<B>Tauchpumpe</B> Tauchpumpen, d. h. Pumpen, deren Pumpteil in die zu fördernde Flüssigkeit taucht, werden mit Vor teil in solchen Fällen eingesetzt, wo es sich darum handelt, aus tiefliegenden Reservoiren, Vorratsbehäl tern, Tanks und ähnlichen Hohlräumen, bei denen ein unterer Auslauf nicht vorhanden ist, Flüssigkeit zu fördern, ohne dass eine sogenannte selbstansau gende Pumpenkonstruktion verwendet werden soll. Tauchpumpen können beispielsweise auf dem Prin zip der üblichen Zentrifugalpumpen beruhen und wer den so tief in den Vorratsbehälter eingetaucht, dass die Flüssigkeit in das Pumpengehäuse eindringt und so die normale Funktionsweise der Pumpe sicher stellt.
Normalerweise ist dann mindestens das unterste Lager der Pumpenwelle von der zu fördernden Flüs sigkeit umspült und so eingerichtet, dass diese Flüs sigkeit das betreffende Lager schmiert.
Bei Tauchpumpen in dem hier verstandenen enge ren Sinne ist dann die Pumpenwelle bis über das höchste zu erwartende Flüssigkeitsniveau im Vor ratsbehälter hinaufgeführt und wird erst an dieser Stelle angetrieben; üblicherweise befindet sich über diesem Niveau eine passende Dichtung. Ein beson derer Vorteil solcher Tauchpumpen besteht darin, dass diese Dichtung mit der zu fördernden Flüssig keit nicht in Berührung kommt. Dies hat eine beson dere Bedeutung im Falle von aggressiven Flüssig keiten, wie konzentrierter Natronlauge, Schwefelsäure und auch organischen Lösungsmitteln, die die ver wendeten Dichtungsmaterialien angreifen oder auch durch Kristallisationserscheinungen oder Verschmut zung in ihrer Funktion behindern können.
Neben den erwähnten Vorteilen besitzen Tauch pumpen aber auch gewisse Nachteile, die besonders dann unangenehm in Erscheinung treten, wenn in folge der Konstruktion der Vorratsbehälter erheb liche Eintauchtiefen, z. B. von mehr als etwa 1 m oder insbesondere von mehreren Metern vorliegen. In solchen Fällen wird die Pumpenwelle relativ lang; als Folge davon können Schwingungen auftreten, falls nicht mit niedriger Drehzahl gearbeitet wird; ferner muss die Welle mit mehreren Zwischenlagern versehen werden. Die Montage solcher Pumpen ge staltet sich oft schwierig.
Ganz abgesehen vom relativ hohen Preis solcher Pumpen besteht die zusätzliche Schwierigkeit, dass beim Absinken der Flüssigkeit im Vorratsbehälter die Zwischenlager nicht mehr ordnungsgemäss geschmiert werden, und dass die Ge fahr des Festsitzens der oberen Lager bei intermittie- rendem Betrieb besteht.
Diese Nachteile werden gemäss vorliegender Er findung unter Erhaltung der sonstigen Vorteile der Tauchpumpen überwunden. Die vorliegende Erfin dung betrifft eine Tauchpumpe mit kurzer Bauart ihres Pumpteils, bei welcher Pumpe das Gehäuse des Pumporgans von einem Gefäss umgeben ist, dessen oberer Abschluss mit einer rohrartigen Verlängerung versehen ist, in welcher die das Pumporgan treibende Pumpenwelle läuft und welche über das höchste beim Betrieb oder bei Betriebsbereitschaft zu erwartende oder vorgesehene Niveau der zu fördernden Flüssig keit hinausragt oder über diesem Niveau liegt, wobei das Gefäss mit einem in die Tiefe ragenden Saugrohr versehen ist, welches im Inneren des Gefässes nahe dem oberen Abschluss desselben mündet.
Zweckmässig weist die Tauchpumpe nur ein ein ziges durch die zu fördernde Flüssigkeit geschmiertes Lager der Pumpenwelle auf.
