Maschine zum Herstellen von Briefumschlägen Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Herstel len von Briefumschlägen, bei welcher mehrere aufein anderfolgend angeordnete Arbeitseinheiten zum Aus führen getrennter Arbeitsvorgänge vorgesehen sind, die von einer Arbeitseinheit zur anderen befördert wer den, wobei die Einheiten durch übertragungseinrich- tungen mit einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung ver bunden sind.
Bei gebräuchlichen, mit hoher Geschwindigkeit ro tierenden Briefumschlagherstellungsmaschinen werden die Mechanismen für die Kerbung der oberen und un teren Klappe, der Mechanismus für die Faltung der Bodenklappe und der Mechanismus fü<B>r</B> die Faltung der oberen Klappe von einem gemeinsamen Antrieb ange trieben, so dass nach Beendigung der Herstellung von Briefumschlägen mit einer bestimmten Grösse, für die Herstellung von Briefumschlägen mit einer anderen Grösse, muss jeder Mechanismus für sich eingestellt und danach in der Zeit reguliert werden, so dass die für die neuen Briefumschläge anderer Grösse durch zuführenden Arbeitsvorgänge in Lage und Zeit ihrer Ausführung mit der Förderung der Papierabschnitte in übereinstimmung sind.
Sind die Mechanismen nicht ge nau zeitlich eingestellt und nicht in genauer zeitlicher Beziehung zueinander eingestellt, so sind unvollkom mene Briefumschläge die Folge.
Bei vollkommener Herstellung von Briefumschlägen verschiedener Grösse sind deshalb die Einstellungen der Mechanismen sehr sorgfältig, aber schwierig durchzu führen, um sie in zeitlich richtige Beziehung zu der Förderbewegung der Papierabschnitte zu bringen, ohne dass viele wiederholte Einstellungen bis zum Erreichen einer korrekten Arbeitsfolge vorzunehmen sind. Dabei ist ein grosser Aufwand an Zeit für einen gut geschul ten und erfahrenen Spezialfachmann auf dem Gebiete der Briefumschlagherstellung erforderlich.
Hinzu kommt, dass die Briefumschlagherstellungsmaschine während dieser langen Einstellzeit mit wiederholten Ein- stellungen ausser Betrieb ist und nicht arbeitet, so dass die Herstellungskosten von Briefumschlägen auf der gleichen Maschine wesentlich höher werden, als wenn auf der Maschine fortlaufend Briefumschläge der glei chen Grösse und ohne Unterbrechung hergestellt wer den.
In den meisten Herstellungsbetrieben ist jedoch der Durchgang einer bestimmten Form und Grösse von Briefumschlägen unzureichend, die Maschinen fortlau fend und wirtschaftlich arbeiten zu lassen, so dass zwi schen den Arbeitsperioden der Maschine Stillsetzungs- perioden eingeschaltet werden müssen, damit die Her stellung der gleichbleibenden Umschläge dem Bedarf an verkauften Briefumschlägen angepasst wird. Auch haben diese Maschinen einen wesentlichen Raumbedarf im Betrieb, so dass Anschaffung und Betrieb der Ma schine zu hohe Investierungskosten verursachen, um sie zeitweise stillstehen zu lassen oder ausser Betrieb zu setzen.
Die Erfindung bezweckt die Nachteile der bisheri gen Maschinen durch Schaffung von Mitteln zu besei tigen, mit deren Hilfe solche Maschinen im wesentlichen fortlaufend in Betrieb gehalten werden.
