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DE60114120T2 - Verfahren zur herstellung nichtfliegender kunststoff-mikrokugeln - Google Patents

Verfahren zur herstellung nichtfliegender kunststoff-mikrokugeln Download PDF

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DE60114120T2
DE60114120T2 DE60114120T DE60114120T DE60114120T2 DE 60114120 T2 DE60114120 T2 DE 60114120T2 DE 60114120 T DE60114120 T DE 60114120T DE 60114120 T DE60114120 T DE 60114120T DE 60114120 T2 DE60114120 T2 DE 60114120T2
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DE
Germany
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microspheres
wetting agent
gas
expansion
expandable
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60114120T
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English (en)
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DE60114120D1 (de
Inventor
Yoshihiro Nihonbashi Shigemori
Osamu Nihonbashi Saito
Yoshihiro Nihonbashi Usui
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dainichiseika Color and Chemicals Mfg Co Ltd
Original Assignee
Dainichiseika Color and Chemicals Mfg Co Ltd
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Publication date
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Publication of DE60114120D1 publication Critical patent/DE60114120D1/de
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Publication of DE60114120T2 publication Critical patent/DE60114120T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/16Making expandable particles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/22After-treatment of expandable particles; Forming foamed products
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/14Derivatives of phosphoric acid

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  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
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Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • a) Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Mikrokugeln (nachfolgend einfach "Mikrokugeln" genannt), deren Umherfliegen verhindert ist, und die als Füllstoffe in verschiedenen Farbanstrichen, Baustoffen, Kunststoffen und dergleichen verwendet werden, um ihr Gewicht zu verringern. Es wird beschrieben, dass expandierte Mikrokugeln nach Applikation einer Behandlung zum Nicht-Umherfliegen verwendet werden, weil sie leicht sind, eine ausgeprägte Tendenz zum Umherfliegen besitzen und deshalb schwierig zu handhaben sind. Trotzdem weisen sie verschiedene Probleme auf, und ihre Handhabungseigenschaften und dergleichen sind keinesfalls zufriedenstellend. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von nicht-fliegenden Mikrokugeln mit guten Handhabungseigenschaften.
  • b) Beschreibung des Standes der Technik
  • Mikrokugeln werden im allgemeinen in Behältern, wie z.B. Kunststoffbeuteln oder Behältersäcken, verpackt. Wenn Mikrokugeln aus einem solchen Behälter herausgenommen werden, um sie einem Ausgangsmaterial, wie z.B. einem Farbanstrich, zuzugeben, fliegen sie in der Luft umher, weil sie ein sehr leichtes Gewicht aufweisen. Beim Mischen unter Rühren steigen sie auf die Oberfläche des Ausgangsmaterials, wodurch eine beträchtliche Zeit erforderlich ist, bis sie im Basismaterial gleichmäßig zugefügt und gemischt sind. Mikrokugeln sind deshalb ein Material, dessen Handhabung (Handling) extrem schwierig ist.
  • Um diese Probleme zu lösen, wurden Vorschläge gemacht, die z.B. ein Verfahren umfassen, bei dem ein Netzmittel zu Mikrokugeln zugegeben wird (JP 4-71664 A), und ein Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man einen anorganischen Füllstoff auf den Oberflächenhäuten oder Schalen von Mikrokugeln abscheiden lässt. Das erste Verfahren soll den Mikrokugeln durch ein Netzmittel, wie z.B. einen Weichmacher, nicht-fliegende Eigenschaften verleihen, während das letztere Verfahren Mikrokugeln nicht umherfliegend machen soll, indem man einen anorganischen Füllstoff oder dergleichen auf Oberflächenhäuten oder Schalen von expandierbaren Mikrokugeln (die nicht expandiert und mit einem Treibmittel gefüllt sind) zu fixieren und dann die nicht-expandierten Mikrokugeln expandieren lässt. Die Mikrokugeln mit dem an den Oberflächenhäuten oder Schalen fixierten anorganischen Füllstoff weisen Nachteile auf, weil sie z.B. geringere Bruchfestigkeit aufweisen und die nicht-fliegenden Eigenschaften auf Kosten ihres Verhaltens als Material, das eine Gewichtsreduktion erzielen soll, geht.
  • Es wurde auch ein weiterer Versuch unternommen, der z.B. die in JP 4-178442 A und JP 7-196813 A beschriebenen Verfahren umfasst. Jedes dieser Verfahren weist das Merkmal einer Expansion von ex pandierbaren Mikrokugeln in einem Netzmittel auf. Nach dem ersten Verfahren wird eine Aufschlämmung von in einem Weichmacher expandierbaren Mikrokugeln erhitzt, um die expandierbaren Mikrokugeln zu expandieren, und danach werden die expandierten Mikrokugeln mit einer soweit erforderlich frischen Zugabe des Weichmachers abgekühlt, und ein Überschuss des Weichmachers wird entfernt, und feuchte Mikrokugeln erhalten. Nach dem letzteren Verfahren wird eine Aufschlämmung – die sich aus expandierbaren Mikrokugeln und einem Weichmacher zusammensetzt und auf eine Temperatur erhitzt wurde, die in der Nähe der Temperatur liegt, bei der die expandierbaren Mikrokugeln zu expandieren beginnen – und ein Netzmittel (das frei ist von expandierbaren Mikrokugeln) – das auf eine Expansionsstarttemperatur der expandierbaren Mikrokugeln erhitzt wurde – gemischt, damit die expandierbaren Mikrokugeln sofort expandieren, und die so expandierten Mikrokugeln werden abgekühlt, um feuchte Mikrokugeln zu erhalten.
  • Diese konventionellen Verfahren werden näher beschrieben. Das in JP 4-178442 A beschriebene Verfahren umfasst das Dispergieren, in Form einer Aufschlämmung, von expandierbaren Mikrokugeln in einem Netzmittel, Erhitzen der Aufschlämmung, bis zur Expansion, um die expandierbaren Mikrokugeln zu expandieren, Zufügen eines Weichmachers zum Zweck eines Abkühlens und schließlich das Entfernen eines Überschusses an Weichmacher, um feuchte Mikrokugeln zu erhalten.