Die beigefügten Zeichnungen betreffen Beispiele des Erfindungsgegenstandes: Fig. 1 stellt ein Schema einer Ausführungsform der Erfindung dar.
Fig. 2 ist ein Schema einer anderen Ausführungs form der Erfindung. Fig. 3 stellt einen Schnitt durch den Pumpteil mit dem ihn umschliessenden Gefäss dar.
In allen Figuren sind die zum Befestigen von Deckel, Flanschen usw. dienenden Schrauben wegge lassen. In allen Figuren bedeutet 11 einen Vorrats behälter und 12 den zugehörigen Deckel. Mit 13 ist das Gefäss bezeichnet, welches das Gehäuse des Pumporgans umschliesst. Die Pumpe bzw. das Pump organ wird durch einen Elektromotor 14 über eine Kupplung 15 und die Pumpenwelle 16 angetrieben. Mit 17 ist eine Dichtung, z. B. eine Stopfbüchse, eine trockenlaufende Gleitringpackung oder eine mit Fremdflüssigkeit geschmierte Dichtung bezeichnet.
Zum Ansaugen der im Vorratsbehälter 11 enthaltenen Flüssigkeit dient das mit dem Pumpengefäss 13 mit Hilfe einer Flanschdichtung 19 verbundene Saugrohr 18, das vom Gefäss 13 aus nach unten ragt und über die Verlängerung 31 nahe dem oberen Abschluss des Gefässes 13 bei 30 mündet. Die geförderte Flüssigkeit tritt durch das Druckrohr 20 aus. Das obere Lager der Welle ist mit 23 bezeichnet.
In Fig. 1 ist das Pumpengefäss 13 innerhalb des Vorratsbehälters angeordnet und ist am Deckel 12 mit Hilfe eines die Pumpenwelle lose umschliessen den Rohres 21 befestigt, das eine Verlängerung des oberen Abschlusses des Gefässes 13 bildet und an seinem oberen Ende durch die Dichtung 17 ver schlossen ist, ferner auch durch das Rohr 20. In Fig. 2 ist das Pumpengefäss 13 ausserhalb des Vor ratsbehälters angeordnet und ist hier mit Hilfe von Stützen 22 befestigt sowie auch mit der Flanschver- bindung 19.
Das die Pumpenwelle lose umschliessende Rohr 21 ist bei beiden Beispielen auf eine gewisse Höhe über den oberen Rand des Pumpengefässes geführt. Die rohrartige Verlängerung 21 ragt über das höchste beim Betrieb oder bei Betriebsbereitschaft zu erwar tende oder vorgesehene Niveau der zu fördernden Flüssigkeit hinaus oder befindet sich ständig über diesem Niveau. Im Falle der Fig. 1, bei welchem der Pumpteil im Vorratsbehälter 11 angeordnet ist, wird dieses höchste Niveau bestimmt durch den höchsten Flüssigkeitsstand im Behälter, der in der Fig. 1 durch die Linie 40 angegeben ist.
Im Falle der Fig. 2, bei welchem der Pumpteil oberhalb des Vorratsbehälters 11 angebracht ist, ist das höchste Niveau gegeben durch das Niveau der Flüssigkeit im Behälter 13, das in der Fig. 3 durch die Linie 42 angegeben ist. Das Rohr 21 ist im Falle der Fig. 1 so lang gehalten, dass es über das höher gelegene der beiden Niveaus im Behälter 11 bzw. 13, also über das Niveau 40 reicht, während es im Fall der Fig. 2 ständig über dem höher gelegenen Niveau, also über dem Niveau 42 liegt.
In Fig. 3 ist das untere Lager der Welle 16 mit 24 bezeichnet. Das mit der Pumpenwelle 16 fest verbundene, das Pumporgan bildende Laufrad 25 besitzt die übliche Bauart für Zentrifugalpumpen und läuft in einem Gehäuse 26 von ebenfalls üblicher Bauart, das eine unten gelegene Einlassöffnung 27 besitzt; selbstverständlich soll zweckmässig durch pas sende Konstruktion von Laufrad und Laufradgehäuse in an sich bekannter Weise dafür gesorgt werden, dass im Bereiche des Lagers 24 weder ein erheblicher Überdruck noch ein erheblicher Unterdruck durch die Pumpe erzeugt wird.
