CH233156A - Schafttiefzug-Vorrichtung mit geschlossenem Schaftzug für Webstühle. - Google Patents
Schafttiefzug-Vorrichtung mit geschlossenem Schaftzug für Webstühle.Info
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C1/00—Dobbies
- D03C1/14—Features common to dobbies of different types
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-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
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Description
Schafttiefzug-Torrichtung mit geschlosseuem Schaftzug für lVebstühle. Oberbaulose Webstühle mit sogenannten geschlossenen Schaftzügen, bei denen der Webschaft bequem vom Schaftzug gelöst oder mit demselben verriegelt und in der Höhe verstellt werden kann, ohne dass der Schaftzug irgendwie gelockert oder unter brochen werden muss, sind bereits eingeführt und z. B. im Schweiz. Patent Nr. 221284 teilweise beschrieben.
Fig. 1 in beiliegender Zeichnung zeigt eine bekannte Schafttiefzug-Vorrichtung die ser Art. Von der Hubschwinge a der Schaft maschine läuft der Schaftzug über die Um- leitrollen b,, b2, b3 und<I>b4</I> und ist zuletzt an einem bekannten Federzugregister c ange hängt. Der Webschaft d ist in nicht näher gezeichneter, bekannter Weise mit dem Schaftzug verriegelt.
Durch das Federzugregister c ist der ganze Schaftzug straff gespannt und drückt daher entsprechend auf die Umleit- rollen. Beim Tiefzug des Schaftes vom Mittel- ins Tieffach haben die nicht dar gestellten Zugfedern zusätzlich zur Ketten- Spannung und den im Federzugregister auf tretenden Reibungswiderständen noch die Reibungswiderstände in den zahlreichen Um- leitrollen zu überwinden, was die durch Mes sungen festgestellte Tatsache erklärt, dass die am Schafthalter 1 wirkende Tiefzugkraft nur einen Bruchteil von derjenigen am Schafthalter 2 ausmacht.
Um eine genügend grosse mittlere Tiefzugkraft am Webschaft zu erhalten, ist daher das Federzugregister c auf entsprechend starken Zug einzustellen. Diese Umstände wirken sich natürlich auch auf die an der Hubschwinge nötige Hoch zugkraft nachteilig aus.
Nach angestellten Messungen ist das Ver hältnis der in der Tiefstellung an der Schaft mitte wirkenden Tiefzugkraft zu der an der Hubschwinge erforderlichen Hochzugkraft ohne Berücksichtigung der Einflüsse der Webkettenspannung ungefähr 1<B>:3.</B>
Diese Nachteile sollen bei der den Gegen stand der Erfindung bildenden Tiefzug-Vor- richtung weitgehend behoben werden. Bei dieser ist unter dem Webschaft eine Kreis- segmentscheibe in ihrem Zentrum drehbar ge lagert.
Am Umfang der Scheibe sind an zwei Punkten biegsame Zugelemente, zum Beispiel Rollenketten, befestigt. Bei Drehung der Segmentscheibe laufen die Zugelemente je nach der Drehrichtung am Scheibenumfange auf oder ab, wodurch der Webschaft auf bei den Seiten nachgezogen bezw. freigegeben wird.
Zweckmässig greifen an der Segment scheibe einerseits Zugfedern an, die mittels einer gelenkigen Doppelschlaufe an einem Verbindungsarm vom Scheibenkranz zum Zentrum angehängt sind, und die das Be streben haben, die Scheibe um ihre Achse in die Grundstellung zu drehen, die der Schaft tiefstellung entspricht, und anderseits auf der Schaftmaschinenseite die Hubschwinge, welche in Funktion tritt, wenn die Scheibe von der Grundstellung in die Ilochfachstel- lung gedreht werden soll.
Fig. 2 und 3 der beiliegenden Zeich nung zeigen ein Ausführungsbeispiel der Tiefzug-Vorrichtung nach der Erfindung. Die Kreissegmentscheibe e' ist auf der zen trisch gelegenen Welle f drehbar gelagert. An dem Arm ä der Scheibe sind in verschie denem Abstande vom Zentrum aus Kerben f angebracht.
