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CH333177A - Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe

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Publication number
CH333177A
CH333177A CH333177DA CH333177A CH 333177 A CH333177 A CH 333177A CH 333177D A CH333177D A CH 333177DA CH 333177 A CH333177 A CH 333177A
Authority
CH
Switzerland
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parts
amino
radical
acid
formula
Prior art date
Application number
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English (en)
Inventor
Montmollin Rene Dr De
Heinrich Dr Zollinger
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Publication of CH333177A publication Critical patent/CH333177A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/503Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an esterified or non-esterified hydroxyalkyl sulfonyl or mercaptoalkyl sulfonyl group, a quaternised or non-quaternised aminoalkyl sulfonyl group, a heterylmercapto alkyl sulfonyl group, a vinyl sulfonyl or a substituted vinyl sulfonyl group, or a thiophene-dioxide group
    • C09B62/507Azo dyes
    • C09B62/513Disazo or polyazo dyes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B41/00Special methods of performing the coupling reaction

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  <B>Verfahren zur Herstellung neuer</B>     Monoazofarbstoffe       Die vorliegende     Erfindung    bezieht sieh auf     Monoazofarbstoffe    vom Typus des Pro  duktes der Formel  
EMI0001.0004     
    Solche Produkte entsprechen der allgemei  nen Formel  
EMI0001.0005     
    worin R den Rest.

   einer in     1-Stellung    an die       Azogruppe    gebundenen     2-Aminonaphthalin-          sulfonsäure,        R1    einen     Benzolrest,        Y    einen       Alkyl-,        Aralkyl-    oder     Arylrest    oder die Gruppe  
EMI0001.0016     
    in welcher     R2    einen     Alky    1-,     Cyeloalky    1-,       Aralkyl    oder     Ai;

  vlrest    und     R,    ein Wasserstoff  atom oder einen     Alkylrest    darstellen, und Z  einen     aliphatischen,    in     a-Stellung    an die     -CO-          Gruppe    gebundenen Rest bedeuten, der ein  Halogenatom, vorzugsweise in a- oder     w-Stel-          lung,    enthält.

      Zur Herstellung dieser     Monoazofarbstoffe     werden erfindungsgemäss     Diazoverbindungen     aus     Aminosulfonen    oder     Aminosulfonsäure-          amiden    der Formel  
EMI0001.0035     
    worin die Bedeutung der verschiedenen Sym  bole sich aus der eben erläuterten Formel (2)  ergibt, mit 2-     Aminonaphthalinsulfonsäuren    in  saurem Mittel gekuppelt.

   Aus     Azokomponen-          ten    sind     2-Aminonaphthalinsulfonsäuren    mit  sekundärer oder primärer     Aminogruppe    in       2-Stellung,    wie die     2-Aminonaphthalin-3,6-          oder        -5,7-disulfonsäure,    insbesondere aber       2-Aminonaphthalinmonosulfonsäuren    wie die       2-Amino-3-    oder     -5-oxynaphthalin-7-sulfon-          säure,    die     2-Amino-7-oxynaphthalin-4-sulfon-          säure,

      ferner     2-Alkylamino-8-oxynaphthalin-6-          sulfonsäuren,    z. B. die 2-D-l:ethylamino-8-oxy-           näphthalin-6-sulfonsäure,    die     2-Amirionaph-          phthalin-7-    oder     -6-sulfonsäure    und vorzugs  weise die     2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfon-          säure    selbst zu erwähnen.  



  Die     Aminosulfone    und     Amino-sulfonsäure-          amide    der Formel (3), welche als Ausgangs  stoffe beim vorliegenden Verfahren verwen  det werden, sind neu. Sie lassen sich zum Bei  spiel so herstellen, dass man die entsprechen  den     Diaminosulfone    oder     Diaminosulfonsäure-          amide    der Formel  
EMI0002.0013     
    mit Halogeniden oder mit den     Anhydriden     der Säuren der Formel  (5)     HOOC-Z          monoacyliert,    wobei mit. den     Anhydriden    in  der Regel einheitlichere     Acylierungsprodukte     erhalten werden.