  • Ein Problem, das mit dem vorstehend beschriebenen Verfahren verbunden ist, ist es, dass die thermische Leitfähigkeit solcher Mikrokugeln, die unter expandierbaren Mikrokugeln früher expandierten, bei der Expansion unter Erhitzen extrem gering wird, wodurch verhindert wird, dass das Erhitzen der expandierbaren Mikrokugeln einen Zustand ergibt, in dem expandierbare Mikrokugeln in einer nicht-expandierten Form und überexpandierte Mikrokugeln in einem gemischten Zustand vorliegen, wodurch es schwierig wird, gleichförmige Mikrokugeln zu erhalten. Es gibt weitere Probleme dadurch, dass in der Abkühlstufe die Effizienz der Wärmeabfuhr zu gering ist, um ein gleichmäßiges Abkühlen zu erzielen.
  • Nicht-fliegende Mikrokugeln werden durch die Entfernung des Netzmittels erhalten. Wenn die Mikrokugeln eine große Oberfläche besitzen und das Netzmittel viskos ist, ist es sehr schwierig, das Netzmittel bis zu einem Zielniveau effizient zu entfernen. Auch nach der Entfernung des Netzmittels verbleibt deshalb ein Überschuss an Netzmittel an den Oberflächen der Mikrokugeln. Dies führt zu beträchtlichen Handling-Problemen, z.B. dergestalt, dass die Mikrokugeln eine ausgeprägte Klebrigkeit und die Tendenz zur Ausbildung von Agglomeraten aufweisen.
  • Das in JP 7-196813 A beschriebene Verfahren umfasst das Vorerhitzen einer Aufschlämmung, in der expandierbare Mikrokugeln in einem Netzmittel dispergiert sind, bis unmittelbar vor die Expansion; das in Kontakt bringen der so vorerhitzten Aufschlämmung und eines Netzmittels, das als für die Expansion benötigte Wärmequelle auf eine Temperatur erhitzt wurde, die höher ist als die Expansionstemperatur, mit einander, um die Expansion sofort zu vervollständigen; und nachfolgendes sofortiges Abkühlen der so expandierten Mikrokugeln in Luft, um Mikrokugeln in einer Form zu erhalten, die sie am Herumfliegen hindern.
  • Dieses Verfahren weist keinen Faktor oder Grund für die Verschlechterung der Wärmeleitfähigkeit auf, das einer der Nachteile des ersteren Verfahrens ist, und kann deshalb ein lokalisiertes Überhitzen verhindern. Aufgrund der Verwendung eines Netzmittels in einem kleinen Anteil wird außerdem das Kühlen erleichtert. Es ist deshalb möglich, eine abnormale Expansion von expandierbaren Kugeln und einen Zusammenbruch von Mikrokugeln zu vermeiden, was sonst aufgrund eines Zerplatzens auftreten würde. Außerdem kann das Auftreten einer Agglomeration durch Verschmelzen von Mikrokugeln selbst verringert werden. Ein Problem dieses Verfahrens ist es jedoch, dass, weil die Harzschalen, die die expandierbaren Mikrokugeln bilden, während des Vorerhitzens in dem Netzmittel ein Quellen zeigen können, eine Beschränkung im Hinblick auf die Kombination des Netzmittels und des Harzes, das die Schalen der expandierbaren Mikrokugeln bildet, besteht, und das Vorerhitzen bei einer Temperatur durchgeführt werden muss, die niedriger ist als die Expansionsstarttemperatur, um das Quellen der Harzschalen zu vermeiden.
  • Wenn die Vorerhitzungstemperatur erniedrigt wird, ist es notwendig, entweder die Temperatur des Netzmittels als Wärmequelle zu erhöhen, oder die Menge des zu verwendenden Netzmittels zu erhöhen. Aufgrund einer Verschlechterung des Netzmittels durch Wärme oder aus Sicherheitsbedenken beim ersteren Verfahren und aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung des Netzmittels in einer großen Menge im letzteren Verfahren wird das Netzmittel in einer Menge verwendet, die größer ist als die, die für ein wirksames Verhindern des Umherfliegens von Mikrokugeln erforderlich ist. Als Konsequenz weisen die Mikrokugeln eine große Klebrigkeit auf und die Tendenz zur Agglomeratbildung, wodurch sie Unannehmlichkeiten oder ein Handling-Problem ergeben.
  • Um aus kommerziell erhältlichen expandierbaren Mikrokugeln eine Aufschlämmung mit hoher Fließfähigkeit in einem Netzmittel zu bilden, wird das Netzmittel üblicherweise in einem Anteil verwendet, der das 1,5- bis 3-fache des Gewichtes der expandierbaren Mikrokugeln beträgt. Zu dieser dispergierten Aufschlämmung wird ein Erwärmungs/Netzmittel als Wärmequelle zur Expansion der expandierbaren Mikrokugeln mit im wesentlichen dem gleichen Gewicht zugegeben, damit die expandierbaren Mikrokugeln expandiert werden, um nicht-umherfliegende Mikrokugeln zu erhalten. Weil das Netzmittel als Wärmequelle zur Expansion gleichzeitig auch das Netzmittel, das die dispergierte Aufschlämmung bildet, erhitzen muss, muss das Netzmittel als Wärmequelle zur Expansion in einer Menge zugegeben werden, die ausreicht, um Wärme in einer Menge bereitzustellen, die ein Vielfaches der nur für die Expansion der expandierbaren Mikrokugeln erforderlichen Menge beträgt. Das Netzmittel als Wärmequelle wird deshalb in einem Gewichtsanteil verwendet, der mindestens das 3-fache, im allgemeinen ca. das 5-fache des Anteils der expandierbaren Mikrokugeln beträgt.
