Photographische Kamera mit selbsttätiger Blendeneinstellung Die Erfindung bezieht sich auf eine photogra phische Kamera mit selbsttätiger, in Abhängigkeit von einer Beleuchtungsstärkemesseinrichtung erfol gender Blendeneinstellung.
Kameras dieser Art sind bereits in verschiedenen Ausführungen bekannt geworden. Sie weisen den Vorzug auf, dass (mit ihnen Aufnahmen mit Dauer licht, also insbesondere Tageslicht, unter Gewährlei stung einer leichten und sicheren, von Denkarbeit freien Bedienungsweise der Kamera durchführbar sind.
Neben Aufnahmen mit Dauerlicht lassen sich mit diesen Kameras auch Blitzlichtaufnahmen durch führen, wobei zu diesem Zwecke die Blende mittels eines Umschalters von selbsttätiger auf nicht-selbst- tätige Einstellung umzustellen und ferner der Belich- tungszeiteinsteller auf eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit einzustellen ist. Die Betäti gung von Umschalter und Belichtungszeiteinsteller erfolgt hierbei getrennt und unabhängig voneinander, was sich auf die Schnelligkeit und Sicherheit in der Bedienungsweise der Kamera nachteilig auswirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera der eingangs bezeichneten Art unter Beibe haltung ihrer oben geschilderten Vorteile in unver- wickelter Weise so auszubilden, dass mit ihr sowohl Aufnahmen mit Dauerlicht als auch Blitzlichtaufnah men unter Gewährleistung einer grösstmöglichen Be- dienungs-Einfachheit, -Übersichtlichkeit und -Schnel ligkeit durchführbar sind.
Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäss der Erfin dung dadurch erzielt, dass ein von Hand betätigba- rer, auf Stellungen Autdmatik und Blitz ein stellbarer Umschalter angeordnet ist, und dass in Abhängigkeit von der Einstellung des Umschalters in Stellung Blitz die Belichtungszeitregelungsvorrich- tung der Kamera auf eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit, beispielsweise 1/30 sec, ein- gestellt und die Blende auf Handeinstellung umge stellt wird, und dass bei Einstellung Blitz mittels des Umschalters die Blende über einen durch eine Blendenskala gekennzeichneten Einstellbereich ver stellbar ist.
Eine gemäss der Erfindung ausgebildete Kamera besitzt den besonderen Vorzug eines weiten Anwen dungsbereichs, da mit ihr sowohl Aufnahmen mit Dauerlicht unter Verwendung der selbsttätigen Ein stellvorrichtung für die Blende als auch Aufnahmen mit Blitzlicht durchführbar sind. Die Einstellung der jeweiligen Aufnahmeart sowie die Einstellung von Belichtungszeit und Blende bei Blitzlichtaufnahmen erfolgt hierbei mittels eines einzigen Teils, nämlich des oben genannten Umschalters.
Zur Durchführung dieser Einstellung ist ein einziger Handgriff erforder lich, mit welchem der Umschalter je nach der vorge sehenen Aufnahmeart entweder auf eine Stellung Automatik oder auf einen durch Blitz gekenn zeichneten Bereich eingestellt wird. Hierdurch ist eine besonders unverwickelte, übersichtliche und schnelle Bedienungsweise der Kamera erreicht.
Eine weitere Erhöhung des Anwendungsbereichs einer Kamera gemäss der Erfindung unter Beibehal tung ihrer vorstehend genannten Vorzüge lässt sich vorzugsweise dadurch erzielen, dass der Umschalter auf eine weitere, von den Stellungen Automatik und Blitz verschiedene Stellung B einstellbar ist, und dass in Abhängigkeit von der Einstellung des Umschalters in diese Stellung eine an sich bekannte Einrichtung zur Erzielung von B-Belichtungen zur Wirkung eingeschaltet und die Blende auf Handein stellung eingestellt wird, und dass bei Einstellung B die Blende mittels des Umschalters über einen durch eine Blendenskala gekennzeichneten Einstell bereich verstellbar ist.
Eine in dieser Weise weitergebildete Kamera ist auch in den Fällen anwendbar, in denen auf Grund der herrschenden Beleuchtungsverhältnisse eine Auf nahme mit den zur Verfügung stehenden, vom Ver- schluss selbsttätig gesteuerten Belichtungszeiten nicht mehr durchführbar ist.
Zur Einstellung der Kamera auf diese Aufnahmeart bedarf es seitens der Bedie nungsperson nicht der geringsten Aufmerksamkeit, da sämtliche hierbei erforderlichen Einstellvorgänge, nämlich das Abschalten der selbsttätigen Blenden einstellvorrichtung, das Umschalten der Blende auf Handeinstellung sowie das Einschalten einer Einrich tung zur Erzielung von B-Aufnahmen beim Einstellen des Umschalters in Stellung B selbsttätig durch geführt werden.
In den Figuren ist die Erfindung an zwei Aus führungsbeispielen gezeigt.
