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CH376914A - Verfahren zur Herstellung von 9a-Fluor-11B, 17a, 21-trihydroxy-16a-methyl-pregnen-(oder 1,4-pregnadien)-3,20-dion-21-acylaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 9a-Fluor-11B, 17a, 21-trihydroxy-16a-methyl-pregnen-(oder 1,4-pregnadien)-3,20-dion-21-acylaten

Info

Publication number
CH376914A
CH376914A CH7348059A CH7348059A CH376914A CH 376914 A CH376914 A CH 376914A CH 7348059 A CH7348059 A CH 7348059A CH 7348059 A CH7348059 A CH 7348059A CH 376914 A CH376914 A CH 376914A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
methyl
dione
pregnadiene
trihydroxy
fluoro
Prior art date
Application number
CH7348059A
Other languages
English (en)
Inventor
Harris Jr Lincoln Frank
Paul Schneider William
Original Assignee
Upjohn Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Upjohn Co filed Critical Upjohn Co
Publication of CH376914A publication Critical patent/CH376914A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     9a-Fluor-llss,    17a,     21-trihydroxy-16a-methyl-pregnen-          (oder        1,4-pregnadien)-3,20-dion-21-acylaten       Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung von     9a-Fluor-llss,17a,21-tri-          hydroxy-16a-methyl-4-pregnen-(oder    1,4-pregnadien)-         3,20-dion-21-acylaten,    das dadurch gekennzeichnet  ist, dass man ein l     1/,0)-Hydroxy-steroid    der allgemeinen  Formel  
EMI0001.0009     
    in der die punktierte Linie einer Einfach- oder einer  Doppelbindung entspricht,

   und in der     Ac    den     Acyl-          rest    einer     Carbonsäure    darstellt, zur entsprechenden       _J91I1j-Verbindung    dehydratisiert, diese     49(I1)-Verbin-          dung    mit     unterchloriger,        unterbromiger    oder     unter-          jodiger    Säure zum entsprechenden 9a-Halogen-llss-         hydroxysteroid    umsetzt, dieses mit einer Base zu der  entsprechenden     9,8,11        ss-Epoxyverbindung    umsetzt,

    worauf diese mit     Fluorwasserstoff    in die     9a-Fluorver-          bindung    übergeführt wird.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann durch fol  gendes Reaktionsschema veranschaulicht werden:  
EMI0001.0027     
    
EMI0002.0001     
    In obigen Formeln bedeutet     Ac    einen     Acylrest     einer     Carbonsäure,    vorzugsweise mit 1 bis 12 Kohlen  stoffatomen, und X' Chlor, Brom oder Jod. Die punk  tierten Linien stellen Einfach- oder     A'-Doppelbindun-          gen    dar.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen  sind äusserst wirksam gegen Entzündungen und zeigen  keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen, wie     Magen-          Darmstörungen,    Salz-Zurückhaltung, Ödeme und der  gleichen, also Erscheinungen, die bekanntlich bei  ähnlich wirkenden Steroiden auftreten. Viele der  Ester mit höherem     Molekulargewicht,    besonders die  gegen Hydrolyse beständigen und/oder die in Körper  flüssigkeiten unlöslichen, ergeben über die entspre  chenden     21-Hydroxy-Verbindungen    Stoffe mit verlän  gerter Wirkungsdauer. Die obigen Verbindungen eig  nen sich für die Behandlung von Entzündungen z. B.

    der Haut, der Augen, der Atmungswege, der Knochen  oder inneren Organe, die durch bakterielle oder  Virusinfektionen hervorgerufen werden. Die Verbin  dungen sind auch bei     Kontakt-Dermatitis    und allergi  schen Erscheinungen wirksam. Sie besitzen einen ver  besserten therapeutischen Quotienten, verglichen mit  den keine     Methylgruppe    in     16-Stellung    aufweisenden  Verbindungen. Für die erwähnten Zwecke können  sie in bekannter Weise Salben, Cremen, Lotionen,  Sprays und dergleichen einverleibt werden.

   Auch kön  nen sie irgendwelchen Antibiotika, besonders     Peni-          cillinen,        Neomycin,        Tetracyclin,        Chloromycetin    und       Novobiocin        zugesetzt    werden.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen  eignen sich auch als Zwischenprodukte zur Herstel  lung anderer Steroide, sie besitzen     ferner    Glucocorti-         coide,        mineralcorticoide    sowie     progestationale    Wir  kung.  



  Die Ausgangsmaterialien des erfindungsgemässen  Verfahrens können aus dem bekannten     11-Keto-16-          dehydroprogesteron    durch folgende Synthese herge  stellt werden: Die     3-Ketogruppe    wird selektiv durch       überführung    in ein     3-Ketal    oder     3-Enamin    geschützt.  Während sich die     Pyrrolidyl-3-Enamine    selektiv bil  den, muss die     20-Ketogruppe    bei der     Ketalisierung     zuerst geschützt werden. Deswegen ist die Herstellung  der     3-Enamine    bevorzugt.

   Das in     3-Stellung    ge  schützte     11-Keto-16-dehydroprogesteron    wird dann  mit einem     Methyl-Grignard-Reagens    in Gegenwart  von     Kupfer(I)-chlorid    umgesetzt [vergleiche      Grignard          Reactions ,        Kharasch    und     Reinmuth,        Preutice    Hall,       Inc.        Publishers    (1954), Seite 219], wobei man     11-          Keto-16a-methylprogesteron    erhält.

   Die die     3-Stellung     schützende Gruppe wird dann     hydrolysiert,    worauf  man das freie     11-Keto-16a-methylprogesteron    erhält.  



  Diese Verbindung wird in den 3,11-Diketo-16a       methyl-4,17(20)-[cis]-pregnadien-21-carbonsäurealkyl-          ester    übergeführt, z. B. nach der Methode gemäss  US-Patent     Nr.    2 790 814. Dabei wird das     11-Keto-          16a-methylprogesteron    mit jeweils mehr als     2-Mol-          Äquivalenten    eines     Oxalsäuredialkylesters    und einer  Base umgesetzt, wobei man das     Alkalimetall-dienolat     des     2,21-Dialkoxyoxalyl-11-keto-16a-methylprogeste-          rons    erhält.

