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CH359889A - Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium - Google Patents

Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium

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Publication number
CH359889A
CH359889A CH359889DA CH359889A CH 359889 A CH359889 A CH 359889A CH 359889D A CH359889D A CH 359889DA CH 359889 A CH359889 A CH 359889A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
reducing agent
magnesium oxide
magnesium
substances
metallic
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Ing Bretschneider
Franz Dr Rodis
Original Assignee
Knapsack Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEK25998A external-priority patent/DE1012193B/de
Application filed by Knapsack Ag filed Critical Knapsack Ag
Publication of CH359889A publication Critical patent/CH359889A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B26/00Obtaining alkali, alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/20Obtaining alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/22Obtaining magnesium

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Description


  Verfahren zur     thermischen        Gewinnung    von     Magnesium       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur thermischen Gewinnung von     Magnesium,    bei wel  chem     Magnesiumoxyd    enthaltende Stoffe mit     Reduk-          tionsmitteIn    umgesetzt werden.

   Von den     Verfahren     zur thermischen Gewinnung von     Magnesium    durch  Reduktion von     Magnesiumoxyd    oder     Magnesiumoxyd     enthaltenden Stoffen mit     Reduktionsmitteln    bei hoher  Temperatur ist bekannt, dass sämtliche Reaktions  komponenten vorher einzeln zu einem Pulver vermah  len und in     feirnem    Verteilungsgrad miteinander ver  mischt werden. In den meisten Fällen schliesst sich an  diesen Vorgang die Verformung einer solchen pulvri  gen Reaktionsmischung zu     Presslingen    bestimmter Ab  messungen an.

   Die Verformung wird im     allgemeinen     durchgeführt, weil die     pulverförmige    Mischung wäh  rend der Entwicklung des dampfförmigen Magnesiums  stark verstäubt und der fortgeführte Staub das erzeugte  kondensierte Magnesium verunreinigt.  



  Bei der Verwendung von pulverförmiger Reak  tionsmischung muss vor dem Eintragen des Materials  in den     Reaktionsofen    die     Magnesiumentwicklung    unter  brochen werden, um die Fortführung des Pulvers wäh  rend der Beschickung zu unterbinden. Dies geschieht  zuweilen dadurch, dass man bei den unter Vakuum ar  beitenden, kontinuierlichen Verfahren während der  Beschickung des Ofens die Vakuumpumpe mittels  Ventil abschliesst. Nach beendeter Beschickung muss  das Ventil zur Vakuumpumpe langsam geöffnet wer  den, damit das eingetragene Pulver nicht von dem sich  entwickelnden     Magnesiumdampf    fortgeführt wird.

   In  den meisten Fällen wird jedoch zur Vermeidung der  Staubentwicklung die pulverförmige Reaktionsmi  schung vorher zu Briketts     verpresst    und erst in dieser  Form dem Reaktionsofen, in dem das dampfförmige  Magnesium entwickelt wird, zugeführt.  



  Beim Mahlen von     Magnesiumoxyd    enthaltenden  Rohstoffen, vorzugsweise gebranntem     Dolomit,    wird    sehr rasch Feuchtigkeit der Luft aufgenommen. Diese  Empfindlichkeit des gebrannten     Dolomites        rührt        von-          der        Brenntemperatur    des Gesteins her, die man wegen  der     erwünschten    Reaktionsfähigkeit des gebrannten  Materials möglichst niedrig hält.

   Von gebranntem     Do-          lomit    aufgenommene Feuchtigkeit wird chemisch ge  bunden und verbraucht im Reaktionsofen äquivalente  Mengen Reduktionsmittel beziehungsweise     Magne-          siumdampf.    Im übrigen stört die dabei gleichzeitig auf  tretende Wasserstoffentwicklung den Ablauf des Pro  zesses, weil die dadurch hervorgerufene Gasentwick  lung abermals zu einer     Verstäubung    der Reaktions  mischung und zu Fehlern bei der Kondensation des       Magnesiumdampfes    führt.  



