[go: up one dir, main page]

CH386301A - Beschichtungsverfahren und Mittel zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Beschichtungsverfahren und Mittel zur Durchführung des Verfahrens

Info

Publication number
CH386301A
CH386301A CH7858459A CH7858459A CH386301A CH 386301 A CH386301 A CH 386301A CH 7858459 A CH7858459 A CH 7858459A CH 7858459 A CH7858459 A CH 7858459A CH 386301 A CH386301 A CH 386301A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
fluidized bed
powder
coating
mass
coated
Prior art date
Application number
CH7858459A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Brooks Donald
Original Assignee
Int Protected Metals Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Int Protected Metals Inc filed Critical Int Protected Metals Inc
Publication of CH386301A publication Critical patent/CH386301A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D1/00Processes for applying liquids or other fluent materials
    • B05D1/18Processes for applying liquids or other fluent materials performed by dipping
    • B05D1/22Processes for applying liquids or other fluent materials performed by dipping using fluidised-bed technique
    • B05D1/24Applying particulate materials
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05CAPPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C19/00Apparatus specially adapted for applying particulate materials to surfaces
    • B05C19/02Apparatus specially adapted for applying particulate materials to surfaces using fluidised-bed techniques

Landscapes

  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
  • Glanulating (AREA)

Description


      Beschichtungsverfahren    und     Mittel    zur     Durchführung    des Verfahrens    Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Seschich-          tungsverfahren    und Mittel zur Durchführung des Ver  fahrens.  



  Erfindungsgemäss ist das     Beschichtungsverfahren     dadurch gekennzeichnet, dass die zu beschichtende,       Oberfläche    mit einer feinkörnigen Masse, z. B. einer  Pulvermasse, in Berührung gebracht wird, die sich  zumindest während eines erheblichen Teiles der  eigentlichen     Beschichtungszeit    in einem genügend be  weglichen Zustand gleichmässiger     Durchgasung    zur  im wesentlichen gleichmässigen     Inberührungbringung     der zu beschichtenden Oberflächen mit dem feinkör  nigen Material, und zwar zwischen dem Zustand einer  echten Wirbelschicht und dem des lose ruhenden  Materials befindet, während man Bedingungen ein  hält, die das Haften der Teilchen an der zu beschich  tenden Oberfläche begünstigen,

   sei es durch das Kleb  rigmachen der Oberfläche selbst vor der obengenann  ten     Inberührungbringung,    oder durch Erhitzung der  zu beschichtenden Oberfläche auf eine Temperatur,  bei welcher die Teilchen zumindest plastisch genug  werden, um an der Oberfläche anzuhaften.  



  Das Verfahren lässt sich z. B. durchführen, indem  man die zu beschichtende Oberfläche mit einer zu  sammenfallenden Wirbelschicht des feinkörnigen Ma  terials, insbesondere die zu beschichtende Oberfläche  im erhitzten Zustand mit einer zusammenfallenden  Wirbelschicht aus thermoplastischen Teilchen, in Be  rührung bringt.

   Bei dieser Verfahrensweise stellt man  vorzugsweise zunächst eine Wirbelschicht her, deren  Gesamtdichte höchstens der einer Wirbelschicht im       Optimum-Wirbelzustand    entspricht, wobei die Grenze    nicht unterschritten wird, unterhalb welcher ein er  heblicher Anteil des Materials im Gasstrom mitge  schleppt wird, woraufhin man die Wirbelschicht zu  mindest teilweise zusammenfallen lässt, während sich  die zu beschichtende     Oberfläche    damit in     Berührung     befindet, wobei das     Zusammenfallenlassen    der Wir  belschicht beispielsweise durch Erhöhung des Säulen  druckes der     durchgasten    Masse,

   durch eine     Änderung     des Verhältnisses zwischen der Dichte des Belüftungs  mittels und der Teilchen, durch Erhöhung des     Druk-          kes    oberhalb der Wirbelschicht, ohne gleichzeitige Er  höhung des Gasdruckes von unterhalb, durch Ver  ringerung des     Zufuhrdruckes    des Belüftungsmediums,  durch     Änderung    der Temperatur des Belüftungsmit  tels oder seiner chemischen Zusammensetzung oder  durch das Einwirkenlassen von Schwingungen auf die  Wirbelschicht, um eine Bewegung der Teilchen in  senkrechter Richtung auf die Strömungsrichtung des  Belüftungsmediums zu erzielen,

   zustande gebracht  werden kann und unter Umständen mehrere der  obengenannten Verfahren gemeinsam zur     Anwendung     kommen, um das Zusammenfallen der Wirbelschicht  zustande zu bringen.  



  Eine Ausführungsweise ist dadurch gekennzeich  net, dass man die zu beschichtende     Oberfläche    in  einem begrenzten Raum oberhalb der normalen Höhe  einer Wirbelschicht in zumindest     Optimum-Wirbel-          zustand    hält, danach das Volumen des Raumes, wel  cher von der normalen Wirbelschicht eingenommen  wird, in solcher Weise verringert, dass die     durchgaste     Masse derart verdrängt wird, dass es die zu beschich  tende Oberfläche berührt, und dass der Säulendruck  am unteren Ende des     Wirbelraumes    dermassen erhöht      wird, dass ein Zusammenfallen der     Wirbelschicht    aus  gelöst wird,

   und dass     man    danach das Volumen des  unteren     Wirbelraumes    wiederum so erhöht, dass die  feinkörnige Masse wieder in den eigentlichen Wirbel  raum zurückfällt und     vorzugsweise    in den normalen       Wirbelzustand        zurückkehrt,    und dass vorzugsweise  die     obengenannte    Ausdehnung des eigentlichen Wir  belraumes zwecks Rückführung des feinkörnigen Ma  terials in diesen Raum erst stattfindet, nachdem das  feinkörnige Material ein Grossteil seiner Fliessfähig  keit verloren hat und als eine mehr öder weniger       gleichmässig        gesetzte,    doch nicht kompakte, Pulver  masse beschrieben werden kann.

   Dabei kann der ge  nannte begrenzte Raum die Innenseite eines Hohl  körpers sein, der innen auszukleiden ist.  



  Eine sehr günstige Wirkung wird erzielt, wenn  man die Pulvermasse langsam an der zu beschich  tenden Oberfläche     entlangstreifen    lässt, wobei sich  eine     Streifbewegung    aus dem Zusammenfallen der  Wirbelschicht ergeben kann, und/oder die Teilchen  masse aus einem     Beschichtungsraum    allmählich in die       Wirbelkammer    zurückgesteuert wird.  



  Eine weitere Verfahrensweise im Rahmen der Er  findung ist dadurch gekennzeichnet, dass in einem  geeigneten Wirbelgefäss eine Wirbelschicht hergestellt  wird und der     zu    beschichtende Gegenstand in das  feinkörnige Material der genannten Wirbelschicht ein  getaucht wird; während man die genannte Wirbel  schicht mindestens teilweise zum Zusammenfallen  bringt, wobei beispielsweise das feinkörnige Material  ein     thermoplastisches    Pulver ist und der     Gegenstand     vor dem Eintauchen erhitzt wird, und wobei man vor  zugsweise den Gegenstand in das feinkörnige Mate  rial eintaucht, nachdem das     Zusammenfallen    bereits  seinen     Anfang    genommen hat.  



  In den obengenannten Ausführungsformen des       Verfahrens    ist es     vorteilhaft,    wenn man Schritte un  ternimmt, um beim Auftreten von Gegendrucken das  Entweichen des     Begasungsmediums    durch den Boden  des Wirbelgefässes zu verhindern oder zu vermindern.  



       Vielfach    ist es auch     vorteilhaft,    das     Verfahren    so       durchzuführen,    dass die     zu    beschichtende Oberfläche  mit einer     durchgasten    Masse     feinkörnigen    Materials  in Berührung gebracht wird, die sich ganz oder     an-          nähernd    in einem Zustand statischen Gleichgewichts  zwischen dem Zusammenfall und dem     Wiederdurch-          gasungsprozess    befindet,

   wobei der durchschnittliche       Zustand        zwischen    dem der bekannten vollständigen  und gleichmässigen Wirbelschicht und dem des voll  ständig gesetzten Pulvers liegt.  



  Zum Beispiel ist es möglich, dass man die mit  einer Deckschicht zu versehende Oberfläche mit  einem      static    gerate  eines     feinkörnigen    Materials,  z. B. eines thermoplastischen Pulvers, in     Berührung     bringt, wobei ein      static    gerate  einen     durchgasten     Zustand bezeichnet, zwischen dem     Wirbelbettzustand     und dem Zustand des gesetzten Materials, in welchem  die     durchgaste    Masse einen hohen Grad der Beweg-         lichkeit    bei mechanischer Störung zeigt,     dennoch     einen gewissen Schüttwinkel besitzt,

   der jedoch ge  ringer ist als der Schüttwinkel des     undurchgasten    Pul  vers, und keine oder sehr wenig relative Bewegung  zwischen angrenzenden Teilchen stattfindet, solange  die Schicht ungestört bleibt.  



  Das obengenannte      static    gerate  lässt sich her  stellen, indem man das feinkörnige Material zunächst  vollständig in den     Wirbelschichtzustand        bringt    und  nachträglich die     Strömungsgeschwindigkeit    des Gases  bis auf den gewünschten Grad erniedrigt, oder indem  man einen langsamen Gasstrom durch das Pulver  leitet, während man vorsichtig in geeigneter Weise  rührt, z. B. hauptsächlich in Richtung vom Boden  des Gefässes nach oben.  



       Vorteilhafterweise    wird das     Verfahren    mit einer  Belüftungsunterlage ausgeführt, die eine äusserst feine  Gasdispersion zustande bringt, z. B. sehr dicht ge  webtes synthetisches Filtertuch.  



  Um den Grad der     Fliessfähigkeit    der     durchgasten     Masse zu kontrollieren, findet beispielsweise ein     Pene-          trationstest    Verwendung, der vorzugsweise mittels  einer Sonde ausgeführt wird, deren unteres Ende mit  einem Bremsblech versehen ist und die ein gewünsch  tes Gewicht besitzt oder mit einem solchen beladen  werden kann, wobei das Bremsblech im Schnitt vor  zugsweise eine     V-Form    mit     abwärtsgerichteter    Spitze  besitzt.  



  Eine Apparatur zur Ausführung des Verfahrens  ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Wirbel- und     Be-          schichtungsgefäss    vorgesehen ist, und     dass        ferner    Mit  tel vorgesehen sind, um einen Gegendruck gegen den       Zufuhrdruck    des     Durchgasungsmediums    auszuüben.  



