CH391126A - Dauermagnetische Spannvorrichtung - Google Patents
Dauermagnetische SpannvorrichtungInfo
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Description
Dauermagnetische Spannvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine dauermagne tische Spannvorrichtung mit ausschaltbarer Haft kraft zum Festhalten von und an magnetisierbaren Gegenständen, mit einem wenigstens eine Spann fläche aufweisenden, in mindestens zwei zueinander entgegengesetzt magnetisierbare Polfelder unterteilten Polgehäuse, das in einer Bohrung einen drehbaren, quer zu seiner Längsachse polarisierten Dauermagne ten enthält, dessen Polflächen zylindrisch gewölbt sind und an der Bohrungswand des Polgehäuses anliegen, während die in der neutralen Zone liegenden Seitenflächen des Dauermagneten der Bohrungswand mit Abstand gegenüberstehen.
Die Dauermagnete bei bekannten Spannvorrich tungen dieser Art enthalten Aluminium-Nickel- oder Aluminium-Nickel-Kobalt-Zusätze und werden in zylindrischer Form gegossen. Da sie zur Vermeidung eines die Haftkraft vermindernden Luftspaltes zwi schen ihren Polflächen und der Bohrungswand des Polgehäuses an ihren Polflächen auf den erforderli chen Durchmesser geschliffen werden müssen, für den Schleifvorgang jedoch keine Zentrierbohrungen angebracht werden können, kann man die an ihren Seitenflächen in der späteren neutralen Zone liegen den Abflachungen erst nach dem Schleifen der Polflächen anbringen.
Dieses nachträgliche Abschlei fen ist jedoch sehr kostspielig, weil es wegen der grossen abzutragenden Werkstoffmenge viel Arbeits zeit und einen erheblichen Schleifmittelaufwand er fordert.
Eine wesentlich einfachere Herstellung ergibt sich bei einer Spannvorrichtung der eingagns beschriebe nen Art, wenn gemäss der Erfindung der Dauer magnet an seinen die Abflachungen aufweisenden Seitenflächen quer zur Drehachse abstehende, schmale Rippen trägt, deren Stirnflächen zusammen mit den Polflächen auf einem gemeinsamen Zylinder mantel liegen. In diesem Fall ist es möglich, die Rippen samt den zwischen ihnen liegenden Ausspa rungen bereits beim Giessen des Magnetkerns durch geeignete Giessformen zu erzeugen.
Die Rippen ge statten dann das Beschleifen des Magnetkerns auf üblichen, ohne Zentrierspitzen arbeitenden Schleif maschinen. Der Schleifvorgang wird durch die Rip pen wesentlich erleichtert. Ein weiterer Vorteil er gibt sich bei der vorgeschlagenen Anordnung da durch, dass die Rippen mit ihren Stirnflächen an der Bohrungswand des Polgehäuses anliegen und dabei auch dann eine leichte Drehbeweglichkeit des Dauer magneten in der Gehäusebohrung sicherstellen, wenn die Aussparungen zwischen den Rippen zur Ver minderung des Werkstoffaufwandes verhältnismässig tief gemacht werden.
Die Erfindung ist nachstehend an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel, einem als Träger einer Messuhr geeigneten Dauermagnet fuss, näher beschrieben und erläutert.
Es zeigt: Fig. 1 den Magnetfuss im Längsschnitt nach dem gebrochenen Linienzug 1-I in Fig. 2, Fig. 2 im Querschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 ebenfalls im Querschnitt und in raum bildlicher Darstellung bei eingeschalteter Haftkraft, Fig. 4 bei ausgeschalteter Haftkraft seines Dauer magneten und Fig. 5 den Dauermagneten des Magnetfusses in raumbildlicher Darstellung.
Der Magnetfuss enthält in seinem einteilig aus Weicheisen hergestellten Polgehäuse 10 eine durch gehende Längsbohrung 11, die den in Fig. 5 näher dargestellten Dauermagneten 12 aufnimmt. Dieser besteht aus einer Stahllegierung mit Aluminium- Nickel-Kobalt-Zusätzen und hat zwei zylinderförmig beschliffene Polflächen 13 und 14, von denen die eine den magnetischen Nordpol, die andere den Südpol des Magneten bildet. Dieser ist daher quer zu seiner Längsachse polarisiert.
Wie die Fig. 2 und 3 besser erkennen lassen, ist das Polgehäuse durch zwei mit der Achse der Bohrung 11 in einer gemeinsamen Ebene liegende Einschnitte 15 und 16 so unterteilt, dass die hier durch entstehenden Gehäusehälften jeweils nur durch einen dünnen Steg 17 und 18 miteinander in Verbin dung stehen.
Wenn der Dauermagnet mit seiner Polarisationsebene quer zur Schnittebene der Trenn fugen 15 und 16 in die in Fig. 3 dargestellte Stellung gebracht wird, gelangt die zur rechten Gehäusehälfte gehörende Spannfläche 20 und die ihr gegenüberliegende Aufstellfläche 21 mit dem Nordpol des Magneten in Verbindung und wird daher entgegengesetzt zu der zur anderen Gehäusehälfte gehörenden Spannfläche 22 bzw. der Aufstellfläche 23 magnetisiert.
