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CH431491A - Verfahren zur Herstellung neuer Thiocarbanilide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Thiocarbanilide

Info

Publication number
CH431491A
CH431491A CH418662A CH418662A CH431491A CH 431491 A CH431491 A CH 431491A CH 418662 A CH418662 A CH 418662A CH 418662 A CH418662 A CH 418662A CH 431491 A CH431491 A CH 431491A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
radicals
compounds
formula
bis
thiocarbanilides
Prior art date
Application number
CH418662A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry Dr Martin
Paul Dr Schmidt
Max Dr Wilhelm
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH418662A priority Critical patent/CH431491A/de
Publication of CH431491A publication Critical patent/CH431491A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C335/00Thioureas, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C335/04Derivatives of thiourea
    • C07C335/16Derivatives of thiourea having nitrogen atoms of thiourea groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer   Thiocarbanilide   
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der   nduen    Thiocarbnilide der Formel
EMI1.1     
 worin R für einen substituierten oder unsubstituierten aromatischen Rest steht.



   Der   airomatische    Rest R ist vor allem ein unsub  stituierter    oder substituierter   Pheliyl'rest.    substituierte Phenylreste sind vor allem 1 - bis 4fach substituierte Phenylreste, wobei als Substituenten beonders Alkyloder alkoxyreste, F-, Cl-, Br- oder J-Atome, die Gruppen  -CF3,-NO2,-CN2,-SO3H,-SO2NH2,
EMI1.2     
  -COOH,-COOA,-CONH2,-CONHA oder  -CONA2, wobei A f2r einen niederen Alkylrest steht, in Frage kommen.



     Alkylireste    sind vor allem Niederalkylreste mit 1-5   Kohlenistoffatomen,    wie   Methyl'-,    Athyl-,   Propyl-,    Iso  propyl-,    gerade oder verzweigte, in beliebiger Stellung gebundehe   Butyll-oder      Pentylreste.    Alkoxyreste sind z. B. die die erwähnten   Alkylreste enfhailtende Alkoxy-    reste.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologilsche Eigenschaften. Sie können als Mittel'zur Bekämpfung von schädlichen Organismen, insbesondere Würmern, wie   Bandwürmern,    bei Warmblütern Verwendung finden. So wurde z. B. gefunden, dass man durch die Verwendung von   Carbanilliden    der   angege-    benen Formel bei der Fütterung von Hausteieren, wei Wiederkäuern, z. B.

   Rindern, Schafen oder Zeigen, Pferden, Schweinen, hunden, Katzen,   Pelztieren, Kanin-    chen, Geflügel wie Hühnern, Truthühnern, Enten, Gänsen und Zimmervoögln, das durchschnittliche Wachstum   und'den Gewichtsgewinn bzw. das sonstige    Wohlbefinden und Gedeihen   fördtern    und vornehmlich durch   Wurmbefal'auftretende Schäden verhindern    oder wesentlich verringern kann. Eine besonders gute   Wir-    kung entfalten die neuen Mittel bei Pelztieren, Hunden, Katzen, Zimmervögeln, wiederkäuern und Pferden, die häufig mit Bandwärmern befallen werden, wie z.B.



  Taenia-, Moscoestoides-, diphyllobothrium-, Diphylidium-Arten bei Hund, Katze und Pelztieren, sowie Davaiena- und Raillieinta-Arten bei Zimmervöglehm, Mo  niezia-Arten    bei Wiederkäuern und   Anoplöcephal'a-    Arten beim Pferd. Die neuen Mittel können dementsprechend als Medikamente oder futterzusätze verwendet werden.



   Besonders hervorzuheben   sind z.    B. Thiocarbanil'ide der allgemeinen Formel
EMI1.3     
 wori   n Rl, R2    und   Rs    gleich oder verschieden si'nd und einen Alkyl- oder Alkoxyrest, ein F-, Cl-, Br-oder J Atom, die GRuppe-CF3,-NO2,-CN,-SO3H,
EMI1.4     
 -COOH,-COOA, -CONH2,-CONHA oder -OCNA2 bedeuten, wobei A   fur    einen niederen Alkylrest steht, Triocarbaniide der allgemeinen Formel 
EMI2.1     
 worin   Ri,      Rz    und R3 die oben angegebene Bedeutung besitzen, Thiocarbanilde der allgemeinen Formel
EMI2.2     
 worin   Ri      und'R2 gleich    oder verschieden sind und einen Alkyl oder Alkoxyrest, ein F-, Cl-, Bre- oder J-Atom, die Gruppe  -OH,-SCN,-CF2,-NO2,-CN,-SO3H,
EMI2.3     
  -SO2NHA,-COOH,-COOA,

