Verfahren zur Herstellung neuer Thiocarbanilide
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der nduen Thiocarbnilide der Formel
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worin R für einen substituierten oder unsubstituierten aromatischen Rest steht.
Der airomatische Rest R ist vor allem ein unsub stituierter oder substituierter Pheliyl'rest. substituierte Phenylreste sind vor allem 1 - bis 4fach substituierte Phenylreste, wobei als Substituenten beonders Alkyloder alkoxyreste, F-, Cl-, Br- oder J-Atome, die Gruppen -CF3,-NO2,-CN2,-SO3H,-SO2NH2,
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-COOH,-COOA,-CONH2,-CONHA oder -CONA2, wobei A f2r einen niederen Alkylrest steht, in Frage kommen.
Alkylireste sind vor allem Niederalkylreste mit 1-5 Kohlenistoffatomen, wie Methyl'-, Athyl-, Propyl-, Iso propyl-, gerade oder verzweigte, in beliebiger Stellung gebundehe Butyll-oder Pentylreste. Alkoxyreste sind z. B. die die erwähnten Alkylreste enfhailtende Alkoxy- reste.
Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologilsche Eigenschaften. Sie können als Mittel'zur Bekämpfung von schädlichen Organismen, insbesondere Würmern, wie Bandwürmern, bei Warmblütern Verwendung finden. So wurde z. B. gefunden, dass man durch die Verwendung von Carbanilliden der angege- benen Formel bei der Fütterung von Hausteieren, wei Wiederkäuern, z. B.
Rindern, Schafen oder Zeigen, Pferden, Schweinen, hunden, Katzen, Pelztieren, Kanin- chen, Geflügel wie Hühnern, Truthühnern, Enten, Gänsen und Zimmervoögln, das durchschnittliche Wachstum und'den Gewichtsgewinn bzw. das sonstige Wohlbefinden und Gedeihen fördtern und vornehmlich durch Wurmbefal'auftretende Schäden verhindern oder wesentlich verringern kann. Eine besonders gute Wir- kung entfalten die neuen Mittel bei Pelztieren, Hunden, Katzen, Zimmervögeln, wiederkäuern und Pferden, die häufig mit Bandwärmern befallen werden, wie z.B.
Taenia-, Moscoestoides-, diphyllobothrium-, Diphylidium-Arten bei Hund, Katze und Pelztieren, sowie Davaiena- und Raillieinta-Arten bei Zimmervöglehm, Mo niezia-Arten bei Wiederkäuern und Anoplöcephal'a- Arten beim Pferd. Die neuen Mittel können dementsprechend als Medikamente oder futterzusätze verwendet werden.
Besonders hervorzuheben sind z. B. Thiocarbanil'ide der allgemeinen Formel
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wori n Rl, R2 und Rs gleich oder verschieden si'nd und einen Alkyl- oder Alkoxyrest, ein F-, Cl-, Br-oder J Atom, die GRuppe-CF3,-NO2,-CN,-SO3H,
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-COOH,-COOA, -CONH2,-CONHA oder -OCNA2 bedeuten, wobei A fur einen niederen Alkylrest steht, Triocarbaniide der allgemeinen Formel
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worin Ri, Rz und R3 die oben angegebene Bedeutung besitzen, Thiocarbanilde der allgemeinen Formel
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worin Ri und'R2 gleich oder verschieden sind und einen Alkyl oder Alkoxyrest, ein F-, Cl-, Bre- oder J-Atom, die Gruppe -OH,-SCN,-CF2,-NO2,-CN,-SO3H,
EMI2.3
-SO2NHA,-COOH,-COOA,
-CONH2, -CONHA oder-CONA2 bedeuten, wobei A für einen niederen Alkylirest steht, Thiocarbanilide der allgemeinen Formel
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worin Ri und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, Thiocrbanilide der allgemeinen Formel
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worin Ri und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, Thiocarbanilide der allgemeinen Formel
EMI2.6
worin RI und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, Thicoarbanilide der allgemeinen Formel
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worin Ri und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, Thriocarbnilide der allgemeinen Formel
EMI2.8
worih R einen Al'kyl-oder Alkoxyrest, ein F-, Cl-, Broder J-Atom, die Gruppe -CFs,-CN,-SCN,-S03H,-S02NH2,
A -SO2CH3,
-COCH3, -SO2N2HA, -SO2-N ,
A -COOH,-COOA,-CONH2,-CONHA oder -CONA2 bedeutet, wobei A für einen niederen Alkylrest steht, und Thiocarbanilide der allgemeinen Formel
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worin R die oben angegebene Bedeutung hat, z. B. die Verbindungen der Formel
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Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formeln
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miteinander umsetzt, wobei die Reste Y und Z unter Kondensation n oder Anlagerung die Thioharnstoffbriicke bildende Reste sind und R die oben gegebene Bedeutung hat. Zum Beispiel steht einer der Reste Y und Z für die freie Aminogruppe und der andere für die Gruppe der Formel -N=C=S.
