Verfahren zum Fliesspressen von Kerzengehäusen
EMI0001.0002
Die <SEP> Erfindung <SEP> betrifft <SEP> ein <SEP> Verfahren <SEP> zum
<tb> Fliesspressen <SEP> von <SEP> Zündkerzengehäusen <SEP> aus
<tb> einem <SEP> näpfehenartigen <SEP> Vorwerkstüek, <SEP> dessen
<tb> :
'.uIiendurelnnesser <SEP> etwa <SEP> dem <SEP> grössten <SEP> Werk stiiel@dui-chniesser <SEP> entspricht. <SEP> und <SEP> bei <SEP> dem
<tb> zunächst <SEP> ein <SEP> hohles <SEP> Zwischenwerkstüek <SEP> mit
<tb> äusserer <SEP> Ringschulter <SEP> und <SEP> von <SEP> ihr <SEP> ausgehen dem <SEP> vollem <SEP> Fussteil <SEP> gebildet <SEP> wird. <SEP> Es <SEP> ist <SEP> be Lnnt., <SEP> ein <SEP> solehes <SEP> Zwisehenwerkstück <SEP> in <SEP> der
<tb> Weise <SEP> weiter <SEP> zu <SEP> verarbeiten, <SEP> dass <SEP> von <SEP> dieser
<tb> Ringsehulter <SEP> ans <SEP> - <SEP> die <SEP> dann <SEP> eine <SEP> in <SEP> der
<tb> Gehäusemitte <SEP> liegende <SEP> Sitzfläche <SEP> ergibt <SEP> das <SEP> Kopfteil <SEP> entgegen <SEP> der <SEP> Stempelrichtung
<tb> fliessgepresst <SEP> wird.
<SEP> Dabei <SEP> wird <SEP> der <SEP> Werkstoff
<tb> an <SEP> diesem <SEP> Absatz <SEP> zweimal, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> in <SEP> ent gegengesetzten <SEP> Richtungen, <SEP> zum <SEP> Fliessen <SEP> ge braeht <SEP> und <SEP> der <SEP> Mittelteil <SEP> kann <SEP> erst <SEP> in <SEP> den
<tb> letzten <SEP> Stufen <SEP> endgültig <SEP> geformt <SEP> -erden.
<tb> Das <SEP> erfordert <SEP> ein <SEP> Zwischenglühen <SEP> des <SEP> Werk stüekes <SEP> vor <SEP> oder <SEP> nach <SEP> der <SEP> Verformung <SEP> des
<tb> Kopfteils, <SEP> einen <SEP> zusätzlichen <SEP> Arbeitsgang <SEP> für
<tb> das <SEP> Ausbilden <SEP> der <SEP> Sitzflächen <SEP> in <SEP> der <SEP> Ge lii-iuseinitte,
<SEP> und <SEP> ergibt <SEP> in <SEP> vielen <SEP> Fällen <SEP> be sonders <SEP> in <SEP> der <SEP> Gehäusemitte <SEP> kein <SEP> einwand freies <SEP> Gefüge.
<tb> Diese <SEP> Machteile <SEP> werden <SEP> nach <SEP> der <SEP> Erfin dung <SEP> dadureli <SEP> -vermieden, <SEP> dass <SEP> in <SEP> der <SEP> ersten
<tb> Fliel)pressstLife <SEP> die <SEP> innere <SEP> und <SEP> äussere <SEP> Sitz flüche <SEP> in <SEP> der <SEP> Gehäusemitte <SEP> geformt <SEP> werden,
<tb> @vorauf <SEP> das <SEP> Fussteil <SEP> dureh <SEP> Einpressen <SEP> eines
<tb> Stempels <SEP> in <SEP> den <SEP> Fuss <SEP> entgegen <SEP> .der <SEP> Stempel- druckriehtuing und in einem weiteren Press- hub das Kopfteil durch Druck auf die Stirn seite der Ringschulter in Stempelrichtung zum Fliessen gebracht und damit gelängt erden.