Die Erfindung besteht darin, dass die übertragungs- einrichtung bestimmte Einheiten paarweise miteinander in zusammenwirkende Verbindung bringen und durch übertragungsglieder mit lösbaren Elementen untereinan der in zusammenwirkender Verbindung stehen, durch welche die zusammenwirkende Verbindung der Übertragungseinrichtungen eingestellt und die relative Zeitfolge der Arbeitsvorgänge der Arbeitseinheiten ver ändert werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine schematische Darstellung der fortlaufen den Arbeitsvorgänge zur Herstellung von Briefumschlä gen gemäss der Erfindung und deren Beziehung zu den die Arbeitsvorgänge durchführenden Mechanismen der Fig. 2; Fig. 2 eine Ausführungsform eines Teils einer Brief umschlagherstellungsmaschine, der mit den erfindungs- gemässen Antriebsmechanismen und den Einrichtungen zur richtigen Einstellung für die Herstellung von Brief umschlägen verschiedener Grösse ausgerüstet ist, in Sei tenansicht;
Fig. 3 eine schematische Darstellung der fortlaufen den Arbeitsvorgänge zur Herstellung von Briefumschlä- gen, aber in Beziehung zu den rotierenden Mechanis- mengliedern, wie sie in Fig. 4 und 5 dargestellt sind; Fig.4 eine Ausführungsform der rotierenden Me chanismen der Maschine zur Herstellung von Briefum schlägen, zum Fortbewegen und zum Einwirken auf die Papierabschnitte für die Briefumschläge, in Seiten ansicht;
Fig. 5 eine Fortsetzung der Darstellung in Fig.4, mit einer vergrösserten Darstellung der Mechanismen für die Boden- und Verschlussklappenfaltung der Ma schine; Fig. 6 einen Querschnitt durch den Seitenklappen faltmechanismus der Briefumschlagherstellungsmaschi- ne nach der Linie 6-6 in Fig. 2 in Richtung der Pfeile;
Fig. 7 einen Teil des Getriebes zur Durchführung der anfänglichen Einstellung der Antriebswellen zur Be tätigung der Mechanismen für die Kerbung der oberen Klappe und der Bodenklappe, in Seitenansicht; Fig. 8 den gleichen Mechanismus wie in Fig. 7 in Vorderansicht zur Wiedergabe der Mittel zur Verbin dung der einstellbaren Welle mit ihrem Betätigungs getriebe;
Fig. 9 einen Querschnitt durch die Briefumschlag herstellungsmaschine nach der Linie 9-9 und in Pfeil richtung entgegengesetzt zur Pfeilrichtung für die Fig. 6; Fig. 10 einen Querschnitt nach der Linie 10-10 der Fig. 7 zur besseren Wiedergabe des Verbindungs getriebes; Fig. <B>11</B> eine detaillierte Ansicht der Vorrichtung zur Durchführung von Feineinstellungen der Antriebsme chanismen in bezug auf ihre Zeiteinstellung zueinander.
In den Zeichnungen bezeichnet 1 einen Teil der rotierenden Briefumschlagherstellungsmaschine, der Pa pierzuschnitte a von einem nicht gezeichneten Ver- schlussklappengummierungs- und -trocknungsteil der Maschine zugeführt werden.
Die Papierzuschnitte a werden von dem Teil 1 in Schuppenform dem Falt mechanismus 2 auf Förderbändern 3 dem Teil 2 mit der Bodenklappe b vorn und der gummierten Ver- schlussklappe c hinten liegend zugeführt, wobei die Bodenklappe b des jeweils voraufgehenden Papierzu schnittes etwas mehr als die Breite der Gummierung auf der Verschlussklappe vorsteht und die Seitenklap- penteile d und e sich seitlich erstrecken.
Die Papier zuschnitte a werden bei ihrer Einführung in den Faltungsmechanismus 2 getrennt und in Zeitabständen einem Verschlussklappenkerbungsmechanismus I zuge führt. Als Trennungsmechanismus kann irgendein be kannter Mechanismus dieser Art, wie z. B. Segment rollen 4 verwendet werden, die mit höherer Umfangs geschwindigkeit als die Förderbänder umlaufen und mit Gegendruckrollen 4' so zusammenarbeiten (Fig.4), dass die vorstehende Spitze des Papierzuschnittes er- fasst und dieser von den übrigen getrennt wird.
Der mit hoher Geschwindigkeit bewirkte Abzug des Papier- zuschnittes a wird durch Druckrollen 4" fortgesetzt, die ebenfalls noch mit den Gegendruckrollen 4' zu sammenwirken, um die Papierzuschnitte einem Zufüh rungsmechanismus mit zeitlicher Hintereinanderfolge einzelner Papierzuschnitte zuzuleiten. Der Zeitfolge- und Ausrichtmechanismus ist bei derartigen Maschinen ebenfalls bekannt.
