Registriereinrichtung mit vielfachschreiber. Die Erfindung betrifft eine Registrierein- richtung mit Vielfachschreiber, bei welchem eine Mehrzahl von die Aufzeichnungsopera tionen steuernden Messwerken quer zur Bewe- gungsrichtung eines Schreibblattes in einer Reihe angeordnet sind, so dass auf den Mess- werken zugeordneten, zueinander parallelen Registrierstreifen eine entsprechende Mehr zahl von Diagrammen aufgezeichnet wird, welche Einrichtung sich dadurch auszeichnet,
dass jedes Messwerk in Abhängigkeit von dem durch einen das Messwerk steuernden Geber beobachteten Wert mindestens einer physikali schen Grösse einen Markierungspunkt quer zur Schreibblattbew ägung verschiebt und dass bei der Aufzeiehnung der Ort des betreffen den Marlierpunktes für den Ort des Regi- strierzeichens auf den betreffenden Registrier streifen massgebend ist.
Die Einstellungen der verschiedenen Mar- pierpiuihrte können durch ein gemeinsames, bewegtes Abtastglied, das vorzugsweise den Schreibstift trägt, in vorgegebener zeitlicher Beziehung in entsprechende lIarkierungen der Registrierstreifen umgewandelt werden.
Auf beiliegender Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes schematiseh dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Teil einer Registriereinrich- tung mit einer Teilansicht eines Vielfach schreibers, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A -A in Fig. 1, Fig. 3 einen Teil einer andern Ausfüh rungsform mit dein zugehörigen elektrischen Schaltbild des Vielfachschreibers, Fig. 4 und 5 die Vorder- bzw.
Seiten ansieht von zwei llesswerken als Variante, Fig. 6 eine Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform, Fig. 6a eine Seitenansicht einer Einzelheit von Fig. 6, Fig. 7 das zu den Fig. 6, 6a gehörige elek trische Schaltschema, Fig. 8 einen Teil einer weiteren Ausfüh rungsform, Fig. 9 und 10 Ausbildungsformen der Schreibelemente, Fig. 11, 12, 14 bis 16, 18, 19 verschiedene Arten von Vielfachschreiberdiagrammen,
Fig. 13 eine Seitenansicht analog Fig. 2 einer Variante des Vielfachsehreibers nach Fig. 1 und Fig. 17 eine Teildarstellung eines weiteren lIesswerkes.
lach Fig. 1 weist die Rahmenkonstruktion des dargestellten Vielfachschreibers zwei par allele Platten 1 und 2 auf, welche miteinan der durch ein Querstück 3 verbunden sind. In den beiden Platten 1, 2 ist eine Welle 4 gelagert. Sie trägt als Diagrammtrommel einen lIetallzylinder 5, welcher zur Aufnahme und zur Bewegung eines Schreibblattes 6 dient. Dieses Schreibblatt ist in der dargestell ten Ausführungsform in zwölf Registrier streifen Sl-S12 eingeteilt.
Die Welle 4 wird durch 'einen passenden Motor oder ein Uhr werk (nicht dargestellt) angetrieben, so dass sie sieh in Richtung des Pfeils ,:11 mit kon stanter Geschwindigkeit dreht und dabei das Schreibblatt 6 in Richtung des Pfeils A2 bewegt. Eine Gewindewelle 7, die ebenfalls in den beiden Platten 1 und 2 parallel zur W elle 4 gelagert ist, ist mit einem Kreuz gewinde 8 versehen, welches über den beiden Enden des Zt-linders 5 in sieh selbst zurück läuft. Auf der Welle 7 ist ein Träger 9 glei tend befestigt. wobei ein an diesem befestigter Stift 10 in das Gewinde 8 eingreift.
Ein Füh rungsstück 9a des Trägers 9 greift in eine Nut einer Führungsstange@9b ein, welche ebenfalls die Platten 1 und 2 verbindet, so dass sieh der Träger 9 nicht drehen kann. Wenn sich die Welle 7 dreht (Pfeil A3), wird der Träger 9 durch seinen Stift 10 und das Gewinde 8 längs des Zylinders 5 verschoben (Pfeil A4). Wenn er ein Ende des Gewindes erreicht hat, wird seine Beivegun;srielitung umgekehrt, ohne dass die Welle ihren Drehsinn ändert.
Damit der Stift 10 nicht. schon an den Kreu- zungsstellen der beiden Führungsnuten seine Bewegungsrichtung umkehrt, können an sich bekannte 'Massnahmen vor-esehen sein. Vor zugsweise wird der Führungsstift als Gleit- schlitten von rechteckigem bis elliptischem Querschnitt ausgebildet und drehbar im Trii,- ger 9 gelagert.
Der Antrieb der Welle 7 kann durch einen passenden Motor, ein Uhrwerk oder durch ein Getriebe zwischen den Wellen und 7 (nicht dargestellt) erfolgen. Auf diese Weise führt der Träger 9 während der Bewegung des Schreibblattes 6 eine peri odische Hin- und Herbewegung oberhalb und längs des Zylinders 5 aus. Der Träger 9 trägt einen elektriseli isolierten Schreibstift oder eine Federelektrode 11, welche federnd gegen die Oberfläche des Schreibblattes 6 drückt und in elektrischer Verbindung mit dem Kontakt 12 ist, der auf der Gegenseite des Trägers 9 befestigt ist.
Das Schreibblatt 6 ist stroinenipfindlich, so dass durch den Schreibstift 11 immer dann eine -Markierung erzeugt wird, wenn eine elektrische Spannung m@zschen dieser Elektrode und dem Zylinder 5 liegt.
Die Zuführung dieser Markierungs- spannung erfolgt mit Hilfe von Trommeln 14 von zwölf illesswerken D1-D12, von welch letzteren in Fig.1 sechs dargestellt und mit den Bezugszeichen Dl, D2,<I>D3, D10,</I> D11 und D12 bezeichnet sind.
Diese Messwerke D sind in der Ausfüh- rungsform nach den Fig. 1 und 2 gleichartig gebaut, so dass es genügt, wenn im folgenden eines derselben genauer beschrieben wird. In den Platten 1 und 2 ist eine diese verbindende Welle 13 starr befestigt. Das Messwerk Dl weist eine elektrisch isolierende, zylindrische Trommel 14 auf, die auf der -Velle 13 drehbar und relativ zum Zylinder 5 derart angeordnet ist, dass die axiale Ausdehnung der Trommel 14 mit der Breite des Registrierstreifens S1. übereinstimmt.
In der Aussenfläche der Trom mel -14 ist als wendelförmiges Element ein lIe- talldraht 15 so eingebettet, dass er eine Schrau benlinie mit höchstens- einer Windung bildet, deren Steigung durch die Aiialausdelinun_, des Körpers 14 bestimmt ist. -Mit letzterem ist ein Zahnrad 16 starr verbunden, welches in ein Zahnrad 1.7 eingreift. Das Zahnrad 17 ist starr mit einem Schaltrad 18 verbunden und uin eine Welle 19 drehbar, welche in den Platten 1 und 2 starr befestigt ist.
Eine An triebsklinke 20 bewegt schrittweise das Schaltrad 18, indem sie durch den Anker '? 1 eines mit einer Spule C1 versehenen Elektro magneten betätigt wird. Jeder elektrische Stromimpuls, der der Spule Cl zugeführt wird, be-,virkt also die Fortsehaltung des Schrittschaltwerkes 18/20 um einen Schritt, wodurch der Körper 14 und damit die Kon taktwendel 15 um einen bestimmten Winkel gedreht werden.
Wie schon erwähnt, sind die Messwerke D2-D12 gleich ausgebildet und funktionieren ebenso, so dass jede Erregun-, der entsprechenden Spulen C2-C12 eine ent sprechende Drehung der zugehörigen Kontakt wendel 15 bewirkt. Auf diese Weise ist die Verstellung der einzelnen Messvorrichtungen voneinander unabhängig.
