CH420730A - Gasturbinenanlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme - Google Patents
Gasturbinenanlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden WärmeInfo
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Description
Gasturbinenanlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme Die Erfindung betrifft eine Gasturbinenanlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme, insbesondere mit Kreislauf des Arbeitsmit tels, mit einem Verdichter, einer mindestens eine Stu fengruppe aufweisenden Turbine und mit zwei oder mehr vom Arbeitsmittel durchflossenen Erhitzern.
Bei einer bekannten Dampfturbinenanlage wird das Arbeitsmittel auf zwei voneinander getrennten, durch den Kernreaktor führenden Wegen erhitzt. Auf dem ersten Wege wird der der Turbine zuzuleitende Frischdampf erzeugt, der zweite Weg dient für die Zwischenüberhitzung des bereits teilweise entspann ten Arbeitsmittels. Bei einer solchen Anordnung be reiten die im Kernreaktor erforderlichen Trennwände zwischen den beiden Wegen erhebliche Schwierigkei ten.
Die Erfindung bezweckt, bei einer Gasturbinen anlage diesen Nachteil zu vermeiden. Bei einer Gasturbinenanlage der eingangs beschriebenen Art ist zu diesem Zweck von den vom Arbeitsmittel durchflossenen Erhitzern erfindungsgemäss einer der Kernreaktoren und mindestens einer der weiteren Er hitzer ein Wärmeaustauscher,
der würmezufuhrseitig in einer von der vom Kernreaktor wegführenden Arbeitsmittelleitung abzweigenden und in die zum Kernreaktor hinführende Arbeitsmittelleitung mün denden Rückführungsleitung liegt, wobei eine För- dervorrichtung zur Rückführung eines Arbeitsmittel- Teilstroms durch die Rückführungsleitung von der Kernreaktor-Austrittsseite zur Kernreaktor-Eintritts- seite vorgesehen ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes vereinfacht dargestellt.
Fig. 1 bis 6 zeigen dabei Schemata von Gasturbi- nenanlagen mit geschlossenem Kreislauf des gasför migen Arbeitsmittels. Die in Fig. 1 gezeigte Anlage weist eine Gastur bine 1 mit zwei Stufengruppen 11 und 12 auf, die mit einem Verdichter 2 und einem Generator 3 auf gleicher Welle liegen.
Das Arbeitsmittel fliesst in einer Arbeitsmittelleitung 4 vom Verdichter 2 zur Stufengruppe 11, in einer Arbeitsmittelleitung 5 von der Stufengruppe 11 zur Stufengruppe 12 und in einer Arbeitsmittelleitung 6 von der Stufengruppe 12 zum Verdichter 2. In die Arbeitsmittelleitung 6 ist ein Kühler 7 eingebaut.
In den Arbeitsmittelleitungen 4 und 5 liegt je ein Erhitzer für das Arbeitsmittel, und zwar in der Arbeitsmittelleitung 5 ein Kernreaktor 8 und in der Arbeitsmittelleitung 4 ein Wärmeaustau- scher 9.
Wärmezufuhrseitig liegt der Wärmeaustau- scher 9 in einer Rückführungsleitung 10, die von dem vom Kernreaktor 8 wegführenden Teil 52 der Arbeitsmittelleitung 5 abzweigt und in dem zum Kernreaktor 8 hinführenden Teil 51 der A rbeitsmit- telleitung 5 mündet.
In der Rückführungsleitung 10 ist eine Fördervorrichtung, nämlich ein Gebläse 11, das von einem Motor 12 angetrieben ist, eingebaut zur Rückführung eines Arbeitsmittel-Teilstroms durch die Rückführungsleitung 10 von der Kern reaktor-Austrittsseite zur Kernreaktor-Eintrittsseite.
Auf diese Weise ist es möglich, den vom Arbeitsmittel direkt durchflossenen Kernreaktor als. Wärmequelle für die Erhitzung des Arbeitsmittels gleichzeitig auf verschiedenen Druckpegeln zu benüt zen, ohne dass voneinander getrennte Wege im Kern reaktor nötig sind. Dabei kann die Erhitzung des Arbeitsmittels im in der Rückführungsleitung liegen den Wärmeaustauscher auf eine Temperatur erfolgen, die nur wenig unterhalb der Temperatur liegt, die das den Kernreaktor unmittelbar verlassende erhitzte Arbeitsmittel der Gasturbinenanlage besitzt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist der wär- mezufuhrseitig in der Rückführungsleitung liegende Wärmeaustauscher 9 in Strömungsrichtung des in den Leitungen 4, 5, 6 fliessenden Arbeitsmittel Hauptstroms vor dem Kernreaktor 8 angeordnet. Der Kernreaktor steht also zudem unter niederem Druck.