Ein besonderer Typ dieser Einrich tung kann Förderketten 5 über Kettenräder 5' verwen den, die als gradlinige Fortsetzung der Gegendruckrolle mit dem Kettenrad dicht vor dem Kerbungsmechanis- mus I angeordnet sind. Die Förderketten 5 laufen mit der gleichen hohen Geschwindigkeit wie die Segment rollen 4 und Gegendruckrollen 4' und tragen nach oben vorstehende Stifte 6 welche hinter den rückwärtigen Rand der einzelnen Papierzuschnitte a greifen, wel che an von oben herabhängenden Bürsten 6' entlang bewegt werden.
So werden die einzelnen Papierzuschnit te zeitlich und in Abständen voneinander entsprechend den Abständen der Stifte 6 vorwärts bewegt.
Der Kerbungsmechanismus I enthält eine obere und untere Kerbungsrolle 7 und 8, von denen die obere ein Kerbung sblatt 7' zur Herstellung von quer gerichteten Kerbungsprägungen f quer über den Papierzuschnitt herstellt, um die Bodenkante des Rückteiles g zu markieren. Die Kerbungsrollen 7 und 8 sind auf Wellen 9 und 10 befestigt, deren Enden entsprechend in den Seitenrahmen 11-11 des Teiles 2 gelagert sind.
Von dem Kerbungsmechanismus I werden die Pa pierzuschnitte a durch einen zweiten Satz von Förder- rollen 12 mit Gegendruckrollen 13 nach einem Boden klappenkerbungsmechanismus II befördert, der eine obere und eine untere Kerbungsrolle 14 und 15 besitzt, wodurch die obere Kante des Rückteiles g eines jeden Papierzuschnittes a durch eine Kerbung h markiert wird, die von dem Kerbungsblatt 16 an der oberen Kerbungsrolle 14 hergestellt wird.
Die Rollen 14 und 15 sind auch auf Querwellen 17, 18 befestigt, die ebenfalls in den Seitengestellen oder -rahmen 11-11 gelagert sind.
Von dem Kerbungsmechanismus 1I werden die Pa pierzuschnitte a weiter bewegt durch eine Reihe von Förderrollen 19 und Gegendruckrollen 20 nach einem üblichen Seitenklappenmechanismus III mit den Seiten- klappenfalteinrichtungen 21 und 22, durch welche die Seitenklappen d und e der aufeinanderfolgenden Papierzuschnitte a nach innen über ortsfeste, nicht dargestellte Schienen auf den Rückteil g umgelegt werden. Die Faltorgane 21 und 22 werden über Kur beln 23 und 24 und oszillierende Kulissenstangen 25, 26 von einem Getriebe im Gehäuse 27 hin- und her bewegt.
Das nicht gezeichnete Getriebe wird über Ke gelränder 28, 29 von einer Antriebswelle 30 angetrie ben (Fig. 6).
Nach dem Faltmechanismus III werden die Papier zuschnitte durch einen herkömmlichen Gummierungs- mechanismus IV geschickt, durch den Gummierungs- streifen i und j auf die umgeschlagenen Seiten klappen d und e durch rotierende Auftragsorgane 32 aufgetragen werden. Die Auftragsorgane sitzen auf der Welle 33, welche von einem noch zu beschreiben den Getriebe 34 angetrieben wird.
Von dem Gummierungsmechanismus IV werden die Papierzuschnitte zu dem Bodenklappenfalt- und Ver schlussmechanismus V befördert, der Ergänzungsrollen 35 und 36 enthält, hinter denen der Bodenklappenteil b über eine Führungsrolle 37 auf eine nach oben an steigende Bahn 38 abgeleitet oder abgelenkt wird, um den Papierzuschnitt auf der Kerbungslinie f etwas hochzufalten. Die untere Rolle 36 ist mit einer Saug einrichtung 39 versehen, durch welche auf den Papier zuschnitt a hinter der Kerbungslinie f ein Zug aus geübt wird.