   Als Beispiele geeigneter       Acylierungsmittel    sind hier zu erwähnen  a- oder     ss-Chlorpropionsäurechlorid,          Chloracetylchlorid    und  Chlor- oder     Brompropionsäureanhydrid     und     Chloressigsäureanhydrid.     



  Die Umsetzung dieser Amine mit den angege  benen     Carbonsäurechloriden    oder     -anhydriden     kann in Wasser und/oder in Gegenwart eines  organischen Lösungsmittels, gegebenenfalls  unter Zusatz eines säurebindenden Mittels  oder eines Puffers wie     Natriumearbonat,          Magnesiumoxyd,        Calciumearbonat,        Pyridin     oder     Natriumacetat    vorgenommen werden.

    Vorzugsweise werden die     Diaminosulfonsäure-          amide    mit den     Anhydriden        acyliert,    während  sich die     Diaminodiarylsulfone    in der Regel  mit     Carbonsäureehloriden    in befriedigender  Weise     acylieren    lassen.  



  Mit Vorteil erfolgt die     Acylierung    in der  Kälte, z. B. zwischen -10 und     -f-10     in  schwach saurem Mittel     (pH    3 bis 6) und mit  einem kleinen     Überschuss    des     Acylierungs-          mittels,    das heisst kaum mehr als zur Reak  tion mit der zu     acylierenden        Aminogruppe     notwendig ist.  



  Die Diamine der Formel (4) können als  Rest Y einen     Alkyl-,        Aralkyl-    oder     Arylrest,     z. B. einen substituierten oder unsubstituier-         ten        Phenylrest    wie einen     Methylpheny    1-,     Chlor-          phenyl-    oder     Methoxy        pheny        lrest,    oder den  Rest eines primären oder sekundären Amins,  z.

   B. eine       Methylamino-,        Äthylamino-,          ss-Chloräthylamino-,        ss-Oxyäthylamino-,          Benzoylamino-,        Dimethylamino-,          Phenylamino-,        Diäthylamino-,          Chlorphenylamino-,        Cy        clohexy        lamino-,          N-äthyl-phenylamino-    oder       N-methyl-chlorphenylamino-Gruppe     enthalten.

   Als Beispiele von     Aminosulfonen     und     Aminosulfonsäureamiden,        welehe    aus die  sen Diaminen     naeh    der soeben angeführten       :Methode        herstellbar    sind, seien die folgenden  erwähnt       2-Amino-5-(a-    oder     ss-ehlorpropionyiamino)-          4'-methoxy-1,1'-diphenylsulfon,          2-Amino-5-        (ehloracetylamino)        -1,1'-          diphenyIsulfon    und insbesondere       2-Amino-5-        (ehloraeetylamino)

          -4'-methyl-          1,1'-diphenyisulfon,    ferner       2-Amino-5-        (bromacet_v        lamino)        -benzol-l-          sulfonsäure-dimethyl-    oder     -diäthy        lamid.          2-Amino-5-        (chloracety        lamino)        -benzol-          1-sulfonsäitre-N-äthyl-phenylamid    und       2-Amino-5-        (ehloraeetylamino)

          -benzol-          1-sulfonsäure-methyl-    oder     -äthylamid,          2-Amino-5-        (chloracetylamino)        -benzol-          1-sulfonsäure-eyelohexylamid,          2-Amino-5-        (chloracetylamino)        -benzol-          1-sulfonsäure-pheny        lamid.       Diese     Aminosulfone    und     -sulfonsäureamide     kann man nach den     übliehen,

      für     sehwer          diazotierbare    Verbindungen gebräuchlichen  Methoden     diazotieren,    beispielsweise indem  man diese mit Wasser, vorzugsweise unter  Zusatz     eines    geeigneten Netzmittels, sehr fein       verpastet        und/oder    indem man unter Zusatz  von mit Wasser mischbaren organischen Lö  sungsmitteln     diazotiert.    Mit den     2-Amino-          naphthalinsulfonsäuren    erfolgt die Kupplung  in saurem, beispielsweise schwach kongosau  rem bis essigsaurem Mittel.