Die ins Innere des Gefässes 13 geführte Verlängerung des Druckrohres 20 ist mit 28 bezeichnet und ist in bekannter Weise tangential mit dem Gehäuse 26 des Laufrades verbunden; zweck mässig besitzt das Rohr 28 nahe dem oberen Ab schluss des Gefässes 13 noch eine kleine, z. B.<B>1/10</B> bis 1/10o des lichten Rohrquerschnittes betragende Öffnung 29.
Die Wirkungsweise der erläuterten Vorrichtungen ist die folgende: Beim Inbetriebsetzen der Pumpe soll das Gefäss 13 mindestens zum grösseren Teil mit Flüssigkeit ge füllt sein. Bei gefülltem Vorratsbehälter<B>11</B> ergibt sich dies im Falle der Anordnung nach Fig. 1 von selbst, während bei der Anordnung von Fig. 2 die Füllung zweckmässig mit der im Vorratsbehälter vorhandenen Flüssigkeit durch das Rohr 20 erfolgen kann. Die Pumpe fördert dann Flüssigkeit durch das Rohr nach aussen und schafft so einen luftverdünnten Raum im oberen Teil des Gefässes 13, derart, dass durch das Rohr 18 Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 11 nachgesogen wird und dass die Oberfläche der Flüs sigkeit im Gefäss 13 nicht wesentlich sinkt.
Nach dem Abstellen der Pumpe fliesst die im Druckrohr 20 und in seiner zu einer höher gelegenen Verbrauchsstelle führenden Verlängerung befindliche Flüssigkeit wieder in das Gefäss 13 zurück und füllt es weitgehend auf. Selbstverständlich kann im Falle einer zu kurzen an die Pumpe angeschlossenen Druckleitung deren Volumen durch Wahl eines grö sseren Querschnittes oder durch ein eingeschaltetes Gefäss auf den gewünschten Betrag erhöht werden. Nachdem Luft im Rohr 20 bis zur kleinen Öffnung 29 gedrungen ist, gelangt diese unter Umgehung des Pumpteils 25, 26 direkt in die hochgelegene Öffnung 30. Damit wird das Abheben der Flüssigkeit aus dem Gefäss 13 unterbrochen und die Pumpe ist für einen weiteren Arbeitsvorgang betriebsbereit.
Das den Pumpteil 25, 26 umschliessende Gefäss muss natürlich ein Volumen besitzen, das im Verhältnis zum Volu men des Saugrohres 18 relativ gross ist. Trotzdem kann dieses Gefäss so klein gestaltet werden, dass es, wie aus Fig. 1 hervorgeht, durch die Öffnung des Vorratsbehälters eingesenkt werden kann.
Die Vorteile der erläuterten Pumpen bestehen unter anderem in folgendem: Die Welle 16, die den Motor 14 mit dem Pum penlaufrad 25 verbindet, ist relativ kurz und braucht daher nur an zwei Stellen gelagert zu sein (23 und 24). Es besteht daher auch die Möglichkeit, eine schnellaufende Pumpenkonstruktion zu verwenden. Ferner ist das einzige durch die zu pumpende Flüs sigkeit geschmierte Lager 24 stets nass, so dass be sonders auch bei intermittierendem Betrieb keine Schwierigkeiten durch Kristallisation, Eintrocknen und ähnliche Vorgänge zu befürchten sind, die bei tiefliegenden Tauchpumpen auftreten, wenn der Vor ratsbehälter nur teilweise gefüllt ist. Ferner ist die . Montage relativ einfach, weil das lange Rohr 18 am Flansch 19 angeschraubt werden kann.
Schliesslich ist hervorzuheben, dass durch einfache Anpassung des Rohres 18 an die Tiefe des Vorratsbehälters dieselbe, z. B. normierte Pumpenkonstruktion für verschieden tiefe Vorratsbehälter verwendbar ist.