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CH284506A - Verfahren zur Herstellung einer hitzebeständigen Giessform. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer hitzebeständigen Giessform.

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Publication number
CH284506A
CH284506A CH284506DA CH284506A CH 284506 A CH284506 A CH 284506A CH 284506D A CH284506D A CH 284506DA CH 284506 A CH284506 A CH 284506A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
heat
resistant
casting mold
coating
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Incorporated Aust Laboratories
Original Assignee
Austenal Lab Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Austenal Lab Inc filed Critical Austenal Lab Inc
Publication of CH284506A publication Critical patent/CH284506A/de

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C3/00Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer hitzebeständigen Giessform.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung einer hitzebeständigen Giessform  und eine nach dem Verfahren erhaltene Giess  form.  



  Die Erfindung kann als Verbesserung der  in den US-Patenten Nr. 2027932 von     Ray     und     Nr.2380945    von     Collins    beschriebenen  Erfindungen betrachtet werden.  



  Insbesondere bezieht sich die Erfindung  auf die Herstellung von     hitzebeständigen,     feuerfesten Formen, die beim Giessen von  hochschmelzenden Metallen und Legierungen,  wie Stahl, rostfreie Stähle,     Nichteisenlegierun-          gen    wie rostfreie     Kobalt-Chrom-Legierungen     und andern hochschmelzenden Stoffen wie  Platin,     Platin-Iridium,        Platin-Rhodiumlegie-          rungen    und dergleichen verwendet werden  sollen.  



  Es ist bekannt, dass für das Giessen von  hochschmelzenden Metallegierungen geeignete  hitzebeständige Formmaterialien verwendet  werden müssen, die den Giesstemperaturen der  Legierungen widerstehen. Einer der wichtig  sten hitzebeständigen Bestandteile solcher  Formmassen ist das     Siliziumdioxyd.    Andere  hitzebeständige Komponenten solcher Mi  schungen sind Aluminiumoxyd,     Zirkonoxyd,     gemahlene     Siliziumdioxyd-    oder Magnesium  oxydziegel,     geschmolzenesMagnesiumoxyd    und  viele andere, dem     mit    dem Hochtemperatur  guss vertrauten Fachmann geläufige Stoffe.  



  Ausser der geeigneten Auswahl der hitze  beständigen Komponenten ist es bei der Her-    Stellung solcher Giessformen aber auch wesent  lich, dass man ein Bindemittel verwendet,  welches diese zusammenhält.  



  Es wurden hierzu gewisse Bindemittel  typen, wie organische Silikate,     inbesondere     T     etraäthylsilikat    und verwandte Silikate, vor  geschlagen. Die Verwendung solcher orga  nischer Silikate als Bindemittel für die hitze  beständigen Stoffe bietet wohl Vorteile beim  Giessen verhältnismässig kleiner     Gussstücke,     hat aber auch gewisse Nachteile bei der  Massenproduktion von     Präzisionsgussstücken.     Bei der     Verwendung    dieser organischen Sili  kate ist es zum Beispiel erforderlich,     Äthyl-          alkohol    oder Aceton oder andere Lösungs  mittel als     Verdünner        zu    verwenden.

   Wenn  nun, wie bei der     Massenproduktion,    grosse  Mengen dieser Stoffe verwendet werden  müssen, ist die Feuersgefahr sehr gross. Bei  den gleichen     Voraussetzungen    ergeben sich  auch noch andere Nachteile, wie die hohen       Einstandskosten    der organischen Silikate und  die komplizierte Technik, die erforderlich     ist,     um die benötigten Hilfsstoffe mit den organi  schen Silikaten zusammen zu verarbeiten, um  diese in einen für die Verwendung als Binde  mittel geeigneten Zustand überzuführen.  



  Andere Bindemittel, wie kolloidale     Sili-          ziumdioxyd,    bieten gegenüber den organischen  Silikaten Vorteile, doch sind sie nicht absolut       alkalifrei,    so     dass    das     Alkali    die Hitzebestän  digkeit der     Formmischung    herabsetzen kann.

         yTerwendet    man sie als Tauchüberzug für      Wachsmodelle, so machen sie eine mehrmalige  Anwendung des Tauchmaterials     erforderlich.     Ausserdem     wurde    gefunden, dass diese kolloi  dalen     SiliziimZdioxy        dlösungen    in ihren Eigen  schaften wechseln, verhältnismässig unstabil  sind und ihre     Eigenschaften    beim Lagern ver  ändern. Die     Veränderungen    können sie aber  als Bindemittel für die Herstellung hitzebe  ständiger Formen ungeeignet machen.  



