Gerät zum Aufnehmen und Laden landwirtschaftlicher Güter
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Aufnehmen und Laden landwirtschaftlicher Güter, wie Heu, Grünfutter, Rübenblätter und dergleichen, das einen Aufnehmer, einen Querförderer und einen schräg ansteigenden Schubstangenförderer aufweist, dessen über einem schräg ansteigenden Fördertisch mit Seitenwänden und Auslauf angeordnete Schubstangenförderorgane einerends an einer Antriebskurbelwelle gelagert, andernends unter Vermittlung von Schwingen hin und her gehend geführt sind. Die mit dem Erfindungsgegenstand zu lösende Aufgabe wird darin gesehen, die Führung bzw. Abstützung der hin und her gehenden Enden der Förderorgane so zu treffen, dass die Förderwirkung des Gerätes verbessert wird, ferner das abgabeseitige Ende der Förderorgane auf das Ladegut eine Schub-bzw.
Presswirkung nach unten ausübt, nachdem dieses den Fördertisch verlassen hat.
Bei einem bekannten Schublader wird das von einem Aufnehmer aufgenommene Erntegut einem schräg ansteigenden Förderkanal aufgegeben, in dem es mittels Schubstangenförderorganen nach oben gedrückt wird. Diese sind an ihren unteren Enden an einer Antriebskurbelwelle gelagert und oben in jeweils einer schwenkbar am Maschinenrahmen angeordneten Gleitbüchse geführt. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass bei grossen anfallenden Fördermengen keine Ausweichmöglichkeit der Schubstan genförderorgane nach oben besteht. Weiterhin ist es durch das Fehlen von Zwischenlenkern zwischen Schubstangenförderorganen und Gleitbüchsen nicht möglich, auf das den Fördertisch des Gerätes verlassende Gut einen Schub auszuüben.
Eine bekannte Erdnusserntemaschine weist zum Hochfördern des geernteten Gutes Schubförderorgane auf. Die Schubstangen sind mit ihrem unteren Ende an einer Antriebskurbelwelle gelagert und werden oben durch jeweils eine am Maschinenrahmen angelenkte Schwinge geführt. Die Schwingen weisen je eine Schlitzführung auf, so dal3 die oberen Enden der Schubstangen bei grossen anfallenden Mengen von Erntegut nach oben ausweichen können. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass die Zwischenlenker zwischen den Schubstangenförderorganen und den Schwingen fehlen, wodurch kein einwandfreies Lösen der Mitnehmerzinken bei der Rücklaufbewegung stattfinden kann. Weiterhin lässt das durch die geschlitzten Schwingen gegebene Bewegungsgesetz der Enden der Schubstangenförderorgane keinen Schub auf das den Fördertisch des Gerätes verlassende Gut zu.
Die erwähnten Mängel lassen sich gemäss der Erfindung dadurch vermeiden, dass die Schubstangenförderorgane von Schwingen getragen werden, deren Schwenkachse unterhalb der Schubstangenförderorgane angeordnet ist, wobei die Schwingen über mindestens je einen Lenker mit der ihr jeweils zugeordneten Schubstange gelenkig verbunden sind, während der oder die Lenker von der Schwinge ab entgegen der Förderrichtung verlaufen. Auf diese Weise bewegen sich die Schubstangenförderorgane in der Förderrichtung derart, dass sie auf das den Fördertisch des Gerätes verlassende Gut von oben nach unten einen Schub ausüben, während sich die Mitnehmer bei ihrer rückläufigen Bewegung aus dem Fördergut herausheben, ohne Teile desselben mitzureissen, d. h. die Förderwirkung zu stören.
In baulicher Hinsicht ergibt sich der Vorteil, dass das Gerät relativ niedrig gebaut und damit auch verhältnismässig billig hergestellt werden kann, weil die Achse der Schwingen, wie bereits angedeutet, sich unterhalb der Schubstangenförderorgane befindet.