Die obere Rolle 35 ist eine Druckrolle, welche gegenüber den Gummierungsstreifen i und j Umfangsaussparungen 40 aufweist, so dass sie mit diesen nicht in Berührung kommt. Die Rollen 35 und 36 sind auf Wellen 41 und 42 befestigt, die wieder ent sprechend in den Seitenrahmen 11-l1 gelagert sind. Die Saugwirkung durch die Öffnungen 39 der Rolle 36 hält den Rückteil g des Papierzuschnittes a auf der Rolle 36 fest und führt ihn unter Führungsrolle 37 weiter, die keine Druckrolle sondern nur eine Füh rungsrolle mit entsprechendem Spielraum gegenüber der Rolle 36 ist, so dass die Bodenklappe b an der Ker bung f weiter umgefaltet wird und schliesslich voll kommen umgefaltet wird.
Nachdem die Faltung der Bodenklappe b an der Kerbung f begonnen hat, wird die Saugwirkung der Rolle 36 beendet, so dass der nunmehr in der Faltung begriffene Papierzuschnitt über die im wesentlichen horizontale ortsfeste Führung 43 weitergeleitet wird, wobei sich die wieder von der Ableitungsfläche 38 abgezogene Bodenklappe b auf die umgelegten Seitenklappen d und e legt. Eine Faltenbildung an der Bodenklappe b wird durch die lose Führung durch die Rolle 37 vermieden. Die An pressung der Bodenklappe b an die mit den Kleb streifen i und j versehenen Seitenklappen d und e erfolgt erst an den folgenden Druckrollen 44, 45 durch welche der Papierzuschnitt a mit umgelegter Bodenklappe b hinter der Führung 43 hindurchge führt wird.
Von dem Bodenfaltungsmechanismus V wird der Papierzuschnitt nach dem Faltenmechanismus für die obere Klappe weitergeführt, der die untere Pressrolle 45 und eine schräg nach oben gerichtete Tasche 46 sowie Pressrolle 47 enthält. Die Pressrollen 44, 45, 47 sind auf Querwellen 48, 49, 50 befestigt, die wiederum in den Seitengestellen 11-11 gelagert sind. Die Press- rolle 45 ist als Saugrolle mit einer Mehrzahl von Saug öffnungen 51 ausgeführt, um das Werkstück an dem nachfolgenden Ende der oberen Klappe b hinter de ren Kerbung h zu erfassen und den voraufgehenden Verschlussklappenteil des Werkstückes in die Tasche 46 zu schieben.
Da die Saugöffnungen 51 sich mit der Rolle 45 bei deren Drehung nach unten bewegen, wird eine Faltung an der Kerbung h bewirkt, indem das Werkstück bei der Faltung nach unten durch die Rollen 45 und 47 gezogen und in Berührung mit der Füh rungsplatte 52 gebracht wird, um in ein Paar von Spi- ralförderern 53 und 54 hineinbewegt zu werden, wel che die Enden des fertiggestellten Briefumschlages ent sprechend ergreifen und ihn auf den Ausgabetisch 55 befördern und an die schon vorher fertiggestellten Brief umschläge anreihen, die durch einen verschiebbaren Stapelendblock auf dem Ausgabetisch gehalten werden.
Die Spiralen 53 und 54 werden durch Wellen 57 in Umdrehung versetzt, welche über Zahnräder 58, 59 und 60 auf einer quergerichteten Gegenwelle 61 (Fig.9) angetrieben werden, die wiederum durch ineinander greifende Zahnräder 62 und 63 in Umdrehung versetzt werden. Das Zahnrad 63 sitzt auf der Kraftübertra- gungswelle 63 eines Getriebes im Getriebekasten 64 (Fig. 9).
Die Segment- und Gegendruckrolle 4, 4' sowie die Förderketten und die nachfolgenden Förderbänder für die Papierzuschnitte der Maschine können in der glei chen Weise wie bei herkömmlichen Maschinen dieser Art angetrieben werden, so dass sie mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit arbeiten.
Die soweit beschriebenen Mechanismen sind mit Ausnahme der besonderen Kerbungsmechanismen I und 1I bekannt und üblich in Briefumschlagherstellungsma- schinen und sind nicht Gegenstand der Erfindung. Je doch sind diese Mechanismen in den konventionellen Maschinen mit einem gemeinsamen Antrieb verbunden, so dass bei der Einstellung eines der Mechanismen für eine gewisse Grösse der herzustellenden Briefumschlä ge, alle anderen Mechanismen entsprechend einzeln ein gestellt und erneut eingestellt werden, damit jeder Ar beitsvorgang an der erforderlichen Stelle auf den Pa pierzuschnitten bei deren Durchgang durch die Maschi ne durchgeführt wird.
