CH356814A - Innenraum-Schaltanlage in halboffener Bauweise - Google Patents
Innenraum-Schaltanlage in halboffener BauweiseInfo
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Description
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Innenraum-Schaltanlage in halbofener Bauweise Um das Bedienungspersonal elektrischer Schaltanlagen gegenüber dem Auftreten eines Lichtbogens oder einer Explosion zu schützen, sind verschiedene Lösungen bekannt. So gibt es z. B. vollkommen druckfest gekapselte Hochspannungsschaltanlagen, die insbesondere dann sehr kostspielig sind, wenn es sich um Anlagen für höhere Kurzschlussleistungen handelt. Bei anderen, sogenannten halboffenen Schaltanlagen ist deren unterer, die Leistungsschalter mit ihrem Zubehör aufnehmender Teil gekapselt oder mit Blech verkleidet, während deren oberer Teil in üblicher offener Bauweise die Sammelschienen und die Sammelschienentrenner enthält.
Der untere und der obere Teil sind durch besonders eingezogene Decken voneinander getrennt, und die Verbindung wird über Durchführungsisolatoren vorgenommen.
Die gekapselte Bauweise einer elektrischen Schaltanlage hat jedoch besondere Nachteile, die z. B. darin liegen, dass die Schaltstellungen Aus und Ein der Trenner, insbesondere der Sammelschienentren- ner optisch nicht an ihren Strombahnen oder Schaltstücken selbst, sondern nur an ihren Antrieben oder an den damit verbundenen Anzeigevorrichtungen beobachtet werden können. Ferner ist eine Zustandskontrolle der Sammelschienen während des Betriebes kaum oder überhaupt nicht möglich.
Gegenüber allen indirekten Anzeigevorrichtungen, die z. B. durch Bruch oder Lockerung eines übertra- gungsteiles oder durch Schadhaftwerden einer Lampe oder einer anderen Anzeigevorrichtung versagen können, bleibt jedoch die optische Kontrolle der Schaltstellungen an den Strombahnen oder Schaltstücken der Trenner selbst die sicherste Art, um eine richtige tlberwachung durchführen und den Bedienenden entsprechend schützen zu können.
Bei halboffener Bauweise der Schaltanlage ist zwar die notwendige Sicherheit zu erreichen, aber die Gestehungskosten bekannter Anlagen solcher Art sind viel zu hoch, sowohl hinsichtlich der einzelnen Anlagenteile als auch hinsichtlich des benötigten umbauten Raumes.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Innenraum-Schaltanlage in halboffener Bauweise, deren unterer, die Leistungsschalter enthaltender Teil verkleidet und mit einem nach oben ragenden senkrechten Druckabgangskamin ausgestattet ist. Diese Schaltanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechten Kaminwände des Druckabgangskamines an ihren Aussenseiten an oberster Stelle die Sammelschienen- trenner tragen, unterhalb derer die Sammelschienen verlaufen, die gegen den unteren Anlagenteil durch angewinkelte Trennwände abgedeckt sind.
Gegenüber den bekannten Bauweisen von elektrischen Schaltanlagen ergeben sich dadurch eine Reihe von Vorteilen.
Wenn. je an den Trennern ein Lichtbogen, z. B. im Falle einer Fehlschaltung, entstehen sollte, kommt dieser durch seinen thermischen Auftrieb weder mit den darunter befindlichen Sammelschienen noch mit anderen Anlageteilen in Berührung. Ausserdem kann auch der in dem Kontrollgang stehende Bedienende nicht gefährdet werden. Ein Einbau besonderer Lichtbogen-Zwischendecken einschliesslich der hierzu erforderlichen Durchführungsisolatoren wird eingespart, wodurch sich auch die Gesamthöhe erniedrigt.
