Vorrichtung zum lichtelektrischen seitlichen Steuern des Laufes von Stoffbahnen
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum seitlichen Steuern des Laufes von Stoffbahnen, z. B. Papier-oder Kunststoffbahnen, Geweben usw., vor oder während ihrer Einführung in Verarbeitungsmasehinen, bei denen es auf einen genauen Verlauf der Kanten der Stoffbahnen ankommt. Insbesondere zur Herstellung von gestaffelten Schläuchen aus mehreren Bahnen ist es schwierig, die hierbei er forderlichen Abstände der Längskanten der verschiedenen Papierbahnen fortlaufend genau einzuhalten. Aueh bei Fördervorriehtungen für Notenrollen von Selbstspielapparaten und sonstigen andern Anwendungs- gebieten lassen sich solche Kanten-Steuervor- richtungen anwendeu.
Bei bekannten lichtelektrischen Steuerun- gen tastete man die Kantenlage der Stoffbahn mit Photozellen in Abhängigkeit von der Belichtung derselben ab und verwendete für die ftbertragung der verhältnismässig geringen Steuerströme auf die Sehaltorgane für die Verstelleinrichtungen der Werkstoffbahnen Verstärkereinriehtungen oder Relais.
Es ist bereits eine Anordnung zum Verhin- dern des seitlichen Verlaufens von Stoffbahnen bekanntgeworden, bei der zwei Photozellen vorgesehen sind, von denen in Normallage der abgetasteten Stoffkante die eine voll belichtet, die andere dagegen abgedeekt ist.
Je nachdem, ob die Stoffbahn nach der einen oder naeh der andern Seite aus ihrer Normallage ausweicht, werden dann beide Photozellen entweder zugleich freigegeben oder zugleich abgedeckt. Dabei wirkt jede der beiden Photozellen über je einen besonderen Verstärker auf ein Relais ein, wobei die Seitenverstelleinrichtung je nach dem Belichtungs- zustand der Photozellen in dem einen oder dem andern Versehiebungssinn in Tätigkeit gesetzt wird.
Darüberhinaus war es aueh bekannt, bei Photozellen zur Erzeugung der Steuerspan- nung für zwei als Relais für die Einschaltung der Stoffbahnverstelleinrichtung in dem einen bzw. dem andern Sinn dienende Gas-oder Dampfentladungsstrecken derart gegensinnig in Reihe mit einer Wechselspannung in den Eingangskreis eines gemeinsamen Verstärkers einzuschalten, dass jede von ihnen in belich- tetem Zustand in dessen Ausgangskreis Span nungshalbwellen erzeugt, die gegenüber den von der andern Photozelle herrührenden Span nungshalbwellen um 180 versehoben sind,
wobei durch eine Hilfsspannung eine Spannungs- halbwelle kompensiert wird.
Diese Steuereinrichtungen waren in ihrem Aufbau sehr kostspielig, ohne vollständig zu befriedigen.
F r andere Zweeke war es bekannt, zwei Selenphotozellen mit entgegengesetzter Polarität parallel zu sehalten. Bei diesen bekannten Anordnungen maeht sieh der ¯belstand bemerkbar, dass die Steuerströme zueinander inkonstant sind, und es daher nicht moglieh war, die Gegenspannung einer Hilfsstromquelle zu entnehmen. Auch auftretende Thermoströme an den Photoelementen ver hinderten oft ein flatterfreies Arbeiten der Relais.
Die vorliegende Erfindung bezweekt, Nachteile der bis jetzt bekanntgewordenen liehtelektrischen Steuerungen für den Kantenver- lauf von Stoffbahnen zu beseitigen, und zwar besteht die Erfindung darin, dass die beiden Photozellen in Längsrichtung gegeneinander versetzt sind und die beiden Photozellen in einem aueh die Lichtquellen enthaltenden Ge häuse untergebraeht sind, so dass durch Verdrehung des Gehäuses um eine parallel zum Liehtstrahlengang verlaufende Mittelachse eine Einstellung des in Richtung senkrecht zur Stossbahnkante gemessenen Abstandes der Photozellen möglich ist.
