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CH373187A - Verfahren zur Herstellung von Niob, Tantal und Wolfram - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Niob, Tantal und Wolfram

Info

Publication number
CH373187A
CH373187A CH5261257A CH5261257A CH373187A CH 373187 A CH373187 A CH 373187A CH 5261257 A CH5261257 A CH 5261257A CH 5261257 A CH5261257 A CH 5261257A CH 373187 A CH373187 A CH 373187A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
niobium
particles
metal
hydrogen
reactor
Prior art date
Application number
CH5261257A
Other languages
English (en)
Inventor
Atkinson Jenkins Wilmer
Wayne Jacobson Howard
Original Assignee
Du Pont
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Du Pont filed Critical Du Pont
Publication of CH373187A publication Critical patent/CH373187A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B5/00General methods of reducing to metals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/20Obtaining niobium, tantalum or vanadium
    • C22B34/24Obtaining niobium or tantalum

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von     Niob,        Tantal    und     Wolfram       Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung von     Niob,        Tantal    und  Wolfram durch Reduktion der Chloride dieser Me  talle mit Wasserstoff.  



  Die Herstellung von     Niob    durch Reaktion eines  seiner     Halogenide,    wie     Niobpentachlorid,    mit Was=       serstoff,    ist bereits bekannt. So ist in der     US-Patent-          schrift    Nr. 2 604 395 die Reduktion von     Niobpenta-          chlorid    mit Wasserstoff     durch    Ablagerung eines fest  haftenden metallischen     LUberzuges    auf einem Grund  körper aus verschiedenen     Metallen    beschrieben.  



  Das genannte Verfahren sowie andere bekannte  Verfahren dienen beispielsweise zur Oberflächenver  edelung von Werkstücken. Diese Verfahren sind je  doch zur Aufbereitung und     Reinmetalldarstellung     nicht geeignet und gestatten weder grössere Mengen  zu produzieren, noch ist eine kontinuierliche Produk  tion möglich.  



  Das Verfahren gemäss der     Erfindung    ist dadurch  gekennzeichnet, dass man bei erhöhter Temperatur  Wasserstoff und     Niob-,        Tantal-    oder     Wolframchlorid     in gasförmigem Zustand in der Weise durch ein Bett  fein     verteilter,    fester Partikel aus dem herzustellenden  Metall oder aus dem Hydrid des herzustellenden  Metalls leitet, dass die Partikel im Reaktionsraum  aufgewirbelt werden, wobei sich auf den genannten  Partikeln das reduzierte Metall ablagert.  



       Zweckmässigerweise    liegt das     Molverhältnis    von  Wasserstoff zu Metallchlorid für     Niob    zwischen  80: 1 und 225: 1, für     Tantal    zwischen<B>100:</B> 1 und  225 : 1 und für Wolfram zwischen 3 : 1 und 50:1.  Die Temperatur kann zwischen 675 und 1200  C lie  gen. Ein Temperaturbereich von etwa 700 bis etwa  950  C ist vorteilhaft. Durch einen Gasstrom auf  gewirbelte     feindisperse    Metallpulver weisen beson  dere Eigenschaften auf, welche bei den     in    neuerer  Zeit entwickelten     Wirbelschichtverfahren,    besonders    auf dem Gebiet der Pulvermetallurgie, ausgenützt  werden.  



  Eine zur kontinuierlichen Herstellung von     Niob,     Tattal oder Wolfram von hoher Qualität geeignete  Apparatur ist in der Zeichnung im     Schnitt    dargestellt.  



  Da sich die in gasförmigem Zustand befindlichen  Metallchloride der genannten Metalle     bekanntlich    bei  Temperaturen über 450  C zu zersetzen beginnen,  werden diese vorzugsweise vor der Einleitung nur bis  zu einer Temperatur unter 450  C erhitzt.  