  Das Mahlen des gebrannten Materials ist ohne       Aufnahme    jeder Spur von Feuchtigkeit auch bei dem  heutigen Stand der Zerkleinerungstechnik eine sehr  schwierige Aufgabe. Im allgemeinen benutzt man  Mühlen, die teilweise als Ventilator wirken, wobei der  Luftzug das Festsetzen von Material verhindert und  die erforderliche Kühlung bewirkt. Solche Mühlen,  die mit Luftdurchgang arbeiten,     fallen    für das     Mahlen     des     feuchtigkeitsempfihdQichen    Materials aus.

   Das  Mahlen des gebrannten     Dolomites    für diesen Prozess  muss in grossen Siebmühlen ohne     Wind    mit geringer  Leistung durchgeführt werden, wobei eine geringe       Feuchtigkeitszunahme    auch nicht ganz zu     verhindern     ist.  



  Eine andere Schwierigkeit entsteht bei dem Ver  formen der pulvrigen Reaktionsmischung. Die Gegen  wart des Reduktionsmittels, beispielsweise     Ferrosili-          cium,    hat einen erheblichen Verschleiss an     Presswerk-          zeugen    zur Folge, der den     Magnesiumprozess    sehr ver  teuert.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass man diese Nachteile  durch das vorliegende neue     Verfahren    vermeiden und  das Mahlen des sorgfältig     gebrannten    Magnesium-           oxyds    beziehungsweise des     Magnesiumoxyd    enthal  tenden Rohstoffes und das Verformen der gesamten  Reaktionsmischung ersparen kann, wodurch es mög  lich ist, das Reaktionsgut ohne jede Spur nachträg  lich aufgenommener Feuchtigkeit dem Reaktionsofen       zuzuführen.     



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein Verfahren  zur thermischen     Gewinnung    von Magnesium aus       Magnesiumoxyd    oder     Magnesiumoxyd    enthaltenden  Stoffen und metallischen     Reduktionsmitteln,    die     ausser     Magnesium keine flüchtigen Reaktionsprodukte ge  ben, und ist dadurch gekennzeichnet, dass der aus       Magnesiumoxyd    enthaltende Rohstoff in körniger  Form gebrannt,     anschliessend    mit den ebenfalls in       körniger    Form     vorliegenden,

      als Reduktionsmittel die  nenden Stoffen gemischt und direkt ohne weitere Zer  kleinerung des Gemisches zur     Umsetzung    zu Magne  sium, die oberhalb der     Soliduskurve    des Reduktions  mittels durchgeführt wird, in den Ofen aufgegeben  wird.  



  Dabei wird unter der     Soliduskurve    bei Metallegie  rungen verschiedener Zusammensetzung die Grenze  der Temperaturen verstanden, oberhalb welcher die  flüssige und feste Phase nebeneinander bestehen.  



  Das     Magnesiumoxyd    des Rohstoffes und das Re  duktionsmittel können beim vorliegenden Verfahren  im     stöchiometrischen    Verhältnis     angewendet    werden,  wobei die Reduktion unterbrochen wird,     sobald    das  Reduktionsmittel so weit verbraucht ist, dass es nicht  mehr ausreicht, um die Reduktion mit derselben Re  aktionsgeschwindigkeit wie     zuvor        aufrechtzuerhalten,     das heisst,     d'ass    es in eine reaktionsträge     Legierung     übergegangen ist,

   was bei einer Verwendung von bei  spielsweise 100 kg gebranntem     Dolomit    mit einem       Magnesiumoxydgehalt        von        38%        und        18        kg        Ferro-          silicium        mit        einem        Siliciumgehalt        von        75%        als        ke-          duktionsmittel    der Fall ist,

   wobei der     Siliciumgehalt     der noch im Reaktionsrückstand verbleibenden 6 kg       Ferrosilicium    nur noch etwa     250/9    Silicium beträgt,  siehe Beispiel 1.  