Fig. 1 zeigt in einer Draufsicht von oben einen Teil einer gemäss der Erfindung ausgebildeten photo graphischen Kamera mit Objektivverschluss. Der Verschluss besitzt einen als Filmempfindlichkeitsein- steller dienenden, gegenüber einer Fihnempfindlich- keitsskala einstellbaren Belichtungszeit-Einsteller so wie einen Umschalter. Letzterer befindet sich in Stellung Auto (Automatik).
Fig. 2 zeigt die Anordnung von Einstellmarkie- rungen für selbsttätige und nichtselbsttätige Blenden einstellung am Aussenumfang des Umschalters.
Fig. 3 zeigt in gleicher Darstellungsweise wie Fig. 1 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer gemäss der Erfindung ausgebildeten photographischen Ka mera imit Objektivverschluss. Im Gegensatz zur Kamera der Fig. 1 und 2 ist hier ein Fümempfind- lichkeitseinsteller in an sich bekannter, nicht gezeigter Weise kameraseitig angeordnet. Der Verschluss ist in Abhängigkeit von der Einstellung eines Umschal ters in Stellung Auto<B> </B> (Automatik) auf eine bestimmte, für Aufnahmen aus der Hand geeignete Belichtungszeit einstellbar.
Fig. 4 zeigt einen Teil des Aussenumfangs des Umschalters des Verschlusses gemäss Fig. 3 mit daran angeordneten Einstellmarkierungen für selbst tätige und nichtselbsttätige Blendeneinstellung.
Fig. 5 zeigt in einer Draufsicht von vorn einen Teil des an der Kamera gemäss Fig. 1 angeordneten Objektivverschlusses bei abgenommener Deckplatte. Es ist das Zusammenwirken der Belichtungszeitrege- lungsvorrichtung des Verschlusses mit dem Filmemp- findlichkeitseinsteller sowie mit dem Umschalter dar gestellt. Letzterer befindet sich in Stellung Auto (Automatik).
Fig. 6 zeigt in gleicher Darstellungsweise wie Fig. 5 den Verschluss bei Einstellung des Umschal ters auf nicht selbsttätige Blendeneinstellung.
Fig. 7 zeigt in der Darstellungsweise der Fig. 5 und 6 einen Ausschnitt des Verschlusses gemäss Fig. 3 mit einer in Abhängigkeit von der Einstellung des Umschalters auf selbsttätige und nichtselbsttätige Blendeneinstellung gesteuerten Belichtungszeitrege- lungsvorrichtung. Der Umschalter ist auf selbsttätige Blendeneinstellung ( Auto ) eingestellt.
Fig. 8 zeigt in einer Draufsicht von vorn einen Teil des Verschlusses gemäss den Fig. 1 und 3 bei abgenommener Deckplatte. Es ist das Zusammen wirken einer im Verschluss eingebauten Einrichtung zur Erzielung von B-Aufnahmen mit dem Umschalter und mit dem Hauptantriebsteil des Verschlusses dar gestellt. Die Einrichtung ist mittels des Umschalters, welcher sich in einer Einstellage B befindet, zur Wirkung eingeschaltet.
Fig. 9 zeigt in gleicher Darstellungsweise wie Fig. 8 den Verschluss bei Einstellung des Umschal ters auf eine von Stellung B verschiedene Ein stellage.
Fig. 10 zeigt bei einer Kamera gemäss den Fig. 1 und 3 den Aufbau der Blende und ihrer Einstellvor richtungen. Von diesem ist die selbsttätige Einstell vorrichtung durch Einstellen des Umschalters in Stellung Auto zur Wirkung eingeschaltet.
Fig. 11 zeigt die Anordnung gemäss Fig. 10 umgeschaltet auf Handeinstellung der Blende im Blitzbereich .
In den Fig. 1, 3, 10 und 11 ist mit 1 das Gehäuse einer photographischen Kamera bezeichnet. Diese besitzt eine Frontplatte la, an welcher in an sich bekannter Weise ein photographischer Objektiv- verschluss 2 befestigt ist (Fig. 1 und 3). Im rückwär tigen Teil des Verschlusses ist eine weiter unten näher beschriebene Objektivblende angeordnet, wel che in Abhängigkeit von der Anzeige einer Beleuch- tungsstärke-Messeinrichtung selbsttätig einstellbar ist.
Weiterhin ist im Verschluss eine gleichfalls weiter unten näher beschriebene Belichtungszeitregelungs- vorrichtung an sich bekannter Art zur Erzielung ver schiedener Belichtungszeiten eingebaut. Einem Teil dieser Belichtungszeiten sind hierbei Filmempfindlich keitswerte zugeordnet, und zwar in der Weise, dass für eine bestimmte Filmempfindlichkeit stets eine bestimmte, für Aufnahmen aus der Hand geeignete Belichtungszeit wirksam ist. Ferner ist an der Vor derseite des Verschlusses 2 in an sich bekannter Weise eine Frontplatte 3 befestigt. Diese trägt an ihrem kegelförmigen Aussenmantel eine Einstell marke 4 für eine an einem Entfernungseinstellring 5 des Objektivs angeordnete Entfernungsskala 6.
