in seiner Mitte das Messer 4 fest verspannt zwi schen den Profilleisten 5 mit aufgeschweissten Distanz- stücken 6. Diese Distanzstücke 6 schaffen die Führungs- fläche für den Niederhalter 7, welcher ebenfalls an den Berührungsflächen mit rutschfestem Belag 3 versehen ist.
Die Stempel 8 sind an ihrem einen Ende in den Niederhalter 7 eingelassen, am anderen Ende tragen sie je einen Feststellring 9, der den Federweg der Federn 10 begrenzt. Die Stempel 8 sind in den Füh- rungsbuchsen 11 geführt. Die Bewegungsrichtung, mit welcher der Profilkasten 5 gegen den feststehenden Ge genhalter 1 bewegt wird, ist durch den Pfeil 12 ange zeigt.
In Fig.4 ist der geschlitzte Gegenhalter 1 mit Schlitz 2 über seine ganze Länge mit den Wulsten 14 versehen, die sich beim Zusammendrücken der Vorrich tung in den rutschfesten und elastischen Belag 3 ein drücken und eine zusätzliche Verspannung der zu zer schneidenden Materialbahn 13 im Bereich des Schlitzes 2 ergeben. Die Wulste 14 können auch in mehrfacher Anordnung angebracht werden, wobei es gleich gültig ist, ob diese sich auf dem Niederhalter 7 des beweglichen Teils oder dem Gegenhalter 1 des fest stehenden Teils befinden, wie es Fig. 5 darstellt.
Fig. 6 zeigt die Vorrichtung mit senkrechter Füh- rung der Materialbahn 13, wobei in dieser Ausfüh rungsform der elastische, rutschfeste Belag durch die den Wülsten 14 im Gegenstück angepasste Vertiefung 15 ersetzt wird.
Dadurch wird ebenfalls ein Durch- rutschen der Materialbahn beim Schneidvorgang ver hindert. Fig. 7 zeigt die Vorrichtung mit schräger Füh rung der Materialbahn 13, wobei es ohne Bedeutung für die Wirkungsweise der Vorrichtung ist, dass sich die rutschfesten Beläge 3 wechselseitig auf der gegen überliegenden Fläche befinden. Diese Anordnung ist von Vorteil für ein leichteres Einführen von sehr dün nen Materialbahnen, welche beim Auftreffen auf rutsch feste Flächen zu Stauungen neigen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird, wie er wähnt, bevorzugt in sehr breiten Verpackungsmaschi nen verwendet, da sich hier ihr geringes Gewicht und die leichte Auswechselbarkeit des Messers besonders vorteilhaft auswirken.
Geschnitten werden können mit der Vorrichtung die handelsüblichen Papiere und Folien in allen Dicken, wie z. B. Seidenpapier, Zellglas, Packpapier, Polypro pylenfolien, Polyäthylenfolie, Folie aus Polyäthylen terephthalat, Folie aus Polyvinylchlorid oder auch sol che, die sich von der Cellulose herleiten.
Die Verwendung der Vorrichtung ist aber nicht nur auf den Verpackungssektor beschränkt, auch bei der Fertigung der genannten Materialien sowie im Druckereiwesen und in der textilverarbeitenden Indu strie kann die Vorrichtung vorteilhaft eingesetzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Abschnitte von einer Materialbahn, mit einem über die Breite der Materialbahn reichenden beweglichen Teil und einem festen Gegenstück, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Teil senkrecht zur Materialbahn mit einem begrenzten Hub auf- und niederbewegbar ange ordnet ist und das Abtrennorgan in Form eines schar fen dünnen Messerblattes trägt, das ebenfalls senkrecht zur Materialbahn steht und von dieser über die gesamte Breite gleichen Abstand aufweist, und dass zu dessen beiden Seiten parallel zur Schneide und im Abstand davon ein Niederhalter für die Materialbahn angeordnet ist,der gegen den Messerträger abgefedert ist und in Ruhestellung über die Schneidkante des Messers her vortritt und dass das feststehende Gegenstück aus einer in Längsrichtung geschlitzten Schiene besteht, wobei der Schlitz so tief ist, dass er das Schneidorgan auf nehmen kann, ohne dass dieses mit dem Gegenstück in Berührung kommt. 1I. Verwendung der Vorrichtung nach Patentan spruch I zum Abtrennen einzelner Bogen von einer Papier- oder Folien-Bahn in einer Verpackungsmaschine grosser Arbeitsbreite. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schneide des dünnen Messerblat tes sägezahnförmig ausgebildet ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckflächen des Niederhal ters und des feststehenden Gegenstückes mit rutschfe sten Belägen versehen sind. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter derart ausgebil det und angeordnet ist, dass der Schnitt im vorgespann ten Zustand der Materialbahn erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE3401214A1 (de) * | 1984-01-14 | 1985-07-25 | INDAG Gesellschaft für Industriebedarf mbH, 6900 Heidelberg | Verfahren und vorrichtung zum anbringen von trinkhalmen an getraenkebehaeltern, insbesondere an getraenkebeuteln |
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Also Published As
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