Vorrichtung zum Abscheren von Profilmaterial. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abscheren von Profil stücken, z. B. solchen aus Metall, Kunststoff, Gummi und dergleichen.
Beim Abscheren derartiger Profilstücke ist es vorteilhaft, das Material in der Rich tung der kleinsten Dimension abzuscheren, weil dadurch eine kurze Scherbewegung und ein sauberer Schnitt ohne Verdrehung des Materials entsteht. Wenn das Profilstück aus Teilen besteht, die in verschiedenen Ebe nen liegen, wie dies z. B. in U-Profilstücken der Fall ist, welche einen Steg und zwei Flansche besitzen, die rechtwinklig zu dem Steg verlaufen, ist es unmöglich, das Werk zeug so zu führen, dass es sich zu allen Tei len des Profilstückes in Richtung der klein sten Dimension bewegt. Ein Mittelweh kann dadurch begangen werden, dass das Profil stück in der Weise in bezug auf das Werk zeug gelagert wird, dass das Werkzeug durch das Material unter einem zweckmässigen Winkel, z.
B. einem Winkel von 45 , der klei neren Dimension entlang sich bewegt, so dass in dem Fall, dass ein U-Profilstück vorliegt, der Schnitt in der Richtung von 45 zu der kleineren Dimension sowohl des Steges als auch der Flansche verläuft, woraus ein be friedigender Schnitt entsteht..
Dementsprechend besitzt die Vorrichtung gemäss der vorlieb enden Erfindung eine fest stehende und eine bewegbare Matrize, die mit gleichen Öffnungen für das Hindurchschiehen der abzuscherenden Profilstücke versehen sind, wobei die bewegbare Matrize in einem verschwenkbaren Rahmen angeordnet ist, der um eine Axe schwingbar ist, die von der vertikalen und der horizontalen Axe der Matrizenöffnungen in einem Abstand steht, so dass der Abscherungsdruck unter einem spitzen Winkel in bezug auf die vertikalen und horizontalen Wände des Profilstückes auf das letztere ausgeübt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Abschervorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung dargelegt. Es zeigt.: Fig. 1 eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Queransicht in Schnittdarstel lung nach Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 eine Längsansicht in Schnittdar stellung nach Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 einen abgebrochenen Grundriss in Schnittdarstellung nach Linie IV-IV der Fig. 1 und Fig. 5 eine Längsansicht in Schnittdar stellung, im wesentlichen ähnlich der Fig. 3, jedoch mit Teilen am Ende des Abscherungs hubes in einer andern Relativlage.
Es sind zwei zusammenarbeitende Ma trizen 11 und 12 vorgesehen, von denen jede bei 13 bzw. 14 eine Durchtrittsöffnung auf weist, und zwar so, dass diese bffnunger. gleich sind, dem abzuscherenden Profilstück entsprechen und miteinander übereinstimmen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel hat das von einer Formgebungsvorrichtung freibeweg lich zugeführte Profilstück einen U-förmigen Querschnitt, weshalb die Durchtrittsöffnun gen 13 und 14 in den Matrizen zur Auf nahme dieses Profilstückes ebenfalls U-för- mig ausgebildet sind, wobei zwischen .dem Profilstück und den Matrizen ein wenig Spiel besteht. Die Matrize 11 ist in einer ver- tikalen Ebene in einem steifen Rahmen un beweglich angeordnet.
Die bewegliche Ma trize kann in einer vertikalen Ebene um einen Drehzapfen 15 schwingen, und es sind die beiden Matrizen 11 und 12, so in bezug aufeinander angeordnet, dass ihre Stirnflä chen sich berühren.
Die Vorrichtung ist mit einem Fussstück 16 versehen, auf welchem ein vertikaler Rahmen 17 starr gelagert ist, indem der letz tere .durch Bolzen 18 am Fussstück befestigt ist. Ein weiterer vertikaler Rahmen 119' ist ebenfalls am Fussstück 16 starr befestigt. Die beiden Rahmen 17 und 19 stehen in genügen dem Abstand voneinander, dass ein dritter Rahmen 20 zwischen den beiden Rahmen angeordnet werden kann, der ohne Seiten bewegung zu den Rahmen, eine Schwing bewegung zwischen denselben ausführen kann.
Der Drehzapfen 15 erstreckt sich hori zontal und in der Querrichtung durch die drei Rahmen hindurch, wobei den mittlere Rahmen 20, in dem die bewegliche Matrize angeordnet ist, frei um diesen Zapfen schwin gen kann, und der Drehzapfen auch dazu dient, die Rahmen in ihrer Relativlage zuein ander zu befestigen. Bolzen 21 und 22 halten die Rahmen ebenfalls zusammen, sind jedoch ausserhalb des Umfanges des Rahmens 20 an geordnet, so dass sie mit der Bewegung .die ses Rahmens nicht kollidieren.