Wie bereits erwähnt, sind diese Einstellung--n schwierig durchführbar und erfordern die Aufmerksamkeit einer sehr fachkundigen Person, die in diesen Maschinen Geschicklichkeit und Erfahrung besitzt. Dabei muss die Maschine für verhältnismässig lange Zeit stillgesetzt werden, während der die Einstel lung vorgenommen wird.
Erfindungsgemäss wird ein verbesserter Antrieb für die verschiedenen Mechanismen 1, 1I, 1I1, IV, V und VI geschaffen, der in einfacher, leichter Weise schnell eingestellt werden kann, wenn von einer Grösse der Briefumschläge zu einer anderen Grösse übergegangen wird.
Beim Studium dieses Problems wurde gefunden, dass die Bodenkerbung f und die Faltung der Boden klappe des Briefumschlages so miteinander in Bezie hung stehen, dass sie an den Stellen I und V zum glei chen Zeitpunkt durchzuführen sind, so dass beim Durchführen der Kerbung f im Mechanismus I die Faltung der Bodenklappe b an der Kerbungsstelle f im Mechanismus V durchzuführen ist, ohne Rück sicht auf die Grösse der jeweils hergestellten Briefum- schlaggrösse, wenn die Papierzuschnitte mit konstanter Geschwindigkeit durch die Maschine laufen. Infolgedes sen ist erfindungsgemäss die Antriebsverbindung für den Mechanismus V die gleiche wie für den Mechanis mus I.
Ebenso wurde gefunden, dass der zweite Me chanismus 1I zur Herstellung der Kerbung h stets mit der Faltung der Verschlussklappe c im Falt- mechanismus VI synchron arbeitet, so dass diese Me chanismen auch durch eine gemeinsame Antriebsver bindung zu betätigen sind. Als einzig; Einstellung beim übergang von einer Briefumschlaggrösse auf eine an dere Grösse ist also die Einstellung dieser beiden von einander unabhängigen Antriebsverbindungen zueinan der erforderlich.
Der Seitenklappenfaltmechanismus III, der Seiten- klappengummierungsmechanismus und der Spiralenför- dermechanismus 53, 54 kann von der einen oder an deren Antriebsverbindung angetrieben werden.
Bei der Einstellung kann die Stellung des Kerbungs- blattes 7' des ersten Kerbungsmechanismus I als Aus gangsbasis für die Einstellung der anderen Antriebs mechanismen angesehen werden, die einfach durch Dre hung der anderen Antriebsmechanismen so durchge- führt werden kann,
damit die erste Antriebsverbindung mit einer Nullmarke übereinstimmt und die zweite An- triebsverbindung so weit in der erforderlichen Richtung vorgestellt wird, dass das Kerbungsblatt 16 des Mecha nismus II die Kerbung an der der Kerbung h für den herzustellenden Briefumschlag entsprechenden Stelle durchführt.
Bei der Ausführung der erfindungsgemässen verbes serten Konstruktion sind auf einer Seite der Maschine zwei parallele Wellen 67 und 68 angeordnet.
Die Welle 68 erstreckt sich über die Länge der Ma schine von dem Mechanismus I bis zu einer Stelle un terhalb des Bodenklappenfaltmechanismus V und ist entsprechend in. Lagern 69 am Seitengestell gelagert. Die Welle 67 ist parallel zur Welle 68 angeordnet und er streckt sich von einer Stelle unterhalb des Mechanis= mus 1I bis zu einer Stelle unterhalb oder neben dem Ende der Welle 68 und ist ebenfalls in entsprechenden Stützlagern 70 am Maschinenseitengestell 11 gelagert.
Auf der Welle 68 ist ein Kegelrad 71 befestigt, das über ein Kegelrad 72 eine Welle 73 antreibt, die ebenfalls in entsprechenden Lagern 74 am Maschinengestell ge lagert ist und ein Kegelrad 77 des Kerbungsmechanis- mus I trägt. Der Antrieb für die Kerbungsrollen der üblichen Briefumschlagherstellungsmaschine betätigt die Rolle 7, während die untere mit Gummibelag versehene Rolle durch Reibungsdruck von der angetriebenen Rol le 7 mitgenommen wird.