   Hierbei kann  man zum Beispiel so verfahren, dass man die  zu verwendende     2-Aminonaphthalinsulfon-          säure    zuerst. in ein     Alkalisalz    überführt,     dureb         Zusatz von Essigsäure wieder in die freie  Säure umwandelt, wobei man eine Suspension  erhält, und hierauf die     Diazoverbindung    mit  dieser Suspension vereinigt. Dann wird die  durch die Kupplungsreaktion entstehende,  freie Mineralsäure teilweise mit     Natriumacetat          abgestumpft    und gegebenenfalls die Tempe  ratur etwas erhöht. Die Aufarbeitung der  Kupplungsmasse kann in üblicher, an sich  bekannter Weise erfolgen, z.

   B. durch Neu-         tralisieren    mit     Natriumcarbonat    (wobei dar  auf zu achten ist, dass der labile     Substituent     des Restes Z nicht abgespalten wird);     Abfil-          trieren    und Trocknen.  



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe sind  neu und entsprechen als freie Säuren der  bereits erläuterten allgemeinen Formel (2).  Unter diesen Farbstoffen haben sich solche  als besonders wertvoll erwiesen, die der For  mel  
EMI0003.0009     
         entsprechen,    worin n eine ganze Zahl im  Werte von höchstens 2 bedeutet und Y die  bei der Formel (2) angegebene Bedeutung    hat. Diese Farbstoffe sind konstitutionsmässig  und färbetechnisch mit den bekannten Farb  stoffen der Formeln  
EMI0003.0011     
    worin X einen     Äthylphenylamin-    oder einen     p-Toluol-rest    darstellt, und  
EMI0003.0014     
    (siehe z.

   B. die amerikanischen Patentschriften       Nrn.    1840385 und 2505268) vergleichbar, be  sitzen aber ausgesprochen bessere     Nassecht-          beiten    und sind diesen     aueh    in     bezug    auf    Lichtechtheit mindestens gleichwertig oder  überlegen. Sie eignen sich zum Färben und  Bedrucken der verschiedensten Materialien,  insbesondere solcher tierischer Herkunft, wie      Leder, Seide und- vor allem Wolle. sowie ver  schiedener Kunstfasern, z. B. aus     animalisier-          ter    Kunstseide,     Superpolyamiden    und     Super-          polyuirethanen    usw.

   Die mit diesen Farbstof  fen erhaltenen Färbungen- zeichnen sich durch  ihre wertvollen Farbtöne     und    ihre guten Echt  heitseigenschaften aus.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten  die Teile, sofern nichts anderes angegeben  wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichts  prozente, und die Temperaturen sind in Cel  siusgraden angegeben.         Beispiel   <I>1</I>  338,5 Teile     2-Amino-5-chloraceta.mino-4'-          methyl-1,1'-diphenylsulfon    werden mit 1800  Teilen Wasser in der Walzenmühle     feinst        ver-          pastet.    Nun wird die Paste mit 1200 Teilen  Wasser verdünnt, und man gibt 250     Volum-          teile    Salzsäure (d = 1,15) zu,

   kühlt auf 0 bis  5  und lässt 250     Volumteile        4n-Natriumnitrit-          lösung    zufliessen. Nach 24 Stunden ist die       Nitritreaktion    praktisch verschwunden. Um  die     Diazotierung    zu beschleunigen, kann  Aceton zugegeben werden.  



  226 Teile     2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sul-          fonsäure    und 73 Teile     1,3,6-naphthalintrisul-          fonsaures    Natrium werden in 2400 Teilen       Mrasser    von 60 bis 70      angeschlämmt    und mit  konzentrierter Natronlauge auf knapp lack  mussaure Reaktion neutralisiert. Diese Lösung  wird auf 70 bis 80  erwärmt und unter Rühren  in die     Diazosuspension    fliessen gelassen. Die  nach dem Mischen der Komponenten erreichte  Temperatur von 30 bis 35  wird 24 Stunden  gehalten.

   Eine Lösung von 140 Teilen kristal  lisiertem     Natriumacetat    in 300 Teilen warmem  Wasser, welche mit Essigsäure schwach     laclz-          niussauer    gestellt wurde, wird nach beendeter  Zugabe der     2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfon-          säure    sehr langsam dem Kupplungsgemisch  zugegeben. Nach beendeter Kupplung wird die       Farbstoffsuspension    bei Raumtemperatur mit  etwa 200 Teilen     calc.        Natriumcarbonat    bis zur  sehwach brillantalkalischen Reaktion versetzt  und filtriert. Der erhaltene     Presskuchen    wird  im Vakuum bei 50 bis 60  getrocknet.