Die zwölf Trom meln 14 sind nebeneinander auf der Welle 13 aufgereiht, so dass der Abtastkontakt 12 des Träers 9 diese Zylinder nacheinander ab- t5 tastet, wenn dieser Träger 9 sich auf der Welle 7 hin- und herbewegt. Jede der Wen deln 15 ist elektrisch leitend mit der Welle 13 verbunden, welche ihrerseits mit einem Pol einer als Spannungsquelle dienenden Batterie \?2 verbunden ist. Der andere Pol dieser Spannungsquelle ist finit dem Zylinder 5 ver bunden.
Selbstverständlich müssen dabei die Teile 13 und 5 gegenüber den Platten 1 und 2 elektrisch isoliert sein. Wenn sich der Träger 9 nach Verlassen des linken Endes seines Be- wegungsweges längs der Welle 7 verschiebt, bleibt der Kontaktstift 12 in Verbindung mit den Oberflächen der Isolierzylinder 11.
Im Augenblick des Berührens einer Wendel 15 wird der Str omhreis 22-S-13-15-12-9-11-6-5-22 für einen Moment geschlossen, so dass durch den Schreibstift 11 auf dem betreffenden Registrierstreifen, z. B.
S1, eine Markierung erzeugt wird. Wenn sich nachher der Träger 9 längs des Isolierzylinders 14 der Vorrich tung D2 bewegt, wird im Moment, in welchem der Kontaktstift 12 die Kontaktwendel 15 die ses Messwerkes überquert, an entsprechender Stelle auf dem Registrierstreifen S2 wieder eine lIarkierung erzeugt.
In gleicher Weise werden auf jedem der Registrierstreifen Mar kierungen erzeugt, deren Ort innerhalb der einzelnen Streifen vom Ort des betreffenden lfarkierpunltes und damit von der Lage des entsprechenden Messwerkes abhängig ist. Nach Umkehr der Bewegungsrichtung des Trägers wird diese 11arkiertmgstätigkeit in umgekehr ter Reihenfolge wiederholt.
Während also der Schreibstiftträger 9 eine Reihe von Hin- und Herbew egtnmgen längs der Anordnung von Steuervorrichtungen ausführt und sich das Schreibblatt 6 dabei langsam-in Richtung des Pfeils d2 bewegt, wird auf jedem der zwölX Streifen eine Folge von Markierungs punkten erzeugt, die zusammen je eine Re- gistrierkurve bilden, welche Kurven beispiels weise auf den Streifen S1, S2, S3 durch die Kurven R1, R2 und R3 dargestellt sind.
Die Registrierpunkte in den einzelnen Streifen werden innert einer vollen Umdre hung jeder Kontaktwendel 15 über die ganze Breite des Registrierstreifens verschoben, in- dem die Lage der einzelnen Punkte innerhalb der Streifen von der jeweiligen momentanen Winkellage der Kontaktwendel abhängig sind. Die zwölf Messwerke können unabhängig von einander durch irgendwelche passenden Mit tel gesteuert werden, welche imstande sind, den Steuerspulen C1-C12 Steuerimpulse in Übereinstimmung mit den Momentanwerten der i%Iessgrössen abzugeben.
Zwei derartige Impulsgeber sind als Beispiele in der Fig.1 dargestellt und mit den Bezugszeichen TI und T12 versehen. Der Geber T1 ist hier äusser- dem als llengenzähler für die Zählung der von einer Maschine erzeugten oder einem an dern Betriebselement festgestellten Gegen stände ausgebildet. Ein Transportband 25, das in Richtung des Pfeils A5 bewegt wird, bringt die Arbeitsstücke 26, 27 z. B. von der. Maschine zum Zähler 28, dessen Betätigungs glied 28' jedesmal das Zählregister um eine Zahl verschiebt, wenn ein Arbeitsstück dieses Betätigungsglied passiert.
Eine Nockenseheibe 29, welche durch den Zähler gedreht wird, schaltet bei jeder vollen Umdrehung, das heisst nach einer bestimmten Zahl von Zählfunk tionen des Zählers 28 den beweglichen Schalt arm 30 vom einen feststehenden Kontakt 31 zum andern Kontakt 32, wodurch ein Konden sator 35, welcher bei Berührung der Kontakte 30 und 31 über einen Widerstand 3-1 von einer Stromquelle 33 aufgeladen wird, einen Steuer impuls der ilIesswerlspide C1 zuführt.
Das llesswerk D1 und dessen Kontaktwendel 15 werden also nach dem Durchgang einer vor bestimmten Anzahl Werkstücke um einen Schritt gedreht, so dass die Kurve R1 da, Total der von der Maschine oder von der Betriebseinheit erzeugten Werkstücke in Funktion der Zeit anzeigt.
Der Geber T12 enthält einen Zähler 36 zur Bestimmung des Kilowattstundenverbrauches einer elektrisch betriebenen Maschine oder einer andern Betriebseinheit, welche über%vacht werden soll.
Dieser Zähler ist mit einer Nok- kenscheibe 37 versehen, welche die Ladung und Entladung eines Kondensators 38 in ähn licher Weise steuert, wie das im Zusammen hang mit dem Geber T1 beschrieben worden ist. Die Entladeimpulse dieses Konden- sators steuern die Spule C12 der Mess- vorrichtung D12 so, dass die Kontakt wendel 15 dieser Vorrichtung jedesmal um einen vorbestimmten Winkel weitergedreht wird, wenn eine bestimmte Arbeit von der beobachteten Masehine verbraucht worden ist.
Auf dem Registrierstreifen S12 wird somit eine Kurve erzeugt, welche den totalen Kilo wattstundenverbrauch dieser Einheit in Funk tion der Zeit darstellt. Ein derartiger Vielfachschreiber, der mit konstanter Drehzahl der Sehreibstifttransport- welle 7 arbeitet, erzeugt in beiden Richtungen der Hin- und Herbewejung des Trägers Mar- kierimgen. Dementsprechend haben die ein zelnen llarlzierun,,spunkte nur in den zentral angeordneten Registrierstreifen ungefähr gleiche Abstände voneinander,
während sie in den äussern Registrierstreifen, beispiels weise in S1 und S12, paarweise erzeugt wer den. Bei einer totalen Schreibblattbreite von 250 mm, einer Periodendäuer von 20 Sek. für eine volle Hin- und Herbewegung des Schreib stiftes und einer Vorsehubgeseliwindigkeit von 60 mm/h für das Schreibblatt beträ-t die Di stanz zwischen zwei durch eine volle Periode getrennten Markierpunkten eines Diarammes mm, was für mannigfaltige Registrier- zweeke genügt.
Der Vielfachschreiber kann so ausmebildet werden, dass die Abstände zwi- sehen aufeinanderfolgendenMarkierungen auf allen Registrierstreifen gleichen Zeitabstän den entsprechen. Es ist auch möglich, dass der Schreibstift mir während je einer Halb periode der periodischen Hin- und Herbewe- gung wirksam ist, und dass er beispielsweise den unwirksamen Rückweg mit grösserer Ge schwindigkeit zurüeklegt als den Arbeitsweg.
Der Vielfaehsehreiber, der in Fij. 3 dar gestellt ist, ist ein Beispiel für eine derartige Lösung. Die Welle 44 des Zylinders 45, welcher das Schreibblatt 46 trägt und bewegt, wird durch den Motor JI1 mit konstanter Drehzahl ge dreht. Das Selireibblatt 46 ist hier in sechs Reäistrierstreifen Sl-S6 eingeteilt, die sich miteinander in Richtung des Pfeils A2 be wegen.