  In der Figur ist ein vertikal angeordnetes zylin  drisches oder rohrförmiges Reaktionsgefäss 1 dar  gestellt, das aus reinem Silizium,     Niob,         Vycor -Glas     (eingetragene Marke),     niobüberzogenem        Metall    oder  einem andern geeigneten Material besteht, welches  mit den Reaktionsteilnehmern unter den herrschen  den Bedingungen nicht reagiert.

   Der Einlass 2 und die  Auslässe 3 und 4 können am     Reaktionsgefäss    vor  gesehen sein, und eine elektrische oder andere     Heiz-          einrichtung    (nicht dargestellt) kann mit dem Reaktor  zur äusseren     Beheizung    und Erhaltung einer ge  wünschten     Temperatur    im Reaktor verbunden sein.  Ein durchbrochenes Gitter oder poröses Filter 5 aus  einem Material, das gegen     die    in den Reaktor ein  geführten Gase unempfindlich ist, ist im Boden     bzw.     im unteren Teil des Reaktors angeordnet (vgl. unten).  Eine ventilgesteuerte Leitung 6 ist im Boden des  Reaktors eingelassen und verbindet diesen mit einem  Generator bzw.

   Verdampfer 7, aus welchem das  verwendete Metallchlorid zum Reaktor geführt wird.  Der Generator 7 kann ebenfalls von einer elektri  schen oder anderen Heizeinrichtung (nicht dargestellt)  umgeben oder mit dieser verbunden sein, welche den  Generator auf der gewünschten Temperatur hält und  die Verdampfung oder Vergasung der Metallchloride  8 bewirkt, welche aus einer nicht dargestellten Speise  quelle durch die Leitung 9 in den Generator ein-      geführt werden.     Durch    diese Leitung kann gegebe  nenfalls auch ein     inertes    Gas eingeführt werden, das       zur    Unterstützung des Transportes des verdampften  Chlorids in den Reaktor dient. Eine ventilgesteuerte  Leitung 10 ist an die Leitung 6 angeschlossen, durch  welche Wasserstoff in beliebiger Menge zugeführt  werden kann.

   An die Leitung 6 ist ferner eine ventil  gesteuerte Leitung 11 angeschlossen, durch die dem  Reduktionsgas     Wasserstoff,    ein     inertes    Gas, wie  Argon, Helium usw., beigemischt werden kann, um       den        Verflüssigung        .,s-        oder        Verflüchtigungsvorgang        in     der Kammer 1 zu     unterstützen.     



  In der dargestellten Apparatur wird z. B. eine  ausreichende Menge von hochgereinigtem, pulver  förmigem oder gemahlenem     Niob    in- einer Korngrösse  von beispielsweise weniger     als    0,177 mm und     mehr     als 0,074 mm als Anfangscharge durch den Einlass 2  zum Boden des Reaktors 1 eingeführt, wo sie auf  dem Filterkörper 5 ruht.

       Mange,    Korngrösse und       Kornverteilung    des so eingeführten     Niobs    ist zweck  mässigerweise so bemessen, dass bei Einstellung des  Zustromes des die     Verwirbelung    verursachenden  Gases entsprechend des gewünschten Reaktionsablau  fes ein Bett mit     annähernd    verdoppeltem Volumen  im Reaktor gebildet und aufrechterhalten wird.

    Nach der Einführung dieser     feind'ispersen        Niob-          teilchen    wird ein kontinuierlicher Strom von reinem  Wasserstoff mit einer linearen Geschwindigkeit von  etwa 13     cm!sek        durch    die Leitungen 10 und 6 in den  Behälter 1 ein- und durch den Filterkörper 5 ge  führt. Die     feindispersen        Niobteilchen    werden in der  Kammer in der Weise aufgewirbelt, dass der von den  bewegten Partikeln eingenommene Raum 12 etwa  das Zweifache des     Schüttvolumens    des     feindispersen     Metallpulvers ausmacht.  