Ferner ist auf diese Weise eine Montagekosten sparende, fabrikmässige Herstellung der die Sammelschienen und die Sammelschienentrenner aufnehmenden Oberteile der einzelnen Zellen einer Anlage möglich. Ausserdem sind die Wände des Druckabgangskamins zugleich die Tragwände für die Trenner und beispielsweise auch für die Sammelschienenstützer,
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so dass die sonst üblichen Trennergrundplatten wegfallen können. Die Sammelschienen und die Strombahnen der Trenner sind übersichtlich und optisch gut sichtbar angeordnet und daher bequem zu überwachen.
Da des weiteren in dem Druckabgangskamin auch die Leitungsverbindungen von den Sammelschienen zu den Leistungsschaltern und von diesen in der jeweils erforderlichen Zahl geschützt untergebracht sind, entspricht die Breite dieses Kammes dem dreifachen nennspannungsmässig bedingten Abstand eines Leiters gegen Erde. Der dadurch gegebene Querschnitt des Druckabgangskamines ist infolgedessen so gross, dass eine einwandfreie Druckentlastung der unteren verkleideten Zellenteile einer Anlage gewährleistet ist.
Einzelheiten von Ausführungsbeispielen einer Innenraum-Schaltanlage nach der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt und nachstehend beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Zelle einer Anlage mit Doppelsammelschienensystem, Fig.2 einen Einzelteil einer anderen Form der Schaltanlage, wobei die Bezugszeichen gegenüber dem Beispiel nach Fig. 1 mit Beistrichen versehen sind.
Zwischen der zum Bedienungsgang der Anlage gerichteten vorderen Frontwand 1, die als Tür aus Stahlblech ausgebildet sein kann, und der Trennwand 2, hinter der alle Hochspannungsgeräte und Leitungen untergebracht sind, befinden sich im Relaisschrank 3 alle Niederspannungsgeräte, Relais, Instrumente und Verdrahtungen. Die Trennwand 2 bildet allein oder zusammen mit der Frontwand 1 die Kapselung der Zelle in Richtung zum Bedienungsgang. Als Kapselung in Richtung zum Kontrollgang ist die hintere Frontwand 4 vorgesehen.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Trennwand 2 zugleich Tragwand auf der einen Seite für die Geräte der Primärspannung und auf der anderen Seite für die Geräte der Sekundärspannung. Gezeichnet sind der Leistungsschalter 5 mit direkt angebautem Antrieb 6, Stromwandler 7 mit in den Relaisschrank 3 hineinragenden Sekundäranschlüssen 8 und die sogenannten Kabeltrenner 9.
Über dem beschriebenen unteren Zellenteil befindet sich der Druckabgangskamin 10 zwischen den beiden Sammelschienensystemen I und II. Der Kamin 10 wird unabhängig von den Zellenseitenwänd'en von den Kaminwänden 11 und 12 gebildet, und diese sind zugleich die Tragwände der Sammelschienen- trenner 13 und 15 und der Sammelschienenstützer 14 und 16. Die Trenner 13 und 15 sind ganz oben angebracht, während die Sammelschienen darunter verlaufen.
Die Verbindung der Sammelschienensysteme I und 1I erfolgt z. B. über Leitungen 17 zu den Durchführungsisolatoren 18 und 19 der Sammel- schienentrenner 13 und 15. Bei der normalen Ab- oder Zugangszelle geschieht der Anschluss der Sammelschienensysteme 1 und II an den jeweiligen Lei- stungsschalter 5 durch die Verbindungsleitungen 20. Bei einer Kuppelzelle kommen die Leitungen 17 in Fortfall und der Leistungs-(Kuppel-)Schalter 5 erhält über die Leitungen 21 mit dem Sammelschienen.system I und über die Leitungen 22 mit dem Sammelschienensystem 1I Verbindung.
