Elektrische Kontaktanordnung Es sind bereits Kontaktanordnungen be kannt, die, gestatten, Sehaltzeiten von einer Millisekunde und weniger zu erreichen. Sie finden sowohl in der Schwaehstromtechnik, z. B. für schnelle Relais, Wähler, Reg#ler, als auch in der Starkstromtechnik für Synchron- sehalter, magnetische Gleich- und Wechsel richter, Sehweisstakter und -dergleichen An wendung.
Bisher hat man für diese Zwecke fast ausschliesslich elektromagnetiseli oder motoriseh angetriebene Kontaktanordnungen verwendet. Ganz vereinzelt kamen auch pneu- matiseh oder hydraulisch gesteuerte Kontakt anordnungen zur Anwendung. Bei magnetisch betätigten Kontakten lassen sich zwar selbst bei Stromstärken bis zu mehreren<B>1000 A</B> noch Sehaltzeiten bis herab züi einigen 10-4 s erzielen. Die Anordnungen werden jedoch sehr kompliziert und verlangen ein hohes Mass an Genauigkeit; zudem bietet die, Kühlung der beweglichen Kontakte grosse Sehwieri- keiten.
Bei der Kontaktanordnung nach der Er findung sind diese Nachteile weitgehend ver mieden. Sie ist gekennzeichnet durch min destens einen verformbaren Hohlkörper, dessen Inneres ein Medhim enthält, eine elektrisch gesteuerte Einrichtung zur Beeinflussung des Druckes des Mediums, wodurch der Hohlkör per an wenigstens einer vorgegebenen, nach- giebigeren Stelle zwecks Betätigung der Kon taktanordnung verformt wird, und Mittel zur mindestens teilweisen Rückbildung der Ver- iormung.
Das Wesen der Erfindung soll zunächst all Hand der schematischen Fig. <B>1</B> bis<B>6</B> erläu tert werden. Fig. <B>1</B> ist ein Längsschnitt-, Fig. 2 der zugehörige Querschnitt längs der Linke I-I in Fig. <B>1</B> einer beispielsweisen Ausfüh- rungsfonn der Erfindung. Darin bedeuten<B>1</B> und 2 zwei feststehende Kontakte, die, durch Isolierseheiben <B>3</B> und 4 voneinander getrennt sind.<B>5</B> ist ein. elastisch deformierbares, ovales, elektrisch gut leitendes Rohr, z.
B. aus Kup- ler-Beryllium-Bronee, dessen Inneres z. B. von einem Gas<B>6</B> durchströmt wird;<B>7</B> ist ein Anschluss, <B>8</B> ein Gummischlaueh, der über das untere Ende des Rohres<B>5</B> und das obere Ende des Anschlusses<B>9</B> gezogen und mit Hilfe der Bandagen<B>10</B> und<B>101</B> befestigt ist.<B>11</B> ist ein feststehendes,den Schlauch<B>8</B> berührendes Anschlagstück,<B>11'</B> ein bewegliches Teil, das durch eine beispielsweise elektromagnetische Kraft P in Pfeilrichtung gegen das fest stehende Stück<B>11</B> bewegt werden kann, wo bei der Schlauch<B>8</B> zusammengedrückt wird.
Im gezeichneten Zustand des Gummischlau- ehes <B>8</B> kann das Gas praktisch ungedrosselt durch das Rohr<B>5</B> hindurchströmen; cler Druekverl-uist zwischen den Anschlüssen<B>7</B> und<B>9</B> ist verschwindend gering.
Wird nun das Teil<B>11'</B> durch die Kraft P nach links ge- presst, so wird der Gummischlauch zusammen gequetscht, und es tritt eine starke Drosse lung und im Zusammenhang damit eine er- liebliehe-Driiekerhöhung im Rohr<B>5</B> auf, wo durch dieses im Bereich der feststehenden Kontakte<B>1</B> und 2 ausgebaucht wird und auf beiden Seiten mit den Stirnflächen der Kon takte<B>1</B> und 2 in Berührung kommt.
Um eine gute Kühlung der Kontaktanordnung zu ge währleisten, ist es zweckmässig, die Gasströ- inung nicht vollständig abzudrosseln, sondern nur so-weit, dass ein ausreichend hoher Kon- taktdruek gewährleistet ist.