  Eine Form der Apparatur ist dadurch gekenn  zeichnet, dass mindestens ein Wirbelgefäss mit einer       Beschichtungskammer    verbunden ist oder verbunden  werden kann, welche zumindest teilweise höher als  die normale Höhe der Wirbelschicht in der Wirbel  kammer ist, und dass ferner Mittel vorgesehen sind,  um das Volumen der     Wirbelkammer    um einen Be  trag zu     verringern,    der     zumindest    einen erheblichen  Teil des Volumens der     Beschichtungskammer    gleich  kommt, wobei die Mittel zur Volumenverringerung  beispielsweise die Form eines Kolbens annehmen, der  in die Wirbelkammer eindringt oder die Wände des  Wirbelgefässes verformbar, z.

   B. ganz oder teilweise       balgförmig,    ausgebildet sind und Mittel vorgesehen  sind,     mit    welchen man die Wände in solcher Weise  verformen kann, dass das Volumen des     Gefässes    redu  ziert wird. Diese Art der Apparatur lässt sich so kon  struieren, dass sie zur Innenauskleidung von Hohl  körpern, z. B.

   Rohren, ausgebildet ist und die ge  nannten Hohlkörper selber als     Beschichtungskammer     verwendet werden, und dass vorzugsweise ein Flansch  oder anderes geeignetes Verbindungsmittel auf dem  Umfang einer Öffnung in der Oberseite der Wirbel  kammer angebracht ist, mittels dessen der normaler  weise heisse Hohlkörper befestigt wird, wobei vor-           zugsweise    auch Mittel vorgesehen sind, um den Hohl  körper thermisch vom Rest der Apparatur zu isolie  ren, z. B. Dichtungen aus Isoliermaterial.  



  Es ist auch möglich, die Apparatur so auszubil  den, dass die Mittel zur Anwendung des Gegendruckes  die Form einer     mit    einer Druckquelle höheren       Druckes    als der     normale    Gasdruck oberhalb der Wir  belschicht verbundenen Gaszuleitung annehmen und/  oder, dass Mittel vorgesehen sind, um die Gasaustritts  öffnungen in der Oberseite des Behälters ganz oder  teilweise zu schliessen.  



       Vorteilhafterweise    ist die Apparatur auch mit Mit  teln versehen, um das     Zurückströmen    des     Durch-          gasungsmediums    zu     verhindern    oder einzuschränken,  wenn Gegendruck auftritt, z. B. eine geeignete An  ordnung von Ventilen, beispielsweise Rückschlag  ventilen.  



  Vorzugsweise ist in der Apparatur eine Belüf  tungsunterlage vorgesehen, die eine äusserst feine Gas  dispersion zustande bringt, z. B. sehr dicht gewebtes  synthetisches Filtertuch.  



  Die Mittel zur     Durchführung    des     Verfahrens     schliessen auch eine Sonde zur Ausführung von     Pene-          trationstests    im Laufe des Verfahrens ein, dadurch  gekennzeichnet, dass deren unteres Ende mit einem  Bremsblech versehen ist, das im Schnitt vorzugsweise  eine \/-Form mit     abwärtsgerichteter    Spitze hat, und  dass die Sonde ein gewünschtes Gewicht besitzt oder  mit einem solchen beladen werden kann.  



  Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen wird die  Erfindung im folgenden noch     näher        erläutert.     



  Es zeigen:       Fig.    1 einen Querschnitt durch eine Apparatur  zur     Innenauskleidung    eines     rohrförmigen    Körpers     mit     einer Plastikschicht,       Fig.    2 eine Abwandlung der Apparatur der     Fig.    1  teilweise im Querschnitt, teilweise in Ansicht,       Fig.    2a eine Abwandlung der     Fig.    2, von der ein  Teil entfernt wurde,       Fig.    3     eine    abgeänderte Seitenansicht der     Fig.    1,  die ferner Mittel zur Lagerung der Apparatur zeigt,

         Fig.4    einen Querschnitt der Abwandlung der  Apparatur der     Fig.    2, mit Andeutung der relativen  Bewegung der     Einzelteile,          Fig.5    eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,  einer     erfindungsgemässen    Apparatur zur äusserlichen  und inwendigen     Beschichtung    eines     rohrförmigen     Körpers,       Fig.    6 eine Seitenansicht einer Apparatur der in       Fig.    1 gezeigten Art, angewandt auf die     Innenaus-          kleidung    einer Rohrbiegung,       Fig.    7 eine Seitenansicht,

   teilweise im Querschnitt,  um anzudeuten, wie die Apparatur gemäss     Fig.    2 zur  Beschichtung von Gegenständen beliebiger Form ab  geändert werden kann,       Fig.    8 in diagrammatischer Weise die Wirkungs  weise der Ausführungen gemäss     Fig.    1, 2 und 3-7,         Fig.    9 einen diagrammatischen senkrechten Schnitt  durch     eine    andere     erfindungsgemässe    Apparatur zur       Ausführung    des Verfahrens,       Fig.    10 eine Seitenansicht eines     Metallstreifens,     der in dem Versuch des Beispiels 2 Verwendung  findet,

         Fig.    11 eine typische graphische Darstellung des  Druckabfalls durch eine     belüftete    Pulvermasse als  Funktion der     Gasgeschwindigkeit,          Fig.    12 Teilabschnitte ähnlicher Kurven wie in       Fig.    11, jedoch mit verschiedenen Pulvern und zwei  verschiedenen Arten von     Belüftungsunterlagen,          Fig.    13 eine perspektivische Ansicht der Sonde,  die zur Ausführung des     Penetrationstests    entwickelt  wurde.  



  Gemäss     Fig.    1 und 3 der Zeichnungen wird ein  Rohr 1 oder dergleichen innen ausgekleidet, indem  man es vorher     erhitzt    und mit dem oberen     Teile    eines       Gefässes    2 verbindet, das eine Masse 3 thermoplasti  scher Teilchen oder Pulver, wie     Polyäthylenpulver,          Polypropylen-,    Nylon-,     Vinylpulver    oder Pulver auf       Zellulosebasis    enthält. Die Masse 3 kann auch aus       wärmehärtbaren    Kunststoffpulvern, wie     Epoxyharz-          pulver,    Polyestern,     Phenolharzen    usw. bestehen.

   Die  Masse 3 kann auch aus Metallpulvern, z. B. Edel  metallen, Blei, Zinn usw.     oder_Pulvern    aus glasartigen       Materialien,    z. B. Glas, welches bei Anwendung ge  eigneter Temperaturen plastisch wird, bestehen. Die       Erfindung        schliesst    auch die Verwendung von Pulver  gemischen     ein,    die zumindest ein Pulver befassen,  welches unter Hitzeeinwirkung     schmelzbar    ist, z. B.  ein Kunststoffpulver gemischt mit     einem    keramischen  Pulver.  



  Der Boden 4 des Behälters 2, welcher sich in  direkter     Berührung    mit der Pulvermasse befindet, ist  ein poröses     Filter,    welches beispielsweise aus geweb  tem oder     ungewebtem    Textilmaterial oder einer     luft-          bzw.    gasdurchlässigen Scheibe aus kompaktem, ge  sintertem Metallpulver oder einem porösen kerami  schen Material besteht und mit einer Luft- oder Gas  kammer 5 verbunden bzw. darin     eingefasst    ist, die  eine Zuleitung 6     mit    einem Zuleitungsventil 6a  besitzt, um den Druck der Gaszufuhr nach Gaskam  mer 5 zu kontrollieren. .  



  Um die     Verringerung    bzw. Vergrösserung des  Volumens des Gefässes 2 zu ermöglichen, ist das un  tere Teil 7 des Gefässes     vertikal    beweglich in bezug  auf das obere Teil des Gefässes ausgebildet, auf Grund  des beispielsweise     balgförmigen,    nachgiebigen Teiles  8, welches die Unter- und Oberteile des Gefässes  mittels Bändern 9 und 9' verbindet und gleichzeitig  die Seitenwände des Gefässes     bildet.    Die Oberseite des  Gefässes ist mit einem von einer im wesentlichen  zentral angeordneten Öffnung 11 durchbrochenen  Deckel 10 versehen, mit einem ringförmigen Sitz 12  auf dem Deckel 10 rund um die     Öffnung    11 und  nach oben zeigend angeordnet.  



       Fig.    3 zeigt eine Abwandlung der     Fig.    1, in wel  cher der     ringförmige    Sitz 12 mit einem oberen      Flansch 13 versehen ist, während das Rohr 1 mit  einem Endflansch 14 versehen ist und ein Rohrstück  15 mit     Endflanschen    16 und 17 zwischen dem     ring-          förmigen        Sitz    12 und Rohr 1 mittels Schrauben 18  zwischengebaut ist, welche die     zusammengehörigen     Flansche zusammenhalten. Wärmeisolierende Dich  tungen 19 und 20, z. B. Asbestdichtungen, sind zwi  schen die Flansche eingebaut.

   Ein Kragen 21 mit       gegenüberliegenden    Laschen 22 und 23 umfasst das  Rohr 15, und Träger<I>B</I> und<I>B'</I> sind an den Laschen  befestigt, wobei die Träger gleichzeitig an einem Paar  seitlich     angeordneter    Stützen 24 und 25     mittels    Klam  mern 26 und 27 oder dergleichen befestigt sind. Die  ganze     in        Fig.    3 gezeigte Anordnung wird zwischen  den Stützen 24 und 25 festgehalten.  



       Fig.    2 und 4 zeigen eine andere     Ausführungsform     der Erfindung, die sich teilweise im Hinblick auf die       Art    der     Veränderlichkeit    der Gefässkapazität und teil  weise hinsichtlich der     Erhitzungsweise    des auszuklei  denden Rohres unterscheidet.

       Gemäss        Fig.    2 wird das  in     Fig.    1 und 2 gezeigte     Gefäss    in     Form    eines Hohl  zylinders 29 mit Deckel 10 durch ein Kolbenteil 30  ersetzt, welches     vertikal        beweglich    im Innern der  Wandung des     Zylinders    29 angeordnet ist. Alle an  deren gleichartigen Bestandteile tragen gleiche     Ver-          weisungszahlen    wie die entsprechenden Teile der       Fig.    1 und 3.  



       Fig.    2a unterscheidet sich von     Fig.    2 insofern, als  das Kolbenteil 30 und die     damit    verbundenen Einzel  teile     entfernt    sind, um die Oberseite des     Gefässes    oder  Zylinders 29     offen    zu lassen.  