Die lichtelektrischen Steuereinrichtungen gemäss der Erfindung arbeiten in dem ge wünschten Abweiehungsintervall mit grösster Genauigkeit, trägheitslos und fehlerfrei, und die Anlage selbst ist einfach und verhältnis- mässig billig in ihrem Aufbau.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht in sehematischen Darstellungen eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung, und zwar zeigt :
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Abrollvorrichtung einer Stoffbahn,
Fig. 2 eine Draufsieht auf einen Teil der Fig. 1 in Riehtung A gesehen,
Fig. 3 eine Draufsieht auf einen Teil der Fig. 1 in Richtung B gesehen,
Fig. 4 den optischen Teil der Vorrichtung in vergr¯¯ertem Ma¯stab,
Fig. 5 bis 7 ein Schaltschema zur Erläute- rung der elektrischen Steuerung,
Fig. 8 eine schaubildliche Darstellung des Steuerkopfes,
Fig. 9 einen Langsselmitt II-II der Fig. 8,
Fig. 10 einen Längsschnitt III-III der Fig. 9,
Fig.
11 einen Längsschnitt IV-IV der Fig. 9.
Mit 1 ist eine Werkstoff-z. B. Papierbahn bezeiehnet, die von einer Rolle 2 in Richtung des Pfeils 3 abgezogen wird. Zwischen Leitrollen 4 und 5 wird eine Bahnkante 11 mit lichtelektrischen Zellen 9, 10 abgetastet. Die Liehtquellen 7 und 8 und die mit diesen zu sammenarbeitenden lichtelektrischen Zellen 9, 10 sind in einem geeigneten Gehäuse 6 so untergebracht, dass je eine lichtelektrische Zelle 9 und 10 mit den zugehörigen Liehtquel- len 7, 8 in einer Achse liegen, die senkrecht auf der Papierbahn steht. Das Gehäuse ist vorzugsweise U-formig, und die Kante 11 der Papierbahn wird durch den Gehäusespalt 17 hindurchgef hrt.
Die Liehtquellen und lichtelektrisehen Zellen sind so angeordnet, dass bei normalem Verlauf der Kante 11 der Bahn 1 das Lichtb ndel von 7 von der Stoffbahn abgedeekt, das heisst die zugehörige licht elektri- sche Zelle 9 verdunkelt wird, wÏhrend das Bündel der andern Liehtquelle 8 ungehindert am äussern Rand der Stoffbahn auf die lichtelektrisehe Zelle 10 fällt. Durch Drehen des Gehäuses 6 um den Drehzapfen 12 am Tragarm 13 kann die gegenseitige Lage der lichtelektrischen Aggregate 7, 9 und 8, 10 gegen über einer von der Bahnkante 11 gebildeten Mittellinie und somit der die Toleranzen be stimmende Abstand eingestellt werden.
Zur genauen Regelung nach beiden Seitenrich- tungen muss die Einstellung der Bahnkante 11 so erfolgen, dass sie in der Normallage sich etwa in der Mitte zwischen den beiden Licht- bündeln befindet. Bei den kleinsten Toleranzen sind die Bündel der Bahnkante aussen und innen am nächsten. Durch geeignete Ein stellmöglichkeiten des Gehäuses 6 kann dies erreicht werden. Das Gehäuse 6 kann in der Ebene der Papierbahn aueh relativ zu deren Kante versehoben werden, was z. B. beim Einziehen der neuen Papierrolle oder bei unterschiedliehen Papierbahnbreiten notwendig ist.
Die Einstellung des Gehäuses 6 kann z. B. dadureh erfolgen, dass dessen Fuss oder Stativ 13a in geeigneten Führungen, z. B. Schienen 14 in Richtung des Pfeils 15, das heisst senkrecht zur Bahn-Laufrichtung versehiebbar ist.