An Stelle des ovalen elastischen Rohres<B>5,</B> dessen Verformung innerhalb der Elastizi- tätsgrenze bleiben soll, kann auch eine Kapsel mit einer oder zwei Membranen verwendet werden, die sieh bei DrLiekerhöhung an die Stirnseiten der feststehenden Kontakte<B>1</B> und 2 anlegen. Ferner ist es möglich, einen well- rohrähnlichen Körper als Sehaftelement zu verwenden, beispielsweise nach Art der Baro meterdosen.
Fig. <B>3,</B> teilweise im Längsschnitt, teilwei,:,e in Ansicht, und Fig. 4, im- Querschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. <B>3</B> in vergrössertem Massstab, zeigen eine weitere Ausführungs form der Erfindung, die sieh insbesondere für Anordnungen mit Vielfaehkontakten eignet. Es bedeuten 12a<B>... d</B> und 12'a...<B>d</B> die fest stehenden Kontakte,<B>13</B> und<B>13'</B> dazwischen angeordnete Isolierplatten, von denen nur die Platte<B>13</B> sichtbar ist. 14 ist ein deformier- barer isolierender Schlauch, z.
B. ein Gummi- sehlaueh, der mit einer Flüssigkeit<B>15</B> gefüllt und pro Kontaktstelle von<B>je</B> zwei gut leiten den U-förmigen, federnden Hülsen 16a,<B>16b,</B> <I>16c,<B>16d</B></I> umgeben ist. Der an den nachgiebi- geren Stellen plattgedrilekte Schlauch 14 (vgl. Fig. 4) besitzt an -diesen Stellen einen Durchfl-Li.ssq-Lierschnitt, der kleiner ist als die Kreisfläehe gleichen Umfangs.
Der innere Druck wirkt hier im wesentlichen senkrecht auf die Längsseitendes Durchilussquerschnit- -tes, wodurch der vorwiegend auf Biegung be- anspruehte Schlauch 14 ausgebaucht und die elastischen Hülsen 16a<B>... 16d</B> nach aussen gebogen werden. In den zwischen den Hülsen 16a, 16b <B>...</B> liegenden kreisrunden Schlauch partien gleichen innern Umfanges, jedoch grösseren Querschnittes, wirkt der Druck all- seitig auf den Schlauch 14.
Die Ausdehnung ist hier, da im Schlauch 14 vorwiegend Zug spannung herrscht-, wesentlich geringer. Züi- dem kann es zweekmässig sein, den Schlauch 14 zwischen den Hülsen 16a<B>... 16d</B> zu armie ren, so dass eine radiale Ausweitung nicht auftritt. Die Deformation des Schlauches 14 und damit die Bewegung der Hülsen 16a, 16b <B>...</B> könnte ebenfalls durch Drosselung einer Flüssigkeitsströmung herbeigeführt wer den. In Fig. <B>3</B> ist jedoch der Schlauch 14 an seinem hintern Ende<B>17</B> abgeschlossen und endigt vorn in einem Ansatz<B>18,</B> dessen Wände mit Ausnahme der Stirnseite<B>19</B> starr sind.
Wird nun beispielsweise durch den Anker eines Elektromagneten in Riehtung des Pfeils Y auf die Stirnseite<B>19</B> gedrückt so verringert sieh das Volumen des Raumes im Ansatz<B>18,</B> und es dehnt sieh der Schlauch 14 vornehmlich an den Stellen, an denen er durch die Hülsen 16a...<B>16d</B> breit gequetscht, das heisst nachgiebiger ist, aus, wobei die Hülsen 16a,<B>16b ...</B> mit den Kontakten 12a<B>... d</B> und 12'a<B>... d</B> in Berührung kom men und den Kontaktschluss, herbeiführen.
Sofern die elastischen Eigenschaften aller Hülsen 16a<B>... 16d</B> gleich sind, wird die Kontaktgabe praktisch gleichzeitig erfolgen. Nehmen jedoch die Federkonstauten der Hülsen von 16a bis 16(1 züi, so wird zunächst der Kontakt 16a geschlossen, dann der takt <B>16b</B> usw., das heisst man erhält einen Stufensehalter. Bei Nachlassen des Druekes P'<U>geht</U> der elastische Schlauch 14, bez-Dlinsfic-t durch die Federung der Hülsen 16a<B>...<I>16d,</I></B> sofort wieder in die gezeichnete Lage Lurü(-,##,
wobei die Unterbrechung zwischen den Kon- takten# 12a<B>... d</B> und 12'a<B>...</B> d. zustande kommt. Es ist ohne weiteres klar, dass man die feststehenden Kontakte 12a<B>... d</B> ind 121a...d, in beliebiger Weise parallel und in Reihe schalten kann. Es können zudem zwei oder mehr Hülsen 16a<B>... 16d</B> unmittelbar oder über geeignete Impedanzen miteinander verbunden werden.
