CH354056A - Verfahren zum Dämpfen und Bügeln eines einen Kragen aufweisenden Kleidungsstückes und Einrichtung zum Ausüben dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Dämpfen und Bügeln eines einen Kragen aufweisenden Kleidungsstückes und Einrichtung zum Ausüben dieses VerfahrensInfo
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- D06F71/34—Heating arrangements; Arrangements for supplying or removing steam or other gases
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Description
Verfahren zum Dämpfen und Bügeln eines einen Kragen aufweisenden Kleidungsstückes und Einrichtung zum Ausüben dieses Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Dämpfen und Bügeln eines einen Kragen auf weisenden Kleidungsstückes und auf eine Einrich tung zum Ausüben dieses Verfahrens. Die Erfindung will den zum gewerbsmässigen Dämpfen und Bügeln eines Kleidungsstückes erfor derlichen Arbeitsaufwand herabsetzen und die Arbeit beim Bedienen der Einrichtung erleichtern, so dass das Dämpfen und Bügeln billiger wird. Die erfindungsgemässe Einrichtung stellt eine Kombination einer Dampfbügelmaschine und einer Dampfbüste dar. Die Bügelmaschine sowie die Dampfbüste werden als solche einzeln schon seit Jahren verwendet. Auf der Bügelmaschine werden die Kleider zum Teil gepresst, z. B. die Kragen. Auf der Dampfbüste werden die Kleider aufgespannt und mit Dampf und Luft aufgeblasen und gedämpft. Der Vorteil einer solchen kombinierten Einrich tung besteht darin, dass nun für die gleiche Arbeit, anstatt wie bisher zwei getrennte Maschinen, nur eine einzige Maschine erforderlich ist. Das erfindungsgemässe Verfahren unterscheidet sich von den bekannten Verfahren dadurch, dass das Kleidungsstück aufgespannt wird, und dass in der selben Aufspannung sowohl der Kragen und min destens ein Teil der Schulterpartie zwischen Press- elementen gebügelt als auch mindestens ein an Kragen und Schulterpartie anschliessender Teil des Kleidungsstückes mit Hilfe eines porösen, durch Einblasen von Dampf aufgeblasenen Sackes gestrafft und gedämpft wird. Das Patent umfasst ferner eine Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. Diese erfindungs- gemässe Einrichtung zeichnet sich aus durch Press- elemente, die dem Bügeln eines Kragens mit min destens einem Teil der Schulterpartie dienen, und durch einen mit Dampf aufblasbaren Sack, welcher dem Dämpfen von an die Kragen- und Schulterpartie anschliessenden Teilen des Kleidungsstückes dient. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Bügel- und Dämpfeinrich- tung vereinfacht im Seitenriss dargestellt. Anhand der Zeichnung wird auch das erfindungsgemässe Ver fahren zum Dämpfen und Bügeln beispielsweise er läutert. Die Einrichtung umfasst einen Rahmen 1, an dessen oberer Seite ein beim Gelenk 2 schwenkbarer Arm 3 angelenkt ist, der an seinem obern Ende ein Presselement, die sogenannte Oberplatte 4, trägt. Die Oberplatte 4 ist pendelnd am Arm 3 ange- lenkt, damit sie sich dem jeweils zu pressenden Kleidungsstück anpassen kann.. Die Oberplatte be steht aus einer geheizten Matrize 5, in welche mittels einer biegsamen Leitung 6 Dampf eingeleitet werden kann, der den dampfdurchlässigen überzug 7 durch setzt. Der Arm 3 wird durch die Rückzugfeder 8, deren anderes Ende im Gestell bei 9 verankert ist, in der gezeichneten, gehobenen Lage gehalten. An derselben Seite des Armes ist auch ein Druckluft betätigungsorgan 10 angeordnet, welches bei 11 schwenkbar im Rahmen befestigt ist. Das Organ 10 weist einen Zylinder mit einer Schubstange 12 und einem nicht dargestellten Kolben auf, dessen Beauf- schlagung den Arm 3 mit Oberplatte 4 entgegen der Kraft der Feder 8 nach unten schwenkt. Auf dem mit dem Rahmen