Zusätzlieh kann noch der teleskopartige Tragarm 13, gegebenenfalls mit Feineinstellung, das Gehäuse 6, z. B. bei Steuerung mehrerer Papierbahnen unterschiedlicher Breite, weit genug vorf hren.
Beim Einsatz in gewerblichen Betrieben, z. B. Papiermaschinen, sind an den Sammellinsen 7al8a Staubansammlungen unvermeid lich. Diese bewirken in der Regel bis zu einer Schichtdicke, deren Durehlässigkeit derjenigen eines transparenten Zeichenpapieres entspricht, kaum wesentliche Fehlsteuerungen. Es kann eine ¯berwachungsvorrichtung vorgesehen werden, welche beim Überschreiten einer bestimmten Dicke der Staubschicht eine Signallampe aufleuchten lässt, damit durch Wegblasen der Staubschicht der normale Zustand wieder hergestellt werden kann.
Fehlt eine solche ttberwaehungsvorriehtung, so empfiehlt es sich, im Laufe des Betriebes die Linsenober fläehe in gewissen Zeitabständen zu reinigen.
Um das öftere Reinigen der Linsen zu vermeiden, können die Linsensysteme 7a, 8a derart angeordnet werden, dass die der Papierbahn zugewandte Linsenfläche konvex und der Rand der Linse mit der Fassung bündig ist, damit durch einen Luftstrom die Staub- ansammlungen von der Linse weggeblasen werden. Um die konvexen Linsenfläehen durch die ablaufende Werkstoffbahn vor Beschädi- gungen zu sehützen, werden zwei oder mehrere Bolzen 16, querliegende Schienen oder Gleit- stifte so angeordnet, dass diese eine Auflage für die Werkstoffbahn darstellen, durch welche eine Berührung der Bahn mit der Lin senoberfläche verhindert wird.
In den möglichst klein gehaltenen Luftspalten 17 zwischen der Stoffbahn und den Begrenzungsflächen des Gehäuses 6 entsteht dureh die mit grosser Geschwindigkeit durch- geführte Stoffbahn eine Luftströmung, welche neben der vorerwähnten Staubentfernung gleichzeitig noch zur Kühlung des Gehäuses 6 dient. Zusätzlich können diese Luftströme durch geeignete Bohrungen oder dergleichen durch das Innere des Gehäuses hindurchge- führt werden.
Die lichtempfindlichen Zellen liefern bei der Belichtung einen schwachen elektrisehen Strom. Die beiden Photozellen 9 und 10 sind mit gleicher Polarität parallel geschaltet. An die Leitungen 18 und 19 ist mit umgekehrter Polarität eine Hilfsspannung 20 derart angelegt, dass bei einer von der Papierbahn abgedeekten und einer beleuchteten Photozelle der Photostrom durch den Hilfsstrom kom pensiert wird, so dass ein zu den Photozellen parallel. geschaltetes Relais unerregt bleibt.
Zweckmässig wird diese Hilfsspannung 20 einem Messgleichrichter oder einer zusätzlichen Photozelle entnommen. Im letzten Falle kann die als Stromquelle dienende Photozelle von den gleiehen Lichtquellen erregt werden wie die von der Stoffbahn beeinflussbaren Photozellen, das heisst sie lässt sich z. B. gegen über der Lichtquelle 7 oder 8 abgeschirmt in den untern Gehäusesehenkel einsetzen, wie in Fig. 4 und 7 bei 39 angedeutet. Gegebenen- falls können auch die Hilfsströme über ein elektrisches Ventil direkt von der Fadenspannung der Lichtquellen abgenommen werden.
