Verfahren zur Herstellung von reduzierten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung von in Zerteilung vorliegenden oder in Lösung gebrachten Präparaten von reduzierten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffen.
Der Ausdruck aus der Küpe färbender Schwefel farbstoff ist für jene Gruppe der allgemeinen Klasse der Schwefelfarbstoffe gebräuchlich, welche beim Ge brauch aus einem Natriumsulfid- und Natriumhydrosul- fid-Bad gefärbt werden.
Typisch für diese Klasse sind die Schwefeleinwirkungsprodukte auf Leuco-Indophen- ole des Carbazols, Alkyl-carbazols und Acyl-Derivate der Carbazole und der Schwefeleinwirkungsprodukte auf N-4-Hydroxyphenyl ss-naphthylamin.
Bis anhin wurde Natriumsulfid (oder weniger häufig auch Natriumhydrosulfid oder Polysulfid) als das geeig netste Reduktionsmittel zur Herstellung von reduzierten, in zerteilter Form vorliegenden oder in Lösung gebrach ten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffen be trachtet.
Trotz der bekannten Nachteile, die bei der Verwendung dieses Typs von Reduziermitteln auftritt, wurde der Gebrauch von Natriumsulfid beinahe durch wegs bei den aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstof fen verwendet, um diese vorzureduzieren und in Lösung zu bringen.
Natriumsulfid ist korrosiv und jeder Kontakt mit Schwermetallen während des Verfahrens ergibt :die Bil dung von dunklen Metallflecken, so dass die Handha bung von Natriumsulfid Schwierigkeiten bereitet.
Aus diesem Grunde muss möglichst ein solcher Kontakt bei dessen Gebrauch vermieden werden. Beider Herstellung dieser reduzierten Farbstoffpräparate ist es oft nötig, Lösungen von Natriums:ulfid zu verwenden und vor deren Gebrauch :müssen diese von Verunreinigungen abfiltriert oder abdekantiert werden, bevor :die Einver leibung in die Färbepaste erfolgen kann.
Ferner kann :die Berührung .mit Metallkesseln ein Abstumpfen oder ein Abschwächen des Farbstoffcharakters bedingen.
Es ist ferner bekannt, dass die Schwefeleinwirkungs- produkte auf die Leuco-Indophenole des Carbazols alkaliempfindlich sind und beim Erhitzen eine fort- schreitende Zersetzung des Farbstoffes bewirken.
Aus :einer früheren Veröffentlichung wurde bekannt, dass Alkalikonzentrationen über 1 % diese Farbstoffe aus der Lösung fällen können oder die Bildung von teerigen Produkten begünstigen. Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, dass der Grad der Alkalität sorgfältig während :des Reduktionsprozesses bei der Herstellung :dieser in Lösung gebrachten Farbstoffe überprüft wird.
Natriumsulfid hydrolysiert in Wasser, wobei alkali sche Lösungen entstehen. Ferner wird aus der Bildung seiner Oxydationsprodukte Alkalität erzeugt. Bei Ver wendung von Natriumsulfi:d als Reduktionsmittel wird somit die Alkalität :der reduzierten Farbstoffverbindun- gen während !des Reduktionsprozesses :
gesteigert und selbst wenn zur Erleichterung des Lösevorganges der Farbstoffpaste keine weitere Zugabe von kaustischem Alkali beigegeben wird, so ist doch genügend Alkali aus dem Natriumsulfid vorhanden, :um eine stark alkalische Reaktion zu bewirken. Natriumsulfid ist denn auch äus- serst hygroskopisch und Produkte, die aus .dessen Ver wendung entstanden sind, .erfordern ,deshalb besondere Vorsicht, um sie von Wasser fernzuhalten.
