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CH218944A - Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff und nach diesem Verfahren hergestellter Pressling. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff und nach diesem Verfahren hergestellter Pressling.

Info

Publication number
CH218944A
CH218944A CH218944DA CH218944A CH 218944 A CH218944 A CH 218944A CH 218944D A CH218944D A CH 218944DA CH 218944 A CH218944 A CH 218944A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
thermoplastic material
lubricant
mixture
pressed
chamber
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Limited Cellomold
Original Assignee
Limited Cellomold
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Limited Cellomold filed Critical Limited Cellomold
Publication of CH218944A publication Critical patent/CH218944A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C33/00Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor
    • B29C33/56Coatings, e.g. enameled or galvanised; Releasing, lubricating or separating agents
    • B29C33/60Releasing, lubricating or separating agents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description


  



  Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff und nach diesem Verfahren hergestellter Pressling.



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff, wie z. B. aus Kunstharzen, welche bei der Erhitzung weich und bei der Abkühlung wieder fest werden, wobei sie auch bei   einernochmaligenErhitzung    weich zu werden vermögen. Insbesondere kommen Werkstoffe in Betracht, die unter den   Namen"Cellomold",, Trolitul"und"llli-      polam"bekannt    geworden sind und die sich auf einer Basis von Zelluloseacetat, Polystyrol bezw. Polyvinylester aufbauen. Es k¯nnen aber auch andere thermoplastische Werkstoffe, wie die Polymere der acrylsauren Ester Verwendung finden. Die thermoplastischen Werkstoffe k¯nnen auch natürliche Harze, Füllstoffe, Stoffe zum Plastischmachen oder andere Bestandteile enthalten.



   Das Ausstossen von durch Erwärmung härtbarer Kunstharze ist ohne Schwierigkeiten möglich ; doch war bisher die Herstellung von aus thermoplastischen Kunstharzen bestehenden Presslingen nicht völlig zufriedenstellend, da die ausgepressten Profile einige Verformungen zeigten, ihre Oberfläche wenig ansprechend war und eine wellenförmige Form aufwies und die Abmessungsschwankungen in der Grossenordnung   von + 5 /O    lagen, so dass Nachbehandlungen notwendig waren. Das Festsetzen des Werkstoffes im Presskopf bietet ebenfalls eine nicht leicht zu überwindende Schwierigkeit, so dass es bisher erforderlich war, den Werkstoff heiss oder wenigstens warm und etwas plastisch zu halten, bis er die Pre¯vorrichtung verlassen hat.

   Unvermeidliche Änderungen in den Abmessungen der Auspressprodukte treten auf, nachdem der Werkstoff den Presskopf verlassen hat, und zwar wegen des plötzlichen   Aufhorens    der   Einwir-      kung    der Presskräfte auf den noch plastischen Werkstoff. Eine schlechte Oberfläche und unerwünschte Anderungen der Abmessungen traten auch deswegen auf, weil das Abkühlen ausserhalb des Presskopfes erfolgt. Das   Fest-    werden des Werkstoffes vor dem Verlassen des   Presskopfes war hier    (im Gegensatz zu den wärmehärtbaren Harzen) nicht möglich, und zwar wegen des   Festsetzens    im   Prend-    kopf. Das Hinzufügen von Lösungsmitteln und Stoffen zum Plastischmachen zum Werkstoff brachte keine Losung des Problems.



   Die vorliegende Erfindung lϯt einen wesentlich   hoherenGradderAbmessungs-    genauigkeit zu und erzeugt wesentlich glattere Oberflächen, als es bisher für ausgepresste Röhren und andere Teile aus thermoplastischem Werkstoff erzielbar war.



   Mittels der vorliegenden   Eriindung    können Pre¯linge mit einer   Abmessungsgenauigkeit    innerhalb   von 0, 5"/o hergestellt werden,    wobei die   Auspressteile    im wesentlichen gerade und frei von Wellenstruktur und   andeln    Un   regelmässigkeiten sind, sowie eine sehr glatte,    polierte Oberfläche aufweisen, die eine Nachbehandlung erübrigt, ohne dass sieh der Werkstoff im Pre¯kopf festsetzt oder unzulÏssig hohe   Auspressdrücke notwendig sind.   



   Erfindungsgemäss wird der tliermoplastische Werkstoff in festem, zerkleinerten Zustand und im Gemisch mit einem   Sehmier-    mittel verpresst, das über alle Werkstoffpar  tikel nur    im Kontakt mit den   Aussenflächen    der Partiel verteilt ist, ohne dass es die ganze Substanz der einzelnen   Partikel durch-    dringt. Das Schmiermittel kann daher dem thermoplastischen   Werkstoff beigemengt wer-    den, während der letztere im festen, trockenen, zerkleinerten Zustand ist, z.   B.    durch   Mischen mit einem pulverformigen Schmier-    mittel oder durch Besprühen des thermoplastischen Werkstoffes mit einem flüssigen bezw. gel¯sten Schmiermittel.

   Es können auch Tafeln aus thermoplastischem Werkstoff mit einer   Losung eines Schmiermittels besprüht,    daraufhin das Lösungsmittel verdampft und die Tafeln zu Pulver oder in kleine Teilchen zermahlen werden, so dass das Schmiermittel auf der Oberfläche der Partiel des thermoplastischen Werkstoffes haftet.