  -CONH2,  -CONHA   oder-CONA2    bedeuten, wobei A für   einen niederen Alkylirest steht,    Thiocarbanilide der allgemeinen Formel
EMI2.4     
 worin Ri und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, Thiocrbanilide der allgemeinen Formel
EMI2.5     
 worin Ri und R2 die oben angegebene Bedeutung haben,   Thiocarbanilide    der allgemeinen Formel
EMI2.6     
 worin   RI      und R2    die oben angegebene Bedeutung haben, Thicoarbanilide der allgemeinen Formel
EMI2.7     
 worin Ri und   R2    die oben angegebene Bedeutung haben, Thriocarbnilide der allgemeinen Formel
EMI2.8     
   worih    R einen Al'kyl-oder Alkoxyrest, ein F-, Cl-, Broder   J-Atom,    die Gruppe     -CFs,-CN,-SCN,-S03H,-S02NH2,
A  -SO2CH3,

   -COCH3, -SO2N2HA, -SO2-N ,   
A     -COOH,-COOA,-CONH2,-CONHA oder  -CONA2    bedeutet, wobei A für einen niederen Alkylrest steht, und Thiocarbanilide der allgemeinen Formel
EMI2.9     
 worin R die oben angegebene Bedeutung hat, z. B. die Verbindungen der Formel
EMI2.10     

Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formeln
EMI2.11     
 miteinander umsetzt, wobei die Reste Y und Z unter Kondensation n oder Anlagerung die   Thioharnstoffbriicke    bildende Reste   sind und R    die oben gegebene Bedeutung hat. Zum Beispiel steht einer der Reste Y und Z für die freie Aminogruppe und der andere für die Gruppe der Formel -N=C=S.



   So kann man bei der Herstellung der erfindungsgemässen Verbindungen z. B. folgende Aminoverbindeungen verwenden : Anilin bzw. substituierte   Anil'ine,    wie z. B. p-Chloranilin, 3, 4-Dichloranilin, 3,5-Dichlroanilin,
2, 5-Dichloranilin, 3, 4, 5-Trichlroanilin,
2, 4, 5-Trichlroanilin, 3-Chlro-4-bromanilin,
3-Chlro-4-methoxyanlin, 3-Chlro-4-methylanilin,
3-Trifluormethylanlin,
2-Chlro-5-trifluromethylanlin,
3-Trifluormethyl-4-chloranilin,
Bis-3, 5-trifluromethylaniln, 4-Bromailn,
24,-Dichlroanlin, 4-Aminobenzolsuflinanmid,
4-Aminobenzoesäuremethylester, 4-Butoxyahilin,
4-Rhodananilih, 4-Aminoacetophenon,
4-Amino-phenylessigsäuremethylester,
3-Bromanilin, 4-Chlor-3-methylanlin,
4-Chlro-2-methylain, 3, 5-Diclor-4-methylanlin,
4-chlor-3,5-dimethylanilin, Oxyaminobenzole, wie z. B.



   4-oder 5-oder 4,   5-Dichlar-2-amino-1-oxy'benzol,   
3, 4, 6-trichlor-2-maino-1-oxydbenzoel,
4-oder 5-Brom-2-amino-1-oxybenzol,
4,   6-Dibrom    oder 4, 6-dichlro-2amino-1-oxybenzol,
4, 5-Dibrom-2-amino-1-xoybenzol,
4-Chlro-3-trifluromethl02-amino-1-oxybenzol.



  Oder man setzt   Bis-3,    5-trifluormethylamilin mit   Phenyl-      isothiocyanaten    um, z. B. mit solchen, welche eine oder mehrere Nitrogruppen enthalten.



   Die Umsetzungen können in an sich bekannter   W, eise, in An-oder Abwesenheit    von Lösungs- und/ oder Kondensationsmitteln, bei   gewö'hnlicher,    erniedrigter oder vorzugsweise erhöhter Temperatur erfolgen.



   Die erfindungemässe verwendete Ausgangsstoffe können auch in Form ihrer Salze verwendet werden.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden.



   Die neuen Verbindungen   körinen    zusammen mit ge  bräuchlichen      Träger-bzw.    Futterstoffen in der Humanoder   Veterinärmedizin    in Form von Präparaten oder alls Futter-bzw.   Futterzusatzmittel    bei der Aufzucht von Tieren Verwendung finden.



   In den nachstehenden Beispielen sind die   Tem-      peraturen    in   Celisiusgraden angegeben.   



   Beispiel 1
16, 2 g 3, 4-Dichloranilin werden in wenig Acetonitril gelöst und zu 27 g 3,5-bis-Trifluromethylphenylisothiocyanat (Kp 12 mm/83 ) gegeben. Das Reatkojsngemisch erwärmt sich in kurzer Zeigt auf 82 ; es wir 1 Stunde auf dem kochenden Wasserbad gehalten und dann im Vakuum eingedampft. Dabei bleibt das 3,   5-bis-    Trifluromethyl - 3',4'-dichlro-thicarbanild als feste masse zurück; dieses wird aus Benzol umkristallisiert.



  Der Schmelzpunkt des gereinigten produktes liegt bei   138-139 .   