Gemäss der Erfindung ist nunmehr eine Ver wendbarkeit der Kamera sowohl für Aufnahmen mit Dauerlicht als auch für Blitzlichtaufnahmen dadurch erreicht, dass ein von Hand betätigbarer, auf Stellun gen Automatik und Blitz einstellbarer Um schalter angeordnet ist, und dass in Abhängigkeit von der Einstellung des Umschalters in Stellung Blitz die Belichtungszeitregelungsvorrichtung der Kamera auf eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belich tungszeit, beispielsweise 1/30 sec, eingestellt und die Blende auf Handeinstellung umgestellt wird, und dass bei Einstellung Blitz die Blende mittels des Um schalters über einen durch eine Blendenskala gekenn zeichneten Einstellbereich verstellbar ist.
Als Umschalter dient ein drehbarer, zur opti schen Achse konzentrischer Ring 7, welcher in nicht näher gezeigter Weise am Gehäuse 8 des Verschlusses geführt ist und eine Griffrändelung 7a besitzt. Zur Einstellung trägt der Ring 7 eine mit Auto ge kennzeichnete Einstellmarke 9 sowie eine Blenden skala 10, welche mit den Symbolen eines Elektronen blitzes und einer Verbrennungsblitzlampe versehen ist. Die Marke 9 und die Skala 10 sind gegenüber einer an der Kamera-Frontplatte la angeordneten Einstellmarke 11 einstellbar.
Die im rückwärtigen Teil des Verschlusses 2 angeordnete Blende besitzt einen Einstellring 12, wel cher an der Rückseite des Verschlussgehäuses 8 an einem Lageransatz 8a desselben geführt ist, sowie einen an der Innenseite der Verschlussgehäuserück- wand gelagerten Betätigungsring 13. Mit letzterem stehen sektorenartig ausgebildete Blendenlamellen 14 in Stift-Schlitzverbindung 14a, 15. Weiterhin besitzen die Blendenlamellen Lagerstifte 160, welche in Boh rungen einer an der Innenseite der Verschlussge- häuserückwand festgeschraubten Lagerplatte ein greifen.
Zur Verbindung der Ringe 12 und 13 dienen zwei Hebel 16 und 17, welche mittels einer Feder 18 kraftschlüssig miteinander verbindbar sind und um eine Achse 19 am Einstellring 12 gelagert sind. Der Hebel 16 steht hierbei in Stift-Schlitz-Verbindung 16a, 20 mit dem Betätigungsring 13 der Blende, wobei für den Stift 20 ein aus Gründen der übersichtlich- keit nicht dargestellter Bewegungsschlitz in der Ver- schlussgehäuserückwand ausgebildet ist.
Der andere Hebel 17 befindet sich zwecks Erzielung der gewünsch ten Verstellcharakteristik der Blende mittels eines Stifts 21 in Eingriff mit einer ortsfesten Kurvenfüh rung, welche als Schlitzführung 8b in der Verschluss- gehäuserückwand ausgebildet ist.
Bei Einstellung Auto des Umschaltrings 7 sind die beiden Hebel 1.6 und 17 in Abhängigkeit von der Bewegung des mit einer weiter unten näher beschriebenen Beleuchtungsstärke - Messeinrichtung verbundenen Blendeneinstellrings 12 als Einheit verstellbar, wobei der Hebel 16 unter Wirkung der Feder 18 an einem abgebogenen Lappen 17a des Hebels 17 anliegt (Fig. 10).
Befindet sich der Umschaltring 7 dagegen in Stellung Blitz , so wird bei einer Verstellung des Blendenbetätigungsrings 13 der Hebel 16 gegenüber dem Hebel 17 gegen die Wirkung der Feder 18 bewegt, wobei der Blendeneinstellring 12 in weiter unten näher beschriebener Weise in einer Aus gangslage festgehalten wird. Dies ist in Fig. 11 dar gestellt.
Die dem Blendeneinstellring 12 zugeordnete Be- leuchtungsstärkemesseinrichtung umfasst u. a. einen in senkrechter Richtung bewegbaren Abtaster 22, welcher mit dem Blendeneinstellring 12 in Stift- Schlitz-Verbindung 23, 22a steht, und mittels wel chem in an sich bekannter, nachstehend näher beschriebener Weise die Stellung des beweglichen Messwerkteils eines in die Kamera eingebauten Be lichtungsmessers in Abhängigkeit von der Betätigung eines gegen die Wirkung einer Feder 24 bewegbaren Kameraauslösers 25 abtastbar ist.
Der Abtaster 22 steht unter der Wirkung einer Feder 26, welche ihn in Anlage an einem Bund 25a des Auslösers 25 zu halten sucht. Die Feder 26 wird hierbei von der den Auslöser 25 beeinflussenden Feder 24 überwunden, so dass der Abtaster in unbeeinflusstem Zustand des Auslösers die in Fig. 10 dargestellte Lage einnimmt.
Zur Zusammenarbeit mit dem beweglichem Mess- werkteil, beispielsweise einer Drehspule eines an sich bekannten Galvanometers, besitzt der Abtaster eine Stufeneinstellkurve 22b, mit welcher er beim Betäti gen des Auslösers 22 unter Wirkung der Feder 26 zur Anlage an einem mit dem beweglichen Messwerk teil verbundenen, sich gegen eine ortsfeste Stütz fläche 27 abstützenden Zeiger 28 kommt.