In Fig. 1 sind die Sammelschienen der Sammel- schienensysteme I und Il aus senkrecht untereinander angeordneten Schienen und Stützern 14 und 16 gebildet. Diese Stützer können dabei, genau wie die Stützer 23 und 24 und die Durchführungen 18 und 19 der Sammelschienentrenner 13 und 15 fabrikmässig unmittelbar auf den senkrechten Kaminwänden 11 und 12 montiert sein, die in Verbindung mit den angewinkelten Trennwänden 25 und 26 die gemeinsame Abschottung der Sammelschienensysteme 1 und II gegen den unteren Anlagenteil und gegen den Druckabgangskamin 10 bilden.
Die Sammelschienen- stützer 14 und 16 werden in diesen fabrikfertigen Winkelaufsatzkörpern vorteilhaft gegeneinander versetzt jeweils unterhalb der Pole der Sammelschienen- trenner 13 und 15 angeordnet.
Die oberen Zellenteile können in Längsrichtung der Anlage mit Isoliertrennwänden 27 und 28 oder mit nicht isolierenden Trennwänden mit Aussparungen oder eingesetzten Durchführungsisolatoren zum Hindurchführen der Sammelschienen ausgestattet sein. Die Sammelschienenstützer 14 und 16 können auch entfallen, wenn die Sammelschienen in solchen Durchführungsisolatoren gehaltert und geführt werden.
Eine niedrigere Bauweise ergibt sich, wenn entsprechend Fig. 2 eine Befestigung der Sammel- schienenstützer 16' nicht auf der senkrechten, den Sammelschienentrenner 15' tragenden Kaminwand 12', sondern auf der angewinkelten Wand 26' erfolgt, das heisst, wenn die Sammelschienen nicht untereinander, sondern nebeneinander angeordnet werden. Auch bei dieser Bauweise können die Sammelschienenstützer 16 entfallen, wenn z. B. Durchführungsisolatoren in den Zellenwänden 28' für die Halterung der Sammelschienen vorgesehen werden.
Als Zwischenlösung zwischen den gezeigten Beispielen nach den Fig. 1 und 2 können die Sammelschienen selbstverständlich auch in unterschiedlichen Höhen oder in Dreieckform unterhalb der Sammel- schienentrenner angeordnet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Innenraum-Schaltanlage in halboffener Bauweise, deren unterer, die Leistungsschalter enthaltender Teil verkleidet und mit einem nach oben ragenden senkrechten Druckabgangskamin ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechten Kaminwände (11, 12) des Druckabgangskamines (10) an ihren Aussenseiten an oberster Stelle die Sammel- schienentrenner (13, 15) tragen, unterhalb derer die Sammelschienen verlaufen, die gegen den unteren Anlagenteil durch angewinkelte Trennwände (25, 26) abgedeckt sind. <Desc/Clms Page number 3> UNTERANSPRÜCHE 1.Schaltanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelschienentrenner (13, 15) oben Durchführungsisolatoren (18, 19) aufweisen, die in den Druckabgangskamin (10) hineinragen, in welchem die Verbindungsleitungen (20, 21, 22) zu den in den Zellen des unteren Anlageteiles untergebrachten Leistungsschaltern (5) verlegt sind. 2. Schaltanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelschienen senkrecht untereinander auf Stützern (14, 16) verlegt sind, die aussen auf den senkrechten Kaminwänden (11, 12) befestigt und oberhalb der angewinkelten Trennwände (25, 26) angeordnet sind. 3.Schaltanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelschienen waagrecht nebeneinander auf Stützern (14', 16') verlegt sind, die auf den angewinkelten Trennwänden (25', 26') befestigt und vor den senkrechten Kaminwänden (11', 12') angeordnet sind. 4.Schaltanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechten Kaminwände (11, 12; 11', 12') zusammen mit den angewinkelten Trennwänden (25, 26; 25', 26') für jede Zelle einen fabrikmässig hergestellten Anlagenoberteil bilden, der zugleich der Grundrahmen für die Stützer der Sam- melschienentrenner und der Sammelschienen ist.
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