Automatisch gesteuerte Waschmaschine Die Erfindung betrifft eine automatisch ge steuerte Waschmaschine. Bekannte Waschmaschinen dieser Art weisen den Nachteil auf, dass die Wasch mittel schon zu Beginn der Füllperiode für den Klarwaschprozess in den Waschbehälter eingespült werden, sei es durch Frischwasser, sei es durch von einem Boiler geliefertes Warmwasser. Infolgedessen gelangen die Waschmittel auch in den Ablaufstutzen und in das Gehäuse des daran angeschlossenen Ab lassventils oder dergleichen, was einen Verlust be deutet.
Die Verwendung von Frischwasser bedingt zudem eine unerwünschte Abkühlung, während bei den bisherigen, Boilerwasser verwendenden Wasch maschinen die Klarwaschmittel nicht zu Beginn des Arbeitsprozesses in ein an der Waschmaschine vor gesehenes Gefäss eingebracht werden können, weil sonst diese Waschmittel bereits beim Füllen des, Be hälters mit dem Vorwaschwasser in den Behälter ge spült werden.
Die automatisch gesteuerte Waschmaschine nach der Erfindung, durch welche diese Nachteile behoben werden, zeichnet sich aus durch Wasserabsperr- organe, die derart gesteuert werden, dass das Wasser für den Vorwaschprozess über eine erste Zuleitung in den Waschbehälter gelangt, und dass für den Klar waschprozess diesem Behälter eine solche Wasser menge durch diese Zuleitung zugeführt wird, dass dessen Ablauforgane aufgefüllt werden,
worauf die zum Auffüllen des Behälters selbst erforderliche Wassermenge demselben aus einem Boiler über eine zweite Zuleitung und ein zwischen dieser zweiten Zuleitung und dem Behälter angeordnetes Gefäss zufliesst und dabei in dieses Gefäss eingefüllte Wasch mittel in den Behälter spült.
In der beiliegenden Zeichnung sind drei Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Waschmaschine, die zwei Einlass- ventile und ein Verzögerungsrelais aufweist, Fig. 2 eine Waschmaschine mit einem Absperr ventil, einem Zweiweghahn und einem Verzögerungs relais und Fig. 3 eine Waschmaschine mit einem Absperr ventil, einem Zweiweghahn und einem schwimmer betätigten Schalter.
In Fig. 1 bedeutet 1 das Maschinengestell, 2 einen Waschbehälter, 3 eine direkte Vorwasch- mittel-Einfüllöffnung, 4 ein Waschmittelgefäss, 5 ein Ablaufrohr, 6 ein Ablaufventil, 7 und 8 zwei elektromagnetisch gesteuerte Einlassventile, 9 ein Verzögerungsrelais, 10 einen Boiler und 11 einen Programmschalter. Das Wasser tritt durch den Stutzen 12 ein und gelangt entweder über das elektromagnetisch betätigte Ventil 7 und die Zulei tung 13 direkt in den Waschbottich 2 oder aber über das Ventil 8, die Zuleitung 14, den Boiler 10, die Leitung 15 und das Waschmittelgefäss 4 in den Waschbehälter 2.
Der Programmschalter 11 steuert das Ventil 7 direkt, während das Ventil 8 über das Umschaltverzögerungsrelais 9 betätigt wird. Dieses besteht in der Hauptsache aus einer Magnetspule 16, einem Anker 17 und einem von diesem betätig ten beweglichen Kontaktbügel 18, der im Bereich der beiden Kontakte 19 und 20 steht, die ihrerseits getrennt mit den Magnetköpfen 22 und 25 der beiden Ventile 7 und 8 verbunden sind.
Das Waschprogramm der dargestellten automa tischen Waschmaschine weist, wie bei modernen Ma schinen üblich, einen Vorwasch-, einen Klarwasch-, einen Brüh-, mehrere Spül- und einen Schleuder vorgang auf. Die Vorwaschmittel für den Vorwasch- prozess werden sofort bei der Inbetriebsetzung der Maschine direkt durch die Öffnung in den Behälter 2 eingeschüttet. Auch das Waschmittel für den Klar- waschprozess wird schon von Anfang an in das Ge fäss 4 eingefüllt.
