DE2829580A1 - 2-formylchinoxalin-1.4-dioxid-cyanacetylhydrazone, verfahren zu ihrer herstellung und zusammensetzungen mit diesen verbindungen - Google Patents
2-formylchinoxalin-1.4-dioxid-cyanacetylhydrazone, verfahren zu ihrer herstellung und zusammensetzungen mit diesen verbindungenInfo
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Description
3P0FA spojene podnitypro zdravotnickou vyrobu, Prag,
CSSR
2-]?ormylchinoxalin-1,4-dioxid-cyanacetylhydrazone,
Verfahren zu ihrer Herstellung und Zusammensetzungen mit diesen Verbindungen
Die Erfindung betrifft neue 2-Pormylcninoxalin-1.4-di-
-oxid-eyanacetylhydrazone der allgemeinen Formel I
CII=N-NII-COCh2CN
in der S ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe
mit 1 bis 4 Konlenstoffatomen bedeutet, ferner
Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen sowie
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Zusammensetzungen, die diese Verbindungen enthalten.
Einige Acylhydraz one von 2-Formylchinoxalin-1 .4-dioxid
und dessen Derivaten sind "bereits "bekannt (GB-PS
2 102 770, US-PS 3 433 871, CS-Urheberschein 1788-75).
Der Erfindung liegt die überraschende Feststellung zugrunde,
daß die erfindungsgemäßen 2-Formylchinoxalin-1.4- -dioxid-cyanacetylhydrazone, die bisher nicht beschrieben
worden sind, neben der eventuell zu erwartenden antimikrobiellen Wirkung auf zahlreiche grampositive sowie
gramnegative Mikroorganismen zugleich ausgeprägte kokzidiostatische Eigenschaften besitzen, eine ausgezeichnete
Wachstumsstimulierung landwirtschaftlicher Nutztiere bewirken und zudem deren allgemeinen Gesundheitszustand
günstig beeinflussen.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Verbindungen gegenüber bekannten, in der Praxis eingeführten nichtantibiotischen
Wachstumsstimulatoren landwirtschaftlicher
Nutztiere besteht darin, daß sie wesentlich weniger toxisch sind.
Durch zahlreiche Versuche an Broilerhühnern, Ferkeln und
Hastschweinen wurde ferner eindeutig nachgewiesen, daß
die erfindungsgemäßen Verbindungen die Gesamtnutzleistung
der Tiere in ausgeprägtem Maße steigern, indem sie insbesondere die Zunahme ihres Lebendgewichts erhöhen, die
Ausnutzung von Mischfuttern verbessern, das Auftreten von Durchfällen bei Ferkeln vermindern und allgemein zur Verbesserung
des Gesundheitszustandes der Tiere beitragen. Die erfindungsgemaßen Verbindungen, gegebenenfalls in
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verschiedenen Kombinationen mit anderen veterinärmedizinischen
Arzneimitteln, lassen sich auch zur Vorbeugung sowie zur Behandlung von Salmonellosen und Dysenterien
bei Schweinen und anderen Nutztieren vorteilhaft einsetzen.
Die Verbindungen können entweder als solche in reinem Zustand oder in Form von Gemischen mit üblichen Träger-,
Hilfs- und/oder Zusatzstoffen in verschiedenen für
Veterinär- sowie Fütterungszwecke geläufigen Formen verabreicht
werden, vorzugsweise Jedoch in Form von Konzentraten und Vormischungen (Prämixe) für die Zubereitung
von Mischfuttern.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen lassen sich nach mehreren an sich bekennten Verfahren zur Herstellung substituierter
Hydrazone herstellen. So kann beispielsweise ein 2-Formylchinoxalin-1.4-dioxid der allgemeinen Formel II
(II)
mit R wie oben
oder ein funktionelles Derivat davon wie z. B. ein Acetal
mit Cyanacetylhydrasin der Formel
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H2N-NH-COCH2CN
■umgesetzt werden.