       Falls    gewünscht, kann ein     inertes    Gas aus der  Leitung 11 mit Wasserstoff gemischt und mit diesem  dem Reaktor zugeführt werden. Die Reaktionskam  mer wird nun von aussen durch die genannten     Behei-          zungsmittel    auf     etwa    800  C erhitzt, oder ein Teil der  für die Reaktion erforderlichen Hitze kann     gewünsch-          tenfalls    durch Vorwärmen des Wasserstoffes oder der  Mischung von Wasserstoff und dem     änerten    Gas auf  eine geeignete Temperatur     erhalten    werden, bevor das  selbe in den Reaktor geführt wird.

   Wenn die ge  wünschte Reaktionstemperatur erreicht worden ist,  welche z. B. etwa 750 bis 950  C beträgt, wird der  Gaszustrom fortgesetzt, um die     feindispersen    Partikel  in turbulenter Bewegung zu halten, und die Zufuhr  des gasförmigen     Niobchlorids    aus dem Generator 7  durch Leitung 6 beginnt, wobei dieses mittels eines       inerten    Gases in den Reaktor eingetragen wird, wel  ches durch Leitung 9 oder durch einen Anteil des  für die Reaktion erforderlichen Wasserstoffgases in  die Anlage     eingeführt    wird. Andernfalls kann es  durch seinen eigenen Gasdruck in den Reaktor ein  geführt werden.

   Das     Molverhältnis    von Wasserstoff  zu     Niobpentachlorid    wird mit Vorteil konstant und  relativ hoch gehalten, nämlich zwischen 80 : 1 und  225: 1, um optimale Resultate zu erzielen. Dies    entspricht einem beträchtlichen     Wasserstoffüber-          schuss    in bezug auf die     stöchiometrische    Menge. Die  Reduktion von     Niobchlorid    erfolgt nach der Gleichung  
EMI0002.0049     
  
    2NbC15+5H.@--> <SEP> lOHC1+2Nb       Das bei der Reduktion von     Niobpentachlorid    ent  stehende     Niobmetall    wird auf den feinverteilten Par  tikeln niedergeschlagen.

   Infolgedessen nimmt deren  Grösse zu, und wenn sie auf eine Grösse von mehr  als 0,42 und weniger als 0,84 mm angewachsen sind,  bleiben die     Niobteilchen    unter den oben geschilderten  Reaktionsbedingungen nicht mehr länger im Schwebe  zustand und können durch den     Auslass    4 kontinuier  lich     abgeführt    werden. Infolge seines hohen Schmelz  punktes, seiner Widerstandsfähigkeit gegen chemische  Korrosion, seiner Beständigkeit bei hohen Tempera  turen und seiner Zähigkeit eignet sich     Niob    für viele  technische Zwecke und insbesondere zur Herstellung       hochtemperaturbeständiger    Legierungen.

   Der nicht  umgesetzte Wasserstoff sowie die Reaktionsneben  produkte können durch den     Auslass    3 mit Hilfe eines  Kondensators,     Separators    oder einer andern geeig  neten Rückgewinnungseinrichtung (nicht dargestellt)  abgezogen werden.  



  Bei     Abführung    der grobkörnigen     Niobteilchen          durch    den     Auslass    4 können auch einige kleinere       Niobteilchen    mitgerissen werden. Diese können durch  Sieben zurückgewonnen und wiederverwendet wer  den. Wenn man ausserdem mehrmals     feindisperses     Metallpulver in die Reaktionskammer gibt, kann auf  diese Weise der Betrieb kontinuierlich gestaltet wer  den.

   Die im unteren Teil der Kammer     intermittierend     oder kontinuierlich abgezogenen grobkörnigen Par  tikel weisen vorwiegend eine Grösse von 0,42 bis  0,84 mm auf, während die     feindispersen    Teilchen eine  Grösse von mehr als 0,074 mm und weniger als  0,177 mm besitzen.  