   Diese Verbindung oder das durch Um  setzung mit Essigsäure erhaltene freie     Enol    wird dann  mit     Chlor    oder vorzugsweise Brom     trihalogeniert,    und  man erhält so das     2,21-Dialkoxyoxalyl-2,21,21-tri-          halo-11-keto-16a-methylprogesteron.    In Gegenwart  starker Basen lagert sich diese Verbindung um und      es bildet sich der     2-Halogen-3,11-diketo-16a-methyl-          4,17(20)

  -[cis]-pregnadien-21-        alkylester.    Das     2stän-          dige    Halogen wird mit Zink und Essigsäure oder an  deren für den     Halogenentzug    geeigneten Mitteln ent  fernt, und man gelangt zu dem     3,11-Diketo-16a-me-          thyl    - 4,17     (20)-[cis]-pregnadien    - 21-     carbonsäurealkyl-          ester.    Die Umwandlung der     3,11-Diketo-16a-methyl-          4,17(20)-[cis]-pregnadien-21-ester    in das     11ss,21-Di-          hydroxy-16a-methyl-        4,17(20)

  -[cis]-pregnadien-3-on     kann auf die in den US-Patenten     Nrn.    2 7l5 621,  <B>2781343</B> beschriebene Weise durchgeführt werden.  In der     US-Patentschrift        Nr.    2 790 814 ist die Um  wandlung des     3,11-Diketo-4,17(20)-[cis]-pregnadien-          21-esters    in das     llss,21-Dihydroxy-4,17(20)-[cis]-          pregnadien-3-on,

      der Schutz der     3-Ketogruppe    durch       Ketalisierung    oder     Enaminierung    sowie die Reduktion  der     11-Ketogruppe    und der     21-Carboxyalkylgruppe     mit Natrium- oder     Lithiumaluminiumhydrid    oder der  gleichen, die die     C-C-Doppelbindungen    nicht beein  trächtigen, beschrieben, nach dieser Methode erhält  man I     ll,21-Dihydroxy-16a-methyl-4,17(20)-[cis]-          pregnadien-3-on,    welches in     3-Stellung    noch geschützt  ist.

   Die die     3-Ketostellung    schützende Gruppe wird  durch Hydrolyse entfernt, und man erhält     11f,21-Di-          hydroxy    -16a-     methyl-        4,17(20)-[cis]-pregnadien-3-on.     Diese Verbindung kann alsdann selektiv mit Selen  dioxyd oder auf enzymatischem Wege in die entspre  chende     11.4-Verbindung    übergeführt werden.  



  Die     21-Oxygruppe    der     Al-    oder     41,4-Verbindung     wird dann vorzugsweise verestert, um sie während der  folgenden     oxydativen        Hydroxylierung        zu    schützen.  Die     Veresterung    wird in üblicher Weise mit Säure  anhydriden oder     Säurehalogeniden    durchgeführt. Die  so hergestellten Ester werden dann     oxydativ    mit     0s04     und einem Peroxyd, gemäss den in den US-Patenten       Nrn.    2 769 825, 2 769 823 oder in J.

   Am.     Chem.        Soc.     77,4436 (1955) beschriebenen Methoden in die ent  sprechenden     17a-Hydroxy-20-keto-21-acyloxy-Ver-          bindungen    (I) übergeführt.  



  Diese Verbindungen werden sodann erfindungs  gemäss in die entsprechenden     9a-Halogenverbindun-          gen    umgewandelt, indem man die     11fl'-Hydroxy-          gruppe    in an sich bekannter Weise, z. B. mit einem       N-Halogenamid    oder     N-Halogenimid    in Gegenwart  von wasserfreiem     S02    oder von     Thionylchlorid    oder       Methansulfonylchlorid    in     Pyridin    oder durch Erhitzen  mit     Toluolsulfonsäure    in einem organischen Lösungs  mittel wie z. B.

   Benzol, dehydratisiert, wobei man die  entsprechende     9(11)-Dehydroverbindung        (II)    erhält.  Diese Verbindung wird dann mit     HOCl,        HOBr    oder       HOJ,    die in üblicher Weise aus     N-Halogenamiden     oder     -imiden    in Gegenwart wässriger     HC104    fabriziert  werden, umgesetzt und in die entsprechende     9a-Halo-          gen-llss-hydroxy-Verbindung        (1I1)    übergeführt. Um  setzung der zuletzt genannten Verbindung mit einer  Base wie z.

   B.     CH.COOK    führt zu den entsprechen  den     Epoxyverbindungen    IV. Diese     Epoxyverbindung     wird dann mit     wässrigem    oder wasserfreiem Fluor  wasserstoff in die     9a-Fluor-Ilss-hydroxy-Verbindung       V übergeführt.

   Letztere kann zur entsprechendem     21-          Hydroxyverbindung,    d. h.     9a-Fluor-lIss,17a,21-tri-          hydroxy-16a-methyl-4-pregnen-3,20-dion    oder 9a       Fluor-11,B,17a,21-trihydroxy-16a-methyl-1,4-pregna-          dien-3,20-dion        hydrolysiert    werden; sie kann ferner  zu der entsprechenden     11-Ketoverbindung    oxydiert  werden.  



       Präparation   <I>1</I>       11-Keto-16a-methylprogesteron.     Zu einer heissen Lösung aus 4,56 g (0,014     Mol)          11-Keto-16-dehydroprogesteron    in 45 ml Methanol  wurden 2,25 ml     Pyrolydin    unter Bewegung der Flüs  sigkeiten zugegeben. Das Reaktionsprodukt, das     3-          Pyrrolydin-enamin    des     11-Keto-16-dehydroprogeste-          rons    schied sich bald danach     in    gelben Kristallen aus.  Es wurde sodann auf 5  abgekühlt. Die Mischung  wurde filtriert, der Filterkuchen gewaschen (mit kal  tem Methanol) und im Vakuum getrocknet.

   Man er  hielt so 4,56 g des     3-Pyrrolydyl-3,5,16-pregnatrien-          11,20-dions,    das bei 154-169      schmilzt.     



