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CH411212A - Verfahren zur Herstellung von Leder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Leder

Info

Publication number
CH411212A
CH411212A CH1214461A CH1214461A CH411212A CH 411212 A CH411212 A CH 411212A CH 1214461 A CH1214461 A CH 1214461A CH 1214461 A CH1214461 A CH 1214461A CH 411212 A CH411212 A CH 411212A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
chromium
tanning
sulfate
undissolved
mol
Prior art date
Application number
CH1214461A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Dr Spahrkaes
Gustav Dr Mauthe
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEF32434A external-priority patent/DE1230170B/de
Priority claimed from DE1961F0033624 external-priority patent/DE1241032B/de
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Publication of CH411212A publication Critical patent/CH411212A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning
    • C14C3/06Mineral tanning using chromium compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


      Verfahren        zur    Herstellung von Leder    Die     Gerbung    mit basischen Sulfaten des     3-werti-          gen    Chroms     vollzieht    sich üblicherweise nach folgen  dem Verfahren:

    Nach dem     Pickeln    wird die     Angerbung    mit klein  teiligen, niedrig basischen Chrombrühen vorgenom  men, danach erfolgt Abstumpfen mit Alkalien (Soda,       Natrium-bicarbonat,        Natriumsulfit    und dergleichen)  zur Erhöhung der     Basizität    und damit der     Teilchen-          grösse    und     Adstringenz.    Schliesslich folgt die Neutra  lisation des gefalzten Leders und anschliessend die  weiteren üblichen Arbeitsgänge.  



  Die Erhöhung der     Basizität    der     Gerbung    ist ein  besonders gefahrvoller Arbeitsgang. Der Prozess er  fordert besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit (s.       Gustavson,    Handbuch     Grassmann-Bergmann,        Bd.     1I/2, Seite 208/209). Auch die sogenannte Neutralisa  tion des Chromleders     erfordert    grösste Sorgfalt, da  sie wie das Abstumpfen Narbenbild und Narbenfe  stigkeit beeinflusst.  



  Es war bisher kein Verfahren     bekannt,    die       Chromgerbung    ohne Qualitätseinbusse am Fertigpro  dukt auf einfachere Weise, insbesondere unter Weg  fall der Abstumpfung und der Neutralisation, durch  zuführen. Ein Ersatz der Abstumpfung durch Ver  wendung hochbasischer Brühen im zweiten Stadium  der     Gerbung    bedeutet lediglich eine Verlegung des       Abstumpfens    aus der     Gerbung    in die     Basischstellung     eines Teils der Stammbrühe und ist damit kein echter  Vorteil.

   Insbesondere kam auch eine Verwendung  hochbasischer Brühen schon im Stadium der Anger  bung nicht in Betracht (über diese Nachteile s.     Stat-          her        Gerbereichemie    und     Gerbereitechnologie    (1957)  Seite 445). Der Pickel, der das     Blössenmaterial    sau  erstellt, bewirkt endlich ebenfalls eine     Basizitätsver-          ringerung    bei der     Angerbung,    die im weiteren Verlauf    der     Gerbung    durch Abstumpfen wieder aufgehoben  werden muss.  



  Es wurde nun gefunden, dass     überraschender-          weise    die Abstumpfung sowie die     Neutralisation    des  Chromleders, unter Umständen auch das     Pickeln    der  Häute, überflüssig wird und dass man somit ohne  diese Nachteile Leder mit pulverförmigen     Chrom-          (III)-Sulfatverbindungen    bzw.     hochkonzentrierten          Chrom-(III)-Sulfatlaugen    mit einem.

   Mindestgehalt  von 15      /o    Chromoxyd, die     koordinativ    gebundene  organische Säurereste von Mono-,     Di-    und     Oxycar-          bonsäuren    enthalten, herstellen kann, indem die       Gerbmittel    in ungelöstem bzw. unverdünntem Zu  stand den tierischen Blössen bzw. Ledern mit oder  ohne     Gerbflotte    zugesetzt werden und wenn die  Menge der     koordinativ    gebundenen organischen Säu  rereste so eingestellt ist, dass der zu Beginn der Ger  bung vorliegende starke     Maskierungseffekt    während  des     Gerbverlaufes    praktisch vollständig verschwin  det.  



