CH324047A - Mit einem gasförmigen Kühlmittel gekühlter Läufer für elektrische Maschinen - Google Patents
Mit einem gasförmigen Kühlmittel gekühlter Läufer für elektrische MaschinenInfo
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Description
<B>Mit einem gasförmigen Kühlmittel gekühlter Läufer für elektrische Maschinen</B> Die Erfindung betrifft einen mit. einem gasförmigen Kühlmittel gekühlten Läufer für elektrische Maschinen, insbesondere für grosse Stromerzeuger.
Bei elektrischen Maschinen grosser Lei stung, beispielsweise für 50 bis 150 1IW, spielt das, Problem der Ableitung der Ver lustwärme eine wichtige Rolle. Insbesondere ist die Kühlung der Wicklung des Polrades von grosser Bedeutung. Bei den bisher be kannten Bauarten führt man die Verlust wärme durch .einen Luftstrom ab, der durch Öffnungen in einer Ringscheibe, welche die Wieklungskappe trägt, in den Läufer ge langt.
Ein Teil dieses Luftstromes kühlt die unter der Kappe liegenden Wieklungsbögen, ein anderer Teil durchströmt längs die Zähne im Rotoreisen entweder durch gebohrte Kanäle oder durch eingefräste und verschlossene Schlitze. Statt Luft, wird zur Kühlung neuer dings auch oft. Wasserstoff verwendet.
Die im Wicklungskupfer bei Stromdurch- fluss entstehende Wärme heizt dass Kupfer auf und wird durch die Isolierschicht. hin durch, welche die einzelnen Leiter umgibt, an den Eisenkörper weitergeleitet. Um diesen Wärmefluss zustande zu bringen, muss das Kupfer erheblich wärmer sein als das Eisen, da die elektrisch isolierenden Hüllen der 'ickhin.gsstäbe zugleich schlechte Wärmelei ter sind.
Da das Kupfer eine grössere Wärme dehnungszahl hat als Eisen, ausserdem wärmer wird als dieses, dehnen sich die Wicklungs- stäbe in Längsrichtung stärker aus als das Eisen, und die Wicklungsköpfe in den Kap pen verschieben sich axial.
Da die Wicklungen stramm eingepasst wer den, geschieht. diese Ausdehnung zuweilen ruckweise unter unstetiger Überwindung von Haftreibungskräften des Stabes in der Nut.
Auch pflegt bei Abkühlung sich am Stab nicht wieder die Ursprungslänge einzustel- len, sondern es bleibt jeweils eine gewisse restliche Verlängerung übrig,
was nach eini gen hundert Betriebsspielen sich zu einigen Millimetern bleibender Dehnung suminier¯t und zu stärkeren Schieflagen der Wicklungs.- köpfe unter den Kappen führen kann. Durch diese Bewegung der Wicklung wird der Wuch- tungazustand des Läufers gestört, und auch ein sauber ausgewuchteter Läufer zeigt mit der Zeit unruhigen Lauf.
Man strebt deshalb neuerdings danach, die Wicklung nicht mehr unter Vermittlung des Poleisens zu kühlen, sondern der Luft dien unmittelbaren Kontakt mit den Kupferleitern zu ermöglichen. Nach bisher bekannten Ver fahren wurden dabei die Kupferleiter so pro filiert, dass röhrenförmige Kühlluftkanäle ent stehen,
welche die unter der Kappe eintre tende Luft im hohl ausgeführten Kupfer hauptsächlich in Längsrichtung durch die Wicklungsnut streichen lassen. Die Luftr k anäle kann man auch dadurch herstellen, dass man die Kupferstäbe geeignet profiliert, so dass nur ein Teil der Nut von ihnen aus- gefüllt wird und neben jedem Stab oder zwischen zwei Stäben ein Kühl@luftschlitz ver bleibt.
Bei starker Verkeilung oder gut. eine gepresster Wicklung kann es jedoch hierbei vorkommen, dass die kräftigen Längsspan nungen infolge Erwärmung die Wicklungs stäbe aubknicken oder wellig werden lassen.