  <I>Beispiel 1</I>  75g     Niobpulver    mit einer Korngrösse von weniger  als 0,177     mm    mit etwa 25 % der Körner in einer  Grösse von weniger als 0,125 mm wurden in einen  Reaktionszylinder aus      Vycor     (Markenprodukt) ein  geführt, der einen Innendurchmesser von 22 mm be  sass und mit einem porösen Filter versehen war, das  die     Niobteilchen    im Zylinder zurückhielt. Der Zylin  der war von einer Heizung umgeben, durch die er von  aussen auf die gewünschte Temperatur geheizt wer  den konnte.

   Die     Niobteilchen    wurden in einen Raum  geblasen, der dem zweifachen Schüttvolumen des       Niobpulvers    entsprach, und zwar mittels eines durch  den Zylinder aufwärtsfliessenden Stromes einer  Mischung von 1,8 l min Wasserstoff und 30 ml; min  Argon. Nach der Einführung des Gasgemisches  wurde die Temperatur der Heizung auf 850  C er  höht. 35,5g     Niobpentachlorid    wurden in einem sepa  raten Gefäss bei 255  C verflüchtigt und durch einen       Argonstrom    mit einer Geschwindigkeit von 8     m1,\min     in den Reaktionszylinder     geführt.    Das     Molverhältnis     von Wasserstoff zu     Niobpentachlorid    betrug 135 : 1.

    Der Reaktionsvorgang wurde so lange aufrechterhal-           ten,    bis nach 32/3 Stunden alles     Niobpentachlorid    im  separaten Behälter verflüchtigt und in das Reaktions  gefäss getragen war. Das Bett wurde dann mit Argon  gekühlt. Das Gewicht des Bettes betrug nun 85,15 g  und zeigte damit eine Zunahme von 10,15 g gegen  über dem ursprünglichen Gewicht. Dies entspricht  einer     841/eigen    Ausbeute, bezogen auf das     Niob    im  verdampften     Niobpentachlorid.     



  Die Siebanalyse von Ausgangsmaterial und End  produkt zeigte, dass 18,75 g des Ausgangsmaterials  eine Korngrösse weniger als 0,125 mm     aufwies,    wäh  rend nach der Reaktion nur 13,85 g dieser Korngrösse  entsprachen. Das erzeugte     Niob    war sehr     rein.       <I>Beispiel 2</I>  In einem     22-mm-Zylinder    aus     Siliciumdioxyd,     der mit einer Heizung umgeben war, wurden 75 g       feindisperses        Niobpulver        durch    den aufwärtsfliessen  den Gasstrom einer Mischung von 1,4 l min Wasser  stoff und 40     ml'min    Argon (letztere Volumen bei  Raumtemperatur gemessen), aufgewirbelt.

   Die Gas  mischung wurde vor ihrer Einführung in die Reak  tionskammer auf 1000  C vorgewärmt. Die Tempera  tur wurde während der Reaktion durch die Aussen  heizung des Reaktors auf 900  C gehalten. Das     Mol-          verhältnis    von Wasserstoff zu     Niobpentachlorid    be  trug 172: 1.  



  In einem separaten, von aussen geheizten Behälter  wurden bei 250 C 85,08g     Niobpentachlorid    ver  flüchtigt und durch einen Strom von 10     ml/min     Argon in den Reaktor eingetragen. Nach 42/3 Stun  den Reaktionszeit hatte sich alles     Niobpentachlorid     verflüchtigt, und das Bett wurde durch einen Argon  strom gekühlt.

   Das Gewicht des gekühlten Bettes be  trug 82,56 g, was einer Gewichtszunahme von 7,56 g       und        einer        Ablagerung        von        88        %        des        Niobs        aus        dem          Niobpentachlorid    entspricht.  



  Die Siebanalyse zeigte, dass nur 4,95 g der so  erhaltenen     Niobpartikel    eine Korngrösse von weniger  als 0,074 mm aufweisen, während im Ausgangs  material 11,6 g eine Korngrösse von weniger als  0,074 mm besassen.  