Das Kontaktwerk kann z. B. aus Sehalt- sehützen 21 und 22 bestehen, welche einen Verstellmotor 23 in Links-oder Rechtslauf versetzen. Zwischen dem Kontaktwerk und den Photoelementen befindet sieh ein geeignetes Relais 24, z. B. ein Ultrarelais oder Röhrenschalter usw., mit welehem die schwachen Photoströme den stärkeren Stromkreis des Kontaktwerkes einsehalten können. Der Verstellmotor 23 bewegt beispielsweise über ein Schneekengetriebe oder ein Gewindespindelgetriebe 25, 26 die im Rollenstuhl mit Achse 27 eingehängte Papierrolle 2 in Richtung der Pfeile 28.
Die lichtelelitrischen Steuereinrichtungen arbeiten wie folgt :
Bei normalem Verlauf der Bahnkante ist die Photozelle 9 dauernd verdunkelt und die Photozelle 10 dauernd beleuchtet. Der hier auftretende normale Photostrom wird durch den bei 20 angelegten Gegenstrom kompen siert. Der von der dureh die Papierbahn verdunkelten Photozelle 9 gelieferte Reststrom wird gleiehfalls durch den entspreehend eingeregelten Gegenstrom kompensiert, so dass in den Leitungen 18 und 19 zum Relais 24 kein Strom fliesst. Die Schaltschützen 21 und 22 werden nicht erregt, und der Verstellmotor 23 bleibt ausgeschaltet.
Weicht nun der Rand der Papierbahn aus seiner Normallage so weit naeh einer Seite aus, dass z. B. die verdunkelte Photozelle 9 ebenfalls beleuchtet wird, so kann der vom. Gegenstrom nieht mehr kompensierte Photostrom der beiden Photozellen über das Relais 24 z. B. den Selialtsehiitz 21 schalten, der den Verstellmotor 23 derart drehen lässt, dass die Papierbahn wieder in die Normallage bezüglich der beiden Photozellen versehoben wird, so dass 10 beleuchtet und 9 wieder verdunkelt ist.
Weicht der Papierrand naeh der anclern Seite aus, da¯ z. B. aneth die Photozelle 10 verdunkelt wird, kann in der Folge der nicht mehr zur Kompensierung verbrauehte IIilfsstrom mit gegenüber dem Photostrom umge- kehrten Vorzeichen über das Relais 24 z. B. den Schaltsch tzen 22 erregen, wodurch der Verstellmotor 23 in entgegengesetzter Riehtung läuft und die Kante der Stoffbahn wieder gegen die Normallage bezüglieh der beiden Photozellen versehiebt.
Die beim Ablauf der Papierrolle am Pa pierrand auftretenden, kurz aufeinanderfol- genden seitlichen Versehiebungen des Papierrandes bewirken eine fortlaufende Verdunke- lung oder Erhellung der Lichtstrahlenb ndel.
Naeli empirischen Ermittlungen können z. B. in Papiersaeksehlauchmaschinen bei Verarbeitung von Kraftpapier die periodischen Ver schiebungen etwa mit einer Frequenz von 18-25 Hertz auftreten. Durch die rasch auf einanderfolgenden Erhellungs-und Verdunk lungsimpulse spricht bei Einschaltung eines geeigneten Glättungskondensators 40 das Messwerk des Ultrarelais 24 nicht an.
Erst bei wesentlich langsamer verlaufenden Schwankungen spricht das Messwerk auf ein jeweiliges Strahlenbündel an, welches nunmehr ber vorerwähnte Schaltschützen den Elektromotor 23 in Betrieb setzt und letzterer mit Verschie- bung der Papierrolle 2 veranlasst.
Bei Verwendung lichtelektrischer Zellen, die mit Hilfsspannung arbeiten, wie Vakuumoder gasgef llte Photozellen, kann die in Fig. 6 im Prinzip gezeigte Schaltung verwendet werden. Dabei liefert die Batterie 31 die Hilfsspannung für die Photozellen 7 und 8, die Gittervorspannung und einen Teil der Anodenspannung der Robre 32, die Batterie 37 liefert den restliehen Teil dieser Anodenspannung.
Die Widerstände 50, 51, 52 bilden zusammen mit den Photozellen einen Spannungsteiler für die Gitterspannung der Rohre, deren Ruhewert am Potentiometer 53 einstellbar ist.