  Eine Lösung des so erhaltenen     Enamins    in 110     ml          Tetrahydrofuran    wurde langsam und unter Rühren  einer Suspension aus 45 ml käuflichen     3-molaren          Methylmagnesiumbromids    zugefügt und sodann auch  noch 0,90 g     Cupro-chlorid.    Die Mischung wurde auf  Raumtemperatur abgekühlt und unter Stickstoff  atmosphäre noch 3 Std. gerührt. Das überschüssige       Grignard-Reagens    wurde durch tropfenweise Zugabe  von 6,5 ml Wasser vorsichtig zerstört.

   Zu der Mi  schung, die     3-Pyrrolydyl-16a-methyl-3,5-pregnadien-          11,20-dion    enthält, wurden 4     ml    Essigsäure und 16 ml  Methanol zugegeben, wobei sie so lange erwärmt  wurde, bis eine klare gelbe Lösung vorlag. 16 ml       einer        10        %        igen        wässrigen        Lösung        aus        Natrium-          hydroxyd    wurde zugegeben, wobei sich ein     pH    von 8  einstellte.

   Sodann erhitzte man die Mischung unter       Rückfluss    noch 45 Min. und gab dann 1 ml Essig  säure zu und 250 ml Wasser, worauf man die gekühlte  Mischung 3mal mit     Methylenchlorid    extrahierte. Die  vereinigten Extrakte wurden gewaschen (mit einer       wässrigen        Bicarbonatlösung)    und sodann mit Natrium  sulfat getrocknet.

   Die getrocknete Lösung wurde zur  Trockne eingedampft und der Rückstand - im we  sentlichen     11-Keto-16a-methylprogesteron    - wurde in  400     ml        Methylenchlorid    aufgelöst und durch eine       200-g-Kolonne    von     Magnesiumsilikat        (Florisil)        chro-          matographiert.    Die Kolonne wurde mit Mengen von  je 400 ml Lösungsmittel entwickelt, und zwar in fol  gender     Zusammensetzung    und Reihenfolge:

   Fünf aus       Hexanen        (Skellysolve        B)        +    3     %        Aceton        und        dann        mit          +        5%        Aceton,        acht        Teile        Hexane        +        7%        Aceton,     5 Teile     Hexane    +     104/o    Aceton,

   4 Teile     Hexane          +        15        %        Aceton        und        schliesslich        eine        aus        Aceton.        Die     Fraktionen 9-25 (wobei die     Methylenfraktion    mitge  rechnet wurde) wurden kombiniert und aus einer Mi  schung von Aceton und Wasser     umkristallisiert.    Auf  diese Weise erhielt man 2,03 g     11-Keto-16a-methyl-          progesteron,    dessen Schmelzpunkt zwischen 179 und  l82  lag.

        Eine aus     Acetylacetat    und     Hexanen    umkristalli  sierte Probe schmolz zwischen 183 und 185 , besass  ein     (a)D    von + 255      (CHC13)    und ein     A,        m        ä;.    von 238     ,a     und ein am von<B>15,850</B> und folgende Analyse:

    
EMI0004.0009     
  
    Berechnet <SEP> für <SEP> C"H3003: <SEP> C <SEP> 77,15 <SEP> H <SEP> 8,83
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 76,95 <SEP> H <SEP> 8,98            Präparation   <I>2</I>         3,11-Diketo-16a-methyl-4,17(20)-(cis)-          pregnadien-21-carbonsäuremethylester.     Eine Lösung aus 2,00 g (5,8     Millimol)        11-Keto-          16a-methylprogesteron    in 30     ml    trockenen     Tert.-          Butylalkohols    wurde unter Stickstoffatmosphäre auf  50  erwärmt.

   Zu dieser Lösung gab man 3,2 ml       Äthyloxalat        und        3,03        g        einer        25        %igen        methanoli-          schen    Lösung von     Natriumhydroxyd.    Daraufhin bil  dete sich     sofort    ein     grünlichgelber    Niederschlag des       Natriumdienolats    des     2,21-Diäthoxyoxalyl-11-keto-          16a-methylprogesterons.     



  Man     rührte    die Mischung noch 20 Min. und gab  sodann eine gekühlte Lösung von 0,98 g trockenen       Natriumacetats    und 0,84 ml Essigsäure in 40 ml  Methanol zu und     erzeugte    so das freie     Dienol.    Die  Lösung wurde dann auf 0  abgekühlt, worauf man  ihr tropfenweise eine gleichfalls gekühlte Lösung von  2,0 g Brom in Methanol während einer Zeit von  10 Min. zugab. Man erhielt auf diese Weise 2,21,21       Tribromo-2,21-Diäthoxyoxalyl-1-keto-16a-methyl-          progesteron.     



  Das Kühlbad wurde     entfernt,    worauf man der       Lösung        5,72        g        einer        25%igen        methanolischen        Na-          triummethoxydlösung    zugab. Das Rühren wurde noch  2,5 Std. fortgesetzt, und man erhielt so 2-Bromo       2,11-diketo-16a-methyl-4,17(20)-[cis]-pregnadien-21-          oin-säuremethylester.     



  Zu der so erhaltenen Lösung gab man dann 5 ml  Essigsäure und 1 g Zinkstaub, wonach man das Rüh  ren noch eine halbe Stunde     fortsetzte.    Die Mischung  wurde     daraufhin    mit Wasser verdünnt, und die festen  Stoffe wurden     abfiltriert.    Das Filtrat wurde mit     Me-          thylenchlorid    erschöpfend extrahiert und das Extrakt  mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Den  Rückstand löste man in 400 ml     Methylenchlorid,     worauf er in eine Kolonne, die 200 g Magnesium  silikat     (Florisil)    enthielt, gegossen wurde.

   Die Ko  lonne wurde     mit        400-ml-Portionen    eines Lösungs  mittels folgender Zusammensetzung in folgender Rei  henfolge entwickelt: 4     Hexane        (Skellysolve    B) + 5     0.1o          Aceton,        10        Hexane        +        7%        Aceton,        10        Hexane          +        10,%        Aceton,

          und        schliesslich    1     Teil        nur        Aceton.     