  Es wurde nämlich gefunden, dass derartige  Chromverbindungen zunächst eine extrem starke       Maskierungswirkung    besitzen, wenn sie in hochkon  zentrierter Form als     eingedickte    Chromlaugen bzw.  als pulverförmige, vorsichtig getrocknete Chrompro  dukte     beim        Gerbprozess    eingesetzt werden.

   Diese       Chromkomplexverbindungen    besitzen, wie ebenfalls  gefunden wurde, bei der angegebenen Anwendungs  weise die Eigenschaft, durch die Gegenwart des Was  sers der Blössen bzw. der zugesetzten     Gerbflotten     sich im Verlauf des     Gerbprozesses        umzuwandeln,     wobei allmählich die ursprünglich stark maskierende  Wirkung verschwindet und     vollgerbaktive    Chromver  bindungen gebildet werden.

   Der wichtigste Faktor  dieses Verfahrens ist die Stetigkeit, mit der die Gerb-           aktivität        zunimmt.    Die Geschwindigkeit dieses steti  gen Vorganges ist durch die Temperatur und durch  die Menge des zugesetzten Wassers     reglbar.        Ausser-          dem    kann noch durch die Beimischung von     alkalisch     reagierenden Stoffen wie Soda,     Natriumbicarbonat,          Natriumsulfit    usw. zu den pulverförmigen Chromver  bindungen der spätere     Umwandlungsprozess    während  des     Gerbablaufes    beschleunigt werden.  



  Man erzielt nach diesem erfindungsgemässen  Verfahren eine sehr schnelle Diffusion der zunächst  stark     maskierten        Chromkomplexverbindungen    durch  die Haut bzw. das Leder. Durch die automatisch stei  gende Zunahme der     Gerbwirkung    der Chromverbin  dungen während des     Gerbablaufes    werden die Nach  teile, die bei den herkömmlichen Verfahren durch  das übliche Abstumpfen entstehen, ausgeschaltet. Die       Gerbungen    lassen sich selbst sehr hochbasisch von  Beginn an führen, ohne dass die vom     Gerbereiprakti-          ker        erwarteten        Nachteile,    wie z. B.

   Chromflecken an  der Lederoberfläche, auftreten, so dass die übliche  Neutralisation nach der     Chromgerbung    überflüssig  wird. Durch geeignete Führung des     Gerbprozesses     (Temperatur,     Basizitätseinstellung)    können deshalb in       aussergewöhnlich    kurzen     Gerbzeiten    sehr hohe  Chrommengen im Leder aufgenommen und gebun  den werden. Ferner erzielt man nach dem     erfin-          dungsgemässen    Verfahren eine überraschend gute  Chromverteilung im Leder.  



  So erhält man durch die erfindungsgemässe Ger  bung bei völliger oder teilweiser Einsparung von  sonst üblichen Arbeitsprozessen, wie Pickel, Ab  stumpfung und Neutralisation, Chromleder mit her  vorragenden Eigenschaften, wie vollem, weichem       Griff    und ausgezeichneter Glätte, Narbenbeschaffen  heit und Narbenfestigkeit.  



  Es ist schon bekannt, dass eine     Gerbung    bei Ein  satz von     pulverförmigen        Chromsulfatverbindungen          Vorteile    gegenüber den herkömmlichen     Gerbungen     mit     Chromstammlösungen    bietet (s. H.     Spahrkäs    und  H. Schmid, Bemerkungen zur Anwendung     gerbferti-          ger    Chromprodukte, Zeitschrift  Das Leder  10  Nr. 7, Seite 145, 1959). Nach diesem Verfahren las  sen sich jedoch die oben beschriebenen     Gerbeffekte     nicht erzielen, da die dabei auftretende Maskierungs  wirkung zu Beginn der     Gerbung    nicht ausreicht.

    



  Der grosse Unterschied zwischen den bekannten  und dem neu aufgezeigten Verfahren soll am Beispiel  der     Acetatmaskierung    näher erläutert werden:  Es ist zwar schon bekannt, dass der     Acetatrest    zu  den sehr leicht komplexbildenden Säureresten zählt.  Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis wurde  aber die Ansicht vertreten, dass bei der     Gerbung    mit       acetatmaskierten        Chromsulfatstammlösungen    leere,  flache und     härtliche    Leder resultieren.

   Bereits bei  geringer Überdosierung (ab 0,3     Mol    Acetat pro     Mol/-          Chrom    und aufwärts) weisen derartige Chrombrühen  den Charakter übermaskierter Chromlösungen auf,  den diese - im Gegensatz zu den Verbindungen des  neu aufgezeigten Verfahrens - auch bei der Alterung  in der Verdünnung durch die     Gerbflotte    beibehalten.

