CH411566A - Kinokamera mit motorisch angetriebener Überblendvorrichtung - Google Patents
Kinokamera mit motorisch angetriebener ÜberblendvorrichtungInfo
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Description
Kinokamera mit motorisch angetriebener überblendvorrichtung Bei Kinokameras ist es bekannt, eine verstellbare Blendvorrichtung, z. B. die Objektivblende, einen verstellbaren Umlaufverschluss oder auch eine an dere Lichtschwächungsvorrichtung etwa mit Graukeil zum Abblenden oder Aufblenden an das Kamerage triebe anzuschalten. Die Rückspulung des Filmes wird in der Regel von Hand vorgenommen.
Das Ende des Abblend- oder Aufblendvorganges kann dabei entweder durch eine Anzeigevorrichtung sicht bar gemacht werden, oder man kann bei geschlosse ner Blende das Kameratriebwerk selbsttätig abschal ten. Auch die automatische Rückspulung des Filmes durch Umschalten der Blendvorrichtung und des Kameratriebwerkes ist an sich nicht neu. Insbeson dere wurde schon vorgeschlagen, das Bildzählwerk zur Steuerung des Überblendvorganges heranzuzie hen und den Kameramotor zum Rückspulen umzu polen und am Ende des Rückspulvorganges selbsttä tig abzuschalten.
Zum Unterschied von den bekannten überblend- vorrichtungen wird erfindungsgemäss eine vom Kameramotor unabhängige Antriebsvorrichtung vor gesehen, die eine die einzelnen tlberblendvorgänge steuernde Steuervorrichtung antreibt. Dies hat den besonderen Vorteil, dass man auch bei verhältnis- mässig einfachem Aufbau praktisch sämtliche wesentlichen Bedienungsvorgänge von dieser zen tralen Steuervorrichtung ableiten kann.
Man ist nicht an eine bestimmte Filmlänge gebunden, sondern kann die Zeit als Parameter wählen, was sich vor allem dann vorteilhaft auswirkt, wenn überblendun- gen bei verschiedenen Bildfrequenzen vorgenommen werden sollen. Bei gleicher Geschwindigkeit der An triebsvorrichtung erhält man dann stets den gleichen Überblendungseffekt. Der Effekt selbst kann wieder um variiert werden, wenn man eine Antriebsvor richtung mit mehreren Geschwindigkeitsstufen vor- sieht oder diese stufenlos regelbar ausbildet.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung.
Fig. 2 zeigt in gleicher Darstellung die Steuerung eines Filterschiebers.
Fig. 3 zeigt eine Regelvorrichtung zwischen Bild frequenzeinsteller und einer überblend-Steuervor- richtung und die Fig. 4 bis 8 zeigen je ein über der Filmlänge auf getragenes Blendendiagramm für Überblenden, Ab blenden, Aufblenden und Ab-/Aufblenden.
Die im übrigen nicht dargestellte Kinokamera weist gemäss Fig. 1 eine Verschlusswelle 1 auf. Auf dieser sitzt eine Verschlussscheibe 2, welche einen Belichtungssektor 3 aufweist und den Zutritt des Aufnahmestrahlenganges zu einem Bildfenster 4 steuert. Am Rand der Verschlussscheibe sitzt ein An schlag 5, der mit einer Nase 6a des einen Endteils eines Schalthebels 6 zusammenarbeitet, dessen ande rer Endteil auf einem gehäusefesten Stift 7 schwenk bar gelagert ist. Der Hebel 6 ist mit einem Querarm versehen, der am freien Ende einen Kontaktstift 8 trägt, welcher mit einer Kontaktfeder 9 zusammenar beitet. Der Schalter 8, 9 liegt mittels der Leitung 10, 11 im Stromkreis eines Kameramotors 12.
Der Schalthebel 6 ist mittels einer Froschfeder 13 mit einem Auslösehebel 14 verbunden, der auf einem gehäusefesten Stift 15 schwenkbar gelagert ist und eine Auslösetaste 16 trägt.
