Luftschutztüre. Luftschutztüren der bisher üblichen Kon struktion besitzen im allgemeinen Rahmen be stehend ausWinkel- oder U-Eisen, in welchen die Armierung der Türfläche in Form eines an der Innen- und Aussenseite angeordneten Netzes aus Rundeisen bzw. Stahldrähten oder Stangen und dergleichen angebracht ist. Die Armierungsteile sind untereinander ver schweisst.
Diese eiserne Rahmenkonstruktion mit ihrer zusätzlichen Flächenarmierung wird mit Beton ausgegossen. Auf jeden Fall befinden sieh die Rahmenteile aussen am Umfang der Türe -und sind in erster Linie der Einwirkung von Bombensplittern ausgesetzt.
An Stelle der vorgenannten Konstruktion ist auch schon ein Stahlmantel verwendet wor den, der die ganze Türe umhüllt.
Ausführungsbeispiele solcher bekannten Luftsehutztüren sind in der Fig. <B>1</B> bzw. <B>3</B> der beiliegenden Zeichnung in Ansicht und in den Fig. 2 bzw. 4 im Querschnitt dargestellt.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, Tjultsch-Litztüren als reine Stahlbetonkonstruk- tionen auszubilden und nicht als mit Beton ausgegossene Eisenkonstruktionen.
<B>Z,</B> Die den Gegenstand vorliegender Erfin- (lung bildende Luftschutztüre ist -daher da durch gekennzeichnet, dass sämtliche Armie- rungsteile von Beton umhüllt sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes veranschaulichen die Fig. <B>5</B> bis<B>8</B> der beiliegenden Zeichnung, wobei Fig. <B>5</B> eine Vorderansicht der Rahmen- und Armierungskonstruktion zeigt.
Fig. <B>6</B> ist eine Seitenansicht und Fig. <B>7</B> ein Querschnitt derselben.
Fig. <B>8</B> stellt im Querschnitt eine Variante dar.
In den Fig. <B>1</B> und 2 ist, wie bereits er wähnt, eine bekannte, mit Beton ausgegossene Eisenrahmenkonstruktion dargestellt. Die Ei senteile des Rahmens sind an der Aussenseite der Türe sichtbar und daher der Wirkung von Sprengkörpern direkt ausgesetzt. Ein Treffer wird an diesen Rahmenteilen Verbiegungen verursachen und damit das Funktionieren der Türe verunmöglichen. Ausserdem steht, wie aus Fig. 2 ersichtlich, die Rahmenkonstruk tion in direkter äusserer Verbindung mit den Türkloben, die ebenfalls bei einem Treffer be ansprucht werden.
Bei der Türe nach den Fig. <B>3</B> -und 4 han delt es sich -um eine Luftseliutztüre, die mit einem Stahlmantel umkleidet ist. Auch -hier wird bei einem Treffer dieser ungeschützte Stahlmantel der Wirkung des Sprengkörpers direkt ausgesetzt, desgleichen auch der mit diesem Stahlmantel direkt verbundene Kloben.
Bei der Türe nach den Fig' <B>'5</B> bis<B>8</B> ist der Rahmen gebildet aus Stahlstangen a, vor allem in den Ecken, und den sie der Quere nach ver bindenden Bändern<B>b.</B> Mit diesen Rahmenele menten ist beidseitig das den eidgenössischen Vorschriften entsprechende Netz c aus -unter sieh verschweissten Rundeisen oder Stahl ver- sehweisst. Alle diese Konstruktionsteile sind von Beton umhüllt. A-Lieh die Verbindung der Türe mit den seitlich in der Türöffnung an gebrachten Kloben <B>d</B> ist nicht sichtbar.
Sie -#ird gebildet durch eine innerhalb der Tür platte nahe deren einen Längswand vertikal angeordnete Stahlstange e, die mit den Klo- ben d in üblicher Weise durch Sehlaudern <B>f</B> verbunden ist.