Insbesondere für Stark stromanordnungen kann es zweckmässig sein, nur zwei massive feststehende Kontakte 12 und 12' anzuordnen, jedoeh den Schlauch 14 mit einer -rösseren Zahl eno- nebeneinander- liegender Hülsen züi versehen, um dadurch eine Kontaktgabe an sehr vielen Punkten und damit einen niedrigen Kontaktwiderstand rind eine hohe Karzschlussfestigkeit zu erzie- ]en. Wird die Anordnung so getroffen, dass z.
B. !die beiden Längsseiten der Hülse 16a nahe aneinanderliegen (vgl. Fig. 4), so tritt bei grossem Strom noch eine zusätzliche elek- trodynamisehe, anpressende Kraft auf.
Zudem ist es möglich, die Kraft P bzw. P' (vgl. Fig. <B>1</B> und <B>3)</B> dadurch zu vergrössern, dass neben der Erre-Ung, die das Kommando zum Schliessen der Kontakte gibt, noch eine zusätzliche, durch den zu, schaltenden Strom selbst be,- wirkte Erregung vorgesehen wird, derart, (lass bei grossem LvIomentanwert des Stromes die Kraft P bzw. P' entsprechend verstärkt wird.
Insbesondere bei Gleiehrichtern kann es zweckmässig sein, die Kraft P bzw. P' durch den gleiehzuriehtenden Strom selbst züi erzeu-en, wobei in an sieh bekannter <B>C</B> Weise parallel zu der Kontaktanordnung ein echtes Ventil" beissipielswe#ise ein.
Troeken- n oleiehriehter, geschaltet ist, der ausserdem als Funkenlöseheinriehtung wirkt.
M <B>1</B> an kann die Anordnung auch so ge- stalten, dass auf die Fläche<B>19</B> (vgl. Fig. <B>3)</B> eine der Kraft P' entgegengesetzt gerichtete und in ihrer Grösse von dem jeweiligen Mo- mentanwert der Sperrspannung abhängige Kraft K einwirkt,
wobei die Kraft P' ent weder einen konstanten, zur sicheren Betäti gung der Kontakte ausreichenden Druck aufweist oder auch zusätzlich durch den zu schaltenden Strom vergrössert wird. Bei hohem Momentanwert der Sperrspannung ist dann der Abstand zwischen den Hülsen 16a<B>...</B> 16c1, und den feststehenden Kontakten 12(t... <B>d</B> und 12'a<B>...<I>d,</I></B> gross und nimmt mit fallender Sperrspannung entsprechend ab.
Um kurze Schaltzeiten zu erzielen, ist es notwendig, die Abmessungen des deformier- baren Körpers und damit seine Masse klein und die Rüekstellkraft gross zu machen. So wird man beispielsweise den _Abstand zwi- sehen den feststehenden Kontakten auf einige Millimeter bis herab zu Bruchteilen eines Millimeters bemessen und die Eigenfrequenz des deformierbaren Systems genügend gross, z. B.-höher als<B>500</B> Hz, wählen.
In den Fig. <B>5</B> und<B>6</B> sind Kontaktanord nungen dargestellt, wie sie insbesondere in der Schwaehstromtechnik Anwendung finden kön nen. Es bedeuten 20 und 21 Kontaktgruppen, die an Kontaktledern 22 und<B>23</B> befestigt sind;
24 und 24' sind Isolierstücke, die die Federn 22 und<B>23</B> bzw. die Gegenlaue <B>23'</B> tragen.<B>25</B> und<B>26</B> sind die Lötösen,<B>27</B> ist das deforinierbare Betätigungsrohr, beispielsweise in Form eines Gummischlauches. Fig. <B>5</B> stellt einen. direkt betätigten Ruhestromkontakt dar, während Fig. <B>6</B> einen direkt betätigten Arbeitsstromkontakt oder indirekt betätigten Ruhestromkontakt zeigt. Im letzteren Fall erfolgt die Kontaktöffnung durch Nachlassen des Druckes im Schlau-eh <B>27.</B>
Die geschilderten Kontaktanordnungen nach der Erfindung weisen eine Reihe von Vorteilen auf. Zunächst erkennt man, dass die Herstellung und Montage und da-mit auch die Auswechselbarkeit des deformierbaren Hohlkörpers einfach ist; zudem lassen sich die feststehenden und beweglichen Kontakte, beispielsweise das Rohr<B>5</B> in Fig. <B>1</B> und die Hülsen 16a<B>... 16d</B> in Fig. <B>3</B> und 4, in ein facher Weise vollkommen spanfrei ausführen, was für das sichere Funktionieren inbeson- dere von Gleich- und Wechselrichtern von allergrösster Bedeutung ist.
