Vorrichtung zur Oberflächenbearbeitung von Werkstücken Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Oberflächenbearbeitung, insbesondere zum Ent graten, Schleifen und Polieren, von Werkstücken. Es ist bekannt, diese Oberflächenbearbeitung in einem durch einen Schwingungserreger in Schwingungen ver setzten Behälter durchzuführen, der ausser den zu be arbeitenden Werkstücken das Zuschlagsgut (Schleif körper und eventuell Bearbeitungsflüssigkeit) enthält. Dabei ist der Schwingungserreger an dem Behälter angebracht, jedoch werden zur übertragung der Kraft vom Motor auf den Schwingungserreger immer be sondere Einrichtungen benutzt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Oberflächenbearbeitung von Werkstücken in einem schwingenden Bearbeitungsbehälter, wobei die Schwingungen durch einen unmittelbar am Behälter angebrachten Vibrationsmotor mit einem exzentrisch zur Drehachse des Motors angebrachten Gewicht her vorgerufen werden und wobei der Behälter mit dem Motor auf die Schwingungen abfangenden Vorrich tungen, beispielsweise Spiralfedern, ruht. Mit dem Bearbeitungsbehälter können die zu behandelnden Werkstücke und das Behandlungsgut in solcher Weise in Schwingungen versetzbar sein, dass gleichzeitig eine Vibration und eine Umwälzbewegung zwischen den Werkstücken und dem Behandlungsmaterial herbei geführt wird.
Die erfindungsgemässe Konstruktion hat den Vorteil, dass sie in einem grösseren Masse als die bekannten, zur Oberflächenbearbeitung verwendeten schwingenden Behälter der Dauerbeanspruchung ge wachsen ist und dass auf diese Weise die Notwendig keit der Stillegung wegen Reparatur verringert wird, weil keine Übertragungselemente zwischen dem An trieb und dem Schwingungserreger erforderlich sind, so dass die erfindungsgemässe Vorrichtung wirtschaft licher als die bisher bekannten Vorrichtungen mit einem schwingenden Bearbeitungsbehälter ausgenutzt werden kann.
Dadurch, dass die Schwingungen durch den unmittelbar am Behälter angebrachten Vibra- tionsmotor mit einem exzentrisch zur Drehachse des Motors angebrachten Gewicht hineingerufen werden und der Behälter mit dem Motor auf die Schwingun gen abfangenden Vorrichtungen ruht, werden durch den schwingenden Behälter keine unerwünschten Schwingungen auf das Gebäude übertragen, in dem die Vorrichtung aufgestellt ist. Wenn die Werkstücke in der erfindungsgemässen Vorrichtung bearbeitet wer den, können sie in verhältnismässig kurzer Zeit voll ständig bearbeitet, entgratet und geglättet sein.
Dabei kann das Zuschlagsgut auch solche Stellen der Werk stücke erreichen und bearbeiten, die in einer Bearbei tungstrommel herkömmlicher Art nicht erreicht wer den konnten.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann die erfindungsgemässe Vorrichtung auch für kontinuier liches Arbeiten eingesetzt und damit die Oberflächen bearbeitung mit einem sehr geringen Aufwand an Arbeitskräften ausgeführt werden.
In der nachfolgenden Beschreibung werden in den Zeichnungen dargestellte, bevorzugte Ausführungs formen der Erfindung und deren Vorteile wieder gegeben.
In den Zeichnungen stellen dar: Fig. <B>1</B> eine perspektivische Darstellung einer Aus führungsform der erfindungsgemässen Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht der Maschine mit einer teilweise gebrochenen Aussenwand, damit dargestellt werden kann, wie der Behälter entladen werden kann.
Fig. <B>3</B> ist eine Draufsicht auf einen Schnitt in der Ebene<B>3-3</B> in Fig. <B>1.</B>
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch die Maschine ent sprechend der Linie 4-4 von Fig. <B>3.</B>
Fig. <B>5</B> ist ein seitlicher Aufriss, teilweise im Schnitt, der die Maschine der Fig. <B>1</B> in Arbeitsstellung zeigt. Fig. <B>6</B> ist eine Ansicht des Vibrationsmotors, der in der Maschine verwendet wird.