Der Hauptnaehteil dieser Anordnung ist je doch darin zu sehen, dass die Luft von den Enden des Läuferkolbens her bis zur Mitte einen ziemlich langen Weg zurückzulegen hat. Während die in der Nähe der Kappe liegen den Enden der Stäbe auf diese Weise gut gekühlt werden, bekommen die im mittleren Teil des Läufers liegenden Stabteile bereits vorgewärmte Luft, so dass man im Mittelteil des Läufers erheblich schlechtere Kühlwir kung als an den Enden feststellen kann.
Nimmt man nämlich bei einer Reparatur die Stäbe aufs den Nuten, so sieht man im Mittel teil des Läufers gelegentlich deutliche Anlauf farben auf dem Eisen, ein Zeichen, dass. dort eine höhere Temperatur aufgetreten war.
Erfindungsgemäss werden nun diese Schwe- rigkeiten bei einem mit gasförmigem Kühl mittel gekühlten Läufer für elektrische Ma schinen, insbesondere für grosse Stromerzeu ger, dadurch erheblich vermindert oder aueii ganz vermieden, dass der Läufer im Innern einen Hohlraum aufweist, der mit den Wick lungsnuten durch radiale Bohrungen verbun den ist, durch welche das gasförmige Kühl mittel vom Hohlraum aus zu den Wicklungs nuten geleitet wird.
Der erregerseitige Lager zapfen wird dabei zweckmässig mittig durch bohrt, so dass das Kühlmittel durch diese Boh rurig dem innern Hohlraum des Läufers zu strömen und von dort durch die radialen Bohrungen zu den Wicklungsnuten gelangen kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel eines Läufers gemäss Erfindung verein facht dargestellt. Es zeigen: Fig.l einen axialen Längsschnitt. durch den erregerseitigen Teil eines Läufers eines Stromerzeugers,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig.1. Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig.1. Fig. 4 einen Querschnitt durch den Läu fer nasch der Linie IV-IV der Fig.1. in grösserem Massstab,
Fig. 5 einen Teil einer Wicklungsstabes in Ansieht und Fig. 6 einen Querschnitt durch den Wick lungsstab nach der Linie VI-VI der Fig. 5. Gemäss Fig.1 und 2 weist der Läufer einen mit. Wicklungsstäben 1 versehenen Mittelteil 2 auf, welcher erregerseitig sich in einen La gerzapfen 3 fortsetzt, der in einem Lager 4 abgestützt ist.
Die Wieklungabögen werden von einer Wicklun gskappe 5 umschlossen, wel che durch eine Ringscheibe 6 getragen wird.
In der Ringscheibe 6 sind zwischen in Fig. 2 im Querschnitt gezeigten Stegen 7 Öff nungen frei gelassen, durch -welche ein gas förmiges Kühlmittel zu den Wicklungsbögen tritt und den Innenraum der Kappe 5 hernach durch nicht gezeigte Öffnungen wieder ver lässt.
Der Läufer weist nun im Innern einen Hohlraum 8 auf. Die Wicklungsstäbe 1 sind in Nuten 9 eingelegt. Der innere Hohlraum 8 ist durch radiale Bohrungen 10 mit den Wicklungsnuten 9 verbunden. Durch diese radiale Bohrungen 10 wird das gasförmige Kühlmittel vom Hohlraum 8 aus zu den Wick lungen geleitet.
Der Lagerzaipfen 3 auf der Erregerseite ist. hohl gebohrt.. An ihn schliesst ein Kopf stück 11 an, welches über Öffnungen, die zwi schen in Fig. 3 im Querschnitt. gezeigten Ste gen 12 frei gelassen werden, mit einem fest stehenden Gehäuse 13 in Verbindung steht. Eine das Gehäuse 13 durehdringende, mit dem Kopfstück 11 fest verbundene Welle 14 dient. zum Antreiben des Erregers.
Das durch die radialen Bohrungen 10 den Wicklungisstäben 1 zuzuführende gasförmige Kühlmittel kann dem Gehäuse 13 unter Druck zugeführt werden, worauf es durch die Öff nungen zwischen den Stegen 12 des Kopf- stückes 1.1 in den hohlgebohrten Lagerzapfen 3 gelangt und durch die Bohrung dieses La- gerzapfens dem innern Hohlraum 8 des Läu fers zugeleitet wird.