So kann man bei der Herstellung der erfindungsgemässen Verbindungen z. B. folgende Aminoverbindeungen verwenden : Anilin bzw. substituierte Anil'ine, wie z. B. p-Chloranilin, 3, 4-Dichloranilin, 3,5-Dichlroanilin,
2, 5-Dichloranilin, 3, 4, 5-Trichlroanilin,
2, 4, 5-Trichlroanilin, 3-Chlro-4-bromanilin,
3-Chlro-4-methoxyanlin, 3-Chlro-4-methylanilin,
3-Trifluormethylanlin,
2-Chlro-5-trifluromethylanlin,
3-Trifluormethyl-4-chloranilin,
Bis-3, 5-trifluromethylaniln, 4-Bromailn,
24,-Dichlroanlin, 4-Aminobenzolsuflinanmid,
4-Aminobenzoesäuremethylester, 4-Butoxyahilin,
4-Rhodananilih, 4-Aminoacetophenon,
4-Amino-phenylessigsäuremethylester,
3-Bromanilin, 4-Chlor-3-methylanlin,
4-Chlro-2-methylain, 3, 5-Diclor-4-methylanlin,
4-chlor-3,5-dimethylanilin, Oxyaminobenzole, wie z. B.
4-oder 5-oder 4, 5-Dichlar-2-amino-1-oxy'benzol,
3, 4, 6-trichlor-2-maino-1-oxydbenzoel,
4-oder 5-Brom-2-amino-1-oxybenzol,
4, 6-Dibrom oder 4, 6-dichlro-2amino-1-oxybenzol,
4, 5-Dibrom-2-amino-1-xoybenzol,
4-Chlro-3-trifluromethl02-amino-1-oxybenzol.
Oder man setzt Bis-3, 5-trifluormethylamilin mit Phenyl- isothiocyanaten um, z. B. mit solchen, welche eine oder mehrere Nitrogruppen enthalten.
Die Umsetzungen können in an sich bekannter W, eise, in An-oder Abwesenheit von Lösungs- und/ oder Kondensationsmitteln, bei gewö'hnlicher, erniedrigter oder vorzugsweise erhöhter Temperatur erfolgen.
Die erfindungemässe verwendete Ausgangsstoffe können auch in Form ihrer Salze verwendet werden.
Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden.
Die neuen Verbindungen körinen zusammen mit ge bräuchlichen Träger-bzw. Futterstoffen in der Humanoder Veterinärmedizin in Form von Präparaten oder alls Futter-bzw. Futterzusatzmittel bei der Aufzucht von Tieren Verwendung finden.
In den nachstehenden Beispielen sind die Tem- peraturen in Celisiusgraden angegeben.