Der Auslösehebel wird durch eine Druckfeder 17 in der in Fig.1 dargestellten Bereitschaftsstellung gehalten. Die Feder 17 ist anderenends an einer ge häusefesten Leiste 18 abgestützt. Durch Eindrücken der Auslösetaste 16 wird in bekannter Weise die Kraftrichtung zwischen den beiden Einhängestellen 13a und 13b der Feder 13 so geändert, dass der Schalthebel 6 ruckartig im Uhrzeigersinn geschwenkt wird und dabei den Schalter 8, 9 schliesst und den Anschlag 5 der Verschlussscheibe 2 freigibt,
während nach Freigabe der Auslösetaste 16 der Hebel 14 durch die Feder 17 zurückgestellt und der Schalthe bel 6 ebenso ruckartig wieder in die Bewegungsbahn des Anschlages 5 geschwenkt wird. Besondere An schläge, die den Schaltweg der Hebel 6 und 14 be grenzen, sind hier der Übersichtlichkeit wegen weg gelassen.
Mit S ist ein Steuerschieber bezeichnet, der mit tels Schlitzen 19 längsverschiebbar an gehäusefesten Stiften 20 geführt ist und durch eine anderenends ge häusefest angelenkte Zugfeder 21 nach unten gezo gen wird. In einen Schlitz 22 des Schiebers S greift ein Stift 23 eines Hebels 24, der auf einem gehäuse festen Stift 25 schwenkbar gelagert ist und an einem Segmentblatt 26 einen Stift 27 mit einem Aufzugs knopf 28 trägt. Durch Schwenken des Hebels 24 ent gegen dem Uhrzeigersinn bis in die dargestellte Stel lung, in welcher eine am Segmentblatt vorgesehene Marke 29 dem Zeichen<B> Ü </B> gegenüberliegt, kann somit der Schieber S unter Spannen der Feder 21 angehoben werden.
Eine Verzahnung Z1 des Schiebers S greift in ein Ritzel 30a eines Zahnradvorlaufwerkes 30 ein, das in bekannter Weise mit einer Rutschkupplung versehen ist, die ein Aufziehen des Werkes gegen verhältnis- mässig kleine Kräfte ermöglicht. Das Werk 30 weist ein Steigrad 30b auf, in welches in der dargestellten Stellung ein Doppelzahn-Schwinganker 31 eingreift, der schwenkbar am einen Arm eines dreiarmigen Hebels 32 gelagert ist, welcher schwenkbar auf einem gehäusefesten Stift 33 gelagert ist.
Der Hebel 32 steht unter dem Einfluss einer nicht dargestellten Feder, welche die Tendenz hat, den Hebelarm 32a in kraft schlüssiger Anlage an einem Exzenter 34 eines Ein stellers 35 anliegen. Am dritten Arm des Hebels 32 ist ein zweiter Schwinganker 31' gelagert, der durch Drehen des Einstellers 35 wechselweise zum Schwing anker 31 mit dem Steigrad 30b in Eingriff gebracht werden kann. Der Schwinganker 31' hat eine grös sere Masse als der Schwinganker 31 und bewirkt da her in der Eingriffslage mit dem Steigrad 30b eine grössere Ablaufzeit des Vorlaufwerkes als der Anker 31.
Der Schieber S ist an einer Seitenkante S1 mit Kerben 36, 37, 38 versehen, die gegenseitig und von der Unterkante S2 des Schiebers einen gleichen Ab stand a haben. Auf einem gehäusefesten Stift 40 ist ein Klinkenhebel 39 schwenkbar gelagert, der in der dargestellten Stellung durch eine Zugfeder 41 in kraftschlüssiger Anlage an einem Anschlagstift 42 gehalten ist. Unter die Kante S2 greift eine Riegel nase 39a des Klinkenhebels. Der Klinkenhebel kann durch eine Einschaltstange 43 geschwenkt werden, deren eines Ende mit einem Lappen 39b des Klin kenhebels 39 zusammenarbeitet.
Die Stange 43 ist drehbar und längsverschiebbar in gehäusefesten Lagern 44 geführt und steht unter dem Einfluss einer Druckfeder 45, welche die Tendenz hat, die Stange 43 ausser Eingriff mit dem Lappen 39 zu halten. Am. anderen Endteil der Stange 43 sitzt ein Querstift 46 und am freien Ende ein pfeilförmiger Einschaltknopf 43a. Dieser greift in der dargestellten Lage hinter den Auslösehebel 14 und bildet dadurch eine Mitnehmer- kupplung zwischen der Stange 43 und dem Hebel 14. Mittels des Einschaltknopfes 43a kann die Stange 43 gedreht und dadurch der Stift 46 aus dem Bereich des Hebels 6 herausgeschwenkt werden.