Einzelheiten sind aus der nachstehenden Beschreibung und aus der Zeichnung ersichtlich, die mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Es zeigen :
Fig. 1 einen Schublader im Aufriss,
Fig. 2 die Draufsicht auf Fig. 1,
Fig. 3 den oberen Teil des Schubladers im Aufriss, und zwar in grösserem Massstab, wobei die strichpunktierten Linien eine Ausweichstellung des mittleren Förderorgans andeuten,
Fig. 4 die Draufsicht zu Fig. 3,
Fig. 5 einen ähnlichen Schublader in Draufsicht mit einem seitlich abgewinkelten Auslauf,
Fig. 6 einen anderen Schublader im Aufriss, der einen zusätzlichen Kettenförderer im Förderkanal aufweist und
Fig. 7 die Draufsicht zu Fig. 6.
Bei dem in Fig. 1 bis 4 veranschaulichten Aus führungsbeispiel des Schubladers ist mit 1 der För- dertisch bezeichnet, der zwei seitliche Begrenzungs- wände 2 und 3 hat. Am abgabeseitigen Ende des Fördertisches 1 ist eine schwenkbare Ablegerutsche 4 vorgesehen. Getragen wird der in Arbeitsstellung schräg von unten nach oben verlaufende Förder- tisch 1 von einem Fahrgestell 5, das sich auf zwei Nachlaufräder 6 und 7 abstützt und auf die Anhängeschiene 8 einer Zugmaschine 9 aufsattelbar ist.
Zur Aufnahme des Ladegutes vom Acker ist der Schublader mit einem Aufnehmer versehen, dessen Aufnehmerwalze 11 zusammen mit einem ihm zugeordneten Querförderer 12 am unteren Ende des Fördertisches 1, d. h. an das Fahrgestell 5 bis 7 seitlich ausladende angeschlossen ist. Unmittelbar über dem Fördertisch 1 des Schubladers sind, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, vorzugsweise drei parallele, in Längsrichtung des Fördertisches 1 verlaufende Förderorgane angeordnet. Diese wiederum bestehen aus je einer Schubstange 13 bzw.
14 bzw. 15, die mit nach unten spitz zulaufenden, an sich unterschiedlichen Mitnehmern 16 und 17 versehen sind. Zur Erhöhung der Wirksamkeit der Förderorgane können die Schubstangen 13 bis 15 am aufnahmeseitigen Ende nach oben abgekröpft sein, wodurch der grösstmögliche Abstand zwischen dem Fördertisch 1 und den Schubstangenförder- organen erreichbar ist. Die Schubstangen 13 bis 15 haben beispielsweise U-förmigen, ihre Biegefestigkeit erhöhenden Querschnitt. Sie sind einerends an einer dreifach abgekröpften Kurbelwelle 18 drehbar gelagert, die ihrerseits in zwei an den Begrenzungswänden 2 und 3 des Fördertisches 1 angebrachten Böcken 19 und 20 lagert.
An ihrem oberen Ende sind die Förderorgane 13 bis 15 an je einer Schwinge 21 bzw. 22 bzw. 23 aufgehängt, die auf einer gemeinsamen, unterhalb des För- dertisches 1 vorgesehenen Achse 24, und zwar auf den seitlich über die Tischbreite hinausragenden Enden derselben schwenkbar gelagert sind. Die den beiden äusseren Förderorganen 13 und 15 zugeordneten Schwingen 21 und 22 sind als einarmige Hebel ausgebildet, die an ihrem freien Ende mit einer rechtwinklig nach innen, d. h. in Richtung auf den Fördertisclr 1 gerichteten Abbiegung versehen sind, während die dem mittleren Förder- organ 14 als Führung dienende Schwinge 23 als U-Bügel ausgeführt und beiderseits des Förder- tisches 1 auf den Enden der Achse 24 gelagert ist.
