CH292358A - Verfahren zur Herstellung von Cellulosehydrat-Kunstfäden mit erhöhter Anfärbbarkeit für saure Farbstoffe. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Cellulosehydrat-Kunstfäden mit erhöhter Anfärbbarkeit für saure Farbstoffe.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Cellulosehydrat#Kunstfäden mit erhöhter Anfärbbarkeit für saure Farbstoffe. Es ist bereits bekannt, die Anfärbbarkeit der aus Celluloselösungen erzeugten Kunst fasern, insbesondere mit sogenannten sauren Farbstoffen, dadurch zu erhöhen, da.ss man der Spinnlösung Stoffe zusetzt, die das Säure bindungsvermögen der Faser erhöhen.
Bisher hat man für diesen Zweck stickstoffhaltige Verbindungen vorgeschlagen aus der überle- gung, dass diese Stoffe ihrer chemischen Zu sammensetzung nach den tierischen Fasern, welche ein gutes Anfärbevermögen für saure Farbstoffe besitzen, besonders ähnlich sind. Es wurde nun überraschenderweise gefun den, dass auch nichtstickstoffhaltige Verbin dungen in der Lage sind, die Anfärbbarkeit von Cellulosefasern sauren Farbstoffen gegen über wesentlich zu steigern.
Als geeignet haben sich Verbindungen er wiesen, wie sie durch Behandeln eines Phenols mit Schwefel erhalten werden können. Derar tige Verschwefelungsprodukte waren im Han del unter dem Markennamen Katanol der ehemaligen I. G. Farbenindustrie bekannt und entsprechen in ihrer Zusammensetzung etwa folgenden Formeln:
EMI0001.0017
(Vergleiche Chemikalienkunde für den Textil- veredler von Dr. Ing. Albert Schaeffer, Stutt gart 1951, Seite 367.) Die betreffenden Verbindungen können der Spinnlösung bei oder nach ihrer Herstellung zugesetzt werden, wobei für gute Durch mischung zu sorgen ist.
Die genannten Verbindungen haben den Vorteil, da.ss sie nicht wasserlöslich, aber in verdünnter Lauge löslich sind. Sie lassen sich also leicht in die alkalische Spinnlösung, bei spielsweise eine Viscose- oder Kupferoxyd- ammoniakcelhrloselösung hineinbringen, wer- den aber bei der nachfolgenden Wäsche und Weiterbehandlung der frisch gesponnenen Fäden aus diesen nicht herausgelöst.
Der Zusatz von Verbindungen, wie sie durch Behandeln eines Phenols mit Schwefel. erhalten werden können, kann in besonders günstiger Weise mit einem Zusatz von Ölen oder Fetten zur Spinnlösung kombiniert wer den, wodurch in einem Arbeitsgang sowohl eine Mattierung des Fadens als auch eine Erhöhung seiner Anfärbbarkeit erreicht wird. Hierbei können zur Mattierung in an sich be kannter Weise flüssiges Petroleum von hohem Siedepunkt oder zähflüssige Petroleumpro- dukte oder Mischungen dieser Stoffe der Spinnlösung einverleibt werden.
Bei der praktischen Herstellung von Fä den gemäss der Erfindung verfährt man am besten in der Weise, dass man das sulfidierte Phenol bzw. Polyphenol der aus dem Löse wasser und dem Öl oder Fett hergestellten Emulsion zugibt. Zur Verbesserung der Emul- gierung kann man dabei gleichzeitig noch einen der bekannten Emulgatoren, wie Tür- kischrotöl und ähnliche sulfonierte Verbin dungen bzw. echte Sulfosäuren von Fetten oder Ölen, zusetzen.
<I>Beispiel:</I> Es wird eine Viscose mit. 8 % Cellulose und 6,2 % NaOH hergestellt. Während der Auf- lösung des Xanthates fügt man mit dem letz ten Lösewasser 0,6 1/o sulfidiertes Polyphenol,
gelöst in der vierfachen Menge 6prozentiger Lauge, zu. Die angegebene Menge bezieht sich auf Viscose. Nach gehöriger Durchmischung filtriert man, wie üblich, entlüftet und reift. bis zu einer Hottenroth-Zahl von 11,5 nach. Hierauf wird in ein übliches Bisulfat-Sulfat- bad versponnen, wobei man eine solche Ein stellung wählt, dass man eine Stapelfaser von 3,'75 Den. erhält.
Die geschnittene Faser wird mit Wasser von 80 säurefrei gewaschen, mit Na2S03-Lösung 1prozentig vom pH 6,2 ent- schwefelt, nochmals gewaschen und dann ge seift und getrocknet. W ird die so erhaltene Stapelfaser im Verhältnis 10:60 mit gewa schener Schafwolle -emischt verarbeitet, so erhält man ein weiches voluminöses Garn, das sich mit sauren Farbstoffen in einem Bad Ton in Ton färben lässt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Cellulose- hydrat-liunstfäden mit erhöhter Anfärbbar- keit für saure Farbstoffe, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Spinnlösung verwendet wird, welche sulfidierte, phenolartige Verbin dungen, wie sie durch Behandeln eines Phenols mit Schwefel erhältlich sind, enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gek ennzeiehnet, dass man sulfidierte Polyphenole verwendet. ?.. Verfahren nach Patentansprueh und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sulfidierten Polyphenole gemeinsam mit einer wässerigen Emulsion von fettarti gen Verbindungen, welche eine Mattierung des Fadens hervorrufen, der Spinnlösung zuge setzt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE292358X | 1950-03-13 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH292358A true CH292358A (de) | 1953-08-15 |
Family
ID=6072964
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH292358D CH292358A (de) | 1950-03-13 | 1951-01-27 | Verfahren zur Herstellung von Cellulosehydrat-Kunstfäden mit erhöhter Anfärbbarkeit für saure Farbstoffe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH292358A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1035850B (de) * | 1954-09-03 | 1958-08-07 | Textile And Chemical Res Compa | Verfahren zum Spinnen hochfester Cellulosehydratfaeden aus sogenannten Muellerbaedern |
-
1951
- 1951-01-27 CH CH292358D patent/CH292358A/de unknown
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