Vor Durch führung der Abtastung wird der Zeiger 28 in an sich bekannter Weise mittels einer Klemmvorrichtung in seiner jeweiligen Stellung gesichert. Hierzu dient ein um eine Achse 29 schwenkbarer Hebel 30, wel cher bei in Ausgangslage befindlichem Abtaster unter Wirkung einer nicht näher gezeigten Feder an einem Stift 31 des Abtasters anliegt. In dieser Lage kann der Zeiger 28 frei spielen. Wird dagegen durch Be tätigen des Auslösers 25 der Abtastvorgang einge leitet, so kommt zuerst der Hebel 30 mit seiner geriffelten Seite zur Anlage am Zeiger 28 und presst diesen gegen die ortsfeste Stützfläche 27.
Um hierbei einen zum Festklemmen des Messwerkzeigers dienen den Leerweg für den Abtaster zu erhalten, ist die Blende in der in Fig. 10 dargestellten Aus gangslage des Abtasters etwas weiter als auf den für sie vorgesehenen grössten Blendenwert, im Ausfüh rungsbeispiel den Wert 2, 8, geöffnet. Auf diese Weise besitzt die Blende einen Vorweg , innerhalb welchem bei einer Betätigung des Auslösers 25 die Festklemmung des Messwerkzeigers 28 mittels des Hebels 30 herbeigeführt wird.
Zwecks Abschaltung der selbsttätigen Einstell vorrichtung für die Blende bei Einstellung des Umschaltrings 7 in eine der Stellung Blitz zuge ordnete Einstellage ist der Blendeneinstellring 12 in der in Fig. 11 dargestellten Ausgangslage festhaltbar.
Zur Festhaltung ist an der Verschlussgehäuse- rückwand um einen Stift 32 ein Hebel 33 gelagert, welcher einerseits mit dem Umschaltring 7 und andererseits mit einem Stift 34 des Blendeneinstell- rings 12 zusammenarbeitet. Diese Zusammenarbeit geschieht in der Weise, dass bei Einstellung Auto des Umschaltrings 7 (Fig. 10) der Hebel 33 unter Wirkung einer Feder 35 mit einer am Umschaltring ausgebildeten Rastausnehmung 7b in Eingriff steht, wodurch eine Sicherung des Umschaltrings in Stel lung Auto erzielt ist.
In dieser Lage befindet sich der Hebel 33 ausserhalb des Bewegungsbereichs des Stifts 34, so dass der Hebel bzw. dessen Feder keinen Einfluss auf die Verstellbewegung des Blendenein- stellrings 12 hat. Bei Einstellung des Umschalters in eine der Bezeichnung Blitz zugeordnete Einstellage gelangt der Hebel 33 ausser Eingriff !mit der Rastausneh- mung 7b, und es steht dem Hebel nunmehr ein kon zentrischer Teil 7c des Umschaltrings 7 gegenüber. Beim Erreichen dieses Teils wird der Hebel 33 unter Wirkung seiner Feder 35 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt.
Hierbei gelangt der Hebel zur Anlage am Stift 34 des Blendeneinstellrings 12 und hält letzteren in der in Fig. 11 dargestellten, der grössten Blendenöffnung zugeordneten Lage fest.
Zur Beeinflussung der Blende bei Blitzlichtauf nahmen besitzt der Umschaltring 7 eine Steuer kurve 7d, mit welcher der Blendenbetätigungsring 13 verbindbar ist. Zur Verbindung ist um eine Achse 36 an der Verschlussgehäuserückwand ein Winkelhebel 37 angeordnet, welcher einerseits mit dem Blenden betätigungsring 13 in Stift-Schlitz-Verbindung 38, 37a steht und andererseits bei Einstellung Blitz des Umschaltrings 7 in der in Fig. 11 dargestellten Weise am Steuerkurventeil 7d anliegt.
Für den Stift 38 ist in der Verschlussgehäuserückwand ein aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellter Bewegungs schlitz ausgebildet.
Als Belichtungszeitregelungsvorrichtung des Ver schlusses dient ein Belichtungszeit-Räderhemmwerk an sich bekannter Art, welches im Verschlussge- häuse 8 angeordnet ist (Fig. 5-7). Das Werk besitzt eine untere Lagerplatte 39, welche mittels Schrau ben 40 an einer Verschlussgrundplatte 41 befestigt ist, sowie eine mit der unteren Lagerplatte verbundene obere Lagerplatte 42. Als Betätigungsteil des Werks dient ein schwenkbares Zahnsegment 43. Ein Arm 43a dieses Segments ist in die Bahn eines abgebogenen Lappens 44a einer Spann- und An triebsscheibe 44 des Verschlusses bewegbar.