Fig. <B>7</B> zeigt einen aus zwei Abschnitten bestehen den Behälter, der in diesem Fall für ein kontinuier liches Arbeiten der Machine ausgebildet ist.
Fig. <B>8</B> zeigt eine weitere Ausführungsform der Maschine für kontinuierliches Arbeiten.
Fig. <B>9</B> zeigt ein Kreislaufsystem für die Maschine, die in Fig. <B>8</B> gezeigt ist.
Fig. <B>10</B> ist eine schematische Ansicht, die zeigt, wie auf andere Weise kontinuierlich gearbeitet wer den kann.
In Fig. <B>1</B> bis<B>6</B> ist eine erfindungsgemässe Ma schine gezeigt, die geeignet ist, eine Beschickung von Werkstücken einer Oberflächenbearbeitung zu unter ziehen.
Die Maschine besteht im allgemeinen aus einem Behälter<B>1,</B> der einen gerundeten Boden 2 von halb zylindrischer Form hat, der geeignet ist, die zu be handelnden Werkstücke und das Zuschlagsgut auf zunehmen. Der Behälter lagert mittels seitlich an gebrachter Stützen<B>3</B> auf Schraubenfedern 4, die ihrer seits vom Rahmen<B>5</B> getragen werden, der einen Teil eines kippbaren Tragrahmens<B>6</B> bildet. Dieser lagert drehbar mit Zapfen<B>7</B> in Lagern<B>8,</B> die durch eine Rahmenkonstruktion<B>9</B> und<B>10</B> getragen werden. Die ganze Einrichtung ist in ein geräuschisolierendes Ge häuse<B>11</B> eingebaut, das mit einem um ein Gelenk drehbaren Deckel 12 versehen ist, welcher mit Gegen gewichten versehen sein kann, um das öffnen und Schliessen zu erleichtern.
Durch das geräuschisolie rende Gehäuse<B>11</B> kann der störende Lärm so gering wie möglich gehalten werden. Das Gehäuse ist vor zugsweise aus Blechplatten hergestellt, die mit ge räuschdämpfendem Belag versehen sind. In der Pra xis hat sich ein Neopren-Belag von<B>15</B> mm Dicke als zweckmässig erwiesen.
Ein Abfüllkasten 14 ist gleitend auf den Boden des Gehäuses montiert, damit in diesen der Inhalt des Behälters<B>1</B> entleert werden kann, wenn dieser gekippt wird, wie es in Fig. 2 gezeigt ist. Dadurch ist es mög lich, nach der Bearbeitung durch einfaches Kippen den Behälter zu entleeren. Ein Druckluftzylinder <B>15,</B> der an einem der Lagerzapfen<B>7</B> mit einem Hebel<B>16</B> angebracht ist, kann für diesen Zweck verwendet wer den, wobei der Druckluftzylinder drehbar an dem Punkt<B>17</B> befestigt ist.
Die Schwingungen für die Oberflächenbearbeitung werden durch den Vibrationsmotor <B>18</B> erzeugt, der unmittelbar am Boden des Behälters<B>1</B> in der Weise befestigt ist, dass Behälter und Motor eine Einheit bil den. Dieser Motor besteht aus dem Stator <B>19</B> und dem Rotor 20, der mit einem exzentrischen Gewicht 21 versehen ist, wodurch eine schwingende Bewegung hervorgerufen und auf den Behälter<B>1</B> übertragen wird. Die Schwingbewegung hat im allgemeinen eine elliptische Form.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfin dung liegt die Achse des Motors parallel zur Achse des halbzylindrischen Bodens 2 des Behälters<B>1.</B> Die Schwingungen veranlassen, dass in der Mischung Zu schlagsgut und Werkstücke, die bearbeitet werden sollen, zueinander unterschiedliche Bewegungen aus führen und ausserdem rund um die Achse, die sich parallel zur Kippachse des Behälters erstreckt, die ihrerseits wieder durch die Zapfen<B>7</B> bestimmt wird, umlaufen. In der praktischen Ausführung muss der Vibrationsmotor mit geeigneten Kugellagern ausgerü stet sein, um den Beanspruchungen standzuhalten und um die gewünschte Vibration und Umlaufbewegung herbeizuführen.