Beim Schwen ken um 180 gelangt der Stift 46 in die strichpunk tiert dargestellte Lage 46a, in welcher die Kupplung aufgehoben ist und daher die Einschaltstange 43 un abhängig vom Auslösehebel 14 betätigt werden kann. In der Stellung 46b liegt der Stift 46 hinter einem Ansatz 18a der gehäusefesten Leiste 18. Gegebenen falls kann in dieser eine Rastvertiefung vorgesehen sein, in welche der Stift einfällt, so dass sich eine Sicherungsstellung ergibt, die ein unbeabsichtigtes Verschieben der Einschaltstange 43 verhindert.
Am Schieber S sitzen zwei nach entgegengesetz ten Seiten ausladende Arme S, bzw. S4. Am Aus leger S sitzt eine Kulissenplatte K mit Kulissen aussparungen K1 und K2, einer Seitenkante K3 und zwei beiderends an diese anschliessenden Anlauf schrägen K3 bzw. K5. Ferner sitzt an einem Ausleger <I>6b</I> des Schalthebels 6 eine Achse 47, auf der eine Schaltwippe 48 schwenkbar gelagert ist, die durch ein Feder 49, bezogen auf Fig. 1 entgegen dem Uhrzei gersinn schwenkbar ist, wobei ein Anschlag 48a der Schaltwippe 48 in die Bewegungsbahn der Kulissen platte K hineinragt.
Die Breite der Aussparungen K1 und K2 ist wesentlich grösser gehalten als die Dicke des Anschlages 48a, so dass letzterer in die Ausspa rungen einschiebbar ist.
Wenn in der gezeichneten Getriebestellung auf den Umschaltknopf 43a ein Druck in Richtung der Stange 43 ausgeübt wird, so wird bei in der Stellung 46b befindlichem Stift 46 durch diesen der Auslöse hebel 14 mitgenommen und dadurch die Kamera in Gang gesetzt. Zugleich bewirkt die Stange 43 ein Schwenken des Klinkenhebels 39 im Gegenuhrzei- gersinn, wodurch dessen Riegelnase 39a von der Kante S2 abgezogen und dadurch der Schieber S frei gegeben wird. Dieser wird entsprechend der durch das Vorlaufwerk 30 und die Kraft der Feder 21 be stimmten Geschwindigkeit nach unten verschoben.
Wird der Einschaltknopf 43a freigegeben, dann liegt die Riegelnase 39a unter dem Einfluss der Feder 41 kraftschlüssig an der Kante S1, während der Anschlag 48a an der Stirnfläche der Kulissenplatte KzurAnlage kommt. Nachdem der Schieber S unter dem Einfluss der Feder 21 einen Weg b zurückgelegt hat, der be stimmt ist durch den Abstand der Unterkanten des Anschlages 48a und der Aussparung KI, schnappt der Anschlag 48a unter dem Einfluss der Federn 17 und 13 in die Aussparung K1 ein, wodurch die Hebelnase 6a in die Bewegungsbahn des Anschlages 5 gelangt, so dass das Kameratriebwerk stillgesetzt wird. Die Strecke a ist etwas grösser ausgebildet als der Weg b.
Bevor daher die Riegelnase 39a in die Kerbe 36 eintreten kann, läuft der Schieber S noch um den Weg a-b weiter und kann dabei in weiter un ten beschriebener Weise eine Umschaltung vornehmen, wobei sich die Kulissenplatte K relativ zum Anschlag 48a bewegt, ohne dass dieser an der oberen Kante der Kulissenaussparung zur Anlage kommt. Im wesentlichen der gleiche Vorgang wiederholt sich, wenn man den Einschaltknopf 43a erneut kurzzeitig betätigt, bis der Anschlag 48a in die Aussparung K2 und die Riegelnase 39a in die Kerbe 37 eintreten.
Aus der Endstellung in welcher die Riegelnase 39a in der Kerbe 38 liegt, kann die Steuervorrichtung mittels des Knopfes 28 wieder gespannt werden. Während die Riegelnase 39a an der Kante S1 ent- langgleiten kann, wird der Anschlag 48a durch die Anlaufschräge K5 zur Seite gelenkt und gleitet ent lang der Seitenkante K3 und der Anlaufschräge K4 in die dargestellte Lage zurück. Dreht man nun mit tels des Knopfes 43a die Einschaltstange 43 um 180 und drückt alsdann den Knopf 43a ein, dann wird zwar der Schieber S freigegeben und mittels der Feder 21 verschoben, die Auslösevorrichtung jedoch nicht betätigt.
Demgemäss wird der Anschlag 48a entlang der Anlaufschräge K4 abgelenkt und läuft, ohne die Auslösevorrichtung zu beeinflussen, entlang der Seitenkante K3.