Damit bleibt der Werkstoff in der Ge- häusemitte nach der ersten PressstLife in Ruhe, und es können schon bei dieser ersten Stufe die endgültigen Flächen erzeugt werden. Auch ein Zwisehenglühen während des Fliess pressens ist nicht mehr nötig.
In der Zeichnung ist ein Beispiel für das Verfahren nach der Erfindung dargestellt. Die Fig.1-7 zeigen die einzelnen Schritte des Verfahrens. In den Figuren ist jeweils in der obern Hälfte der Zustand vor, in der untern Hälfte der Zustand nach dem Ver- fahrenssehritt dargestellt.
Ein Stangenabschnitt 1 wird in eine Ma trize 2 eingelegt, die mit Federn 3 gegen eine Grundplatte 4 abgestützt ist. In dieser Grund platte sitzt ein Auswerfer 5, dessen Stirn fläche den Boden der den Stangenabschnitt 1 aufnehmenden 1VTatrizenhöhlung bildet. Ein Stempel 6 mit konischem Kopf 7 drückt auf den Abschnitt. Gleichzeitig schiebt ein den Stempel 6 umgebendes Druckstück 8 die Ma trize in Stempelrichtung, während der Aus werfer 5 stehen bleibt. Dadurch wird der Abschnitt 1 zti einem Vorwerkstück 9 geprägt, das einen grösseren Durchmesser als der Stangenabschnitt und die Form eines flachen Napfes hat.
Es wird anschliessend geglüht und phosphatiert.
Dieses Vorwerkstück kommt nun in die Bohrung 10 (Fig. 2) einer Matrize 11, in der ein kleiner Absatz 12 und ein grösserer Ab satz mit waagrechter Stufenfläche 13 vor gesehen sind. Ein Stempel 14 mit gestuftem konisehem Kopf 15 drückt das Vorwerk stück 9 in die Bohrung 10, so dass es eine den Absätzen entsprechende Form annimmt und schliesslich zu einem Teil in das Stück 16 eines Fusses ausfliesst, bis es an einen Aus werfer 17 stösst.
Dieser Auswerfer ist so ein gestellt, dass am Ende des Fliessvorgangs der Kopf 15 des Stempels 1.1 im Innern des Werk stückes gerade eine Sitzfläche 18 gebildet hat, von der ein zylindrischer Fortsatz 19 bis in die Ebene des Absatzes 13 reicht. Die Sitz fläche 18 hat ebenso wie die dem Absatz 13 entsprechende äussere Sitzfläche bereits ihre endgültige Form. Mit Hilfe des Auswerfers 17 und eines Abstreifers 20 wird das so ge bildete Vorformstück 21 aus - der Matrize entfernt.
Man steckt es darauf in eine Ausnehmung 22 einer Matrize 23, welche Mittel- und Kopf teil des Vorformstüekes 21 gleitend führt. Das Fussteil steckt in einem verengten Ab schnitt 24 der Ausnehmung 22, die hinter einer kegeligen Zone 25 von einem Auswerfer 26 abgeschlossen ist. Der Auswerfer hat einen Fortsatz 2.7. Ein Stempel 2.8 greift mit einem Bund 29 an seinem vordern Ende in den zy,-lindrischen Fortsatz 19 im Innern des Vor formstückes.
Wird er vorgeschoben, so drückt er den Fussteil gegen den Fortsatz 27, so dass sieh dort eine Aussparung 30 bildet, und bringt gleichzeitig den Werkstoff des Fuss teils zum Fliessen, so dass er der Stempelbe wegung entgegen aus dem Abschnitt 24 tritt und den Mittel- und Kopfteil unverändert verschiebt. Diese Teile berühren dabei den Stempel nicht-. Das Fussteil erhält so seine richtige Länge, gleichzeitig auch eine Ein- sehnürung als Abbild der kegeligen Zone 25, und es entsteht ein Zwisehenformstück 31. Der Auswerfer 26 und ein Abstreifer 32 ent fernen es aus der Matrize 23.