           Andererseits    sind minimale     Acetatzusätze    (unter 0,3       Mol    Acetat pro     Mol/Chrom)    beim üblichen     Gerbver-          fahren    praktisch wirkungslos, da sich derartige  Chrombrühen vom Charakter     unmaskierter    Chrom  brühen kaum unterscheiden.

   Eine für die Praxis  brauchbare     Acetatdosierung    auf der Basis von       Chromstammlösungen    lässt sich dabei kaum verwirk  lichen, weil schon geringfügige Abweichungen in der  Konzentration, Temperatur, Alterung usw. zu starken  Schwankungen im Maskierungsgrad führen und den       Gerbprozess    nachteilig beeinflussen.

   Am einfachsten  lässt sich der grosse Unterschied zwischen den be  kannten und dem neu aufgezeigten Verfahren an       Fig.    I veranschaulichen:  Die senkrechte Achse der Schaubilder gibt die       Ausflockungspunkte        in        %        Basizität        (A)        wieder,        die     waagerechte Achse (B) die Alterung in Stunden.  



  In diesem Schaubild stellen dar: die Kurve 1 eine       praxisübliche        Chromsulfatstammlösung        (6        %        Cr2O3;          33        %        Basizität);        die        Kurve    2     eine        Chromsulfatstamm-          lösung    wie 1, jedoch mit 0,2     Mol        Natriumacetat/          Chrom        aufgekocht;

          die        Kurve    3     eine        auf        18        %        Cr203          eingedickte        Chromsulfatlauge        von        33        %        Basizität        mit     0,2     Mol        Natriumacetat/Chrom    versetzt und mild ge  trocknet und die Kurve 4 ein     Chromsulfatprodukt     wie 3, jedoch ohne     Natriumacetatzusatz.     



  Die     Ausflockungspunkte    sind in Prozent     Basizität     nach kaltem Lösen bzw. Verdünnen auf 2,6 0/0  Chromoxyd in verschiedenen     Alterungsstufen    bei       Titration    von 100 ml Chromlösung mit 3     n-Soda    er  mittelt worden.     Die        Alterungstemperatur    beträgt  30 C. Die     Titrationsgeschwindigkeit    war 2     ml    Zulauf  in 15 Sekunden.

      Die Kurve 1 stellt den Typus einer praxisübli  chen,     unmaskierten        Chromsulfatstammlösung    von       33        %        Basizität        dar.        Die        Kurve    2     zeigt        eine        mit        0,

  2          Mol        Acetat/Chrom    gekochte     Chromsulfatstammlö-          sung.    Beide Kurven weisen später bei der Alterung  den gleichen Kurvencharakter auf und unterscheiden  sich im     Ausflockungspunkt    nur unwesentlich.

   Grund  sätzlich anders jedoch ist der Verlauf der Kurve 3,  der ebenfalls eine mit 0,2     Mol        Acetat/Chrom    ver  setzte     Chromsulfatlösung    darstellt, die jedoch vor der       Alterung        einen        Gehalt        von        18        %        Chromoxyd        einge-          dickt    bzw.

   anschliessend noch durch milde     Trock-          nung        auf        25        %        Chromoxyd        konzentriert        worden        war.     Im Gegensatz zu den Chromverbindungen der Kurve  1 und 2 weisen die Chromverbindungen der Kurve 3  zu Beginn der Alterung eine extrem starke Maskie  rung auf, die während der Alterung kontinuierlich  abnimmt und nach einigen Stunden völlig verschwin  det.

   Kurve 4 zeigt den Effekt einer reinen     Sulfatmas-          kierung    (ohne     Acetateinbau),    der Verlauf hat Ähn  lichkeit mit dem der Kurve 3. Doch wird die überra  schende Tatsache deutlich, dass hier die bei üblichen  Systemen (Kurve 2) praktisch wirkungslose Acetat  menge eine bedeutende Verstärkung der Anfangs  maskierung bewirkt, bei gleichem Endzustand nach 6  Stunden.      Es ist, wie weiter gefunden wurde, für jeden mas  kierenden Säurerest oder jede Kombination derarti  ger Säurereste die für den genannten     Gerbverlauf     notwendige optimale Menge ein typischer Wert, der  von der vorher angegebenen optimalen     Acetatmenge     wesentlich abweichen kann.  