  In der Arbeitsweise gemäss     Fig.    2a wird Druck  luft oder Gas in Kammer 5 durch Zuleitungsöffnung  6 und Ventil 6a eingeleitet, mit einem     Überdruck    von  gewöhnlich zwischen 100 und 1200 mm Wasser  säule, je nach dem spezifischen Gewicht der Kunst  stoffpulvermasse 3, der Höhe der Masse und dem       Druckabfall    durch das Filter. Bei Anwendung von  Pulvermassen mit höherem spezifischem Gewicht wer  den höhere     Drucke    verwendet.

   Die     Druckluft    oder  das Gas, welches durch das Filter 4     hindurchdringt,     bringt die Pulvermasse in den     Wirbelzustand,    wobei  die Wirbelschicht ein grösseres Volumen einnimmt und  eine neue     Oberflächenhöhe    39 erreicht und die Wir  belschicht vorzugsweise in einem gleichmässig durch  lüfteten Zustand, wie oben beschrieben,     verkehrt.          Gleichmässige    Durchlüftung     kann    man durch lang  sames Schwenken des Gefässes begünstigen.

   Vorzugs  weise stellt man zunächst     Optimum-Wirbelschicht-          bedingungen    in der Pulvermasse her, worauf das  Ventil 6a geschlossen     wird    oder zumindest so bedient  wird, dass der in der Gaskammer ausgeübte     Druck          verringert    wird, und ein     erhitzter    Gegenstand (nicht  abgebildet) wird zumindest teilweise in die Wirbel  schicht eingetaucht.

       Wenn    das Ventil 6a geschlossen  ist, tritt kein weiteres     Durchlüftungsmittel    mehr in  den Gasraum ein, und in dieser Weise lässt man die  Wirbelschicht     zumindest    teilweise um den eingetauch  ten Gegenstand     herum    zusammenfallen. Wenn man    das Ventil 6a so bedient, dass der Druck in der Gas  kammer 5 nur verringert wird, fällt die Schicht lang  samer um den erhitzten Gegenstand zusammen. Man  kann den erhitzten Gegenstand entweder in die Wir  belschicht eintauchen,     während    die Masse bereits am  Zusammenfallen ist oder bevor man die Wirbelschicht  zusammenfallen lässt.

   Im letzteren Falle neigt die       Eintauchung    des Gegenstandes vor dem Zusammen  fallen dazu, die optimalen Wirbelbedingungen der  Wirbelschicht zu zerstören, doch der nachfolgende       Zusammenfallschritt    stellt den gewünschten Zustand  der     Durchgasung    wieder her, und der Gegenstand  wird wirksam mit einer     geschmolzenen    Kunststoff  schicht überzogen.

   Diese Arbeitsweise     mit    einer zu  sammenfallenden Wirbelschicht gewährleistet eine       gleichförmige    Kunststoffbeschichtung ohne die Not  wendigkeit, entweder den Gegenstand im Wirbelbett  oder das Wirbelbett selbst     zu    bewegen, obwohl es  natürlich möglich ist, die Masse in     Schwingungen     zu versetzen, um unter Umständen die Zusammen  fallgeschwindigkeit, falls     erwünscht,    zu beschleunigen,  je nach der     Art    des verwendeten Pulvers und der       erwünschten        Beschichtungsdicke.     



  Die obengenannte     Optimum-Wirbelschichtbedin-          gung    stellt einen bestimmten Zustand dar, bei dem  gerade genug Luft oder Gas durch das System strömt,  im wesentlichen in vertikaler Richtung, um Teilchen  von Teilchen zu trennen. Diese Durchlüftung bedingt,  dass die Reibung zwischen den Einzelteilchen auf ein  Minimum eingeschränkt wird und dass das Pulver  somit die Eigenschaft der echten' Fliessfähigkeit an  nimmt, und zwar in solchem Masse, dass die     Fliess-          eigenschaften    denen einer Flüssigkeit entsprechen.

    Solche Materialien haben ein bestimmtes gesamt  spezifisches Gewicht, wie sich aus dem folgenden  Beispiel ergibt:  <I>Beispiel 1</I>  <I>Gesamtspezifische Gewichte von Materialien im</I>       Wirbelschichtzustand     Ein gewisses Polyäthylen in gegossener Form hat  ein spezifisches Gewicht von 0,940.  



  Der gleiche Kunststoff in kompakter Pulverform  hat ein spezifisches Gewicht von 0,375.  



  Der gleiche Kunststoff in gesiebter und loser  Form hat ein spezifisches Gewicht von 0,350.  



  Der gleiche     Kunststoff    in schwach durchlüfteter,       ungleichmässiger        Wirbelschichtform    hat ein spezifi  sches Gewicht von 0,275.  



  Der gleiche Kunststoff in Pulverform unter     opti-          mum    gleichmässigen     Wirbelschichtbedingungen    hat  ein spezifisches Gewicht von 0,25.  



  Das gleiche Kunststoffpulver in einer kochenden  ungleichförmigen Wirbelschicht hat ein spezifisches       Gewicht    von 0,225.  



  Die folgende Tabelle zeigt praktische Wirbel  schichtdaten, die mit demselben Pulver gemessen  wurden.    
EMI0005.0001     
  
    Höhe <SEP> des <SEP> Pulvers <SEP> Druck <SEP> Volumenzunahme
<tb>  in <SEP> der <SEP> Schicht <SEP> in <SEP> der <SEP> Luftkammer <SEP> gegenüber <SEP> undurchlüfteter <SEP> Bemerkungen
<tb>  in <SEP> mm <SEP> in <SEP> mm <SEP> Wassersäule <SEP> Masse <SEP> in
<tb>  749 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> undurchlüftete <SEP> Masse
<tb>  952 <SEP> 444 <SEP> 687 <SEP> schlechte <SEP> ungleichmässige <SEP> Wirbelschicht
<tb>  <B>1016</B> <SEP> 501 <SEP> 904 <SEP> optimum, <SEP> gleichmässige <SEP> Wirbelschicht
<tb>  1053 <SEP> 514 <SEP> 1018 <SEP> Wirbelschicht <SEP> kocht, <SEP> ist <SEP> ungleichmässig       Aus dem Obigen ergibt sich,

   dass eine Volumen  zunahme der Pulvermasse von nur     41/211/a    vom     Opti-          mumzustand    ein heftiges Kochen herbeiführt, und  dieses Kochen ist in erster Linie für eine ungleich  mässige, poröse Beschichtung verantwortlich. Wollte  man das Volumen ausreichend erhöhen, um das Pul  ver durch ein Rohr     zu    verdrängen, würde man die  Eigenschaften der Wirbelschicht vollkommen zerstö  ren, und man würde lediglich einen pulverbeladenen  Luftstrom durch das Rohr erhalten.  



  <I>Beispiel 2</I>  <I>Abhängigkeit der Beschichtung vom</I>       Belä        f        tungszustand     Es wurde, wie im vorigen Beispiel beschrieben,  eine     Optimum-Wirbelschicht    in der Apparatur der       Fig.2a    hergestellt. Ein     Metallstreifen    von der in       Fig.    10 gezeigten Form wurde erhitzt und in der Wir  belschicht in der in     Fig.    10     gezeigten    Stellung auf  gehängt. In diesem Versuch wurden die Bedingungen  der üblichen     Eintauchverfahrensweise    genau einge  halten.

   Man machte die folgende Beobachtung:  Längs der     senkrechten    Teile des     Metallstreifens     bestand eine Neigung zur Bildung von Luftkanälen  in annähernd senkrechter     Richtung,    woraus sich eine  ungleichmässige Beschichtung ergab.  



  Die schrägen Abschnitte des Streifens sammelten  überschüssige Luft an der Unterseite, welche sich  längs der Oberfläche aufwärts bewegte, Kochen ver  ursachte und eine ungleichmässige Beschichtung er  gab. Die Oberseite des schrägen Teiles war teilweise  abgeschirmt und infolgedessen fiel die Pulvermasse  auf dieser Oberfläche zusammen, rutschte ab in Rich  tung auf die untere Kante und wurde dann wiederum  von dem aufwärtsströmenden Luftstrom mitge  schleppt. Die Deckschicht zeigte den Einfluss dieser       abwärtsgleitenden    Bewegung. Die Unterseite des  waagrechten Teiles des Streifens wurde aus den glei  chen Gründen wie im Falle der Unterseite des schrä  gen Teiles unbefriedigend beschichtet. Im Gegensatz  hierzu wurde die Oberseite des waagrechten Teiles  sehr zufriedenstellend beschichtet.

   Die Pulvermasse  fiel     wiederum    auf der Oberseite dieses Teiles zusam  men und konnte nicht     abrutschen.    Als der Streifen  aus der Pulvermasse entfernt wurde, wurde das über  schüssige Pulver abgeblasen.  



  Ein zweiter Versuch wurde dann     mit    einem ähn  lichen Streifen unter den folgenden Bedingungen aus  geführt:         Optimum-Wirbelschichtbedingungen    wurden wie  derum in einer Apparatur gemäss     Fig.    211 hergestellt.  Ventil 611 wurde dann geschlossen, und sobald die  Pulvermasse anfing zusammenzufallen, wurde der  heisse     Streifen    in das     Gefäss    eingetaucht und etwa 5  Sekunden später wieder entfernt. Während dieser  Zeit fiel die Wirbelschicht fast vollständig zusammen.  Als Ergebnis des     Zusammenfallens    der Pulvermassen  gegen den Metallstreifen von allen Seiten, wurde eine  sehr gleichmässige Beschichtung sämtlicher Teile des  Metallstreifens erhalten.

   Die Unterschiede in der  Schichtqualität an den verschiedenen Teilen des Strei  fens waren ganz gering.  



  <I>Beispiel 3</I>  <I>Beschichtung einer chemischen Apparatur</I>  Der Versuch wurde mit einem schweren Eisen  deckel eines Gefässes für chemische Zwecke ausge  führt. Der Deckel hatte eine ganz ungleichmässige  Form mit schwerzugänglichen Ecken und Rohrstut  zen. Der Deckel wurde erhitzt und in eine zusam  menfallende Wirbelschicht in der im vorigen Beispiel  beschriebenen Weise eingetaucht. Der Deckel mit  einem Durchmesser von 63 cm wurde dann aus der  Pulvermasse herausgehoben und hatte einen praktisch  perfekten Kunststoffüberzug. Selbst die Ecken und  Innenoberflächen der Rohrverbindungen waren gut  und gleichmässig beschichtet.  



  <I>Beispiel 4</I>       Innenauskleidung   <I>von Rohren</I>  In der Arbeitsweise gemäss     Fig.    1 wird Druck  luft oder Gas in Kammer 5 durch Gaszuleitung 6  eingeleitet. Die Druckluft wandert durch Filter 4  und bringt die Pulvermasse 3 in den     Wirbelzustand,     wobei die aufgebauschte Wirbelschicht eine ausge  prägte freifliessende     Oberfläche    zeigt und die Teil  chenmasse im Gefäss 2 die neue Oberflächenhöhe 28  annimmt.

