CH256598A - Reduktionstrommelofen mit elektrischer Heizung. - Google Patents
Reduktionstrommelofen mit elektrischer Heizung.Info
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Description
Reduktionstrommelofen mit elektrischer Heizung. Trommelöfen, z. B. Drehöfen, werden meistens, wie z. B. in der Zementindustrie, durch heisse Gase erhitzt, welche in die Trommel eingeführt werden, um das in der Trommel vorwärtsbewegte Reaktionsgut auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen. Durch ein feuerfestes Futter wird der Man tel gegen eine zu starke Erhitzung durch die heissen Gase geschützt.
Man hat versucht, Drehtrommelöfen auch auf elektrische Art zu heizen. Zu diesem Zweck hat man Heiz- widerstände unmittelbar an die Aussenwand der Drehtrommel in eine Isolierschicht ein- gebettet oder es wurde die Drehtrommel mit einer feststehenden elektrischen Heizung, die an dem Umfang der Drehtrommel vorgesehen ist, erhitzt. Diese Anordnungen haben sich nur für Temperaturen bis zu zirka 500 C bewährt.
Es wurde auch vorgeschlagen, die Trommel durch einen elektrischen Induktions strom direkt zu erhitzen. Solche Ofen haben den Vorteil, grosse Wärmemengen auf einen verhältnismässig kleinen Raum zu vereinigen, bedingen jedoch durch die notwendige Küh lung der Heiztransformatoren erhebliche. Wärmeverluste. Die Ausbildung dieser Ofen ermöglicht anderseits., nur einen gewissen Teil des Ofeninhaltes, als, Reduktionsraum zu ver-,verten.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, einen Reduktionstrommelofen mit elektri scher Heizung zu schaffen, der für die Re duktion von Oxyden, insbesondere von Eisen oxyd oder Eisenerzen, mit reduzierenden Gasen, wie z. B. Was erstoff, bestimmt ist und der bei Temperaturen bis zu 1000 C zu verlässig arbeitet.
Dieser Trommelofen .kennzeichnet sich erfindungsgemäss dadurch, dass die zur Auf nahme des, Reaktionsgutes dienende Trom- s rnel von. einem gasdicht auf ihr angeordneten Mantel umgeben ist; zwischen welchem und der Trommel zu Stabilisierungszwecken Ab stützungen, -z.-B. aus:
keramischem Material oder hitzebeständigem =Stahl, vorgesehen sind und dass im Raum zwischen Mantel und Trommel von dieser letzteren abstehend an geordnete, gegen den Mantel hin abge schirmte, elektrische Heizelemente zur Hei zung der Trommel durch Strahlung und Konvektion vorgesehen sind.
Die Abstützungen zwischen Trommel und Mantel können auf verschiedene Art ausge führt werden, z. B. in Form metallischer oder keramischer Verstrebungen und dergleichen. Die Abschirmung der Heizelemente gegen den Mantel erfolgt vorzugsweise durch den keramischen Träger selbst, auf welchem die Heizelemente montiert sind. Der Raum zwi schen Mantel und Trommel \wird zweckmässig mit Isolationsmaterial, z.
B. mit einem po rösen Füllstoff oder mit Isolationssteinen, ausgefüllt und zweckmässig -so gewählt ..oder angeordnet, dass man ein Schutzgas, z.. B. Wasserstoff, durch den Raum zwischen Man tel und Trommel hindurchleiten kann.
Da in diesem Falle die Heizelemente nicht v-on einer oxydierenden Atmosphäre umgeben sind, wird ihre Oxydation verhindert und ihre. Lebensdauer erhöht.
Die maximale Be- triebstemperatur beträgt 1000 C, praktisch wird man jedoch bei 700-900 C arbeiten, da sich die meisten Oxyde bei diesen Tem- peraturen reduzieren lassen.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungs- gegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 ist ein teilweiser Längsschnitt durch einen .stationären Reduktionsofen mit horizontaler Trommel.
Fig.2 ist eine Einzelheit hierzu, eben falls im Längsschnitt, und Fig.3 veranschaulicht einen ähnlichen, um seine Längsachse jedoch drehbaren Re duktionsofen,.
Der Reduktionsofen nach Fig. 1 hat eine liegend angeordnete Reduktionstrommel 5, auf der mittels Stopfbüchsen 6 ein Mantel 7 gasdicht angeordnet ist. Die Trommel 5 ist an ihren beiden Enden mit Absclilussplatten 8 versehen, -in welchen mittels Stopfbüchsen 9 eine mit Rührflügel 10 versehene Rührwelle 11 drehbar gelagert ist. Das durch ein.
Rohr ansatz 12 der Trommel 5 zugeführte Eisen erz wird von der Rührwelle 11 gegen das Austrittsrohr 13 geführt. Im Gegenstrom hierzu wird durch den Stutzen 14 z. B. Was- serstoff in die Trommel eingeleitet, der durch den .Stutzen 15 am andern Trommel ende zusammen mit Wasserdampf, der sich gebildet hat, entweichen kann. Zur Stabili sierung der von der Trommel 5 und dem Mantel 7 gebildeten Einheit sind zwischen diesen beiden Teilen Verstrebungen 16 vor ,gesehen.
Rings um die Trommel 5 herum sind, von dieser abstehend angeordnet und in der Längsrichtung derselben sich erstrek- kend, - elektrische Heizelemente 17 vorgese hen, die-auf einem sie umgebenden kera mischen Träger angebracht sind und durch diesen nach aussen gegen den Mantel 7 hin abgeschirmt werden. Die Reduktionstrommel wird so durch Strahlung und Konvektion geheizt. Der Raum zwischen Trommel bzw.