  Neben     Monocarbonsäuren    wie z. B. Essigsäure  eignen sich für den erfindungsgemässen Zweck     Di-          und        Oxycarbonsäuren.    Insbesondere geeignet sind  die freien Säuren bzw. die Salze der Essigsäure,  Ameisensäure,     Oxalsäure,        Glykolsäure    und     Sulfo-          phthalsäure.     



  Die     Fig.2    zeigt die oben erwähnten Mengenun  terschiede am Beispiel der     Formiatmaskierung    im  Vergleich zur     Acetatmaskierung.    Die Kurve 1. zeigt  den gewünschten Typus einer mit 0,2     Mol    Acetat/  Chrom     versetzten        Chromsulfatlösung,

      die auf einen       Gehalt        von        18        %        Chromoxyd        eingedickt        bzw.        durch          milde        Trocknung        auf        ca.        25        %        Chromoxyd        konzen-          triert    worden war.

   Im Gegensatz zu der Kurve 1 hat  die Kurve 2, die eine mit 0,2     Mol        Formiat/Chrom          versetzte    analoge     Chromsulfatlösung    zeigt, einen we  sentlich flacheren Kurvenverlauf. Um die gewünschte  hohe Anfangsmaskierung auch bei     Formiat    zu er  reichen, bedarf es wesentlich grösserer Mengen, wie  es die Kurve 3 mit einem Zusatz von 0,6     Mol          Formiat/Chrom    veranschaulicht.

   Eine Erhöhung der       Formiatmenge    um weitere 0,4     Mol/Chrom    auf 1,0       Mol/Chrom    dagegen führt bereits zu übermaskierten  Chromverbindungen, die nicht mehr durch     Titration          erfasst    werden können und im Verlauf des     Gerbpro-          zesses    nicht zur Bildung     vollgerbaktiver    Verbindun  gen führen.  



  In dem Schaubild 2 stellt dar, die Kurve 1 eine       auf        18        %        Cr20g        eingedickte        Chromsulfatlauge        von          33        %        Basizität        mit        0,2        Mol        Natriumacetat/Chrom     versetzt und mild getrocknet (identisch mit der Kurve  3 des Schaubildes 1);

   die Kurve 2 ein Chromsulfat  produkt wie 1, jedoch mit Zusatz von 0,2     Mol        Natri-          umformiat/Chrom    und die Kurve 3 ein     Chromsulfat-          produkt    wie 1, jedoch mit Zusatz von 0,6     Mol        Natri-          umformiat/Chrom.     



  Die für das erfindungsgemässe Verfahren erfor  derlichen     Chrom-(III)-Komplexverbindungen    werden  am einfachsten hergestellt, indem man die auf     minde-          stens        einen        Gehalt        von        15        %        Chromoxyd        eingedick-          ten        Chrom-(III)-Sulfatlaugen    mit den Säuren bzw.

    deren     Alkalisalzen    bei erhöhter Temperatur zur  Reaktion bringt oder die mit den angegebenen Men  gen Maskierungsmittel versetzten Chromlaugen   sofern es sich um pulverförmige Produkte handelt   unter milden Bedingungen trocknet.  



  Das neue     Gerbverfahren    ist sowohl für die Voll  chromgerbung von Blössen als auch für     Chromvor-          gerbungen    für kombiniert zu gerbende Leder und für       Nachgerbungen,    auch in Kombination mit anderen       Nachgerbemitteln    wertvoll.  



  <I>Beispiel 1</I>  100     Gew.        TI,    Kalbsblösse werden nach den für    Oberleder üblichen Vorarbeiten (Äschern,     Entkäl-          ken,    Beizen) im     Gerbfass    ohne Pickel mit 100       Gew.        T1.    Wasser und 12     Gew.        T1.    mit einem der wei  ter unten beschriebenen mild getrockneten Chrom  komplexgerbstoffe 6 Stunden     gewalkt.    Diese Gerb  stoffe werden ungelöst in einer Rate der     Gerbflotte     zugesetzt.

   Der bei der     Chromgerbung    übliche     Ab-          stumpfungsprozess    entfällt. Die Leder werden nach  der     Gerbung    auf dem Bock gelagert und weiterverar  beitet.  