Im Anodenkreis der Röhre liegt das Relais 36 mit dem Parallelkondensator 54. Der Um- sehaltekontakt 36'dieses Relais befindet sich bei einem mittleren Erregungsstrom in der neutralen Mittelstellung. Bei einem kleineren Erregungsstrom des Relais 36 wird dann beispielsweise der Sehiitz 21 und bei einem gr¯ sseren Erregungsstrom der Sch tz 22 erregt.
Diese beiden Schütze entsprechen in der Schaltung ihrer Arbeitsstromkreise den Schützen 21 und 22 in Fig. 5 und losen wie im Zu sammenhang mit dieser Figur dargelegt den Links-bzw. Reehtslanf des Verstellmotors 23 aus.
Die beiden Photozellen 7 und 8 sind so angeordnet, dass bei normaler Lage der Pa pierbahn die Zelle 8 beleuchtet und die Zelle 7 verdunkelt ist. Das Potentiometer 53 wird so eingestellt, dass in diesem Falle ein mittlerer Anodenstrom fliesst, so class das Relais 36 eine mittlere, neutrale Stellung einnimmt und keinen seiner Kontakte schliesst, wodurch der Verstellmotor in Relie bleibt.
Versehiebt sieh die Papierbahn in der einen Riehtung, so dass die Zelle 8 nur teilweise be leuehtet wird, wobei die Zelle 7 verdunkelt bleibt, so wird der Photostrom und der Span nungsabfall am Widerstand 50 kleiner, das Gitter 33 negativer, und der Anodenstrom nimmt ab. Dadureh schaltet das Relais 36 den Schütz 21 ein, und der Verstellmotor wird mit der einen Drehrichtung eingeschaltet, welche erforderlieh ist, um die Papierbahn in die Normallage in bezug auf die Photozellen zu rüekzuführen.
Versehiebt sich die Papierbahn in der andern Rielltung, so dass ausser der Zelle 8 aueh die Zelle 7 wenigstens teilweise beleuchtet ist, so fliessen durch den Widerstand 50 Photo strume beider Zellen, der Spannungsabfall an diesem Widerstand wird grösser, das Gitter 33 positiver, und der Anodenstrom nimmt zu.
Dadurch erregt das Relais 36 den Sehütz 22, und der Verstellmotor wird mit der andern Drehrichtung eingeschaltet, welche erforderlich ist, um die Papierbahn aus dieser Verschiebung in die Normallage zurückzuführen.
Der Kondensator 54 hat denselben Zweck wie der Kondensator 40 in Fig. 5, er verhin dert, dass die Schaltung auf kurzzeitige, seitliche Versehiebungen der Papierbahn anspricht.
In einer andern Ausführungsform der Schaltung kann ein zweiter Schleifer am Potentiometer 53 vorgesehen und über einen weiteren Widerstand mit dem Gitter 33 verbunden sein.
Mit jeder der an Hand der Fig. 5 und 6 beschriebenen Schaltungen wird über den sieh rechts oder links drehenden Motor 23 die Papierbahn in die richtige Lage versetzt. Um die axiale Versehiebung der Papierrolle 2 nach der einen oder andern Seite zu begrenzen, müs- sen Begrenzungsschalter vorgesehen werden.
Der Schaltnocken 29 des Begrenzungssehalters 30 wird auf die Mitte der Spindelmutter 26 aufgesetzt, wobei die Kontakte im Schalter 30 geschlossen sind. Läuft die Spindelmutter 26 über ihre Mittellage hinaus, was nach links oder reehts der Fall sein kann, dann gleitet der Sehaltnocken 29 von der Spindelmutter 26 ab, wodurch Schaltkontakte im Sehalter 30 frei werden und diese den Verstellmotor 23 abschalten. Vor Inbetriebnahme der Vorrich- tung ist der Schaltnoeken 29 stets auf die Mitte der Spindelmutter 26 aufzusetzen, wodurch die Betriebsbereitschaft für den Motor 23 gegeben ist.