  <I>Beispiel 3</I>  75g     Tantalmetallpulver    mit einer Korngrösse von       weniger        als        0,125        mm,        wobei        18        %        der        Partikel        klei-          ner    als 0,074 mm waren, wurden in einem     22-mm-          Si02Zylinder    mit einem Filterkissen aus     Si02    Wolle  mittels eines Gasstromes von 1,2 I .'min     Wasserstoff     und 35 ml ;'min Argon aufgewirbelt.

   Die Temperatur  wurde auf 900 C erhöht. In einem separaten, aussen  geheizten Behälter wurden 32,15 g     TaC15    bei 250  C  verflüchtigt und durch einen     Argonstrom    von  15 m'1 min in den Reaktor geleitet.  



  Nach einer Reaktionsdauer von     41,@    Stunden  war alles     TaC15    verflüchtigt. Die Siebanalyse ergab  folgende Werte:  Vor der Reaktion:  13,55 g kleiner als 0,074 mm.  Nach der Reaktion:  6,50 g kleiner als 0,074     mm.            Die        Tantalausbeute        entsprach        70        %,        bezogen        auf     das     Tantal    aus dem     TaC15.     



  <I>Beispiel 4</I>  75g     Wolframmetallteilchen    mit einer Körnung,  die ein Sieb mit 1700     Maschen''cm2    passierte, wobei       30%        der        Körner        ein        Sieb        mit        3140        Maschen/cm2     passierte, wurden in einem     22-mm- Vycor -Zylinder     durch einen Strom von 1,8     1,1min    Wasserstoff und  40 ml ,'min Argon aufgewirbelt. Die Temperatur des  Bettes wurde auf 875 C erhöht.

   In einem separaten,  von aussen geheizten Behälter wurden 34,6 g     WCIE     bei 347 C verdampft und durch einen     Argonstrom     von 10     mllmin    in den Reaktor geführt. Nach einer  Reaktionszeit von 3     Stunden    hatten sich 13,2 g       Wolframmetall    am Material des ursprünglichen Bettes  abgelagert.

   Die Siebanalyse ergab folgende Werte:  Vor der Reaktion:  22,5 g passieren     ein    Sieb mit 3140     Maschen/cm2.     Nach der Reaktion:  12,5 g passieren ein Sieb mit 3140     Maschen/cm2.     Die Ausbeute von Wolfram, berechnet auf die       dampfförmige        Verbindung        betrug        82%,.        Das        Mol-          verhältnis    von     Wasserstoff    zu     WCIO    lag bei diesem  Beispiel     zwischen    3 : 1 und<B>50:</B> 1.  



  <I>Beispiel S</I>  In einem zylindrischen Reaktor von 45,7 cm  Durchmesser und 27,45 cm Höhe mit konischem  Bodenstück und mit Einlass- und     Auslassleitungen    für  einen kontinuierlichen Betrieb, wurde auf 1000  C  vorgewärmtem Wasserstoff durch eine Mehrzahl von  Öffnungen aufwärts eingeführt, die sich nahe dem  konischen Bodenstück des Reaktors befanden. Im  Reaktor befand( sich ein Bett aus fein zerteilten     Nio'b-          teilchen,    die im Reaktor durch einen Träger aus       Si02    Wolle gehalten wurden. Das     Niobpulver    wies  Korngrössen von mehr als 0,074 bis weniger als  0,177 mm auf, und das     Schüttvolumen    desselben  nahm etwa ein Drittel des Reaktorinhaltes ein.

   Der  Wasserstoff wurde mit einer Geschwindigkeit von  36,35 cm/sek eingeführt; um die     Niobteilchen    im  Zustande turbulenter     Verwirbelung    zu erhalten. Dies  entspricht einem Verhältnis von 120     Mol    Wasser  stoff auf 1     Mol        Niobpentachlorid.    Die Temperatur  des Bettes betrug 800  C. Das     Niobpentachlorid     wurde in einem separaten, von aussen geheizten Be  hälter mit einer konstanten Geschwindigkeit von  0,35     Mol/min    verdampft und in den Reaktor ein  getragen, indem Argon über die     Oberfläche    des  dampfenden     Niobpentachlorids    geführt wurde.