Das entsprechende Ende der Welle 67 trägt ein Kegelrad 79, das mit einem Kegelrad 80 auf einer ver tikalen Welle 81 kämmt, die ebenfalls entsprechend am Maschinenseitengestell bei 82 gelagert ist. Das obere Ende der Welle 81 trägt ein Kegelrad 83 das mit einem Kegelrad 84 auf der Welle 85 des Kerbungsmechanis- mus II kämmt, so dass die Rolle 14 angetrieben wird und die darunter befindliche, mit Gummibelag verse hene Gegendruckrolle durch Reibungsdruck mitnimmt.
Der vordere Teil der Welle 68 trägt ein Kegelrad 87, das mit einem auf einer vertikalen Welle 89 sitzen den Kegelrad 88 kämmt, die ebenfalls von Lagern 90 am Maschinenseitengestell gelagert ist. Die Welle 89 trägt ein Kegelrad 91, das mit einem Kegelrad 92 auf der Welle 42 des Faltmechanismus V kämmt.
Der vordere Teil der Welle 67 trägt ein Kegelrad 93, das mit einem auf einer vertikalen Welle 95 sitzen den Kegelrad 94 kämmt, die in Lager 96 am Maschi- nenseitengestell 11 gelagert ist. Auf dem oberen Ende der vertikalen Welle 95 ist ein Kegelrad 97 befestigt, das mit einem auf der Welle 49 des Faltmechanismus VI sitzenden Kegelrad 98 kämmt.
Die Wellen 67 und 68 stehen über Zahnräder 99 und 100 miteinander in Antriebsverbindung, indem sie beide mit einem Leerlaufrad 101 kämmen. Das Leer laufrad 101 ist lose drehbar auf einem Wellenstumpf 102 gelagert, der in einem Lager 103 am Maschinen seitengestell zwischen den Wellen 67 und 68 gelagert ist, wie dies in Fig. 2 gezeigt und in Fig. 7, 8, 10 detail- liert wiedergegeben ist. Bei Drehung der Welle 67 wird die Welle 68 in gleicher Richtung gedreht.
Das Zahnrad 99 hat eine starr mit ihm verbundene Nabe 104, die lose drehbar auf der Welle 67 sitzt, aber mit der Welle 67 befestigt werden kann, beispiels weise mittels Klemmschrauben 105 und 106 (Fig. 10). Das Zahnrad 99 hat auch eine vordere Nabe 107 mit einer Nullmarke 108 (Fig. 7).
Die Welle 67 ist durch die Nabe 109 hindurchgeführt und trägt auf ihrem Ende eine Nabe 109 eines Rades 110, die fest mit ihr ver bunden ist und durch das die Welle 67 unabhängig von der Welle 68 gedreht werden kann, wenn die Klemmschrauben 105, 106 an der Nabe 104 gelockert sind. Das Rad 110 stellt so das Haupteinstellmittel zwi schen den Wellen 67 und 68 dar. Die Nabe 109 des Rades 110 hat eine Skaleneinteilung, die mit der Null marke 108 zusammenwirkt. Eine Antriebswelle 65 er streckt sich längs des Maschinenseitengestells 11 und wird durch einen entsprechenden nicht gezeichneten Motor angetrieben.
Die Welle 67 steht mit der Welle 65 in Antriebsverbindung, wie nachfolgend beschrieben wird.
Auf der Antriebswelle 65 ist ein Kegelrad 111 be festigt das mit einem auf einer quer durch die Maschine hindurchgeführten und in dem Maschinenseitenrahmen 11 gelagerten Welle 113 sitzenden Kegelrad 112 kämmt. Die Welle 113 ist auch auf einem Konsol 114 im mitt leren Teil der Maschine gelagert. Auf der Welle 113 ist lose drehbar eine Hülse 115 mit Kolbenrädern 116 gelagert. Über die Kolbenräder 116 und auf einer paral lelen Welle 30 sitzenden Kettenräder 117 laufen Ketten 118.
