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CH420648A - Verfahren zur Ermittlung der Lage von Grundgestein - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung der Lage von Grundgestein

Info

Publication number
CH420648A
CH420648A CH1510762A CH1510762A CH420648A CH 420648 A CH420648 A CH 420648A CH 1510762 A CH1510762 A CH 1510762A CH 1510762 A CH1510762 A CH 1510762A CH 420648 A CH420648 A CH 420648A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
bedrock
receiver
earth
reference point
sound
Prior art date
Application number
CH1510762A
Other languages
English (en)
Inventor
Percy Ebbersten Erik
Original Assignee
Orrje & Co Ab Ing Firman
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Orrje & Co Ab Ing Firman filed Critical Orrje & Co Ab Ing Firman
Publication of CH420648A publication Critical patent/CH420648A/de

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  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)

Description


      Verfahren        zur    Ermittlung der Lage von Grundgestein    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Ermittlung der Lage und/oder der Qualität eines       Felsgrundes    oder Grundgesteins unter überdeckenden  Erdschichten. Solche Ermittlungen sind bei Tunnel  arbeiten,     Fundamentierungen    u. dgl. von grossem  Wert, um einen zweckmässigen Verlauf des Tunnels,  die     erforderliche    Rammtiefe usw. feststellen zu kön  nen.  



  Nach einem bekannten Verfahren bohrt man zu  diesem Zweck eine Anzahl Probelöcher durch die  Erdschichten hindurch, bis man auf Grundgestein  stösst. Um sicher zu sein, dass dieses Gestein wirklich  festes Grundgestein ist, d. h. dass man nicht etwa nur  auf einen Gesteinsblock gestossen ist, muss man das  Bohren in jedem Probeloch ungefähr 3-5 m in das  Gestein hinein fortsetzen. Da aber das Bohren in Ge  stein nur langsam fortschreitet, ist dieses Verfahren  zeitraubend und kostspielig.  



  Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, diese  Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren zu schaf  fen, das eine sicherere und schnellere Ermittlung des       Felsgrundes,    d. h. des Grundgesteins erlaubt.  



  Das Verfahren zur Ermittlung der Lage eines von  Erdschichten überdeckten Grundgesteins durch Boh  ren eines oder mehrerer Probelöcher durch diese  Erdschichten hindurch und unter Abhorchen des  Vordringens des Bohrers ist dadurch gekennzeichnet,  dass die Ankunft des Bohrers     im    Grundgestein durch  Auffangen der dabei im Grundgestein erzeugten  Schallwellen festgestellt wird, wobei das Auffangen  dieser Wellen mit     Hilfe    eines Empfängers für Schall  wellen bewerkstelligt wird, der in Verbindung mit  einem Bezugspunkt im Grundgestein steht und mit  einem Verstärker und einer Wiedergabevorrichtung  kombiniert ist.

   Das durch das Eindringen des Bohrers  im Grundgestein erzeugte Bohrgeräusch (pflanzt sich    hierbei wellenartig durch das Grundgestein     fort    und)  wird nach Auffangen im Empfänger und Weiterlei  tung durch den Verstärker und in die Wiedergabe  vorrichtung in dieser wahrgenommen, die Wieder  gabe des Bohrgeräusches kann eine akustische oder  visuelle     sein.    Die     Bohrtiefe    im Probeloch bei     Beginn     der Wahrnehmung des erwähnten Bohrgeräusches  kann dann nachgemessen werden, wodurch man die  Lage des Grundgesteins an der Stelle des Probeloches  bestimmen kann.  



  Den Bezugspunkt verlegt man     zweckmässiger-          weise    in ein gesondert in das Gestein gebohrtes Loch,  dessen     Bohrtiefe    so bemessen ist, d. h. wie oben an  gegeben etwa 3-5 m beträgt, damit das Erreichen  festen Grundgesteins völlig sichergestellt wird. Bei  Vorhandensein von Grundgestein  über Tag  in der  Nähe des Untersuchungsplatzes kann der     Bezugs-          punkt    in ein darin angebrachtes. Loch verlegt wer  den.  



  Der Empfänger kann am Bezugspunkt oder an  der     Erdoberfläche    angebracht werden. Im erstge  nannten Fall wird er in das Bohrloch hinabgesenkt.  Um eine gute     Schallübertragung    vom     Grundgestein     zum Empfänger zu erzielen, kann man gegebenenfalls  etwas Wasser oder andere geeignete Flüssigkeit     ein-          giessen,    so dass der Empfänger davon     bedeckt    wird,  oder der Empfänger kann auch auf zweckmässige  Weise gegen das Grundgestein angedrückt werden.  Im Falle des     Anbringens    des Empfängers an der  Erdoberfläche     wird    z.