   Man  erhält ein dunkelrotes Pulver, das sieh in    Wasser löst und Wolle in saurem Mittel     in     blaustichig roten Tönen von guten     Nassecht-          heiten    und sehr guter Lichtechtheit färbt.  



  Das     2-Amino-5-chloracetamino-4'-methyl-          1.1'-dipheny-lsulfon    kann zum Beispiel auf fol  gende Weise erhalten werden  398 Teile     2,5-Diamino-4'-inethyl-1,1'-diplie-          nyIsulfon    werden in 1200 Teilen Wasser und  900 Teilen Eisessig warm gelöst und auf 0   abgekühlt. Nach Zugabe von 410 Teilen kri  stallisiertem     Natriumacetat    werden unter Rüh  ren innert etwa einer Stunde 186 Teile     Chlor-          acetylchlorid,    gelöst in 200 Teilen     Toluol,    zu  gegeben. Man rührt 30 Minuten und tropft  innert 30 Minuten 3200 Teile Wasser zu, rührt  nochmals 30 Minuten und filtriert..

   Der Rück  stand wird mit viel Wasser von 30 bis 40   gewaschen und im Vakuum bei 80 bis 90  ge  trocknet. Man erhält 470 bis 480 Teile eines  hellgrauen,     violettstichigen    Pulvers, welches  70 bis 75  /0     2-Amino-5-ehloracetamino-4'-          methyl-l,l'-diphenylsulfon    enthält. Das gerei  nigte Produkt     schmilzt    bei 170 bis 171 .  



  Man kann auch folgendermassen operieren  394 Teile     2,5-Diamino-4'-methyl-1,1'-diplie-          nylsulfon    werden in 4000 Teilen Essigester  heiss gelöst, auf 0  abgekühlt und unter Rüh  ren tropfenweise versetzt mit 269     Teilen          Chloressigsäureanhydrid,    gelöst in 500 Teilen  Essigester, wobei die Temperatur 5  nicht  übersteigen darf. Nachdem alles     Anhydricl     zugegeben ist, wird noch eine Stunde bei 0  bis 5  gerührt, vom ausgefallenen     2-Amino-5-          ehloracetamiiio    - 4' -     methyl        -1,1'-diphenylsulfon     filtriert und mit 500 Teilen Essigester von 0  bis 5  gewaschen.

   Das     acylierte    Produkt wird  in 4000 Teilen Wasser von 30  aufgeschlämmt,  nochmals filtriert und im Vakuum bei     60         ne-          trocknet.    Man erhält 430 Teile eines kristalli  nen Produktes, das bei 169 bis 171  schmilzt.

         Beispiel   <I>2</I>  Man     diazotiert    338,5 Teile     2-Amino-5-          ehloracetamino    - 4'-     methyl        -1,1'-diphenylsulfon     wie im Beispiel 1 beschrieben und kuppelt  die erhaltene     Diazoverbindung    in der im Bei  spiel 1 beschriebenen Weise mit 223 Teilen       2-Aininonaphthalin-6-sulfonsäiire.    Man erhält      ein orangerotes Pulver, welches sich in     WassAr     löst und \'olle in saurem Mittel in orangen  Tönen von sehr guter Nass- und Lichtechtheit  färbt.  



  <I>Beispiel 3</I>  338,5 Teile     2-Amino-5-chloracetamino-4'-          methpl-1,1'-diphenylstilfon    werden gemäss Bei  spiel 1. dianotiert. 253 Teile     2-N-Methylamino-          g-oxynaphthalin-6-sulfonsäure    und 73 Teile       1,3,6-naphtlialintrisulfonsaures    Natrium wer  den in 2800 Teilen Wasser von 60 bis 70        angeschlämmt    und mit konzentrierter Natron  lauge auf knapp     lackmussaure    Reaktion neu  tralisiert. Diese Lösung wird auf 70 bis 80   erwärmt und unter Rühren in die     Diazo-          suspension    fliessen gelassen.