   Daraufhin wird der Boden 7 des     Gefässes    2  schnell     senkrecht        aufwärts    gehoben, wodurch der       Rauminhalt    des Gefässes 2 vermindert     wird    und die  Oberfläche der     WirbeIschichtmasse    in dem zu be  schichtenden Rohr 1 aufwärts steigt.

   Der Gefäss  durchmesser ist wesentlich grösser als der Rohrdurch  messer, und eine     kleine    senkrechte Bewegung des  Bodens 7     verursacht    einen verhältnismässig grösseren  senkrechten Aufstieg der     Pulvermasse    im Rohr 1, wo  durch Rohre     erheblicher    Länge mit einer durchlüfte  ten Pulvermasse gefüllt werden können. Bevor man,      die     Oberfläche    der     durchgasten    Pulvermasse 28     in     das Rohr 1     hinaufstösst,        wird    das Rohr erhitzt.  



  Gewöhnlich ist selbst eine kurze Berührungszeit  mit dem heissen Rohr ausreichend, um eine zufrieden  stellende Kunststoffschicht auf die     Innenfläche    des  Rohres aufzutragen. Infolgedessen reicht es gewöhn  lich aus, den Boden 7 des Gefässes 2 nur kurze Zeit  zu heben, die Pulvermasse in der     nachfolgenden,    an  hand von     Fig.    2 und 4 beschriebenen Weise     zusam-          menfallen    zu lassen und dann den Boden 7 zu senken,  wodurch die noch     ungeschmolzenen        durchgasten    Teil  chen in das     Gefäss    2     zurückgeführt    werden.

   Unter  Umständen kann man jedoch das Heben und Senken  der Pulvermasse wiederholen oder die     durchgaste     Teilchenmasse längere Zeit in dem Rohr halten.  



  Gemäss     Fig.    4 wird das Rohr 1 von einer     Heiz-          wendel    31 in thermischem Kontakt mit dem Rohr 1  umringt, die von einer elektrischen Energiequelle 32  beheizt     wird.    Ein hohles Teil 33 in Form eines     um-          gekehrten    Kegels ist am oberen Ende des Rohres 1  befestigt, beispielsweise mittels     Flanschen    34 und 35.  Die grössere Öffnung 36 des umgekehrten Kegels ist  mit einem Filter 37 bedeckt.  



  In der Arbeitsweise gemäss     Fig.    2 und 4 wird  die Wendel 31 unter Strom gesetzt und somit Rohr 1       beheizt.    Danach senkt man das Kolbenteil 30 mit  angebautem Rohr 1 schnell in die     Wirbelschichtpul-          vermasse    38, wodurch der     Rauminhalt    des Gefässes  29 verringert wird und die Oberfläche 39 der durch  gasten fasse im Tank 29 in das Rohr 1 aufsteigt,  um eine neue     Oberflächenhöhe    gemäss     Fig.    4 zu er  reichen. Ansonsten gleicht die     Beschichtungsmethode     vollständig der anhand von     Fig.    1 und 3 beschrie  benen Verfahrensweise.  



  Gemäss     Fig.    5 ist die erfindungsgemässe Apparatur       insofern    abgeändert, dass sie sich sowohl für die Au  ssenbeschichtung von länglichen Gegenständen als  auch die Innen- und Aussenbeschichtung eines     rohr-          förmigen    Körpers eignet.  



  Wenn es beispielsweise erforderlich ist, sowohl  die Aussenseite als auch die Innenseite eines Rohres  zu beschichten, und zwar eine     Oberfläche    mit einer       Kunststoffart    und die andere     Oberfläche    mit einer  anderen Kunststoffart, besteht die     Apparatur    aus  einem ersten und einem zweiten     Gefäss    41 und 42,  wobei das erste     Gefäss    41 und die damit verbundenen       Bestandteile        im        wesentlichen    mit den in     Fig.    3 gezeig  ten identisch sind.

   Das zweite Gefäss 42 ist mit einer  Öffnung 43 durch die     Luftkammer    5 versehen und       mit    einem     rohrförmigen    Teil 15, wie in     Fig.    3 ge  zeigt, welches in bekannter Weise gegen die Öffnung  43 abgedichtet ist. Rohrabschnitt 15 führt durch Fil  ter 4 hindurch. Das zweite     Gefäss    41 und die     damit     zusammenhängenden Teile ähneln der in     Fig.    1 ge  zeigten Ausführung, doch stehen Rohre 44 und 1 in  konzentrischem Verhältnis zueinander.

   Es ergibt sich  aus     Fig.    5, dass die     Gefässe    41 und 42 unabhängig       voneinander    durch Heben und Senken     ihrer    jeweili  gen durchlüfteten Pulvermasse betrieben werden kön  nen, wie bereits oben für den Betrieb mit einem ein-         zigen    Gefäss beschrieben wurde. Es ist jedoch auch       möglich,    sowohl die Innenseite von Rohr 1 als auch  Rohr 44 aus einem einzigen Gefäss mit einem geeig  neten     Umleitesystem    zu beschicken, so dass beide  Rohre 1 und 44 gleichzeitig mit der belüfteten Pul  vermasse gefüllt werden, wenn die Beschichtung der  Innen- und Aussenseite die gleiche Zusammensetzung  haben soll.

   Offensichtlich kann man auf das Gefäss 41  verzichten, wenn der aussen zu beschichtende Gegen  stand ein länglicher, massiver     Körper    ist, solange man  den Gegenstand innerhalb des Rohres 44 befestigt.  



  Die erfolgreiche Durchführung des erfindungs  gemässen     Rohrauskleidungsverfahrens    hängt im we  sentlichen von der     Fähigkeit    der Apparatur ab, das  pulverförmige     Beschichtungsmaterial    sehr schnell  gleichmässig mit der ganzen zu beschichtenden Ober  fläche in Berührung zu bringen. Während dieser Zeit,  welche im günstigsten Fall einen Bruchteil einer Se  kunde einnimmt, und während welcher sich das Pul  ver parallel zur zu beschichtenden Oberfläche be  wegt, baut sich keine nennenswerte Schicht auf dem       vorerhitzten    Werkstück auf.

   In diesem kurzen Zeit  abschnitt bleiben jedoch Pulverteilchen durch Schmel  zung     ziemlich    nahe     aneinandergelagert    an der erhitz  ten Oberfläche hängen. Dies stellt die erste Stufe dar.       Während    der zweiten Stufe verliert die gehobene  Pulvermasse allmählich ihre     Durchgasung,    da die ver  längerte Säule einen ausreichenden     Druck    ausübt,  um die Zufuhr einer ausreichenden Luftmenge in das  System zu verhindern, so dass infolgedessen die Pul  verteilchen sich an die erhitzte Oberfläche und bereits  angeklebten Teilchen in einer gleichmässigen und  homogen verteilten Weise anpressen.

   Diese zweite  Stufe nimmt ein paar Sekunden ein, je nachdem wie  schnell entsprechend der     Kornart    des Pulvers die       Fliessfähigkeit    verlorengeht. Am Ende dieses Zeit  abschnittes kann man die Pulvermasse nicht mehr als  eine Wirbelschicht im Gleichgewichtszustand be  schreiben. Es handelt sich dann vielmehr um eine  Pulvermasse, die sich gleichmässig setzt bzw. zusam  menfällt, aber nicht zusammengerammt wird. Am  Ende dieser zweiten Stufe kann man das Pulver in  den     Wirbelbehälter    zurückführen, indem man das  Volumen des Behälters erhöht, was eine Druckver  minderung bewirkt, die das Pulver in den Behälter  zurückzieht.

   Diese     Saugkraft    unterstützt die Schwer  kraft     in    der     Rückführung    des     umgeschmolzenen    Pul  vers vom Werkstück. In gewissen Fällen jedoch, vor  allem, wo waagrechte Oberflächen oder Oberflächen  mit einer Neigung von weniger als     60 '    zur Waagrech  ten zum Zurückhalten des überschüssigen     unge-          schmolzenen    Pulvers neigen, kann man diesen über  schuss mit einem entsprechend gesteuerten, zusätz  lichen Luftstrom entfernen.  



  Am Ende dieses Stadiums wird die Beschichtung  vervollständigt, und man entfernt dann den Gegen  stand aus der Apparatur und lässt     ihn    abkühlen, bis  die Schicht endgültig und vollständig gebildet ist.  Falls eine dickere Beschichtung     erwünscht    ist, wird  das Pulver in der Wirbelschicht wieder     aufgewirbelt         und das Verfahren wiederholt, während das Rohr  noch in Position ist.  



  Am Ende der obengenannten zweiten Stufe ist es  unter gewissen Umständen, beispielsweise wenn die  Pulverteilchen recht gleichmässige Oberflächen haben  oder das Pulver von sich aus eine gewisse freie Fliess  fähigkeit besitzt, möglich, das Pulver noch länger in  der     Beschichtungsposition    zu halten.

   Mehr Pulver       schmilzt    dann, und im Falle eines Polyäthylens ge  ringer Dichte     nimmt    es     ein    gesamtspezifisches     Ge=     wicht von etwa 0,92 an, während das angrenzende  Pulver ein schüttspezifisches Gewicht von möglicher  weise etwa 0,35 hat, je nach     Teilchenform,    und dies  könnte leicht zur Bildung eines Hohlraumes zwischen  der Schicht und dem Pulver     führen.    Die Bedingung  ist jedoch, dass das Pulver genügend     freifliessende     Eigenschaften hat, um diesen Raum gefüllt zu halten.

    Mit einem Pulver aus abgerundeten Teilchen zwi  schen 50 und 150     Mikron    war es möglich, die     Be-          schichtungszeit    auf eine halbe Minute auszudehnen,  wobei sehr dicke Beschichtungen erzielt wurden, d. h.  1,0 bis 2,5 mm. Eine Schichtdicke von 0,7 mm wird  in diesem Verfahren bereits als eine schwere Schicht  betrachtet. Die Rohre wurden in diesen Beispielen auf  230  C erhitzt. In allen Versuchen fand die Ein  engung der Wirbelschicht in weniger als 0,5 Sekunden  statt.

   Die     plötzliche    Einengung des Behältervolumens  um etwa 57 Liter im Falle der in     Fig.    2 gezeigten  Apparatur verursachte einen plötzlichen Druckanstieg  in der Pulvermasse von etwa 250 mm Wassersäule  auf annähernd 1300     mm    Wassersäule. Sobald das  Rohr mit der     durchgasten    Masse gefüllt war, wurde  das     Luftdruckventil    geschlossen, und man     liess        somit     die Pulvermasse zusammenfallen.