  • Das bedeutet, dass das Netzmittel in einer Menge verwendet wird, die größer ist als die, die zur Verhinderung des Fliegens von Mikrokugeln benötigt wird. Die resultierenden Mikrokugeln weisen deshalb eine hohe Klebrigkeit auf und führen zu Unannehmlichkeiten oder einem Handling-Problem. Die überschüssige Verwendung des Netzmittels ergibt außerdem eine Unannehmlichkeit in der Abkühlungsstufe. Spezifischer ausgedrückt, liegt das Harz, das die Schalen der Mikrokugeln bildet, nach der Expansion in einem erweichten Zustand vor. Die Schalen selbst unterliegen deshalb einer Schmelzagglomeration, wodurch große Agglomerate gebildet werden. Diese Agglomerate ergeben, wenn sie zu einem Farbanstrich oder dergleichen zugegeben werden, insofern Unannehmlichkeiten, weil sie an die Oberfläche steigen. Bei der Verwendung des Farbanstriches ist es deshalb notwendig, vorher solche Agglomerate zu entfernen. Aber auch beim Versuch, solche Agglomerate zu entfernen, ist die Abtrenneffizienz aufgrund der Klebrigkeit schlecht, was das Problem ergibt, dass eine solche Entfernung industriell schwer zu erreichen ist.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Eine Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen zur Herstellung von nicht-fliegenden Mikrokugeln, die keine Probleme bei der Herstellung, wie die vorstehend erwähnten, aufweisen, keine Schwierigkeiten einer automatischen Zufuhr und Verpackung aufgrund einer überhöhten Klebrigkeit der Mikrokugeln, die an einem Herumfliegen durch ein Netzmittel gehindert werden, und keine anderen Probleme aufweisen, wie z.B. Handling-Probleme bei der Verwendung, z.B. beim Beschicken mit expandierten Mikrokugeln, eine Ablagerung an der verwendeten Vorrichtung, Störungen im Dosiergerät und das Blockieren oder eine Verunreinigung der verwendeten Vorrichtung und der Produktionsumgebung.
  • Um die vorstehend beschriebene Aufgabenstellung zu erzielen, haben die Erfinder der vorliegenden Anmeldung ausführliche Untersuchungen durchgeführt. Als Ergebnis wurde gefunden, dass die Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung erzielt werden kann, indem man nur expandierbare Mikrokugeln vorerhitzt, und als Wärmequelle zur Expansion der expandierbaren Mikrokugeln eine erhitzte Mischung aus einem Netzmittel und einem Gas verwendet, was zur vorliegenden Erfindung führte.
  • Die vorstehend beschriebene Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung kann erfindungsgemäß, wie nachfolgend beschrieben, erzielt werden. Spezifischer beschrieben stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von nicht-fliegenden Kunststoff-Mikrokugeln bereit, das umfasst das in Kontakt bringen von nicht-expandierten expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln, die auf eine Temperatur erhitzt wurden, die niedriger ist als ihre Expansionsstarttemperatur, und einer Mischung aus einem Netzmittel und einem Gas, wobei die Mischung auf eine Temperatur erhitzt wurde, die mindestens gleich ist der Expansionsstarttemperatur der expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln, mit einander, um eine Expansion der expandierbaren Kunststoff-Kugeln zu verursachen, und nachfolgendes Abkühlen der resultierenden expandierten Kunststoff-Kugeln.
  • Funktion des Netzmittels ist es, dass die Mikrokugeln aufgrund der Klebrigkeit des Netzmittels locker agglomerieren, damit die Mikrokugeln nicht mehr umherfliegen. Die Menge des erforderlichen Netzmittels zur Verleihung der Eigenschaft des Nicht-Umherfliegens unterscheidet sich im Hinblick auf das Gewichtsverhältnis zu Mikrokugeln, unabhängig von dem Expansionsverhältnis der Mikrokugeln, nicht wesentlich, weil Mikrokugeln mit einem hohen Expansionsverhältnis eine große Oberfläche besitzen und leicht sind, während Mikrokugeln mit einem geringen Expansionsverhältnis eine kleine Oberfläche haben und schwer sind. Die Art des Netzmittels, d.h., mit anderen Worten, der Grad seiner Klebrigkeit, hat deshalb einen großen Einfluss auf die Menge des zu verwendenden Netzmittels. Zu 104 Gew.-Teilen von Mikrokugeln, die z.B. ein wahres spezifisches Gewicht von 0,02 aufweisen und eine mittlere Teilchengröße von ca. 130 μm, kann ein Netzmittel, z.B. DINP (Weichmacher: Diisononylphthalat) den Mikrokugeln ausreichende Eigenschaften des Nicht-Umherfliegens verleihen, wenn es in einem Anteil von ca. 20 bis 100 Gew.-Teilen verwendet wird. Die obere Grenze des Netzmittels beträgt im allgemeinen zweckmäßigerweise 300 Gew.-Teile oder weniger.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann deshalb Mikrokugeln Eigenschaften des Nicht-Umherfliegens verleihen, indem ein Netzmittel in einer Menge verwendet wird, die wesentlich geringer ist als bei konventionellen Verfahren, und kann die Handling-Probleme der konventionellen Verfahren lösen. Wenn Mikrokugeln, die nach konventionellen Verfahren hergestellt wurden, Anstrichstoffen, Tinten, Dichtungsmassen und dergleichen zugegeben werden, beeinflussen die Mikrokugeln die physikalischen Eigenschaften der Anstrichstoffe, Tinten, Dichtungsmassen und dergleichen aufgrund des Einschlusses eines Netzmittels in einem hohen Anteil. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung macht es möglich, diesen Einfluss zu verringern.