Die Welle 47 ist hier nur mit einem einfachen Gewinde zur Versehiebung des Trä gers 49 versehen und wird durch einen Motor J12 in der einen oder der entgegengesetzten Richtung gedreht, je nachdem dieser Motor durch die Feldwicklung 61 oder die ihr ent gegenwirkende Feldwicklung 62 erregt wird, indem 61 bzw. 62 jeweils in Reihe mit dem Motor 60 des Motors 312 verbunden ist.
Die zu den einzelnen Registrierstreifen gehörigen Messwerke sind hier nur durch ihre Isolier- zylinder 54, die Kontaktwendeln 55 und die Antriebszahnräder 56 dargestellt, wobei je ein solcher Isolierzylinder mit dem Antriebszahn rad auf der starren Welle 53 frei drehbar ist. Die Organe zur Einstellung der Kontaktwen deln auf einen dem Wert der Messgrösse ent sprechenden Drehwinkel sind nicht gezeich net. Diese Isolierzylinder werden durch den Kontaktstift 52 des Trägers 49 abgetastet, während der Schreibstift die entsprechende Markierung des Schreibblattes 46 je nach den besonderen Lagen der Kontaktwendeln be wirkt.
Als gemeinsame Stromquelle dienen die Leiter Y und Y einer Speiseleitung, welche durch einen Hauptschalter 65 unter Strom gesetzt werden kann. Bei dessen Einschaltung wird der Motor 111 sofort in Tätigkeit ver setzt. Er kann in seiner Drehzahl durch den Schiebewiderstand SR geregelt erden. Die elektrische Steuerung des Vielfaehschreibers enthält zwei elektromagnetische Hilfsrelais CRl bzw. CR2 mit den Kontakten 67, 68 und 69 bzw. 71 und 72.
An den beiden Endender Gewindewelle 47 ist je ein normalerweise offener Endsehalter L1 bzw. L2 vorgesehen, die durch den Trä-er 49 abweclislungmveise geschlossen werden, wenn er ein Ende seines Bewe;tin,sweges er reicht hat. Wenn sieh bei Einsehaltung des Hauptschalters 65 der Träger 49 in einer Zwisehenstellung befindet, wie das in der Fig. 3 dargestellt ist, wird keines der Steuer relais erregt, so dass auch der -Motor 1l2 noch in Ruhe bleibt.
Durch Handbetätigung eines Druckknopfsehalters 73 wird die Spule 66 des Relais CRl erregt (X-71-73-66-Y). Dadurch werden die Kontakte 67, 68 und 69 aus der gezeichneten Ruhestellung in die Arbeitsstel lung umgeschaltet. Der Kontakt 6 7 schliesst dabei folgenden Selbsthalteweg für das Relais CR1: -V-71-67-66-Y, so dass das Relais CRI auch nach Öffnen des Druekkontaktes 73 er regt bleibt.
Der Kontakt 68 schliesst folgen den Stromweg : X-63-68-61-60-Y, wodurch der Motor -1l9- so dreht, dass der Träger 49 auf der C ewindewelle 4 7 von rechts nach links ver schoben wird. Die Drehzahl des Motors i112 kann mit Hilfe des Regelwiderstandes 63 auf einen gewünschten Wert eingestellt werden.
Der Kontakt 69 setzt. den elektrischen Mar- kierkreis in Bereitschaft. Alle Kontaktwen deln 55 der sechs Messwerke sind nämlich mit der Welle 53 leitend verbunden, die ihrer seits mit dem Leiter X der Speiseleitung verbunden ist.
Jedesmal dann, wenn der Kon taktstift 52 auf seinem Weg von rechts nach links eine Kontaktwendel überquert, wird auf dem Weg X-53-55-52-51-46-45-69-Y ein Strom impuls durch den betreffenden Registrier streifen geleitet, der an der entsprechenden Stelle eine Markierung bewirkt. Wenn nun der Träger 49 am linken Ende der Gewinde- welle 47 angekommen ist, schliesst er den End- schalter L2, wodurch folgender Stromweg ge schlossen wird:
X-L2-70(CR2)-Y. Durch die Erregung des Relais CR2 und die entspre- ehende Umschaltung von dessen Kontakten 71 und 72 in die Arbeitsstellung wird einerseits der Haltebeis des Relais CR1 unterbrochen und anderseits ein Haltekreis für das Relais CR2 aufgebaut (X-71-67-70-Y). Die Schlie ssung des Kontaktes 72 bewirkt die Erregung der Feldwicklung 62 über den Weg :
X-72-64- 62-60-Y, so dass sieh nun der Motor 312 in der entgegengesetzten Richtung dreht, welche eine Versehiebimg des Trägers 49 auf der Gewinde welle 4 7 von links .nach rechts zur Folge hat.
Da nun durch den Kontakt 69 (CR1) der Markierlreis des Vielfachschreibers geöffnet ist, so dass also auf diesem Rücklauf keine 'Markierungen ausgelöst werden können, ist es wünsehbar, dass dieser mit grösserer Geschwin digkeit zurückgelegt wird als der Arbeits- weg .
Zu diesem Zweck dient die Einschal tung des Impedanzgliedes 64 in den Strom weg der Feldwicklung 62. Wenn der Träger 49 am rechten Ende seines Bewegungsweges den Endschalter L1 schliesst, wird wieder das Relais CR1 erregt (X-L1-66-Y), wodurch der Haltekreis des Relais CR2 unterbrochen und der Haltekreis für das Relais CRl wieder aufgebaut wird, während der lIotor 312 seinen Drehsinn wieder auf Arbeitsgang umkehrt.
Auf diese Weise wird eine periodische, Hin und Herbewegimg des Trägers erzielt, solange der Hauptschalter 65 geschlossen bleibt. Bei jedem Arbeitsgang werden die einzelnen Re gistrierstreifen markiert, so dass auf jedem derselben durch die aufeinanderfolgenden Punkte Kurven entstehen, welche die Verän derungen der betreffenden Grösse in Funktion der Zeit darstellen. Die Zeitkonstanten der beiden Relais können dabei so gewählt werden, dass zum Zwecke einer raschen Bremsung des lIotors .für einen kurzen Moment beide Feld wicklungen des Motors 312 gleichzeitig erregt. werden. Es können zu diesem Zweck aber auch andersartige Bremsmittel verwendet wer den.
Es ist auch möglich, dass einer oder auch beide der beiden Endschalter L1 bzw. L2 auf der Welle 47 verschiebbar sind. Auf diese Weise könnte bei Beschränkung auf eine klei nere Zahl von Diagrammen der Bewegungs weg des Trägers 47 verkürzt werden, wo durch gleichzeitig entsprechend kürzere Re- gistrierperioden erreicht würden.
Es ist auch möglich, dass irgendwelche Veränderungen von Grössen, welche in ent sprechende mechanische Bewegungen umge wandelt werden können, mit den beschriebenen Vielfachschreibern registriert werden können. Diese Umwandlung von Grössenv eränderimgen in entsprechende mechanische Bewegungen kann ,dabei direkt durch eine Naehlaufein- richtung oder durch irgendwelche anders artige indirekte lIethode erfolgen. Das wird an Hand der Fig. 4 bis 8 erläutert.
Die Fig. <B>5 und</B> 4 stellen ein Messwerk D13 in Vorder- (von rechts nach links in Fig.4 gesehen) bzw. Seitenansicht dar, bei -elchen eine Kontaktwendel 75 direkt in Abhängig- keit von den Momentanwerten einer Grösse eingestellt wird, wobei in Fig. 5 angenommen ist, dass anschliessend an das Messwerk D13 ein gleichartiges D14 angereiht ist.
Auf einer Welle 73, die fest im Tragrah men des Vielfachschreibers gelagert ist, ist ein Isolierzylinder 74 drehbar gelagert, welcher auf seiner Aussenfläche die Kontaktwendel 75 enthält und fest mit einem Zahnrad 76 ver bunden ist. Dieses Zahnrad 76 greift in einen Zahnradsektor 77 ein, welcher mit dem Anker 79 auf derselben Lagerwelle 78 drehbar be festigt ist, wobei die Welle 78 starr zwischen den nichtmagnetischen Platten 81 befestigt ist.