In einer dieser Kerben greifen mittels der Gelenk-Doppelschlaufe g die Zug federn h an, von denen in der Zeichnung zwei dargestellt sind, welche Federn anderends an einem festen Punkte angehängt sind und so die Scheibe um die Achse f zu drehen suchen, bis der Schaft im Tieffach angelangt ist. Diese Stellung der Scheibe ist als Grundstel lung bezeichnet (Fig. 2). Durch Umhängen der Schlaufe g von einer der Kerben f zur andern wird der Angriffshebelarm für die Zugfedern grösser oder kleiner, je nachdem ob eine stärkere oder schwächere Tiefzug kraft nötig ist.
Am Punkt 3 am Scheibenumfang, der in der Grundstellung der Scheibe senkrecht unter der Achse f liegt, ist als biegsames Zugelement eine Rollenkette befestigt, welche die Scheibe in deren Grundstellung am Um fang über einen 'Winkel von 90 umschlingt und von der aus der Schaftzug senkrecht nach oben zum Schafthalter 1 und von dort über die Führungsrolle b1 an die Hub schwinge a geht.
Vom Befestigungspunkt 4 aus, der in der Grundstellung der Scheibe etwas über der waagrechten Linie durch das Scheibenzen trum liegt, umschlingt eine Rollenkette den Scheibenumfang mindestens in der Länge des mit der Hubmaschine maximal erreichbaren Schafthubes. Von dieser Kette aus geht der Schaftzug über die Umleitrolle b, und ist mit dein Schafthalter 2 der gegenüberliegenden Schaftseite verbunden,
von welchem aus er über die Umleitrollen b4 und b;3 an die Seg- mentscheibe zurückgeführt wird, wo er am Ausgangspunkt 3 des Schaftzuges, der von der Scheibe zur Hubschwinge führt, ebenfalls festgemacht ist. Dadurch entsteht ein end loser Zug, dessen Spannung mit der Regu lierschraube i eingestellt werden kann.
Wenn sich die Hubschwinge senkt, wird die Segmentscheibe c' durch die Zugfedern lt in die Grundstellung gedreht und dadurch der Schaft auf der Schaftmaschinenseite durch den all Punkt 3 befestigten Schaftzug direkt und durch den an Punkt 4 befestigten über die Unileitrolle b, tiefgezogen.
Bei die sem Vorgang ist durch das Bestreben der Webkette, den Schaft im Mittelfach zu hal ten, der Schaftzug von Punkt 4 bis zum Schafthalter 2 straff gespannt, also die Umleitrolle b. unter Druck, während er vom Schafthalter 2 bis Punkt 3 an der Scheibe leicht locker ist (durch entsprechende Einstel- lrang der Schraube i erreicht), so dass die Um leitrollen b4 und b.,
fast unbelastet sind und glinz unbedeutende Reibungswiderstände ver- ursacllen. Praktisch haben daher die Zug federn für den Tiefgang nebst der Keaspan- nung und dem an dem Drehpunkt f der Scheibe e' auftretenden Reibungswiderstand nur noch denjenigen an der Umleitrolle b, zu überwinden. Messungen haben ergeben, dass die an den beiden Schafthaltern 1 und 2 wirkenden Tiefzugkräfte daher ganz wenig voneinander abweichen.
Wird die Hubschwinge a von der Schaft maschine aus gezogen, dann hebt sie auf die ser Seite den Schaft und setzt gleichzeitig die Segmentscheibe in Bewegung, die den Schaft auf der gegenüberliegenden Seite einerseits freigibt, anderseits nachzieht. Ist die Span nung der Webkette stark, so wird sie in dem Moment, da der Punkt 4 an der Segment- scheibe den Schaftzug loslässt, sofort das Be streben haben, den Schaft gegen das Mittel fach hinauf zu ziehen.
Der Schaftzug über die Umleitrollen b3 und b4 wird erst ge spannt, wenn der Schaft durch den an Punkt 3 befestigten Schaftzug ungefähr aus dem Mittel- ins Hochfach gezogen werden muss. Dann ist der Teil des Zuges vom Schaft halter 2 bis Punkt 4 an der Segmentscheibe etwas locker und die Umleitrolle b" entlastet.