  Dabei     können    bei zu Ende geführter Reduktion  der     Magnesiumoxyd    enthaltenden Rohstoffe die Re  duktionsmittel auch im     überschuss    vorhanden sein,  und zwar in einem solchen     überschuss,    der genügt,  um die in dem Reaktionsgemisch enthaltenen metalli  schen     Begleitstoffe    in eine reaktionsträge Legierung       überzuführen,    was beispielsweise bei     Verwendung     von 100 kg gebranntem     Dolomit    mit einem     Magne-          siumoxydgehalt    von 38'0/a und 21,

   1 kg     Ferrosilicium          mit        einem        Siliciumgehalt        von        75        %        als        Reduktions-          mittel    der     Fall    ist, wobei der     Siliciumgehalt    der im  Reaktionsrückstand verbleibenden 7,9 kg     Ferrosili-          cium    33     0/c    beträgt, siehe Beispiel 2.  



  Die Reduktionsmittel können aber auch in gerin  gerer Menge gegenüber der theoretisch erforderlichen  Menge angewendet werden, wobei die Reduktion sich  selbst unterbricht, sobald die im Reduktionsmittel ver  bliebenen     metallischen    Stoffe in eine reaktionsträge  Legierung übergehen,

   was beispielsweise bei Verwen  dung von 100 kg gebranntem     Dolomit    mit einem         Magnesiumoxydgehalt    von     3811/o    und 10 kg     Ferro-          silicium        mit        einem        Siliciumgehalt        von        75        %        als        Re-          duktionsmittel    der Fall ist, wobei die     Hälfte    des an  gewandten gebrannten     Dolomits,    die nicht umgesetzt       wurde,

      abgetrennt wird, und im Reaktionsrückstand  3,2 kg     Ferrosilicium    mit einem     Siliciumgehalt    von  209/a verbleiben. Dieses     Ferrosilicium    wirkt unter  den gegebenen Reaktionsbedingungen nicht mehr re  duzierend, siehe Beispiel 4.  



  Man kann aber auch einen     überschuss    an Reduk  tionsmittel verwenden und im Rückstand noch ein  reaktionsfähiges Reduktionsmittel zurückerhalten, das  für andere     Ansätze    verwendet werden kann. Wenn  man beispielsweise<B>100</B> kg gebrannten     Dolomit    mit  einem     Magnesiumoxydgehalt    von 38 0,'o mit 39,8 kg       einer        metallischen        Legierung        reduziert,        die        30%     Aluminium, 400/c Silicium und     309/o    Eisen enthält,       fällt    ein Rückstand an,

   der 24 kg     Ferrosilicium    mit  einem     Siliciumgehalt    von 500/c enthält, siehe Beispiel 3.  



  Ein     Vorteil    des Verfahrens besteht auch in der  Möglichkeit, dass ein     Ferrosilicium    mit verhältnismä  ssig niedrigem     Siliciumgehalt,    vorzugsweise mit einem       Siliciumgehalt        von        40        bis        50        %,        angewendet        werden     kann, das nur teilweise für die Reduktion     ausgenützt     wird!, wobei aber in Gegenwart von     fluoridhaltigen     Stoffen gearbeitet wird.

   Dabei werden beispielsweise  100 kg gebrannter     Dolomit    mit einem     Magnesium-          oxydgehalt        von        38        %        mit        60        kg        Ferrosilicium,        der          45        %        Silicium        enthält,        zusammen        mit        2,5        kg        Flussspat     umgesetzt.

   Im aufgearbeiteten Rückstand verbleiben  dann 46,8 kg     Ferrosilicium    mit einem     Siliciumgehalt          von        30        %,        siehe        Beispiel        5.     



  Das Reduktionsmittel kann dabei in     Korngrössen     bis 15 mm mit dem körnigen,     Magnesiumoxyd    ent  haltenden Rohstoff gemischt und dann in den Ofen  aufgegeben werden.  



  Das Reduktionsmittel kann aber auch in enger  begrenzten     Kornzusammensetzungen,    beispielsweise  0,5-2 mm oder anderen Bereichen der Teilchengrö  ssen bis 15 mm mit dem in körniger Form vorliegen  den     Magnesiumoxyd    enthaltenden Rohstoff gemischt  und in den Ofen aufgegeben werden.  