Heizkörperträger und Mantel ist mit einem porösen Füllstoff, wie z. B. einem kerami- sehen Material, oder mit hochhitzebeständi gem Isolierstoff , ausgefüllt. Durch diese Schicht hindurch wird zweckmässig ein Schutzgas, z. B. Wasserstoff oder ein Ge misch von Wasserstoff und<B>CO,</B> hindurch geleitet. Hierzu dient der Zuführungsstutzen 18 und der Abführungsiskutzen 19. Das ganze Aggregat ist ortsfest auf Fusssockeln ge lagert.
Die Rührwelle 11 ist hohl ausgebildet und trägt eine hitzebeständige. Verkleidung 10'a, auf welcher die Rührflügel 10' befestigt sind. Der Raum zwischen Rührwelle und hitzebeständiger Aussenverkleidung ist mit Isoliermaterial ausgefüllt. Die Hohlwelle 11 kann mit Wasser gekühlt werden, das in der in Fig. 2 gezeigten Weise hindurchgeleitet wird.
In Mg: 3 ist ein ähnlicher Reduktions ofen gezeigt wie in Fig. 1, bei dem für gleiche oder entsprechende Teile gleiche Ble- zugszeichen vorgesehen sind. Im Gegensatz zum Ofen nach Fig. 1 ist dieser Ofen jedoch um seine Längsachse drehbar gelagert. Zu diesem Zwecke sind auf dem Mantel 7 Lauf ringe 20 angeordnet, die auf Rollenlagern 2'1 aufliegen und sich auf- diesen drehen können.
Im Innern der Trommel 7 können fest stehende Sohaber oder Bürsten. aus. hitze beständigem Material eingebaut sein, welche die an der Trommelwand lose anhaftenden Reduktionsprodukte, z. B. den gebildeten Eisenschwamm, abschaben.
Die Anordnung der Schaber erfolgt in zweckmässiger Weise im obern, vom Reduktionsprodukt nicht ge füllten Teil der Trommel. Dieselben werden in zweckmässiger Weise nur in regelmässigen Zeitabständen betätigt, um lose gesintertes Material, z. B. aus der Erzreduktion: stam mender Eisenschwamm, aufzulockern und von der Heizwand abzustreifen.
Die oben beschriebenen Reduktionsöfen gemäss F'ig. 1 und 3 haben verschiedene Vor teile.
Der äussere Mantel erwärmt sich relativ wenig, da infolge des starken Wärmeschut zes nur ein geringer Wärmefluss nach aussen stattfindet. Infolgedessen kann die äussere Verkleidung als mechanische Stütze und Trä ger für die stärker erhitzte Trommel dienen.
Die mechanisch beanspruchten Apparat teile des Reduktionsofens liegen ausserhalb der heissen Reaktionszone,. Die Festigkeit desselben wird somit durch die kalte Aussen verkleidung des Ofens gewährleistet.
Die Dichtheit des Reduktionsofens gegen über Gas wird durch die Aussenverkleidung des Reduktionsofens, d. h. durch den äussern Mantel, erreicht, die hocherhitzte Trommel braucht daher nicht vollständig dicht zu sein.
Durch das Vorhandensein eines Schutz gases, z. B. durch Zuleitung einer geringen Menge des Wasserstoff oder Gemische von Wasserstoff und C0, durch den Raum zwischen Mantel und Trommel werden die Heizelemente geschützt und ein Maximum an Lebensdauer derselben erzielt.
Dank geringer Wärmeverluste arbeiten diese Ofen mit einem hohen thermischen Nutzeffekt. Verluste an Reduktionsgas wer den ebenfalls. weitgehend vermieden. Die Ofen zeigen auch bezüglich der Reduktions- leistung günstige Ergebnisse, so d.ass man z.
B. bei der Reduktion von Eisenerz durch Wasserstoff mit der 2- bis, 3fachen stöchio- metrischen Menge zum Erreichen eines 85- bis 95%igen Reduktionsgrades auskommen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Trommelofen mit elektrischer Heizung für Temperaturen bis zu 1000 C für die Re duktion von Oxyden mit Gasen, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Aufnahme des Reaktionsgutes dienende Trommel von einem gasdicht auf ihr angeordneten Mantel um geben ist, zwischen welchem und der Trom mel zu Stabilisierungszwecken Abstützungen vorgesehen sind, und dass im Raum zwischen Mantel und Trommel von dieser letzteren ab stehend angeordnet,gegen den Mantel hin abgeschirmte, elektrische Heizelemente zur Heizung der Trommel durch Strahlung und Konvektion angebracht sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Trommelofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Raum zwi schen der Trommel und dem Mantel mit Iso lationsmaterial 'ausgefüllt ist.2. Trommelofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger für die Heizelemente gleich zeitig zu deren Abschirmung gegen den-Man- tel dienen,. 3. Trommelofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel mit einem Zuführungs- und einem Abführungsstutzen zum Durchleiten eines Schutzgases durch den Raum zwischen Mantel und Trommel versehen ist.4. Trommelofen. nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er in liegender Stellung ortsfest gelagert ist und dass im Innern der Trommel eine Rührelemente tragende Drehwelle zum Um wälzen und Fortbewegen des Reaktionsgutes vorgesehen ist. 5. Trommelofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er in. liegender Anordnung drehbar ge lagert ist. 6.Trommelofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern der Trommel feststehende Abstreifelemente vorgesehen sind, die anläss- lich der Rotation der Trommel das, an der Wand dieser letzteren anhaftende Reaktions produkt abstreifen.
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-
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- 1947-08-05 CH CH256598D patent/CH256598A/de unknown
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