Die Schwingen 21 bis 23 und die zugeordneten Förderorgane 13 bis 15 sind nur mittelbar miteinander verbunden, und zwar über je einen Lenker 25, wodurch jedem Förderorgan gegenüber der Schwinge eine gewisse Ausweichmöglichkeit in Richtung auf die Lenkerführung gegeben ist. Hierzu ist jeder Lenker 25 einerends an den horizontal verlaufenden Teil der zugeordneten Schwinge gelenkig angeschlossen, wobei zur Verbindung der mittleren Schwinge 23 mit dem zugehörigen Lenker 25 zwei Flacheisen 26 und 27 vorgesehen sind, um die erforderliche Höhenlage der Schwinge 23 zum freien Durchgang der Förderorgane 13 und 15 zu gewährleisten. Das dem Förderorgan 13 bzw.
14 bzw. 15 zugekehrte Lenkerende ist durch einen Querbolzen 28 mit den beiden Schenkeln der im Querschnitt U-förmigen Stange 13 bzw. 14 bzw.
15 so verbunden, dal3 das Lenkerende über den Bolzen 28 hinausgeführt ist, wodurch ein die Bewegung des Förderorgans nach unten begrenzender Anschlag 29 gebildet wird. Dadurch kann mit einfachen und billigen Mitteln eine Begrenzung der Tiefstlage des Förderorgans erreicht werden. Das hat den Vorteil, dal3 die Spitzen der Mitnehmer 16 und 17 in einem zweckentsprechenden Abstand über dem Fördertisch geführt werden, so dass auch bei geringer Mengenförderung ein genügend starker Eingriff der Mitnehmer gewährleistet ist.
Gleich zeitig ist im Bereich dieser als Anschlag dienenden Verlängerung 29 eine Druckfeder 30 vorgesehen, als deren Halterung ein Schraubenbolzen 31 dient, der zu diesem Zweck durch korrespondierende, im Steg des Stangenprofils und in der Verlängerung 29 vorgesehene Bohrungen hindurchgeführt ist. Die Feder 30 ist auf den Bolzen 31 aufgesteckt und von einer aufgeschraubten Mutter 32 unter Zwischenfügen eines Federtellers 33 gehalten. Durch diese Anordnung bzw. durch die Federn 30 werden die Förderorgane 13 bis 15 in der Normallage gehalten. Erhält das eine oder das andere Förder- organ bei der Rücklaufbewegung einen über das normale Mal3 hinausgehenden Widerstand, so kann es entgegen der Wirkung der Feder 30 in Richtung der Lenkerführung ausweichen, wie das in Fig. 3 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist.
Lässt der von unten auf das Förderorgan ausgeübte Druck nach, so bewegt sich dieses unter seinem Eigengewicht, ferner durch den auf den Anschlag 29 einwirkenden Federdruck automatisch wieder in die Normallage zurück. Auf diese Weise ist stets ein genügend kräftiger Eingriff der Mitnehmer in das zu fördernde Gut gewährleistet.
Zweckmässig ist der vom Lenker 25 und dem zugehörigen Förderorgan 13 bzw. 14 bzw. 15 eingeschlossene Winkel durch zwei entsprechend geformte Seitenbleche 34 und 35 abgedeckt, um zu verhindern, dass Gut in diesen Winkelraum gelangt.
Wie in Fig. 1 gezeigt, wird die Kurbelwelle 18 über einen Kettentrieb 36 von einem Getriebe 37 aus in Drehbewegung versetzt, das seinen Antrieb über einen in der Zeichnung nicht näher veranschaulichten Kraftübertragungsmechanismus von der Zapfwelle der Zugmaschine (9) aus erhält. Vorzugsweise ist in den Antrieb eine Ein-und Aus rückkupplung eingebaut.
