CH427052A - Gas- oder Dampf-Stromrichtergefäss mit einem dicht vor der Anode liegenden Gitter - Google Patents
Gas- oder Dampf-Stromrichtergefäss mit einem dicht vor der Anode liegenden GitterInfo
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Description
Gas- oder Dampf-Stromrichtergefäss mit einem dicht vor der Anode liegenden Gitter Die bei Gas- oder Dampf-Stromrichtergefässen auftretendDn Rückzündungen werden im allgemeinen darauf zurückgeführt, dass :
die durch die Sperrspan nung beschleunigten Ionen des Restplasmas beim Auftreffen auf die Anode durch Stoss oder lokale Erwärmung Elektronen auslösen und damit die Bil dung eines Kathodenflecks auf der Anode verursa chen. Bei Hochspannungsgefässen können Rückzün dungen auch dadurch verursacht sein, dass die an der Anodenoberfläche bestehende hohe Feldstärke unmittelbar Elektronen .aus der Anodenoberfläche herauslöst.
Die Erfindung befasst sich mit der Aufgabe, die Rüekzündungsgefahr herabzusetzen. Sie bezieht sieh auf ein Gas- oder Dampf-Stromrichtergefäss mit einem dicht vor der Anode liegenden Gitter und besteht darin, dass die dem Gitter zugewandte Anodenfläche Vertiefungen aufweist, die jeweils den Öffnungen des Gitters "gegenüberliegen und deren Querschnitt in der Anodenfläche mindestens so gross ist wie die entsprechende Gitteröffnung.
Die Fig. 1 und 2 bzw. 4 und 5 zeigen Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung. Die Wirkungsweise der Anodenausbildung nach der Erfindung wird anhand von Fig. 3 erläutert.
In Fig. 1 ist ein schematischer Schnitt durch ein Einanoden-Queckss@lberdempf-Stromrichtergefäss dar gestellt. Die Anode ist mit 1, das ihr benachbarte Steuergitter mit 2 bezeichnet. Ferner kann noch ein besonderes Entionisierungs:gitter 3 vorhanden sein, ,das das gleiche Potential wie das Steuergitter 2 aufweist.
Die Kathode ist mit 4 bezeichnet; 5 ist ein Zündstift, .6 eine Erregeranode, 7 eine Blende. Sämtliche Elektroden :sind isoliert durch Aden Kessel 8,des Gefässes hindurchgeführt.
Während der Sperrzeit ;des Gefässes wird dem Steuergitter 2 und damit auch dem Entionisierungs- Bitter 3 eine gegenüber der Kathode 4 negative Spannung in der Grössenordnung von 100 V gege ben; damit werden die zwischen der Kathode 4 und dem Gitter 2 befindlichen .Ionen dies Rest plasmas .auf die Gitter 2 .und 3 gelenkt und von diesen neutralisiert. Mit dieser Massnahme können aber die im Raum zwischen dem Gitter 2 und der Anode 1 befindlichen Ionen nicht .erfasst werden,
da zwischen .dem Gitter 2 und der Anode nahezu die ,gesamte Sperrspannung, die in der Grössenordnung von 1000 bis 10 000 V liegen kann, besteht. Um wenigstens die Zahl dieser Ionen gering zu halten, legt man das Gitter 2 möglichst nahe vor die Anode; der Ab stand beträgt üblicherweise etwa 10 mm.
Nach der vorliegenden Erfindung ,ist die dem Gitter 2 zugewandte .Anodenfläche mit Vertiefungen 10 versehen, die im Ausführungsbeispiel halbkugel förmig ausgebildet sind. Jeweils eine Vertiefung 10 liegt einer COffnung 11 des Gitters 2 :gegenüber. In Fig. 2 ist eine Draufsicht,auf die Anodenfläche dar gestellt; man erkennt, d@ass die Vertiefungen 10 in hexagonaler Anordnung dicht nebeneinander liegen.
Die Gitteröffnungen 11 sind als gestrichelte Kreise .angedeutet.