Der Ausleger S4 des Steuerschiebers S ragt in die Bewegungsbahn eines Nockens 50 eines Kontaktfe- derpaares 51, 52 hinein, das in der dargestellten Aus gangslage an zwei Kontaktfedern 53, 54 liegt, welche über Leitungen 55, 56 mit einer Batterie 57 verbun den sind und den Stromkreis für den Kameramotor 12, z. B. im Drehsinn rechts, vorbereiten. Durch den Ausleger S4 und den Nocken 50 wird nun die Kon taktfeder 51 an eine mit der Kontaktfeder 54 verbun dene Kontaktfeder 58 angelegt, während die Kontakt feder 52 an der Kontaktfeder 53 zur Anlage kommt, wodurch die Drehrichtung des Motors 12 umgeschal tet wird. Der Umschaltvorgang vollzieht sich jeweils auf dem Schaltweg a-b, nachdem der Anschlag 48a in die Aussparung K1 bzw.
K2 eingetreten ist und bevor die Riegelnase 39a in die Kerbe 36 bzw. 37 eingeschnappt ist.
Mit den Kontaktfedern 51, 52 ist mechanisch noch eine Kontaktfeder 59 verbunden, die bei Um schaltung der Drehrichtung an eine Gegenkontaktfe- der 60 angelegt wird, und dadurch einen Fotowider stand 61 einer fotoelektrischen Regelvorrichtung kurzschliesst, die im wesentlichen ein Galvanometer 62 mit nicht dargestellten Blendenelementen, eine Batterie 63 und einen Schalter 64 umfasst. Das Gal vanometer 62 wird durch Kurzschliessen des Fotowi derstandes so beeinflusst, dass es die angekuppelte Blende vollständig schliesst und dadurch eine zusätz liche Lichtsicherung für den hinter dem Bildfenster liegenden Bildabschnitt des Filmes während des Rückspulvorganges ergibt.
Selbstverständlich kann auch ein Schonwiderstand vorgesehen werden, der die Grösse des durch das Galvanometer fliessenden Stromes auf den notwendigen Wert begrenzt.
Am Schieber S ist eine weitere Verzahnung Z2 angebracht, die in ein Ritzel 65 eingreift, das auf einer im Gehäuse gelagerten Welle 66 sitzt und starr mit einer Kurvenscheibe 67 verbunden ist. Ein Fil terschieber 68 liegt mit einer Nase 69 unter dem Ein fluss einer Feder 70 kraftschlüssig an dieser Kurven scheibe an und ist, wie am besten aus Fig. 2 hervor geht, mittels Schlitzen 71 an Bundschrauben 72 ge führt, die an einer gehäusefesten Platine 73 befestigt sind. Durch Federn 74 wird der Schieber an den Bund der Schrauben 72 gedrückt.
An diesem Filter schieber 68 sind ein Graukeilfilter 75, ein Skylight- filter 76 und ein Farbfilter 77 angebracht, das eine Farbkorrektur bei Kunstlichtaufnahmen für Tages lichtfilm bewirkt.
Die Kurvenscheibe 67 ist derart ausgebildet, dass beim Abblendvorgang bis zum Einfallen der Riegel nase 39a in die Kerbe 36 der Filterschieber 68 so weit kontinuierlich angehoben wird, dass das Grau- keilfilter 75 bis zur vollständigen Abschirmung des im Bildfenster 4 stehenden Filmabschnittes in den Aufnahmestrahlengang 78 eingeschoben wird.
Der während des Filmrückspulens wirksame Kurvenab schnitt der Kurvenscheibe 67 liegt konzentrisch zu deren Drehachse, so dass beim Rückspulen das Bild fenster schon durch das Graukeilfilter 75 praktisch vollständig abgeschirmt ist, wobei zusätzlich die vor beschriebene Lichtsicherung mittels der Belichtungs- regelvorrichtung herbeigeführt werden kann. Es kön nen auch andere bekannte Lichtsicherungsmittel in den Strahlengang eingeschaltet werden.
Beim über blendvorgang wird das Graukeilfilter 75 wieder voll ständig aus dem Aufnahmestrahlengang entfernt. Dieses Filter soll nach Möglichkeit in der Objektiv blendenebene oder wenigstens sehr dicht bei dieser geführt werden.