   Im normalen Be  trieb wurde das Volumen der     Wirbelkammer    nach  etwa 6 Sekunden     wiederum    auf normal zurückerwei  tert, wonach man das Rohr     entfernte    und abkühlen  liess. Die     Schichtdicke    betrug dann     durchschnittlich     0,4     mm.    Es wird darauf hingewiesen, dass in dieser  normalen Art der     Durchführung    des     Verfahrens    das  Pulver am Ende der genannten     Beschichtungszeit    von  beispielsweise 6 Sekunden noch immer in erheblichem  Masse     durchgast    ist.

   Luft     sickert    noch aufwärts und  verleiht somit dem Material eine gewisse Beweglich  keit und freie Fliesseigenschaften, wodurch das Pulver  in guter und gleichmässiger     Berührung    mit der gesam  ten Rohroberfläche bleibt. Dieses     allmähliche    Sickern       führt    zu     keiner        Luftröhrenbildung    und natürlich auch  zu keiner parallelen Bewegung von Luft und Pulver  oder     Wogungen    oder Turbulenz.

      <I>Beispiel 5</I>  <I>Auskleidung einer Rohrbiegung</I>    Gemäss     Fig.    6 ist die in diesem Ausführungsbei  spiel     verwendete    Apparatur mit der in     Fig.    1 gezeig  ten identisch, mit Ausnahme des     ringförmigen    Sitzes  12a, der um 45  geneigt ist. Eine     rechtwinklige    Rohr  biegung von 100 mm Innendurchmesser wurde auf  230  C erhitzt und auf den     ringförmigen    Sitz 12a    montiert.     Polyäthylenpulver    wurde im     Wirbelraum    3  in der im vorigen Beispiel beschriebenen Weise in den       Wirbelbettzustand    gebracht.

   Eine Trennwand 4a mit       Rückschlagventilen    war ferner zwischen der Luft  <U>kammer</U> 5 und der Belüftungsunterlage 4 unmittelbar  oberhalb der Trennwand 4a eingebaut. Die Pulver  masse wurde dann in der im vorigen Beispiel be  schriebenen Weise im Laufe von zwischen 0,3 und  0,5 Sekunden eingeengt. Das Pulver wurde in die  Rohrbiegung verdrängt und     dort    5 Sekunden lang  gehalten. Während dieser     Zeit        verhinderten    die Rück  schlagventile in Trennwand 4a ein Zurückströmen des       Begasungsmittels    aus der Pulvermasse zurück in die  Luftkammer.

   Nach 5 Sekunden wurde das Volumen  der     Wirbelkammer    wieder erhöht, wodurch das Ma  terial im     Rohrabschnitt    in die     Wirbelkammer    zurück  gesogen wurde. Die Rohrbiegung wurde dann abge  baut und hatte eine perfekte Innenauskleidung zwi  schen 0,25 und 0,4 mm Dicke.    <I>Beispiel 6</I>    <I>Beschichtung von</I>     Gegenständen   <I>verschiedener</I>  <I>Formen nach der</I>     Pulververdrängungsverfahrensweise     Gemäss     Fig.    7 entspricht die     Apparatur    im Prin  zip der in     Fig.    2 gezeigten, und nur die unterschied  lichen Kennzeichen wurden mit neuen Nummern ver  sehen.

   In dieser Ausführungsform wird der ringför  mige Sitz 12 und das heisse Rohr 1 von     einer        Be-          schichtungskammer    47 kleineren Durchmessers als  die Wirbelkammer ersetzt, wobei die     Beschichtungs-          kammer    ständig oder demontierbar an der Oberseite  des Kolbens 30 befestigt ist. Es wurde ein Versuch  mit dem gleichen Metallstreifen wie in Beispiel 2       ausgeführt.     



  Die     Wirbelkammer    29 wurde mit genug     Poly-          äthylenpulver        gefüllt,    um im vollen     Wirbelzustand    ein  Volumen einzunehmen, welches einer Pulverhöhe bis  zum konischen Teil 48 der     Beschichtungskammer     entsprach, wenn der Kolben 30 vollständig in die       Wirbelkammer        hineingedrückt    wird. Durch die Gas  zufuhr 6 wurde Luft mit solcher Geschwindigkeit ein  geblasen,     dass    eine     perfekte    Wirbelschicht erzeugt  wurde. Der Metallstreifen 49 wurde auf 230  C er  hitzt und in der     Beschichtungskammer    47 aufgehängt.

    Kolben 30 wurde dann, wie in einem vorigen Bei  spiel, hinuntergestossen und 5 Sekunden     lang    in der  unteren Position gehalten, während welcher Zeit die  zusammenfallende Pulvermasse in ständiger Berüh  rung mit dem Streifen 49 war, und     dann    wieder her  ausgezogen, um ein Zurückströmen des Pulvers in die  Wirbelkammer herbeizuführen. Der Streifen 49 wurde  aus der     Beschichtungskammer        entfernt    und     abkühlen     gelassen. Man erhielt eine     einwandfreie    und glatte  Deckschicht einer durchschnittlichen Dicke von  0,3 mm.  



  Das     Wirkungsprinzip    dieser     Ausführungsweise     wird diagrammatisch     in        Fig.    8 gezeigt. In     Fig.    8 wird  ein Wirbelgefäss von der Art des in     Fig.    2a gezeigten  abgebildet. Die Wände des Gefässes ragen um eine      geeignete Höhe über die     normale    Höhe 39 der Pul  verwirbelschicht 38 hinaus. Während des     Wirbel-          schichtstadiums    wird ein erhitzter Gegenstand gerade  oberhalb der Höhe 39 der normalen Wirbelschicht  aufgehängt.

   Vorzugsweise hält man perfekte oder fast       perfekte        Wirbelschichtbedingungen    ein, während sich  der Kolben 51 in der gehobenen Position befindet.  Man stösst     dann    den Kolben 51 in die Pulvermasse  hinunter (strichpunktiert angedeutet), wodurch ein  erhebliches Volumen der     Wirbelschichtmasse    ver  drängt wird und eine neue Pulverhöhe 39a     erreicht          wird.    Durch die Erhöhung der Drucksäule auf den  Boden der Wirbelschicht reicht der Gasdruck nicht  mehr aus, die     Wirbelschichtbedingungen        aufrechtzu-          halten,    und die Pulvermasse fängt an,

   in sich     @zusam-          menzufallen.    Das zusammenfallende Pulver drückt  sich sacht von allen Seiten an den zu beschichtenden  Gegenstand an und dringt     in    alle Ecken-und Hohl  räume des Gegenstandes ein. Das Zusammenfallen  der Wirbelschicht wird von     einem        Sinken    der Pulver  höhe von der     Maximumhöhe    39a auf eine niedrigere  Höhe 39b begleitet. In der normalen Betriebsweise  wird der Kolben aus der Pulvermasse     entfernt,    bevor  das Pulver sich vollständig entlüftet hat.

   Das Pulver       fällt    dann in den ursprünglich vom Kolben eingenom  menen Raum zurück und     nimmt    wiederum den     Wir-          belschichtzustand    an.    <I>Beispiel 7</I>  <I>Andere</I>     Beschichtungsverfahrensweise            Gemäss        Fig.    9     ist    die Apparatur mit der in     Fig.    2a  gezeigten identisch,     mit    der Ausnahme, dass die Ober  seite des Behälters mit einem Deckel 52 verschlossen  ist, der mit einer     Gasableitungsöffnung    53 und einer  Klappe 54 versehen ist.

   Der zu beschichtende Ge  genstand 55 wird an einem Hebelsystem 56 oder der  gleichen     aufgehängt,    mit     Hilfe    dessen man den Ge  genstand heben oder senken kann.  



  Wenn die Pulvermasse 38 den gewünschten Wirbel  schichtzustand angenommen hat, schliesst man die  Klappe 54 ganz oder teilweise, wodurch an der Ober  seite der Masse Gegendruck erzeugt wird. Man senkt  nun den zu beschichtenden Gegenstand in die Pulver  masse, die inzwischen angefangen hat, in sich zusam  menzufallen und hält ihn dort während der für die  Dicke der Beschichtung     erwünschten    Zeitspanne. Die  Geschwindigkeit,     mit    der die Schicht     zusammenfällt,     kann man durch mehr oderweniger dichtes Schliessen  der Klappe 54 steuern.  



  Falls erwünscht ist, ein schnelleres Zusammen  fallen der Schicht zuwege zu bringen,     schliesst    man  die Klappe 54 und bläst Gas unter     einem    geeigneten  Druck     in.    den Gasraum oberhalb der     Pulvermasse     durch den Rohrstutzen 58.    <I>Beispiel 8</I>  In dieser     Versuchsreihe    wurden Pulvermassen aus  Nylon, Polyäthylen,     Polyvinylchlorid    und     fluorierten          Polyäthylenen    verwendet. Die Pulverteilchen     waren       zum grössten Teil zwischen 50 und 150     Mikron    im  Durchmesser gleichmässig geformt und zum grossen  Teil frei von Vorsprüngen.  



  Die Apparatur war die in     Fig.    2a gezeigte, und  als Belüftungsunterlage wurde ein dichtgewebtes syn  thetisches     Filtertuch    verwendet.  



  Man liess langsam Luft durch die Pulvermasse  strömen,     während    die Pulvermasse ständig vom Bo  den des Gefässes aufwärts     gerührt    wurde. In dieser  Weise erhielt man die     obendefinierten         static        aerates      in einem erheblichen Bereich der Gasgeschwindigkeit.  Wenn man die Geschwindigkeit des     Begasungsme-          diums    erhöhte, wurde schliesslich der echte Wirbel  schichtzustand erreicht.  



  Beim Eintauchen der in Beispiel 2 beschriebenen  erhitzten Teststreifen in die      static        aerates     wurden  einwandfreie Beschichtungen auf allen Testoberflä  chen erzielt. Die Schichtqualitäten waren vollständig  gleichmässig und standen im     scharfen    Gegensatz zu  den Ergebnissen, die man mit den gleichen Streifen  durch Eintauchen in echte Wirbelschichten erzielte  (siehe Beispiel 2).  



  <I>Beispiel 9</I>  Eine ähnliche Pulverunterlage wie im vorigen Bei  spiel wurde verwendet. Die Pulvermasse war etwa  48 cm tief; ein     Polyäthylenpulver    hoher Dichte wurde       verwendet    mit Teilchengrösse     zwischen    38 und 150       Mikron    und     annähernd    runder     Kornform.    Luft fand  Verwendung als Belüftungsmittel.  