Die Arbeitsweise des beschriebenen Schubladers ist folgendermassen :
Das beispielsweise in Schwaden auf dem Acker liegende Gut wird von der Aufnehmerwelle des Laders aufgenommen und durch den Querförderer 12 in den Wirkungsbereich der zusammen mit der Kurbelwelle 18 umlaufenden För- derorgane 13,14 und 15 gebracht, von deren Mitnehmern 16 und 17 es erfasst und dem abgabeseitigen Ende des Fördertisches 1 zugeführt wird.
Das Gut wird auf dem Fördertisch 1 entlangge- schoben, um am oberen Ende durch die Verlän- gerungen 41 der Förderorgane 13 bis 15 auf die Rutsche 4 abgedrückt zu werden. Die Verlängerun- gen 41 sind so nach oben abgewinkelt, dass durch die hin und her gehenden Bewegungen der Enden derselben eine schiebende bzw. pressende Wirkung auf das den Fördertisch verlassende Gut eintritt.
Von der Rutsche 4 fällt das Gut auf den mitfahrenden Sammelwagen 38. Während das der Kurbel- welle 18 zugekehrte Ende jedes Förderorgans 13 bzw. 14 bzw. 15 zusammen mit dieser umläuft, führt das obere, mit der Schwinge 21 bzw. 22 bzw.
23 verbundene Ende jedes Förderorgans auf einer bogenförmigen Bahn hin und her gehende Bewegungen aus, die einen kontinuierlichen und wirksamen Schub des Gutes gewährleisten. Die Bewegungen der einzelnen Förderorgane sind im übrigen zweckmässig so aufeinander abgestimmt, dass die beiden äusseren Förderorgane 13 und 15 eine Bewegung entgegen der Förderrichtung des Gutes ausführen, wenn das mittlere Förderorgan 14 fördernd auf das Gut einwirkt, und umgekehrt. Zur Steigerung der Schubwirkung der Förderorgane auf das bereits auf dem Ablegetisch befindliche Gut kann z.
B. bei schwerem Fördergut, wie Grünfutter und dergleichen, die U-förmig gebogene Schwinge 23 mit einem Ausstosser versehen werden, der zweckmässig aus einer an der Schwinge gelenkig angeordneten Stange 39 und mehreren, an dieser angebrachten Mitnehmern 40 besteht. Mit entsprechenden Ausstossern kön- nen im Bedarfsfalle auch die anderen Schwingen ausgerüstet werden.
In Fig. 5 ist ein ähnlicher Schublader wie im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 bis 4 dargestellt, wobei die übereinstimmenden Teile mit den gleichen Bezugsziffern versehen sind. Mit 42 ist eine drehbar gelagerte Aufnehmertrommel bezeichnet, die sich über die gesamte Frontbreite des Gerätes erstreckt. An den in Fig. 5 unten erscheinenden Teil der Aufnehmertrommel 42 schliesst sich unmittelbar der Aufnahmebereich der mit Mitnehmerzinken 16 und 17 versehenen Schubstangen 13 bis 15 an, so dal3 ein Teil des von der Aufnehmertrommel 42 aufgenommenen Gutes direkt von den Schubstangenförderorganen 13 bis 17 ergriffen und im Förderkanal 1 bis 3 nach oben geschoben wird.
An den Förderkanal 1 bis 3 schliesst sich ein seitlich abgewinkelter Auslauf 43 an, der eine Umlenkung des im Förderkanal 1 bis 3 hochgeförderten Gutes beispielsweise auf einen daneben fahrenden, am Schlepper 44 oder am Schublader direkt angehäng- ten, nicht dargestellten Sammelwagen bewirkt. Der Auslauf 43 kann um eine horizontale Achse 45 nach oben geschwenkt und in dieser Lage festgestellt werden, wodurch die Ablaufkante des Auslaufes in der Höhe veränderbar ist. Es ist daher auch ein Laden des Fördergutes über die Höhe des abgabeseitigen Endes des Förderkanals hinaus mög- lich. Weiterhin kann ein Teil des Auslaufes um eine vertikale Achse 46 geschwenkt und mittels einer Schraube 47 oder dergleichen in verschiedenen Winkellagen festgehalten werden.