Neben der lichtelektrischen Steuerung der Seitenverschiebung der Werkstoffbahn kann gleichzeitig eine Knopfsteuerung für Handbetrieb vorgesehen sein. Falls mehrere Abtastgeräte vorgesehen sind, z. B. bei Sackmasehinen, bei denen mehrere übereinanderliegende Papierbahnen zu steuern sind, erhält jede Bahn eine gesonderte lichtelektrische Steuerung. Je ein Drucktastenpaar nebst einer Signallampe ist jeder lichtelektrisehen Steuerungsanlage zugeordnet, und sämtliche Drucktasten sind in einem Schaltbrett zusammengefasst. Letzteres wird vorzugsweise am Füh- rerstand des Maschinisten angebracht. Eine solche Handsteuerung wird durch einfaches Umlegen eines Umschalters eingeschaltet, wobei gleiehzeitig die lichtelektrische Steuerung ausgeschaltet wird.
Beispielsweise mit zwei in den Stromkreis eingeschalteten Drucktasten können in gewiinschter Weise die Schalt- schützen 21 und 22 direkt elektrisch erregt werden, und zwar zur unmittelbaren Nachstel- lung der Papierrolle 2 über den Motor 23 mit Schneekengetriebe 25 und 26 durch Rechts- und Linksverschiebung. Bei Hand-Schaltstellung kann am Sehaltbrett jeder Einheit eine Signallampe besonderer Farbe zugeordnet sein, um bei dieser Handbedienung eine rasche Orientierung dem Maschinenführer zu gestatten. Bei Ausfall irgendeines Steuermittels der lichtelektrischen Anordnung wird eine eventuelle Fehlsteuerung der Papierbahn durch diese Handfernsteuerung vermieden.
Die am Schaltbrett angeordneten Signallampen leuch- ten dann gleiehzeitig auf, und zwar jeweils diejenige Tastenreihe, welche für die ausfallende elektrische Steuerungsanlage auf Handbetrieb umgeschaltet wurde. Die liehtelektri schen Steuerungen der übrigen Papierbahnen arbeiten selbsttätig weiter.
Einer lichtelektrischen Steuerung sind zur Kennzeichnung des selbsttätigen Betriebes je Einheit weitere Signallampen zugeordnet, welche z. B. in einem Transparent weithin sichtbar zusammengefasst sind, und zwar dienen zweekmässig zwei Signallampen zur Anzeige der beiden axialen Versehiebungsmög- lichkeiten der ein-oder auswärts laufenden Papierbahn und leuehten beim normalen Betrieb nur kurzzeitig auf.
Tritt in der lieht elektrischen Steuerung eine Störung in der einen oder andern Richtung auf, so leuchtet eine dieser beiden Signallampen dauernd, wodureh der Masehinenführer gewarnt wird und in der Lage ist, rechtzeitig die betreffende Einheit auf Handbetrieb umzusehalten und bei entsprechendem Druektastenbetrieb die axiale Verschiebung so veranlasst, da¯ beide Signallampen wieder zur Kenntlichmaehung des Normallaufes der Bahn kurzzeitig auf- leuchten. An Stelle der Signallampen können auch akustische oder sonstige Warnsignale vorgesehen werden.
Eine Papierrollenschlussanzeige-Vorrichtung dient dazu, um den rechtzeitigen Abstellpunkt der betreffenden Maschine dem Masehinenfiihrer zu signalisieren. Der Schlusskontakt ist einstellbar und sehaltet beim Erreiclien der Ablaufstellung eine entspreehend kenntlieh gemachte Signallampe ein. Letztere ist gleichfalls jeder Einheit zugeordnet.
Bei Verwendung f r Papiersack-Schlauchmaschinen, auf welchen mehrere Papierlagen verarbeitet werden, kann gegebenenfalls nur eine Papierbahn mit einer Steuereinrichtung versehen werden, um dann dieser im Lauf geregelten Papierbahn als Riehtbahn den Sei tenlauf der andern Papierbahnen anzupassen.