   Durch  weitere Zugabe     feindispersen    Metallpulvers waren  stets ungefähr 56,8 kg     Niöbteilchen    der oben an  gegebenen Korngrösse im Reaktionsraum vorhanden,  während     intermittierend    ein Teil der grobkörnigen  Teilchen abgeführt wurde, die durch     die    Ablagerung  des durch Reduktion entstandenen     Niobs    an den sus  pendierten Teilchen     gebildet    worden waren.

   Die ab  geführten     Teilchen    wurden sortiert und die feinste      Fraktion wieder in den Reaktionsraum     zurückgeführt.     Die grobkörnigen Teilchen mit Teilchengrössen von  weniger als 0,84 mm und mehr als 0,42 mm fielen  in einer Menge von 1,725 kg pro Stunde an, was  einer Ausbeute von etwa     900/ü"    bezogen auf das in  die Anlage eingeführte     Niobpentachlorid    entspricht.  Der Reaktionsraum wurde mittels Wärmezufuhr  durch die     Reaktorwand    auf einer Temperatur von  etwa 800 C gehalten.

   Der nicht umgesetzte Wasser  stoff und die bei der Reaktion entstandenen Neben  produkte wurden aus dem Reaktor abgeführt und  durch einen Kühler und einen Gasreiniger geführt,  wodurch der nicht umgesetzte Wasserstoff von den  Nebenprodukten befreit und der Anlage wieder zu  geführt werden konnte. Das gewonnene     Niob    war  von ausserordentlich hoher Reinheit und als Legie  rungsbestandteil zur Erzeugung     hochtemperatur-    und  oxydationsbeständiger     Legierungen    sehr geeignet.  



  Als Ausgangsstoffe geeignet sind unter anderem       NbCh.        TaCIS,    und     WCIE.     



  Bei der Reduktion von     Niobpentachlorid    kann  man z. B. ein     Molverhältnis        H2;NbC15    von 120 an  wenden. Wenn     Molverhältnisse    im     untern    Teil des  angegebenen Bereiches angewendet werden, muss ge  nügend     inertes    flüchtiges Gas     mitverwendet    werden,  um eine wirksame     Verwirbelung    der Metallteilchen  zu gewährleisten.  



  Die Verdampfung der Metallchloride wird zweck  mässig in einem separaten geschlossenen Reaktions  gefäss ausgeführt, das mit dem Hauptreaktor verbun  den ist. Das Chlorid kann darin aufgeheizt und direkt  in das Reaktionsgefäss eingetrieben werden. Das  Chlorid wird vorzugsweise bei Temperaturen unter  450  C verdampft. Falls     gewünscht,    kann es in den  Strom aus Wasserstoff oder     inertem    Gas niedriger  Temperatur hineingeleitet werden, der in den Reaktor  geführt wird.

   Die Verdampfung des Metallchlorids  kann auch dadurch bewirkt werden, dass ein kleiner  Strom Argon hoher Temperatur durch den Dampf  raum des Verdampfers     geführt    wird, wobei die Tem  peratur des     Metallchloriddampfes        vorzugsweise        450-     C  nicht übersteigen soll.  



  Die Tiefe des Umsetzungsraumes 12 im Reaktor  kann ebenfalls variiert werden. Sie kann z. B. etwa  12,5 bis 20 cm betragen, wobei die Höhe der ruhen  den Schüttun g etwa 5 bis 10 cm beträgt, und die  lineare Geschwindigkeit des Wasserstoffes beispiels  weise 21 bis 36 cm./sek betragen soll. Für eine     Um-          setzung    in grösserem Massstab kann ein wesentlich  tieferer Raum und eine wesentlich grössere Gas  geschwindigkeit angewendet werden. Wenn ein feuer  fester     rohrförmiger    Reaktor verwendet werden soll,  kann er mit Vorteil aus     Siliciumdioxyd    bestehen.