  Die vorliegende Erfindung stellt sich nun  die Aufgabe, die Verwendung von entzünd  lichen Stoffen     und    komplizierte Herstellungs  methoden für das Bindemittel zu vermeiden  sowie als Ausgangsmaterial für das Binde  mittel verhältnismässig billige Produkte     zu1     verwenden.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur Her  stellung einer hitzebeständigen Giessform ist  dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein  Modell einen Überzug aus einer Mischung aus  zerkleinertem, hitzebeständigem     Füllstoff    und  einem Bindemittel, das die Eigenschaft auf  weist, durch saure     Reaktionsprodukte    nicht  vom Modell abgelöst zu werden, aufbringt,  dann diesen Überzug mit einer zur Bildung  des Körpers der Giessform bestimmten Mi  schung aus zerkleinertem, hitzebeständigem       Füllstoff    und einem nicht alkalisch reagieren  den Bindemittel in innigen Kontakt bringt,

    wobei dieses Bindemittel durch Umsetzung  einer     wässrigen        Alkalisilikatlösung    mit Mine  ralsäure entstandenes     Kieselsäuresol    enthält,  das     Sol    unter Bildung von     hydratisierter          Kieselsäure    gelieren lässt, wodurch eine Bin  dung zwischen den     Füllstoffteilehen    einerseits  und zwischen letzteren und dem Überzug  andrerseits entsteht, wonach man die Form       trocknet        und:    das Modell daraus entfernt.  



  Bei der Herstellung von     hitzebeständigen     Giessformen war es     bisher    üblich, ein in ge  eigneter     Weise    zerkleinertes, hitzebeständiges  Material wie     Siliziumdioxyd,        Aluminiumoxyd,          Magnesiumoxyd,        Titandioxyd,        Berylliumoxyd,          Mullit,        Sillimanit    und     Zirkonoxyd    je nach  seiner Beständigkeit gegenüber den Bedin  gungen, denen die Form bei ihrer Verwen  dung ausgesetzt wird, für sich allein oder aber  in     inerten,    nicht schmelzenden Mischungen zu    verwenden.

   Solche Substanzen werden im  nachstehenden als hitzebeständiges Füllmittel  bezeichnet.     Siliziumdioxyd    in so feiner Ver  teilung, dass es beispielsweise durch Siebe mit       1.0    bis 120 Maschen pro cm hindurchgeht.  eignet sich für diesen Zweck besonders     geit.     Je feiner der Zerkleinerungsgrad des Füll  mittels, desto besser eignet es sich natürlich  zur     Erzeugung    von     Gussstüeken    mit glatter  polierter Oberfläche. Der Füllstoff kann sich  aus verschiedenen Korngrössen zusammen  setzen, wodurch sich der Oberflächeneffekt  beeinflussen lässt.

   Durch geeignete Wahl der  Korngrösse kann man auch Mischungen erhal  ten, die sich durch Vibration wirksam ver  dichten lassen und keine     Schrumpfrisse    auf  weisen.  



  Zur Herstellung des     Bindemittels    für die       Formmischung    kann man als     Alkalisilikat          Natriumsilikat    oder     Alkalimetasilikat    und als  Säure Salzsäure     verwenden.    Man kann natür  lich auch ein anderes     Alkalisilikat    und eine  andere Säure verwenden.  



  Zweckmässig erfolgt die Herstellung     des     Bindemittels unter Verwendung von zwei  Standardlösungen, zum Beispiel verdünnter       Salzsäure    und einer Lösung von Natrium  silikat, die im geeigneten Mengenverhältnis  vermischt werden, so dass man eine Lösung  erhält, die die gewünschte Bindekraft für den  hitzebeständigen Füllstoff     besitzt.    Wenn man  die     Silikatlösung    zu einer Säurelösung gibt,  bildet sich Kieselsäure.  