Durch passende Wahl des Druekverlaufes kann in einfacher Weise dafür gesorgt werden, dass das Auf treffen der beweglichen auf die feststehenden Kontakte mit einer vorgeschriebenen Ge- sehwindigkeit, die höchstens etwa, 40 em/s sein soll, geschieht. Damit sind eine vollkommen prellfreie Kontaktgabe und eine hohe Dauer festigkeit gewährleistet, um so mehr, als das Medium im Rohr noch eine zusätzliche Dämp fung bewirkt. Bei den Anordnungen mit dauernd durchfliessendem Medium ist eine ausgezeichnete Kühlung der Kontaktauord- nung gewährleistet.
Schliesslich ma.cht es keine nennenswerte Schwierigkeiten, den eigentlichen Sehaltraum gasdielit gegen die Umgebung abzuschliessen und ihn entweder unter Überdruck oder Vakuum zu setzen. Ein -weiterer Vorteil besteht in der Mannigfaltig keit der Sehaltmöglichkeiten und zeitlichen Schaltfolgen.
Die Fig. <B>7</B> und<B>8</B> zeigen ein Anwendungs- gebiet der Erfindung aus der Fernmelde technik, und zwar in Form eines sogenannten Crossbarwählers, während Fig. <B>9</B> eine ein phasige Starkstromsehalteinrichtung darstellt, wie sie beispielsweise für Grossgleiehrichter Anwendung finden kann.
In den Fig. <B>7</B> und<B>8</B> bedeuten<B>30</B> eine Grund platte, 31a, 31b,# 3le <B>...</B> senkrecht zur Zei- ehenebene liegende deformierbare Schläuche, 32a,<B>b ...</B> parallel zur Zeiehenebene liegende Schläuche, wobei die nachgiebigeren Stellen der Schläuche 31a<B>...</B> und 32a... übereinan- derliegen. 33a,<B>33b...</B> sind Isolierstüeke, die durch Bügel 34a, 34b ..., die fest mit der obern Flachseite der Schläuche, 31a... ver bunden sind, gehalten werden.
35a, 35b <B>...</B> sind Schlitze, deren Breite der Bügeldieke und deren Höhe. der Ausdehnung der Schläuche 31a<B>...</B> angepasst ist. 36a,<B>36b ...</B> sind Kon- taktfedersätze, die an der Grundplatte<B>37</B> be festigt sind und in die die Isolierstüeke 33a, <B>33b ...</B> eingreifen.
Die Wirkungsweise der Anordnung werde an Hand der Fig. 8a<B>...</B> e erläutert. Im Ruhe zustand liegt die Unterkante des Isolierstüekes <B>33</B> auf der obern Aussenwand des -Schlau- ehes <B>32</B> (Fig. 8a).
Bei Ausdehnung des Schlau- ehes <B>31</B> wird der Schlauch<B>32</B> zusammen mit dem Isolierstück<B>33</B> hochgehoben, ohne dass jedoch der Kontaktiedersatz <B>36</B> schon betätigt wird (Fig. <B>8b).</B> Dehnt sich nun auch noch der Schlauch<B>32</B> aus, so wird das Isolier- stück <B>33</B> weiter angehoben, und damit werden die Kontakte des Federsatzes<B>36</B> geschlossen.
Der obere Querste- des Bügels 34 liegt nun am untern Ende des Schlitzes<B>35</B> (Fig. Se). Nach Entlastung des Schlauches<B>32</B> bleibt das Isolierstück<B>33</B> im Kontalitiedersatz <B>36</B> ein geklemmt, und damitbleiben die zugehörigen Kontakte (vgl. Fig. <B>7)</B> geschlossen (Fig. 8d). Erst wenn auch noch der Schlauch<B>31</B> ent lastet wird, zieht der Bügel 34 das Isolier- stüek <B>33</B> mit nach unten, worauf sieh die zu gehörigen Kontakte des Federsatzes<B>36</B> öffnen.