An einem Ausleger 68a des Filterschiebers 68 sitzt ein Stift 79, der über dem freien Ende eines zweiarmigen Hebels 80 liegt, der auf einer gehäusefe sten Achse 81 schwenkbar gelagert ist und unter dem Einfluss einer Zugfeder 82 in kraftschlüssiger Anlage an einer Kurvenscheibe 83 gehalten wird, die mittels eines Filtereinstellknopfes 84 drehbar ist. Mit diesen kann daher der gleiche Abblendvorgang auch von Hand bewirkt werden. überdies lässt sich durch den Einsteller der Filterschieber 68 über seinen normalen Verstellbereich hinaus anheben und dadurch eines der beiden Filter 76, 77 in den Aufnahmestrahlen- gang bringen.
Es können auch beliebige andere Filter vorgesehen werden. Man kann für den Abblendvor- gang Irisblenden, Schlitzblenden oder auch soge nannte Kammblenden mit keilförmigen, abwechselnd lichtdurchlässigen oder lichtundurchlässigen Flä chenteilen verwenden. Insbesondere können zwei gegeneinander bewegbare, gegebenenfalls schwenk bare, Blendenteile vorgesehen werden.
An der Platine 73 ist winkelrecht zu deren Ebene ein U-förmiger Bügel 85 der mit einer Drucktaste 86 versehen ist, verschiebbar geführt. Wenn man wäh rend des Abblendvorganges, nachdem der Filter schieber 68 durch die Kurvenscheibe 67 aus seiner Ausgangslage herausgehoben ist, die Taste 86 ein drückt, so nimmt der Bügel 85 den Schieber 68 ent gegen des Einflusses der Federn 74 mit und bringt ihn aus dem Bereich der Kurvenscheibe 67 heraus und kann seitlich an dieser vorbei durch die Feder 70 in die Ausgangslage nach Fig. 1 gezogen wer den. Der Schiebeweg des Schiebers 68 ist jedoch durch die Bundschrauben 72 derart begrenzt, dass in der Ausgangsstellung der Kurvenscheibe 67 die Nase 69 in einem Abstand von dieser Scheibe gehalten ist.
Wenn daher die Kurvenscheibe 67 bis in die Aus gangsstellung weiterläuft, so wird der Filterschieber 68 durch die Federn 74 soweit zurückgedrückt, dass seine Nase 69 wieder über die Kurvenscheibe 67 zu liegen kommt und bei einem erneuten überblendvor- gang angehoben wird.
Mit 87 ist ein drehbarer überblendeinsteller be zeichnet, der auf eine gehäusefeste Marke 88 einstell bar ist und auf einer Welle 89 sitzt, die mit einer Nocke 90 versehen ist. Der eine Endteil eines auf einer gehäusefesten Achse 91 schwenkbaren zwei armigen Hebels 92 wird durch eine Feder 93 kraft schlüssig an der Nocke 90 anliegend gehalten. Am anderen Endteil sitzt ein Stift 94, welcher in der Fig.6 dargestellten Abblendstellung in den Bewe gungsbereich einer am Filterschieber 68 sitzenden Nocke 95 hineinragt.
Durch den Stift 94 und die Nocke 95 wird daher der Filterschieber 68 selbsttätig aus dem Bereich der Kurvenscheibe 67 herausge- rückt, wenn der Abblendvorgang beendet ist. Da durch wird augenblicklich das Graukeilfilter 75 aus dem Aufnahmenstrahlengang 78 herausgeschoben.
Wenn man gemäss Fig. 5 als Ordinate einen Be lichtungswert oder eine reziproke Grösse eines Filter wertes über der Filmlänge als Abszisse aufträgt, so wird entlang dem Kurvenabschnitt A' abgeblendet und dann mit normaler Aufnahmehelligkeit weiterge filmt. Dreht man den überblendeinsteller 87 in die Stellung Ü für Überblenden, so schliesst sich nach Fig.4 an den Abschnitt A' ein Rückspulvorgang R über die gleiche Filmlänge und wieder bei Vorwärts förderung des Filmes ein Aufblendabschnitt A" an.
In dieser Stellung ist ebenso wie in der Schaltstellung Ab/Auf die Nocke 90 so weit gedreht, dass der Stift 94 aus dem Bewegungsbereich der Nocke 95 heraus gehalten ist.