Die Fördervorrichtung 11, 12 bringt den abge zweigten Arbeitsmittel-Teilstrom von dem in der Arbeitsmittelleitung 52 herrschenden Druck auf den um den im Kernreaktor 8 erfolgenden Druckabfall höheren Druck in der Arbeitsmittelleitung 51 und überwindet die Strömungswiderstände in der Rück- führungsleitung 10 und dem Erhitzer 9. Es ist also von der Fördervorrichtung nur eine sehr kleine Arbeitsleistung aufzubringen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform liegt der Kernreaktor 8 in der vom Verdichter 2 zur ersten Stufengruppe 11 der Turbine 1 führenden Arbeitsmit- telleitung 4, und der Wärmeaustauscher 9 in der von der Stufengruppe 11 zur Stufengruppe 12 führenden Arbeitsmittelleitung 5.
Die Rückführungsleitung 10 zweigt dementsprechend von dem vom Kernreaktor 8 wegführenden Teil 42 der Arbeitsmittelleitung 4 ab und mündet in deren zum Kernreaktor 8 hinführen- den Teil 41.
Der in. ihr fliessende Arbeitsmittel.-Teil- strom gibt im Wärmeaustauscher 9 Wärme an das in der Arbeitsmittelleitung 5 fliessende Arbeitsmittel ab und wird danach im Gebläse 11 auf den in der Arbeitsmittelleitung 41 herrschenden Druck gebracht.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform liegt der Kernreaktor in der von der Stufengruppe 12 zum Verdichter 2 führenden Arbeitsmittelleitung 6. In dieser liegt auch der Kühlar 7 sowie ein Wärmeaus- tauscher 13, in:
dem das im Kernreaktor 8 erhitzte Arbeitsmittel Wärme an das in der vom Verdichter 2 zur Stufengruppe 11 führenden Arbeitsmittelleitwng 4 fliessende Arbeitsmittel abgibt.
In der von der Stu fengruppe 11 zur Stufengruppe 12 führenden Arbeits- mittelleitung 5 liegt der Wärmeaustauscher 9, der wärmezufuhrseitig in der Rückführungsleitung 10 liegt, die von der vom Kernreaktor 8 wegführenden Arbeitsmittelleitung 6 abzweigt und in die zum Kern reaktor 8 hinführende Arbeitsmittelleitung 61 mün det.
Die drei Erhitzer 8, 9, 13 der Gasturbinen- anlage sind - 9, 13 wärmezufuhrseitig - von auf dem tiefsten Druck der Gasturbinenanlage stehendem Arbeitsmittel durchflossen.
Die 'an, Fig. 4 gezeigte Gastwrbinenalnlage weist eine Turbine 1 mit einer einzigen Stufengruppe auf. Der Kernreaktor 8 liegt in der von der Turbine 1 zum Verdichter 2 führenden Arbeitsmittelleitung 6, in der wieder ein Kühler 7 und ein Wärmeaustau- scher 13 angeordnet sind.
Von der vom Kernreaktor 8 wegführenden Arbeitsmittelleitung 62 zweigt an einer in Strömungsrichtung des Arbeitsmittels nach dem Wärmeaustauscher 13 liegenden Stelle eine Rückführungsleitung 10 ab und mündet in die zum Kernreaktor 8 hinführende Arbeitsmittelleitung 61, wobei in der Rückführungsleitung 10 wieder ein Ge bläse 11 liegt.
Weist die Gasturbinenanlage drei oder mehr Er- hitzer auf, so kann für jeden von einem Wärmeaus- tauschen gebildeten Erhitzer eine eigene, von der Kernreaktor-Austrittsseite zur Kernreaktor-Eintritts- seite führende Rückführungsleitung vorgesehen wer den,
oder es können zwei oder mehr Erhitzer parallel oder in Serie geschaltet in einer solchen Rückfüh rungsleitung angeordnet werden.
Die in Fig. 5 gezeigte Gasturbinenanlage besitzt eine Turbine 1 mit drei Stufengruppen 11, 12, 13, vor deren jeder ein Erhitzer liegt. In der vom Verdichter 2 zur Stufengruppe 11 führenden Arbeitsmittelleitung 4 liegt ein Wärmeaustauscher 91, in der von der Stu fengruppe 11 zur Stufengruppe 1 führenden Arbeits- mittelleitung 5 ein Wärmeaustauscher 92,
und in der von der Stufengruppe 12 zur Stufengruppe 13 füh renden Arbeitsmittelleitung 14 liegt der Kernreaktor B. Wärmezufuhrseitig liegt der Wärmeaustauscher 91 in einer Rückführungsleitung 101, der Wärmeaustau- scher 92 in einer Rückführungsleitung 102.
Beide Rückführungsleitungen 101 und 102 zweigen von der vom Kernreaktor 8 wegführenden Arbeitsmittellei- tung 142 ab, münden in die zum Kernreaktor 8 hin führende Arbeitsmittelleitung 141 und sind mit einem Gebläse 111 bzw.
112 versehen.. In beiden Wärmeaus- tausahern 91, 92 kann das Arbeitsmittel ,der Gastur- bine auf eine nahe der Kernreaktor-Austrittstempe- ratur liegende Temperatur erhitzt werden.