Letztere ist an der Verschlussgrundplatte 41 um eine Achse 45 gelagert und besitzt eine Antriebsfeder 46. Das Zahn segment 43 befindet sich in Eingriff mit Zahnrä dern 47, 48, 49, welche in den Fig. 5 bis 7 in strichpunktierten Linien angedeutet sind. Eine aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellte Rück stellfeder sucht das Werk in der in Fig. 6 dar gestellten Ausgangslage zu halten, in welcher ein am Zahnsegment 43 befestigter Stift 50 an einer Kante der oberen Lagerplatte 42 anliegt.
Im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1, 2 und 5, 6 ist das Belichtungszeitenhemmwerk mittels eines an der Vorderseite des Verschlussgehäuses 8 gelagerten, mit einer Griffrändelung 51a versehenen Belichtungszeiteinstellrings 51 auf verschiedene, einem Bereich monoton gestufter und für Aufnahmen aus der Hand geeignete Belichtungszeiten einstellbar.
Zu diesem Zweck besitzt der Belichtungszeiteinstellring 51 eine Steuerkurve<I>51b,</I> welche in den Fig. 5 und 6 in strichpunktierten Linien angedeutet ist, und mittels welcher der Arm 43a des Zahnsegments 43 gegenüber dehn abgebogenen Lappen 44a der Antriebsscheibe 44 in verschiedene Ausgangslagen einstellbar ist. Auf diese Weise ist die Dauer des In-Eingriffseins der Teile 43a und 44a beim Ablauf des Verschlusses und damit die Grösse der erzielten Hemmzeit veränder bar.
Zur Verbindung von Steuerkurve<I>51b</I> und Zahn segment 43 dient ein zweiarmiger Hebel 52, wel cher um eine Achse 53 an der oberen Lager platte 42 schwenkbar angeordnet ist. Mit seinem einen Arm 52a liegt der Hebel 52 bei Einstellung Auto des Umschalters unter der Wirkung einer die Rückstellfeder des Hemmwerks überwindenden Feder 54 an der Steuerkurve 51b des Belichtungs- zeiteinstellrings 51 an, während sich sein anderer Arm<I>52b</I> in Anlage am Stift 50 des Zahnsegments 43 befindet (Fig. 5).
Zur Einstellung des Belichtungszeiteinstellrings 51 im Bereich der vorstehend genannten, für Aufnahmen aus der Hand geeigneten Belichtungszeiten ist dem Einstellring 51 eine die Werte 120 bis 24 umfassende Filmempfindlichkeitsskala 540 zugeordnet. Als Trä ger dieser Skala dient das Verschlussgehäuse 8, wäh rend eine mit der Skala zusammenarbeitende Ein stellmarke 55 am Belichtungseinstellring 51 ange ordnet ist.
Die monoton gestufte, für Aufnahmen aus der Hand geeignete Belichtungszeitenreihe kann beispiels weise die Belichtungszeiten von 1/30 bis 1/500 sec umfassen. Die Zuordnung der Zeiten dieses Bereichs zu den Filmempfindlichkeitswerten der Skala 540 ist hierbei so vorgenommen, dass der niedrigsten Filmempfindlichkeit, also dem Wert 120, die längste Belichtungszeit 1/30 sec, und den Werten 18, 21 und 24,) die Belichtungszeiten 1/125 sec, 1/250 sec und 1/500 sec in der hier genannten Reihen folge zugeordnet sind.
Im Gegensatz zu dem vorstehend beschriebenen Verschluss besitzt der in den Fig. 3, 4 und 7 dargestellte Verschluss keinen dem Ring 51 entspre chenden Belichtungszeiteinsteller ; vielmehr ist hier bei Einstellung Auto des Umschaltrings 7 das Belichtungszeitenhemmwerk auf eine bestimmte, für Aufnahmen aus der Hand geeignete Belichtungszeit, beispielsweise 1/125 sec, fest eingestellt. Die Ein stellung der Filmempfindlichkeit erfolgt bei dieser Einrichtung mittels eines kameraseitig angeordneten, nicht gezeigten Einstellers.
In an sich bekannter Weise dient dieser dazu, bei einer Verstellung eine Änderung der Relativlage von Messwerkzeiger und Abtaster herbeizuführen. Dies kann z. B. in an sich bekannter Weise durch Drehverstellung des Mess- werks oder durch eine Abschattung eines zur Be- leuchtungsstärke-Messeinrichtung gehörenden Photo elements erfolgen.
Zur Einstellung des Belichtungszeitenhemmwerks auf die vorgenannte Automatik-Belichtungszeit dient ein dem Hebel 53 des Verschlusses gemäss den Fig. 1, 5 und 6 ähnlicher Hebel 56 (Fig. 7). Dieser ist um eine Achse 57 an der oberen Lagerplatte 42 des Hemmwerks schwenkbar angeordnet und steht unter der Wirkung einer die Rückstellfeder des Hemmwerks überwindenden Feder 58, welche bei Einstellung Auto des Umschaltrings 7 den Hebel einerseits an einen ortsfesten Anschlagstift 59 und andererseits an den Stift 50 des Zahnsegments 43 anlegt.