  In diesem Versuch wurde die     Gesamtluftgeschwin-          digkeit    gemessen sowie der Säulendruck des Pulvers,  der numerisch dem Druckabfall durch die Pulver  masse gleichstand. Die Ergebnisse wurden in     Fig.    11  aufgetragen. Mit zunehmender Luftgeschwindigkeit  durch die Pulvermasse von 0 an aufwärts stieg der  Druckabfall glatt zwischen Punkt O und P an. Bei  Punkt P reichte der Druckabfall gerade aus, um das  Gewicht der Pulvermasse     auszugleichen.    Von da an  zeigte die Kurve einen     etwas    unregelmässigeren Ver  lauf und nahm     annähernd    die Form einer flachen       Sinuskurve    mit einem Maximum bei Q und einem  Minimum bei R an.

   Von da an wurde die Kurve  wieder regelmässiger und stieg flach bis S an. Auf  dem aufsteigenden     Arm    der Kurve stellt Teil b den  Übergang zum echten     Wirbelschichtzustand    dar. Ab  schnitt a entspricht dem normalen     Wirbelschicht-          zustand,    bei welchem die üblichen     Eintauchbeschich-          tungsverfahren    ausgeführt werden. Hinter Punkt S  kocht die Pulvermasse heftig.  



  Wenn man die     Gasströmungsgeschwindigkeit    nun  verringert, verfolgt die zurückkehrende Kurve nicht  mehr den gleichen Weg. Anfangs verläuft die zurück  laufende Kurve höher als die aufsteigende Kurve,  die bei T geschnitten wird. Ein Übergangsabschnitt  wurde mit c bezeichnet, in welchem die     Kurve    etwas       unregelmässig    verläuft; die     Unregelmässigkeiten    sind  jedoch grossenteils wiederholbar. Der     möglichen    Bil  dung von Luftröhren in diesem Abschnitt kann man  durch leichtes     Rühren    entgegenwirken.      Unterhalb S herrscht der Zustand, den ich als        static    gerate  bezeichne.  



  Der     ungefähre    Zustandsbereich, der sich am  besten für die erfindungsgemässe     Eintauchbeschich-          tung    eignet, wird durch d dargestellt. In diesem Be  reich hat die Pulvermasse wenig Neigung, Luftröhren  zu bilden, und die  Viskosität  entspricht den Er  fordernissen für schwierige     Beschichtungsarbeiten.     



  Ein gutes Mass der  Viskosität  der Pulvermasse  wird durch den     Penetrationstest    geliefert, für den ich  die in     Fig.    13 abgebildete Sonde     verwende.    Diese  Sonde besteht aus einem Stiel 201, der länger ist als  die     Maximumtiefe    der Pulvermasse und einem Brems  blech 202 am unteren Ende des ersteren mit einem  winkelförmigen Querschnitt, wobei die Spitze des  Winkels nach unten zeigt. Der bevorzugte Winkel des  Bremsbleches ist annähernd 90 , und jede     Hälfte    des  Bremsbleches hat eine Fläche von     annähernd     50 X 75 mm. Zusätzlich ist ein Tisch 203 am oberen  Ende des Stieles 203 vorgesehen, auf welchem man  Gewichte aufladen kann.

   Selbstverständlich sind für  diesen Zweck auch andere geeignete Anordnungen  möglich.  



  Im vorliegenden Beispiel war eine Gesamtlast der  Sonde von     11/,1    Pfund (etwa 580 g) gerade ausrei  chend, um die Sonde bis zum Boden der Pulvermasse  sinken zu lassen, wenn man sie an der     Oberfläche    der  Masse losliess, während sich die Pulvermasse in dem  von Punkt U der Kurve dargestellten Zustand befand.  Bei der Verringerung der Gasgeschwindigkeit nahm  die erforderliche Belastung der Sonde, um bis zum  Boden der Masse     durchzudringen,    ständig und gleich  mässig zu, bis bei Punkt O die erforderliche Gesamt  last     41/.2    Pfund (etwa 2050 g)     betrug.     



  Der Test lässt sich auch mit konstanter Belastung  durchführen, indem man die     Eindringungstiefe    in  jedem Falle misst und dadurch zu einem vergleichs  weisen Satz von     Messwerten    gelangt.  



  Eine wichtige Eigenschaft, die sich an      static          aerates     beobachten lässt, besteht darin, dass mit Än  derung der Gasgeschwindigkeit praktisch keine Vo  lumenänderung der Pulvermasse     stattfindet.    So ist  beispielsweise auf dem absteigenden Ast der Kurve  zwischen Punkten U und O das Volumen der Pulver  masse konstant oder praktisch konstant. Bei O befin  det sich die Masse in einem sehr labilen Zustand,  und die geringste mechanische Störung lässt die Pul  vermasse vollständig zusammenfallen, so dass das  Pulver in den Zustand des normalen, lose gesetzten  Pulvers     zurückkehrt.     



  Der Schüttwinkel nimmt zu, wenn die Gasge  schwindigkeit abnimmt.  



  <I>Beispiel 10</I>  Der Versuch des Beispieles 9 wurde mit verschie  denen Pulvern und zwei verschiedenen Arten von       Durchgasungsunterlagen    wiederholt. Nur die abstei  genden Kurven wurden in     Fig.    12 aufgetragen.    <I>I. Normales Leinentuch als</I>     Durchgasungsunterlage     <I>Kurve A</I>  Verwendetes Pulver: Polyäthylen geringer Dichte,       unregelmässig    geformte Teilchen, starke Tendenz zum  Zusammenballen. Teilchengrösse des Grossteils des  Pulvers (3/4 des Pulvers) zwischen 50 und 250     Mi-          kron.     



  Um eine ordentliche Wirbelschicht zu erhalten,  war es notwendig, zu scharren und zu rühren, um  dadurch die     Luftröhrenbildung    zu unterdrücken. Volle       Wirbelschichtbedingungen    herrschten zwischen 1 und  1/2 Fuss/Sek. Luftgeschwindigkeit (30 bis 15 cm/Sek.).  



  Beim Verringern der Gasgeschwindigkeit musste  das Scharren fortgesetzt werden, bis das      static     gerate  bei 0,3 Fuss/Sek. (10 cm/Sek.) erreicht wurde.  Die Pulvermasse befand sich dann von unten bis oben  in einem vollständig statischen Zustand. Bei Ein  taucharbeiten entstanden zuweilen Luftröhren, die  sich jedoch durch Umrühren der Röhrenzone aus  schalten liessen.  



  Penetration des      static        aerates :    ausgezeichnet.  Arbeitsgebiet (d. h. geeignet für     Eintauchbeschich-          tung):    0,3 bis 0,1 Fuss/Sek. (10 bis 3 cm/Sek).  



       Beschichtungseigenschaften:    gut zur Beschichtung  von Drahtwerkstücken, schlecht für Rohrbiegungen.  <I>Kurve B</I>  Verwendetes Pulver: die Fraktion des obigen Pul  vers oberhalb 150     Mikron    wurde verwendet.  



  Eine gute Wirbelschicht liess sich ohne     Umrühren     irgendwelcher Art zwischen 1,1 und 0,9 Fuss/Sek.  (33 bis 27 cm/Sek.) Gasgeschwindigkeit herstellen.  



  Das      static    gerate  liess sich ohne Rühren errei  chen (0,65     Fuss/Sek.;    19,7 cm/Sek.).  



  Arbeitsgebiet: 0,65 bis 0,5 Fuss/Sek. (19,7 bis  15 cm/Sek.),     zu     viskos  bei geringerer Strömungs  geschwindigkeit.  



  Penetration des      static    gerate : gering.       Beschichtungseigenschaften:    Nützlichkeit be  schränkt durch geringe Penetration.  



  <I>Kurve C</I>       Ve,rwendetes    Pulver: Polyäthylen von hoher  Dichte und mit ziemlich     perlförmigen    Teilchen, 38  bis 150     Mikron.     



  Es liess sich eine ausgezeichnete Wirbelschicht  herstellen mit wenig Scharren oder     Schaukeln    des Be  hälters bei 0,58 bis 0,4 Fuss/Sek. (11,7 bis 12,2 cm/  Sek.). Bei 12,2 cm/Sek. wurden zuweilen Luftröhren  beobachtet, wenn man mit dem Schaukeln oder Schar  ren     aufhörte.     



  Die      static        aerate -Bedingungen    wurden durch  Verringern der Gasgeschwindigkeit mit gleichzeitigem  Ausschalten von Luftröhren bei 0,13 Fuss/Sek.  (4 cm/Sek.) erhalten.  



  Penetration des      static    gerate : gut.  Arbeitsgebiet: 0,13 bis 0,05 Fuss/Sek. (4,0 bis  1,5 cm/Sek.).  



       Beschichtungseigenschaften:    ausgezeichnet für  Rohrbiegungen.           II.   <I>Dichtgewebtes synthetisches Filtertuch</I>  Das in der folgenden Versuchsreihe als     Durchlüf-          tungsunterlage    benutzte Filtertuch wird in Südafrika  von     The        South        African        Canvas        Company        (Pty)        Limi-          ted,    Johannesburg, vertrieben, und zwar unter der  Handelsbezeichnung     TS    400.  



  Es hat die folgenden Eigenschaften:  Luftdurchlässigkeit: 2,5,  Wasserdurchlässigkeit: 2625,       Feststoffzurückhaltungsfaktor    pro     1/10o:    87,  Reissstärke eines Streifens 2 Zoll X 7 Zoll, ein  gespannt,       Kettenfadenstärke:    1005 Pfund,       Schussfadenstärke:    981 Pfund.  <I>Kurve A'</I>       Verwendetes    Pulver: wie für Kurve A.  



  Mit mässigem Scharren wurde zwischen 0,95 bis  0,47 Fuss/Sek. (29 bis 14,3 cm/Sek.)     Gasströmungs-          geschwindigkeit    eine sehr gute Wirbelschicht erhalten.  Mit     Schaukeln    und Scharren der Pulvermasse war die  Wirbelschicht ausgezeichnet.  



  Die teilweise Entgasung (d. h.     Verringerung    der       Gasströmungsgeschwindigkeit)    fand nur mit Schar  ren statt und das      static    gerate  bildete sich bei 0,1  Fuss/Sek. (3,1 cm/Sek.).  



       Penetration    des      staticaerate :    vergleichbar mit A.  Arbeitsgebiet: 0,1 bis 0,5 Fuss/Sek. (3,1 bis 1,5 cm/  Sek.).  