Die unbe wegliche Matrize 11 ist in einem Matrizen halter 213 im feststehenden Rahmen 1<B>9</B> an gebracht, so dass sie sich in demselben nicht drehen kann, wobei 'die Matrize kreisrund ist und in einer kreisrunden Öffnung<B>2</B>'7 im Matrizenhalter gelagert ist, und einen Flansch 24 hat, welcher Abflachungen 25 zum Zu sammenwirken mit einem Ausschnitt 26 in der Durchtrittsöffnung 27 des Halters, von ähnlicher Form, besitzt.
Zufolge dieser -An ordnung kann die Matrize mit Leichtigkeit aus dem Halter herausgenommen werden. Der Halter 23, ist im Rahmen 19 dermassen angeordnet, dass -die innern Stirnflächen der Matrizen und des Halters in der gleichen Vertikalebene liegen, wie die innere Stirn- fläehe des genannten; Rahmens, wobei der Halter im Rahmen durch Stäbe 2'8 gesichert ist, welche ihrerseits am Rahmen durch Bol zen 29 gesichert sind.
Eine untere Befesti gungsschiene 30 ist am Fussstück 1'6 dureb Bolzen 31 befestigt und durch Platten 3112, die in Vertiefungen 313 und 34 in der Schiene 30 und im Fussstück 16 liegen, in Lage ge halten.
Die bewegbare Matrize 12 ist in ähnlicher Weise in einem Matrizenhalter 8'5 angeord net, der im Schwingrahmen 20 so gelagert. ist, dass die gegenüberliegenden Stirnflächen der Matrizen 11 und 1'2 in Oberflächenberüh rung zueinander stehen.
Der Drehzapfen 15 ist so angeordnet, da.ss seine Axe oberhalb und auf der einen Seite der Matrizen 11. und 12 liegt.
Das obere Ende des Schwingrahmens 20 ist zwecks Aufnahme eines Blockes 36 mit einer Vertiefung 35 versehen, wobei eine<B>N</B> n- lage 3!7 aus Bronze oder dergleichen zwi sehen den Block 36 und den Boden der Ver tiefung 35 eingelegt ist.
Zwischen dem Block 36 und der Vertiefung 3'5 ist an jedem Ende ein Spielraum 318 vorgesehen, um dem Block zu gestatten, sich in der Längsrichtung in der Vertiefung ein wenig zu bewegen. Über der Oberseite des Rahmens 20 ist eine Druck- platte 39 angeordnet, und in einer Vertiefung 41 in der Unterseite dieser Druckplatte 39 ist ein Block 4'0 angeordnet.
Die Blöcke 3<B>6</B> und 40, sind so ausgebildet, dassi sie Lager flächen für eine Rolle 42 bilden, die zwischen .den beiden Blöcken liegt, so dass von einer Presse oder einer ähnlichen Vorrichtung aus geübter Druck durch die Druckplatte 39@ auf .den Rahmen 20 übertragen wird. Bei .der Schwingbewegung des Rahmens 2'0 um den Drehzapfen 15 bewegt sich der Block 3,6 in *der Längsrichtung in der Vertiefung 35 in einem geringen Ausmass. Die Druckplatte 39 ist durch Führungsstiften 63, die sich in Bohrungen 64 in den feststehenden Rahmen 1 7 und 19 bewegen können, geführt.
Es ist ersichtlich, dass bei Druckausübung auf den Schwingrahmen 20, zu dessen Schwingbewe gung um den Drehzapfen 15, die bewegliche .Matrize 12' sich aus der Gegenüberstellung zu der feststehenden Matrize 11 herausbewegt, wodurch ein Profilstück, das sich in den Matrizen befindet, abgeschert wird.
Das U-Profilstück wandert von der Form- gebungsvorriehtung hinweg mit seinem Steg in Horizontallabe und den Flanschen nach oben gerichtet. Es bewegt sich nach der Ab sehervorrichtung, welche in der Längsrich tung mit der Formgebungsvorrichtung in gleicher Flucht liegt, ohne seine Lage zu ver ändern, und dann durch die Matrizen 11 und 12. Die Lage des Drehzapfens 15 der bewegbaren Matrize 12 ist so getroffen, dass sich das Abscheren in einer Richtung voll zieht, welche mit einer Vertikalebene einen Winkel von weniger als 90 , aber mehr als 0 bildet.
Der Drehzapfen 1.5 hat ungefähr gleichen Abstand von der vertikalen wie von der horizontalen Axe der Matrizenöffnungen, so dass die Abscherung ungefähr in einer Richtung von 45 zu der Vertikalen erfolbt.