  Der verwendete,     Magnesiumoxyd    enthaltende  Rohstoff kann in zwischen 0,5 und 20 mm liegender  Körnung verwendet werden.  



  Als Faustregel kann man annehmen, dass man die  Korngrösse des     Ferrosiliciums    zweckmässig etwa halb  so gross wählt, dass die des     Magnesiumoxyd    enthalten  den Rohstoffes.  



  Diese Verhältnisse werden noch     modifiziert    durch  den     Siliciumgehalt    des verwendeten Reduktionsmit  tels, der sich unter anderem im spezifischen Gewicht  und im Volumen desselben bemerkbar macht, und  durch die Zusammensetzung der Charge selbst.  



  Bei einem     Ferrosilicium    mit 45     1h        Si-Gehalt    bei  spielsweise ist die     benötigte    Menge grösser als bei       einem        solchen        von        75        %        Si-Gehalt.        Bei        der        Wahl        der     zweckmässigen Korngrösse des     Ferrosiliciumgehaltes     darf daher die Berücksichtigung des prozentualen     Si-          Gehaltes    nicht übersehen werden.

   Man kann an sich      sowohl mit der einen als auch mit der anderen Korn  zusammensetzung arbeiten. Es hat sich aber aus wirt  schaftlichen Gründen als zweckmässig erwiesen, die  Wahl der Kornzusammensetzung entsprechend der  Teilchengrösse des gebrannten     Dolomits    und entspre  chend dem Gehalt des Reduktionsmittels an     Ferro-          sficium    zu treffen.  



  Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin,  dass die im Rückstand verbleibende, aus Reduktions  mittel und metallischen Begleitstoffen bestehende Le  gierung zurückgewonnen und als Reduktionsmittel  wiederverwendet werden kann.  



  Das gebrannte,     Magnesiumoxyd    enthaltende Ma  terial wird anschliessend an das Brennen mit dem Re  duktionsmittel vermischt und direkt dem Reaktions  ofen zugeführt. Es hat sich herausgestellt, dass ein  solches Gemenge, besonders bei Temperaturen ober  halb 1500  C, in der Reaktionsfähigkeit dem     gepul-          verten    und verformten Reaktionsprodukt nicht nach  steht.

   Das auf der Oberfläche des     Magnesiumoxyd     enthaltenden Rohstoffes, beispielsweise des     Dolomit-          kornes,    haftende     Ferrosilicium    bildet vor der Ma  gnesiumentwicklung mit dem Kalk und dem Eisen  eine intermediäre Verbindung,     Calciumeisensilicid,    die  vom porösen Gefüge des gebrannten     Dolomites    ausser  ordentlich rasch aufgesaugt wird und dann im Innern  des     Dolomitkernes    als starkes Reduktionsmittel wirkt.  



  Neben den oben angegebenen Vorteilen kann  ausserdem mit der Erfindung eine erhebliche Energie  einsparung verbunden werden, wenn man das ge  brannte Material, sobald es den Brennofen verlassen  hat, im heissen oder sogar glühenden Zustand mit dem  Reduktionsmittel vermischt und die so erhaltene, vor  erhitzte Reaktionsmischung dem     Magnesiumofen    zu  führt.

   Diese Energieeinsparung ist deshalb nicht un  bedeutend, weil beispielsweise der     Dolomitanteil    einer       Mischung        etwa        70        Gew.%        beträgt.        Die        Energieein-          sparung,    bezogen auf den ganzen     Magnesiumprozess,          kann        in        diesem        Falle        etwa        20%        betragen.     



  Der bei der Verwendung von niederprozentigem       Ferrosilicium    als Reduktionsmittel     höherliegende    Me  tallanteil begünstigt die Wärmeleitfähigkeit der Re  aktionsmischung, und die bei der grösseren erforder  lich werdenden Menge des niederprozentigen Reduk  tionsmittels bessere Verteilung des     Ferrosiliciums    in  nerhalb der Reaktionsmischung setzt den Zeitbedarf  für die Diffusionsvorgänge zwischen Ausgangsstoff  und Reduktionsmittel während der Reaktion herab.  