Es kann auch zweckmässig sein, eine kontinuier liche Bearbeitung durchzuführen, wozu eine Einrich tung verwendet werden kann, die schematisch in Fig. <B>8</B> gezeigt ist. In diesem Falle werden Arme oder Befestigungen<B>25,</B> die die zu bearbeitenden Werk stücke enthalten, an einer Kette oder einem laufenden Band<B>26,</B> das über Rollen oder Zähne<B>27</B> läuft, be festigt. Eine Reihe von Behältern oder Wannen<B>28</B> können in der Weise verwendet werden, dass sie einen durchgehenden langen Trog,<B>29</B> bilden, der das Zu schlagsgut enthält.
Dieser durchgehende Trog kann, wie Fig. <B>7</B> zeigt, aus verschiedenen Einheiten gebildet werden, die offene Enden haben, aber anderseits mit tels elastischer, vibrationsisolierender Verbindungen <B>30</B> aneinandergesetzt sind. Einzelne Vibrationsmoto- ren <B>31</B> sind unmittelbar an jeden der Abschnitte<B>28</B> angebracht, so dass dem Zuschlagsgut in jedem<B>Ab-</B> schnitt die gewünschte Vibration und Umlaufbewe gung gegeben wird.
Jeder der Motoren ist selbstver ständlich von der entsprechenden Grösse und Lei stung, um dem Zuschlagsgut in dem betreffenden<B>Ab-</B> schnitt die notwendige Vibration zu erteilen, die nicht in ausreichendem Masse erreicht würde, wenn ein langer Trog mit einem einzigen Vibrationsmotor ver wendet würde. Bei einer solchen Vorrichtung werden die zu behandelnden Werkstücke<B>32 je</B> an eine Hal terung<B>25</B> befestigt und durch das vibrierende Bear beitungsmaterial, wie Fig. <B>8</B> zeigt, hindurchgeführt, wobei sie die notwendige Oberflächenbearbeitung er halten, wenn sie durch die verschiedenen Einheiten<B>28</B> hindurchwandern. In dieser Ausführungsform werden die Werkstücke an den Armen oder Halterungen<B>25</B> am rechten Ende befestigt.
Sie laufen dann durch den Behälter und können dann eine Wascheinrichtung<B>33,</B> die mit Sprähdüsen 34 versehen ist, durchlaufen und gelangen dann in eine Trockeneinrichtung<B>35,</B> nach der sie dann entfernt werden.
Wie Fig. <B>9</B> zeigt, kann das Wasser oder die Be arbeitungsflüssigkeit in die Tanks<B>39,</B> 40 und 41 zum Filtern und Absetzen geleitet werden, bevor es wieder zu<B>37</B> zurückgeführt wird.
In der Ausführungsform der Erfindung, wie in Fig. <B>10</B> gezeigt, werden die zu behandelnden Werk stücke 42 an Armen 43 befestigt, die wiederum an einem Transportband 44 befestigt sind. Sie werden durch eine Reihe von Behältern 45, 46, 47 geführt, von denen jeder dem Behälter<B>1</B> von Fig. <B>1</B> bis<B>6</B> gleicht und in gleicher Weise befestigt und mit einem Vibrationsmotor versehen ist. Jeder Behälter kann ein verschiedenes Zuschlagsgut enthalten. Die Werk stücke werden zuerst in den Behälter 45 hinein gebracht.
Wenn sie das Ende dieses Behälters erreicht haben, werden sie durch geeignete automatische Schaltelemente hochgehoben, und sie erreichen dann den nächsten Behälter 46, in dem sie mit dem darin befindlichen Bearbeitungsgut bearbeitet werden. Wenn sie das Ende des Behälters 46 erreichen, wird dieser Vorgang für den Behälter 47 wiederholt. Dann ge langt das Bearbeitungsgut zur Wascheinrichtung 48 und dann zur Trockeneinrichtung 49.