Der Auslauf 43 ist vorteilhaft abnehmbar angeordnet. Auf diese Weise kann man an bereits gelieferte Geräte den abgewinkelten Auslauf nachträglich einbauen. Will man mit dem Auslauf am abgabeseitigen Ende des Förderkanals grössere Weiten oder Höhen überbrücken, so wird man den Auslauf verlängerbar ausbilden.
Die Frontseite des Schubladers weist eine seitliche Ausladung auf, die einen Rahmen 48 hat, der ein gekrümmtes, in den Förderkanal 1 bis 3 mündendes Leitblech 49 trägt. In der Ausladung ist eine Querförderschnecke 50 angeordnet, die mit ihrem aussen liegenden Ende am Rahmen 48 und mit ihrem inneren Ende an einer Strebe 51 gelagert ist. Die Förderschnecke 50 hat den Vorteil eines leichteren Einbaues und einer geringeren Störungsempfind lichkeit.
Der Schublader ist mit seiner Deichsel 52 an der Anhängeschiene 53 des Schleppers 44 angehängt und kann zur Fahrt-und Arbeitsstellung in ver schiedenen Winkellagen gegenüber dem Schlepper 44 festgelegt werden, wozu ein rahmenfester Lochkranz 54 dient, an dem die Deichsel 52 mittels eines Steckbolzens festgelegt wird. Die Laufräder 55 und 56 des Schubladers sind um etwa vertikale Achsschenkel 57 und 58 schwenkbar und in verschiedenen Winkellagen feststellbar. Wird der Schublader, wie in Fig. 5 abgebildet, seitlich ausgeschwenkt angehängt, so werden die Laufräder 55 und 56 in der gezeichneten Lage festgestellt und nehmen das seitliche Moment auf, so dass der Schublader nicht um seinen Anhängepunkt an der Anhängeschiene 53 in die Schlepperspur einschwenkt.
In Fig. 6 und 7 ist ein weiterer Schublader dargestellt, wobei die mit den übrigen Figuren übereinstimmenden Teile wieder mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Dabei ist mit 101 ein teilweise dargestellter Schlepper bezeichnet, in dessen Anhängemaul 102 mittels einer Deichsel 59 ein Schublader angehängt ist, dessen aus Rohr zu sammengeschweisster Rahmen 60 sich über zwei Laufräder 61 und 62 auf den Boden abstützt. Die Aufnehmertrommel 42 gibt das aufgenommene Gut nach hinten einer Mulde 63 auf. Von dieser wiederum wird das Gut zum Teil von den Schubstan genförderorganen 13 bis 17 direkt aufgenommen, zum Teil aber erst durch eine fliegend gelagerte Querförderschnecke 64 den Schubförderorganen 13 bis 17 zugeführt.
Im Förderkanal 1 bis 3 kann zur Unterstützung der Förderwirkung der Schubstangenförderorgane 13 bis 17 ein zusätzlicher Kettenför- derer eingebaut sein, insbesondere bei schwerem Fördergut wie beispielsweise Rübenblatt. Dazu sind am aufnahme-und abgabeseitigen Ende des Förderkanals 1 bis 3 eine Welle 65 bzw. 66 gelagert, auf denen je zwei Kettenräder 67 bzw. 68 innerhalb des Förderkanals aufgekeilt sind. tuber die Kettenräder 67 und 68 sind zwei endlose Ketten 69 geführt, die durch beispielsweise hölzerne Förder- leisten 70 verbunden sind. Im Bereich der unteren Welle 65 weist der Fördertisch 1 zum Durchführen des Kettenförderers 69,70 eine abdeckbare Offnung 71 auf, an der die unteren Umlenkräder 67 bzw.