  Es ist ferner auch möglich, die bei der Durchfüh  rung der Erfindung im Rückstand verbleibende Le  gierung aus Reduktionsmitteln und     metallischen    Be  gleitstoffen zurückzugewinnen und     wiederzuverwen-          den.    Dies     erfolgt        vorteilhafterweise    in der Weise,     dass     entweder auf magnetischem oder     nassmechanischem     Wege oder in flüssiger Phase das überschüssige Re  duktionsmittel gewonnen und entweder als solches       verwertet        wird,

          beispielsweise        als        25-        bis        50%iges          Ferrosilicium,    oder dass es im Kreislauf in die Herstel  lung hochprozentigen     Ferrosiliciums        zurückgeführt     wird.    Das neue Verfahren wird durch beiliegende sche  matische Zeichnung, die einen senkrechten Quer  schnitt des für die     Durchführung    des     Verfahrens    bei  spielsweise geeigneten     Muffelofens    darstellt, näher er  läutert.  



  Die     Magnesiumoxyd    enthaltenden     Stoffe    werden  zusammen mit den Reduktionsstoffen über die Öff  nung 4 in den     Muffelofen    eingebracht.  



  Das Gehäuse 1 dieses Ofens ist mit wärmeisolie  rendem Material 2 ausgelegt, auf dem die Reaktions  mischung 3 ausgebreitet wird. Die Wärme wird bei  spielsweise über den elektrischen Widerstand 5 durch  Strahlung auf das Material übertragen. Der     entwik-          kelte        Magnesiumdampf        gelangt    in den Kondensator 6,  wo sich das Metall am wassergekühlten Rohr 7 nie  derschlägt.  



  Nach der Reduktion wird der Rückstand durch  die Öffnung 4 ausgetragen und das Magnesium durch  Abnehmen des Rohres 7 aus dem Ofen ausgetragen.  Der Ofen kann nach der     Entleerung    des Materials so  fort wieder zu neuen Ansätzen     benutzt    werden.  



  Die Temperatur des Ofens wird auf 1500 bis  l600  C gehalten und während der Reduktion, die  nach etwa einer Stunde beendet ist, auf etwa 1     Torr     mittels einer nicht eingezeichneten Vakuumpumpe  evakuiert.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    wird anhand  der folgenden Beispiele noch weiter erläutert:  <I>Beispiel 1</I>  100 kg gebrannter     Dolomit    der Körnung 1 bis       10        mm        mit        38        %        Mg0        und        18        kg        feinkörniges        Ferro-          silicium        mit        75        %        Siliciumgehalt     <RTI  

   ID="0003.0083">   werden        in        einem          Muffelofen    in etwa 3 cm dicker Schicht ausgebreitet.  Die Körnung des     Ferrosilieiums    liegt zwischen 0,2 mm  und der grössten, technisch     fherstellbaren        Feinheit.    Ein  solcher Ofen kann beispielsweise gemäss der Zeich  nung ausgebildet sein. Die Temperatur wird auf 1500  bis 1600  C gehalten.     Während    der etwa eine Stunde  dauernden Reaktion wird der Ofen auf etwa 1     Torr     evakuiert. Am Kühler kondensieren pro Charge 20 kg       Magnesium,    was einer Ausbeute von etwa 87,5 0/0  entspricht.

   Dabei fallen 97 kg Rückstand an, aus wel  chem durch     Magnetscheidung    6 kg     Ferrosilicium    mit       einem        Gehalt        von        knapp        25        %        Si        wiedergewonnen     werden.  