   B. ein guter Schallkontakt mit  dem     Grundgestein    über eine Bohrstange oder über  ein mit Flüssigkeit gefülltes Rohr erhalten, das gegen  das Grundgestein anliegt und mit dem Empfänger in  Berührung steht. Hierbei muss der Empfänger jedoch  gegen störende Geräusche an oder über der Erdober  fläche isoliert werden. Eine andere Möglichkeit be-      steht     in    gewissen Fällen     darin,        dass    der Empfänger,  z. B. ein Geophon, in Grundgestein  über Tag  d. h.  über der Erdoberfläche anstehendem oder durch  Tagebau freigelegtem     Grundgestein    angebracht wird,  wobei der Empfänger gleichfalls gegen die     genannten     störenden Geräusche isoliert werden muss.  



  Man kann ausserdem die Zeit messen, die zwi  schen dem Aussenden eines Schallimpulses vom Pro  beloch und dessen Empfang im Empfänger ver  streicht, und     erhält    hierbei auch einen gewissen An  haltspunkt über die Qualität des Grundgesteins. Da  einerseits die     Entfernung    zwischen dem Probeloch  und dem Bezugspunkt und andererseits die Ge  schwindigkeit, mit der sich Schallwellen     normal        im     festen     Grundgestein        fortpflanzen,        bekannt    ist, kann  man die Zeit, die verstreichen würde, wenn das Ge  stein homogen wäre, berechnen. Abweichungen von  diesem Zeitwert zeigen das Vorkommen von z. B.

    verwittertem Gestein, Spalten o.     dgl.    an. Bei einer  solchen Qualitätsermittlung verwendet man     zweck-          mässigerweise    mehr als einen Bezugspunkt, wodurch  eine grössere Sicherheit des Ergebnisses erzielt wird.  Bei Fortsetzung des     Probelochbohrens    in das Gestein       hinein    und Aussenden von Schallimpulsen in ver  schiedenen Tiefen des Gesteins     kann    auch ein gewis  ser Anhaltspunkt für die Tiefe von etwaigen Verwit  terungszonen, Spalten oder Taschen erhalten werden.  



  Einige Ausführungsformen der Erfindung sind  nachfolgend     im    Zusammenhang mit der Zeichnung       näher    beschrieben.  



       Fig.1    ist eine schematische Darstellung der       Apparatur,    die     zur        Ermittlung    der Lage des Grundge  steins verwendet wird,       Fig.    la,     1b    und 1c zeigen verschiedene Möglich  keiten der     Anbringung    des Empfängers am Bezugs  punkt.  



       Fig.    2 stellt eine zur Ermittlung der Gesteinslage  und     -qualität    zweckmässige Apparatur dar.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 Erdschichten, die das feste  Grundgestein 2 überdecken. Mit 3 ist eine Bohrma  schine bezeichnet, mit der man das Probeloch soweit  bohrt, bis die Bohrstange 4     mit    dem     Grundgestein    in  Berührung gekommen ist. Anstatt mit diesem       Maschinenbohrer    zu bohren, kann man auch eine  Sonde, z. B. eine Stahlsonde, herabsenken, wobei  diese z. B. mit     Hilfe    von Schlagwerkzeugen durch die  Erdschichten gestossen wird. Der Bezugspunkt liegt  im     Grundgestein    bei 5, wo auch der Empfänger 6 an  gebracht ist.

   Der Empfänger ist bis zu einem Niveau  7 mit Wasser bedeckt, um eine gute     Schallverbindung     mit dem     Grundgestein    zu erzielen. Vermittels einer  Leitung 8 ist der Empfänger elektrisch mit einem  Verstärker 9 verbunden, welcher seinerseits mit       Kopfhörern    10 verbunden ist. Durch Abhorchen des  Arbeitsganges     mit    diesen Hörern 10 stellt man fest,  wann die Bohrstange 4 das     Grundgestein    2 erreicht  hat. Eine andere     Möglichkeit    besteht in der konti  nuierlichen Aufzeichnung der vom Empfänger aufge  fangenen Schallwellen durch ein     Registrierungsgerät     11.

      Wenn die Erdschichten oberhalb des Gesteins so  locker     sind,    dass die Gefahr des     Verschüttens    des bis  zum Bezugspunkt 5 gebohrten Loches besteht, ist es       zweckmässig,    dieses Bohrloch mit einem durch die  Erdschichten hindurchgehenden Futterrohr 12 zu  versehen, das gegebenenfalls auch an das Grundge  stein 2 angedichtet werden kann, wie bei 13 gezeigt.  



  In der Ausführungsform gemäss     Fig.    1 a ist der  Empfänger 6 an der Erdoberfläche unter einer Schall  isolierung 14 angebracht. Eine Bohrstange 15 leitet  den Schall vom Bezugspunkt 5 zum Empfänger. In       Fig.        1b    wird der Schall auf ähnliche Weise vom Be  zugspunkt 5 zum Empfänger geleitet, in diesem Fall  vermittels eines z. B. mit Wasser     gefüllten    Rohres 16.