  Die Fraktionen 14-23 (mit der     Methylenfraktion)     enthielt das     Ausgangs-1        1-keto-16a-methylprogesteron.     Die Fraktionen 7-12 enthielten     3,11-Diketo-16a-me-          thyl-    4,17(20) - [cis]     -pregnadien    - 21-     oin-säuremethyl-          ester,    die nach dem     Umkristallisieren    aus     Methanol-          Wasser    und dann nur aus Methanol zwischen 177  bis 184  schmolz.

   Es hatte ein     i        mäX    232,5     #I,    ein am  von 26,200 und ein     [a]n    von<B>+137</B>     (CHCI3)    und  zeigte folgende Analyse:  
EMI0004.0095     
  
    Berechnet <SEP> für: <SEP> Cz3H3oO4: <SEP> C <SEP> 74,56 <SEP> H <SEP> 8,16
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 74,58 <SEP> H <SEP> 8,04       Die Ausbeute an diesem Produkt vermehrt sich,  wenn die erste Reaktion des     11-Keto-16a-methyl-          progesterons    mit     Äthyloxalat    und     Natriummethoxyd     bei etwas höheren Temperaturen oder mit längeren  Reaktionszeiten     ausgeführt    wird.

           Präparation   <I>3</I>    11     ss,21-Dihydroxy-16a-methyl-4,17(20)-[cis]-          pregnadien-3-on.     



  Eine Lösung aus 6,0 g     3,11-Diketo-16a-methyl-          4,17(20)    - [cis] -     pregnadien    - 21-     oin        -säuremethylester,     6 ml     Pyrrolydins    und 180 ml     p-Toluol-sulfonsäure    in  120 ml Benzol wurden unter     Rückfluss    1     Stdt.    lang  erhitzt, wobei das Reaktionswasser dauernd entfernt  wurde. Die Lösung wurde     destilliert,    und man erhielt  einen Rückstand, der im wesentlichen aus 3-Pyrro       lidyl-16a-methyl-3,5,17(20)-[cis]-pregnatrien-21-me-          thylester    bestand.  



  Man löste daraufhin den Rückstand in 30 ml  Benzol und 10 ml Äther und gab eine Suspension  von 2,2 g     Lithiumaluminiumhydrid    in 350 ml Äther  hinzu, und zwar während eines Zeitraumes von 5 Min.  Diese Mischung wurde bei Raumtemperatur noch  90 Min. gerührt. Man gab 20 ml     Äthylacetat        hinzu     und um das überschüssige     Lithiumaluminiumhydrid     zu zerstören sodann noch 30 ml Wasser.

   Der Äther  und das Benzol wurden bei vermindertem Druck  destilliert, worauf man einen im wesentlichen aus       3-Pyrrolidyl-11        f,21-dihydroxy-16a-methyl-3,5,17(20)-          [cis]-pregnatrien-21-oin-säuremethylester    bestehenden  Rückstand erhielt, der mit etwas anorganischen Stof  fen vermischt war.  



  Dieser rohe     Destillationsrückstand    wurde mit  400 ml Methanol vermischt und auf 40  erwärmt, bis       eine        Lösung        vorlag.        70        ml        einer        wässrigen        5%igen          Natriumhydroxydlösung    wurde zugegeben, wobei die  Mischung noch 10 Min. lang auf 40  erwärmt wurde.  Die Lösung wurde neutralisiert (mit Essigsäure), das  Lösungsmittel bei vermindertem Druck     abdestilliert,     und zwar bei einer Temperatur, die unter 45  lag.

    Der Rückstand wurde mit 100 ml Wasser, das 10 ml  konzentrierte Salzsäure enthielt, vermischt, filtriert  und gewaschen, worauf man     I1/3,21-Dihydroxy-16a-          methyl-4,17(20)-[cis]-pregnadien-3-on    erhielt.         Präparation   <I>4</I>         11,B,21-Dihydroxy-16a-methyl-1,4,17(20)-[cis]-          pregnatrien-3-on.     



       Septomyxa        affinis    wurde auf einem     Malz-Agar-          boden    gezüchtet, der aus 50 g trockenem     Malzextrakt,     5 g     Edamin    (enzymatische Verdauung des     Laktalbu-          mins)    und 20 g     Agar    gelöst in 1 Liter Leitungswasser  bestand, wobei ein     pH    von 6,5-7,0 eingestellt wurde.

    Das     Inokulum    des     Agarbodens    wurde in einen       1-Liter-Erlenmeyerkolben,    der 100 ml     Malzextrakt     enthielt, bei Raumtemperatur 4-7 Tage lang zuge-      brütet, damit sich Sporen bilden.

   Die Sporen wurden       in        100        ml        einer        sterilen        1%igen        Salzlösung        suspen-          diert.    5 ml dieses     Sporeninokulums    wurden in jeweils  250 ml fassende Kolben, die 100 ml des Mediums       enthielten,

          gegeben.        Das        Medium        bestand        aus        1%iger          Cerelos        Dextrose        und        2'0/0,        Getreideweiche        aus        60%     Feststoffen, die mit     Natriumhydroxyd    auf einen     pH     zwischen 4,8 und 5 gebracht wurde. Nun wurde unter  Schütteln 48-72 Std. bei Raumtemperatur angebrütet,  worauf das Ganze zu 61 des obigen Gärungsmediums  zugegeben wurde.

   Diese Kultur wurde bei Raum  temperatur 24 Std. lang stehengelassen und wurde  hierbei gelüftet<B>(11</B> Luft pro Std.). Diese 6 1 der Brut  kultur wurde dann 100 Litern des Mediums zuge  geben und 24 Std. lang bei Raumtemperatur und un  ter Rühren und Lüften (2 1 pro Min.) stehengelassen.  Zu dieser     24-Std.-Kultur    wurden 25 g 11     ss,21-Di-          hydroxy-16a-methyl-4,17(20)-[cis]-pregnadien-3-on,     aufgelöst in 500 ml Aceton, hinzugefügt. Das Rühren  und Lüften wurde (1 1 pro Min.) 24 Std. lang fort  gesetzt.  