  Zusammensetzung der für die     Gerbung    verwen  deten     Chromkomplexgerbstoffe:          100        Gew.        T1.        einer        auf        18        %        Chromoxydgehalt          eingedickten        Chrom-(III)-Sulfatlauge        von        33        %        Basi-          zität        Schorlemmer    wurden bei 80  C unter Rühren  mit  a)

   4     Gew.        Tl.        Natriumacetat,    wasserfrei, oder  b) 10     Gew.        T1.        Natriumformiat,    oder  c) 13     Gew.        Tl.        Natriumoxalat,    oder       d)    6     Gew.        T1.        Glykolsäure        (70        %ig        mit        2,

  2          Gew.        T1.        Natriumhydroxyd    neutralisiert), oder  e) 11     Gew.        T1.        sulfophthalsaurem        Kalium,    oder  f) einer     Mischung    von 4     Gew.        T1.        Natriumoxalat     und 2     Gew.        T1.        Natriumacetat,        wasserfrei,    versetzt.  



  Die nach mehrstündiger Reaktion entstehenden       Chromkomplexgerbstoffe    werden mild getrocknet.  <I>Beispiel 2</I>  Es wird, wie in Beispiel la),     1b),        1c),        1d),        1e)    oder       1f)    angegeben, gearbeitet, jedoch unter Zusatz von 18       Gew.        T1.    der     unverdünnten,    nicht sprühgetrockneten       Chromkomplexlauge    zu den Kalbsblössen.  



  Es wird ein Leder vergleichbarer Qualität, wie       vorbeschrieben    erhalten.  



  <I>Beispiel 3</I>  100     Gew.        T1.        Kalbsblösse    werden nach den für  Oberleder üblichen Vorarbeiten (Äschern,     Entkäl-          ken,    Beizen,     Pickeln)    im     Gerbfass    mit 100     Gew.        T1.     Wasser und jeweils 14     Gew.        T1.    der unten beschrie  benen mild getrockneten     Chromkomplexgerbstoffe    6  Stunden     gewalkt.    Diese     Gerbstoffe    werden ungelöst  in einer Rate der     Gerbflotte    zugesetzt.

   Die Leder  werden nach der     Gerbung    auf dem Bock gelagert und  ohne Abstumpfung und Neutralisation weiterverar  beitet.  



  Die     Zusammensetzung    der für die     Gerbung    ver  wendeten     Chromkomplexgerbstoffe    ist wie unter l a),  1b),     1c),        1d),    oder     1f)    beschrieben. Es werden jedoch  auf 100     Gew.        Tl.    der     sprühgetrockneten        Gerbstoffe     16     Gew.        T1.        calz.    Soda     untergemischt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Leder mit pulver förmigen Chrom-(III)-Sulfatverbindungen bzw. hoch konzentrierten Chrom-(IH)-Sulfatlaugen mit einem Mindestgehalt von 15 % Chromoxyd, die koordinativ gebundene organische Säurereste von Mono-, Di- und Oxycarbonsäuren enthalten, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gerbmittel in ungelöstem bzw.
    un- verdünntem Zustand den tierischen Blössen bzw. Ledern mit oder ohne Gerbflotte zugesetzt werden und dass die Menge der koordinativ gebundenen organischen Säurereste so eingestellt ist, dass der zu Beginn der Gerbung vorliegende starke Maskierungs effekt während des Gerbverlaufes praktisch vollstän dig verschwindet. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass je nach Art des Säurerestes bis zu 0,8 Mol dieser organischen Säurereste pro Mol Chrom angewandt werden, und die Gerbmittel in un gelöstem bzw. unverdünntem Zustand den tierischen Blössen bzw. Ledern mit oder ohne Gerbflotte zu gesetzt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Chrom-(III)-Sulfatverbindun- gen bzw. Chrom-(III)-Sulfatlaugen koordinativ ge bundene Acetatreste bis zu 0,3 Mol pro Mol Chrom enthalten und die Gerbmittel im ungelösten bzw. un verdünnten Zustand den tierischen Blössen bzw. Ledern mit und ohne Gerbflotte zugesetzt werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch oder Unteran sprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten pulverförmigen Verbindungen mit Ab stumpfungsmitteln, z. B. mit Natriumcarbonat, Natri- umbicarbonat, Natriumsulfit, gemischt und, auf 30-80 % Basizität eingestellt, angewandt werden.
CH1214461A 1960-10-28 1961-10-20 Verfahren zur Herstellung von Leder CH411212A (de)

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