  • Die vorliegende Erfindung kann die Menge eines Netzmittels verringern und kann nicht-fliegende Mikrokugeln bereitstellen, die auch bessere Handling-Eigenschaften aufweisen. Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erhaltenen Mikrokugeln besitzen den Vorteil, dass aufgrund des Einflusses des Netzmittels in einem kleineren Anteil ihrer Anwendung keine Begrenzung auferlegt wird. Das an den nicht-fliegenden Mikrokugeln anhaftende Netzmittel ist in vielen Fällen in der Zusammensetzung nicht immer identisch mit einem Weichmacher oder dergleichen in einem Material, in dem die Mikrokugel als das Gewicht reduzierendes Material verwendet werden. Im Falle konventioneller nicht-fliegender Mikrokugeln, die ein Netzmittel in einem großen Anteil enthalten, ist ihre Anwendung begrenzt, oder es wird erforderlich, die nicht-fliegenden Mikrokugeln mit einer Art von Netzmittel auszugestalten, die abhängig von ihrer Verwendung variiert. Diese Beschränkungen sind sowohl technisch als auch industriell in vielen Fällen lästig, und das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren, das keine solchen Probleme ergibt, besitzt einen beträchtlichen industriellen Vorteil darin, dass die Menge des Netzmittels verringert werden kann.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist ein schematisches Schaubild, das ein Beispiel einer Produktionsstraße zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG UND BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend näher beschrieben. Eines der charakteristischen Merkmale des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens ist es, nur die expandierbaren Mikrokugeln, die kein Netzmittel aufweisen, vorher auf eine Temperatur zu erhitzen, die vor der liegt, bei der ihre Expansion beginnt. Spezifischer beschrieben, werden die expandierbaren Mikrokugeln ohne Zugabe des Netzmittels vorerhitzt, das Harz (Kunststoff), das die Schalen der expandierbaren Mikrokugeln ausbildet, unterliegt keinem Quellen, wodurch die expandierbaren Mikrokugeln, bis kurz vor ihre Expansionsstarttemperatur, erhitzt werden können. Die Menge des als Wärmequelle zur Expansion verwendeten Netzmittels kann verringert werden, wenn die Vorheiztemperatur näher an die Expansionsstarttemperatur herankommt. Auf diese Weise wurde die Herstellung von nicht-fliegenden Mikrokugeln mit guten Handling-Eigenschaften möglich, was die Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung ist.
  • Erfindungsgemäß ist ein sofortiger Kontakt zwischen den vorerhitzten expandierbaren Mikrokugeln und der vorerhitzten Mischung des Netzmittels und des Gases als Wärmequelle für die Expansion der expandierbaren Mikrokugeln wesentlich. Dazu ist es erforderlich, die expandierbaren Mikrokugeln, die auf die vorstehend beschriebene Temperatur vorerhitzt wurden, und die Mischung des Netzmittels und des Gases, die ebenfalls auf die vorstehend beschriebene Temperatur vorerhitzt wurde, in einen Mischer einzu bringen und sie dann bei einer hohen Geschwindigkeit zu rühren, damit sie in sofortigen Kontakt mit einander gebracht werden. Hier ist es besonders wichtig, ihr Mischen zu einer homogenen Mischung zu einem Zeitpunkt, der vor der Initiierung der Expansion liegt, abzuschließen.
  • Nach der Initiierung der Expansion wird zweckmäßigerweise nach einer Alterungsperiode von ca. 10 bis 30 Sekunden Gas eingeführt. Während es die Agglomerate aufbricht, kann dieses Gas Lücken zwischen Teilchen von Mikrokugeln bilden, um die Mikrokugeln mit dem Gas zu kühlen, wodurch das Ziel nicht-fliegender Mikrokugeln erzielt werden kann. Obwohl es bevorzugt ist, das mit dem vorerhitzten Netzmittel zu mischende Gas auch zu erhitzen, ist dieses Vorerhitzen z.B. nicht unbedingt erforderlich, sofern die Menge des Gases nicht groß ist, und, wenn das Gas mit dem auf eine Temperatur, die gleich oder höher ist als die Expansionsstarttemperatur, erhitzte Netzmittel gemischt wird, das Netzmittel diese Temperatur beibehält.
  • Die kombinierte Verwendung des Netzmittels und des Gases ist zur Erhöhung des Rühreffekts eines Mischers in einer Produktionsstraße zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung insofern wesentlich, weil die pulverförmigen Teilchen der expandierbaren Mikrokugeln daran gehindert werden, durch ihren Kontakt mit dem Netzmittel Kugeln auszubilden und/oder sich an den Rührflügeln und Wänden des Mischers abzuscheiden und dort zu bleiben. Insbesondere wenn ein Netzmittel mit einer hohen Viskosität verwendet wird, ist das Zuführen von Gas zum Erhalt gleichförmiger Mikrokugeln sehr wesentlich. Die Verwendung der vorerhitzten Mischung des Netzmittels und des Gases als Wärmequelle für die Expansion ist deshalb ein zweites Merkmal der vorliegenden Erfindung.
  • Das Mischverhältnis (Volumen) der expandierbaren Mikrokugeln und des Gases kann in einer handelsüblichen Weise schwer durchgeführt werden, weil es bestimmt wird durch die Teilchengröße der angestrebten nicht-fliegenden Mikrokugeln, der zugefügten Menge des Netzmittels und der Struktur des Mischers. Es ist deshalb zweckmäßig, ihr geeignetes Mischverhältnis an der Stelle der Produktionsstraße zu bestimmen. Ein Volumenverhältnis von 1 bis 200 Teilen, vorzugsweise von ca. 10 bis 200 Teilen, Gas zu 100 Teilen expandierbarer Mikrokugeln, die auf das 50-fache Volumen expandiert werden können, ergibt z.B. gute Ergebnisse und ist deshalb bevorzugt.