  Das     Mycel    wurde aus dem Gemisch durch Filtra  tion     entfernt    und mit 20 1 Wasser gewaschen, wobei  das Waschwasser dem zuvor erhaltenen Filtrat zuge  geben wurde. Das gewaschene     Mycel    wurde suspen  diert und aufgeschlämmt, und zwar je 2mal in 12 1  Aceton und dann wiederum je 2mal in 121     Methylen-          chlorid    suspendiert. Die so erhaltenen Aceton- und       Methylenchlorid-Mycelextrakte    wurden vereint und  dem Extrakt zugegeben, der aus 4 Extraktionen des  Filtrats und des Waschwassers erhalten wurde, wobei  jede Extraktion mit 24 Litern     Methylenchlorid    durch  geführt wurde.

   Die Extrakte des gefilterten Filtrats  und des Waschwassers und die des     Mycels    wurden  kombiniert und 2mal mit jeweils 12 Litern einer       20/aigen        Natriumbikarbonatlösung    und dann 2mal mit  12 Litern Wasser gewaschen. Die gewaschenen Ex  trakte wurden konzentriert und ergaben     daraufhin     3 Liter eines Konzentrats, welches im Anschluss daran  zur Trockne eingedampft wurde (Dampfbad), worauf  man einen rohen kristallinen Rückstand erhielt. Die  ser Rückstand wurde 6mal mit 25 ml     Diäthyläther     behandelt.

   Die zurückbleibenden Kristalle wurden in  225 ml heissen Methanols aufgelöst, filtriert und ge  kühlt und ergaben Kristalle des     llss,21-Dihydroxy-          16a-methyl-1,4,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-ons.            Präparation   <I>5</I>  11     ss,21-Dihydroxy-16a-methyl-4,17(20)-[cis]-          pregnadien-3-on-21-acetat.       Eine Lösung von 3 g     3,11-Diketo-16ct7methyl-          1,4,17(20)    -     [cis]-pregnatrien    - 21-     oin-säuremethylester     und 3 ml     Pyrrolidin    in 16 ml Benzol wurden 1 Std.

    unter     Rückfluss    erhitzt, wobei gleichzeitig das Reak  tionswasser entfernt wurde. Auf diese Weise erhielt  man     3-Pyrrolidyl-11-keto-16a-methyl-3,5,17(20)-          [cis]-pregnatrien-21-oin-säuremethylester.    Das Lö  sungsmittel wurde von der so erhaltenen Mischung  bei vermindertem Druck     abdestilliert,    worauf der    Rückstand mit einer Mischung aus 15 ml Benzol und  10 ml Äther aufgelöst wurde. Dieser Lösung gab man  1,1g     Lithiumaluminiumhydrid    zu und suspendierte  dies in 175 ml Äther. Die erhaltene Lösung wurde  bei 26  1,5 Std. lang gerührt.

   Dieser Lösung gab man  10 ml     Äthylacetat    und dann 15 ml Wasser zu, wo  nach das Lösungsmittel bei vermindertem Druck ab  destilliert wurde. Der im wesentlichen aus anorgani  schen Salzen und     3-Pyrrolidyl-llss,21-dihydroxy-16a-          methyl-3,5,17(20)-[cis]-pregnatrien    bestehende Rück  stand wurde in 200 ml Methanol suspendiert, worauf       35        ml        einer    5     %        igen        wässrigen        Natriumhydroxyd-          lösung    der Suspension zugefügt wurden.

   Das Ganze  wurde dann 10 Min. lang auf     40-45     erhitzt. Die  gekühlte Mischung wurde mit Essigsäure und Metha  nol     neutralisiert    und dann     destilliert.    Der Rückstand  wurde mit 50 ml     Methylenchlorid    und 100     ml    Was  ser, welches 15 ml     konzentrierte        Salzsäure    enthielt,  gerührt. Die     Methylenchlorid-Lösung    wurde von der       wässrigen    Schicht abgetrennt, die sodann mit einer  weiteren     Portion        Methylenchlorid        extrahiert    worden  war.

   Dieser Extrakt wurde dann zu der ursprüng  lichen     Methylenchloridlösung    zugegeben. Nach     Ab-          dampfung    des Lösungsmittels aus den Extrakten er  hielt man rohes     11fl,21-Dihydroxy-16a-methyl-4,17-          (20)-[cis]-pregnadien-3-on.     



  Das rohe 11     ss,21-Dihydroxy-16a-methyl-4,17(20)-          [cis]-pregnadien-3-on    wurde dann mit 5 ml Essig  säureanhydrid mit 10 ml     Pyridin    bei 26  4 Std. lang  behandelt. Die erhaltene Mischung wurde mit 10 ml  Wasser vermischt und gekühlt, um das überschüssige       Essigsäureanhydrid    zu     hydrolysieren.    Sodann wurde  die Lösung mit     Methylenchlorid    extrahiert. Der Ex  trakt wurde erst mit verdünnter Salzsäure, mit Was  ser und dann mit einer gesättigten     wässrigen    Natrium  bikarbonatlösung und schliesslich nochmals mit Was  ser gewaschen.

   Das     Methylenchlorid    wurde von der  Lösung     abdestilliert,    worauf man den Rückstand aus  einer Mischung aus Aceton und     Skellysolve    B     Hexan-          kohlenwasserstoffen    umkristallisierte.

   Auf diese Weise  erhielt man reines 11     ss,21-Dihydroxy-16a-methyl-          4,17(20)-[cis]-pregnadien-3-on-acetat.            Präparation   <I>6</I>    11     ss,21-Dihydroxy-16a-methyl-1,4,17(20)-          [cis]-pregnadien-3-on-21-acetat.     11     ss,21-        Dihydroxy    -16a -     methyl    -1,4,17     (20)-[cis]-          pregnadien-3-on    wird in 20     ml        Pyridin    und 15     ml          Acetanhydrid    gelöst und 4 Std. lang auf 40  erwärmt.

    Die Lösung wird abgekühlt und dann langsam mit  Wasser verdünnt. Das ausgefällte     Steroid    wird ab  filtriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.  



  l     lss,21-Dihydroxy-16a-methyl-1,4,17(20)-[cis]-          pregnatrien-3-on    kann zu anderen     21-Estern    umge  wandelt werden. Man nimmt hierzu am besten ein  geeignetes     Säureanhydrid    oder     Säurehalogenid    und  kann im übrigen auch nach anderen bekannten Me  thoden wie beispielsweise durch     Umesterung    die obige  Verbindung herstellen.