verbundenen Tisch 14 ist ein senkrechter Ständer 15 angeordnet, auf dessen oberem Ende ein stationäres Presselement, die sogenannte Unterplatte 16 für die Kragenform, be festigt ist. über den Ständer 15 ist ein poröser, aus Nylon (Markenbezeichnung) hergestellter Sack 17 gestülpt, dessen unteres Ende bei 18 mit dem Tisch verbunden ist. Beidseits des Ständers 15 sind bei 19 Arme 20 angelenkt, die an ihrem obern Ende Achsel stützen 21 aufweisen. Am untern Ende des Ständers sind vorn und hinten feste, perforierte Klemmplatten 22 und 23 befestigt. Auf diese feste Klemmplatten drücken von aussen her bewegbare Klemmplatten 24 und 25, die mittels Federn 26 bzw. 27 an schwenk baren Stellhebeln 28 bzw. 29 befestigt sind. Die Stellhebel 28 bzw. 29 sind bei 30 bzw. 31 am Tisch angelenkt und können von Hand um diese Gelenke geschwenkt werden. Dazu sind oben an den Hebeln 28, 29 federnde Elemente 32, 33 angeordnet, welche beim Eindrücken eine nicht dargestellte Arretierung der Stellhebel lösen. Die Höhe der vordern Klemm platte 24 ist mit Hilfe der Stellschraube 34 einstell bar. 35 ist ein in den Sack 17 mündendes perfo riertes Dampfzufuhrrohr, und 36 sind Luftklappen. Im Gestell ist ferner noch ein, durch einen Elek tromotor 37 getriebenes Gebläse 38 angeordnet, welches durch den Kanal 39 Luft in den Sack 17 blasen kann. Im Kanal 39 ist ein Heizelement 40 angeordnet, das mit Dampf beheizt werden kann, so dass es die Luft erwärmt. 41 sind Pedale zum Be tätigen der Einrichtung. Beim Betrieb einer solchen Einrichtung wird zu erst ein zu bügelndes Kleidungsstück (nicht darge stellt) in die Einrichtung gebracht und aufgespannt, das heisst, das Kleidungsstück wird über die Unter platte 16 gestülpt und am untern Ende zwischen die hintern Platten 23, 25 und zwischen die vordern Klemmplatten 22, 24 geklemmt. Dabei kann die vordere Klemmplatte 24 in der Höhe, dem Klei dungsstück entsprechend verstellt werden. Ein Druck auf ein Pedal 41 bewirkt, dass die Arme 20 mit den Achselstützen 21 nach aussen be wegen und sich an die Schulterpartie des Kleidungs stückes anpassen. Eine Betätigung eines nicht dargestellten Schalters leitet das Straffen und Dämpfen ein, dessen zeitlicher Ablauf durch einen nicht dargestellten Zeit schalter gesteuert wird. Der Zeitschalter steuert die Vorgänge, beispielsweise nach folgendem Programm: Durch das Rohr 35 wird während 10 Sekunden Dampf in den Sack 17 eingeblasen. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Dampfzufuhr zum Rohr 35 ab geschaltet und Dampf durch das Heizelement <I>40 ge-</I> leitet, wobei gleichzeitig der Motor 37 eingeschaltet wird, so dass das Gebläse 38 warme Luft statt Dampf in den Sack bläst. Dadurch wird das Kleidungsstück getrocknet. Nach einer gewissen Zeit (20 Sekunden) wird auch diese Dampfzufuhr abgestellt, so dass das Gebläse kühle Luft in den Sack bläst und das Klei dungsstück kühlt, und zum Schluss wird auch der Motor 37 abgeschaltet. Das Bügeln dagegen wird nicht automatisch ge steuert, sondern von der die Einrichtung bedienen den Person den Erfordernissen des jeweiligen Klei dungsstückes angepasst. Zuerst wird durch Betätigung des Organs 10 der Arm 3 geschwenkt, so dass sich die Oberplatte 4 auf die Kragenpartie des immer noch wie während des Straffens und Dämpfens gleich aufgespannten Klei dungsstückes legt. Jetzt kann durch einen Druck auf eines der Pedale 41 Dampf in die Unterplatte 16 ge leitet werden und je nach der Beschaffenheit des Kleidungsstückes bzw. dessen Kragenpartie mittels eines nicht dargestellten Ventils auch Dampf in die Oberplatte geleitet werden, der dann aus dem po rösen Überzug austritt. Es kann auch nur Dampf durch die Unterplatte oder nur Dampf durch die Oberplatte