Die Steuerung der einzelnen Organe während der verschiedenen Einfüllperioden geschieht nun auf folgende Weise: Nach dem Einschalten des Programmschalters 11 öffnet dieser das Einlassventil 7 über die elek trische Leitung 21 durch Betätigung des Magnet kopfes 22. Die elektrische Rückleitung zum Pro . grammschalter 11 ist mit 42 bezeichnet. Das Vor waschwasser gelangt nun durch das Rohr 13 direkt in den Bottich 2, ohne das Waschmittel im Gefäss 4 zu beeinflussen.
Beim Erreichen des erforderlichen Wasserstandes unterbricht ein nicht dargestellter, durch einen Schwimmer direkt betätigter Schalter in an sich bekannter Weise den Strom zum Ventil 7 und sperrt dadurch die Wasserzufuhr zum Wasch behälter. Nach Beendigung des Vorwaschprozesses öffnet sich das Ablauforgan 6, ebenfalls gesteuert durch den Programmschalter 11, und lässt das Vor waschwasser ablaufen. Sämtliche Ablauforgane sind daher entleert.
Bei Beginn des Klarwaschvorganges gelangt der elektrische Steuerstrom vom Programmschalter 11 über den Draht 23, die Magnetspule 16 des Ver zögerungsrelais 9, den Kontaktbügel 18, den Kon takt 19 und den Draht 26 zum Magnetkopf 22 des Ventils 7, öffnet dieses und lässt das Wasser direkt durch das Rohr 13 in den Waschbottich 2 gelangen. Nach einer gewissen Zeit, welche genügt, um die Ablauforgane 5 und 6 mit Wasser aufzufüllen, zieht die Spule 16 den Anker 17 an, hebt den Bügel 18 bis zur Berührung mit Kontakt 20 und unterbricht dadurch die Verbindung mit Kontakt 19. Demzu folge wird der Magnetkopf 22 stromlos und das Ventil 7 sperrt die direkte Wasserzufuhr zum Be hälter 2 ab.
Die neue Verbindung mit dem Kontakt 20 lässt den Steuerstrom über den Draht 24 zum Ma gnetkopf 25 des Ventils 8 fliessen und öffnet dieses. Das Wasser strömt nun vom Stutzen 12 über das Ventil 8, die Leitung 14, den Boiler 10, das Rohr 15 in das Gefäss 4 und von dort in den Behälter 2, wobei die im Waschmittelgefäss 4 befindlichen Waschmittel in den Behälter gespült werden.
Das Gefäss 4 besteht grösstenteils aus einem vor der vor- dern Stirnwand des Behälters 2 angeordneten, senkrechten Rohr, das in seinem obern Teil mit einem ringförmigen Kanal 41 versehen ist, in welches das Wasser tangential eintritt, so dass die ganze innere Oberfläche des Gefässes sauber abgespült wird.
Die Verzögerungswirkung des Relais 9 lässt sich auf verschiedene Weise erzielen, z. B. durch einge baute Bimetalle, Uhrwerke, Widerstände usw. Im vorliegenden Fall ist in der Zuleitung 23 zur Magnet spule 16 ein Widerstandsstab 27 eingesetzt, dessen elektrischer Widerstand mit zunehmender Erwär mung abnimmt. Anfänglich im kalten Zustand, also bei grossem Widerstand, ist der vom Widerstand 27 durchgelassene elektrische Strom zum Anziehen des Ankers 17 zu klein.
Bei zunehmender Erwärmung bzw. bei kleinerwerdendem Widerstand wächst der Strom an, bis die Magnetspule 16 den Anker 17 anzieht und dadurch die Verbindung mit dem Kon takt 19 unterbricht und diejenige mit dem Kontakt 20 herstellt. Durch die entsprechende Wahl des Wi derstandsstabes 27 kann die Verzögerungszeit des Relais 9 den Erfordernissen angepasst werden.