Es ist offensichtlich, -dass es von grossem Vorteil wäre, wenn man eine Methode zur Herstellung der in Lösung gebrachten, aus der Küpe färbenden Schwefel farbstoffen gebrauchen könnte, ohne hierbei Alkalime- tallsulfide als Reduktionsmittel verwenden zu müssen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ,gelingt es nun, aus der Küpe färbende Schwefelfarbstoffe durch Reduktion in günstiger Weise herzustellen, wobei völlig zerteilte oder in Lösung gebrachte Produkte erhalten werden, ohne dass Alkalimetallsulfide zur Anwendung gelangen. Es wird hierbei das Natriumsalz der Hydroxymethansulf- oxylsäure als Reduktionsmittel verwendet.
Das Natriums,alz der Hydroxymethansulfoxylsäure, oder auch Natriumformaldehydsulfoxylat genannt, wird in der Textilindustrie als Reduktionsmittel beim Cahco- Druck und beim Behandeln von gefärbten Materialien sowie fürandere Zwecke verwendet. Es wird als wasser lösliches beständiges weisses Pulver oder in zerkleiner- ten Brocken verwendet und ergibt beim Auflösen in Wasser eine klare Lösung, die zum Gebrauch fertig ist.
Es wurde bis anhin bei der Herstellung von zerteilten oder in Lösung gebrachten reduzierten, aus der Küpe .färbenden Schwefelfarbstoffen nicht verwendet; wahr- scheinlich weil, obschon bei anderer Verwendung be- friedigend, sich gewisse Nachteile bei seinem Gebrauch zeigten.
Wenn man bei der Herstellung dieser Leucofarb- stoffpräparate Natriumformaldehydsulfoxylat anstelle von Natriumsulfid in:
gebräuchlicher Form verwendet, so zeigt es sich, dass beim blauen Schwefelfarbstoff, welcher aus der Schwefeleinwirkung auf das Carbazol- leuco-Indophenol resultiert, ein Farbstoff erhalten wind, welcher bezüglich seiner Färbeeigenschaften bedeutend weniger färbekräftig ist, als zu erwarten war,
wobei die Einbusse an Färbekraft um die 20 % beträgt. Ferner wird die Farbnuance nach einem gefälligen Rötlich Blau verschoben.
Diese .nachteiligen Erscheinungen mögen auf der Wirkung des Formaldehyds auf den Farbstoff während des Reduktionsprozesses beruhen. Es ist möglich, dass der Formaldehyd, der aus dem Natriumformaldehydsulf- oxylat während der Oxydation gebildet wird, eine Verbindung ,mit den reduzierten Gruppen des Farbstof fes eingeht,
wobei allenfalls dessen Struktur verändert wird und sich eine mehr lösliche Form des Farbstoffes ergeben mag, die weniger Affinität zur Faser und eine beeinträchtigte Färbekraft aufweist. Der erhaltene blaue Farbstoff ist zudem bedeutend rötlicher.
Es wurde nun gefunden, dass man Natriumformal- dehydsulfoxylat ohne die nachteiligen Effekte bei der Herstellung von zerteilten und in Lösung .gebrachten aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffe :als ausgezeich netes Reduktionsmittel verwenden kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun .ein Verfah ren zur Herstellung von in zerteilter Form vorliegenden oder in Lösung gebrachten reduzierten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffe, welches dadurch gekenn zeichnet ist, dass ein,
aus der Küpe färbender Schwefel farbstoff in im wesentlichen neutralem Medium mit einem pH nicht unter 7 mittels Natriumformaldehydsulf- oxylat in Anwesenheit eines Formaldehyd bindenden Mittels und ohne Zugabe von kaustischem Alkali wäh rend.
der Reduktionsreaktion reduziert wird, wobei das Formaldehydbindende Mittel in mindestens einer Menge vorhanden ist, die eine stöchiometrische Bindung des aus dem Natriumformaldehydsulfoxylat gebildeten Formaldehydes erlaubt, worauf dem reduzierten und auf Raumtemperatur abgekühlten Produkt als alkalische,
seine Löslichkeit oder IXspergierbarkeit in Wasser ge währleistende Verbindung Natriumhydroxyd zugegeben wird.