In der letzteren Stellung sind dagegen durch eine weitere auf der Welle 89 sitzende Nocke 115 zwei starr miteinander verbundene Kontaktfedern 96, 97, die normalerweise an mit den Kontaktfedern 51, 52 verbundenen Kontaktfedern 98, 99 anliegen, an Kontaktfedern 100,<B>101</B> gelegt, die unmittelbar an die Batterie 57 angeschlossen sind und daher die Um schaltkontaktanordnung 50 bis 58 unwirksam machen. Der Film wird daher nach Beendigung des Abblendvorganges nicht zurückgespult, sondern ge- mäss Fig. 7 entsprechend dem Abschnitt V weiter- gefördert. Dieser Abschnitt V kann anschliessend aus dem Film herausgeschnitten werden.
Es lassen sich auch Teilstücke der Abschnitte<I>A'</I> und<I>A"</I> herausschneiden und dadurch eine vollständige Verdunklung des Wiedergabefeldes vermeiden. Wenn man überdies die Kontaktfedern 100 und 101 ganz weglässt, so wird während des Rückspulabschnittes der Kameramotor abgeschaltet. Hierzu genügt auch das Unterbrechen eines einzigen im Stromkreis dieses Motors vorgesehenen Kontaktes. Dadurch erhält man unmittelbar das nach Fig.7 nur auf Umwegen er reichte Diagramm gemäss Fig.8, wonach sich das Aufblenden unmittelbar an das Abblenden an- schliesst.
Ein Diagramm entsprechend Fig. 6 mit nur einem Aufblendvorgang kann schliesslich erhalten werden, wenn man die Steuervorrichtung mit dem Schieber S durch Betätigung der Einschalttaste 43a in der Stiftstellung 46a bei nicht betätigtem Kameraauslöser bis zum Beginn des Aufblendvorganges laufen lässt und erst dann den Kameraauslöser betätigt oder nach Drehen der Einschaltstange 43 um 180 in die Stift stellung 46b durch Drücken der Einschalttaste 43a den Auslösehebel 14 mitnimmt.
Im Prinzip ist es auch möglich, diese vierte Schaltmöglichkeit durch eine weitere Schaltstellung des überblendeinstellers 87 herbeizuführen, der gegebenenfalls verschiebbar gelagert sein und als Einschaltstange dienen kann.
Eine weitere am Schieber 5 vorgesehene Verzah nung Z3 greift in ein Ritzel 102 ein, das mit einem weiteren Ritzel <B>103</B> in Eingriff steht. Dieses ist mit einer im Sucherstrahlengang 104 angeordneten An zeigescheibe 105 starr verbunden. Mittels dieser Scheibe kann daher der Verlauf des Abblendvor- gangs im Sucher beobachtet und der geeignete Zeit punkt zur Betätigung der Taste 86 für eine Abblen dung nach Fig. 5 oder zur Betätigung des Auslösers gemäss Fig. 6 ausgewählt werden.
Gemäss Fig.1 sitzt auf der Achse eines Drehzahl einstellers 106 eine dem Segmentblatt 26 gegenüber liegende Kurvenscheibe 107. Zwischen dieser und dem Segmentblatt 26 ist ein winkelrecht zu letzterer angeordneter Riegelstift 108 längsverschiebbar ge führt und wird durch eine Druckfeder 109 in kraft schlüssiger Anlage an der Kurvenscheibe 107 gehal ten. Die Segmentplatte 26 ist so breit ausgebildet, dass der Stift nur in den beiden Endstellungen des Segmentblattes entgegen dem Einfluss der Feder 109 an diesem vorbeigeschoben werden kann. Dies ge schieht nur dann, wenn eine bestimmte Bildfrequenz z.
B. 16 pro Sekunde eingestellt ist. Es kann daher der Drehzahleinsteller nicht verstellt werden, wenn die Steuervorrichtung ihre Ausgangsstellung verlas sen hat. Andererseits kann die Steuervorrichtung nicht ablaufen, wenn eine von 16 abweichende Bild frequenz eingestellt ist.
Gemäss Fig.3 trägt der Drehzahleinsteller 106 ein Zahnrad 110. Ferner sitzt auf der Welle 66 eine Kurvenscheibe 111. Zwischen beiden ist mittels Stift- Schlitz-Verbindungen 112 ein Schieber<B>113</B> längs- verschiebbar geführt, der durch eine Feder 114 in kraftschlüssiger Anlage an der Kurvenscheibe 111 gehalten ist. Auf der dem Zahnrad 110 zugekehrten Seite weist der Schieber 113 eine Verzahnung 113a auf, die in das Zahnrad 110 eingerückt wird, sobald die Welle 66 ihre Ausgangsstellung verlassen hat und dadurch den Schieber 113 in die andere Endlage be wegt. Es kann somit bei jeder Bildfrequenz überblen det werden. Eine Änderung der Bildfrequenz wäh rend eines überblendvorganges ist aber ausgeschlos sen.