Der Anker 79 dreht sich zwischen den Polschuhen eines Elektromagneten in Über- einstimmung mit der Erregung dieses Ma- gneten, indem durch eine nicht gezeichnete Feder eine Rückstelll,-raft erzeugt wird, welche den Anker 77 und damit auch die Kontakt wendel 74 in einer bestimmten Ruhelage fest zuhalten sucht. Diese Ruhelage kann entweder eine Mittellage sein, so dass die Steuerv or- richtimg die Anzeige von Abweichungen ermöglicht.
Sie kann aber auch eine Endstel- lung sein, so dass nur Werte zwischen 'Null und einem bestimmten Maximahvert der be obachteten Grösse angezeigt werden. 'Mittels derartiger Steuervorriehtungen können alle Grössen direkt angezeigt werden, die sich in entsprechende Werte elektrischer Ströme um wandeln lassen. Ein solcher in Funktion einer beobachteten Grösse veränderlicher Strom wird der Steuerspule C13 des Elektro magneten 80 über die Klemmen 82 zugeführt. Die Winkellage der Wendel 74 folgt auf diese Weise den Amperewerten des betreffender.
Stromes, so dass durch den Kontaktstift eines längs der Isolierzylinder 74 bewegten Trägers jedesmal eine 'Markierung ausgelöst wird, wenn er auf seinem Weg die betreffende Kon taktwendel kreuzt, indem die Lage dises Mar- kierungspunktes direkt von der momentanen Dreheinstellun; der Wendel abhängt.
In den Fig.6 und 7 ist eine sogenannte 'Tachlaufeinrielitunl, für die Einstellung der Wendeltrommel gezeigt. In Fig. 6 ist durch die beiden Platten 83 der Tragrahmen eines Vielfachschreibers angedeutet. Die drehbare Welle 81, welche den Transportzylinder 85 für das Schreibblatt 86 trägt und die dreh bare Gewindewelle 87, auf welcher der Trä ger 89 für den Kontaktstift 92 und den Schreibstift 91 verschoben wird, werden durch die Motoren :1Z1 bzw. 312 angetrieben, welche in ähnlicher Weise gesteuert werden können, wie das im Zusammenhang mit Fig. 3 be schrieben worden ist.
Eine weitere Welle 93 ist starr in den Rahmenplatten 83 gelagert und trägt die Wendeltrommeln einer Reihe von Messwerken, welche in vorher beschrie bener Weise durch den bewegten Stift 92 ab getastet werden. So sind die beiden Regi- strierstreifen S16 und S17 den Vorrichtungen D16 und D17 zugeordnet, welche in diesem Ausführungsbeispiel in ihrer Funktion und Ausbildung sowohl dem Typ Dl in Fig.1 oder dem Typ D13 in den Fig. 4 und 5 entsprechen können.
Im Gegensatz dazu enthält die Vor richtung D15 eine im folgenden erläuterte" Nachlaufsteuerung. Der Isolierzv linder 9-I ist wie die andern Kontaktzylinder auf der Welle 93 drehbar und trägt eine Kontaktwendel 95 und ein Zahnrad 96. Er wird mit Hilfe des Zahnrades 97 von der Welle 9S einer An- i triebsvorrichtung 3.13 gedreht. Wenn auch als Antriebsvorrichtung 1I3 irgendein 'Motor oder stetiger Antriebsmechanismus des reversiblen Typus in passender Ausbildung verwendet werden kann, so ist hier eine Ausbildung vor- i gesehen, welche schrittweise arbeitet.
Zu die sem Zweck ist ein Sperrad 99 vorhanden, welches auf der lVelle 98 befestigt ist. Es kann durch die Klinken 100 oder 101 schritt weise in der einen oder andern Richtung ge- i dreht werden, indem diese Klinken durch die Anker 102 oder 103 von zwei 'Magnetspulen 104 oder 105 betätigt werden, wobei der magnetische Kreis dieser Anker durch den Dauermagneten 106 zum Zwecke einer Emp findlichkeitssteigerung polarisiert ist. Fig.7 ist das elektrische Schema für die Steuerung der Spulen 10-I und 105 dargestellt.
IIier ist ein Steuerkreis BC in Form einer Wheatstone- schen Brücke vorgesehen. Diese Brücke wird gespiesen durch die Stromquelle 112, in deren. Speiseweg ein periodischer tnterbreclier 113 bekannter Bauweise eingeschaltet ist.
Der eine Längszweig der Brüeke wird durch den Wider stand 109 eines Drehpotentiometers sowie zwei unveränderliche Widerstände 109a gebildet, während der andere Längszweig aus der Serie- schaltung der beiden Widerstände 110 und 111 besteht. Es ist dabei angenommen, dass der Widerstand 110 in Abhängigkeit von einer beobachteten Grösse, beispielsweise einer Temperatur veränderlich ist, während der Wi- 'derstand 111 einen festen Vergleichswert dar stellt.
Der Nullzweig der Brücke, welcher sich vom Schleifkontakt 107 des Potentiometers zu einem Punkt zwischen den Widerständen 110 und 111 erstreckt, enthält die Spule eines Drehspulrelais 111, dessen Umschaltkontakt 115 bis 117 zu einem Steuerkreis RC gehört.
Je nach Richteng des Stromes im @ullmveig wird der Anker 115 dieses Relais gegen den Kontakt 116 oder gegen den Kontakt 117 aus- .e während er, wenn das Relais 114 stromlos ist, eine 'neutrale Zwischenstellung einnimmt.
Der Anker 115 ist mit beiden Spu len 104 und 105 in elektrischer Verbindung, während der Kontakt 116 über die Parallel schaltung eines Kondensators 118 und einer in Reihe mit einem Widerstand 119a liegen den Batterie 119 mit dem zweiten Ende der Spule 101, der Kontakt 117 über die Parallel schaltung eines Kondensators 120 und einer in Reihe mit einem Widerstand 121a liegenden Batterie 121 mit dem nveiten Ende der Spule 105 verbunden ist,
so dass eine Berührung zwischen den Kontakten 115 und 116 einen Stromstoss durch die Spule 101 bewirkt, wäh rend eine Berührung zwischen den Kontakten 115 und 117 einen Stromstoss über die Spule 105 auslöst. Der Widerstand 109 ist mit Hilfe eines Isolierkörpers 108 (Fig. 6) auf der Platte 83 befestigt, während der Schleifkon takt 107 des Potentiometers starr mit dem Isolierzylinder 91 verbunden ist und sich mit demselben dreht.
Das 'ganze lIesswerk D15 funktioniert nun in folgender Weise: In jedem Zeitpunkt, in welchem der Brük- kenspeisestrom durch den periodischen Unter brecher 113 gesperrt ist, nimmt der Relais- anher 115 seine neutrale Zwischenstellung ein, weil dann auch der Brückennullzweig immer stromlos ist, so dass die Kondensatoren 118 und 120 periodisch wieder auf volle Span nung aufgeladen werden.
Nenn die Brücke stroingespiesen ist, wird die Einstellung des Sehleifkontaktes 107 im Bereiche des Wider standes 109 nicht dem durch den 11Iomentan- wert des Geberwiderstandes 110 gegebenen Abgleichwinkel entsprechen, so dass im Null- z -eig ein Strom bestimmter Richtung fliesst.
Dadurch wird in beschriebener Weise ent weder die Spule 101 oder 105 durch einen Stromstoss erregt, so dass das Sperrad 99 um einen Schritt in der Richtung gedreht wird, welche eine Verbesserung des Abgleichzustan- des des Brückenkreises bewirkt. Diese Nach regelung des Brückenkreises BC erfolgt bei jeder Brüekenspeisung so lange in demselben Sinne, bis der Abgleichzustand der Brücke BC erreicht wird, indem dann der '-,\ullmveig auch bei Speisung der Brücke stromlos bleibt.