             Präparation   <I>7</I>  11     ss,17a,21-Trihydroxy-16a-methyl-          1,4-pregnadien-3,20-dion-21-acetat.     Zu einer Lösung von<B>100</B> mg 11     ss,21-Dihydroxy-          16a-methyl-1,4,17(20)    - [cis]     -pregnatrien-    3     -on-        21-          acetat    in 5 ml trockenen     tert.        Butylalkohols    gab man  nacheinander 0,065 ml     Pyridin,    0,

  43 ml     N-Methyl-          morpholinoxydperoxyd    entsprechend einem     Titer    von  44 ml 0,01 normaler     Natriumtiosulfatlösung    pro ml,  die durch Reaktion des     N-Methylmorpholins    mit 2       molaren    Äquivalenten von Wasserstoffsuperoxyd in       tert.        Butylalkohol    und 0,2 mg     Osmiumtetroxyd    in  0,043 ml     tert.        Butylalkohol.    Man liess 24 Std. lang  bei Raumtemperatur stehen und verdünnte die Lö  sung mit Wasser, worauf sie mit     Methylenchlorid     extrahiert wurde.

   Die Extrakte wurden mit verdünn  ter Salzsäure gewaschen, dann mit verdünntem Na  triumbikarbonat und     schliesslich    noch einmal mit  Wasser. Nach dem Trocknen wurde die Lösung destil  liert und der Rückstand über eine 10 g     Fluorisihna-          gnesiumsilikatkolonne        chromatographiert.    Die Ko  lonne wurde mit     Skellysolve    B     Hexankohlenwasser-          stoffen,    die jeweils sich steigernde     Acetonmengen    ent  hielt, entwickelt.

   Auf diese Weise     eluierte    man  l     Iss,17a,21-Trihydroxy-16a-methyl-1,4-pregnadien-          3,20-dion-21-acetat,    welches durch Verdampfen des  Lösungsmittels eingeengt wurde.  



  In den folgenden Beispielen wird je eine Stufe des       erfindungsgemässen    Verfahrens beschrieben.    <I>Beispiel 1</I>         16a.-Methyl-17a,21-dihydroxy-1,4,9(11)-pregnatrien-          3,20-dion-21-acetat.     



  Zu einer Lösung von 8,5 g 11ss,17a,21-Tri       hydroxy-16a-methyl-1,4-pregnadien-3,20-dions-21-          acetat    in 42,5     ml        Pyridin    gab man 5,63g     N-Brom-          acetamid.    Man liess bei Raumtemperatur eine Viertel  stunde stehen, kühlte daraufhin die Reaktionslösung  auf 5-10  ab und leitete dann unter Schütteln Schwe  feldioxyd über die Oberfläche der Lösung, so lange,  bis dieses     Iodstärkepapier    nicht mehr färbte. Während  der Zugabe des     Schwefeldioxydes    erwärmte sich die  Reaktionsmischung.

   Man hielt jedoch die Temperatur  unter 30 , indem man von aussen kühlte und die  Menge des zugeführten     Schwefeldioxydes    entspre  chend kontrollierte. Sodann gab man zu dieser Reak  tionsmischung 400 ml Eiswasser und sammelte den  erhaltenen Niederschlag durch     Filtration.    Das Mate  rial     wurde    aus     Aceton-Skellysolve-B-Hexanen    um  kristallisiert, und man erhielt     16a-Methyl-17a,21-di-          hydroxy-1,4,9(11)-pregnatrien-3,20-dion-21-acetat.     <I>Beispiel 2</I>       16a-Methyl-17a,21-dihydroxy-4,9(11)-pregnadien-          3,

  20-dion-21-acetat.     Geht man wie in Beispiel 1 vor und nimmt als  Ausgangsmaterial 11     ss,17a,21-Trihydroxy        -16a-me-          thyl-4-pregnen-3,20-dion-21-acetat,    so erhält man         16a-Methyl-17a,21-dihydroxy-4,9(11)-pregnadien-          3,20-dion-21-acetat.     



  Nimmt man als Ausgangsmaterial ein anderes       21-Acylat    des     11ss,17a,21-Trihydroxy-16a-methyl-          1,4-pregnadien-3,20-dion    oder ein     21-Acylat    des  11     ss,17a,21-Trihydroxy-16a-methyl        -4-pregnen-3,20-          dions    und führt die     Dehydration    so aus wie     in    Bei  spiel 1, so erhält man das entsprechende     21-Acylat     des     16a-Methyl-16a,21-dihydroxy-1,4,9(11)-pregna-          trien-3,20-dions    bzw.

   des     16a-Methyl-17a,21-di-          hydroxy-4,9(11)-pregnadien-3,20-dions.     



  <I>Beispiel 3</I>       9a-Brom-11,B,17a,21-trihydroxy-16a-methyl-          1,4-pregnadien-3,20-dion-21-acetat.     



  Zu einer Lösung von 5,68 g     16a-Methyl-17a,21-          dihydroxy-1,4,9(11)-pregnatrien-3,20-trion-21-acetat     in 100 ml     Methylenchlorid    und 250 ml     tert.        Butyl-          alkohol    gab man eine Lösung von 14 ml     721/oiger          Perchlorsäure    in 100 ml Wasser und dann noch eine  Lösung von 2,34 g     N-Bromacetamid    in 60     m1        tert.-          Butylalkohol    hinzu.

   Nachdem man die Reaktions  mischung noch 15 Min. lang gerührt hatte, wurde eine  Lösung von 2,8g     Natriumsulfit    in 140 ml Wasser  zugegeben, worauf die Reaktionsmischung auf ein  Volumen von 500 ml unter vermindertem Druck und  bei 50  eingedampft wurde. Bei diesem Punkt fing die  Kristallisation an. Das Konzentrat wurde abgekühlt  (Eisbad), während man unter Rühren 500 ml Wasser  zugab. Man rührte 1 Std., worauf man das kristalline  Produkt vermittels Filtration isolierte und dann die  Kristalle mit Wasser wusch und an der Luft trock  nete. Auf diese Weise erhielt man 9a-Brom-11ss,17a       21-trihydroxy-16a-methyl-1,4-pregnadien-3,20-dion-          21-acetat.     