   Beispiel 2
27, 1 g 3, 5-bis-Trifluromethylpheyltrhioisocyanat werden zu einer   Lösuing    von 19, 5 g   3-Amino-6-chlor-      benzotrifluorid    in 20   cm3    Acetonitril gegeben und 1 Stunde auf dem Wasserbad gehalten. Das   Reaktions-    gemisdh verfärbt sich leicht und wird dickflüssig. Es wird im Vakuum eingedampft und noch während 2   Stunden auf 90  erwärmt.    Das   feste Rdhprodukt      schmilzt bei 139-141     ; es wird in wenig Benzol (und Tierkohle) erwärmt und die filtrierte warme Lösung mit dem gleichen Volumen   Cydlohexan    versetzt, wobei das   3,    3',5-tri-Trifluormethyl-4'-chlorthiocarbnaildi auskrstallsiert.

   Es schmilzt bei 138,   5-139 .   



   Beispiel 3
27, 1 g 3,   5-bis-Trifluormethylphenylisdthiocyana't    werden ohne Lösungsmittel mit 22, 9 g 3,   5-bis-Trifluor-    emthylanilin versetzt und auf dem kochenden Wasserbad erhitzt. Das   Rea'ktionsgemisch    erstarrt zu einem festen   Kris'tallkuchen.    Das 3, 3', 5, 5'-tertra-Trifluormethyl-thio  cafbanillid    schmilze aus Nitromet'han   umkristaiisiert und    mit Benzol nachgewaschen bei 184,   5-186 .   



   Beispiel 4
17, 8 g p-Dimethylamino-phenylisothicoyanat und 22, 9 g 3, 5-bis-Trifluomethylanilin werden zusammen auf dem kochenden Wasserbad während einiger Stunden erwärmt. Dals zunächst flüssige Reaktionsgemisch verfestigt sich nach einiger Zeit zu einer kristallinen Masse.



  Die wird an der Nutsche abgepresst und das 3,   5-bis-    Trifluormethyl-4'-dimethylaminothiocarbanilid aus Benzol umkristallisiert.



   Beispiel 5
16,5 g p-Amino-benzoesäureäthylester werden in 15 cm3 Acetonitril gelöst und mit 27,1 g 3,5-bis-Tri  fluormethyl-phenylisothiocyanat versetzt. Nach    kurzer Zeit steigt die Temperatur auf 65 ; bald darauf fällt das 3,5-bis-Trifluormethyl-4'-carbäthoxythiocarbanilid aus. Es wird im Vakuum getrocknet   und aus Acetohitril      umkristallvsiert.    F. 147,   5-148 .   



   Beispiel 6
Das 3, 5-bis-Trifluormethyl-3'-thiomethyl-thiocarbanilid wird aus 3, 5-bis-Trifluromethylphenylisothiocyanat und frisch destiliertem 3-methylthioanlin dargestellt. Aus Benzol/cyclohexan umkristallisiert schmilzt es bei   125-127 .   



   In analoger Weise wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben   werden d'ie fdlgenden    Verbindungen erhalten : a) 3, 5-bis-Trifluromethyl-4'-rhodan-thiocarbanilid,
F.   122 ,    b) 3, 3', 5-tri-Trifluromethyl-thiocarbanilid,
F.   133-134      (aus Benzol-cyclohexa n umkristllisiert), c) 3, 5-bis-Trifluromethyl-4'-brom-thiocarbanidlid,
F.   163-164      (aus   Benzol-Cyclohexan      umkristall'isiert),    d) 3, 5-bis-Trifluromethyl-4'-chlro-thiocarbnailid,
F.   150-151      (aus Benzol-Cyclohexan   umkristalisiert).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung der neuen Thiocarbanilide der Formel EMI3.1 worih R für einen substituierten oder unsubstituierten aromatischen Rest steht, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formeln EMI4.1 oder ihre Salze miteinander umsetzt, wobei die Reste Y und Z unter Kondensation oder Anlagerung die Thioharnstoffbrücke bildende Reste sind.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen der Formeln II und III ausgeht, worin einer der Reste Y und Z für die freie Aminogruppe und der andere für die Gruppe der Formel-N=C=S steht und R die im Patentanspruch gegebene Bedeutung hat.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel III verwendet, worin R für einen unsubstituierten oder substituierten Phenylrest steht.
    3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Ver bilnduagen der Formel III verwendet, worin R für einen 1-bis 4fach substituierten Phenylrest steht, der als Substituenten Alkyl- oder Alkoxyreste, F-, Cl-, Broder J-Atome, die Gruppen -CFg,-N02,-CN,-SO3H,-SO2NH2, EMI4.2 -COOH,-COCH3,-COOA,-CONH2, -CONHA oder-CONA2 trägt, wobei A für einen Alkylrest steht.
    4. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranispruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Aus'gangsstoff in Form eines Salzes verwendet.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2000047556A1 (en) * 1999-02-08 2000-08-17 University College Cork Complexing agents
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