Kolben des endlosen Förderers 69,70 angeordnet sind und durch die der Förderer einund ausbaubar ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass man den endlosen Förderer nachträglich in bereits gelieferte Schublader einbauen kann. Durch Vorsehen der abdeckbaren Offnung sowie der Lager und Anschlussstellen kann die Montage des För- derers an Ort und Stelle schnell und einfach durchgeführt werden. Anstelle dieses Kettenförderers könnte zur Steigerung des Fördervolumens auch ein endloses Förderband verwendet werden.
Unterhalb des abgabeseitigen Endes des För- derkanals 1 bis 3 ist ein Querförderer angeordnet ; dieser besteht im wesentlichen aus einem Boden 72, einer schrägen Seitenwand 73 und einer erhöhten Seitenwand 74. tuber dem Boden 72 ist ähnlich wie im Förderkanal 1 bis 3 ein Kettenförderer angeordnet, der aus zwei endlosen Ketten 75 und diese verbindenden Förderleisten 76 gebildet ist. Die För- derketten 75 werden durch vier Kettenräder 77 geführt, von denen die abgabeseitigen als Antriebsräder dienen. Der Querförderer 72 bis 77 ist um eine vertikale Achse 78 und eine horizontale Achse 79 schwenkbar und feststellbar. In der Zeichnung sind die Feststellmittel der Ubersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
Man kann den Querförderer 72 bis 77 zur Strassenfahrt um die horizontale Achse 79 nach unten schwenken, um die vertikale Achse 78, von oben gesehen (Fig. 7), im Uhrzeigersinn um 90 drehen, anheben und unten am Fördertisch 1 des Förderkanals 1 bis 3 befestigen. Die so erreichte Transportstellung 80 ist in Fig. 6 strichpunktiert eingezeichnet. Der Querförderer 72 bis 77 kann auch abnehmbar sein. Zur Erhöhung der Abwurfhöhe, z. B. zum Beladen eines Wagens, kann der Querförderer um die horizontale Achse 79 nach oben geschwenkt und festgestellt werden.
Die gesamten rotierenden und hin und her gehenden Elemente des Schubladers werden von der Zapfwelle 81 des Schleppers 101 aus angetrieben.
Die Zapfwelle 81 steht über eine längenveränder- liche Gelenkzwischenwelle 82 mit einem Getriebe 83 in Antriebsverbindung, das am unteren, vordern Ende des Gerätes angeordnet ist. Von diesem wiederum werden über Keilriemengetriebe 84 und 85 die Aufnehmertrommel 42, über einen Keilriementrieb 86 die Antriebswelle 87 für die Querförder- schnecke 64 angetrieben. Die Antriebswelle 87 lagert in einem als Schwenkachse für die Querför- derschnecke 64 dienenden Rohr 88 und trägt an ihrem freien Ende eine Keilriemenscheibe 89. Mit der Querförderschnecke 64 selbst ist eine weitere Keilriemenscheibe 90 verbunden.
Die beiden Keilriemenscheiben 89 und 90 stehen über einen geschränkten Keilriemen 91 in Wirkungsverbindung, wodurch eine Umkehr des Drehsinnes für die Querförderschnecke 64 erreicht wird. Auf der Welle 87 ist eine weitere Keilriemenscheibe 92 angeordnet, von der aus über einen Keilriemen ein Zwischengetriebe 94 angetrieben wird, das eine Drehzahlenuntersetzung von etwa 1 : 5,3 und eine Drehsinnumkehr der Antriebskurbel 18 für die Schubstangenförderorgane 13 bis 17 bewirkt.
Vom Getriebe 83 aus werden weiterhin die Kettenförderer 65 bis 70 und 75 bis 77 angetrieben.
Dazu besteht zwischen dem Getriebe 83 und einem Zwischengetriebe 95 eine Gelenkwellenverbindung 96, deren Lagerung am Förderkanal 1 bis 3 der Einfachheit halber in der Zeichnung weggelassen ist. Vom Zwischengetriebe 95 werden über eine Kette 97 der Kettenförderer 65 bis 70 und mittels einer Gelenkzwischenwelle 98 und einer Kette 99 der Kettenförderer 75 bis 77 angetrieben.