  <I>Beispiel 4</I>       9a-Brom-11        ss,17a,21-trihydroxy-16a-methyl-          4-pregnen-3,20-dion-21-acetat.     Man arbeitet wie im Beispiel 3, geht aber von       16a-Methyl-17a,21-dihydroxy-4,9(11)-pregriadien-          3,20-dion-21-acetat    aus und erhält so     9a-Brom-          11        ss,17a,21-trihydroxy-16a-        methyl-4-pregnen-3,20-          dion-21-acetat.     



  Geht man von anderen     21-Acylaten    des 16a-Me       thyl-17a,21-dihydroxy-1,4,9(11)-pregnadien-3,20-          dions    oder des     17a,21-Dihydroxy-16a-methyl-4,9(11)-          pregnadien-3,20-dions    aus und     verfährt    im übrigen  wie in Beispiel 3, so erhält man die entsprechenden       21-Acylate    des     9a-Brom-11        ss,17a,21-trihydroxy-16a-          methyl-1,4-pregnadien-3,20-dions    sowie des     9a-Brom-          11        ss,17a,

  21-trihydroxy-16a-methyl-        4-pregnen-3,20-          dions.     



  Ersetzt man das     N-Chlorsuccinimid    durch     N-          Bromacetamid    und arbeitet im übrigen wie in den  Beispielen 2 und 3, so erhält man die entsprechenden       9a-Chlorverbindungen,    z.

   B. 9a-Chlor-17a,21-tri       hydroxy-16a-methyl-1,4-pregnadien-3,20-dion-21-          acetat    bzw.     9a-Chlor-llss,17a,21-trihydroxy-16a-me-          thyl-4-pregnen-3,20-dion-21-acetat.         <I>Beispiel 5</I>  Zu einer Lösung von 6,78 g 9a-Brom-11ss,17a,21       trihydroxy-16a-methyl-1,4-pregnadien-3,20-dion-21-          acetat    in 175 ml Aceton gab man 6,78g     Kalium-          acetat    und erhitzte die so erhaltene Suspension unter       Rückfluss    etwa 17 Std. lang. Die Mischung wurde  dann konzentriert, bis ihr Volumen etwa 60 ml be  trug (unter vermindertem Druck) und wurde dann  mit Wasser verdünnt.

   Hiernach extrahierte man sie  mit     Methylenchlorid.    Die     Methylenchloridextrakte     wurden kombiniert, mit Wasser gewaschen, dann     mit     Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rück  stand wurde wieder in     Methylenchlorid    aufgelöst und  an 200 g     Florisil        chromatographiert.    Die Kolonne  wurde mit     Einliterportionen        Skellysolve        B-Hexanen,     die gesteigerte Mengen an Aceton enthielten,     eluiert.     



  Auf diese Weise erhielt man 9ss,llss-Epoxy-16a       methyl-17ce,21-dihydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dion-          21-acetat,    nachdem durch     Eindampfen    der     Eluate    das  Lösungsmittel entfernt worden war.  



  <I>Beispiel 6</I>  Arbeitet man wie in Beispiel 5, geht jedoch von       9(t-Brom-1        1ss,17    a,21-     trihydroxy    -16a -     methyl-4-pre-          gnen-3,20-dion-21-acetat    aus, so erhält man 9ss,llss       Epoxy-16a-methyl-17a,21-dihydroxy-4-pregnen-3,20-          dion-21-acetat.       <I>Beispiel 7</I>  Zu ungefähr 1,3 g     Fluorwasserstoff    in einer     Poly-          äthylenflasche,    der bei einer Temperatur von     60      gehalten wurde, gab man 2,3 ml     Tetrahydrofuran     und dann eine Lösung von 500 mg (0,

  0012     Mol)          9ss,11        ss-Epoxy-17a,21-dihydroxy-16a-methyl-1,4-pre-          gnadien-3,20-dion-21-acetat    in 2 ml     Methylenchlorid.     Die Steroidlösung wurde mit zusätzlichen 2 ml     Me-          thylenchlorid    eingespült. Die leicht rötlich gefärbte  Lösung wurde sodann 2 Std. bei etwa -30  gehalten  und dann 2 Std. bei etwa -10 .

   Am Ende dieser Zeit  wurde sie vorsichtig mit einem     überschuss    gekühlten       Natriumbikarbonats,    welches in Wasser aufgelöst  war, versetzt, worauf das organische Material mit     Hilfe     von zusätzlichem     Methylenchlorid    extrahiert wurde.  Die kombinierten Extrakte wurden mit Wasser ge  waschen, mit Natriumsulfat getrocknet und sodann  auf 35 ml unter vermindertem Druck eingedampft.

    Die Lösung wurde mit 40     ml        Florisil        chromatogra-          phiert.    Die Kolonne wurde mit     500-ml-Portionen    von       Skellysolve        B-Hexanen,    die steigende Mengen Aceton  enthielten, entwickelt. Man     eluierte    so das     9a-Fluor-          1        lss,17cu,21-dihydroxy-16a-methyl-1,4-pregnadien-          3,20-dion-21-acetat,    welches durch Eindampfen der       Eluatfraktionen    vom Lösungsmittel befreit wurde.

      <I>Beispiel 8</I>  Man arbeitet wie in Beispiel 7, geht jedoch von       9ss,11        ss-Epoxy-17a,21-dihydroxy-16a-methyl-4-pre-          gnen-3,20-dion-21-acetat    aus und erhält so     9a-Fluor-          11        ss,17a,21-        trihydroxy    -16a -     methyl    -     4-pregnen-3,20-          dion-21-acetat.       Geht man in ähnlicher Weise von anderen     21-          Acylaten    des     9ss,llss-Epoxy-17a,21-dihydroxy-16a-          methyl-1,4-pregnadien-3,20-dions    oder des 9ss,

  llss       Epoxy-17a,21-dihydroxy-16a-methyl-4-pregnen-3,20-          dions    aus und     verfährt    im übrigen so wie in Bei  spiel 7 beschrieben, so erhält man das entsprechende       21-Acylat    des     9a-Fluor-11ss,17a,21-trihydroxy-16a-          methyl-4-pregnadien-3,20-dions    bzw. des     9a-Fluor-          11        ss,17a-trihydroxy-16a-methyl-4-pregnen-3,20-dions.     