  • Um das Gas einem Mischtank einer Produktionsstraße zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung zuzuführen, wird an einer von der Zufuhrdüse für das Netzmittel entfernten Stelle eine Düse mit kleinem Durchmesser angebracht. Anstelle einer solchen einzigen Düse können zwei oder mehrere Düsen mit kleinem Durchmesser an verschiedenen Stellen, die von der Einspeisungsdüse entfernt sind, angeordnet werden. Als weitere Alternative können eine solche oder mehrere Düsen mit kleinem Durchmesser in der Nachbarschaft eines freien Endteils der Einspeisedüse für das Netzmittel angeordnet werden. Die Verwendung von erhitztem Gas als Wärmequelle macht es möglich, die Menge des Netzmittels weiter zu verringern. Vom Standpunkt der Sicherheit ist es wirksam, als Gas ein inertes Gas, wie z.B. Stickstoffgas, zu verwenden.
  • Als nächstes wird eine Beschreibung der in der vorliegenden Erfindung verwendeten Materialien gegeben. Die in dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren verwendbaren expandierbaren Mikrokugeln sind Mikrokapseln, die Schalen eines thermoplastischen Harzes (z.B. eines Homopolymers oder Copolymers von Vinylidenchlorid, Methacrylnitril, ein Acrylat, ein Methacrylat, Styrol oder dergleichen) aufweisen, und werden mit einem niedrig-siedenden Kohlenwasserstoff (z.B. Butan, Pentan, Hexan oder dergleichen) als Treibmittel (Expandiermittel) gefüllt. Solche expandierbare Mikrokugeln sind allgemein bekannt und werden zur Zeit zur Herstellung von Mikrokugeln weit verbreitet verwendet.
  • Sie werden im Handel z.B. unter den Handelsnamen "Matsumoto Microspheres" (Produkt von Matsumoto Yushi-Sieyaku Co., Ltd.) und "Marcelites" (Produkt von Miyoshi Oil & Fat Co., Ltd.) vertrieben und sind leicht erhältlich. In der vorliegenden Erfindung können sie wie sie sind verwendet werden. Diese kommerziellen Mikrokapseln weisen im allgemeinen einen Durchmesser von 1 bis 50 μm auf, und die durch ihre Expansion erhältlichen Mikrokugeln sind sphärische Teilchen, die einen Durchmesser von ca. 20 bis 300 μm aufweisen und im wesentlichen richtigen Kugeln ähneln. Obwohl die Expansionstemperatur sich abhängig von der Art des eingeführten niedrig-siedenden Kohlenwasserstoffs und des thermoplastischen Harzes unterscheidet, werden in vielen Fällen im allgemeinen Mikrokapseln verwendet, die bei ca. 100 bis 170°C expandieren.
  • Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Netzmittel ist in erster Linie eine organische flüssige Verbindung. Wenn die Mikrokugeln in Farbanstrichen, Dichtungsmassen, Gebäude- oder Baumaterialien, Kunststoffen oder dergleichen verwendet werden, können solchen Ausgangsmaterialien zugefügte Weichmacher als Netzmittel verwendet werden. Veranschaulichend sind Weichmacher vom Phthalatester-Typ, wie z.B. Di-2-ethylhexylphthalat (DOP), Diisodecylphthalat (DIDP), Diisononylphthalat (DINP), Ditridecylphthalat (DTDP) und Butylphthalylbutylglykolat (BPBG); Weichmacher vom Typ eines aliphatischen zweiwertigen Säureesters, wie z.B. Di-2-ethylhexyladipat (DOA), Diisodecyladipat (DIDA) und Di-2-ethylhexylsebacat (DOS); Epoxy-Weichmacher, wie z.B. epoxyliertes Sojabohnenöl (ESBO); Weichmacher vom Phosphatester-Typ, wie z.B. Tricresylphosphat; und andere Weichmacher auf Esterbasis, und Weichmacher vom Fettsäureester-Typ. Außerdem können auch organische flüssige Verbindungen, die im Hinblick auf jüngste Umweltschutzgründe steigende Verwendung fanden, wie z.B. Weichmacher vom Citronensäureester-Typ, wie z.B. Acetyltributylcitrat (ATBC) und Triethylcitrat (TEC), Phenylalkylsulfonat, und pflanzliche Öle ebenfalls verwendet werden.
  • Abhängig vom Anwendungszweck der Mikrokugeln in leichtgewichtigen Expansions-Formkörpern, Klebern, wässerigen chemischen Produkten, wie z.B. Anstrichstoffen auf Wasserbasis, und anderen, sind auch von Weichmachern verschiedene Additive verwendbar, die z.B. umfassen flüssiges Paraffin, Siliconöl, Öle und Fette, wasserlösliche mehrwertige Alkohole, wie z.B. Ethylenglykol, und ihre Derivate, und oberflächenaktive Mittel, wie z.B. Polyoxyethylennonylphenylether, Sorbitanmonostearat und Alkyl-benzolsulfonat. Für wasserlösliche Netzmittel sind außerdem Polyethylenglykole beispielhaft.
  • Zusammen mit dem vorstehend beschriebenen Netzmittel können, wenn erforderlich, auch auf dem relevanten Technologiegebiet verwendete Additive verwendet werden. Beispiele für solche Additive können umfassen organische und anorganische Füllstoffe, Stabilisatoren, antistatische Mittel, Flammschutzmittel und Farbstoffe. Erfindungsgemäß ist es insbesondere effektiv, zwei oder mehrere Netzmittel mit verschiedenen Viskositäten in Kombination zu verwenden, und organische in den Netzmitteln lösliche Substanzen, wie z.B. oberflächenaktive Mittel, Dispergiermittel, Lösungsmittel und Harze, zu verwenden. Es ist auch effektiv, dem als Wärmequelle für die Expansion dienenden erhitzenden Netzmittel einen anorganischen Füllstoff zuzugeben, und das Netzmittel zum Erhitzen mit erhöhter Wärmekapazität zu verwenden.
  • Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren wird nachfolgend auf der Basis der in 1 dargestellten veranschaulichenden Produktionsstraße beschrieben. Die Produktionsstraße A umfasst einen mit einem Rührer ausgestatteten Aufgabetrichter 1, der einen Wärmemantel aufweist und so ausgestaltet ist, um expandierbare Mikrokugeln zu erhitzen und zu rühren; eine Dosiervorrichtung zur konstanten Abgabe 2 für expandierbare Mikrokugeln, die einen Heizmantel besitzt, um die expandierbaren Mikrokugeln auf eine gewünschte Temperatur zu erhitzen; eine Sprühvorrichtung, die mit einer Einspeisedüse 3-1 für das Netzmittel und einer Gaszuführungsdüse 3-2 versehen ist; einen Misch- und Expandierbehälter 4, der mit einem Misch- und Rührblatt zum Mischen der expandierbaren Mikrokugeln und des Netzmittels, die auf die gewünschten Temperaturen erhitzt wurden, durch Regeln der Umdrehung des Rührblatts ausgestattet ist; eine Förderschnecke 6 zum Zuführen von Mikrokugeln, die durch Expansion gebildet wurden, zu einem Kühlfördertrog 7, der in einem oberen Teil 5 des Misch- und Expandierbehälters 4 angeordnet ist, und Kühlgaszufuhrdüsen 8, die in dem Kühlfördertrog 7 angeordnet sind; einen Vorratsbehälter 9 für nicht-fliegende Mikrokugeln als Endprodukt; einen Netzmittelbehälter 10 mit einem Rührer, der so strukturiert ist, dass das Netzmittel vorerhitzt werden kann; eine Pumpe zur konstanten Zufuhr 11 zur Zuführung des Netzmittels mit konstanter Geschwindigkeit zur Netzmitteleinspeisedüse 3-1; einen Wärmeaustauscher 12-1 für das weitere Erhitzen des vom Netzmittelbehälter 10 zugeführten Netzmittels auf eine gewünschte Temperatur; einen Kompressor 14 zum Zuführen von Gas zur Gaszufuhrdüse 3-2 nach Erhitzen des Gases bei einem Wärmeaustauscher 12-2; und einen Kompressor 13 zur Zuführung von Gas zu den Kühlgaseinspeisedüsen B. Das Verhältnis des vorerhitzten Netzmittels zum vorerhitzten Gas, die von den Einspeisedüsen 3-1 und 3-2 zum Misch- und Expandierbehälter 4 geführt werden, kann durch die Pumpe für konstante Zuführung 11 und den Kompressor 14 eingestellt werden.
  • Die Sprühvorrichtung umfasst die Netzmitteleinspeisedüse 3-1 und die Gaseinspeisedüse 3-2, die beide am Misch- und Expandierbehälter 4 angeordnet sind. Die Gaseinspeisedüse 3-2 kann an einer Stelle, die von der Netzmitteleinspeisedüse 3-1 entfernt ist, angeordnet sein, oder kann in Nachbarschaft eines freien Endteils der Netzmitteleinspeisedüse 3-1 angeordnet sein. Anstelle einer solchen einzigen Gaseinspeisedüse können zwei oder mehrere Gaseinspeisedüsen an verschiedenen Stellen angeordnet sein, die von der Netzmitteleinspeisedüse 3-1 beabstandet sind.
  • Der Misch- und Expandierbehälter 4 ist mit einem Hochgeschwindigkeitsmischer mit einem Rührblatt versehen. Der Hochgeschwindigkeitsmischer kann die vorerhitzten expandierbaren Mikrokugeln, die aus der Dosiervorrichtung mit konstanter Einspeisung 2 zugeführt wurden, und vorerhitztes Netzmittel und Gas, die aus den Einspeisedüsen 3-1 bzw. 3-2 zugeführt wurden, sofort zu einer homogenen Mischung vermischen, und kann sofort eine Expansion der expandierbaren Mikrokugeln verursachen.
  • Die im Misch- und Expandierbehälter 4 gebildeten nicht-fliegenden Mikrokugeln werden hochgeführt und zum im oberen Teil des Behälters angeordneten Schneckenfördergerät transportiert und werden dann zum Kühlfördertrog 7 geführt. Durch das Gas aus den Kühlgaszufuhrdüsen 8, die an peripheren Wänden des Schneckenfördergeräts 6 und des Kühlfördertrogs 7 angeordnet sind, werden die nicht-fliegenden Mikrokugeln abgekühlt, im Lagerbehälter 9 gelagert und in Säcken oder dergleichen versandt.
  • Es ist darauf hinzuweisen, dass 1 eine Grundausführung der Produktionsstraße veranschaulicht, und dass die Erhitzungsmethode, Mischmethode, Fördermethode und Kühlmethode nicht auf die beispielhaft beschriebenen Methoden beschränkt sind, und durch andere Methoden ersetzt sein können. Die Zufuhr des Netzmittels kann z.B. wirksam durchgeführt werden, indem man es mit einer Pumpe durch eine Düse mit kleinem Durchmesser einspeist, indem man es aus einer luftlosen Spritzpistole unter Pulsieren einspritzt, oder indem man es durch eine pulsierende Dosiervorrichtung einspeist. Diese Methoden sind insbesondere für ein Netzmittel mit hoher Viskosität effektiv. Die Verwendung eines konventionellen Sprühgeräts ergibt aufgrund des Vorhandenseins des Gases in einem großen Volumen ein unzureichendes Mischen. Insbesondere im Falle eines Netzmittels mit hoher Viskosität wird die resultierende Mischung nicht homogen, wodurch keine guten Ergebnisse erhältlich sind.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachstehend auf der Basis von Beispielen und eines Bezugsbeispiels spezifisch beschrieben. In jedem der Beispiele und dem Vergleichsbeispiel wurde die in 1 dargestellte Produktionsstraße verwendet. Was den Ausdruck "Expansionsstarttemperatur der expandierbaren Mikrokugeln", wie er in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, betrifft, wurde der Zustand der Expansion von expandierbaren Mikrokugeln unter einem Mikroskop beobachtet, das mit einer Heizvorrichtung (hergestellt von Lincam Ltd.) ausgerüstet war, während die expandierbaren Mikrokugeln mit einer linear ansteigenden Rate von 20°C/min erhitzt wurden, und die Temperatur, bei der 10% der Teilchen der expandierbaren Mikrokugeln innerhalb des Gesichtsfeldes expandiert waren, wurde als Expansionsstarttemperatur aufgezeichnet.