  Ein solches Bindemittel ist nicht,entzünd  lich und sehr billig; da es aus     Wasser    und so  billigen Stoffen wie     Natriumsilikat    und Salz  säure hergestellt wird. Das bekannte     Tetra-          äthylsilikatbindemittel    entsteht durch Hydro  lyse von     Tetraäthylsilikat,    wobei beträchtliche  .Wärme entwickelt wird. Beim     Tetraäthyl-          silikat        besteht        stets    die Gefahr des     Koehens          und.    der Verursachung von Bränden.

   Das im  vorliegenden Verfahren verwendete Binde  mittel kann stets mit einem bestimmten Säure  wert hergestellt werden, durch den die Ab  bindungs- und     Gelierungseigenschaften    der       bindemittelhaltigen    Mischung recht genau  festgelegt werden können. Diese genaue Ein-           stellbarkeit    der     Abbindungs-    und     Gelierungs-          eigenschaften    steht im direkten Gegensatz zur  Verwendung von     Natriumsilikatlösung    als  Bindemittel.

   Es war bisher sehr schwierig, die       Abbindezeiten    von     Natriumsilikaten    genau  einzustellen, da eine Neigung zu verfrühter       Gelbildung,        Klumpenbildung    oder aber zu  Verzögerungen in der     Gelbildung    besteht.  



  Das beim vorliegenden Verfahren für die  Bildung des     Giessform-Körpers        vewendete     Bindemittel enthält keine     alkalischen    Substan  zen wie     Natriumhydroxyd    oder dergleichen,  die die Hitzebeständigkeit der Form beein  trächtigen könnten. Solche alkalische Stoffe  haben die Neigung, mit dem hitzebeständigen  Teil     des    Überzugs zu reagieren, wobei bei  hohen Temperaturen     iiiedrigschmelzende    Eu  tektika entstehen, welche die Hitzebeständig  keit des Überzugs herabsetzen. Das gesamte,  für die Herstellung des Bindemittels verwen  dete     Alkalisilikat    setzt sich mit der Säure  unter Bildung von neutralen oder sauren  Salzen um.  



  Die Ausgangsmaterialien für das Binde  mittel sind stabil. So kann zum Beispiel  erstarrtes     Natriumsilikat    wieder geschmolzen       werden,    wonach man es ohne Nachteil wieder  verwenden kann.  



  Die bekannten Tauchüberzüge scheinen.  von der erfindungsgemäss verwendeten Mi  schung nicht beeinflusst zu werden, wenn diese  darauf aufgebracht wird. Die in Frage kom  menden Tauchüberzüge, die zum Beispiel Um  setzungsprodukte einer     wässrigenAlkalisilikat-          lösung    mit verdünnter Mineralsäure sind,       sind    alkalisch. Wird bei der     Ausführung    des  vorliegenden Verfahrens eine saure Form  masse verwendet, so findet beim Kontakt mit  dem alkalischen Überzug offensichtlich eine  Neutralisierung statt, wodurch der Überzug       stabilisiert    wird. Es     besteht    keine Neigung;  dass der Überzug vom Bindemittel wegge  waschen oder gelöst würde.

   Dies ist ein ausser  ordentlicher Vorteil, da reines     Wasser    und  alkalische Bindemittel solche Überzüge und  auch andere gewöhnlich für diese Zwecke ver  wendete Überzüge wegwaschen. Die Verwen  dung     das    genannten     Bindemittels    lässt auch    die Verwendung von zwei Überzügen, wie sie  sonst in der Technik der kolloidalen     Silizium..          dioxydüberzüge    üblich ist, vermeiden.  



  Ein weiterer Vorteil des beschriebenen       Bindemittels    gegenüber kolloidalem Silizium  dioxyd besteht darin, dass es jederzeit in  gleichmässiger Beschaffenheit hergestellt wer  den kann. Bei den     Siliziumdioxydüberzügexi     ergaben sich bei verschiedenen Ansätzen stets  Unterschiede im     Alkaligehalt    -und in den       Gelierungseigenschaften.     



  Bei Verwendung einer gewöhnlichen Na  triumsilikatlösung     als    Bindemittel für hitze  beständige Formen wurde gefunden, dass  ausser der     Auswaschung    oder Reaktion des  Tauchüberzugs auch eine Neigung zur       Krustenbildung    auf den Formen besteht, wo  durch auf den Formen ausserordentlich harte  neben sehr weichen Stellen     entstehen.    Das  bedingt die Bildung einer     uneinheitlichen     hitzebeständigen Form. Das hier verwendete  Bindemittel scheint diese Nachteile nicht auf  zuweisen und die     erzeugten    Formen sind  durchwegs gleichmässig.  