   Die nach dem       Mischen    der Komponenten erreichte Tempe  ratur von 30 bis 35  wird 24 Stunden gehalten.  Eine Lösung von 140 Teilen kristallisiertem       Natriumacetat    in 300 Teilen warmem Wasser,  welche mit Essigsäure schwach     lackmussauer     gestellt. wurde, wird nach beendeter Zugabe  der     2-N-Methylamino-8-oxynaphthalin-6-sul-          fonsäure    sehr langsam dem Kupplungsgemisch  zugegeben. Nach beendeter Kupplung wird die       Farbstoffsuspension    bei Raumtemperatur mit  etwa 200 Teilen     cale.        Natriumcarbonat    bis zur  schwach brillantalkalischen Reaktion versetzt.  und filtriert.

   Der erhaltene     Pressktiehen    wird  bei 50 bis 60  im Vakuum getrocknet. So erhält  man ein blauviolettes Pulver, das man z. B.  mit Harnstoff     eoupiert,    um die Löslichkeit zu  verbessern. Der so erhaltene Farbstoff färbt  Wolle aus saurem Mittel in rotvioletten Tönen  von guter      #Vaseh-    und Lichtechtheit.    <I>Beispiel 4</I>  338,5 Teile     2-Amino-5-ehloraeetamino-4'-          metliy        1-1,1.'-diphenylsulfonwerden    gemäss Bei  spiel 1 dianotiert und mit. 267 Teilen 2-N  Äthylamino - 8 -     oxynaphthalin    - 6 -     sulfonsäure     analog dem im Beispiel 3 beschriebenen Ver  fahren gekuppelt.

   Man erhält ein blauviolettes  Pulver, welches man zum Beispiel mit Harn  stoff     eoupiert,    um die Löslichkeit zu erhöhen.  Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle aus  saurem Mittel in rotvioletten Tönen von aus-    gezeichneter Waschechtheit und guter Licht  echtheit.  



  <I>Beispiel 5</I>       plan    dianotiert 383 Teile     2-Amino-5-brom-          aeetaniino-4'-met.hyl-1,1'-diphenylsiilfon    und  kuppelt mit 226 Teilen     2-Amino-8-oxynaph-          thalin-6-sulfonsäure    genau nach der im Bei  spiel 1. beschriebenen Methode. Man erhält ein  wasserlösliches, dunkelrotes Pulver, das Wolle  in saurem Mittel in     blaustichig    roten Tönen  von guter Nass- und Lichtechtheit färbt.  



  <I>Beispiel 6</I>  352,5 Teile     2-Amino-5-ss-chlorpropionyl-          amino-4'-methyl-1,1'-diphenylsulfon    werden  dianotiert und gekuppelt mit 226 Teilen       2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure    analog  nach der im Beispiel 1 beschriebenen Vor  schrift. Man erhält ein dunkelrotes Pulver,  welches sich in Wasser löst und Wolle in sau  rem Mittel in blaustichig roten Tönen von  guter Nass- und Lichtechtheit färbt.  



  <I>Beispiel 7</I>  " Man dianotiert 367,5 Teile     2-Amino-5-          ehloracetaminobenzol    -1-     sulfonsäure    - N-     äthyl-          anilid    und kuppelt mit 226 Teilen     2-Amino-          8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure    genau nach der  im Beispiel 1 beschriebenen Vorschrift. Man  erhält ein dunkelrotes Pulver, das sieh in  Wasser löst und Wolle in saurem Mittel in  blaustichig roten Tönen von guten     Nassecht-          heiten    und sehr guter Lichtechtheit färbt.  



  Das     2-Amino-5-chloracetaminobenzol-l-sul-          fonsäure-N-äthylanilid    kann zum Beispiel wie  folgt dargestellt werden  436 Teile     2,5-Diaminobenzol-l-sulfonsäure-          N-äthylanilid    werden in einem Gemisch von  1200 Teilen Wasser und 900 Teilen Eisessig.  gelöst, auf 70 bis     80     erwärmt und filtriert.  Das Filtrat wird auf 0  gestellt und unter  Rühren innert 30 Minuten tropfenweise ver  setzt mit 257 Teilen     Chloressigsäureanhydrid,     gelöst in 350 Teilen Essigester.