Als Formaldehyd bindende Substanzen eignen sich hierbei z. B. wasserfreies Natriumsulfd, Ammoniak und; Harnstoff.
Bei all diesen reduzierten, aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffen, unabhängig von deren Herstellung, ist es notwendig, dass im Endprodukt eine ,gewisse Menge an Alkali vorhanden ist.
Dies kann dadurch er reicht werden, dass Natriumhydroxyd zugegeben wird. Auf jeden Fall muss aber die Menge an Alkali genügend sein, um den reduzierten Farbstoff in Wasser in Lösung zu bringen oder verteilen zu können.
Es ist ein Haupt merkmal des vorliegenden Verfahrens, dass während des Reduktionsprozesses mit Natriumformaldehydsulf- oxylat, während welcher Reaktion die Temperatur er- höht wird, kein kaustisches Alkali vorhanden ist, und die vorgenannte Zugabe darf erst vorgenommen werden,
wenn das reduzierte Farbstoffpräp.arat auf Zimmertem peratur abgekühlt wurde und die Reduktion beendet ist.
Natriumformaldehydsulfoxylat verursacht während .des ganzen Reduktionsvorganges keine wesentliche Än- derung des pH-Wertes, so dass sich letzterer, einmal eingestellt, dauernd im neutralen Bereich hält und somit hierfür keine besondere Nachregelung notwendig ist.
Im Gegensatz hierzu ist beider Verwendung von Natrium- sulfid ein starkes und rasches Ansteigen des pH's wäh rend der Reduktion zu beobachten.
Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Natrium- formaldehydsulfoxylat besteht darin, dass der Reduk tionsgrad nur soweit geführt zu werden braucht, bis ein völliges Inlösunggehen oder Zerteilen in Wasser möglich wird und ohne dass eine völlige Reduktion, die unnötig ist,
erfolgen .muss. Hierdurch wind die zu verwendende Menge an Natriumformaldehydsulfoxylat nicht aus schlaggebend.
Wie es sich gezeigt hat, liegt die Grenze der Reduktionsfähigkeit bei ungefähr einem Drittel der total möglichen Reduktion und die ,Präparate gemäss der vorliegenden Erfindung benötigen keinen weiteren Reduktionsgrad. Es wurde ferner gefunden, dass die trockenen Präparate,
die gemäss dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt wurden, bedeutend weniger hygroskopisch sind als die Präparate, bei deren Herstellung Natriumsulfid verwendet wunde. Dies ist insofern von Bedeutung, als die Wiederaufnahme von Feuchtigkeit bei diesen reduzierten Präparaten > ausseror- dentlich schnell vor sich -geht.
Die reduzierten ,aus der Küpe färbenden Schwefel farbstoffe gemäss der vorliegenden Erfindung können direkt als konzentrierte Paste, als getrocknetes Pulver oder in Schuppenform verwendet werden. Sie ergeben Präparate, die für jegliche Verwendung bei Färbe- und Druckprozessen geeignet sind.
Sie sind frei von filtrier- baren Partikeln und beständig und sie färben die Mate- rialien .in einer ausgezeichneten Weise, wobei leuchten dere Nuancen erhalten werden, als dies bis anhin der Fall war.
In Aden folgenden Beispielen sind die Prozentangaben in Gewichtsprozenten angegeben.
<I>Beispiel 1</I> 120 Teile einer 30o/oigen wässrigen Paste eines Schwefeleinwirkungsproduktes auf Carbazol-leuco-In- dophenol (C. 1.
53630) wurden auf bekannte Weise durch Zugabe von 26 Teilen des Natriumsalzes von Dinaphthylmethandisulfonat in eine weiche frei flies- sende Paste übergeführt und hierauf .mittels sorgfältiger Zugabe von Natriumhydroxyd auf ein PH von 7 ge bracht.