Sowohl die Stahlstange e als auch die Sehlaudern <B>f</B> sind vollständig vom Beton umhüllt, also vor Zerstörang durch Bombenspitter durch Beton von mindestens halber Türstärke gesehützt. Die Kloben d sind vorschriftsmässig ebenfalls durch Schlaudern<B>g</B> in das Betonmauerwerk, das die Türöffn-Lmg Limgibt, eingelassen -Lind sind auf einer verti kalen Klobenstange h gelagert, deren unteres Ende auf einer Pfanne<B>k</B> drehbar ist.
Zum Ausgleich der Differenz zwischen den innern Durchmessern der Klobenringe und dem Durchmesser der Klobenstange <B>A</B> ist über letz tere eine zvlindriselie Hülse i geschoben. Da die Klobenstange <B>A</B> mit dem Mauerwerk des Gebäudes verbunden und in der vom genann ten Mauerwerk gehaltenen Pfanne<B>k</B> abge stützt ist, wird ein Absenken der Türe verun-. möglieht und eine dauernde Entlastung der Kloben erzielt.
Mit<B>1</B> siiid an sieh- bekannte Mittel bezeich net, die einen gasdichten Abschluss der Tür öffnung gewährleisten.
An der Türe sind ferner noch die üblichen zum Öffnen und Schliessen dienenden Hebel gn angebracht. Ausserdem können Sehaulöe'her und Notausstiegöffnung (wie solche in Fig. <B>3</B> punktiert angedeutet sind) vorgesehen sein.
Bei der Variante gemäss Fig. <B>8</B> befindet sieh die Drehachse der Türe innerhalb der Betonschicht derselben. Bei dieser Ausfüh rungsform kommt die Stange e in Weg-.fall.
Die beschriebene Luftsel-iutztüre hat gegen über den bisher bekannten Türen folgende Vorteile: Zunächst ist es vermieden, die Ecken der Türe durch Winkeleisen auszukleiden, da diese beim Auftreffen starker Bombensplitter sehr leicht deformiert werden, wodurch die ganze Konstruktion<B>-</B> speziell durch die notwendi- gerweise in das Gebäudemauerwerk möglichst tief eingeführten Schlaudern <B>-</B> gefährdet ist und Risse bis in die Tiefen des Betons ent stehen können.
Dabei ist aber ein Zerreissen des Betolikörpers der Türe bzw. das Loslösen mehr oder weniger grosser Betonbroeken züi befürchten.
<B>-</B> Bei der reinen Stahlbetonkonstruktion der Türe, wie sie oben beschrieben ist,.-wird nun erreicht, dass alle Armierungsteile, welehe Zugsspannungen aufnehmen müssen, nicht an der Oberfläche der Türe liegen, sondern voll ständig mit Beton umhüllt sind. Das beidsei tige enge Stahlnetz c verhindert das Loslösen von Betonbrocken.
Gegebenenfalls kann auf der Innenseite der Türe noch ein weiteres eng maschiges Stahlnetz angebracht werden, um auch das Eindringen kleinerer Betonstüeke in den Sehutzraum bei geschlossener Türe zu verhindern.
Die Ecken der Türe sind sämtlich im Be tonkörper durch kräftige Stahlarmierungen geschützt, und die äLissern Betonkanten sind vorzugsweise stark abgerundet. Im Gegensatz zu den bisher üblichen, mit Beton ausgegosse nen Eisenkonstruktionen ist auch die sehr wichtige Verbindung des Türkörpers mit der Drehvorrichtung in das Innere des Türkör pers verlegt und ist dadurch gegen Treffer vollständig geschützt. So wird zum Beispiel am beschriebenen Ausführungsbeispiel beim Auftreffen eines grösseren Bombensplitters die Wirkung nicht auf den nächsten Kloben allein ausgeübt, sondern infolge der Verbindung mit der Stahlstange e auf alle drei Kloben verteilt.