Der Schublader kann in verschiedenen Arbeitsstellungen eingesetzt werden. So kann er, wie in Fig. 6 und 7 dargestellt, am Schlepper 57 angehängt sein, wobei der zu beladende Wagen zweckmässig ebenfalls am Schlepper angehängt wird. Der erforderliche, gleichbleibende Abstand zwischen Schublader und Wagen kann durch einen Zwischenlenker in bekannter Weise erreicht werden. Der Wagen kann aber auch an den Schublader selbst, und zwar an eine Anhängevorrichtung 100, angehängt werden. Bei einem anderen Arbeitsverfahren kann man den Schublader derart an den Schlepper 57 anhängen, dass er direkt hinter dem Schlep- per fährt und das in der Schlepperspur liegende Gut aufnimmt.
Ein zweiter Schlepper mit einem angehängten Sammelwagen oder ein Lastwagen fahren dann seitlich neben dem Schlepper 57, wo bei das vom Schublader aufgenommene und hochgeförderte Gut vom Querförderer 72 bis 77 auf den daneben fahrenden Sammel-oder Lastwagen geladen wird. Durch Anderung der Geschwindigkeit des den Sammelwagen ziehenden Schleppers bzw. des Lastwagens wird der Sammelwagen bzw. die Ladefläche des Lastwagens relativ zum Querförderer 72 bis 77 hin und her bewegt, wodurch ein gleichmässiges und vollständiges Beladen erreicht wird.
Der gesamte Kettenförderer 65 bis 70 kann als Zusatzgerät an den Schublader nachträglich angebaut werden. Dazu ist an diesem der Schlitz 71 vorgesehen, der ohne Kettenförderer durch ein Blech oder einen elastischen Belag abgedeckt ist. In gleicher Weise kann der gesamte Querförderer 72 bis 79 nachträglich eingebaut werden. Das gleiche gilt sinngemäss für die Antriebe der beiden Kettenför- derer. Hierzu wird man zweckmässig sämtliche Bohrungen und Anschlussstellen zum Anbau der zusätz- lichen Förderer schon bei der Auslieferung des Schubladers vorsehen, damit der Anbau schnell und billig vorgenommen werden kann. Anstelle der verwendeten Keilriementriebe und Gelenkzwischenwellen können auch Kettentriebe oder umgekehrt benutzt werden.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern umfasst noch weitere Ausführungsmöglichkei- ten. So könnten z. B. die zur Verbindung der För- derorgane mit den Schwingen vorgesehenen Lenker 25 auch als elastische Elemente, z. B. als Blatt- feder, ausgebildet sein, die mit den Förderorganen und den Schwingen gelenklos verbunden sind. Hierdurch könnte auf die entsprechenden Gelenke und die Druckfedern verzichtet werden. In diesem Zusammenhang ist es ferner möglich, den Lenker nur teilweise als federndes Element auszubilden, und zwar zweckmässig zumindest an seiner Verbindungsstelle mit dem Förderorgan.
Die erfindungsgemässen Schublader kann man beispielsweise auch geschoben einsetzen, wobei der schiebende Schlepper dann iiber eine am Schublader vorgesehene Kupplung angreift. Dieser Schlepper kann mit einer Ladepritsche versehen sein. Die Laufräder des Schubladers kön- nen auch die Laufräder eines mit Ladepritsche ausgerüsteten Geräteträgers sein, das heisst der Schublader ist auf den Geräteträger aufgesetzt. Da bei den Geräteträgem üblicherweise der Fahrersitz auf der rechten Seite in Fahrtrichtung gesehen angeordnet ist, blickt der Fahrer hierbei seitlich am För- derkanal des Schubstangenhöhenförderers vorbei und hat demnach freie Sicht auf das aufzunehmende Gut.