  Überdies können die Standardlösungen der  Säure und des     Natriumsilikats    in -grossen  Mengen genau genormt und getrennt während  langer Zeit aufbewahrt werden.     Diese    Lösun  gen haben eine praktisch     unbegrenzte    Auf  bewahrungsdauer und können jederzeit zur  Bildung des gewünschten     Bindemittels    be  nutzt- werden.  



  So kann man eine     Natriumsilikatlösung     herstellen, von der 25     cm3    beim     Titrieren     mit n     I-ICl    und     Methylorange    als Indikator  28,0   0,1     cm3        HCl    erfordern.  



  Die     Salzsäurelösung    kann so     eingestellt.     sein, dass 25     cm3    derselben beim     Titrieren    mit  n     NaOH    und     Methylorange    als Indikator  38,0       0,1,ems        NaOH    verbrauchen.  



  Fünfzig Liter dieser     Salzsäurelösung    wer  den in ein mit Rührwerk versehenes Misch  gefäss gegeben und unter kräftigem Rühren  53 Liter der     Natriumsilikatlösung    hineinge  gossen. Die erhaltene Flüssigkeit ist das fer  tige Bindemittel, von dem 100     em3    bei der       Titration    mit n     NaOH    unter     Verwendung         von     Methylorange        ale    Indikator 8,00 0,10     cm3          NaOH    verbrauchen.  



  Das fertige Bindemittel ist billig, nicht  brennbar, -gestattet eine genauere Kontrolle,  ist frei von freiem     Alkali,    das- die     Hitzebe-          #>,tändigkeit    der Mischung herabsetzen könnte,  und erfordert zum Beispiel bei Anwendung  der     dasselbe    enthaltenden Formmischung als  Tauchüberzug nur ein einmaliges Aufbringen       des        überzitgmaterials.     



  Ein weiteres Beispiel ist das folgende       Durch        Vermischen        von        30        Vol.%        chemisch     reinem     HCl        und    70     Vol:O/o        Wasser    wird eine  saure Lösung hergestellt.

   Die     Lösung    des  wasserlöslichen     Silikats    besteht aus 250/0       Natriumsilikat    (enthaltend     ungefähr        6,40io          N        a20        und        24,7        %        S'02)        und        75        Vol.0/m        Wasser.     Zur Herstellung des Bindemittels werden  25     ems    der Säurelösung     mit   <B>25,

  </B>     cm3    der     Sili-          katlösung    vermischt.  



  Ein weiteres Beispiel ist das folgende:  Man stellt eine     Säurelösung    her durch     Ver-          mischen        von        40        Vol.%        chemisch        reiner        Chlor-          wasserstoffsäure        und        60        Vol.%        Wasser,

          ferner          eine        Silikatlösung        aus        50%        Natriumsilikat          (enthaltend        ungefähr        6,4%        Na20        und        24,7%          SiO2)

          und        50%        Wasser.        Zur        Herstellung        des     Bindemittels werden gleiche     Volumteile    dieser       Lösungen    miteinander vermischt.  



  Ein weiteres Beispiel ist das folgende:       Gleiche        Volumteile        50%iger        Phosphor-          säurelösung    und einer     Alkalisilikatlösung,    wie       sie    in den vorangehenden Beispielen beschrie  ben     wurde,    werden miteinander vermischt,  wodurch man ein Bindemittel erhält, das  gleich wie diejenigen der vorangehenden Bei  spiele verwendet werden kann.  



  Ein weiteres: Beispiel ist das folgende:  Man stellt eine     Natriumsilikatläsung    wie  im ersten Beispiel beschrieben her, ferner eine       Salpetersäurelösung    von     gleicher    Normalität       wie    die Salzsäure im ersten Beispiel. 42,9 Liter       Salpetersäurelösung    werden mit 53,3 Liter der       Natriumsilikatlösling    vermischt, -am das  Bindemittel herzustellen, dessen Säurewert bei  Verwendung von     Methylorange        als    Indikator  10,1 beträgt.  