Mit der Hülse 115 ist ein Kupplungsglied 119 fest verbunden, das mit einem axial verschiebbaren aber in Drehrichtung mit der Welle<B>113</B> in Mitnahmever- bindung stehenden Kupplungsglied 120 zusammenwirkt, um die Kettenräder 116 und die Welle 30 anzutreiben. Das Kupplungsglied 120 kann durch axiale Verschiebung ein- und ausgekuppelt werden, indem es mit dem Kupp lungsglied 119 in und ausser Eingriff gebracht wird, was über eine parallel, axial verschiebbare Stange mit- tels eines Handhebels 122 geschehen kann.
Die Kupp lungsglieder 119, 120 werden normalerweise durch eine Druckfeder 123 zwischen dem Maschinenseitenrahmen 11 und einem Ring 124 auf der Stange 121 in Eingriff miteinander gehalten.
Die Welle 30 trägt auch auf ihr befestigte Ketten räder 125 zum Antrieb einer Welle 127 über Ketten 128 und Kettenräder 126. Die Welle 122 ist in einem von dem Maschinenseitenrahmen 11 getragenen Lager 129 gelagert. Ein Ende der Welle 127 erstreckt sich in einen Getriebekasten 64 um das darin befindliche Ge triebe anzutreiben. Das andere Ende der Welle 127 ist über den Maschinenseitenrahmen hinaus geführt und trägt ausserhalb desselben ein Kegelrad 130, das mit einem auf der Welle 67 sitzenden Kegelrad 131 kämmt.
Sind die Kupplungsglieder<B>119,</B> 120 ausser Eingriff, so können alle Mechanismen der Maschine angetrieben und eingestellt werden, durch Drehung der Welle 30, was durch ein Rad 132 auf der Welle 30 bewerkstelligt werden kann (Fig. 6 und 9).
Falls Feineinstellung erwünscht ist, können einer oder mehrere der Kerbungs- und Faltmechanismen mit der Feineinstellvorrichtung nach Fig.ll ausgerüstet werden. Anstatt beispielsweise die Welle 42 des Falt mechanismus direkt durch das Kegelrad 92 anzutrei ben, kann das Kegelrad 92 starr mit einem Wellen stumpf 133 verbunden werden, auf dem ein Schräg zahnrad 134 befestigt ist, das mit einem Schrägzahnrad 135 auf der Welle 42 kämmt. In diesem Fall ist das Schrägzahnrad 135 axial verschiebbar, aber in Dreh richtung fest mit der Welle 42 durch Keil 136 ver bunden.
Mit der Nabe des Schrägzahnrades 135 ist ein Halslagerring 137 für eine Stellgabel 138 verbunden. Die Stellgabel 138 sitzt auf einer drehbar in einem Rah men 140 gelagerten Gewindewelle 139, die dazu be stimmt ist, durch Drehung mittels eines Drehknopfes 141 das Schrägzahrad 135 leicht zum Schrägzahnrad 134 axial zu verstellen. Dadurch werden Schrägzähne des Schrägzahnrades 134 zu dem Schrägzahnrad 135 leicht vor- oder zurückgestellt, je nachdem in welcher Richtung der Knopf 141 gedreht wird.
Das vorher erwähnte Zahnrad 34 kann durch ir gendeinen der Antriebe angetrieben werden. Er kann beispielsweise durch Eingriff mit Zahnrad 142 auf Welle 42 betätigt oder angetrieben werden (Fig. 9).
Angenommen, die Maschine ist so eingestellt, dass sie Briefumschläge bestimmter Grösse herstellen kann, so wird sie bei ihrer Ingangsetzung die Umschlag-Papier- zuschnitte in der richtigen Zeitfolge durch die Kerbungs- und Faltmechanismen 1-1I und V-VI bewegen und bearbeiten.