   Man rührt  noch eine halbe Stunde und neutralisiert       innerhalb    einer weiteren halben Stunde vor  sichtig bis     zur    knapp brillantalkalischen Reak  tion mit. 726 Teilen     Natriumhydroxyd,    gelöst      in 1200 Teilen Wasser, wobei zu beachten ist,  dass die Temperatur nicht über 5  steigt.  Man rührt noch 2 Stunden, filtriert und  wäscht mit 4000 Teilen Wasser und trocknet  im Vakuum bei 60 bis 70 . Man erhält 505  Teile eines bräunlich gefärbten Pulvers,     wel-          ehes    88 bis     920/9        2-Amino-5-chloracetamino-          benzol-l-sulfonsäure    - N -     äthylanilid    enthält.

    Das gereinigte Produkt schmilzt bei 102 bis       l.03 .       <I>Beispiel 8</I>  Man     diazotiert    367,5 Teile     2-Amino-5-          ehloracetaminobenzol    -1-     sulfonsäure-N-äthyl-          anilid    nach der im Beispiel 1 beschriebenen  Vorschrift und kuppelt mit 253 Teilen     2-N-          Methylamino    -      & -        oxynapthalin    - 6 -     sulfonsäure,     wie im Beispiel 3 angegeben. Man erhält ein  blauviolettes Pulver, das man z. B. mit Harn  stoff     coupiert,    um die Löslichkeit zu verbes  sern.

   Der so erhaltene Farbstoff färbt. Wolle  aus saurem Mittel in violetten Tönen von aus  gezeichneter     Waschechtheit    und     guter    Licht  echtheit.  



       Färbevorschrif   <I>t</I>  Man löst 2 Teile des nach Beispiel 1 erhält  lichen Farbstoffes in 4000 Teilen Wasser auf,  setzt dem Färbebad 10 Teile kristallisiertes  Natriumsulfat zu und geht mit 100 Teilen  Wolle bei 40 bis 50  ein. Man gibt alsdann  4 Teile     400/Age    Essigsäure zu, treibt inner  halb einer halben Stunde zum Kochen und  färbt 3/4 Stunden bei dieser Temperatur. Nach  dem Spülen und Trocknen erhält man eine  blaustichig rote, echte Färbung.  



  Praktisch dieselben Färbungen erhält man       auch        beim        Färben        aus        etwa    3     %        Schwefel-          säure        oder    3     %        Ameisensäure        enthaltendem     Bade.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Monoazo- farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Aminonaphthalinsulfonsäuren mit Diazov er- bindungen aus Aminen der Formel EMI0006.0041 kuppelt, in welcher R1 einen Benzolrest. Y einen Alkyl-, Aralkyl- oder einen Arvlrest oder die Gruppe EMI0006.0047 in welcher R, einen Alkyl-, Cycloalkyl-,
    Aralkyl- oder Arylrest und R3 ein Wasser stoffatom oder einen Alkylrest darstellen, und Z einen aliphatischen, in a-Stellung an die -CO-Gruppe gebundenen Rest bedeuten, der ein Halogenatom in a- oder (,)-Stellung ent hält. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man 2-Amino- naphthalinmonosulfonsäuren in saurem Mittel mit Diazoverbindungen aus Aminen der For mel EMI0006.0063 kuppelt, worin Y einen Arvlrest oder die Gruppe EMI0006.0065 und Z einen halogenierten Alkylrest bedeu ten, der ein Chloratom in a- oder .(,)-Stellung enthält. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss man die 2-Amino- 8-oxynaphthaIin-6-monosulfonsäure, die gege benenfalls in der Aminogruppe alky liert sein kann, in saurem Mittel mit Diazoverbindun- gen aus Aminen der Formel EMI0006.0077 kuppelt, worin Y einen Arylrest oder die (Truppe EMI0007.0002 bedeutet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Diazover- bindung diazotiertes 2-Amino-5-(chloracetyl- amino)-4'-methy1-1,1'-diphenylsulfon verwen det.
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