Diese Reaktion wird zweckmäßig in einem inerten anorganischen oder organischen Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel
oder einem Gemisch davon durchgeführt, z. B. in aliphatischen oder aromatischen, gegebenenfalls halogenierten
Kohlenwasserstoffen wie Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Dichlormethan oder Chloroform, in flüssigen Carbonsäuren
wie Ameisen- oder Essigsäure oder in aliphatischen Alkoholen wie Methanol oder Äthanol, erforderlichenfalls unter
Zusatz einer organischen oder anorganischen Säure wie Ameisensäure, Essigsäure, Chlorwasserstoffsäure oder
p-Toluolsulfonsäure u. dgl. oder in deren Gemischen. Die
Reaktion verläuft mit befriedigender Geschwindigkeit bereits bei Räumtemperatur, es ist jedoch ebensogut möglich, auch
bei niedrigeren oder erhöhten Temperaturen zu arbeiten, zweckmäßig bei Temperaturen im Bereich von O 0C bis zur
Siedetemperatur des Reaktionsgemisches· Die zur Umsetzung erforderliche Reaktionsdauer hängt von den jeweils eingesetzten
Ausgangsstoffen sowie dem Reaktionsmedium und der
Temperatur ab und beträgt in der Regel einige Minuten bis etwa 24 Stunden. Die Ausbeuten sind im allgemeinen nahezu
quantitativ.
Ein anderes zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen geeignetes Verfahren besteht darin, daß ein
2-Formylchinoxalin-1.4-dioxid-hydrazon der allgemeinen
Formel III
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GAS
mit R wie oben
mit einem reaktionsfähigen Cyanessigsäurederivat wie z.
B. einem Cyanessigsäurehalogenid oder Cyanessigsäureester,
vorzugsweise einem halogenierten Phenylester dieser Verbindungen, in einem inerten anorganischen oder organischen
Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel oder in deren Gemischen bei einer Temperatur von -20 bis +100 0C
umgesetzt wird.
Die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel III sind üblicherweise durch Umsetzung der entsprechenden 2-Formyl-
-chinoxalin-1.4~dioxide mit Hydrazin zugänglich. Die benötigten
reaktionsfähigen Cyanessigsäurederivate sind
meistenteils aus der Literatur bekannt oder auch durch an sich bekannte präparative Methoden leicht herzustellen.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen besteht in der Umsetzung eines 2-
-Formylchinoxalin-i.^—dioxids der allgemeinen Formel II
zunächst mit Chloracetylhydrazin der Formel
H2N-HH-COCH2Cl
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BAD ORIGINAL
(J." β. Pizey und R. L. Wain, J. Sei. Agr. 10, 577 (1959))
in einem inerten anorganischen oder organisclien Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel oder in deren Gemischen.
Danach wird das so erhaltene Zwischenprodukt mit einem Alkalimetalleyanid zur Reaktion gebracht. Beide Reaktionsstufen
werden in an sich bekannter Weise durchgeführt.
Eine weitere Höglichkeit zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Verbindungen stellt die Reaktion eines 2-3Pormyl- -chinoxalin-1.4-dioxid-hydrazons der allgemeinen Formel
III zunächst mit Chloracetylchlorid dar, die man zweckmäßig in Gegenwart einer den gebildeten Halogenwasserstoff
bindenden Base, mit Vorteil eines tertiären Amins wie z. B. Pyridin oder Triethylamin, wiederum in einem
inerten anorganischen oder organischen Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel oder in einem Gemisch davon vornimmt,
worauf das erhaltene Zwischenprodukt anschließend mit einem Alkalimetalleyanid umgesetzt wird.
Es ist schließlich auch möglich, die erfindungsgemäßen
Verbindungen dadurch herzustellen, daß ein 2-Formyl-
-chinoxalin-1.4—dioxid-oxim der allgemeinen Formel IV
ca« Ki-
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mit R wie oben
mit Cyanacetylhydrazin in einer wässrigen Mineralsäure, vorzugsweise in 30- bis 98 %iger Schwefelsäure, bei einer
Temperatur von 20 bis 100 0C umgesetzt wird.
Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele erläutern die Erfindung
näher, ohne einschränkend zu sein. Die angegebenen Schmelzpunkte sind auf der Koflerbank bestimmt und
unkorrigiert·
2-Formylchinoxalin-1·4-dioxid-cyanacetylhydrazon
Verfahren A
Eine Lösung von 15,2 g (0,08 mol) 2-Formyichinoxalin-1.4-
-dioxid in I50 ml Äthanol versetzt man mit 7,9 g (0,08
mol) Cyanacetylhydrazin (F. IO5 bis I07 0C) und rührt das
Heaktionsgemisch 4- h bei Raumtemperatur. Nach Absaugen und Trocknung erhält man das Rohprodukt in einer Ausbeute
von 18,4 g (85 % der !Theorie). Nach dem Umkristallisieren
aus Dimethylformamid liegt die Verbindung in Form gelber Kristalle vor, F. 250 bis 260 0C (unter Zersetzung).