Zu -der weichen. Paste wurden hiernach 10 Teile wasserfreien Natriumsulfits, gefolgt von 13 Teilen von Natriumformaldehydsulfoxylat in Form einer 40o/oigen wässrigen Lösung, zugegeben und die Temperatur wäh rend 1 Stunde unter Rühren auf 65 bis 70 C gebracht.
Die pastige Masse wunde hierauf auf 20 C abgekühlt und 9 Teile Natriumhydroxyd in Form einer 30o/oigen wässrigen Lösung zugegeben und das ganze für eine Stunde gerührt.
Die erhaltene zerteilte oder in Lösung .gebrachte reduzierte blaue Farbstoffpaste fiel als beständige homogene Masse an, welche sowohl für maschinelle oder irgendeine andere Färbeart geeignet war, da sie völlig frei von filtrierbaren Rückständen ist. Das Präpa rat färbt gemäss den bekannten Methoden zu Farben von einem vollen Blau mit ausgezeichneter Brillanz.
<I>Beispiel 2</I> 120 Teile einer 30%igen wässrigen Paste eines Schwefeleinwirkungsproduktes auf Carbazol-leuco-Indo- dophenol (C. I. 53630) wunde, wie in Beispiel 1 be schrieben, in eine weiche, bewegliche freirinnende Paste übergeführt und Idas pH auf 7 gebracht.
Zu der weissen Paste wurden hierauf 5 Teile Harn stoff und hierauf 13 Teile Natriumformaldehydsulfoxy- lat in Form .einer 40o/oigen wässrigen Lösung zugegeben und die Temperatur während einer Stunde unter Um rühren auf 65 bis 70 C gebracht.
Hierauf wunde die pastenförmige Masse auf 20 C abgekühlt und 12 Teile Natriumhydroxyd in Form einer 30o/omgen wässrigen Lösung zugegeben und das -ganze während einer weite ren Stunde gerührt.
Der erhaltene zerteilte oder in Lösung gebrachte reduzierte blaue Farbstoff fiel als eine stabile schwach viskose homogene Paste an, die ebenfalls wieder frei von filtrierbaren Partikeln für jeglichen Färbezweck zu verwenden war, wobei, wenn appliziert, jeweils tief volle Farben von ausgezeichneter Brillanz erhalten wurden.
<I>Beispiel 3</I> 120 Teile einer 30o/oigen wässrigen Paste eines Schwefelwirkungsproduktes auf Carbazol-leuco-Indo- phenol (C. I. 53630) wurde, wie im ersten Teil des Bei spiels 1 beschrieben, in eine weiche bewegliche neutrale Paste verwandelt.
Zu der dünnen Paste wurden hierauf 8 Teile einer 36 Gew.-o/aigen wässrigen Ammoniaklösung und hierauf 13 Teile Natriumformaldehydsulfoxylat in Form einer 400/eigen wässrigen Lösung zugegeben und die Tempe ratur während einer Stunde unter Rühren auf<B>65'</B> C ge bracht. Ein gewisser Überschuss an Ammoniak ging während der Reduktion verloren.
Die pastige Masse wurde hierauf auf 20 C abgekühlt und hiernach wurden 11 Teile Natriumhydroxyd in Form einer 30o/oigen wässrigen Lösung zugegeben und das ganze für eine weitere Stunde gerührt.
Es wurde hierbei ein Präparat erhalten, welches in seinen Eigenschaften demjenigen der Beispiele 1 und 2 ähnlich war.
<I>Beispiel 4</I> Die Beispiele 1, 2 und 3 wurden wiederholt aber an stelle des Schwefeleinwirkungsproduktes auf das Carb- azol-leuco-Indophenol wurde das Schwefeleinwirkungs- produkt 9-Äthyl-carbazol-leuco-Indophenol verwendet und anstelle von 120 Teilen einer 30o/aigen Paste, wie sie in den Beispielen 1-3 verwendet wurde,
wurden 130 Teile einer 30o/oigen Paste Schwefelstoffes aus 9-Athyl- carbazol-leuco-Indophenol verwendet, wonach die wei tere Behandlung gemäss den Methoden in den Beispie len 1-3 erfolgte.