Ein unter Federdruck stehender gleitbarer Zapfen 43 ist befähigt, die Matrize 12' in ihre normale Lage zurückzuführen, nachdem der von der Druckplatte 319 auf diese Ma trize ausgeübte Druck aufgehört hat. Per Zapfen 43 ist in einem Gehäuse 44 ange ordnet, welches sich zwischen den festen. Rahmen 17 und 19 befindet und dort ein Distanzstück zwischen .diesen beiden Rah men bildet, wobei er durch die Bolzen 21 an den Rahmen befestigt ist.
Eine Sehrau bendruckfeder 45 ist. innerhalb des Gehäuses 44 um den Schaft 4!8 des Zapfens 43, gewun den und stützt sich an ihrem einen Ende gegen eine Schulter 46 am Zapfen ab und liegt mit dem andern Ende gegen eine Hülse 47 an, welche der Schaft 48 des Zapfens durchtritt, "wobei diese Hülse einstellbar im Gehäuse 44 angeordnet ist, wodurch der Druck auf den Zapfen eingestellt werden kann. Eine Schraubenmutter 49 ist in einer Gewindebohrung am Gehäuse 44 angeordnet und liegt gegen die Hülse 47 an, so dass die Lage der Hülse einstellbar ist.
Die Schrau benmutter 49 ist mittels einer Gegenmutter 5'0 verriegelt. Der Zapfen 43 trägt an seinem äussern Enden eine Rolle 51, welche sich gegen die Kante des bewegbaren Matrizen rahmens 20 abstützt.
Zwischen den feststehenden Rahmen 17 und 19 ist ein Anschlagstück angeordnet, welches mit einem Schraubenstift 52 ver sehen ist, das in einen mit einem Ge winde versehenen Block 53 sitzt, der zwi schen den beiden feststehenden Rahmen 17 und 19 sich befindet und ein Distanz stück für -dieselben bildet. Der Block 53 ist auf beiden Seiten mit einem ein Gewinde tragenden Fortsatz 54 versehen, welche Fort sätze sich durch die feststehenden Rahmen 17 und 19 erstrecken und mit Schraubenmut tern 55 versehen sind, um diese Rahmen an einander zu befestigen.
Das Ende des Schrau benstiftes 52' stützt sich gegen die Kante des bewegbaren Matrizenrahmens 20 an einer Stelle ab, die dem Zapfen 43 ungefähr gegen überliegt, wodurch Mittel gebildet -sind, um die Rückstellung .der Matrize 12 in ihre nor male Lage zu begrenzen, wenn die letztere unter dem Druck des Zapfens 43 steht. Die Lage des Ansohlages 5,2 kann im Block 53 eingestellt und dieser Anschlag durch die Gegenmutter 56 verriegelt werden.
Der Drehzapfen 15 ist aus einem Bolzen gebildet, .dessen äussere Enden durch die bei den feststehenden Rahmen 17 und 19 durch treten und mit ' Schraubenmuttern 57 ver sehen sind. Der Mittelteil 58 des Drehzap fens ist in bezug auf die Endteile des Zap fens exentrisch ausgebildet und erstreckt ,sich durch den bewegbaren Matrizenrahmen 20, so dass er für diesen den wirklichen Dreh zapfen bildet.
Durch Drehen des Drehzap fens 15 in bezug auf die feststehenden Rah men 1,7 und 19 und Einstellen des Anschla ges 52. kann die korrekte Lage der Matrize 12 herbeigeführt werden, so dass .die Durch trittsöffnung 14 in dieser Matrize der Durch trittsöffnung 13 in .der feststehenden Matrize 11 gegenüberliegt.
Ein verzahntes Rad<B>59</B> ist auf einem Vierkant 60 an einem Ende .des Drehzapfens 15 gelagert, und zwar ausser halb der Aussenfläche des feststehenden Rah mens 19, und die Zähne dieses Rades Stehei, mit einem verzahnten Glied 6<B>1</B> in Eingriff, welches an der Aussenfläche des feststehenden Rahmens 19 durch einen Bolzen 6121 festgehal ten ist. Wenn es erforderlich ist, die Lage der Matrize 1-2 einzustellen, wird das ver zahnte Glied 61 vom Rahmen 19 abgenom men, wonach der Drehzapfen 15 mitsamt dem verzahnten Rad 5,9 gedreht werden kann.
Bein Erreichen der erforderlichen Lage der Matrize 12 wird das verzahnte Glied 61 wie der aufgesetzt, so dass .dessen Zähne mit den jenigen des Rades 59 kämmen, wodurch der Drehzapfen 15 in einer Weiterdrehung ver hindert wird.
Die äussere Form der Matrizen kann be liebig, z. B. kreisrund oder rechteckig, sein, solange nur dem die Durchtrittsöffnungen für das abzuscherende Profilstück umgeben den Matrizenkörper genügende Festigkeit für den Schervorgang verbleibt. Zu diesem Zweck wird dem Matrizenkörper vorteilhaft eine möglichst rundliche äussere Form gegeben.