    Dieses Material kann in sehr reiner Form verwendet  werden, so dass eine     Verunreinigung    des metallischen  Produktes auch in Spurenmengen     vermieden    wird.  Man kann jedoch auch Reaktoren aus rostfreiem  Stahl verwenden.  



  Durchmesser und Länge des Reaktors können der  jeweils gewünschten Produktionsmenge und Gas-         geschwindigkeit        angepasst    werden. Vorteilhaft wird  der Gesamtinhalt des Reaktionsgefässes bis zu dreimal  der Höhe des vom aufgewirbelten Metallpulver ein  genommenen Raumes 12 gewählt, um ein un  erwünschtes Überlaufen des Feststoffes zu vermeiden  und einen besseren Abzug des Endproduktes zu er  möglichen. Der Reaktor wird vorzugsweise durch  elektrische Widerstandsheizung beheizt. Der Wasser  stoff kann vor seiner Einführung in den Reaktor bis  nahezu an oder über die beabsichtigte Reaktions  temperatur vorgewärmt werden, so dass nur wenig  oder gar keine zusätzliche     Wärme    durch die Wände  des Reaktors zugeführt werden muss.  



  Das Filter oder Träger 5 im unteren Teil des  Reaktors unterhalb der Reaktionszone kann zur Ver  teilung der gasförmigen Reaktionsteilnehmer benützt  werden, welche in diese Zone eingebracht werden sol  len. Wie erwähnt, kann dazu ein Kissen oder eine  Schicht aus     Siliciumdioxyd-Wolle    oder einem ähn  lichen nicht reaktiven porösen Material verwendet  werden, das im Innern des Reaktors mittels eines  geeigneten Halteorgans festgehalten wird. Für grössere  Anlagen kann man auch poröse Platten oder andere  geeignete Verteiler verwenden.  



  Die als Ausgangsmaterial oder Kerne für die Ab  lagerung dienenden     feindispersen    Metallteilchen kön  nen unter anderem dadurch hergestellt werden, dass  reine Metallpartikel vorhergehender Umsetzungspro  zesse zerkleinert und gesiebt werden. Bei kontinuier  lichem Betrieb kann das Bett durch     Zuführung    von       feindispersen        Metallpartikeln    über eine geeignete Ein  fuhrleitung in den Reaktor durch Trockenförderer  oder dergleichen entsprechend der Menge des ab  gezogenen Gutes ergänzt werden.

   Das grobkörnige  Material kann vorzugsweise durch eine geeignete,  mit Ventil versehene     Auslassleitung,    die etwa auf der  Höhe des  Bodens  angeordnet sein kann, durch  Absaugen oder anderweitig     herausbefördert    werden.  Die Teilchen können auch mit Hilfe der Schwerkraft  entfernt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Niob, Tantal oder Wolfram durch Reduktion der Chloride dieser Me talle mit Wasserstoff, dadurch gekennzeichnet, dass man bei erhöhter Temperatur Wasserstoff und Metall chlorid in gasförmigem Zustand in der Weise durch ein Bett fein verteilter, fester Partikel aus dem her zustellenden Metall oder aus dem Hydrid des her zustellenden Metalls leitet, dass die Partikel im Reak tionsraum aufgewirbelt werden, wobei sich auf den genannten Partikeln das reduzierte Metall ablagert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die erhaltenen grobkörnigen Metallpartikel kontinuierlich abgeführt werden, und dass die abgeführten Mengen durch feinverteilte Par tikel desselben Metalls ersetzt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Temperatur zwischen 675 bis 1200 C liegt. 3.- Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Temperatur bei der Herstel lung von Niob zwischen 750 und 1050 C liegt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Temperatur bei der Herstel lung von Tantal zwischen 800 und 1050 C liegt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Temperatur bei der Herstel lung von Wolfram zwischen 750 und 1050 C liegt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ablagerung des Metalls auf Partikeln aus dem Hydrid des herzustellenden Metalls erfolgt.
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