  Um ein Material     herzustellen,    das für den    oben     genannten    Überzug, zum Beispiel Tauch  überzug, geeignet ist, stellt man die     überzugs-          mischung    zum Beispiel derart her, dass man  eine geeignete Menge eines zerkleinerten,  hitzebeständigen Materials mit dem Natrium  silikatbindemittel vermischt. Als hitzebestän  diges Material oder hitzebeständigen Füllstoff  verwendet man vorzugsweise fein vermahlenes       Siliziumdioxyd    (etwa 200 Maschen oder  feiner).

   Die Verwendung des fein zerkleiner  ten hitzebeständigen Materials erzeugt einen  glatten Überzug, was wiederum die Erzeugung  eines     Gussstückes    mit sehr glatter Oberfläche  und einem Maximum an Details, die im Modell  zugegen waren, ermöglicht. Man kann auch  andere hitzebeständige Füllstoffe,     wie    ge  schmolzenen Quarz, geschmolzenes Alumi  niumoxyd,     Zirkon,        Zirkonoxyd,        Mizllit,    ge  schmolzene Magnesia und dergleichen, ver  wenden.  



  Zur Erzeugung einer bis zu einem ge  wünschten Grade biegsamen Formmischung  kann man einen Weichmacher, vorzugsweise  Glyzerin, zusetzen. Infolge seines hygroskopi  schen Charakters verhindert das Glyzerin ein  zu rasches Austrocknen des Überzugs und in  folgedessen das Abspringen oder     Abschiefern     der     Überzugsschicht    vom Modell. Die ge  eignetste Menge des Weichmachers liegt       zwischen        0,1-20%        des        Flüssigkeitsgehaltes     der Mischung.  



  Das Bindemittel, das heisst das durch     Ver-          mischen    der     Salzsäurelösung    mit der Natrium  silikatlösung erhaltene Produkt, wird vorzugs  weise in solchen Mengen verwendet, dass die  Form sowohl in trockenem als in gebranntem  Zustand eine hohe Festigkeit besitzt.

   Obschon  es nicht unbedingt erwünscht ist, einen grossen  Überschuss an     Natriumsilikat    zu verwenden,  sollte dasselbe zweckmässig     döch        mindestens          10        %        und        vorzugsweise        zwischen        10        und        40        0/0     des flüssigen Anteils ausmachen.  



  Als     Geliermittel    verwendet man vorzugs  weise     Salzsäure.    Diese reagiert mit dem Na  triumsilikat unter Bildung     eines    wasserhalti  gen     Kieselsäuregels.    Mit dem gleichen Erfolg  kann man auch andere Säuren, wie Salpeter-,  Schwefel-, Phosphor-, Milchsäure und der-      gleichen verwenden.     ts    empfiehlt sich, die  Säuremenge möglichst gering zu halten. Der  Gehalt, an freier Säure kann zwischen 0 und  etwa     251/o    des Flüssigkeitsgehaltes der hitze  beständigen Mischung, die die primäre Über  zugsmasse bildet, betragen.

   Ein höherer  Säuregehalt wird     zweckmässigerweise    vermie  den, da er eine zu schnell verlaufende     Gelie-          rung    bewirken könnte, was eine klumpige     21i-          schung    zur Folge hat, die unbefriedigende  Überzüge und Formen liefert.  



  Um einen glatten Überzug der Modelle mit  der hitzebeständigen Mischung zu gewähr  leisten, kann man letzterer     zweckmässigerweise     ein Netzmittel, zum Beispiel ein     Kohlen-          wasserstoff-Sulfonat,    zusetzen. Die Menge  dieser Substanz kann zwischen etwa 0,01 und       ungefähr        1,0%        des        Gesamtgewichtes        der        Mi-          schung    liegen. Man kann auch andere Netz  mittel, wie zum Beispiel     Natritim-dioctyl-          sulfosuccinat,    Sulfate von höheren Alkoholen  usw., verwenden.

   Zuviel Netzmittel kann     z1     Blasenbildung in der Mischung führen, was  dann rauhe     Gussstücke    zur Folge hat und des  halb vermieden werden sollte.  



  Uni die Blasenbildung auf ein Minimum  zu beschränken, ;setzt man der Mischung mit  Vorteil ein     Entschäumungsmittel,    wie zum  Beispiel     Octylalkohol    oder auch eine Mischung       aliphatischer    Ester, zu. Der Gehalt an dieser       Komponente        kann        zwischen        etwa        0,01%        und     etwa<B>0,100/a</B> liegen.  