Besser ist es jedoch, wie bereits erwähnt, jeder Papierbahn eine gesonderte lichtelek- trische Steuereinrichtung mit Kontaktschalt- werk und Verstellmotor zuzuordnen, welche dann gemeinsam von einem Führerstand aus überwacht werden.
Um die Einstellung der von den lichtelektrisehen Zellen 9 und 10 erzeugten Photo strume genau abgleichen zu können, ist die Anordnung der Photozellen 9 und 10 so getroffen, dass diese in axialer Riehtung zu den optischen Achsen verschoben werden können, um die bekanntlich versehiedenen Spannungs- werte bei gleichbleibender Belichtung der Photozellen durch die Lichtquellen 7 und 8 ausgleichen zu können, dergestalt, dass das Null-Potential bei gleicher Helligkeit der Strahler erreicht wird.
Zusätzliche Vorsehalt-oder ParallelwiderstÏnde zum Abgleichen der Lichtintensität und Photostrome werden vermieden. Dadurch wird die gesamte Justierung ausserordentlich vereinfaeht und kann von ungeübtem Personal vorgenommen werden.
Nach Fig. 7 wird die Hilfsspannung an den Leitungen 18, 19 einer zusÏtzlichen Photozelle 39 entnommen. Diese Photozelle fiir die Hilfsspannung wird von den Lichtquellen 7 und 8, welche über optisehe Systeme 7a, Sa die Photozellen 9 und 10 beleuchten, gleiehzeitig angestrahlt. Zur Einregelung der Steuerspannnng ist in den Steuerstromkreis ein regelbarer Widerstand 41 eingeschaltet. Wichtig ist, class die Kompensationsspannung im Takte der Photoelementenspannnng arbeitet, um Fehlsteuerungen zu vermeiden.
Bekanntlich schwankt der in den Photozellen erzeugte Strom mit der Liehtintensität. Letztere ist aber wiederum von den Sehwankungen der Netzspannung abhängig. Uin diesen SpannungsÏnderungen Rechnung zu tragen, wird die Kompensationsspannung 20 im voraus dureh den regelbaren WViderstand 41 auf eine bestimmte Hohe eingestellt, so dass eine spätere manuelle Regelung nicht mehr erforderlich wird.
Bei Ausfall einer der Liehtquellen 7 und 8 verringert sich auch entsprechend der Kom pensationsstrom, da dieser der Lichtintensität beider Liehtsender 7 und 8 entsprechend einreguliert ist. Diese ¯nderung des Kompen sationsstromes kann dazu ausgenutzt werden, um über ein hochempfindliches Relais 42 Signale über eine Kontakteinrichtung 43 aus zulosen.
Nach den Fig. 8 bis 11 ist zwischen den beiden Liehtquellen 7 und 8 und den optischen Systemen 7a, Sa die als Generator wirkende Photozelle 39 eingesetzt, die über Lichtsehächte 44, 45 von den beiden Lichtsendern 7 und 8 angestrahlt wird.
Der r ckwÏrtige Teil des Steuerkopfes 6 besitzt eine mit Deckel 46 abschliessbare Kam mer 47. Diese Kammer 47 steht beispielsweise über einen Nippel mit einem Luftkompressor oder einer Luftdruckleitung in Verbindung.
Die Kammer 47 bildet somit einen Druckluft- raum, und über KanÏle 49, 50 kann von hier aus ein stetiger Luftstrom gegen die Vorzugsweise konvexen Flächen der Linsen 7a und 8a geriehtet werden. Dadureh werden die Linsenoberflächen dauernd staubfrei gehalten und somit Fehlsteuerungen vermieden.
In der Kammer 47 können Anschlussklem- men und sonstige elektrische Einrichtungen, so vor allem der elektrische Widerstand 41, eingesetzt werden.