Die beschriebene Steuerung der Kontakte hat den Vorteil, dass ein derartiger Wähler gleichzeitig mehrfach belegt werden kann, da nach Entlastung des Schlauches<B>32</B> eine Kon taktbetätigung an andern Kreuzungspuukten möglich ist, Bohne dass bereits bestehende Ver bindungen davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Unterdrucksetzen der Schläuche <B>31</B> und<B>32</B> kann sowohl durch Drosselung einer Strömung als auch durch Erzeugung eines statisehen Überdruekes erfolgen.
Es ist aber auch möglich, die Druieksehwankungen durch einen geeigneten Motorantrieb zu er zeugen, wodurch dann eine Art Motorwähler entsteht, In Fig. <B>9</B> ist eine derartige Kontaktanord nung, wie sie beispielsweise für Grossgleieh- richter Anwendung finden kann, nebst der druekerzeugenden Pumpe und einem Rück kühler schematisch dargestellt.
Es bedeuten <B>51</B> und<B>52</B> die feststellenden, ausweehselbaren Kontakte;<B>53</B> ist das deformierbare Rohr in Form eines zwischen den Flansehen 54 und<B>55</B> flaeh gepressten elastischen Rohres aus gut leitendem Material, z. B. Berylliumbronze. <B>56</B> ist ein Isolierrohr, wodurch der Ra-Lun zwi schen den Kontakten<B>51, 52</B> und dem elasti schen Rohr<B>53</B> hermetisch abgeschlossen wird.
<B>58</B> ist ein elel,-tronia,--netiseh betätigtes, hy- draulisehes Ventil, bestehend aus dem Ge häuse<B>59</B> mit den Flanschen<B>60</B> und<B>61. 62</B> ist die Drosselklappe, die über eine Torsions- feder <B>63</B> in der durch den Pfeil 64 gekenn zeichneten Strömungsriehtung gehalten wird, <B>65</B> ein elektroma.-.netisehes Betätigungssystem mit den Spulen<B>66</B> und 66a, das über den Hebel<B>67</B> mit der Drosselklappe<B>62</B> gekoppelt ist.<B>68</B> ist ein Verbindungsstück mit dem Flansch<B>69, 70</B> eine Zahnradpumpe, die über die Rutschkupplung<B>71</B> vom Motor<B>72</B> ange trieben wird,
<B>73</B> ein Kühler zur Abführung der Verlustwärme der Kontaktanordnung; er ist über das Rohrstück 74 mit der Pumpe<B>70</B> verbunden.
Die Wirkungsweise ist nun folgende. Bei der gezeichneten Stellung der Drosselklappe <B>in</B> <B>62</B> fliesst in Richtung des Pfeils 64 dauernd ein Medium, z. B.<B>Öl,</B> vom Flanseli 54 zum Planseh <B>55;</B> ein nennenswerter DruAverlust auf dieser Strecke soll nicht auftreten. Zwi- sehen deni. elastischen Rohr<B>53</B> und den fest stehenden Kontakten<B>51, 52</B> befindet sieh ein Zwischenraum von beispielsweise<B>je</B> einigen Zelintelmillimetern; ein Stromdurehgang von <B>51</B> nach<B>52</B> ist daher nieht möglich.
Nun werde durch ein Kommando (Erregung des Systems <B>65)</B> die Drosselklappe<B>62</B> im Uhrzeigersinn ge dreht, und zwar so weit, dass eine erhebliehe Drosselung,- der Strömung vor der Drossel klappe<B>62</B> auftritt. Der Druck in dem defor- niierbaren Rohr<B>53</B> steigt schlagartig an; es wölbt sieh aus und kommt nun in innige Be rührung mit den Kontakten<B>51</B> und<B>52,</B> wo- dareh eine gut leitende Verbindung her-e- stellt wird.
Soll die Kontaktanordnung wie der yeöffnet werden, so wird die Erregung des Systems<B>65</B> unterbrochen. Unter der Ein wirkung der Torsionsfeder <B>63</B> dreht sieh die 1)rosselklappe <B>62</B> im Gegenyeigersinn zurüek, die Drosselung hört auf, der Druck fällt augenblicklich wieder ab, und das hoehelasti- sehe Rohr<B>53</B> geht in seine ursprünglielie Form zurüek, wodurch die Verbindung unter- broehen wird.