Es wunde wiederum ein zerteiltes oder in Lösung gebrachtes reduziertes Farbstoffpräparat erhalten, wel ches .ausgezeichnete Färbeeigenschaften aufwies und welches völlig frei war von filtrierbaren Rückständen.
<I>Beispiel 5</I> Die gemäss den Beispielen 1-4. erhaltenen Präpa rate wunden rasch auf einem Filmtrockner oder in einem Vakuumofen getrocknet, wonach trockene beständige Pulver oder Schuppen erhalten wurden, welche die Eigenschaften der Präparate beibehielten und welche nach erfolgter Lösung in Wasser eine zerteilte oder in Lösung gebrachte reduzierte Farbstofflösung ergaben, welche für irgendwelche Verwendung eines :
aus der Küpe färbenden Schwefelfarbstoffes verwendet werden konnte, wobei .ausgezeichnete Resultate bezüglich Bril lanz der Färbungen erhalten wurden.
Process for the production of reduced sulfur dyes which color from the vat. The present invention relates to a process for the production of preparations of reduced sulfur dyes which color from the vat, which are present in fragmentation or are brought into solution.
The term from the vat coloring sulfur dye is used for that group of the general class of sulfur dyes, which are colored when used from a sodium sulfide and sodium hydrosulfide bath.
Typical of this class are the products of the effect of sulfur on leuco-indophenols of carbazole, alkyl-carbazole and acyl derivatives of carbazoles and of the products of the effect of sulfur on N-4-hydroxyphenyl s-naphthylamine.
So far, sodium sulfide (or, less frequently, sodium hydrosulfide or polysulfide) has been considered the most suitable reducing agent for the production of reduced sulfur dyes which are present in divided form or brought into solution and which color from the vat.
Despite the known disadvantages associated with the use of this type of reducing agent, the use of sodium sulfide has been almost entirely used with vat-coloring sulfur dyes to pre-reduce and dissolve them.
Sodium sulphide is corrosive and any contact with heavy metals during the procedure will result in: the formation of dark metal spots, making sodium sulphide difficult to handle.
For this reason, such contact must be avoided when using it. When producing these reduced dye preparations, it is often necessary to use solutions of sodium sulfide and, before using them: they must be filtered off or decanted off before: they can be incorporated into the dye paste.
Furthermore, contact with metal kettles can cause the dye to become blunted or weakened.
It is also known that the products of the effect of sulfur on the leuco-indophenols of carbazole are alkali-sensitive and cause progressive decomposition of the dye when heated.
From: an earlier publication it was known that alkali concentrations above 1% can precipitate these dyes from the solution or promote the formation of tarry products. For this reason it is very important that the degree of alkalinity is carefully checked during: the reduction process in the manufacture of: these dyes brought into solution.
Sodium sulfide hydrolyzes in water, forming alkaline solutions. Furthermore, alkalinity is generated from the formation of its oxidation products. When using sodium sulfide as a reducing agent, the alkalinity of the reduced dye compounds during the reduction process is:
and even if no further addition of caustic alkali is added to the dye paste to facilitate the dissolving process, there is still enough alkali from the sodium sulfide to bring about a strongly alkaline reaction. Sodium sulphide is extremely hygroscopic and products that are made from its use require special care to keep them away from water.
It is obvious -that it would be of great advantage if one could use a method for the preparation of the dissolved sulfur dyes, which color from the vat, without having to use alkali metal sulfides as reducing agents.
According to the present invention, it is now possible to produce coloring sulfur dyes from the vat in an inexpensive manner by reduction, whereby completely divided or dissolved products are obtained without the use of alkali metal sulfides. The sodium salt of hydroxymethanesulphoxy acid is used as the reducing agent.