Um die Einstellung für einen Briefumschlag Papier zuschnitt bestimmter Grösse zu beginnen, werden die Kupplungsglieder 119, 120 ausser Eingriff miteinander gebracht, indem der Handhebel 122 betätigt wird. Die verschiedenen Mechanismen welche durch die Ketten 118 betätigt werden, sind nun frei zu ihrer Einstel lung. Die Welle 30 kann nun in der einen oder ande ren Richtung gedreht werden, durch Betätigung des Handrades 132. Das bewirkt eine entsprechende Dre hung der Wellen 127 und 67 durch die Triebkettenver- bindung 128 und durch das Ineinandergreifen der Zahnräder 130 und 131. Bei Drehung der Welle 67 dreht sich Welle 68 über die Zahnräder 99, 101 und 100. Bei Drehung der Welle 68 dreht sich Welle 73 über die Zahnräder 71 und 72.
Das Zahnrad 75 treibt dann Zahnrad 76 zur Einstellung der Kerbungsrollen 7 und 8 an um sie in eine Stellung zu bringen, in welche das Kerbungsblatt 7' die Kerbung f an der richtigen Stelle auf dem Papierzuschnitt herstellt, die sich zwi schen den Kerbungsrollen 7 und 8 befindet. Die Druck schrauben 105 und 106 werden dann gelöst, um das Zahnrad 99 von der Welle 67 zu lösen, die nun durch das Rad 110 gedreht wird, ohne dass dabei die Welle 68 gedreht wird.
Die Drehung der Welle 67 in der einen oder anderen Richtung erzeugt eine entsprechende Be wegung der Welle 81, um das Zahnrad 83 zu veran lassen, das Zahnrad 84 und die Welle 17, welche die Kerbungsrolle 14 trägt so lange zu drehen, bis das Ker- bungsblatt 16 in der richtigen Lage ist, die Kerbung h an der gewünschten Stelle des Papierzuschnittes herzustellen, wenn es zwischen die Kerbungsrollen 14 und 15 bewegt wird. Diese Einstellung wird ohne Dre hung der Welle 68 und ohne die Störung der ersten Kerbungsrollen 7 und 8 vorgenommen, weil die Welle 67 lose in der Nabe des Zahnrades 99 gedreht wird.
Die vorzunehmende Einstellung kann von der Gradein teilung der Nabe 109 im Verhältnis zu der Marke<B>108</B> auf der Nabe 107 des Zahnrades 99 abgelesen werden.
Es ist hervorzuheben, dass bei Einstellung der Wel le 67 zur entsprechenden Einstellung des Kerbungs- mechanismus für die Herstellung der Kerbung h der Faltmechanismus durch die Welle 95 entsprechend ein gestellt wird. Ebenso wird bei Einstellung der Welle 68 zur Einstellung des Kerbungsmechanismus mit der Kerbungsrolle 7 und derem Kerbungsblatt eine ent sprechende Einstellung für den Faltmechanismus V verfolgt. Wenn also die Maschine arbeitet,
machen die Faltmechanismen V und VI die Faltungen der oberen Klappe und der Bodenklappe genau an den Kerbun gen f und h welche von den Mechanismen I und II hergestellt wurden. Nach Beendigung der Einstellung wird Zahnrad 99 wieder mit der Welle 67 verbunden, durch Anziehen der Druckschrauben 105 und 106. Ir gendwelche leichte Veränderung der Einstellung oder eine Feineinstellung kann direkt an den Mechanismen I, 1I, 11I, IV, V und VI vorgenommen werden, indem die Mechanismen wie in Fig. 11 ersichtlich betätigt wer den.
Es ist augenscheinlich, dass der Kerbungsmechanis- mus I und der Faltmechanismus V einen Satz von zu sammenhängenden Mechanismen, und der Kerbungs- mechanismus 1I sowie der Faltmechanismus VI einen anderen Satz von zusammenhängenden Mechanismen bilden, und dass jeder Satz durch eine gemeinsame Wel le 67 und 68 angetrieben wird, die durch Zahnräder 100, 101 und 99 zusammenwirkend verbunden sind. Wenn also einer der Sätze von Mechanismen in bezug auf den anderen Satz von Mechanismen eingestellt wer den soll, so ist es nur erforderlich das Zahnrad 99 von der Welle 67 zu lösen und diese in bezug auf die an dere Welle 68 zu drehen.
Auf diese Weise wird der Kerbungsmechanismus des einen Satzes zu dem Ker- bungsmechanismus des anderen Satzes richtig einge stellt, und eine gleiche Einstellung ist dann gleichzeitig zwischen den Faltmechanismen V und VI durchgeführt.