Wenn der Abgleichzustand überschritten wird, so dass nun der Strom im lNTullzweig in um gekehrter Richtung fliesst, erfolgt eine Rück- re;elung. Auf diese Weise folgt also der Schleifkontakt 107 automatisch allen Verände rungen des die beobachtete Grösse anzeigen den Geberwiderstandes 110, so dass die Kon- taktwendel 95 durch ihre Winkellage dauernd die beobachtete Grösse anzeigt.
Das Beispiel nach Fig. 6 und 7 ist vor teilhaft, wenn eine geringe Stromaufnahme und ein geringer Schaltweg für das Relais ge- zvünscht sind. Wenn der Strom im Brücken breis intermittierend fliesst, ist die mittlere Leistung entsprechend gering, und eine Über heizung des Geberwiderstandes 110, welcher beispielsweise ein Widerstandsthermometer darstellt, ist nicht zu befürchten, auch wenn der Speisestrom an und für sich so gross ist, dass er bei dauerndem Fliessen den Geber 110 überlasten würde.
Eine starke Abnützung der Relaiskontakte wird verhindert, weil nach jeder Kontaktschliessung sich die Entlade ströme der Kondensatoren wegen der hohen Induktiv ität der Feldspulen 101 und 105 nur langsam aufbauen. Ferner reduziert die Ver- Wendung eines polarisierten eiektromagneti- schen Sperrwerkes die notwendige Energie zur Betätigung des 'Sperrwerkes im Vergleich zu nichtpolarisierten Sperrwerken.
Diese Vor teile sind besonders im Hinblick auf den Bau von tragbaren Vielfaehschreibern und auf die Verwendung von Trockenbatterien als Energie quellen günstig. Ein weiteres Beispiel eines Messwerkes ist in Fig. 8 dargestellt und mit D17 bezeichnet. Nach Pig.8 weist der Tragrahmen 123 des Vielfachsehreibers Lager für die 'Welle 124 des Diagrammz-linders 125- auf, welcher zur Aufnahme des Schreibblattes 126 dient.
Die Welle 124 ist mit einem Motor 111 verbunden und wird durch ihn mit konstanter Geschwin- digkeit gedreht. Das Schreibblatt weist eine Mehrzahl von Registrierstreifen auf, wie diese durch S17, S18 und S19 bezeichnet sind. Eine Gewindewelle 127, welche durch einen Motor .1.I2 angetrieben wird, beispielsweise in der selben Art und durch dieselben Steuermittel, wie sie in der Fig. 3 beschrieben worden sind, bewegt durch ihr Gewinde einen Träger 129.
Eine Schreibelektrode 131 und ein Abtast- stift 132 sind auf dem Träger 129 angebracht. Eine andere Welle 133, die starr am Rahmen 1?3 befestigt ist, liegt parallel zu den Wellen 12-1 und 127 und dient als Sitz einer Anzahl von Wendeltrommeln, welche zu den Mess- @verken der Typen nach Fig. 1, 2 (D18) und 4, 5 (D19) gehören.
Das llesswerk D17 besitzt einen Isolier- zylinder 134, welcher z. B. drehbar auf der Welle 133 befestigt ist und eine 11Tetallhülse 135 von demselben Aussendurchmesser wie die Kontaktwendeln der Messwerke D18 und D19 trägt. Während der Schreibstift 131 bei sei nem Arbeitsgang über den Streifen S17 wan dert, ist der Kontaktstift 132 des Trägers 129 in gleitendem Kontakt mit der Hülse 135.
Der Registrierstromkreis, von welchem die Hülse 135 einen Teil bildet, wird so gesteuert, dass er nur dann stromgespiesen ist, wenn der Schreibstift durch einen Punkt geht, welcher dem Momentanwert der zu messenden Grösse entspricht. Dies geschieht wie folgt: Eine Kupplung 136 verbindet die Gewinde- ,velle 127 über Kegelräderpaare <B>137</B> und 138 mit dem drehbaren Schleifkontakt 138 eines Spannungsteilerwiderstandes 140, welcher einen Längszweig einer Wheatstoneschen Brücke BC bildet.
Der zweite Längszweig die ser Brücke, welche durch die Stromquelle 143 gespiesen wird, wird durch die Serieschaltung des konstanten Vergleichswiderstandes 14\3 und des variablen Gebewiderstandes 141 ge bildet. Dieser letztere verändert seinen Wi derstand in übereinstimmung mit der beobach teten Grösse und kann beispielsweise aus einem Widerstandsthermometer bestehen.
Der Dia gonalzweig dieser Brücke enthält die Spule eines Relais 144. Ein beweglieber Ankerkon takt 145 dieses Relais berührt entweder einen feststehenden Kontakt 146, wobei ein Konden sator 148 von einer Stromquelle 149 über einen Widerstand 150 aufgeladen wird oder einen feststehenden Kontakt 145, wobei sich dieser Kondensator 148 auf dem Weg 148-145- 147-125-126-131-132-135-148 entladen kann.
Die Umschaltung des Ankerkontaktes 145 vom Kontakt 146 auf den Kontakt 147 erfolgt<B>je-</B> w ei *ls in dem Moment, in welehem die Brücke BC abgeglichen ist, so dass der aufgezeichnete Diagrammpunkt immer' der momentanen Grösse des Widerstandes 141 und damit dem Momentanwert der beobachteten Grösse ent spricht.
Nenn der Schreibstiftträger 129 seinen Ar beitsgang in Richtung des Pfeils ,14 beginnt, beginnt der Schleifkontakt 139 seinen Dreh= weg längs des Widerstandes 1-10 in Richtung des Pfeils A6. Der Schreibstiftträger 129 und der Schleifkontakt 139 bewegen sich im Syn chronismus, und der Schleifkontakt 139 ist am andern Ende des Widerstandes 1-10, wenn der Kontaktstift 132 das Ende der Hülse 135 erreicht.
Zu Beginn dieser Tätigkeit ist der Brückenkreis unabgeglichen, so dass die Kon takte 1-15 und 147 getrennt sind und die Be wegung des Schreibstiftes 131 elektrisch un wirksam ist. Auf seinem weiteren Weg geht der Schleifkontakt 139 durch eine Winkellage, in welcher die Impedanz des Gebewiderstandes 141 durch den Abgriff des Kontaktes 139 ab- geglichen wird. In diesem Moment geht die Spannung längs des Nullzweiges durch Null und kehrt ihre Polarität um. Dadurch schal tet das Relais 144 seinen beweglichen Kontakt 115 vom Kontakt 146 zum Kontakt 117.
Der Kondensator 148, der vorher aufgeladen wor den ist, wird nun über die Sehreibstiftelek- trode 131 und das Schreibblatt 126 entladen. Die Entladung bewirkt eine Markierung auf dem Schreibblatt und klingt so schnell ab, dass die Markierung einen Punkt bildet. Die auf diese W eise erzeugte Punktfolge auf dem Streifen S17 stellt die Änderungen der zu messenden Grösse im Laufe der Zeit dar. Der Markierpunkt, der in Abhängigkeit dieser Grösse quer zur Sehreibblattbewegung ver schoben wird, ist hier ideell und tritt mir bei der eigentlichen Registrierung in Erscheinung.
Wenn der Kontaktstift 132, der sich in der Richtung des Pfeils A4 bewegt, die Hülse 135 v erlässt, so wird die Kupplung 136 gelöst, so dass diese Kupplung also nur dann eine Be tätigung des Brückenkreises BC bewirkt, wenn der Schleifkontakt sich längs des Streifens S17 bewegt. Das kann beispielsweise gesche hen mit Hilfe einer automatischen Steuerung durch passend angeordnete Grenzschalter, wie sie in Verbindung mit der Fig. 3 erklärt wor den sind.