Verfahren B
23,6 g (0,1 mol) 2-Formylchinoxaliii-1.4-dioxid-dimethyl-
-acetal übergießt man mit 5OO ml Methanol, fügt 200 ml
konzentrierte Salzsäure zu und rührt das Ganze bis zu vollständiger Auflösung. Danach versetzt man die Lösung
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mit 10,5 S (0,105 mol) Cyanacetylhydrazin und rührt noch.
3 h bei Raumtemperatur. Das ausgeschiedene Rohprodukt wird abgesaugt, mit Methanol gewaschen und getrocknet.
Die Ausbeute der obigen Substanz in Form gelber Kristalle beträgt 24,4 g (90 % der Theorie); F. 255 bis 260 0C
(unter Zersetzung).
2-Formyl-3-methylchinoxalin-1.4-dioxid-cyan.acetylhydrazon
Man suspendiert 20,4 g (0,1 mol) 2-Formyl-3-methyl- -chinoxalin-L^-dioxid (F. 180 bis 182 0C) und 9,9 g
(0,1 mol) Cyanacetylhydrazin in 200 ml Äthanol und rührt das Gemisch 4 h bei Raumtemperatur. Darauf saugt man das
Produkt ab, wäscht mit Äthanol und trocknet. Die Ausbeute an Rohprodukt beträgt 22,2 g (78 % der Theorie).
Fach Umkristallisieren aus Dimethylformamid wird die obige
Verbindung rein in Form gelber Kristalle erhalten; F. 255 bis 260 °0 (unter Zersetzung).
Handelsüblichem komplettem Standardmischfutter BR-1 für
die Fleischhühnermast wurde 1 Gew.-% eines Gemisches spe zifisch wirkender Zusatzstoffe folgender Zusammensetzung
zugemischt:
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_ 14- -
2-iOrmylchinoxalin-1. 4-dioxid-
-cyanacetylhydrazon
(Verbindung I) 5 000 mg
Vitamin A 1 000 000 I. E.
Vitamin D, 100 000 I. E.
Vitamin B2 313 mg
Vitamin B^2 2 mg
Vitamin E* 200 mg
Niacin 120 mg
Methionin 100 000 mg
Amprol + lthopabat (25 % Prämix) 50 000 mg
Äthoxychin (Antioxidationsmittel) 12 500 mg
Bei der Verfütterung des so angereicherten Mischfutters an Hühner (Tetra SL) im Standardfutterungsgrundtest wurde
eine Steigerung der Gewichtszunahme um 12,6 % gegenüber der Kontrol3.gruppe und eine analoge Verbesserung der
Misclifutterausnutzung um 7»0 % festgestellt.
Bei einem Versuch an Fleischhühnern (Ross-1) wurde demselben
Standardmischfutter BR-1 der obengenannte Wirkstoff (Verbindung I) in abgestuften Dosierungen von 10,
20, 50 und 100 mg/kg Mischfutter zugemischt. Während der
ersten 4 Wochen der Versuchsmast wurden eine den einzelnen Wirkstoffgaben entsprechende Steigerung der Gewichtszunahme
um 5,6 %, 8,5 % (statistisch signifikant), 8,6 % (statistisch signifikant) bzw. 5*6 % gegenüber der
Eontrollgruppe der Tiere und eine analoge Verbesserung der Futterausnutzung um 0,9 bis 5»3 % verzeichnet.
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Handelsüblichem komplettem Standardmischfutter COS-2 für
die Frühaufzucht von Ferkeln wurde 1 Gew.-% eines Gemisches spezifisch wirksamer Zusatzstoffe folgender Zusammensetzung
zugemischt:
2-Formylchinoxalin-1.4-dioxid-
-cyanacetylhydrazon
(Verbindung I) 5 000 mg
Vitamin A 800 000 I. E.
Vitamin D5 200 000 I. E.
Vitamin B2 300 mg
Vitamin B6 100 mg
Vitamin E5 I50 mg
Vitamin E 3 000 mg
Vitamin C 10 000 mg
Nlacin 1 000 mg
Calciumpantothenat 500 mg
Lysin 50 000 mg
Ithoxychin 12 500 mg
Bei der Verfütterung des so angereicherter. Mischfutters
an früh abgesetzte Ferkel während einer Versuchsdauer von !Tagen würden im ersten Versuch eine statistisch signifikante
Steigerung der Tagesgewichtszunahme um 44,1 % gegenüber
der Kontrollgruppe und eine Verbesserung der Fiitterausnutzung
um 20,9 % festgestellt. Analog wurden in einer anderen Versuchsreihe wiederum eine statistisch
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signifikante Steigerung der Gewichtszunahme um 39»9 % und
eine Verbesserung der Futterausnutzung um 33»7 % im Vergleich
zu den Kontrolltieren erzielt. Zudem kam es in der unter Zugabe des erfindungsgemäßen Wirkstoffs (Verbindung
I) aufgezogenen Versuchsgruppe nach dem Absetzen der Ferkel zu keinem Auftreten von Durchfällen, wobei in beiden
Versuchsreihen eine hohe Nutzleistung der Tiere erreicht wurde.
