CH315986A - Verfahren zum Betrieb eines Verdichters mit Zwischenkühlung - Google Patents
Verfahren zum Betrieb eines Verdichters mit ZwischenkühlungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F04D—NON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
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Description
Verfahren zum Betrieb eines Verdichters mit Zwischenkühlung Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zum Betrieb eines Verdichters mit Zwischenkühlung zwischen zwei hinterein- andergesehalteten Teilv erd-ichtern und auf eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfah rens.
In vielen Fällen treten bei derartigen Ver- dicht.ern Schwierigkeiten auf, weil das ange saugte Arbeitsmittel schädliche Verumreini- g < mgen enthält..
Es handelt, sich hierbei ins- besondere um S02- und S03haltige Rauch gase, beispielsweise um die A@Lepuffgase einer dem Verdiehtersatz nachgeschalteten Gastur bine oder um die Abgase anderer industrieller Anlagen.
In dem Kühler zwischen den beiden Teilverdichtern kondensiert ein Teil der in der Luft. enthaltenen Feuchtigkeit. Dieses Kondenswasser vermag die genannten Gase aufzulösen,
so d@ass schliesslich eine verdünnte Lösung von schwefliger Säume oder von Schwe- felsäure entsteht. Die Säuren greifen die THe- tallteile des Kühlers an und bilden so lletall- sulfate, die ebenfalls vom Wasser gelöst wer den.
Obwohl man sich bemüht,, das Kondens- wasser im Kühler oder gleich anschliessend aus dem Gas abzuscheiden, wird doch ein Teil säure- und salzhaltigen Wassers in Form fein verteilter Tröpfchen und als Nebel von dem Strom des gekühlten Arbeitsmittels mitgenom men.
Sobald diese Flüssigkeitströpfchen in der. nachgaschalteten Verdichterteil gelangen, schlagen sie sich auf den Schaufeln nieder, wobei die Säure das Metall angreifen kann. Wegen der mit der Verdichtung verbundenen Temperaturerhöhung verdampft das Wasser, so diass die Salze auf der Schaufelur g zurück bleiben.
Damit verschlechtert sich der Wir kungsgrad, die Schaufeln beginnen zu korro- dieren, und die angegriffenen Stellen können schliesslich zu Ermüdungsbräehen führen.
Diese Naehteile werden gemäss der Erfin dung verhindert, indem ein Teil des Arbeits- mittels ohne gekühlt. zu werden dem gekiihlten Arbeitsmittel beigemischt wird..
Das Einfüh ren von nicht gekühltem, also heissem Arbeits mittel in den Strom des gekühlten, im Kühler und Abscheider teilweise vom Wasser befrei ten Arbeitsmittels hat zur Folge,
dass die noch in dem Strom enthaltenen Tröpfchen vor dem Erreichen des zweiten Teilverdichters ver- d.ampfen. Auch die Säuren gehen in den gas förmigen Zustand über und zerfallen bei ihrem geringen Partialdruck in die unsehä.d- lichen Bestandteile H20 und 802 bzw.
S03. Die in den Wassertröpfchen gelösten Salze kristallisieren aus, werden in Form eines fei nen, trockenen Staubes in dem Arbeitsmittel weiter mitgeführt. und durchströmen den Ver dichter ohne nachteilige Folgen.
Es ist. eine erwiesene Tatsache, dass sich trockener Staub kaum auf den Schaufeln absetzt, sondern dass eine Verschmutzung nur dann eintritt, wenn die Schaufeloberfläche feucht, ist.
Es ist von Vorteil, einen Teil des Arbeits mittels vor der Zwischenkühlung abzuzweigen und dem übrigen Teil nach dessen Zwischen- kühleng wieder beizumischen. Hierbei kann die Menge des dem gekühlten Arbeitsmittel beizumischenden, nicht gekühlten Arbeitsmit tels in Abhängigkeit.
von der Temperatur des Ausführung des Verfahrens besitzt eine Lei- mischung geregelt werden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens besitzt eine Lei tung, um der vom Zwischenkühler zum nach- geschalteten Teilverdichter führenden Leitung nicht gekühltes Arbeitsmittel zuführen zu können.
Insbesondere kann der Verdiehter eine den Zwischenkühler umgehende Leitung besitzen, welche einen Teil des noch nicht ge kühlten Arbeitsmittels dem gekühlten Arbeits mittel an einer Mischstelle in der vom Zwi schenkühler zum naehgesehalteten Tei-Iver- diehter führenden Leitung zuleitet. Vorteil haft, ist es,
hinter der Zuführstelle die vom Zwischenkühler zum nachgeschalteten Teil- v erdiehter führende Leitung behälterartig aufzuweiten.
Die Zeichnung stellt. einen Verdichter mit Zwisch.enkühlurrg, dem eine Turbine zum An trieb des Verdichters und eines Generators nachgeschaltet ist, als Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Durch führung des Verfahrens dar. Nachfolgend wird auch das Betriebsverfahren beispiels- w eise erläutert..
Der als Axialverdichter ausgebildete Nie- derdn-Lekrteilverdiehter 1 saugt. Luft, die in den meisten Fällen als Arbeitsmittel verwen det wird, ans der Atmosphäre an.
Die tei- weise verdichtete Luft strömt. durch eine Lei tung 2 in den Kühler 3 -Lord dann durch die Wasserabscheidersehikanen 4.