geleitet werden. Es bleibt dies ganz der Beurteilung der die Einrichtung bedienenden Person überlassen. Die bedienende Person regelt auch die Zeitdauer dieser Vorgänge nach jeweiligem Ermessen. Nach diesem Pressen (Bügeln) unter gleich zeitiger Dampfzufuhr wird die Oberplatte 4 gehoben, indem Druckluft aus dem Zylinder 10 ausströmt, und die gebügelte Kragenpartie wird durch Absaugen von Luft aus der Unterplatte 16 gekühlt. Dieses Absaugen wird ebenfalls von der bedienenden Per son mittels eines andern Pedals 41 geregelt. Damit ist das Bügeln und Dämpfen beendet, und das Klei dungsstück kann aus der Einrichtung herausgenom men werden, wobei die verschiedenen Aufspannun- gen und Einklemmungen in umgekehrter Reihen folge gelöst werden. Die Luftklappen 36 verhindern, dass während der Periode des Dampfeinblasens Dampf in den Kanal 39 gelangt, indem sie sich während dieser Zeit in folge ihres Eigengewichtes und den Druck des Dampfes schliessen. Sie öffnen sich erst dann, wenn das Gebläse 38 einen geringen Überdruck in bezug auf den im Sack 17 herrschenden Druck erzeugt. Die Dampfzufuhr zur Einrichtung erfolgt über einen Dampftrockner, der in der Einrichtung eingebaut sein kann. Es ist klar, dass der Zeitschalter einstellbar ge macht werden kann, so dass er für verschieden lang dauernde Arbeitsprogramme brauchbar ist. Das Dämpfen und Bügeln braucht nicht, wie be schrieben, nacheinander zu erfolgen, sondern kann sich zeitlich überschneiden oder gleichzeitig ausge führt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Dämpfen und Bügeln eines einen Kragen aufweisenden Kleidungsstückes, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kleidungsstück aufgespannt wird, und dass in derselben Aufspannung sowohl der Kragen und mindetens ein Teil der Schulterpartie zwischen Presselementen gebügelt als auch min destens ein an Kragen und Schulterpartie anschlie ssender Teil des Kleidungsstückes mit Hilfe eines porösen, durch Einblasen von Dampf aufgeblasenen Sackes gestrafft und gedämpft wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in den genannten Sack zuerst Dampf und danach warme Luft eingeblasen wird, um auf diese Weise das Kleidungsstück zu trocknen. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfen, welches ein Ein blasen von Dampf und Luft in den porösen Sack jeweils während bestimmter Zeitdauer umfasst, auto matisch gesteuert wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, d'ass das Bügeln, welches mindestens eine Bewegung der Presselemente sowie ein Ein blasen von Dampf in mindestens eines dieser Press- elemente umfasst, willkürlich vorgenommen wird. 4. Verfahren nach Unteransprüchen 2 und 3, da durch gekennzeichnet, dass das Dämpfen und das Bügeln sich mindestens zum Teil zeitlich überschnei den. 5. Verfahren nach Unteransprüchen 2 und 3, da durch gekennzeichnet, dass das Dämpfen und das Bügeln zeitlich nacheinander vorgenommen werden. 6.Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Schlusse des Bügelns der Dampf aus mindestens einem dieser Presselemente abgesogen wird. PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch Press- elemente, die dem Bügeln eines Kragens mit min destens einem Teil der Schulterpartie dienen, und durch einen mit Dampf aufblasbaren Sack,welcher dem Dämpfen von an die Kragen- und Schulter partie anschliessenden Teilen des Kleidungsstückes dient. UNTERANSPRÜCHE 7. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass neben einem untern Press- element, in der Breite verstellbare Achselstützen an geordnet sind. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Zeitschalter umfasst, welcher das Dämpfen automatisch steuert.
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