  Eine     typische        Mischung,    die sich zum Bei  spiel zur Verwendung     als    hitzebeständige       Überzugsmasse    für Modelle und als Form=       mischung    eignet, ist folgende:

    
EMI0005.0036     
  
    Flintstein <SEP> 10,35 <SEP> kg
<tb>  Wasser <SEP> 2830 <SEP> cm-'
<tb>  Glyzerin <SEP> 225 <SEP> cm-3
<tb>  Na-Silikat <SEP> (konz.) <SEP> 1350 <SEP> cm3
<tb>  HCl <SEP> 10'%ig <SEP> 650 <SEP> ems
<tb>  Kohlenwasserstoff  sulfonatlösung <SEP> (7,5%ig) <SEP> 75 <SEP> cm3
<tb>  Octylalkohol <SEP> 5 <SEP> ems       Eine weitere derartige     .Mischung    weist  folgende     Zusammensetzung    auf  
EMI0005.0039     
  
    Plintstein <SEP> <B>10,25</B> <SEP> kg
<tb>  Wasser <SEP> 2900 <SEP> cm3
<tb>  Glyzerin <SEP> 450 <SEP> eins
<tb>  Na-Silikat <SEP> (konz.) <SEP> 900 <SEP> cm3
<tb>  HCl <SEP> 10 <SEP> o/oig <SEP> 650 <SEP> ems
<tb>  Octylalkohol <SEP> 3 <SEP> cm3
<tb>  Kohlenwasserstoff  sulfonatlösung <SEP> (7,5 <SEP> %ig)

   <SEP> 75 <SEP> cm-3       Ferner     kann    man für den gleichen Zweck  folgende     Mischung    verwenden:  
EMI0005.0042     
  
    Wasser <SEP> 290 <SEP> <B>cm-'</B>
<tb>  Glyzerin <SEP> 45 <SEP> ems
<tb>  Na-Silikat <SEP> (konz.) <SEP> 90 <SEP> <B>ems</B>
<tb>  Salzsäure <SEP> (4,42 <SEP> gew: /oig) <SEP> - <SEP> 65 <SEP> em3
<tb>  Octylalkohol <SEP> 0,3 <SEP> cm  Kohlenwasserstoff  stilfonatlösung <SEP> (7,50hig) <SEP> 7,5 <SEP> ems
<tb>  Töpferflint <SEP> 1,035 <SEP> kg       Ein     weiteres    Beispiel     für    eine derartige       Mischung    ist das folgende:

    
EMI0005.0046     
  
    Wasser <SEP> 290 <SEP> <B>ems</B>
<tb>  Glyzerin <SEP> 45 <SEP> eins
<tb>  Na <SEP> Silikat <SEP> (konz:) <SEP> 180 <SEP> ems
<tb>  Salzsäure <SEP> (4,42 <SEP> gew.%ig) <SEP> 130 <SEP> cm3
<tb>  Octylalkohol <SEP> 0,3 <SEP> ems
<tb>  Kohlenwasserstoff  sulfonatlösung <SEP> (7,5%ig) <SEP> 7,5 <SEP> eins
<tb>  Töpferflint <SEP> 1,080 <SEP> kg       Noch ein     weiteres    Beispiel ist das folgende:

    
EMI0005.0048     
  
    Wasser <SEP> 290 <SEP> <I>ems</I>
<tb>  Glyzerin <SEP> 45 <SEP> cm3
<tb>  Na-Silikat <SEP> (konz.) <SEP> 90 <SEP> ems
<tb>  Salzsäure <SEP> (4,42 <SEP> Gew.O/a) <SEP> 65 <SEP> eins
<tb>  Octylalkohol <SEP> 0,3 <SEP> eins
<tb>  Kohlenwasserstoff  sulfonatlösung <SEP> (7,5%ig) <SEP> 7,5 <SEP> eins
<tb>  Töpferflint <SEP> 1,035 <SEP> kg       Nach     Vereinigung    und     inniger    Ver  mischung der Komponenten kann ein     Modell          vollständig    mit einer der     vorgenannten    Mi  schungen überzogen werden.