Die Kontakthülse 135 in Fig. 8 funktio niert als Schleifweg für den Steuerkontakt 132. Die Verwendung einer auf einem isolier ten Zylinder 134 angebrachten Hülse 135 hat den Vorteil, dass das Glied leicht auf einer ;gemeinsamen Welle mit den Schleiftrommeln der andern Messwerke angebracht werden kann. Wenn es gewünscht ist, kann das lIess- werk D17 auch mit einem andersartigen, lei tenden Schleifweg von einer bestimmten Länge versehen werden, der durch den Steuerkontakt 132 auf seinem Weg längs des Registrierstreifens S17 abgetastet wird.
Es gibt unter andern zwei Arten von elek troempfindlichem Papier, die sich für eine solche Registrierung eignen: 1. Das sogenannte elektrolytische Papier, welches einen Elektro lyten enthält, der chemisch reagiert, wenn es durch einen Entladestrom durchflossen wird und eine Farbsubstanz im Papier erzeugt.
2. Das so-enannte Teledeltospapier, wel ches einen dunklen Grundkörper aufweist, der durch eine Schicht von heller Farbe über deckt ist, wobei diese helle Schicht durch Ent- ladeeffekte örtlich zerstört wird. Es können auch einige andere elektrische lIarkierungs- methoden für Vielfachschreiber dieser Art verwendet werden. Eine dieser andern lIe- thoden verwendet eine elektrische Anordnung <B>zur</B> Punktierung des Schreibblattes durch den Schreibstift.
Eine elektrische Methode bedient sich gewöhnlicher Papiere und setzt die Ver wendung eines kapillaren Tintenstiftes vor aus, von welchem ein wenig Tinte auf das Papier gebracht wird, wenn eine elektrische Spannung zwischen dein Schreibstift und dem leitenden Papierträger vorhanden ist. Es ist weiterhin möglich, die V ielfachschreiber mit irgendeinem andern Schreibstift zu versehen, der gewöhnlich vom Schreibblatt entfernt ist und elektromagnetisch oder mechanisch gegen das Schreibblatt gedrückt wird, wenn der Schreibstift Punkte passiert, an welchen eine Markierung erfolgen soll.
Das wird verständ lich an Hand der Fig. 9, -elche nachstehend beschrieben wird.
Die in Fig. 9 dargestellten Details sind an Stelle der entsprechenden Teile der Messwerke D in den beschriebenen Figuren anwendbar. Dementsprechend sind die Bezugszeichen in Fig. 9 dieselben, wie z. B. diejenigen der ent sprechenden Teile der Fig.1 und 2, nur sind sie mit einem ' versehen. Nach Fig. 9 hat die Wendel 15' am Zylinder 14' eine radial vor stellende Schneide. Der Schreibstiftträger 9', der durch die Gewindewelle 7' bewegt wird, trägt einen Schreibstift 11', der mit einem Stift 12' zusar-jmengebaut -und im Träger 9' senkrecht beweglich ist.
Eine Feder drückt den Stift 11' gegen die Oberfläche der Trom mel 14' und hält die Schreibspitze normaler weise vom Schreibblatt 6' entfernt. Wenn sich der Träger 9' in Richtung des Pfeils t11 verschiebt, wird der Stift 12' die vorstehende Wendel 15' an einem durch die Winkellage des Zylinders 14' bestimmten Punkt berühren, und die Wendel 15' wird dann den Stift 11' gegen den Träger 9 drücken,
so dass die Schreibspitze gegen das Sehreibblatt 6' ge drückt wird. Der Sehreibstift macht also eine Markierung und kehrt dann in seine unwirlL- saine Stellung zuriiek. Wenn eine Tintenfeder oder ein Bleistift benützt wird, wird die -Iar- kieilmg durch wirkliche Berührung von Sehreibstift und Papier erzeugt.
Wenn der Sehreibstift dauernd mit einer Stromquelle verbunden ist, kann der Kontakt oder auch nur die genügende Annäherung gegen das Pa pier ebenso zur -Markierung eines eleb-troemp- findliehen Schreibblattes benützt werden, wie das vorher beschrieben worden ist. Es ist wei terhin möglich, ein Farbband zwischen Schreib stift und Papier anzubringen mit dem Ziel, eine mechanische Markierung anzuwenden.
Nach der Fig. 10 hat der Vielfaehschrei- ber eine angetriebene -\ eile 154, welche mit einem Zylinder 155 zur Aufnahme des Schreib blattes 156 versehen ist.
Dieses Sehreibblatt enthält hier vier Re;istrierstreifen S2'0, S21, S22, S?3. Die entsprechenden vier Messwerke sind durch D _0, D21, D22 und D23 bezeieli- net, sind aber nur durch die zugehörigen Wendeltrommeln angedeutet. Diese Trom meln wie z. B. diejenige, welche durch 164 bezeichnet ist, sind drehbar auf der Welle 163 befestigt, und jede hat eine Wendel 165 und ein Antriebsrad 166.
Die Wendeln 165 haben eine umlaufende -Messerschneide, welche von dem Trommelkörper 164 radial vorsteht, wo bei die Schneide direkt das Sehreibglied dar stellt, indem die Sehreibspitze durch den Punkt bestimmt ist, an welchem sieh die Wen del und das Sehreibblatt berühren. Wenn ein elektroempfindlielies Schreibpapier vorgezogen wird, kann eine Spannung zwischen die Wen del 165 und den Zylinder 155 gelegt werden.
Die Schneiden können aber auch mit Tinte versehen werden zum Zweeke der Aufzeich nung eines Diagrainnies nach dem Schreibver fahren. In jedem Falle werden die aufgezeich neten Kurven kontinuierlieli geschrieben, wie das durch die Kurven R-0, R21, R _2 und R23 als Beispiele dargestellt ist.
Der Vielfaehsehreiber nach Fig.10 kann so ausgebildet werden, dass die Wellen 163 und 154 zeitweise voneinander entfernt wer den, so dass dann die Wendeln nicht immer mit dem Schreibpapier in Berührung sind, sondern von Zeit zu Zeit gegen das Schreib papier gedrückt werden. Dadurch wird der Energiebedarf für die Drehung der -\Vendel- zvlinder reduziert, was die Anwendung von Farbbändern oder Karbonpapieren zur lIar- kierung des Schreibblattes erlaubt. Die ent sprechenden Kurven, die auf diese Weise er halten werden, sind punktiert.
Die beschriebenen Vielfachsehreiber kön nen als transportable oder sogar als tragbare Einheiten ausgebildet werden; der in den Fig. 1 und 2 oder 3 dargestellte Vielfach schreiber kann mit zwölf Registrierstreifen von je etwa 20 mm Breite auf einem Schreib blatt von 250 mm Breite ausgerüstet werden. Die beschriebenen Registriereinrichtungen werden z. B. wie folgt verwendet Produktionszählung <I>in</I> Fabriken Für diese Anwendung sind gewöhnlieli zwei Daten von Interesse: 1. Wann war eine -Maschine in Betrieb, und wann war sie in Ruhe? 2.
Wie gross waren die Produktion und der Energieverbrauch? Integriermesswerke, z. B. Zähler nach dem in Fig.1 als T1 oder T12 dargestellten Typus zusammen mit schritt weise betätigten Messwerken im Registrier- apparat, wie beispielsweise Dl in den Fig. 1 und 2 sind günstig für die Aufzeichnung von Grössen, die hier in Frage stehen.