Die Stellung der gerben 6 am Segment arm 5, in deren einen mittels der Doppel schlaufe g die Zugfedern h jeweils einge hängt sind, ist so gewählt, dass der Angriff hebelarm der letzteren in der Tiefstellung des Schaftes am grössten ist, während er bei Hochzug des Schaftes und dadurch ver ursachter Drehung der Scheibe so lange ab nimmt, bis das Gelenk der Schlaufe an der Nabe der Scheibe anliegt (Fig. 3). Dadurch wird erreicht, dass trotz des Auszuges der Zugfedern die nötige Hochzugkraft an der Hubschwinge kleiner wird.
Mit der beschriebenen Tiefzug-Vorrich- tung erreicht man ein Verhältnis von der bei Grundstellung der Scheibe in der Schaft mitte wirkenden Tiefzugkraft zu der not wendigen Hochzugskraft an der Hubschwinge von ungefähr 1 : 1,7, ohne Berücksichtigung der Einflüsse der Webketten-Spannung.
Dadurch werden die Schaftmaschine und alle mit dem Schaftzug zusammenhängenden Teile wesentlich weniger beansprucht, ein ruhigerer Gang des Webstuhls erzielt und Antriebskraft gespart.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schafttiefzug-Vorrichtung mit geschlos senem Schaftzug für Webstühle, gekenn zeichnet durch eine unter dem Webschaft in ihrem Zentrum drehbar gelagerte Kreisseg- mentscheibe, an deren Umfang an- zwei Punk ten biegsame Zugelemente befestigt sind, die, sobald die Scheibe gedreht wird, je nach der Drehrichtung am Scheibenumfange auf- oder ablaufen und dabei den Webschaft auf bei den Seiten nachziehen bezw. freigeben.UNTERANSPRÜCHE: 1. Schafttiefzug-Vorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf die greissegmentscheibe mindestens eine Zugfeder einwirkt, welche das Bestreben hat, die Scheibe in die Grundstellung zu ziehen, die der Schafttiefstellung entspricht, indem die Zugfeder in einer von mehreren gerben eines vom Scheibenkranz zum Zentrum ver laufenden Verbindungsarmes angreift, wobei durch Benützung einer andern gerbe als An griffspunkt die Länge des Angriffshebelarmes der Zugfeder verändert werden kann,der selbe aber immer in der Grundstellung der Scheibe am grössten ist und bei Drehung der letzteren infolge Hochzugs des Schaftes klei ner wird. 2. Schafttiefzug-Vorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von einem der beiden Befestigungspunkte der Zugelemente an der Segmentscheibe aus, der sich in der Grund stellung der Scheibe mindestens annähernd senkrecht unter deren Drehpunkt befindet,das betreffende biegsame Zugelement den Scheibenumfang auf einem Winkel von wenigstens annähernd 90 umschlingt und der anschliessende Teil des Schaftzuges senk recht nach oben über den einen Schafthalter an die Hubschwinge geht. 3. Schafttiefzug-Vorrichtung nach Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass vom zweiten Befestigungspunkt der Zugelemente an der Segmentscheibe aus, der in der Grundstel- lung über der waagrechten Linie durch das Scheibenzentrum liegt, das biegsame Zug element ein Stück des Scheibenumfanges um schlingt, das abgewickelt mindestens so gross ist wie der mit der Hubmaschine maximal erreichbare Schafthub,und der anschliessende Teil des Schaftzuges auf die gegenüberlie gende Schaftseite geht, hier über eine Umleit- rolle läuft und dann mit dem zugehörigen Schafthalter verbunden ist, von welchem aus der Schaftzug über zwei L: mleitrollen an den ersten Befestigungspunkt am Umfang der Segmentscheibe zurückgeführt ist, so dass ein endloser Schaftzug gebildet ist, dessen Span nung mittels einer Regulierschraube ver ändert werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH233156T | 1943-03-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH233156A true CH233156A (de) | 1944-07-15 |
Family
ID=4457929
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH233156D CH233156A (de) | 1943-03-09 | 1943-03-09 | Schafttiefzug-Vorrichtung mit geschlossenem Schaftzug für Webstühle. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH233156A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4644979A (en) * | 1984-05-15 | 1987-02-24 | Sulzer Brothers Limited | Heddle drive for a weaving machine |
-
1943
- 1943-03-09 CH CH233156D patent/CH233156A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4644979A (en) * | 1984-05-15 | 1987-02-24 | Sulzer Brothers Limited | Heddle drive for a weaving machine |
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