  <I>Beispiel 2</I>  100 kg gebrannter     Dolomit    der Körnung 1 bis       10        mm        mit    3 8     %        Mg0        und        21,1        kg        Ferros.ilicium        mit          75        %        Silicium        von        der        Körnung        0,5        bis    2     mm,

          wer-          den    wie im Beispiel 1 beschrieben, unter     Vakuum    bei  1500 bis 1600  C umgesetzt. Am Wasserkühler kon  densieren 22,9<B>kg</B> Magnesium, entsprechend der theo  retischen Ausbeute, und als Rückstand verbleiben  98,2 kg. Dieser Rückstand wird im     Lichtbogenofen          geschmolzen,        wobei        7,9        kg        Ferrosilicium        33%ig        im          schmelzflüssigen    Zustand wiedergewonnen werden.  



  <I>Beispiel 3</I>  100 kg gebrannter     Dolomit    der     Körnung    1 bis       10        mm        mit        38        %        Mg0        und        39,    8     kg        einer        Legierung,              die        30        %        Aluminium,

          40        %        Silicium        und        30        %        Eisen     enthält und eine Körnung von 0,5 bis 5 mm     aufweist,     werden wie im Beispiel 1 unter Vakuum bei 1400 bis  1500  C umgesetzt und dabei 22,9 kg metallisches       Magnesium,    entsprechend der theoretischen Ausbeute,  am wassergekühlten Kondensator     erhalten.    Es fallen  116,9 kg Rückstand an,

   aus dem 24 kg     Ferrosilicium     mit     50o/sigem        Si-Gehalt    auf     nassmechanischem    Wege  über einen Stossherd wiedergewonnen werden.  



  <I>Beispiel 4</I>       100        kg        gebrannter        Dolomit        mit        38        %        Mg0,        von     einer Korngrösse zwischen 1 bis 10 mm Durchmesser       mit        10        kg        Ferrosilicium        mit        75        %        Si-Gehalt        werden     lose gemischt und in eine auf 1600  C geheizte Muffel  wie in Beispiel 1 eingetragen.

   Die Körnung des     Ferro-          siliciumsliegt    zwischen 0,2 mm und der grössten, tech  nisch     herstellbaren    Feinheit. Der Ofen wird auf ein  Vakuum von 1 bis 10     Torr    ausgepumpt. Innerhalb  einer Stunde ist die Mischung     abreagiert,    es sind  11,4 kg Magnesium am Kühler kondensiert. Dabei  fallen 98,6 kg Rückstand an.

   Nach dem Abkühlen  des Rückstandes     zerrieselt    der     Dolomitanteil,    welcher  sich zu     Ca.,Si04        umgesetzt    hat,     während        Dolomitüber-          schuss    in groben     Körnern        zurückbleibt.    Durch Ab  sieben auf einem Sieb von 0,5 mm Maschenweite wer  den 50 kg nicht umgesetzte     Dolomitkörner    zurück  erhalten.

   Der zu Mehl     zerrieselte    Rückstand wird nass  mechanisch aufgearbeitet, woraus 3,2 kg     Ferrosili-          cium    mit einem     Si-Gehalt    von 20     1/o    zurückerhalten  werden.  



  <I>Beispiel S</I>  <B>100</B> kg gebrannter     Dolomit    der     Körnung    5 bis       20        mm,        mit    3 8     1/o        Mg0,        60        kg        Ferrosilicium        mit        45        %          Silicium    von der     Körnung    2 bis 5 mm und 2,5 kg       Flussspatpulver,    werden in den     Muffelofen    wie in Bei  spiel 1 eingesetzt und bei 1500 bis 1600  C im Va  kuum umgesetzt,

   22,9 kg metallisches Magnesium,  entsprechend der theoretischen Ausbeute, kondensie  ren am Kühler. Als Rückstand fallen<B>139,5</B> kg an,  die     nassmechanisch    wie im Beispiel 1 aufgearbeitet  werden, wobei 46,8 kg     Ferrosilicium    mit einem     Si-          Gehalt    von 30     o/a        zurückgewonnen    werden.  