       Beschichtungseigenschaften:    ausgezeichnet für  Drahtwerkstücke, ungeeignet für Rohrbiegungen we  gen schwacher Fliesseigenschaften.  



  <I>Kurve B'</I>  Verwendetes Pulver: wie für Kurve B.  



  Eine sehr gute     Wirbelschichtbildung    fand ohne       jegliches        Umrühren    zwischen 1,46 bis 1,0 Fuss/Sek.  (44,2 bis 30,5 cm/Sek.) statt.    Das      static    gerate  bildete sich bei 0,65 Fuss/Sek.  (l9,8 cm/Sek.).  



  Penetration: zu gering für befriedigendes Arbeiten  nach dem     Eintauchbeschichtungsverfahren.     



  <I>Kurve<B>C</B></I>  Verwendetes Pulver: wie für Kurve C.  



  Man erhielt eine gute Wirbelschicht ohne Schar  ren zwischen 0,6 und 0,5 Fuss/Sek. (18,3 bis 15,2 cm/  Sek.). Das      static    gerate  bildete sich bei 0,21 Fuss/  Sek. (6,4 cm/Sek.).  



  Penetration des      static    gerate : gut.  Arbeitsgebiet: 0,21 bis 0,1 Fuss/Sek. (6,4 bis  3,1 cm/Sek.).  



       Beschichtungseigenschaften:    ausgezeichnet für  Rohrbiegungen.  



  <I>Kurve C"</I>  Wiederholung des Versuches gemäss Beispiel 9,  Pulver wie für Kurve C und<B>C</B>.  



  Die Ergebnisse zeigen in überzeugender Weise  die Überlegenheit feiner sphärischer Teilchen und des  Filtertuches     TS    400, an welchem ich feststellte, dass  es eine äusserst feine Gasdispersion zustande bringt.  



  Der Ausdruck  Scharren  bedeutet ein     Agitieren     des Materials mittels eines hin und her bewegenden  Grills oder Lattengestells am Boden der Pulvermasse.  <I>Beispiel 11</I>  <I>Zusammenhang zwischen</I>     Eintauchzeit   <I>und</I>       Beschichtungsdicke     Der folgende Versuch wurde mit     3/s    Zoll dicken  (0,92 mm)     Weichstahlplatten        ausgeführt.    Diese wur  den erhitzt und in ein      static    gerate  aus weissem       Polyäthylenpulver    eingetaucht, mit den folgenden Er  gebnissen:

    
EMI0010.0044     
  
    Temperatur <SEP> des <SEP> Ofens
<tb>  zur <SEP> Erhitzung <SEP> des <SEP> Erhitzungszeit <SEP> Eintauchzeit <SEP> Beschichtungsdicke
<tb>  Gegenstandes <SEP> (mm)
<tb>  315  <SEP> C <SEP> 20 <SEP> Min. <SEP> 8 <SEP> Sek. <SEP> 0,64
<tb>  315<B>0</B> <SEP> C <SEP> 20 <SEP> Min. <SEP> 5 <SEP> Sek. <SEP> 0,51
<tb>  315<B>0</B> <SEP> C <SEP> 15 <SEP> Min. <SEP> 3 <SEP> Sek. <SEP> 0,25       <I>Beispiel 12</I>  In einem     Gefäss    mit einer     Querschnittfläche    von  etwa 0,55     m2    wurde eine     Wirbelschicht    mit     Poly-          äthylenpulver    hergestellt.

   Eine Stahlplatte, 30 cm     im     Quadrat, wurde senkrecht in die     Wirbelschicht    einge  taucht. Hierdurch wurde die Qualität der Wirbel  schicht     nicht        wesentlich    beeinflusst, mit Ausnahme       einiger    Luftröhren, die sich an der     Oberfläche    der  Platte bildeten.  



  Danach wurde die Stahlplatte waagrecht einge  taucht. Die     Pulvermasse    oberhalb der Platte fiel     sofort     auf der Platte zusammen.    In einem Vergleichsversuch wurde dann ein        static    gerate  durch     Verringerung    der Gasgeschwin  digkeit zunächst hergestellt. Die waagrechte Eintau  chung der Platte in das      static    gerate  15 cm tief  oder tiefer verursachte keine merkliche Änderung  des Zustandes der Pulvermasse oberhalb der Platte.  <I>Beispiel 13</I>  Die im Beispiel 4 beschriebene Arbeitsweise  wurde wiederholt und weiter untersucht.

   Es     zeigte     sich, dass das Pulver den      static        aerate -Zustand    an  genommen hatte, als es das obere Ende des Rohres           erreichte.    Selbst     wenn    man das verdrängte Material  einige Sekunden lang in dem Rohr hielt, deutete die  Beweglichkeit des Pulvers am Ende dieses Zeitraumes  an, dass das Material immer noch in erheblichem  Masse     durchgast    und keinesfalls völlig gesetzt war.  



       In    dieser Arbeitsweise     erwies    es sich als vor  teilhaft, das     durchgaste    Pulver während der eigent  lichen     Beschichtungsstufe    langsam durch das Rohr in  die     Durchgasungskammer    zurückzuführen, zu wel  chem Zweck von einer     Rückführungssteuerungsvor-          richtung,    z. B. einem Zahnrad, einer     drehtürartigen     Vorrichtung oder einer Förderschnecke oder derglei  chen Gebrauch gemacht wurde.  



  Das gleiche Ergebnis wird erzielt, wenn man das  ganze Rohr     einschliesslich    des Trichters     mit        durch-          gastem    Material während der     Einengungsstufe    füllt  und dann langsam das Volumen des Wirbelgefässes  während der     Beschichtungsstufe    vergrössert, wonach  das Gefässvolumen schnell vergrössert wird, um alles  überschüssige Pulver in die Wirbelkammer zurück  zuführen.  



  Im Falle des     Beschichtens    von Rohren und der  gleichen hat die langsame Wischbewegung des        aerates     längs der Rohroberfläche - gleichgültig ob  es vom     Zusammenfallen    der Wirbelschicht oder von  der kontrollierten     Rückführung        herrührt    - einen un  bedingt günstigen     Einfluss    auf die Qualität der Be  schichtung.  



  Das anfängliche      static        aerate     in der Pulver  masse bewirkt das Einfüllen sämtlicher Unregel  mässigkeiten und Sprünge in der ursprünglichen Ober  fläche. Nachträglich ist es von geringerer Bedeutung,  ob die     Pulvermasse    ein Grossteil seiner Durchlüftung  verliert, besonders solange das Pulver in Bewegung  gehalten wird. Eine gewisse Gasmenge     sickert    wäh  rend des gesamten Verfahrens durch die Pulvermasse,  so dass das Pulver     immer        einen    gewissen Grad der       Durchgasung        aufrechthält.     



  Sämtliche in den obigen Beispielen beschriebenen  Verfahrensweisen eignen sich zur Herstellung ein  wandfreier, gleichmässiger und dünner Deckschichten  und sind den bisher üblichen Verfahren überlegen.  Die Herstellung dicker Deckschichten ist auch mög  lich, wie bereits in Beispiel 13 gezeigt wurde. Ganz  generell ist jedoch die Herstellung dickerer Schichten  nach sämtlichen in den Beispielen gezeigten Ausfüh  rungsweisen möglich. Zu diesem Zweck bringt man  den erhitzten Gegenstand     mehrmals    hintereinander  in der beschriebenen Weise in     Berührung    mit einer  zusammenfallenden Wirbelschicht, bevor man den  Gegenstand endgültig entfernt und abkühlen     lässt.     



  Beim Aufbau     derartiger    Deckschichten ist es auch  möglich, nacheinander Schichten verschiedener Zu  sammensetzung aufzutragen. Zu diesem Zweck kann  der Raum, in welchem die Beschichtung     ausgeführt     wird, nacheinander mit verschiedenen Wirbelkam  mern verbunden werden, die verschiedene feinkörnige  Materialien enthalten. Es ist beispielsweise sehr oft  erwünscht, eine erste Deckschicht eines thermoplasti  schen Materials aufzutragen, welche von einer Art    ist, die sich sehr stark mit dem zu beschichtenden  Gegenstand verbindet, gefolgt von einem     anderen          thermoplastischen    Material, welches sich besser zum  Aufbau einer dicken Deckschicht eignet.

   Anderseits  ist es auch möglich, eine erste Schicht eines thermo  plastischen     Materials    auf den Gegenstand     aufzutragen     und dann, solange diese Schicht noch klebrig ist,     eine     weitere Schicht eines körnigen Materials, welches bei  der angewandten     Temperatur    weder erweicht noch       verflüssigt,    in der     genannten    Weise     aufzutragen,    z. B.  eine Schicht Glas-Flocken, Perlen oder Fasern oder  dergleichen, die eine     Verstärkungs-    und/oder Schutz  schicht bildet.  



  Zwar ist es üblich, Luft als     Begasungsmedium     zu verwenden, doch lassen sich oft     Vorteile    erzielen,  wenn man ein dem feinkörnigen Material gegenüber       inertes    Gas als     Durchgasungsmittel    verwendet. Bei  spiele solcher     Durchgasungsmedien    sind Stickstoff,       Kohlensäuregas,    Wasserstoffgas, von denen einige  bessere Fliesseigenschaften verleihen als Luft.  



  Das obengenannte Verfahren in seinen verschie  denen     Ausführungsformen    lässt sich bei Drucken von  der gleichen Grössenordnung wie Atmosphärendruck  ausführen. Während der Wirbelstufe des     Verfahrens     ist der Druck oberhalb der     Wirbelschicht        gewöhnlich     ungefähr atmosphärisch. Der Druck     in    der Luftkam  mer unterhalb der Wirbelschicht ist zwischen 100 und  1200 mm Wassersäule höher, je nach der Dichte der       Kunststoffpulvermasse,    der Höhe der Wirbelschicht  und dem Druckabfall durch das Filtertuch, die poröse  Platte oder     ähnliche    Bodenfläche der Wirbelschicht.

    Wenn beispielsweise das     gesamtspezifische    Gewicht  der     Wirbelschicht    0,25 ist, wird ein Überdruck von  zwischen 25 und 40 mm     Wassersäule    für jeden Dezi  meter der Schichthöhe benötigt, um     eine        ordentliche          Wirbelschicht    aufrechtzuerhalten, wobei dieser Druck  zu dem Druckabfall durch das Filter oder dergleichen  hinzuzuzählen ist. Falls das gesamtspezifische Ge  wicht der Wirbelschicht höher ist, muss ein entspre  chend höherer Gasdruck zur     Durchgasung    angewandt  werden.