Die Re gistrierstreifen-Diagramme, die mit Hilfe der artiger Vielfaehschreiber erzeugt worden sind, sind als Beispiele b und c in der Fig.11 dar gestellt. Fig.11a zeigt zum Verbleich nur die Ein- und Ausschaltzeiten der betreffendenMa- sehine. Beide Diagramme b, c zeigen, wie das Diagramm a, die Betriebszeiten, ferner zusätz. lieh den hier verschiedenen Ener=;
iev erbraueli der -Maschine. Das Diarranim b stellt ein Bei spiel für normale Produktion (Beobachtungs- zeit t') dar, während das Diagramm c zeigt, class während län;,erer Zeit die Produktion unter einem 'Normalwert war.
Nach dem Dia gramm b war die gesamte, verbrauchte Arbeit während der Registrierperiode t' (1 Std.) 2-1,2 kWh. Ohne Unterbrechungen wären etwa 47 k\Vli verbraucht -orden. Dementsprechend war die Ausnützung etwa 52%. Nach dem Diagramm C luden in dieser Zeit nur 16,
2 kWh verbraucht entsprechend einer Aus- nützung von 35%.
Der Steigungswinkel a der Diagramm- linien (siehe Diagramm b in Fig.11) kann dabei als 'Mass für den Sollwert und der Win kel f als Mass für die Abweichung der auf ,gezeichneten Grösse von ihrem Sollwert be- niitzt werden, wobei beispielsweise ein Eich- blatt mit verschiedenen,
direkt in. Prozent normen angeschriebenen Eichkurven verschie dener Steilheit benützt werden kann.
Die Anzahl der Impulse, welche durch die Impulsgeber TI und TI2 in Fig. 1 dem Sehrittschaltwerk abgegeben werden, wird vorzugsweise so gewählt, dass die aufgezeich neten Diagramme eine passende Anzahl von vollständigen iberquerimgen des Registrier- streifens in einer passenden Beobachtungszeit unter normalen Tätigkeitsbedingungen er geben. Zu diesem Zweck kann die Überset zung zwischen dem Schrittschaltwerk ,und den Wendeltrommeln entsprechend gewählt wer den. So kann z.
B. für eine normale Schicht von 8 Std. eine Zahl von 50 vollständigen Überqueruunaen eines Registrierstreifens von beispielsweise 20 mm Breite bei 1000 mm Zeit Yorschub gut abgezählt werden. Wenn also die Produktion einer Maschine normalerweise 10 000 Stück uunfasst, kann die Vorrichtung so eingerichtet werden, dass sie die Wendeltrom mel für je 200 gezählte Stücke einmal dreht.
Wenn die Leistung nur 2500 Stücke pro Tag ist, kann die Steuervorriehtumg so eingerichtet sein, dass eine volle Trommeldrehung für je ..50 Stücke oder Zählimpulse erfolgt ist. Die Zählung und Aufzeichnung kann sich z. B. auch auf verbrauchten Brennstoff in Litern, Tonnen von Dampf, Ampere-Std. oder andere Mengen beziehen.
Zeitmessicngen In bekannten Vielfachschreibern bestimmt die Geschwindigkeit des Schreibpapiers die Genauigkeit der Zeitablesung. Wenn voraus gesetzt wird, dass Distanzen von 1 mm noch gut abgeschätzt werden können, erlaubt eine Papiergeschwindigkeit von 60 nnn/h die Ab lesung von Zeitintervallen auf eine Minute.
Wenn für die Zeitablesung höhere Ge- nauigkeiten erwünscht sind, können die be schriebenen Einrichtungen mit Vielfach- scbreiber leicht so ausgebildet werden, dass sie die genaue Ablesung von kleinen Minuten bruchteilen erlauben. Zu diesem Zweck kann eine der Kontaktwendeln mit konstanter kann beispielsweise mittels einer Schrittschalteinrichtung so angetrieben wer den, dass sie in 120 Sek. eine volle Drehung ausführt.
Bei Voraussetzung einer kontinuier lich schreibenden Vorrichtung, also beispiels weise bei Verwendung eines Vielfachschreibers nach der Fig.10 ergibt sich ein Diagramm, bei welchem der Registrierstreifen in je 120 Sek. in gleichmässiger Steilheit überquert wird. Ein solches Diagramm ist in Fig. 12 als Beispiel dargestellt, wobei der Antrieb der Kontaktwendel jeweils mit einer beobach teten Maschine ein- und ausgesehaltet wurde. Jede vollständige Querlinie im Diagramm gibt eine Periode von 120 Sek. an, während Teile einer Überquerung auf 6 Sek. genau ab lesbar sind.
So dauerte also die erste Tätig keitsperiode der beobachteten Maschine von P1-P2 etwa 8 Min., 50 Sek., die zweite von P3-P4 etwa 5 Min., 35 Sek. und die dritte von P5-P6 etwa 4 Min., 12 Sek.
Aufzeichnung <I>von</I> Abweichungen <I>von einem</I> Normalwert Eine genauere Methode für den Fall als ,nie bezüglich Fig.11 besprochen, das heisst für den Fall, bei welchem die Grösse, welche beobachtet werden soll, gewöhnlich gleich bleibt und nur gelegentlich um ein paar Pro zent vom Normalwert abweicht, besteht in der Anwendung einer Wendeltrommel, welche durch einen reversiblen Schrittschalterantrieb betätigt wird.
Irgendein 'Mechanismus, wel cher imstande ist, die Wendeltrommel in bei den Richtungen in Übereinstimmung mit der Richtung und dem Betrag der Differenz zweier Messgrössen zu drehen, ist für diesen Zweck anwendbar. Eine solche 'Möglichkeit ist in Fig.13 dargestellt.
Der in Fig. 13 dargestellte Vielfach sehreiberteil ist im wesentlichen ähnlich dem jenigen in Fig. 2, weshalb die entsprechenden Teile durch dieselben Bezugszeichen bezeich net sind. Der Vielfaehschreiber nach Fig.13 unterscheidet sich mir darin von demjenigen in Fig. 2, dass das lIesswerk zwei Schritt- sehaltv orrichtungen D21 und D25 aufweist,
die zum Antrieb der W endeltrommel 11 in verschiedenen Drehrichtungen auf dasselbe Zahnrad 18' arbeiten, wobei die eine Schritt- sclialtv orrichtung eine Stossklinke 20 und die andere eine Zugklinke 20' aufweist. Die Sehrittschaltvorrichtungen werden durch je einen besonderen Impulsgeber T21 und<B>T25</B> betätigt. Einer der Geber T21 funktioniert als Zähler gleich wie T1 in Fig.1 oder T12 in Fig.1. Der andere Geber T25
erzeugt Im pulse, die proportional zur Zeit (Bezugsgrösse) sind. Die zeitliche Folge der durch den Geber T25 erzeugten Impulse kann nun derart ein gestellt erden, dass sie der zeitlichen Folge der durch den die tatsächliche Produktion zählenden Geber 21 erzeugten Impulse ent spricht, sofern die tatsächliche Produktion einem vorbestimmten Sollwert entspricht.
In diesem Fall, wenn also die tatsächliche Produktionsgesehwindibl:eit dem postulierten Normalwert entspricht, bleibt die Wendel trommel 11 stehen, während Abweichungen von der Norm eine entsprechende Verdrehung der Trommel 11 zur Folge haben.
Das Diagramm 11 zeigt in seinem linken Teil eine Unterproduktion, in seinem mittleren Teil die Übereinstimmung von Norm und tat sächlicher Produktion und in seinem rechten Teil eine geringe Überproduktion an, indem das in gleiche Zeitabselinitte aufgeteilte Dia gramm entweder von links oben nach rechts unten, oder von links unten nach rechts oben von aufgezeichneten I7,urven durchquert wird. wobei die Anzahl der Dureliquerungen pro Zeiteinheit die Differenz znisehen dem effek tiv gemessenen Wert und der .\-orni angibt.