Das Zwischenformstüek 31 wird nun in eine Matrize 33 eingeführt (Fig. 4), wo es mit seinem Mittelteil in einer Bolii-ting 3-I aufgenommen wird und mit dem dickeren Kopfteil gegen einen Absatz 35 stösst. Der Fussteil liegt frei Lind berührt auch während des Pressvorgangs einen ihm gegenüberliegen den Auswerfer 36 nicht.
In das Kopfteil wird passend ein Dorn 37 eingeführt, auf die Stirnseite des Kopfteils (Irüekt ein ringförmiger Stempel 38. Da durch kommt das Kopfteil an dem Absatz 3:3 vorbei zum Fliessen und schiebt. das Mittel und das Fussteil unverändert vor sieh her. Es längt sich auf das erforderliche Mass; ein Bund 39 mit grösserem Durchmesser bleibt noeh stehen.
Aus dem so entstandenen Formstüek 40 wird der Dorn 37 herausgezogen, der Aus werfer 36 drückt es aus der Matrize 33.
Das Formstüek 40 kommt nun in eine Matrize 41 (Fig. 5), die mit einer Bohrung .12 den Mittelteil des Formstüekes gleitend auf nimmt. In ein Teil der Bohrung 42 ist ein Ceehshant 43 eingearbeitet, an dieses schliesst: sich nach aussen eine zvlindrische Erweite- rung 44 an, in die der Bund 39 passt.
Ein Dorn 45 wird in die Höhlung des Mittel- und Kopfteils gesteckt, dann drüekt ein ringförmiger Stempel 16 den Bund 39 in den Sechskant 43 hinein, so dass er in sechskantige Form fliesst und nur noch ein schmaler, runder Grat 47 an dem Kopfstüek stehen bleibt. Ein Auswerfer -I8, der während des Pressvorgangs das Formstüek nicht berührt hatte, schiebt es nun aus der Ma trize 41.
Schliesslich wird das Fussteil, von einer Platte 49 gehalten, auf eine Sehneidplatte 50 aufgesetzt, die eine Durehbreehung 51 hat. Ein Stempel 52, geführt von einer in das Formstüek passenden Hülse 53, stanzt dei)- noeh stehengebliebenen Boden des Fussteils in Form eines Butzens 54 aus. Mit Hilfe eines Abstreifers 55 -werden der Stempel 52 und die Hülse 53 aus dem Formstüek entfernt. Mit einer letzten Arbeitsstufe (Fig.7) wird noch der Grat 4 7 mit.
Hilfe eines Dreh stahls 36 abgedreht, so dass lediglich ein schmaler Fortsatz 57 stehenbleibt, wie er zum rinbördeln des Kerzensteines benötigt wird. I?amit ist, das Gehäuse 58 im wesentlichen fertig; es brauchen lediglich ein Gewinde am Fussteil und etwaige Bezeichnungen ange bracht und, wenn erforderlich, die Oberflä- ehen behandelt zu werden.
Die verschiedenen Verfahrensschritte nach den Fig. 2-6 werden zweckmässigerweise auf einer fünfstufigen Presse ausgeführt, da kein Glühvorgang dazwischen geschaltet zu werden braucht. Das Gehäuse ist überall, besonders auch in seiner Mitte, gleichmässig dicht.
Der Erfindungsgegenstand ist nicht an die dargestellten Einzelheiten gebunden; die Form der Pressteile und Werkzeuge kann von der dargestellten abweichen, insbesondere können die Längenverhältnisse zwischen Fuss-, Mittel- und Kopfteil anders sein.
Als weiterer Verfahrensschritt kann auch, in.,#besonclere gleichzeitig mit dem Pressen des Sechskantes im Kopfteil, ein Kalibrieren des Gehäuses eingeschaltet werden.