  Die Reaktion mit solchen Mischungen kann in  jedem Ofen     durchgeführt    werden, der für die ther  mische     Magaesiumentwicklung    geeignet ist. Es kom  men daher hierfür sowohl das bekannte Retortenver  fahren in Betracht als auch Drehöfen, Schachtöfen  oder     Muffelöfen,    die in kontinuierlicher oder diskon  tinuierlicher     Chargierweise    arbeiten.  



  Ganz ohne Einfluss auf die Durchführung der  Reaktion dieser Mischungen ist die Art der     Behei-          zung    der Öfen. Es spielt dabei keine Rolle, ob den  Mischungen die Energie durch     Joulesche    Wärme oder  durch Strahlung zugeführt wird. Ebenso lassen sich  die Reaktionsmischungen unter     Normaldruckverhält-          nissen    und auch unter Vakuum umsetzen.  



  Bei Temperaturen oberhalb der     Soliduskurve    des  Reduktionsmittels oder noch besser oberhalb des       Schmelzpunktes    der reduzierenden Stoffe ist die Re-         aktionsgeschwindigkeit    solcher Mischungen derjenigen  von Pulvern überlegen.  



  Das Verfahren gemäss der     Erfinduntr    bedeutet ge  genüber den bisherigen bekannten Verfahren einen  erheblichen technischen Fortschritt, da nicht nur be  deutende Einsparungen an Aufwendungen erzielt wer  den, sondern ein Reaktionsgut dem Prozess     zugeführt     werden kann, das während der     Magnesiumentwick-          lung    keine störenden Gase mehr entwickelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur thermischen Gewinnung von Ma gnesium aus Magnesiumoxyd oder Magnesiumoxyd enthaltenden Stoffen und metallischen Reduktionsmit teln, die ausser Magnesium keine flüchtigen Reaktions produkte geben, dadurch gekennzeichnet, dass der das Magnesiumoxyd enthaltende Rohstoff in körniger Form gebrannt, anschliessend mit den ebenfalls in kör niger Form vorliegenden, als Reduktionsmittel die nenden Stoffen gemischt und direkt ohne weitere Zer kleinerung des Gemisches zur Umsetzung zu Magne sium, die oberhalb der Soliduskurve des Reduktions mittels durchgeführt wird, in den Ofen aufgegeben wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Magnesiumoxyd des Rohstof fes und die Reduktionsmittel im stöchiometrischen Verhältnis angewendet werden und die Reduktion unterbrochen wird, sobald die Reduktionsgeschwin digkeit abnimmt, weil das im Rückstand verbliebene Reduktionsmittelmit den in der Mischung enthalte nen metallischen Begleitstoffen eine reaktionsträge Legierung bildet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktionsmittel in einem sol chen überschuss gegenüber der theoretisch erforder lichen Menge angewendet werden, dass bei zu Ende geführter Reduktion des Magnesiumoxyds die in dem Reduktionsmittel verbleibenden metallischen Stoffe eine reaktionsträge Legierung bilden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktionsmittel in gegenüber der theoretisch erforderlichen geringeren Menge an gewendet werden und die Reduktion sich selbst unter bricht, sobald das im Rückstand verbliebene Reduk tionsmittel mit den in der Mischung enthaltenen me tallischen Begleitstoffen eine reaktionsträge Legierung bildet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Ferrosilicium mit niedrigem Siliciumgehalt, vorzugsweise mit 40-50 % Silicium, angewendet wird, das nur teilweise für die Reduktion ausgenützt wird, wobei in Gegenwart von fluorhalti- gen Stoffen gearbeitet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktionsmittel in Korn grössen bis 15 mm, vorzugsweise 0,5 bis 2 mm, mit dem in körniger Form vorliegenden, Magnesiumoxyd enthaltenden Rohstoff gemischt und in den Ofen auf gegeben werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, d'ass der verwendete Magnesiumoxyd enthaltende Rohstoff in einer Körnung zwischen 0,5 und 20 mm angewendet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die im Rückstand verbleibende, aus Reduktionsmittel und metallischen Begleitstoffen be stehende Legierung zurückgewonnen und als Reduk tionsmittel wiederverwendet wird.
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