Die in Fig. 6 gezeigte Anlage unterscheidet sich von der in Fig.5 dargestellten dadurch, dass die Wärmeaustauscher 91 und 92 in zwei parallel durch- flossenen Zweigen einer gemeinsamen Rückfüh rungsleitung 10 mit einem einzigen Gebläse 11 lie gen. An der Verzweigungsstelle ist eine Dosiervor- richtung 15 angebracht, mittels der an den Fluss des Arbeitsmittel-Teilstroms mehr nach dem einen oder anderen Zweig leiten kann.
Die Gebläse 11, 111, 112 oder deren Antriebsmo toren sowie die Dosiervorrichtung 15 werden vorteil- hafterweise mit Regelvorrichtungen zum Regeln der Durchflussmenge der durch die Rückführungsleitun gen bzw. durch die Wärmeaustauscher fliessenden Arbeitsmittel-Teilströme versehen, so dass die in den Wärmeaustauschern an das zu erhitzende Arbeitsmit tel abgegebene Wärmemenge geregelt werden kann.
Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Fördervorrichtungen 11, 111, 112 als Umwälzgebläse ausgebildet und von einem Elektromotor 12 angetrie ben. Sie könnten aber auch von einer vom Arbeits- mittel der Gasturbinenanlage beaufschlagten Hilfs- turbine angetrieben werden, wobei das Arbeitsmittel nach Durchströmen dieser Hilfsturbine wieder in den Kreislauf der Gasturbinenanlage zurückfliessen könnte.
Die Fördervorrichtung für den in der Rück- führungsleitung fliessenden Arbeitsmittel Teilstrom könnte aber auch als eine an der Mündunsstelle der Rückführungsleitung liegende Strahlpumpe mit dem aus dem Arbeitsmittel-Hauptstrom kommenden Arbeitsmittel als Strahlmittel oder als eine an der Mündungsstelle liegende Durckaustauschvorrichtung ausgebildet sein.
Beim Verdichten 2 wird zweckmässigerweise Zwischenkühlung vorgenommen. Für die Wärmeab gabe von dem in der Turbine 1 entspannten Arbeits mittel an das im Verdichter 2 verdichtete Arbeitsmit tel werden zweckmässigerweise Wärmeaustauscher vorgesehen, die in den Arbeitsmittelleitungen 4, 5, 6, 14 und den Rückführungsleitungen 10, 101, 102 lie gen können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gasturbinenanlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme, insbesondere mit Kreislauf des Arbeitsmittels, mit einem Verdichter, einer mindestens eine Stufengruppe aufweisenden Turbine und mit zwei oder mehr vom Arbeitsmittel durchflossenen Erhitzern, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Erhitzer der Kernreaktor (8) ist, und mindestens einer der weiteren Erhitzer ein Wärmeaus- tauscher (9) ist, der wärmezufuhrseitig in einer von der vom Kernreaktor (8)wegführenden Arbeitsmit- telleitung (51) mündenden Rückführungsleitung (10) liegt, wobei eine Fördervorrichtung (11, 12) zur Rückführung eines Arbeitsmittel-Teilstroms durch die Rückführungsleitung (10) von der Kernreaktor- Austrittsseite zur Kernreaktor-Eintrittsseite vorge sehen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der wärmezufuhrseitig in der Rückführleitung liegende Wärmeaustauscher (9) in Strömungsrichtung des Arbeitsmittel-Hauptstroms vor dem Kernreaktor (8) angeordnet ist. 2. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernreaktor (8) in Strömungsrichtung des Arbeits- mittel-Hauptstroms hinter der Turbine (1) angeordnet ist.3. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr jeweils durch einen Wärmeaustauscher (91, 92) führende, parallel. zueinander geschaltete Rückführungsleitun gen (101, 102) vorgesehen sind (Fig. 5). 4. Gasturbinenanlage nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass für jede Rückführungs leitung (101, 102) eine eigene Fördervorrichtung (111, 112) vorgesehen ist.5. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Rückführungsleitung (10) durch zwei oder mehr Wärmeaustauscher (91,<B>91)</B> führt. (Fig. 6). 6. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung Regelvorrichtungen zum Regeln der Durchfluss- menge des Arbeitsmittel-Teilstroms aufweist.7. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung von einer vom Arbeitsmittel der Gasturbinenanlage beaufschlagten Hilfsturbine angetrieben ist. B.Gasturbine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fördervorrichtung als eine an der Mündungsstelle der Rückführungsleitung in die zum Reaktor hinführende Arb.estsmittelleitung lie gende Strahlpumpe mit dem aus, dem Arbeitsmit- tel-Hauptstrom kommenden Arbeitsmittel als Strahl mittel ausgebildet ist.9. Gasturbinenanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung als eine an der Mündungsstelle der Rückführungsleitung in die zum Reaktor hinführende Arbeitsmittelleitung liegende Druckaustauschvorrirhtung ausgebildet ist.
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| CH420730A true CH420730A (de) | 1966-09-15 |
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| CH (1) | CH420730A (de) |
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1964
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