Sodium, known as hydroxymethanesulfoxylic acid, also known as sodium formaldehyde sulfoxylate, is used in the textile industry as a reducing agent in Cahco printing and in treating colored materials, as well as for other purposes. It is used as a water-soluble, stable white powder or in crushed chunks and when dissolved in water results in a clear solution that is ready for use.
Up to now it has not been used in the production of divided or dissolved reduced sulfur dyes that dyes from the vat; probably because, although satisfactory when used in other ways, certain disadvantages were revealed in its use.
If one uses sodium formaldehyde sulfoxylate instead of sodium sulfide in the manufacture of these leuco dye preparations:
In the usual form, it turns out that with the blue sulfur dye, which results from the action of sulfur on the carbazole-leuco-indophenol, a dye is obtained which, in terms of its coloring properties, is significantly less tinting than expected,
the loss of coloring power is around 20%. Furthermore, the color nuance is shifted towards a pleasing reddish blue.
These disadvantageous phenomena may be due to the effect of the formaldehyde on the dye during the reduction process. It is possible that the formaldehyde, which is formed from the sodium formaldehyde sulfoxylate during the oxidation, forms a compound with the reduced groups of the dye,
at most, its structure is changed and a more soluble form of the dye may result, which has less affinity for the fiber and an impaired dyeing power. The blue dye obtained is also significantly more reddish.
It has now been found that sodium formaldehyde sulfoxylate can be used as an excellent reducing agent without the disadvantageous effects in the production of split sulfur dyes which have been brought into solution and which have been brought into solution from the vat.
The present invention now relates to a method for the production of reduced sulfur dyes which are present in divided form or are brought into solution and which color from the vat, which is characterized in that a,
from the vat coloring sulfur dye in an essentially neutral medium with a pH not below 7 using sodium formaldehyde sulfoxylate in the presence of a formaldehyde-binding agent and without the addition of caustic alkali during rend.
the reduction reaction is reduced, the formaldehyde-binding agent being present in at least an amount that allows a stoichiometric binding of the formaldehyde formed from the sodium formaldehyde sulfoxylate, whereupon the reduced and cooled to room temperature product as alkaline,
Sodium hydroxide is added to the compound to ensure its solubility or dispersibility in water.
As formaldehyde-binding substances are here such. B. anhydrous sodium sulfide, ammonia and; Urea.
With all these reduced, vat-colored sulfur dyes, regardless of their production, it is necessary that a certain amount of alkali is present in the end product.
This can be achieved by adding sodium hydroxide. In any case, however, the amount of alkali must be sufficient to be able to dissolve or distribute the reduced dye in water.
It is a main feature of the present process that no caustic alkali is present during the reduction process with sodium formaldehyde sulfoxylate, during which reaction the temperature is increased, and the aforementioned addition may only be made when
when the reduced dye preparation has cooled down to room temperature and the reduction is complete.
Sodium formaldehyde sulfoxylate does not cause any significant change in the pH value during the entire reduction process, so that once it has been set, the pH value remains permanently in the neutral range and therefore no special readjustment is necessary.
In contrast to this, when sodium sulfide is used, a strong and rapid increase in pH can be observed during the reduction.
Another advantage of using sodium formaldehyde sulfoxylate is that the degree of reduction only needs to be adjusted until it can be completely dissolved or divided in water and without a complete reduction, which is unnecessary,
must be done. As a result, the amount of sodium formaldehyde sulfoxylate to be used is not decisive.
As it has been shown, the limit of the reduction capacity is approximately one third of the total possible reduction and the preparations according to the present invention do not require any further degree of reduction. It was also found that the dry preparations,
prepared according to the method of the present invention are significantly less hygroscopic than the preparations made using sodium sulfide. This is important insofar as the re-absorption of moisture in these reduced preparations takes place> extremely quickly.