(a) Einzeltoxizitäten:
Die toxischen Nebenwirkungen des erfindungsgemäßen 2- -Formylchinoxalin-1.4—dioxid-oyanacetylhydrazons (Verbindung
A) wurden mit dem bekannten 2-itormylchinoxalin-1.4-
-dioxid-methoxycarbonylhydrazon (Verbindung B) experimentell verglichen; zu den Versuchen wurden männliche Ratten
von 190 bis 240 g Körpergewicht in Gruppen zu je 10 Tieren
herangezogen. Beide Verbindungen wurden in Form 2,5 %iger Suspensionen in wässriger Gummiarabikumlösung
verabreicht. Man verabfolgte jeweils zweimal täglich eine Dosis von 5OO mg/kg (2 ml der Suspension), also insgesamt
1 g/kg täglich, um 9 und I3 Uhr, im Verlaufe von 5 aufeinanderfolgenden
Tagen, d. h. insgesamt 10 Einzelgaben.
In der nachstehenden Tabelle I ist aufgeführt, bei welcher jeweiligen Gesamtdosis die einzelnen Tiere verendeten.
9098U7/07 1 b
Verenden einzelner Versuchstiere nach Einnahme folgender Gesamtdosen:
Verbindung B Verbindung A
Vergleichsgruppe Gesamtdosis Testgruppe Gesamtdosis
| Ratte Ur, | (gAg, oral) | Ratte Hr. | CgAg, oral) |
| 1 | 2,5 | 1 | - |
| 2 | 1,5 | 2 | - |
| 3 | 2,0 | 3 | - |
| 4 | 5,0 | 4 | - |
| 5 | 2,0 | 5 | - |
| 6 | 2,0 | 6 | - |
| 7 | 3,0 | 7 | — |
| 8 | 3,0 | 8 | 4,5 |
| 9 | 4,0 | 9 | - |
| 10 | 3,0 | 10 | 5,0 |
Aus den Ergebnissen geht hervor, daß die erfindungsgemäße Verbindung A erheblich weniger toxisch ist als die Vergleichs-Verbindung B: Während in der mit der bekannten
Verbindung B behandelten Gruppe alle Tiere verendeten, starben nach der Behandlung mit der neuen Verbindung A
nur 2 von insgesamt 10 Batten, die restlichen Tiere überlebten(die
Versuchstiere wurden noch 5 Tage nach Verabreichung der letzten Dosis unter Beobachtung gehalten).
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(b) LDcQ der Verbindung A:
Der LD,-0-Wert der Verbindung A wurde nach der Standardmethodik
an weiblichen Wistar-Eatten von 140 bis 160 g Körpergewicht in Gruppen zu je 10 Tieren zu ermitteln
versucht. Die Verbindung wurde wiederum oral in Einzeldosen in Form einer 20 %igen Suspension in Dorfman-Lösung
verabreicht. Es gelang hierbei jedoch nicht, die akute Τονϊ -,".ι hä1; M.f diese Weise zu bestimmen, da es nicht möglich war, die Josierung der getesteten Verbindung auf
oberhalb 5 500 mg/kg (eine immer noch subletale Dosis)
einzustellen. Die LD1-Q liegt daher wesentlich höher als
5 500 mg/kg p. o.
Die Erfindung betrifft zusammengefaßt 2-Formylchinoxalin-1„4-dioxid-cyanacetylhydrazone
als neue Verbindungen, die nach üblichen Verfahren zur Herstellung substituierter
Hydrazone, vorteilhaft durch Umsetzung von 2-Formyl-
-chinoxalin-i.^—dioxiden oder deren Acetalen mit Cyanacetylhydrazin,
zugänglich sind; die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen - neben der antimikrobiellen Wirkung
auf grampositive und gramnegative Mikroorganismen - unerwarteterweise auch ausgeprägte kokzidiostatische Wirksamkeit,
stimulieren das Wachstum landwirtschaftlicher Nutztiere und verbessern die Futterausnutzung. Dank dieser
Eigenschaften sowie der sehr geringen Toxizität eignen sich die Verbindungen sowohl als Heilmittel für die Veterinärmedizin
als auch als Tierfutterzusätze, insbesondere für Anreicherung von Mischfuttern zur Geflügel- und
Schweinemast.
