CH218967A - Verfahren zur Schmierung von als Verdichter oder Vakuumpumpe arbeitenden Drehkolbenmaschinen. - Google Patents
Verfahren zur Schmierung von als Verdichter oder Vakuumpumpe arbeitenden Drehkolbenmaschinen.Info
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Description
Verfahren zur Schmierung von als Verdichter oder Vakuumpumpe arbeitenden Drehkolbenmaseiiinen. Die Erfindung bezieht sich auf Drehkol- benmaschinen, die entweder als Verdichter oder als Vakuumpumpen arbeiten.
Bei den bekannten Verfahren zur Schmierung von solchen Drehkolbenmaschinen werden abge messene Olmengen in den Arbeitsraum ge geben, durch welche sowohl die Führung der Schieber in den Schlitzen des Rotors, wie auch die am Gehäuse leicht anliegenden Aussenkanten der Schieber geschmiert wer den. Wenn auch dieses Verfahren volle Be triebssicherheit gewährleistet, so hat es doch den Nachteil, da.ss das geförderte Mittel durch Öl stark verunreinigt wird, so dass in den meisten Fällen besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen, um das 'Öl aus dem Fördermittel wieder auszuscheiden.
Diese Ola.bscheider verlangen vermehrten Unterhalt der Anlage; auch gibt es Fälle, in denen eine genügende Reinigung und Erzielung der Geruchfreiheit des Fördermittels schwie rig ist.
Beim Verfahren nach der Erfindung wer den diese Schwierigkeiten umgangen, indem zur Schmierung der im Arbeitsraum der Drehkolbenmaschine arbeitenden Teile ent härtetes Wasser verwendet wird. Dabei soll unter enthärtetem Wasser zum Beispiel auch destilliertes Wasser oder Regenwasser, oder durch chemische Einwirkung von festen Stoffen, wie Kalk etc., befreites Wasser, oder auch solches, das durch Niederschlag von Wasserdampf gewonnen wird (Konden sat.), verstanden sein.
Daraus geht hervor, dass eine Hauptbedingung für das zu ver wendende Wasser ist, dass sich nach Einfüh rung in die Maschine keine festen Bestand teile, wie Kalk etc., aus demselben abschei den. Dieses Verfahren erlaubt nicht nur eine genügende Schmierung, sondern auch Erzie lung einer niedrigeren Temperatur des För- dermittels, wie auch aller innern Organe der Drehkolbenmaschine, indem die Kompres sionswärme während ihrer Entstehung zum Teil durch die Verdampfungswärme des in die Drehkolbenmaschine eingeführten Was sers gebunden wird.
Die niedrigere Tempera tur ergibt eine Verbesserung des Liefer- grades und des Wirkungsgrades. indem einer seits die Spaltverluste kleiner gehalten wer den können. da kleinere Spalte in den Stirn flächen eingestellt werden können, wenn der Rotor sich weniger erwärmt, und anderseits das Aufheizen der Ansaugluft durch die bei der Kompression stark erhitzten innern Teile der Maschine vermieden werden kann. Fer ner ermöglicht die geringere Arbeitstempera tur der Drehl-#olbenrna-chine, die vom Arbeits raum abgetrennten Lager der Rotorwelle mit Fett statt mit<B>01</B> zu schmieren, so dass dort eine Fettfüllung fier eine lange Betriebs periode ausreicht.
In der Zeichnung sind in Fig. 1 und zwei Beispiele von Anordnungen zur Durch führung des Verfahrens vereinfacht dar gestellt.
Die Drelrkolbenmaschine 1 in Fig.1 saugt das Fördermittel aus dem Stutzen ? an und fördert dasselbe in den Druckstutzen 3 und von dort durch den Nachkühler 4 hindurch über den Stutzen 5 in das Verbrauchsnetz. Die Drehkolbenmaschine 1 ist mit einem Wasserkühlmantel 6 versehen. Der Nachküh ler 4 besteht aus einem von dem Fördermit- tel (Luft) durchströmten zylindrischen Be hälter 7, in welchem von Kühlwasser durch flossene Rohrschlangen 8 eingebaut sind, die von dem zu kühlenden Fördermittel bestri chen werden.