The reduced, vat-colored sulfur dyes according to the present invention can be used directly as a concentrated paste, as a dried powder or in flake form. They result in preparations that are suitable for any use in dyeing and printing processes.
They are free of filterable particles and are stable and they color the materials in an excellent way, with more luminous nuances being obtained than was previously the case.
In the examples below, the percentages are given in percent by weight.
<I> Example 1 </I> 120 parts of a 30% aqueous paste of a sulfur action product on carbazole-leuco-indophenol (C. 1.
53630) were converted into a soft, free-flowing paste in a known manner by adding 26 parts of the sodium salt of dinaphthylmethane disulfonate and then brought to a pH of 7 by carefully adding sodium hydroxide.
To the soft. Paste was then added to 10 parts of anhydrous sodium sulfite, followed by 13 parts of sodium formaldehyde sulfoxylate in the form of a 40% aqueous solution, and the temperature was brought to 65 to 70 ° C. for 1 hour while stirring.
The pasty mass was then cooled to 20 ° C. and 9 parts of sodium hydroxide in the form of a 30% aqueous solution were added and the whole was stirred for one hour.
The reduced blue dye paste obtained, either broken up or brought into solution, was obtained as a stable, homogeneous mass which was suitable for machine or any other type of dyeing, since it is completely free of filterable residues. The preparation colors according to the known methods to colors of a full blue with excellent brilliance.
<I> Example 2 </I> 120 parts of a 30% strength aqueous paste of a sulfur product on carbazole-leuco-indophenol (CI 53630) wound, as described in Example 1, converted into a soft, mobile, free-flowing paste and Idas pH brought to 7.
5 parts of urea and then 13 parts of sodium formaldehyde sulfoxylate in the form of a 40% aqueous solution were then added to the white paste and the temperature was brought to 65 to 70 ° C. over the course of one hour while stirring.
The pasty mass was then cooled to 20 ° C. and 12 parts of sodium hydroxide in the form of a 30% aqueous solution were added and the whole was stirred for a further hour.
The reduced blue dye obtained, divided or dissolved, was obtained as a stable, weakly viscous homogeneous paste, which was again free of filterable particles and could be used for any coloring purpose, with deep, full colors of excellent brilliance being obtained when applied.
<I> Example 3 </I> 120 parts of a 30% aqueous paste of a sulfur-active product on carbazole-leuco-indophenol (CI 53630) was, as described in the first part of Example 1, converted into a soft, mobile, neutral paste .
8 parts of a 36% by weight aqueous ammonia solution and then 13 parts of sodium formaldehyde sulfoxylate in the form of a 400% aqueous solution were then added to the thin paste, and the temperature was increased to 65% for one hour while stirring > C brought. Some excess ammonia was lost during the reduction.
The pasty mass was then cooled to 20 ° C. and 11 parts of sodium hydroxide in the form of a 30% aqueous solution were then added and the whole was stirred for a further hour.
A preparation was obtained which was similar in its properties to those of Examples 1 and 2.
<I> Example 4 </I> Examples 1, 2 and 3 were repeated, but instead of the sulfur action product on the carbazole-leuco-indophenol, the sulfur-action product 9-ethyl-carbazole-leuco-indophenol was used and instead of 120 parts of a 30o / aigen paste, as used in Examples 1-3,
130 parts of a 30% sulfur paste made from 9-ethylcarbazole-leuco-indophenol were used, after which the further treatment according to the methods in Examples 1-3 took place.
In turn, a reduced dye preparation which had been divided up or dissolved in solution was obtained which had excellent dyeing properties and which was completely free of filterable residues.
<I> Example 5 </I> The according to Examples 1-4. The preparations obtained were quickly dried on a film dryer or in a vacuum oven, after which dry, stable powders or flakes were obtained which retained the properties of the preparations and which, when dissolved in water, gave a divided or dissolved reduced dye solution which was suitable for any use one :
from the vat coloring sulfur dye could be used, with excellent results were obtained with regard to the brilliance of the dyeings.