Um zu verhüten, dass das Ausdehnungswasser des Boilers 10 durch. das Aufheizen während des Vorwasch- prozesses über die Leitung 15 in das Waschmittel gefäss 4 gelangt und einen Teil des bereits einge schütteten Waschpulvers einschwemmt, ist eine Ver bindungsleitung 40 von kleinem Querschnitt vor gesehen, die etwas unter dem höchsten Punkt des Rohres 15 und dem Behälter 2 angeschlossen ist. Das im Rohr 15 ganz langsam ansteigende Aus dehnungswasser fliesst daher durch die Verbindungs leitung 40 direkt in den Behälter und kann nicht in das Waschmittelgefäss gelangen.
Bei den übrigen Vorgängen, Brühen und Spülen, erfolgt die Wasser zufuhr analog wie beim Klarwaschprozess.
Die Maschine nach Fig.2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 dadurch, dass das zweite Einlaufventil 8 wegfällt und statt desselben nach dem Boiler 10 ein Zweiweghahn 30 (oder ein Zweiweg ventil) vorgesehen ist, welches das Wasser entweder direkt in den Behälter 2 oder über das Waschmittel gefäss 4 in denselben leitet. Beim Vorwaschprozess lässt der Programmschalter 11 den elektrischen Strom durch die Verbindung 21 zum Magnetkopf 22 des Ventils 7 gelangen und öffnet dieses. Das Wasser gelangt nun über die Leitung 28, den Boiler 10, das Rohr 29, den Zweiweghahn 30 und die Zuleitung 13 in den Behälter z.
Beim Klarwaschvorgang lässt der Programmschalter 11 den elektrischen Strom über die Drähte 21 und 23 zum Ventil 7 und zum Relais 9 gelangen. Das Einlaufwasser wird zuerst wie beim Vorwaschen direkt in den Behälter geleitet, bis das Verzögerungsrelais 9 einschaltet, und den Strom über den Kontakt 20, den Draht 32 zum Magnetkopf 31 des Zweiweghahnes 30 führt und diesen umstellt. Das Wasser fliesst nun nicht mehr direkt in den Behälter 2, sondern vom Rohr 29 durch die Lei tung 15 und das Waschmittelgefäss 4 in den Wasch behälter 2.
Die Rückführung des Zweiweghahnes 30 er folgt durch eine Feder. Diese bringt den Hahn 30 nach dem Ausschalten des Magnetkopfes 31 in die Ausgangsstellung für die direkte Einleitung in den Waschbehälter 2 zurück. Die in der Figur ange deutete Verbindung zwischen den Teilen 30 und 31 soll lediglich das Bestehen einer kinematischen Ver bindung zwischen diesen Teilen andeuten. Die Wasserzuführung für die übrigen Vorgänge erfolgt in gleicher Weise, wie in Fig. 1 beschrieben.
Fig.3 ist im wesentlichen der Fig.2 ähnlich. Anstelle des Verzögerungsrelais 9 ist jedoch ein Schaltorgan 34 vorgesehen, welches in Verbindung steht mit dem Schwimmer 35, der sich in einem Ge häuse 36 befindet, welches durch ein Rohr 37 über die Ablaufleitung 5 mit dem Bottich 2 in Verbin- dung steht. Die Wassereinfüllung bei dieser Vorrich tung ist für den Vorwaschprozess genau gleich, wie mit Bezug auf Fig. 2 beschrieben.
Beim Klarwasch- vorgang fliesst vorerst das Wasser ebenfalls durch den Stutzen 12 über das Ventil 7, die Leitung 28, den Boiler 10, das Rohr 29, den Zweiweghahn 30 und die Zuleitung 13 direkt in den Behälter 2. So bald das Ablaufventil 6 und das Verbindungsrohr 5 gefüllt sind, schliesst der Schalter 34 des Schwimmers 35 den Kontakt 38 und leitet den elektrischen Strom über den Draht 32 zum Magnetkopf 31 des Zweiweg hahns 30, welcher umgestellt wird und das Füllwasser über die Leitung 15 in das Waschmittelgefäss 4 fliessen lässt. Die Einfüllung des Wassers für die übrigen Vorgänge erfolgt wiederum analog wie beim Klarwaschprozess.
Die beschriebenen Waschmaschinen bewirken durch die gleichzeitige Einfüllmöglichkeit von Vor wasch- und Klarwaschmittel eine Vereinfachung in der Bedienung und gewährleisten eine volle Aus- nützung der eingefüllten Klarwaschmittel.