  • Beispiel 1
  • Expandierbare Mikrokugeln ("Marcelite H750D", Handelsname; Produkt von Miyoshi Oil & Fat Co., Ltd.; Expansionsstarttemperatur: 155°C) wurden in den Misch- und Expandierbehälter 4 mit einer Geschwindigkeit von 50 kg/h mittels des Dosiergeräts mit konstanter Einspeisung 2 via Aufgabetrichter 1, dessen Temperatur so eingestellt war, um die expandierbaren Mikrokugeln auf 130°C zu erhitzen, eingespeist. DINP als Netzmittel, das auf 100°C vorerhitzt worden war, wurde in den Misch- und Expandierbehälter 4 mit einer Geschwindigkeit von 50 kg/h mittels der Pumpe 11 mit konstanter Zufuhr durch die Düse 3-1 nach Erhitzen auf 180°C am Wärmeaustauscher 12-1 eingespeist. Durch den Kompressor 14 wurde außerdem Gas mit einer Geschwindigkeit von 50 l/h aus der Düse 3-2 in den Misch- und Expandierbehälter 4 nach Erhitzen auf 180°C beim Wärmeaustauscher 12-2 eingespeist.
  • Die erhitzten expandierbaren Mikrokugeln, das erhitzte Netzmittel und das erhitzte Gas wurden mit einander in Kontakt gebracht, während sie mit dem im Misch- und Expandierbehälter 4 angeordneten und mit dem Rührblatt versehenen Hochgeschwindigkeitsmischer, dessen Rotationsgeschwindigkeit auf 3.000 UpM eingestellt war, gerührt wurden. Die expandierbaren Mikrokugeln wurden expandiert, auf den oberen Teil 5 des Misch- und Rührbehälters 4 hochgeführt und mittels der Schnecke des Schneckenfördergeräts 6 in den Kühlfördertrog 7 transportiert. Während des Transportes wurden die expandierten Mikrokugeln mit Kühlluft auf ca. 60°C abgekühlt, und als Endprodukt nicht-fliegende Mikrokugeln mit einer Rate von 100 kg/h aus dem Auslass des Vorratsbehälters 6 abgeführt.
  • Die so erhaltenen Mikrokugeln waren an ihren Oberflächen mit dem Netzmittel gleichmäßig befeuchtet, hatten eine befriedigende Klebrigkeit aneinander, wiesen keine Flugeigenschaften auf und besaßen gute Handling-Eigenschaften. Um das Ausmaß der Schmelzagglomeration der Mikrokugeln zu bestimmen, wurden 10 g der Mikrokugeln entnommen und geprüft. Der größte Agglomerationsdurchmesser betrug ca. 300 μm, und die Agglomeration von geschmolzenen Mikrokugeln selbst wies ein solches Ausmaß auf, dass die Agglomeration durch schwache Scherkräfte aufgebrochen wurde. Bei Zugabe zu einer Anstrichfarbe oder dergleichen und Rühren wurde die Agglomeration ohne Schwierigkeit aufgebrochen, wodurch eine gleichmäßige Dispersion der Mikrokugeln möglich war. Die Menge des Rückstands auf einem 60 mesh-Sieb war extrem gering und auf Spurenniveau. Die physikalischen Eigenschaften (wahres spezifisches Gewicht, Schüttdichte und Dispergierbarkeit), die Eigenschaften (Rückstand am Sieb und die Leichtigkeit des Aufbrechens und die Farbe der agglomerierten Teilchen) und die Händling-Eigenschaften (nicht-fliegende Eigenschaften und Klebrigkeit) der so erhaltenen Mikrokugeln wurden bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben. Es wurden die folgenden Bewertungsmethoden verwendet.
  • [Dispergierbarkeit]
  • Mische einen Vinylchlorid-Farbanstrich (100 Teile) mit einer Probe (0,5 Teile, bezogen auf reine Mikrokugeln). Trage die resultierende Mischung in einer Dicke von 1 mm auf einem Grundlagenmaterial mit glatter Oberfläche auf und trockne. Erhitze die so getrocknete Beschichtung bei 140°C 20 Minuten lang. Die Dispergierbarkeit wird mit "A" bewertet, wenn sie vergleichbar oder besser ist im Vergleich zur Dispergierbarkeit eines Standardprodukts (eine Probe, hergestellt nach dem in JP 7-196813 A beschriebenen Verfahren), und "B", wenn sie schlechter ist als die Dispergierbarkeit des Standardprodukts.
  • [Bedingung und Leichtigkeit des Aufbrechens agglomerierter Teilchen]
  • Sammle eine Probe (0,5 g reine Mikrokugeln). Miss Ethylacetat (200 g) ab und rühre und mische die Probe und das Ethylacetat bei 300 UpM 1 Minute lang in einen Dissolver. Siebe die resultierende Mischung dreimal durch ein Sieb mit einer Öffnung von 250 μm. Die Leichtigkeit des Aufbrechens wird mit "A" bewertet, wenn keine Agglomerate enthalten sind, und mit "B", wenn Agglomerate enthalten sind.
  • [Eigenschaften des Nicht-Fliegens]
  • Sammle eine Probe (0,5 g reine Mikrokugeln) und lasse sie aus einer Höhe von 30 cm in einem windstillen Raum fallen. Die Eigenschaft des Nicht-Fliegens wird mit "A" bewertet, wenn 5 Sekunden später keine umherfliegenden Mikrokugeln festgestellt werden, und mit "B", wenn 5 Sekunden später Mikrokugeln umherfliegen.