   Nachdem     dies     erfolgt ist, empfiehlt es sich,     den    Überzug,  solange er noch nass ist, mit hitzebeständigen  Stoffen von     soleher    Korngrösse,     dass:    sie durch      ein Sieb mit etwa     2d-40    Maschen pro     eia          hindurchgehen,    zu     bestreuen.    Hierzu eignet  sich     vorzugsweise        Flintstein,        Siliziumdioxyd     oder dergleichen.  



  Nachdem das Modell überzogen und der  Überzug     gegebenenfalls    bestreut worden ist  und     getrocknet    hat, bildet man um das über  zogene Modell herum den Körper der Giess  form aus hitzebeständigem     Füllstoff    und  einem der oben angegebenen sauerreagieren  den Bindemittel, lässt gelieren und trocknet,  wonach man die     Modellmasse        durch    Hitzeein  wirkung     entfernt,    so dass in der Giessform eine       Höhlung    mit glatter und harter Oberfläche  zurückbleibt, in welche sich     dann    das zu ver  giessende     hoehsehmelndie    Metall bzw.

   die  Legierung mit     ausgezeichneten    Ergebnissen  giessen lässt.  



  Das Material, das bei der Bildung des  Körpers der Form als zweiter Überzug ver  wendet wird, kann im allgemeinen irgendein  geeigneter hitzebeständiger     Füllstoff,    in     Ver..     Bindung mit dem erfindungsgemässen Binde  mittel sein. Das     hitzebeständige    Material kann  in fein zerkleinertem Zustand vorliegen und  aus     Siliziumdioxyd,        Flint    oder einem andern,  dem     Fachmann    bekannten, hitzebeständigen  Material bestehen.  



  Da das vorstehend verwendete angesäuerte  N     atriumsilikatbindemittel        Wasser    enthält, er  fordert es eine sorgfältige Trocknung zwecks  Entfernung der grossen in der Giessform ver  bleibenden Wassermenge. Dies steht im direk  ten     Gegensatz    zu einer Form, die unter Ver  wendung von     Tetraäthylsilikat        als    Binder her  gestellt     wurde,    da letzteres im     wesentlichen     ein     Alkohol-Siliziumdioxyd-Sol    darstellt und  der darin vorhandene Alkohol sichtlich leich  ter verdampft,

       um    das als     Bindemittel    die  nende     Siliziumdioxyd    abzuscheiden. Die er  wähnte langsame     Trocknung    der erzeugten  Formen     ist    angezeigt, um die Bildung. von  Dampf zu vermeiden, der die Form zerreissen  oder verzerren könnte.

   Ein typischer     Trock-          nungsvorgang    für solche Formen     ist    zum Bei  spiel folgender  Zuerst werden die Formen bei<B>55-60-</B> C  vorgetrocknet, wonach man die Ofentempera-         tur    mit einer<B>250</B> pro Stunde nicht Über  steigenden Geschwindigkeit bis auf     85-9511    C ;  ansteigen lässt und die Trocknung während 12  Stunden fortsetzt.

   Ein solcher     Trocknungs-          zyklus        gestattet    die Entfernung alles über  schüssigen Wassers, ohne die Form zu schädi  gen, und bringt     das        Siliziumdioxyd        in    eine  solche Form, dass eine vollkommene Bindung  der hitzebeständigen Formbestandteile statt  findet, so dass man anschliessend eine voll  ständige     Ausbrennung    bei hohen Temperatu  ren durchführen kann, um die     Modellmasse     zu entfernen und die Form zur Aufnahme der       geschmolzenen    Legierung     bereitzumachen.     



  Bei der Erzeugung des zweiten Überzugs  für die Bildung     des        Giessform-Körpers,    der  sich von dem Überzug auf der Oberfläche der       Giesshöhlung    unterscheidet, wird der hitze  beständige Mischungsbestandteil mit dem       Natriumsilikatbindemittel    vermischt,     bis    eine  giessbare     Konsistenz    erreicht ist.

   Das mit dem  ersten     Überzug    versehene Modell wird in eine  die äussern Umrisse des     Giessform-Körpers    be  dingende Form eingebracht und diese Mi  schung     vorteilhafterweise    unter Vibration um  das überzogene Modell herum in diese Form  gegossen, bis sie gefüllt     ist,    worauf man sie in  einen andern     Vibrator        einsetzen    und so lange  darin     belassen    kann, bis eine vollständige Ver  dichtung stattgefunden hat und das Binde  mittel in das hydratisierte     gieselsäuregel     übergegangen ist.