Beispiel 1
16, 2 g 3, 4-Dichloranilin werden in wenig Acetonitril gelöst und zu 27 g 3,5-bis-Trifluromethylphenylisothiocyanat (Kp 12 mm/83 ) gegeben. Das Reatkojsngemisch erwärmt sich in kurzer Zeigt auf 82 ; es wir 1 Stunde auf dem kochenden Wasserbad gehalten und dann im Vakuum eingedampft. Dabei bleibt das 3, 5-bis- Trifluromethyl - 3',4'-dichlro-thicarbanild als feste masse zurück; dieses wird aus Benzol umkristallisiert.
Der Schmelzpunkt des gereinigten produktes liegt bei 138-139 .
Beispiel 2
27, 1 g 3, 5-bis-Trifluromethylpheyltrhioisocyanat werden zu einer Lösuing von 19, 5 g 3-Amino-6-chlor- benzotrifluorid in 20 cm3 Acetonitril gegeben und 1 Stunde auf dem Wasserbad gehalten. Das Reaktions- gemisdh verfärbt sich leicht und wird dickflüssig. Es wird im Vakuum eingedampft und noch während 2 Stunden auf 90 erwärmt. Das feste Rdhprodukt schmilzt bei 139-141 ; es wird in wenig Benzol (und Tierkohle) erwärmt und die filtrierte warme Lösung mit dem gleichen Volumen Cydlohexan versetzt, wobei das 3, 3',5-tri-Trifluormethyl-4'-chlorthiocarbnaildi auskrstallsiert.
Es schmilzt bei 138, 5-139 .
Beispiel 3
27, 1 g 3, 5-bis-Trifluormethylphenylisdthiocyana't werden ohne Lösungsmittel mit 22, 9 g 3, 5-bis-Trifluor- emthylanilin versetzt und auf dem kochenden Wasserbad erhitzt. Das Rea'ktionsgemisch erstarrt zu einem festen Kris'tallkuchen. Das 3, 3', 5, 5'-tertra-Trifluormethyl-thio cafbanillid schmilze aus Nitromet'han umkristaiisiert und mit Benzol nachgewaschen bei 184, 5-186 .
Beispiel 4
17, 8 g p-Dimethylamino-phenylisothicoyanat und 22, 9 g 3, 5-bis-Trifluomethylanilin werden zusammen auf dem kochenden Wasserbad während einiger Stunden erwärmt. Dals zunächst flüssige Reaktionsgemisch verfestigt sich nach einiger Zeit zu einer kristallinen Masse.
Die wird an der Nutsche abgepresst und das 3, 5-bis- Trifluormethyl-4'-dimethylaminothiocarbanilid aus Benzol umkristallisiert.
Beispiel 5
16,5 g p-Amino-benzoesäureäthylester werden in 15 cm3 Acetonitril gelöst und mit 27,1 g 3,5-bis-Tri fluormethyl-phenylisothiocyanat versetzt. Nach kurzer Zeit steigt die Temperatur auf 65 ; bald darauf fällt das 3,5-bis-Trifluormethyl-4'-carbäthoxythiocarbanilid aus. Es wird im Vakuum getrocknet und aus Acetohitril umkristallvsiert. F. 147, 5-148 .
Beispiel 6
Das 3, 5-bis-Trifluormethyl-3'-thiomethyl-thiocarbanilid wird aus 3, 5-bis-Trifluromethylphenylisothiocyanat und frisch destiliertem 3-methylthioanlin dargestellt. Aus Benzol/cyclohexan umkristallisiert schmilzt es bei 125-127 .
In analoger Weise wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben werden d'ie fdlgenden Verbindungen erhalten : a) 3, 5-bis-Trifluromethyl-4'-rhodan-thiocarbanilid,
F. 122 , b) 3, 3', 5-tri-Trifluromethyl-thiocarbanilid,
F. 133-134 (aus Benzol-cyclohexa n umkristllisiert), c) 3, 5-bis-Trifluromethyl-4'-brom-thiocarbanidlid,
F. 163-164 (aus Benzol-Cyclohexan umkristall'isiert), d) 3, 5-bis-Trifluromethyl-4'-chlro-thiocarbnailid,
F. 150-151 (aus Benzol-Cyclohexan umkristalisiert).