Im untern Teil 9 des Nachküh lers sammelt sich das Niederschlagswasser des Fördermittels und fliesst über die mit Drosselstellen 24 versehenen Röhrchen 10 in den mit der freien Atmosphäre in Verbin dung stehenden Sammelbehälter 11 ab. Von dort wird das Nasser von der Zahnradpumpe 1? abgesaugt und über Leitung 13 mit Re gulierhahn 13a in den Arbeitsraum 14 ein geführt (eingespritzt) und damit den Schie bern 15 zugeführt. Das Wasser muss dabei als Schmiermittel von relativ kleiner Vis kosität möglichst gut über den ganzen Ar beitsraum verteilt werden, z. B. durch das Einspritzen von mehreren Stellen aus.
Die Drosselstellen '24 in den Leitungen 10 sind vorgesehen, um Verlust an Druckmittel durch diese Leitungen hindurch zu verhin- rlern.
Während des Betriebes der Drehkolben rnaschine wird ständig Frischluft mit einem gewissen Feuchtigkeitsgehalt angesaugt, so (lass bei vollst@indiger Wasserausscheidung im Nachkühler 4 eine ständig steigende lh.nge niedergeschlagenen Wassers zur Schmierung zur Verfügung steht.
Da das im Naellkiihler niedergeschlagene Wasser je doch stün(lig und ohne Verluste durch die Wasserschmierung der Maschine wieder zu- t;
eführt wird, ist ehre vollständige Wasser- ausscheidung im Nachkühler nicht erforder n Durchgefiihrte Versuche haben dies be tätigt und gezeigt. (lass eine solche Anlage betriebsfähig bleibt, auch wenn die im An saugstutzen mitangesaugte Luftfeuchtigkeit durch den Druckstutzen die Maschine wieder verlässt.
Für den Betrieb mit Wasserschmierung besonders geeignet sind Schieber 15 aus einem rnin(1(,#tens zur Hauptsache aus nicht metallischem Stoff bestehenden Werkstoff.
Die Anordnung nach Fig. \? unterschei det sich von jener nach Fig. 1 dadurch, da.ss keine besondere Pumpe zur Beförderung de, Schmierwassers in den Arbeitsraum 14 vor gesehen ist. Zur Förderung des Schmier wassers in den Arbeitsraum wird vielmehr der im Nachkühler 4 ständig vorhandene Druckübersehuss gegenüber dem im Arbeits raum 14 an der Stelle der Einführung der Schmierleitungen herrschenden Druck be nutzt. Die Leitungen 1() sind zu diesem Zwecke in einen geschlossenen und unter dem gleichen Druck wie der Nachkühler 4 stehen den Behälter 16 geführt.
Von dort wird das angesammelte Schmierwasser durch die Lei tung 17 unter der Wirkung des auf dem Schmierwasserspiegel 18 lastenden Über druckes in den Arbeitsraum 14 gedrückt.
Für den Fall. dass das im Stutzen 3 sich ansammelnde Wasser nicht nach dem Raum 9 im Kühler abfliessen kann, ist am Druck- stutzen 3 noch eine zusätzliche Ableitung 19 vorgesehen, durch welche das im Wassersack 23 sich ansammelnde Kondenswasser in den Behälter 16 ablaufen kann. In dieser Leitung 19 ist ein Steuerkolben 20 vorgesehen, der bei normalem Betrieb der Maschine den Durchtritt durch diese Leitung freigibt, da auf seinen beiden Endflächen der gleiche Druck herrscht. Arbeitet jedoch die Dreh kolbenmaschine im Leerlauf, so ist das Rück schlagventil 22 sowie die Drosselklappe 26 geschlossen und der Raum im Druckstutzen 3 durch eine nicht gezeichnete Leitung mit dem Saugstutzen 2 verbunden.