Während des oben gesehilder- ten Vorganges fliesst das<B>Öl</B> durch das Rohr <B>53</B> und bewirkt dadurch eine intensive Küh lung, so dass sehr hohe Stromdiehten zulässig sind, ohne dass ein Nachlassen der elastiselien Eigensehaften des Rohres<B>53</B> infolge unzu lässiger Erwärinung zu befürehten ist.
Unter Umständen kann es zweckmässig, sein, den zu unterbrechenden Strom oder einen Teil desselben zu benützen, um den Kontaktdruek noch weiter zu erhöhen. #Vird z. B. die Spule 66a in. Reihe mit der Kontakt anordnung gesehaltet (siehe gestriehelte. Li nie), so wird hierdurell bewirkt, dass sieh die Drosselklappe<B>62</B> bei grossem Strom noch etwas weiter schliesst, was eine entsprechende Driiekerhöhung zur Folge hat.
Wird zudem zwisehen den feststehenden Kontakten<B>51</B> und <B>52</B> ein elektrisehes Ventil<B>75</B> ange3ehlossen, so arbeitet die Anordnung zusammen mit der Betätigungsspule 66a als Gleiehriehter. Zu- nächst fliesst der Strom vom Kontakt<B>51</B> über das Ventil<B>75,</B> den Kontakt<B>52</B> und die Spule 66a. Hat dieser Strom einen zur Verstellung der Drosselklappe<B>62</B> genügenden Wert er reicht, so tritt eine Druckstauung und damit die Deformation des Rohres auf. Von diesem Zeitpunkt an fliesst nun der Strom unmittel bar vom Kontakt<B>51</B> über das Rohr<B>53</B> zum .Kontakt<B>52</B> und von hier weiter über die Spule 66a.
Nähert, sieh der Strom seinem 'N!-iillwert, so geht die Drosselklappe<B>62</B> unter dem Einfluss der Torsionsfeder <B>53</B> in die ge zeichnete Stellung zurüek; der Strom wird nun auf das Ventil<B>75</B> kommli-tiert und beim Stromnulldurehgang endgültig unterbrochen. Die Anordnung arbeitet somit als selbsttätiger Gleiehriehter.
Sollten sieh mit der Zeit die Kontaktflä- ehen des Rohres<B>53</B> und der Kontakte<B>51, 52</B> abnüt7en, so kann eine Ausweehslung in ein- fa,eher Weise und ohne grosse Kosten erfolgen. Mit Hilfe der Servosteuerung können sehr hohe Konta,ktdrüeke, beispielsweise bis zu <B>100 kg</B> und mehr, erzeugt werden.
Ein weite rer Vorteil der Anordnung besteht. darin, dass durch die elektrischen Ströme in der Wand des Rohres<B>53</B> insbesondere bei Kurzschluss grosse dynamische Kräfte im anpressenden Sinne entstehen, wie dies an Hand von Fig. 4 bereits erläutert wurde. Das hydraulische Ventil<B>58</B> wird man so ausbilden, dass zur Be tätigung trotz hoher Strömungsgeschwindig keit ein möglichst geringes Drehinement. er- forderlieh ist, was durch geeignete Form gebung der Drosselklappe und exzentrische Lagerung geschehen kann.
Ein weiterer Dreh- momentausgle.ich kann durch Wahl einer pas senden Charakteristik der Torsionsieder <B>63</B> erzielt werden. Selbstverständlich muss für ein möglichst kleines Massenträgheitsmoment Sorge getragen werden.
Man wird daher die Länge der Dross-elklappe <B>62</B> in Strömungs- riehtung kleiner als etwa<B>1</B> ein machen. Um Schäden bei einer Zerstörung des Rohres<B>53</B> zu vermeiden, wird man zweckmässig statt<B>Öl</B> eine nicht brennbare oder zum mindesten sehwer brennbare Flüssigkeit verwenden. Als sol#ehe kommen z.
B. in Frage: Wasser-Glykol- Gemische, Trikressylphosphat, chlorierte Koh- lenwasserstoffe. Schaltpatronen mit Kontakt anordnungen nach der Erfindung sind be sonders geeignet für grosse Schalthäufigkei ten, wie sie beispielsweise bei Gleich-, Wech sel- oder Umrichtern auftreten, ferner für Sehweisstäkter, Zerhacker, Impulsgeneratoren und dergleichen.