    Am unteren Ende des Rohres 16 ist eine elastische  Membran 17 gegen das     Grundgestein    am Bezugs  punkt 5 angedrückt, so dass sich die     Schallwellen     vom     Grundgestein    in die im Rohr     befindliche    Was  sersäule     fortpflanzen.    Man kann stattdessen auch das  Loch bis zum Niveau 7     mit    Flüssigkeit anfüllen, in  welchem Fall die Schallwellen sich durch die Flüssig  keit in die Membran     fortpflanzen.    In     Fig.        1c    ist der  Empfänger in der Nähe der Bohrkrone     in    eine Bohr  stange 18 eingebaut,

   die zum Bohren des gesondert  für den Bezugspunkt gebohrten Loches     verwendet     wird. Die Bohrstange 18 verbleibt in diesem Sonder  bohrloch, während die Probelöcher gebohrt werden  und das     Eindringen    des     Probelochbohrers    in das  Grundgestein in der oben     erklärten    Weise angezeigt       wird,    wobei man vorher die Stange 18 an der Erd  oberfläche in eine     Schallisolierung    14 gebettet hat.  



  Bei dem     Ausführungsbeispiel    gemäss     Fig.    2 wer  den zwei Bezugspunkte 5 in je einem Sonderbohrloch  verwendet. In jedes dieser Löcher ist eine     Bohrstange     18 derselben Art wie in     Fig.    1c mit je einem einge  bauten Empfänger eingesetzt. In diesem Fall sind       Empfängerkontakte    19 zur     übertragung    der Schall  wellen vom Grundgestein zu den Empfängern vorge  sehen. Die Empfänger     sind    an je einen Verstärker 9  angeschlossen, und diese Verstärker sind     ihrerseits     mit     einem        Zeitmessgerät    20 verbunden.

   Bei 21 ist ein  Probeloch mit einer darin befindlichen Bohrstange 22  angedeutet. Indem man mit     einem    mit dem     Zeitmess-          gerät    20 verbundenen Schlägel 23 o. dgl. auf die  Bohrstange 22 schlägt, erzeugt man einen durch das  Gestein 2 gehenden Schallimpuls, der vom Empfän  ger 6 nach einem vom Gerät 20 registrierten Zeit  raum empfangen wird. Man kann stattdessen auch  den Impuls auf elektrischem Wege vermittels eines  Schallsenders, der in das Bohrloch herabgesenkt wer  den kann, erzeugen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Ermittlung der Lage eines von Erdschichten überdeckten Grundgesteins durch Boh ren eines oder mehrerer Probelöcher durch diese Erdschichten hindurch und unter Abhorchen des Vordringens des Bohrers, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankunft des Bohrers im Grundgestein durch Auffangen der dabei im Grundgestein erzeugten Schallwellen festgestellt wird, wobei das Auffangen dieser Wellen mit Hilfe eines Empfängers für Schall wellen bewerkstelligt wird, der in Verbindung mit einem Bezugspunkt im Grundgestein steht und mit einem Verstärker und einer Wiedergabevorrichtung kombiniert ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezugspunkt in ein geson dertes Bohrloch verlegt wird, für dessen Herstellung man durch die überdeckenden Erdschichten hin durchbohrt bis zum Auftreffen auf Grundgestein und dann das Bohren innerhalb des Grundgesteins bis zu einer Tiefe fortsetzt, die den Grundgesteinscharakter des angebohrten Gesteins gewährleistet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezugspunkt in über Tag befindliches Grundgestein verlegt wird. 3. Verfahren gemäss Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger am Be zugspunkt angebracht wird. 4.
    Verfahren gemäss Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger an der Erdoberfläche angebracht, in schalleitende Verbin dung mit dem Bezugspunkt gesetzt, und gegen stö rende Geräusche an der Erdoberfläche isoliert wird. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Zeitspanne zwischen dem Aussenden eines Schallimpulses vom Probeloch und dem Empfang dieses Impulses im Empfänger gemessen wird, wodurch gleichzeitig eine Ermittlung über die Qualität des Grundgesteins erhalten wird. 6. Verfahren gemäss Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Bezugspunkte verwendet werden. 7.
    Verfahren gemäss Unteranspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohren des Probe loches tiefer in das Grundgestein hinein fortgesetzt wird und Schallimpulse von Stellen verschiedener Tiefe im Grundgestein ausgesendet werden.
CH1510762A 1962-01-12 1962-12-24 Verfahren zur Ermittlung der Lage von Grundgestein CH420648A (de)

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CH420648A true CH420648A (de) 1966-09-15

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