  Die erhaltenen Steroide können folgendermassen  oxydiert werden:  Man stellte eine Lösung her, die 1 ml Essig  säure, 5 mg     9a-Fluor-11ss,17a,21-trihydroxy-16a-          methyl-1,4-pregnadien-3,20-dion-21-acetat    sowie  20 mg     Chromsäureanhydrid    und einen Tropfen     (etwa     5 mg) Wasser enthielt. Diese Mischung wurde einige  Male bei Raumtemperatur geschüttelt und 4 Std. lang  stehengelassen. Hiernach wurde sie in 10     ml    Was  ser geschüttet und 20 Std. lang auf etwa 5  abgekühlt.

    Das sich von der     wässrigen    Mischung abtrennende  Gemisch wurde abgesaugt, und man erhielt 9a-Fluor       16a-methyl-17a,21-dihydroxy-1,4-pregnadien-3,11,20-          trion-21-acetat.     



  Geht man vom     9a-Fluor-llss,17a,21-trihydroxy-          16a-methyl-4-pregnen-3,20-dion-21-acetat    aus, so er  hält man das entsprechende     3,11,20-Trion-21-acetat.     



  Die erhaltenen Steroide können folgendermassen       hydrolysiert    werden:  3,25 g     9a-Fluor-llss,17a,21-trihydroxy-16a-me-          thyl-1,4-pregnadien-3,20-dion-21-acetat    wurden in  325 ml Methanol aufgelöst, wobei zuvor der Luft  sauerstoff     vermittels    10 Minuten währenden Durch  leitens von     Stickstoff    durch die Lösung ausgetrieben  wurde. Hierzu gab man eine Lösung von 1,63g     Ka-          liumbicarbonat    in 30 ml Wasser und spülte noch  mals mit Stickstoff. Man liess die Mischung während  5 Std. unter Stickstoff bei Raumtemperatur stehen  und neutralisierte dann mit 2,14 ml Essigsäure in  40 ml Wasser.

   Darauf wurde die Mischung auf etwa  <B>1/3</B> ihres     ursprünglichen    Volumens eingeengt (bei  vermindertem Druck und 60      Wasserbadtemperatur).     Darauf gab man 250 ml Wasser zu und kühlte die  Mischung. Das kristalline Produkt wurde abgesaugt,  mit Wasser gewaschen und getrocknet. Es handelt  sich um     9a-Fluor-llss,17a,21-trihydroxy-16a-methyl-          1,4-pregnadien-3,20-dion.     



  Geht man vom     21-Acetat    des     9a-Fluor-11ss,17a,          21-trihydroxy-16a-methyl-4-gregnen-3,20-dions    aus,  so erhält man     9a-Fluor-11,B,17a,21-trihydroxy-16a-          methyl-4-pregnen-3,20-dion.     



  Zur     Veresterung    stellte man eine Lösung her, die  50 mg     9a-Fluor-11ss,17a,21-trihydroxy-16a-methyl-          1,4-pregnadien-3,20-dion    in 1 ml     Pyridin    und 1     ml          Propionsäureanhydrid    enthielt. Diese Lösung liess  man 21 Std. lang bei Raumtemperatur stehen und  schüttete sie dann in 10 ml Wasser.

   Die Reaktions  mischung wurde darauf     mit    je 10 ml     Methylenchlorid     3mal extrahiert, worauf die     vereinigten        Methylenchlo-          ridextrakte    mit Wasser gewaschen, mit     Natriumsulfat     getrocknet und eingedampft wurden, wobei man           9a-Fluor-11        ss,17a,21-trihydroxy-16ä-methyl-1,4-pre-          gnadien-3,20-dion-21-propioriat    erhielt.  



  Geht man vom     9a-Fluor-llss.,17a,21-trihydroxy-          16a-methyl-4-pregnen-3,20-dion    aus; so' erhält man       9a-Fluor-llss,17a,21-trihydroxy-16a-methyl-4-pre-          gnen-3,20-dion-21-propionat.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 9a-Fluor-11f,17a, 21-trihydroxy-16a-methyl-4-pregnen-(oder 1,4-pre- gnadien)-3,20-dion-21-acylaten, dadurch gekennzeich net, dass man ein 11 ss-Hydroxy-steroid der allgemei nen Formel EMI0008.0013 in der die punktierte Linie einer Einfach- oder einer Doppelbindung entspricht, und in der Ac den Acyl- rest einer Carbonsäure darstellt, zur entsprechenden d9(11)-Verbindung dehydratisiert, diese J9(11)
    -Verbin- dung mit unterchloriger, unterbromiger oder unter- jodiger Säure zum entsprechenden 9a-Halogen-llss- hydroxy-steroid umsetzt, dieses mit einer Base zu der entsprechenden 9 ss,llss-Epoxyverbindung umsetzt, worauf diese mit Fluorwasserstoff in die 9a-Fluor- verbindung übergeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Ac einen Acetylrest darstellt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Dehydratisierungsmittel ein N-Halogenimid oder ein N-Halogenamid in Ge genwart von wasserfreiem Schwefeldioxyd, als unter- halogenige Säure die unterbromige Säure und als Base Kaliumacetat verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das so erhaltene 9a-Fluor- 11f,17a,21- trihydroxy -16a - methyl - 4-pregnen-(oder 1,4-pregnadien)-3,20-dion-21-acylat anschliessend mit Chromsäure zur 11-Ketoverbindung oxydiert. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das so erhaltene 9a-Fluor- l 1 ss,17a,21-trihydroxy-16a -methyl-4-pregnen-(oder 1,4-pregnadien)-3,20-dion-21-acylat anschliessend zur 21-Hydroxyverbindung hydrolysiert.
CH7348059A 1958-05-26 1959-05-22 Verfahren zur Herstellung von 9a-Fluor-11B, 17a, 21-trihydroxy-16a-methyl-pregnen-(oder 1,4-pregnadien)-3,20-dion-21-acylaten CH376914A (de)

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