  • [Klebrigkeit]
  • Wiege eine Probe (0,5 g reine Mikrokugeln) in einen Kunststoffbeutel aus Polyethylen und schüttele die Probe 1 Minute lang. Vergleiche die Menge der auf dem Kunststoffbeutel anhaftenden Teilchen nach dem Entleeren der Probe mit der entsprechenden Menge des vorstehend beschriebenen Standardprodukts. Die Klebrigkeit wird mit "A" bewertet, wenn die anhaftende Menge geringer als die des Standardprodukts ist, und mit "B", wenn die anhaftende Menge mit der des Standardprodukts vergleichbar ist, und mit "C", wenn die anhaftende Menge größer als die des Standardprodukts ist.
  • Beispiel 2
  • Feuchte Mikrokugeln wurden wie in Beispiel 1 erhalten und bewertet, mit der Ausnahme, dass die Einspeisegeschwindigkeit des Netzmittels auf 25 kg/h geändert wurde, die Erhitzungstemperatur beim Wärmeaustauscher 12-1 auf 230°C geändert wurde, Luft gegen Stickstoff ausgetauscht wurde und die Erhitzung am Wärmeaustauscher 12-2 auf 250°C geändert wurde. Die Ergebnisse der Bewertung sind in Tabelle 1 angegeben.
  • Beispiel 3
  • Feuchte Mikrokugeln wurden wie in Beispiel 1 erhalten und bewertet, mit der Ausnahme, dass die Einspeisegeschwindigkeit des Netzmittels auf 150 kg/h geändert wurde, die Erhitzungstemperatur beim Wärmeaustauscher 12-1 auf 170°C geändert wurde, Luft von Raumtemperatur verwendet wurde und die Einspeisegeschwindigkeit der Luft auf 10 l/h geändert wurde. Die Ergebnisse der Bewertung sind in Tabelle 1 angegeben.
  • Beispiel 4
  • Im Netzmittel wurde Calciumcarbonat in einer Menge von 100 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile des Netzmittels dispergiert, um eine Aufschlämmung von Calciumcarbonat zu bilden. Mit Füllstoff versehene feuchte Mikrokugeln wurden unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass das so gemischte Netzmittel beim Wärmeaustauscher 12-1 auf 180°C erhitzt wurde und seine Einspeisegeschwindigkeit auf 40 kg/h geändert wurde. Die mit Füllstoff versehenen feuchten Mikrokugeln wiesen eine Zusammensetzung auf, die Netzmittel und Füllstoff in Anteilen von 40 Gew.-Teilen und 40 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile der Mikrokugeln enthielt, zeigten eine niedrige Klebrigkeit und waren nicht-fliegende Mikrokugeln, die leicht zu handhaben waren. Die Ergebnisse der Bewertung sind in Tabelle 1 angegeben.
  • Beispiel 5
  • Mikrokugeln, die einer Behandlung zum Nicht-Fliegen unterzogen wurden, wurden wie in Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass "Marcelite H750D" durch "M430" (Handelsname; Produkt von Miyoshi Oil & Fat Co., Ltd.; Expansionsstarttemperatur: 130°C) ersetzt wurde, die expandierbaren Mikrokugeln auf 100°C erhitzt wurden, das Netzmittel beim Wärmeaustauscher 12-1 auf 160°C erhitzt wurde und Luft beim Wärmeaustauscher 12-2 auf 160°C erhitzt wurde, und wurden bewertet. Die Ergebnisse der Bewertung sind in Tabelle 1 angegeben.
  • Beispiel 6
  • Mikrokugeln wurden wie in Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass das Netzmittel durch ein Siliconöl ("KF-96", Handelsname, Produkt von Shin-Etsu Chemical Co., Ltd.; Viskosität: 1.000 Cst) ersetzt wurde, und wurden bewertet. Die Ergebnisse der Bewertung sind in Tabelle 1 angegeben.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Mikrokugeln wurden wie in Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Menge der erhitzten Luft auf 0 geändert wurde. Dieses Produkt lag in Form einer nicht-homogenen Mischung vor mit nicht-expandierten expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln und überexpandierten, geplatzten Mikrokugeln in Mengen, die größer waren als die entsprechenden Mengen in Beispiel 1. Die Ergebnisse der Bewertung sind in Tabelle 1 angegeben.
  • Figure 00120001

Claims (6)

  1. Verfahren zur Herstellung von nicht-fliegenden Kunststoff-Mikrokugeln, umfassend das in Kontakt bringen von nicht-expandierten, expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln, die auf eine Temperatur erhitzt wurden, die niedriger ist als ihre Expansionsstarttemperatur, und einer Mischung aus einem Netzmittel und einem Gas, wobei die Mischung auf eine Temperatur erhitzt wurde, die mindestens gleich ist mit der Expansionsstarttemperatur der expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln, mit einander, um eine Expansion der expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln zu verursachen, und nachfolgendes Abkühlen der resultierenden expandierten Kunststoff-Mikrokugeln.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, worin das Netzmittel eine organische Flüssigkeit ist, die einen Siedepunkt aufweist, der höher ist als die Erhitzungstemperatur der Mischung des Netzmittels und des Gases.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, worin die expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln Mikrokugeln eines thermoplastischen Harzes sind, gefüllt mit einem niedrigsiedenden Kohlenwasserstoff als Expandiermittel.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, worin die expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln und die Mischung des Netzmittels und des Gases, wobei die Mikrokugeln und die Mischung vorerhitzt wurden, in plötzlichen Kontakt mit einander gebracht werden.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, worin das Netzmittel in einem Anteil von 20 bis 300 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile der nicht-expandierten expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln verwendet wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, worin die nicht-expandierten expandierbaren Kunststoff-Mikrokugeln und das Gas in einem Volumenverhältnis von 100:1 bis 100:200 verwendet werden.
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