Auf diese Weise ist erreicht, dass sich das Belichtungszeitenhemimwerk bei Einstellung Auto des Umschaltrings 7 stets in ein und derselben Ein stellage befindet, bei welcher die genannte, für Auf nahmen aus der Hand geeignete Belichtungszeit erzielt wird.
Zur Einstellung der in den Fig. 5 bis 7 gezeigten und vorstehend beschriebenen Belichtungszeitrege- lungsvorrichtungen auf eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit, beispielsweise 1/30 sec, in Abhängigkeit von der Einstellung des Umschalt rings 7 in Stellung Blitz dient eine vom Umschalt ring gesteuerte Vorrichtung, mittels welcher der Ein stellhebel 52 (Fig.5 und 6) bzw. 56 (Fig.7) abschalt bar ist.
Die Vorrichtung umfasst einen Hebel 60, welcher in einer Ausnehmung 8c der Verschlussgehäuse- Seitenwand um eine Achse 61 gelagert ist. Der Hebel besitzt einen Stift 62 sowie einen Arm 60a, mittels welchen er mit dem Umschaltring 7 bzw. mit dem Einstellhebel 52 bzw. 56 zusammenarbeitet. Eine Zusammenarbeit erfolgt in der Weise, dass bei Ein stellung Auto des Umschaltrings 7 dem Stift 62 des Hebels 60 eine Ausfräsung 7e des Umschaltrings gegenübersteht, in welche sich der Hebel hineinbe- wegen kann um die Einstellbewegung des Einstell hebels 52 bzw. 56 nicht zu hindern. Dies ist in den Fig. 5 und 7 dargestellt.
Bei Einstellung des Umschaltrings 7 in eine der Bezeichnung Blitz zugeordnete Einstellage ge langt der Hebel 60 aus dem Bereich der Ausfräsung 7e, und sein Stift 62 liegt nunmehr an der innemen Umfangsfläche des Umschaltrings an. Hierbei wird der Hebel 60 im Uhrzeigersinn geschwenkt, wobei sein Arm 60a den Einstellhebel 52 bzw. 56 gegen die Wirkung der diesen beeinflussenden Feder in die in Fig. 6 dargestellte, unwirksame Lage bewegt.
In dieser befindet sich der Einstellhebel ausserhalb des Schwenkbereichs des Zahnsegments 43 des Hemm werks, so dass das Segment unter Wirkung der Rückstellfeder des Hemmwerks eine Lage einnimmt, in welcher der Stift 50 des Zahnsegments an einer Kante der oberen Hemmwerk-Lagerplatte 42 an liegt. In dieser Stellung ist das Hemmwerk auf eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit, beispielsweise 1/30 sec, eingestellt.
Die Einstellung des Belichtungszeiteinstellrings 51 beim Verschluss gemäss Fig. 1 wird durch die vorbeschriebene Einstellung der Belichtungszeitre- gelungsvorrichtung auf eine für Blitzlichtaufnah men geeignete Belichtungszeit nicht beeinflusst, so dass keine Änderung in der Filmempfindlichkeits- einstellung eintritt.
Zwecks Durchführung von B-Aufnahmen besitzt der Umschaltring 7 zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen Einstellagen Auto und Blitz eine weitere, mit B gekennzeichnete Einstellage, der eine der Skala 10 entsprechende Blendenskala 63 zugeordnet ist. Hierbei wird in Abhängigkeit von der Einstellung des Umschaltrings in Stellung B eine an sich bekannte Einrichtung zur Erzielung von B -Belichtungen zur Wirkung eingeschaltet und die Blende auf Handeinstellung eingestellt.
Die B-Einrichtung des Verschlusses ist in den Fi guren 8 und 9 dargestellt und umfasst einen B-Sperrhebel 64, welcher an der Verschlussgrund platte 41 um eine Achse 65 schwenkbar gelagert ist und durch eine Feder 66 im Uhrzeigersinn beein flusst wird. Der eine Arm 64a des Hebels 64 trägt einen Sperrlappen 64b, welcher in der in Fig. 8 dargestellten Weise mit einem Vorsprung 44b der Antriebsscheibe 44 zusamirnenarbeitet. Mit seinem anderen Arm 64c befindet sich der Hebel dagegen unter Wirkung der Feder 66 in Anlage an einem Stift 67 eines Verschlussauslösehebels 68.
Letzterer ist um eine Achse 69 an der Verschlussgrundplatte 41 schwenkbar angeordnet und dient zur Betätigung eines die Antriebsscheibe 44 des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperrhebels 70. Dieser ist an der Verschlussgrundplatte an einer Achse 71 gelagert und besitzt an beiden Enden ab gebogene Lappen 70a und 70b, mittels welchen er unter Wirkung einer Feder 72 in der in den Figu ren 8 und 9 dargestellten Weise mit dem Vorsprung 44b der Antriebsscheibe 44 bzw. mit dem Auslöse- hebel 68 zusammenarbeitet.
Zur Steuerung des B-Sperrhebels 64 dient ein gleichfalls an der Verschlussgrundplatte 41 um eine Achse 73 gelagerter Hebel 74, dessen Form aus den, Figuren 8 und 9 ersichtlich ist. Ein Arm 74a des Hebels durchragt eine in der Verschlussgehäuse- Seitenwand ausgebildete Ausnehmung .8d und ar beitet mit dem Umschaltring 7 zusammen, während ein anderer Arm 74b zur Zusammenarbeit mit dem B-Sperrhebel 64 bestimmt ist.