Dann wird der auf eine ferromagne- tische Unterlage 25 gestellte Magnetfuss durch den bei 0 angedeuteten Magnetfluss auf der Unterlage festgehalten und kann ausserdem zum Festhalten von auf die Spannflächen 20 und 22 aufgelegten magnetisierbaren Werkstücken dienen. Zum Aus schalten der Haftkraft muss der Magnet 12 um 90 in die in Fig. 4 dargestellte Stellung gebracht wer den, bei der beide Polflächen an der zur gleichen Polgehäusehälfte gehörenden Zone der Bohrungs wand anliegen. Dadurch wird der magnetische Kraft fluss durch Kurzschluss über die Polgehäusehälften von den Spannflächen abgeleitet.
Um in der Einschaltstellung eine möglichst grosse Haftkraft zu erhalten, müssen nicht nur die zwischen den Einschnitten 15 und 16 und der Bohrung 11 verbleibenden Stege 17 und 18 zwischen den Pol gehäusehälften möglichst niedrig gehalten werden, sondern auch die Seitenflächen des Magneten an der zwischen den Polflächen 13 und 14 liegenden neutralen Zone so weit abgeflacht werden, dass zwischen der neutralen Zone und der Bohrungswand ein wirksamer Luftspalt verbleibt.
Damit trotz der hierfür erforderlichen Abflachungen das Beschleifen der Polflächen 13 und 14 auf üblichen Centerless- Schleifmaschinen möglich ist, sollen nach dem Vor schlag der Erfindung an jeder Seitenfläche des Magnetkerns senkrecht zu dessen Drehachse ab stehende schmale Rippen 26 bzw. 27 vorgesehen sein, die zusammen mit den zwischen ihnen liegenden Aussparungen 28 beim Giessen des Magnetkerns durch Wahl geeigneter Giessformen erzeugt sind.
Diese Rippen ergeben die notwendige Führung des Kerns beim Beschleifen der Polflächen und liegen mit diesen Polflächen auf einem gemeinsamen Zylindermantel, dessen Durchmesser gegenüber dem Bohrungsdurchmesser nur um so viel kleiner ist, dass sich der Magnetkern in der Bohrung ohne merkliches Spiel drehen lässt. Da die Rippen 26 und 27 nur eine geringe Dicke haben, während die zwischen ihnen liegenden Aussparungen 28 wesent lich breiter sind, kann sich nur ein sehr geringer Streufluss zwischen den Polflächen 13 und 14 ein stellen, so dass die Haftkraft des Magneten praktisch nicht geschwächt wird.
Zum Drehen, des Magneten 12 ist an einer seiner beiden Stirnseiten ein aus paramagnetischem Werk stoff bestehender Knebel 30 vorgesehen, der ein- stückig mit einer Scheibe 31 verbunden ist. Diese trägt an ihrer der Stirnseite des Magneten zugekehrten Rückseite zwei angeformte Zapfen 32 und 33, die in beim Giessen des Magneten ausgesparte Sack löcher 34 und 35 eingreifen und dort mit nicht dargestellten Klebemitteln festgeklebt sind.
Die den Knebel 30 tragende Scheibe 31 wird in ihrer in Fig. 1 dargestellten Lage durch einen eingepressten Messingring 36 fesgehalten und bildet eines der beiden axialen Widerlager für den Magneten 12. An seiner anderen Stirnseite wird der Magnet durch eine Messingniete 37 geführt, die in einer ebenfalls aus Messing bestehenden, in eine Ringschulter 38 des Polgehäuses eingepressten Scheibe 39 sitzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dauermagnetische Spannvorrichtung mit aus schaltbarer Haftkraft zum Festhalten von und an magnetisierbaren Gegenständen, mit einem wenig stens eine Spannfläche aufweisenden, in mindestens zwei zueinander entgegengesetzt magnetisierbare Pol felder unterteilten Polgehäuse, das in einer Bohrung einen drehbaren, quer zu seiner Längsachse polari sierten Dauermagneten enthält, dessen Polflächen zylindrisch gewölbt sind und an der Bohrungswand des Polgehäuses anliegen, während die in der neutra len .Zone liegenden Seitenflächen des Dauermagneten der Bohrungswand mit Abstand gegenüberstehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Dauermagnet (12) an seinen Seitenflächen quer zur Drehachse abstehen de, schmale Rippen (26, 27) trägt,deren Stirnflächen zusammen mit den Polflächen auf einem gemein samen Zylindermantel liegen. UNTERANSPRÜCHE 1. Spannvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Rippen (26, 27) samt den zwischen ihnen liegenden Aussparungen (28) beim Giessen des Magnetkerns erzeugt sind. 2. Spannvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Stirnseite des Magneten (12) ein zum Drehen des Magneten dienender Knebel (30) aus nicht- magnetisierbarem Werkstoff vorgesehen ist, der mindestens einen gegen den Magneten abstehenden Ansatz (32, 33) trägt und mit diesem in einer passenden Aussparung (34, 35) an der Magnet stirnseite verklebt ist.
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