Abweichend von der Darstellung in der Zeich nung kann man z. B. anstelle des Schiebers S eine einzige Welle vorsehen, auf der verschiedene Steuer elemente angebracht sind. Anstatt einen Elektromo tor zu schalten, kann man auch Kupplungen für einen Federwerksmotor ein- und ausrücken. Man kann die Stellung von Blendenelementen unabhängig von der Stellung der Steuervorrichtung im Sucher anzeigen, Steuervorrichtungen durch einen Elektromotor oder ein Schrittschaltwerk antreiben, einen umschaltbaren Filmgreifer vorsehen oder auch zwei wechselweise schaltbare Greifer verwenden. Bei Verwendung elek trischer Antriebselemente kann ferner dafür gesorgt werden, dass diese in den Zwischenstellungen von ihrer Spannungsquelle abgeschaltet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kinokamera mit motorisch angetriebener Über blendvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom Kameramotor (12) unabhängige Antriebsvor richtung (21, 30, 31) vorgesehen ist, die eine die ein zelnen überblendvorgänge steuernde Steuervorrich tung (S, 66) antreibt. UNTERANSPRÜCHE 1. Kinokamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung meh rere Geschwindigkeitsstufen aufweist. 2. Kinokamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung ein Vorlaufwerk mit einer Feder (21) und einem an die Steuervorrichtung angeschlossenen Hemmwerk (30, 31) aufweist. 3.Kinokamera nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine überblend-Einschaltvorrichtung (43, 39) welche die Steuervorrichtung am Ende eines jeden überblend-Teilvorganges anhält. 4. Kinokamera nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die überblend-Einschaltvor- richtung eine auslösbare Federklinke (39) aufweist, die an einer durch Riegelaussparungen (36, 37, 38) unterbrochenen Kante (S1) eines Gliedes (S) der Steuervorrichtung anliegt, und dass eine zwischen überblend-Einschaltvorrichtung (43) und Auslöse vorrichtung (6, 13, 14) angeordnete lösbare Kupp lung (46, 14) vorgesehen ist,welche die eine Vorrich tung, bei Betätigung der anderen mitnimmt, wobei der überblend-Einschalter (43) drehbar und ver schiebbar gelagert ist und in einer Drehstellung mit einem Ansatz (46) hinter ein Glied (14) der Auslöse vorrichtung greift: 5. Kinokamera nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine zwischen der Steuervorrichtung und der Auslösevorrichtung vorgesehene Sperrvor richtung (K, 48), welche die Auslösevorrichtung nach Freigabe des Auslösers bis zum Ende eines über- blend-Teilvorganges in der Auslösestellung sperrt. 6.Kinokamera nach Unteranspruch 5, gekenn zeichnet durch eine an der Steuervorrichtung vorge sehene Kulissenplatte (K), die mit einem: Anschlag (48a) der Auslösevorrichtung zusammenarbeitet und Aussparungen (K1, K2) aufweist, in welche der An schlag (48a) am Ende eines überblend-Teilvorganges eintreten kann, wobei der Anschlag (48a) an einer federbelasteten Schaltwippe (48) angebracht ist und die Kulissenplatte (K) wenigstens eine Ableitschräge (K5) aufweist, durch welche die Schaltwippe (48) bei Bewegung der Steuervorrichtung und nicht betätigter Auslösevorrichtung entgegen dem Einfluss ihrer Feder (49)zur Seite gelenkt wird, ohne die Auslöse vorrichtung (16; 13, 14) zu beeinflussen, wobei ferner die Kulissenplatte (K) an ihren beiden Enden mit je einer Ableitschräge (K4, K5) versehen ist, die durch eine kontinuierlich verlaufende z. B. lineare Seiten kante (K3) verbunden sind. 7. Kinokamera nach Unteranspruch 4 und 6, da durch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Teilun gen (b) der Kanten, welche die Abschaltung des Kameratriebwerkes steuern, um einen Umschalt überweg (a-b) kleiner ausgebildet sind als die Teilun gen (a) derjenigen Kanten, die das Anhalten der Steu ervorrichtung steuern.B. Kinokamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung mit einer Schaltvorrichtung (S4, 50-58) versehen ist, welche die Filmantriebsrichtung zur Rückspulung des Filmes umkehrt und weitere Steuermittel (59, 60) für eine zusätzliche Lichtsicherung des Filmes während des Rückspulvorganges vorgesehen sind. 9.Kinokamera nach Unteranspruch 8, gekenn zeichnet durch einen von der Steuervorrichtung betä- tigbaren Kontakt (59, 60) einer photoelektrischen Blendenregelvorrichtung (61-64), der diese bei Betä tigung so beeinflusst, dass die photoelektrisch gere gelte Blende geschlossen wird, wobei die Schaltvor richtung einen Wechselschalter (50-58) zur Um@ Steuerung des Kameramotors (12) und ferner einen dem Photowiderstand (61) einer photoelektrischen Regelvorrichtung parallelliegenden Arbeitskontakt (59, 60) aufweist. 