   Das erfindungsgemässe     Verfahren        kann    je  doch auch in einer geschlossenen Apparatur ausge  führt werden, in welcher ein erhöhter Gesamtdruck  aufrechterhalten     wird.    Die verschiedenen obenge  nannten     erfindungsgemässen    Apparaturen sind auch  unter solchen     Bedingungen    verwendbar.  



  Die folgenden Vorteile lassen sich zuweilen durch  Anwendung eines erhöhten Gesamtdruckes erzielen:  1.     Eine    gleichmässigere und bessere Durchlüftung  lässt sich oft erreichen.  



  2. Einige thermoplastische Stoffe neigen zur Ver  dampfung oder Zersetzung bei oder in der Nähe der  Temperaturen der heissen zu beschichtenden Gegen  stände, wenn das Verfahren bei normalem Druck  ausgeführt wird. Diese Schwierigkeit lässt sich manch  mal durch Verwendung eines höheren Druckes ver  meiden.  



  Nach     sämtlichen    Beispielen werden die besten Er  gebnisse erzielt, wenn Pulver Verwendung finden,  deren Einzelteilchen vorzugsweise abgerundet sind      oder     zumindest    keine ausgeprägten Vorsprünge besit  zen und die     vorzugsweise        annähernd        Kugelform    be  sitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Beschichtungsverfahren, bei dem die zu be schichtende Oberfläche mit einer feinkörnigen Masse in Berührung gebracht wird, die sich zumindest wäh rend eines erheblichen Teiles der eigentlichen Be- schichtungszeit in einem genügend beweglichen Zu stand gleichmässiger Durchgasung zur im wesentlichen gleichmässigen Inberührungbringung der zu beschich tenden Oberflächen mit dem feinkörnigen Material befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die feinkörnige Masse zwischen dem Zustand einer echten Wirbel schicht und dem des lose ruhenden Materials liegt,
    während die zu beschichtende Oberfläche, um das Haften der Teilchen an ihr zustande zu bringen, vor der obengenannten Inberührungbringung klebrig ge macht wird, oder die zu beschichtende Oberfläche auf eine Temperatur erhitzt worden ist, bei welcher die Teilchen zumindest plastisch genug werden, um an der Oberfläche anzuhaften.
    II. Apparatur zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, bei welcher ein Wirbel- und Beschichtungsgefäss vorgesehen ist, dadurch gekenn zeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um einen Ge gendruck gegen den Zufuhrdruck des Durchgas- mediums auszuüben. UNTERANSPRÜCHE 1. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu beschich tende Oberfläche mit einer zusammenfallenden Wir belschicht des feinkörnigen Materials in Berührung bringt.
    z. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst eine Wirbelschicht herstellt, deren Ge samtdichte höchstens der einer Wirbelschicht im Optimum-Wirbelzustand entspricht, wobei die Grenze nicht unterschritten wird, unterhalb welcher ein er heblicher Anteil des Materials im Gasstrom mitge schleppt wird, woraufhin man die Wirbelschicht zu mindest teilweise zusammenfallen lässt, während sich die zu beschichtende Oberfläche damit in Berührung befindet,
    wobei das Zusammenfallenlassen der Wir belschicht durch Verringerung der Gasströmungs- geschwindigkeit durch das durchgaste Material zu stande gebracht wird.
    3. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu beschichtende Oberfläche in einem be grenzten Raum oberhalb der normalen Höhe einer Wirbelschicht in zumindest Optimum-Wirbelzustand hält, danach das Volumen des Raumes, welcher von der normalen Wirbelschicht eingenommen wird, in solcher Weise verringert, dass die durchgaste Masse derart verdrängt wird, dass es die zu beschichtende Oberfläche berührt,
    und dass der Säulendruck am unteren Ende des Wirbelraumes dermassen erhöht wird, dass ein Zusammenfallen der Wirbelschicht aus gelöst wird, und dass man danach das Volumen des unteren Wirbelraumes wiederum so erhöht, dass die feinkörnige Masse wieder in den eigentlichen Wirbel raum zurückfällt. 4. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte begrenzte Raum die Innenseite eines Hohlkörpers ist, der innen auszukleiden ist.
    5. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Pulvermasse, während die Deckschicht sich bildet, langsam an der zu beschichtenden Oberfläche entlangstreifen lässt. 6. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem geeigneten Wirbelgefäss eine Wirbelschicht hergestellt wird und der zu beschichtende Gegenstand in das feinkörnige Material der genannten Wirbel schicht eingetaucht wird, während man die genannte Wirbelschicht mindestens teilweise zum Zusammen fallen bringt.
    7. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Schritte unternimmt, um beim Auftreten von Gegendrucken das Entweichen des Begasungsme- diums durch den Boden des Wirbelgefässes zu verhin dern oder zu vermindern.
    B. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zu beschichtende Oberfläche mit einer durchgasten Masse feinkörnigen Materials in Berührung gebracht wird, die sich ganz oder annähernd in einem Zustand statischen Gleich gewichts zwischen dem Zusammenfall und dem Wie- derdurchgasungsprozess befindet,
    wobei der durch schnittliche Zustand zwischen dem der bekannten vollständigen und gleichmässigen Wirbelschicht und dem des vollständig gesetzten Pulvers liegt und die durchgaste Masse einen hohen Grad der Beweglich keit bei mechanischer Störung zeigt, dennoch einen gewissen Schüttwinkel besitzt, der jedoch geringer ist als der Schüttwinkel des undurchgasten Pulvers, und keine oder sehr wenig relative Bewegung zwischen angrenzenden Teilchen stattfindet, solange die Schicht ungestört bleibt.
    9. Beschichtungsverfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man den Zwischenzustand herstellt, indem man das feinkörnige Material zunächst vollständig in den Wir- belschichtzustand bringt und nachträglich die Strö mungsgeschwindigkeit des Gases bis auf den ge wünschten Grad erniedrigt, oder indem man einen langsamen Gasstrom durch das Pulver leitet, wäh rend man vorsichtig in geeigneter Weise rührt, und zwar hauptsächlich in Richtung vom Boden des Ge fässes nach oben. 10.
    Apparatur gemäss Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet; dass mindestens ein Wirbelgefäss mit einer Beschichtungskammer verbunden ist oder ver bunden werden kann, welche zumindest teilweise höher als die normale Höhe der Wirbelschicht in der Wirbelkammer ist, und dass ferner Mittel vorgesehen sind, um das Volumen der Wirbelkammer um einen Betrag zu verringern, der zumindest einem erheb lichen Teil des Volumens der Beschichtungskammer gleichkommt. 11.
    Apparatur gemäss Patentanspruch II und Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Volumenverringerung ein Kolben vorgesehen ist, der in die Wirbelkammer eindringt. 12. Apparatur gemäss Patentanspruch II und Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände des Wirbelgefässes zur Volumenverringerung balgenförmig ausgebildet sind. 13.
    Apparatur gemäss Patentanspruch 1I und Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Innenauskleidung von Hohlkörpern ausgebildet ist und die genannten Hohlkörper selber als Beschich- tungskammer verwendet werden. 14. Apparatur gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Mitteln versehen ist, um das Zurückströmen des Durchgasungsmediums zu verhindern oder einzuschränken, wenn Gegendruck auftritt. 15.
    Apparatur gemäss Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass als Belüftungsunterlage ein dicht gewebtes Kunstfaserfiltertuch vorgesehen ist.
CH7858459A 1958-09-29 1959-09-22 Beschichtungsverfahren und Mittel zur Durchführung des Verfahrens CH386301A (de)

Applications Claiming Priority (7)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ZA583382 1958-09-29
ZA583695 1958-10-22
ZA59583 1959-02-02
ZA592711 1959-07-15
ZA592746 1959-07-17
ZA593448 1959-09-03
ZA60654 1960-02-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH386301A true CH386301A (de) 1964-12-31

Family

ID=27569948

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH7858459A CH386301A (de) 1958-09-29 1959-09-22 Beschichtungsverfahren und Mittel zur Durchführung des Verfahrens

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH386301A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114472103A (zh) * 2022-01-25 2022-05-13 潍坊联威机械有限公司 一种用于管件内表面涂塑的连通器式流化床及其加工工艺

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114472103A (zh) * 2022-01-25 2022-05-13 潍坊联威机械有限公司 一种用于管件内表面涂塑的连通器式流化床及其加工工艺

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1228168B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Deckschichten mittels feinkoernigem, durch einen Gasstrom aufgelockertem Material
DE2813865A1 (de) Statischer mischer zum mischen von pulver- und/oder suspensionsmaterialien mit fluessigkeitsmaterialien
DE69619714T2 (de) Vorrichtung und verfahren zur behandlung teilchenförmiger materialien
CH629115A5 (en) Appliance for producing spherical particles
DE2752203A1 (de) Verfahren zum abschrecken erwaermter gegenstaende
DE3035168A1 (de) Vorrichtung zur behandlung von pulvern
DE1529948B1 (de) Vorrichtung zum Aufbringen eines thermoplastischen UEberzuges auf langgestreckte Gegenstaende
DE2012992A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines einen Füllstoff enthaltenden Polyurethanschaumstoffes
DE604691C (de) Verfahren zur Herstellung von Formlingen, insbesondere aus keramischem Stoff
CH386301A (de) Beschichtungsverfahren und Mittel zur Durchführung des Verfahrens
DE1290336B (de) Verfahren zum Herstellen von UEberzuegen aus Kunststoff auf Hohlkoerpern
DE2161857C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines ggf. mit Füllstoffen versehenen PoIytetrafluoräthylenformpulvers
AT231594B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Deckschichten
CH620269A5 (en) Process for producing coverings or articles consisting of or containing foamed gypsum and system for carrying out the process
DE10134498C2 (de) Pulverfördervorrichtung und Verfahren zur Pulverauftragung auf einen Träger
DE60114120T2 (de) Verfahren zur herstellung nichtfliegender kunststoff-mikrokugeln
DE10261276B4 (de) Vorlagebehälter für pulverförmige Medien
DE901059C (de) Verfahren und Vorrichtug zur Herstellung von Agglomeraten aus feinkoernigen Rohstoffen, insbesondere aus Eisenerzen
DE1667226C3 (de) Agglomerator
DE3416236C2 (de)
AT246880B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Deckschichten aus feinkörnigem Material
DE3932848A1 (de) Suspension mit emulsions- oder molekulardispersions-charakter sowie verfahren und vorrichtung zur herstellung von suspensionen
AT284695B (de) Verfahren zur Herstellung eines Isolierstoffes
AT228902B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von langen Gegenständen durch Wirbelsintern
AT251871B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymeren oder Copolymeren auf Basis von Vinylchlorid durch Blockpolymerisation