Cm einen Durchfluss des Kühlmittels in radialer Richtung zu ermöglichen, sind die Wicklungsstäbe mit Schlitzen 15 versehen. Die Schlitze weisen gemäss Fig.5 eine Länge a, auf und sind. in einem Abstand b vonein ander angeordnet..
Der Abstand b ist hierbei kleiner gewählt als die Länge a der Schlitze, so da.ss die Schlitze überein.anderliegender Stäbe höchstens teilweise verdeckt werden und somit stets ein Durchfluss von Kühl mittel in radialer Richtung ermöglicht wird.
Gemäss Fig. ss sind die Stäbe mit U-för- migen Isolierscheiben 16 iunklebt, sie können aber au eli vollständig mit Isolierfolien um hüllt sein. Die bewickelte Nut 9 wird gemäss Fig. 4 durch einen T-Keil 17 abgeschlossen. In diesem Keil ist ein Sammelkanal 18 für das erwärmte Kühlmittel eingefräst. Ausser dem ist dieser Keil mit radialen Bohrungen 19 versehen, welche das Kühlmittel nach aussen abschleudiern.
Wie man an Hand der Fig. 1 sieht, durch läuft das gasförmige Kühlmittel sowohl im, Mittelteil des Läufers als auch an den Enden überall gleiche kühlende Längen radial durch die Wicklung. Die Schleuderwirkung in den radialen Bohrungen 10, 19 sorgt. für eine ge nügend hohe Durchtrittsgeschwindigkeit und' eine gleichmässige Verteilung des Kühlmittels über die gesamte bewickelte Länge des Läu fers. Die Kupferstäbe werden daher nicht wärmer als das Poleisen.
Bei guter Verkei- lung und Abstützung gegen die Wand des Kapp enträgers bleiben die Stäbe bis zu einer höheren Strombelastung der Wicklungs@quer- schnitte als bei den bisherigen Kühlungsarten einverrückt in der Nut liegen.
Bei der be schriebenen Bauart ist es daher möglich, kür zere Läufer mit. höherer Leistung zu belasten, was für die bestmögliche Wahl der kritischen Drehzahl und für ein gutes Auswuchten wich tir ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mit einem gasförmigen Kühlmittel gekühl ter Läufer für elektrische Maschinen, ins besondere grosse Stromerzeuger, dadurch ge kennzeichnet., dass der Läufer ein Innern einen Hohlraum aufweist, der mit den Wicklungs- nuten d .urch radiale Bohrungen verbunden ist, durch welche das gasförmige Kühlmittel zu den. "VVicklungen geleitet wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Läufer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerzapfen auf der Erregerseite mittig durchbohrt ist, wobei das Kühlmittel durch diese Bohrung dem innern Hohlraum des Läufers zugeleitet wird. 2.Läufer nach Patentanspruch und Unter- anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein an den mittig durchbohrten Lagerzapfen an schliessendes Kopfstück mit, einem feststehen den Gehäuseraum in Verbindung steht, von welchem aus :das Kühlmittel unter Druck der Bohrung des Lagerzapfens zugeleitet wird. 3.Läufer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklungsstäbe Schlitze aufweisen, welche durch die überein anderliegenden .Stäbe höchstens teilweise ver deckt werden, so dass stets ein Durchfluss von Kühlmittel in radialer Richtung ermöglicht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH324047T | 1954-11-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH324047A true CH324047A (de) | 1957-08-31 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH324047D CH324047A (de) | 1954-11-12 | 1954-11-12 | Mit einem gasförmigen Kühlmittel gekühlter Läufer für elektrische Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH324047A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2095942A5 (de) * | 1970-06-05 | 1972-02-11 | Asea Ab | |
| EP0026099A1 (de) * | 1979-09-25 | 1981-04-01 | Westinghouse Electric Corporation | Dynamoelektrische Maschine mit kryostabiler Erregerwicklung |
-
1954
- 1954-11-12 CH CH324047D patent/CH324047A/de unknown
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