Durch den Überdruck in Leitung 27 wird der Kolben 20 gegen den geringen Druck in Leitung 19 und den Druck der Feder 21 nach links ge schoben und die Leitung 19 abgeschlossen. Dadurch wird verhindert, dass Druckmittel aus dem Behälter 16 in den Druckstutzen 3 gelangt, das heisst Druckmittelverluste ver mieden werden. Das während des Leerlaufes im Druckstutzen 3 sich niederschlagende Schmierwasser sammelt sich in dem vor gesehenen Wassersack 23, aus welchem es nach dem Behälter 16 abfliessen kann, sobald die Drehkolbenmaschine wieder unter vollem Druck und nicht mehr im Leerlauf arbeitet, da alsdann der Kolben 20 die Leitung 19 wieder freigibt.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 kann zur Entwässerung des Druckstutzens eine Ableitung mit Drosselstelle vorgesehen sein, ähnlich den Ableitungen 10, 24 am Nach kühler 4.
Wenn zur Schmierung nicht das im Nach kühler aus dem Fördermittel gewonnene Wasser verwendet wird, muss die Schmierung mit anderweitig gewonnenem enthärtetem Wasser betrieben werden.
Um bei wassergekühlten Drehkolben- ma.schinen eine möglichst kräftige Wasser abscheidung im Nachkühler zu erzielen, wird mit Vorteil das der Anlage zugeführte kalte Frischwasser zuerst den Rohrschlangen 8 des Nachkühlers und erst nachher durch Leitung 25 dem Kühlmantel 6 der Drehkolben maschine zugeleitet. Bei mehrstufigen Drehkolbenmaschinen kann das Schmierwasser statt im Nachkühler im Zwischenkühler oder in beiden zusammen gewonnen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: T. Verfahren zur Schmierung von als Verdichter oder Vakuumpumpe arbeitenden Drehkolbenmaschinen, dadurch gekennzeich net, dass als Schmiermittel für die im Ar beitsraum (14) der Drehkolbenmaschine ar beitenden Teile enthärtetes Wasser verwen det wird. II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass vom Niederschlagsraum eines Kühlers, der in die Druckleitung der Drehkolbenmaschine eingeschaltet ist, eine Verbindungsleitung für das Niederschlags wasser zum Arbeitsraum der Drehkolben maschine vorgesehen ist.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, bei mit Kühlern für das Fördermittel versehenen Drehkolbenmaschinen, dadurch gekennzeich net, dass das Niederschlagswasser aus min destens einem dieser Kühler (4) mindestens zum Teil als Schmierwasser der Drehkolben maschine wieder zugeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Förderung des Schmierwassers in den Arbeitsraum die Druckdifferenz dient, die zwischen dem Druck im Arbeitsraum (14) und dem Druck im Kühler (4) vorhan den ist, der das Schmierwasser liefert. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Nieder schlagswasser des Kühlers (4) über Drossel stellen (24) in einen mit der freien Atmo sphäre verbundenen Behälter (11) abfliesst, aus welchem es als Schmierwasser dem Ar beitsraum (14) durch eine Druckpumpe (12) zugeführt wird. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Nieder schlagswasser des Kühlers (4) in einem ge- schlossenen, unter dem gleichen Druck wie der Kühler stehenden Behälter (16) gesam melt wird und durch eine unterhalb des Wasserspiegels (18) des letzteren abzwei gende Leitung dem Arbeitsraum (1.4) zu geführt wird. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass der Raum (3, 23) im Druckstutzen zwischen Drehkolben und Rückschla.gventil ( 23) über eine mit dem Niederschlagswasser behälter (16) in Verbindung stehende Lei tung (19) entwässert wird. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (19,) zwischen Wassersack (23) im Druck stutzen und Z iederschlagswasserbehälter (16) mit einem Abschlussorgan (20, 21) versehen ist, das diese Leitung (19) unterbricht, wenn der Druck im Druckstutzen (3) kleiner ist als im Kühler (4). i. @'orrielitung nach Patentanspruch Il, (hidurch gekennzeichnet, dass die.Schieber (1.5) der Prelikolbeninaschine mindestens zuni grösseren Teil aus nichtmetallischem Werkstoff bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH218967T | 1941-06-03 |
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|---|---|---|---|
| CH218967D CH218967A (de) | 1941-06-03 | 1941-06-03 | Verfahren zur Schmierung von als Verdichter oder Vakuumpumpe arbeitenden Drehkolbenmaschinen. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH218967A (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1941
- 1941-06-03 CH CH218967D patent/CH218967A/de unknown
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