10.Kinokamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung mit einer z. B. im Sucher angeordneten Anzeigevorrichtung (105) gekuppelt ist, welche den Ablauf des über- blendvorganges sichtbar macht. 11. Kinokamera nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine zwischen der Steuervorrichtung und einem Bildfrequenzwähler (106) wirksame Rie gelvorrichtung (107-114). 12. Kinokamera nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelvorrichtung einen Riegel (108) aufweist, der durch eine Feder (109) an einer mit dem Bildfrequenzwähler (106) verbundenen Kurve (107) anliegt und nur dann aus dem Bereich einer z.B. segmentförmigen Sperrplatte (26) der Steuervorrichtung gelangt, wenn der Bildfrequenz wähler auf eine bestimmte von mehreren Bildfre quenzen eingestellt ist. 13. Kinokamera nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass. ein Riegel (113) durch eine Feder (114) kraftschlüssig an einer Kurve (111) der Steuervorrichtung gehalten ist und eine Verzahnung (113a) aufweist, die in ein mit dem Bildfrequenz wähler verbundenes Zahnrad (110) eingreift, sobald die Steuervorrichtung (66) ihre Ausgangsstellung ver lassen hat (Fig. 3). 14.Kinokamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Tastelement (69) einer für die Überblendung verwendeten Abblendvorrichtung (68) durch eine Stehfeder (70) kraftschlüssig an einer Kurvenscheibe (67) der Steuervorrichtung gehalten und unabhängig von dieser Kurvenscheibe durch wenigstens einen Handeinsteller (84) mittels einer Anschlagkupplung (79, 68a) verstellbar ist. 15. Kinokamera nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Abblendvorrichtung einen Filterschieber (68) mit einem Graukeilfilter und min destens einem von Hand einrückbaren Filter, z. B.einem Farbfilter (76) aufweist. 16. Kinokamera nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung zwi schen der Steuervorrichtung (S, 66, 67) und einem Abblendorgan (75) zwecks Unterbrechung des über blendvorganges abschaltbar ausgebildet ist 17.Kinokamera nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (68) des Tastele- mentes (69) der Abblendvorrichtung von Hand ent gegen dem Einfluss mindestens einer Feder (74) quer zur Ebene der Kurvenscheibe (67) bewegbar ange ordnet ist und der Verstellweg des Tastelementes in Wirkungsrichtung der Stellfeder (74) durch einen An schlag (72) begrenzt ist, der es in der Ausgangsstel lung der Steuervorrichtung in einem Abstand von der Kurvenscheibe (67) hält. 18.Kinokamera nach Unteranspruch 17, gekenn zeichnet durch einen im Kameragehäuse quer zur Ebene der Kurvenscheibe geführten, unmittelbar auf den Träger (68) des Tastelementes einwirkenden Handschieber (85), wobei am Tastelementträger (68) eine Nocke (95) angeordnet ist und ein durch einen Handeinsteller (87) in die Bewegungsbahn der Nocke (95) bewegbarer Anschlag (94) vorgesehen ist, der den Tastelementträger (68) beim Auflaufen der Nocke auf den Anschlag zur Seite drückt und dass der Handeinsteller (87) eine Stellung überblenden aufweist, in welcher der Anschlag (94) ausgerückt ist, ferner eine Stellung Abblenden ,in welcher der Anschlag eingerückt ist, und ausserdem eine Stellung Aufblenden , in welcher die Schaltvorrichtung (S4, r0-58) zur Änderung der Filmförderrichtung abge schaltet ist. 19. Kinokamera nach Unteranspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Schaltwelle (89) des Handeinstellers (87) eine Nocke (115) angeordnet ist, die einen Ausschalter oder einen zwischen dem Kameramotor einerseits und der Schaltvorrichtung und der Stromquelle andererseits liegenden Umschal ter (96-101) betätigt.
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