   Durch diese     Vibrationsbe-          handlung    wird alle     eingeschlossene    Luft ent  fernt und die hitzebeständige Komponente  verdichtet, so dass sie einen dichten Form  körper     bildet,    worauf man sorgfältig bei  niedriger     Temperatur    trocknet und dann zur       Dehydratisierung    des     Kieselsäuregels    erhitzt.  



  Die Vibration soll eher eine verdichtende  als eine     vermischende    Wirkung ausüben, und  als Beispiel für den Grad der     Vibrations-          behandlung    sei erwähnt,     dass    das Material auf  dem ersten     Vibrator    so lange behandelt wird,  bis     es    verdichtet und die meiste Luft entfernt  ist.

   Die Vibration auf dem zweiten     Vibrator     besteht in einer     verhältnismässig    feinen     Vibra-          tion    in     Vertikalrichtung,    die so lange fort  gesetzt wird, bis die Verdichtung beendigt ist,      ferner     vorzugsweise    auch,     bis    alle Luft ent  fernt ist und praktisch keine     Flüssigkeit    mehr  nach oben steigt.  



  Der hitzebeständige Füllstoff für den  zweiten Überzug kann einer der vorgenannten  oder irgendein anderes geeignetes Material  sein.     Siliziumdioxyd    ist zum Beispiel gut ge  eignet. Man kann den Füllstoff aus verschie  denen Korngrössen     zusammensetzen,    um den  Oberflächeneffekt zu     beeinflussen.    Die An  wendung eines Gemisches, das verschiedene  Korngrössen enthält, eignet sich zur Her  stellung einer Mischung, die sich auf dem       Vibrator    wirksam verdichten lässt oder zur  Vermeidung von Schrumpfungen und Rissen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung einer hitze beständigen Giessform, dadurch gekennzeich net, dass man auf ein Modell einen Überzug aus einer Mischung aus zerkleinertem, hitze beständigem Füllstoff und einem Bindemittel, das die Eigenschaft aufweist, durch saure Reaktionsprodukte nicht vom Modell abgelöst zu werden, aufbringt, dann diesen Überzug mit einer zur Bildung des Körpers der Giess form bestimmten Mischung aus zerkleinertem, hitzebeständigem Füllstoff und einem nicht alkalisch reagierenden Bindemittel in innigen Kontakt bringt,
    wobei dieses Bindemittel durch Umsetzung einer wässrigen Alkalisilikatlösung mit Mineralsäure entstandenes Kieselsäuresol enthält, das Sol unter Bildung von hydrati sierter Kieselsäure gelieren lässt, wodurch eine Bindung zwischen den Füllstoffteilchen einerseits und zwischen letzteren und dem überzitg anderseits entsteht, wonach man die Form trocknet und das Modell daraus ent- f ernt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bindemittel des Überzugs alkalisch reagierende Um setzungsprodukte einer wässrigenAlkalisilikat- lösung mit verdünnter Mineralsäure enthält. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung des Kieselsäuresols im Bindemittel der Formmasse in das hydrati sierte Kieselsäuregel in einer die äussern Um risse der Giessform bedingenden Form erfolgt, wonach man sorgfältig bei niedriger Tempera tur trocknet und dann-zur Dehydratisierung des Kieselsäuregels erhitzt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Mineral säure Salzsäure verwendet. \' 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Alkali silikat ein Alkalimetasilikat verwendet. PATENTANSPRUCH II: Hitzebeständige Giessform, hergestellt nachdem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE: 5. Giessform nach Patentanspruch II, her gestellt nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I und Unteranspruch 1. 6. Giessform nach Patentanspruch II, her gestellt nach dem Verfahren des Patentan spruchs I und der Unteransprüche 1 und 2.
CH284506D 1946-02-13 1947-02-13 Verfahren zur Herstellung einer hitzebeständigen Giessform. CH284506A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1146621B (de) * 1954-03-31 1963-04-04 Shaw Processes Ltd Verfahren zur Herstellung von feuerfesten Formen fuer den Metallguss

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1146621B (de) * 1954-03-31 1963-04-04 Shaw Processes Ltd Verfahren zur Herstellung von feuerfesten Formen fuer den Metallguss

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