In ähnlicher Weise könnte auch die Drehzahl einer Maschine über längere Zeit überwacht werden, indem die tatsächliche Geschwindig keit einen Geber T21 nach Fig. 13 steuert, dessen Drehwirkung auf die Trommel 11 durch einen Geber mit zeitkonstantem Impuls geber aufgehoben -wird, wenn die überwachte Geschwindigkeit dauernd dem Sollwert ent spricht.
Verkehrsmessungen In Fi-. 1 weist der elektrische Registrier stromkreis einen Relaiskontakt S (D1, S1) auf, welcher die elektrische Verbindung mvi- schen der Wendel 15 und dem Papiertrans portzylinder 5 beim Eintreten eines bestimm ten Ereignisses unterbricht, oder der, als Va riante, eine Veränderung der Schreibstiftspan- nung bewirkt, beispielsweise durch Umschal tung von der Spannungsquelle 22 (Fug. 1) auf eine andere Spannungsquelle niederer Spannung, wodurch die Dicke der l@arkier- piml:te verändert wird.
Diese Möglichkeit kann mit Vorteil benützt werden, wenn auf einem Registrierstreifen neben einer Haupt registriergrösse noch eine zweite registriert werden soll, wie das im folgenden an Hand eines Beispiels erläutert wird. Wenn der Viel fachschreiber nach Fit,. 1 zur Aufzeichnung von telephonischem Verkehr benützt werden soll, so wird z. B. eine einer Telephonlinie zu geordnete Wendeltrommel 11 bei jeder Beset zung der Linie um einen bestimmten Bruch teil einer Umdrehung gedreht, wobei eine Folge von z. B. 10 oder 20 aufgezeichneten Anrufen die Wendel um 360 dreht. Das Resultat ist als Beispiel im Diagramm nach Fig.15 dargestellt.
Wenn ein Anruf beendigt ist, schaltet ein mit der Telephonlinie und dem zugehörigen Wähler oder Schaltapparat pas send kombiniertes Relais den Markierkreis auf eine andere Spannung um, wie das oben an gedeutet ist. Dementsprechend werden die Perioden, in welchen die überwachte Linie frei ist, z. B. durch punktierte (Fig.15) oder dünnere Linien bzw. kleinere Punkte (Fiä.1) angezeigt.
Die auf diese Weise erhaltenen Dia gramme zeigen die Zahl der Anrufe während einer Beobachtungsperiode, die Dauer jedes Anrufes, die Zeiten, in -elchen die Anrufe er- folgen und die Dauern der Linie-frei -Pe- rioden. Aufzeichnmig von <I>Schalterstellungen</I> Zur Aufzeichnung von Schalterstellungen, beispielsweise von Vielfachschaltern,
ist eine Wendeltrommel mit einem stufenweisen An trieb versehen und kann zur Anzeige der momentanen Schalterstellung durch eine ent sprechende Lage des Markierungspunktes relativ zum Rand oder zur Nullinie des zu gehörigen Registrierstreifens verwendet wer den. Es ist notwendig, eine synchrone oder andere mechanische oder elektromagnetische Verbindung zwischen dem Schaltmechanismus und der Wendeltrommel vorzusehen, so dass diese Trommel eine Winkellage einnimmt, welche der Schalterstellung entspricht.
Ein Diagranen. dieser Art ist in Fig. 18 darge stellt für einen Schalter, der eine Ausstel lung 0 und fünf verschiedene Funktionsstel lungen 1-5 hat.
Temperaturztberwachung In Heiz- oder Kühleinrichtungen kann die Anlage zur Aufzeichnung von Temperatur grenzen eingerichtet werden. Eine Anzahl temperaturempfindlicher Fühler, von denen jeder bei vorbestimmter Temperatur anspricht, wird zur Steuerung der Winkellage der Wen- deltrommel verwendet. Dies wird als Beispiel schematisch in Fig.17 dargestellt. Ein Anker 175 arbeitet mit drei- Feldmagneten 176,<B>177</B> und 178 zusammen, die nacheinander je höhere Amperewindungen als der vorher gehende Magnet haben.
Jeder Magnet wird gesteuert durch einen der genannten thermo- statischen Fühler<B>179,</B> 180, 181 und von einer Stromquelle 18? gespiesen. Der Fühler 179 ist beispielsweise so abgestimmt, dass er seinen Kontakt bei einer Temperatur von 65 F schliesst, die Fühler 180 und 181 schliessen bei 68 resp. 71 F. Wenn die aufzuzeichnende Temperatur unter 65 F liegt, ist keiner der Fühler geschlossen, so dass der Anker 175 in der dargestellten Ruhestellung ist.
Wenn die Temperatur höher als 65 F aber kleiner als 60 F ist, ist nur der Fühler<B>179</B> geschlossen, und der Anker 175 wird bis zum Magnet 176 gehoben. Für eine Temperatur zwischen 68 und 71 F, bei welcher auch der Fühler 180 geschlossen ist, wird der Anker bis zur l1a- gnetspule 177 gehoben, und wenn die Tem peratur 71 F übersteigt, sind alle drei Fühler geschlossen, so dass der Anker 175 um eine weitere Stufe gedreht wird.
Eine entspre chende Abnahme der Temperatur bewirkt eine Rückschaltung des Ankers in der entgegen gesetzten Drehrichtung je nach den nachgin- ander erfolgenden Öffnungen der Fühler 181, 180 und 179. Der Anker 175 ist durch eine passende Kupplungseinrichtung mit der NVen- deltrommel 174 des Vielfachschreibers ver bunden.
Diagramme, die auf diese Weise er halten worden sind, entsprechen der Fig.18. Aufzeichnung von Dezimalicerten In den beschriebenen Vielfachschreibern können zwei, mehrere oder alle Wendeltrom meln miteinander gekuppelt werden, so dass sie in Abhängigkeit von einer einzigen vari ablen Steuergrösse, aber mit verschiedenen Geschwindigkeiten, und zwar z. B. in Dezimal beziehung zueinander eingestellt werden, wie beispielsweise die Zahlenräder eines Zähl registers. Das wird bei einem Beispiel zur Aufzeichnung des Wasserstandes in einem Re servoir klar.
Es sind beispielsweise vier Wen deltrommeln nebeneinander in der Weise an geordnet, wie es in Fig.10 dargestellt ist. Die Trommeln werden beispielsweise durch einen Schwimmer angetrieben, so dass die Wendeln reversible Umdrehungen ausführen in Über einstimmung mit den Wasserstandsänderun- gen. Eine Wendel ist für schnellste Drehung eingerichtet, so dass eine volle Umdrehung dieser Wendel einer Wasserstandsänderung von z. B. 10 mm entspricht. Die nächste Wen deltrommel ist so übersetzt, dass sie für je 100 mm Wasserstandsänderumg eine Drehung vollendet.
Die dritte Trommel zeigt einen Be reich von 1000 mm durch eine Umdrehung an, und die vierte dreht sich einmal für einen Bereich von 10000 mm. Die auf diese Weise erhaltenen Diagramme sind in Fig.19 darge stellt. Der Registrierstreifen S20 zeigt die ungefähren totalen Wasserstandsänderungen zwischen Null und 10000 mm.
Die Streifen S21, S22 und S\_'3 zeigen die 1000er-, 100er- und 10er-Einheiten an. Während Perioden, in welchen die Wasserstandsänderungen in derselben Richtung erfolgen, zeigen die Strei fen S21, S22 und S23 eine Reihe von Über- querungen (in Fie.19 sind nur einige dieser Überquerungen dargestellt).
Jedes Minimum und jedes llammum ist genau markiert und kann mit hoher Genauigkeit abgelesen werden. Die angezeigten Maxima und Minima im Dia gramm entsprechen z. B. den auf der rechten Seite angegebenen Werten.
Eine Dezimalregistrierung des erwähnten Typs ist auch für irgend andere Illessmvecke anwendbar, wo eine hohe Ablesegenauigkeit auf einer beschränkten Registrierstreifenbreite ermöglicht werden soll.