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Claims (1)
- AnsprücheΛJ 2-Formylchinoxalin-'l.4--dioxid-cyanacetylhydra3one der allgemeinen Formel ICH=II-HH-COCH2CiN(Din der H ein Wasserst off atom oder eine Cp bis C^- Alkylgruppe bedeutet.2. 2-Formylchinoxalin-1.4—dioxid-cyanacetylhydrazon.3· 2-Formyl-3-methylchinoxalin-1.4-dioxid-cyanacetylnydrazon.4. Verfahren zur Herstellung der 2-Pormylchinoxalin- -'!•4-dioxid-cyanacetylhydrazone der Formel I nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,daß ein 2-Formylchinoxalin-1.4-dioxid der allgemeinen Formel II-(S 9343)-SF/nu909807/0715ORIGINAL INSPECTEDCHO(IDmit R wie in Anspruch 1oder ein funktionelles Derivat davon wie etwa ein Acetalmit Cyanacetylhydrazin der Formelin einem inerten anorganischen oder organischen Lösungsaittel oder Verdünnungsmittel oder einem Gemisch davon bei einer Temperatur von 0 0C bis zur Siedetemperatur des Eeaktionsgemisches umgesetzt wird.5. Verfahren zur Herstellung der 2-Formylchinoxalin-i. 4- -dioxid- cyanacetylhydrazone der Formel I nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein 2-Formyl- -chinoxalin-i.^dioxid-nydrazon der allgemeinen Formel IIICH=N-HH/-(III)9098Q7/Q715mit R wie in Anspruch 1mit einem reaktionsfähigen Cyanessigsäurederivat in einem inerten anorganischen oder organischen Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel oder einem Gemisch davon bei einer Temperatur von -20 bis +100 °0 umgesetzt wird.6. Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß ein Cyanessigsäurehalogenid oder ein Cyanessigsäureester als reaktionsfähiges Cyanessigsäurederivat verwendet wird.7. Verfahren zur Herstellung der 2-Formylchinoxalin-1.4— -dioxid-cyanacetylhydrazone der Formel I nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein 2-Formylchinoxalin- -1.4-dioxid der Formel II wie in Anspruch 4· mit E wie in Anspruch 1 zunächst mit Chloracetylhydrazin der FormelH2N-MH-COCH2Clin einem inerten anorganischen oder organischen Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel oder einem Gemisch davon umgesetzt und das erhaltene Zwischenprodukt danach mit einem Alkalimetallcyanid zur Eeaktion gebracht wird.8. Verfahren zur Herstellung der 2-Formylchinoxalin-1.4- -dioxiä-cyanacetylhydrazone der Formel I nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein 2-Formyl- -chinoxalin-i^-dioxid-hydrazon der allgemeinen Formel III nach Anspruch 5 mit R wie in Anspruch 1 mit909807/07Chloracetylchlorid in Gegenwart einer anorganischen oder organischen Base in einem inerten anorganischen oder organischen Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel oder einem Gemisch davon umgesetzt wird, wonach das erhaltene Zwischenprodukt mit einem Alkalimetallcyanid zur Reaktion gebracht wird.9. Verfaliren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als den gebildeten Chlorwasserstoff bindende Base ein Alkalimetallcarbonat oder -hydrogencarbonat oder ein tertiäres Amin, vorzugsweise Fyridin oder Tri- -äthylamin, verwendet wird.0. Verfahren zur Herstellung der 2-FoΓmylchinoxalin-1.4- -dioxid-cyanacetylhydrazone der Formel I nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein 2-Formyl- -chinoxalin-1.4—dioxid-oxim der allgemeinen Formel IVCH=N-OH(IV)mit E wie in Anspruch 1mit Cyanacetylhydrazin in einer wässrigen Mineralsäure, vorzugsweise in 30- bis 98 %iger Schwefelsäure, bei einer Temperatur von 20 bis 100 0C umgesetzt wird.909807/0715282958Q11. Zusammensetzungen für veterinärmedizinische oder Tierernährungszwecke, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem 2-Formylchinoxalin-~1.4--di- -oxid-cyanacetylhydrazon der allgemeinen Formel 1 nach Anspruch Λ als Wirkstoff, ggfs. zusammen mit üblichen Hilfe- und/oder Trägerstoffen.909807/0715
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