In den Einstellagen Auto und Blitz des Umschaltrings 7 liegt der Hebel 74 mittels seines Armes 74a unter Wirkung einer Feder 75 an der inneren Umfangsfläche des Rings 7 an, wodurch der andere Arm 74b des Hebels sich im Bewegungsweg eines Vorsprungs 64d des B-Sperrhebels 64 befindet. Hierdurch wird bei einer Betätigung des Aus lösehebels 68 der B-Sperrhebel gegen die Wirkung seiner Feder 66 in einer Lage festgehalten, in wel cher sich sein Sperrlappen 64b ausserhalb des Be wegungswegs des Vorsprungs 44b der Antriebs scheibe 44 des Verschlusses befindet (Fig. 9).
Wird der Umschaltring 7 dagegen in eine der Bezeichnung B zugeordnete Einstellage einge stellt, so steht dem Arm 74a des Hebels 74 eine am Umschaltring 7 ausgebildete Ausfräsung 7f ge genüber, deren Länge der Ausdehnung des Blen- deneinstellbereichs entspricht. Hierdurch kann sich der Hebel 74 unter Wirkung seiner Feder 75 in die in Fig. 8 dargestellte Lage bewegen, in welcher sein Arm 74b ausserhalb des Bewegungswegs des Vor sprungs 64d des B-Sperrhebels 64 liegt.
Bei einer nunmehr erfolgenden Auslösung des Verschlusses kann der B-Sperrhebel in Abhängigkeit von der Betätigung des Auslösehebels 68 und unter Wir kung seiner Feder 66 eine Schwenkung im Uhr zeigersinn ausführen, wodurch seine Sperrnase 64b in den Bewegungsweg des Vorsprungs 44b der An triebsscheibe 44 gelangt und letztere nach erfolgter Freigabe durch den Sperrhebel 70 in einer der Offenstellung der Verschlussblätter entsprechenden Lage festhält. Ein Lösen dieser Festhaltung erfolgt durch Loslassen des Auslösehebels 68,
dessen Feder 76 die Feder 66 des B-Sperrhebels überwindet und diesen in die in Fig. 9 gezeigte Ausgangslage zu rückführt.
Zur Einstellung der Blende bei B-Aufnahmen ist am Umschaltring 7 eine der Steuerkurve 7d ( Blitz ) entsprechende, jedoch entgegengesetzt zu dieser ansteigende Steuerkurve 7g ausgebildet, mit welcher der mit dem Blendenbetätigungsring 13 verbundene Hebel 37 zusammenarbeitet.
Die Wirkungs- und Bedienungsweise der be schriebenen Kamera ist folgende <I>a) Einstellen der Filmempfindlichkeit</I> Eine solche Einstellung erfolgt bei der in den Fig. 1, 5 und 6 gezeigten Kamera dadurch, dass der Einstellring 51 nach Lösen einer Sperre 77 (Fig. 1) so weit verstellt wird, bis die Einstellmarke 55 dem Empfindlichkeitswert des verwendeten Films an der Skala 540 gegenübersteht.
Hierbei wird über die Steuerkurve 51b des Rings 51 und den Hebel 52 das Belichtungszeitenhemmwerk des Verschlusses auf die der eingestellten Filmempfindlichkeit zugeord nete Belichtungszeit eingestellt. Die Durchführung dieser Einstellung ist unabhängig von der jeweiligen Einstellage des Umschaltrings 7.
Bei einer Kamera gemäss den Fig. 3, 4 und 7 erfolgt die Filmempfindlichkeitseinstellung in der weiter oben beschriebenen Weise.
<I>b) Durchführen einer Aufnahme</I> <I>mit selbsttätiger</I> Blendeneinstellung Zu diesem Zweck wird der Umschaltring 7 in die in Fig. 10 dargestellte Lage eingestellt, in welcher die an ihm angeordnete, durch das Wort Auto gekennzeichnete Einstellmarke 9 der ortsfesten Marke 11 gegenübersteht. Wird nunmehr der Aus löser 25 niedergedrückt, so folgen dieser Bewegung der Abtaster 22 und der mit ihm verbundene Ein stellring 12 unter Wirkung der Feder 26 nach, wo bei zuerst mittels des Hebels 30 der Messwerkzeiger 28 festgeklemmt wird.
Die Verstellbewegung des Einstellrings 12 wird mittels der Hebel 16 und 17 auf den Betätigungsring 13 der Blende übertragen, wobei die beiden Hebel als Einheit verstellt werden. Gleichzeitig erhält diese Einheit durch die Schlitz führung 8b die zur Erzielung der vorgeschriebenen Verstellcharakteristik der Blende erforderliche Schwenkbewegung. Die selbsttätige Einstellung der Blende ist beendet, wenn eine der Stufen 22b des Abtasters 22 auf den Messwerkzeiger 28 auftrifft. Beim weiteren Niederdrücken des Auslösers 25 wird so über die Hebel 68 und 70 durch Freigabe der ge spannten Antriebsscheibe 44 der Verschluss aus gelöst und eine Belichtung durchgeführt.