Anschliessend wird das Arbeitsmittel durch eine Leitung 5 in den ebenfalls als Axialverdichter ausgebil deten Hoehdracktei#lverdiehter 6 und weiter in die Brennkammer 7 geführt. Das dort ent stehende Verbrennungsgas treibt die Turbine 3, die einerseits mit den beiden Teilverdieh- tern 1 und 6 und anderseits mit dem Gene ;
rator 9 gekuppelt ist. In einer Mulde 10 wird das im Kühler 3 kondensierte und durch die Schikanen 4 abgeschiedene -#Vasser gesammelt und in üblicher Weise durch den Kodenstonf 1.1 abgeleitet. Von der Leitung 2 aus führt eine Umgehungsleitung 12 zu einer Mischvor richtung 13 in der Leitung 5.
Im Betrieb strömt ein Teil das den Nie derdruekteifverdiehter 1 verlassenden Arbeit.5- mittels ohne gekühlt zu werden durch die Lei- tung 12 und @dringt strahlförmig durch ein zelne Öffnungen 14 radial: von aussen in den gekühlten Hauptstrom des Arbeitsmittels ein.
Die hierbei entstehende Vermischung wird noch dadurch verbessert, das die Mischvor richtung 13 anschliessend an die Öffnungen 1.4 eine behälterartige Aufweitung 15 aufweist .
In diesem Raum kann der ungekühlte Tevl des Arbeitsmittels seine Wärme an den übri gen Teil abgeben und den im Arbeitsmittel noch enthaltenen Feuelr-tigkeitsrest verdamp fen, so das die Säure zerfällt und die Salze als u.nsehädlieher, feiner, trockener Staub durch die Sehaufehing des zweiten Teilver- fliehters geführt werden.
Die Menge des nicht gekühlten, wieder beizum,isehenden Arbeitsmitttels wird, durch eine Einstelleinrichtung 16 in Abhängigkei=t von der mittels zweier Thermometer 17 und <B>18</B> festgestell.fen Temperatur des Arbeitsmit tels vor und nach der Beimischung bestimmt. Diese Menge ist derart zu bemessen,
das der Sättigungspunkt der feuchten Luft infolge der Temperatunsteigerung soweit. erhöht wird, das der noch in Tröpfehenform mitgeführte Rest des Wassers verdampfen kann. Die Ein stellung, kann von Hand vorgenommen wer den, da nicht mit. plötzlichen, starken Ände rungen des Arbeitsmittelzustandes zu rech nen ist.
Die Einstellung kann aber auch mit- tels bekannter Vorrichtungen automatisch er- f-)1---en. Ausserdem genügt es in manchen Fäl len, lediglich den Zustand des Arbeitsmittels nach ,der Beimischung als Regelgrösse zu ver wenden,
beispielsweise wenn an dieser St lle ein Hy grometer eingebaut wird.
Das Verfahren ist nicht auf das beschrie- bene Ausführungsbeispiel basehränkt. Die Zu- sammensehaltung des Verdichters mit einer Gasturbine wird zwar ein häufiger V erwen- flungszweek für diese Verdichter sein,
sie kön nen aber auch in andern Fällen für sieh allein verwendet und beispielsweise durch einen Elektromotor oder eine Dampfturbine ange trieben werden.
Ebenso irrt das erfindungs- geanässe Verfahren nicht nur mit der in der Zeichnung dargestellten Umgehungsleitung 12 durchführbar. Beispielsweise kann die Luft auch von einem Hilfsverdichter angesaugt und, ohne gekühlt zu werden, der 1Vlischvor- riehtung 13 zugeführt werden.
Weiterhin be steht die Möglichkeit, einen Teil des den zwei ten Teilverdichter verlassenden Arbeitsmittels abzuz-%veigen und ihn über eine Drosselvorrich tung ohne Kühlung ebenfalls der Mische or- richtung 13 zuzuleiten. Im allgemeinen han delt. es sieh bei dem Verdichter um zwei ein zelne, hintereinandergeschaltete Teilverdich ter.
Diese können getrennt. angetrieben, direkt oder über ein Getriebe miteinander gekuppelt sein oder sogar auf der gleichen Welle sitzen und ein gemeinsames Gehäuse haben.
Schliess lich können auch. die einzelnen Teile der An lage durch beliebige gleichwertige Teile er setzt werden, beispielsweise die Wasserab- seheidenychikanen 14 durch einen Zyklon:ab- scherider oder die Axialteilverdichter durch Radialteilverd:ichter.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Betrieb eines Verdich ters mit Kühlung zwischen zwei hinterein- andergeschalteten Teilverdieht:ern, dadurch gekennzeichnet., dass ein Teil des Arbeitsmit tels ohne gekühlt zu werden dem gekühlten Arbeitenittel beigemischt wird.II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I bei einem zwei hintereinandergeschaltete Teilverdichter und einen zwischen dieselben geschalteten Zwischenkühler aufweisenden Verdichter, ge kennzeichnet durch eine Leitung, um der vom Zwischenkühler zum nachgeschalteten Teilver dichter führenden Leitung nicht gekühltes Arbeitsmittel zuführen zu können. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Teil des Ar beitsmittels vor der Zwischenkühlung abge zweigt und dem übrigen Teil nasch dessen Zwi schenkühlung wieder beigemischt wird.\_'. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Menge das dem gekühlten Arbeitsmittel beiztunisehenden, nicht gekühlten Arbeitsmittels in Abhängigkeit von der Temperatur des Arbeitsmittelstromes vor und nach der Beimischung geregelt wird. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch .eine den Zwischenküh ler umgehende Leitung, welche einen Teil des noch nicht gekühlten Arbeitsmittels dem ge kühlten Arbeitsmittel an einer Mischstelle in der vom Zwischenkühler zum na.chgesehalte- ten Teilverdichter führenden Leitung zuleitet.4. Vorrichtung nach Pa,tenta.nsprL2ch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der Zu führstelle die vom Zwischenkühler zum nach geschalteten Teilverdichter führende Leitung behälterartig aufgeweitet ist.
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-
1953
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