Fig. 3 zeigt einen vergrösserten Teilschnitt durch die Anode 1 und das Gitter 2. Ferner sind in Fig. 3 Äquipotentiallinien 12 und Feldlinien 13 (gestrichelt) ,des elektrischen Feldes im Sperrfall eingetragen. E9 ist :
ersichtlich, dass die Feldlinien in den Vertiefungen 10 divergieren .und dass daher das elektrische Feld an den Innenflächen der Vertiefungen, :d. h. am gröss ten Teil oder Anodenfläche, schwach ist.
Auf die Energie, mit,der d ie Ionen .auf idie Anodenfläche auf treffen, hat das keinen ,Eiufluss. Wesentlich ist da gegen, dass idie aus der Anodenfläche austretenden Elektronen unmittelbar an der Oberfläche nur einem schwachen elektrischen Feld ausgesetzt werden, also zunächst nur wenig :
beschleunigt wenden. Das hat zur Folge, dass sich an der Innenfläche der Vertie fungen 10 eine negative Raumladung bildet, die einem weitemn Austritt von Elektronen :aus der Anodenoberfläche entgegenwirkt. Damit ist :die Ge fahr ,der Bildung eines Kathodenflecks en der Anode ebenfalls vermindert.
Die Vertiefungen 10 können statt halbkugelför mig auch zylindrisch, prismatisch oder pyramiden förmig sein; in diesen Fällen können sie z. B. Grund flächen in Form regelmässiger 6-Ecke haben, so dass ,die Anodenfläche ein wabere- oder waffelförmiges Aussehen hat.
Die halbkugelförmigen Vertiefungen :das Ausführungsboispieles nach Iden Fig. 1 und 2 können durch Ausfräsen einer ebenen Anodenfläche hergestellt werden; kompliziertere Formen lassen sich bei der Herstellung des Graphit-Anadenkörpers durch Verwendung entsprechender Pressformen erzeugen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen .als weiteres Ausfüh- rungsbeispiel der Erfindung eine zylindrische Anode mit ebenfalls zylindrischem Stabgitter. Die Mantel fläche :der Anode 20 ist mit halbzylindrischen Ver tiefungen 21 versehen, so @dass sie die Form einer kannellierten Säule hat.
Aus Fig. 5, idie einen Schnitt längs,der Linie V-V in Fig. 4 ,darstellt, geht hiervor, ,dass idie Stäbe 23 des Stabgitters 22 jeweils einem Steg zwischen zwei Vertiefungen 21 gegenüberste hen. Damit hergibt sich etwa das gleiche Feldlinien- bild wie in Fsg. 3.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gas- oder Dampf-Stromrichtergefäss mit einem dicht vor der Anode liegenden Gitter, dadurch ge kennzeichnet, dass die dem Gitter zugewandte An odenfläche Vertiefungen aufweist, die jeweils den öff- nungen ides Gitters gegenüberliegen und deren Quer schnitt in ider Anodenflächie mindestens so gross ist wie id:ie entsprechende Gitteröffnung. UNTERANSPRÜCHE 1. Stromrichtergefäss nach Patentanspruch, ida- ,durch :gekennzeichnet, idass die Vertiefungen halb kugelförmig sind und in hexagon.aler Anordnung dicht ,aneinander liegen.2. Stromrichtergefäss nach Patentanspruch, mit einem Stabgitter, dadurch .gekennzeichnet, dass die Anodenfläche mit halbzylindrischen Vertiefungen versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90393A DE1292763B (de) | 1963-04-05 | 1964-09-28 | Schwimmbecken-Kernreaktor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH427052A true CH427052A (de) | 1966-12-31 |
Family
ID=7517950
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1256765A CH427052A (de) | 1964-09-28 | 1965-09-09 | Gas- oder Dampf-Stromrichtergefäss mit einem dicht vor der Anode liegenden Gitter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH427052A (de) |
-
1965
- 1965-09-09 CH CH1256765A patent/CH427052A/de unknown
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