<I>c)</I> Durchführen <I>einer Blitzlichtaufnahme</I> Dies geschieht dadurch, dass der Umschaltring 7 mittels der Einstellmarke 11 auf den dem verwende ten Blitzlampentyp und der eingestellten Auf nahmeentfernung zugeordneten Blendenwert an der Blendenskala 10 eingestellt wird.
Bei dieser Ein stellung wird der konzentrische Teil 7c des Um schaltrings dem Hebel 33 gegenübergestellt, so dass unabhängig vom Niederdrücken des Auslösers 25 der Einstellring 12 mittels des Hebels 33 in seiner der grössten Blendenöffnung zugeordneten, durch einen Anschlag 78 bestimmten Ausgangslage fest gehalten wird, da die Feder 35 des Hebels 33 die Feder 26 des Abtasters 22 überwindet. Weiterhin gelangt bei der genannten Einstellung des Um schaltrings 7 dessen Steuerkurve 7d zur Anlage am Hebel 37 und verschwenkt diesen entgegen dem Uhrzeigersinn, wodurch die Blende auf den an der Skala 10 eingestellten Wert eingestellt wird.
Dies ist in Fig. 11 dargestellt. Als weiteres wird bei der ge nannten Einstellung des Umschaltrings 7 das Belichtungszeitenhemmwerk ohne Änderung der Stellung des Belichtungszeiteinstellrings 51 auf eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit eingestellt.
Dies geschieht dadurch, dass der mit dem Einstellhebel 52 (Fig.5 und 6) bzw. 56 (Fig.7) zu sammenarbeitende Hebel 60 von der in den Fig. 5 und 7 dargestellten, der Stellung Auto des Um schaltrings 7 zugeordneten Lage durch diesen in die in Fig. 6 dargestellte Lage verschwenkt wird, in welcher der Hebel 60 den Einstellhebel 52 bzw. 56 in einer ausserhalb des Schwenkbereichs des Zahn segments 43 des Hemmwerks liegenden Stellung festhält.
Hierdurch gelangt das Zahnsegment mit tels seines Stifts 50 zur Anlage an einer Kante der oberen Lagerplatte 42 des Hemmwerks, welches auf diese Weise auf eine für Blitzlichtaufnahmen ge eignete Belichtungszeit, beispielsweise 1/30 sec, eingestellt ist.
Aus Vorstehendem ergibt sich, dass es zur Ein stellung der Kamera für Blitzlichtaufnahmen nur eines einzigen Bedienungshandgriffs bedarf, mittels welchem ein Umschalter auf einen durch den ver wendeten Blitzlampentyp und die eingestellte Auf nahmeentfernung bestimmten Blendenwert an einer durch Blitz gekennzeichneten Blendenskala ein gestellt wird.
<I>d)</I> Durchführen <I>von</I> B-Aufnahmen Hierzu wird der Umschaltring 7 mittels der ortsfesten Einstellmarke 11 auf den gewünschten Blendenwert an der der Bezeichnung B zugeord neten Blendenskala 63 eingestellt.
Bei dieser Ein stellung bleibt die durch den Hebel 33 im Zusam- menwirken mit denn Stift 34 bewirkte Festhaltung des Blendeneinstellrings 12 und damit die Abschal tung der selbsttätigen Blendeneinstellvorrichtung weiter aufrecht erhalten, und ebenso tritt hinsicht lich der Einstellung des Belichtungszeitenhemm- werks gegenüber der Einstellung Blitz des Um schaltrings keine Änderung ein.
Dagegen wird bei der Umschaltung des Verschlusses auf B-Auf- nahmen durch den Umschaltring 7 die bereits be schriebene B-Einrichtung zur Wirkung freigegeben.
Dies geschieht dadurch, dass durch die Bewegung des Umschaltrings in Stellung B der Hebel 74 von der in Fig. 9 dargestellten, den Stellungen Auto und Blitz des Umschaltrings zugeordne ten Lage in die in Fig. 8 dargestellte Lage ver- schwenkt wird, bei welcher der Arm 74b des Hebels den B-Sperrhebel 64 freigibt,
so dass dieser bei einer Betätigung des Auslösehebels 76 die Antriebs scheibe 44 des Verschlusses nach ihrer Freigabe durch den Sperrhebel 70 in einer der Offenstellung der Verschlussblätter zugeordneten Lage bis zum Loslassen des Auslösehebels 76 festhält.
Auch für die Einstellung der Kamera für B-Be- lichtungen ist somit nur ein einziger Bedienungs handgriff, nämlich das Einstellen eines Umschalters auf einen der Bezeichnung B zugeordneten Blendenwert an einer Blendenskala erforderlich.
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass eine ge- hnäss der Erfindung ausgebildete Kamera eine op timal einfache, übersichtliche und schnelle Be dienungsweise unter Gewährleistung eines weiten Anwendungsbereichs besitzt.