   Die Schmiermittel durchdringen nicht die   Partiel,    wie es bei   Losungsmitteln    und Stoffen zum   Pla-      stisehmachen    der Fall ist, sondern haften nur auf den   Au¯enflÏche@ der Partikel.    Der verformbare   Werkstoff muss im festen Zustand    gehalten werden und darf nicht durch Erhitzen oder sonstwie   plastiscli gemaclit werden, wäh-    rend das Schmiermittel mit   iliiii    gemischt wird. Es ist eine überraschende Tatsache, dass das Schmiermittel wirksamer ist, wenn es in   kleinen Mengen zugefügt    wird, als wenn gr¯¯ere Mengen Anwendung finden.

   Es hat sich herausgestellt, da¯ 0,1-0,5% Schmiermittel pro Gewicht der   Gesamtmisehung    gute Resultate ergeben, dass aber nicht mehr als   1,      5    %, benutzt werden sollten. Gr¯¯ere Mengen des Schmiermittels ergeben hÏufig keine zu  friedenstellenden    Ergebnisse. Das   Schmier-    mittel kann   beispielsweise Olein, Stearin oder    dessen Verbindungen, oder ein unter ,,O. B.   Flocken"bekanntes Wachs sein, das von der      I.      G.      Farbenindustrie Aktiengesellschaft    vertrieben wird.

   Zum Verpressen des Werkstoffes kann beispielsweise eine Presse verwendet werden, die eine lÏngliche Auspre¯kammer    aufweist, deren innere Querschnittsabmes-    sungen  ber eine LÏnge von 7,5 bis 90 em    gleichbleibend sind und eine Bohrung ent-    sprecliend dem Querschnitt des ausgepressten Gegenstandes In seiner Endform bilden. Das Eingangsende der   Kammer Ist    erweitert und mit einer   Pressstempelkammer verbunden,    deren QuerschnittsflÏche zwei-bis achtmal so gro¯ wie   der Querschnitt dos Presslings in    seiner Endform ist. Die   Auspresskammer ist    mit der Stempelkammer durch einen kurzen verj ngten   bezw. konischen Teil verbunden.   



  Ein hin-und hergehender Stempel tritt in die Stempelkammer ein und führt dieser jeweils eine Fiillung des Werkstoffes zu. Die Stempelkammer kann durch   Wasserumlauf    gekühlt werden. Der Werkstoff tritt dann in die ver  jüngte    Zone ein, welche erhitzt wird, und flie¯t   von dort vorwärts    in die   Auspresskam-    mer, wo er  ber einen gewissen Weg hinweg   Wärme    ausgesetzt ist. Die Auspresskammer wird am und in der NÏhe des   Ausgangsendes      liber    eine bestimmte Strecke hinweg, die ausreicht, damit der Werkstoff in fester, die Ge   stalt beibehaltender Form ausgestossen wird    und auch iiber eine gewisse Lange hinweg sungsmittel verdampft und die Masse in kleine Teilchen zerkleinert wird.

Claims (1)

  1. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Schmiermittel Stearin verwendet wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Schmiermittel ein synthetisches Wachs verwendet wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als thermoplastischer Werkstoff ein Zelluloseacetat gebraucht wird.
    8. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Verpressen unter fortlaufendem Ausstossen des Gemisches erfolgt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch erhitzt und durch eine Auspresskammer gedrückt wird, die auf eine Länge von wenigstens einigen Zentimetern die Querschnittsform des Presslings besitzt, und dass das Gemisch, bevor es die Presse verlässt, genügend stark abgekülllt wird, damit es in einem genügend festen Zustand austritt, um seine. Gestalt beizubehalten.
    10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch durch einen Druckstempel in eine Kammer von grösserer Querschnittsflache als derjenigen der Auspresskammer gepresst wird, dass die Kammer dort, wo der Druckstempel in ihr wirkt, abgekühlt, dass der Presse von der Stelle weg, wo der Werkstoff in die Auspresskammer einzutreten hat, eine Strecke weit Wärme zugeführt und schliesslich die Auspresskammer am Auslassende und in dessen Nähe über eine Strecke hinweg abgekühlt wird, die ge nügt, damit der Pressling auf eine hinreichend weite Lange fest ist, um durch Reibung den erforderlichen Pressdruck zu erzielen.
    in der Auspresskammer fest ist, abgekühlt, so dass er eine Art Stopfen bildet, der eine genügende Reibung mit den Wandungen der Auspresskammer aufweist, wodurch der erhitzte Werkstoff einem Druck ausgesetzt werden kann.
    PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Herstellen von Press- tingen aus thermoplastischem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoplastische Werkstoff in festem, zerkleinertem Zustand und im Gemisch mit einem Schmiermittel, das über alle Werkstoffpartikel nur im Kontakt mit den Aussenflächen der Partikel verteilt ist, ohne dass es die ganze Sub stanz der einzelnen Partiel durchdringt, verpresst wird.
    II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellter Pressling aus thermoplastischem Werkstoff.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Schmiermittel mit einem Schmelzpunkt unter 100 Cels. in einer Menge von weniger als 1, 5 Prozent des Ge wichtes der Gesamtmischung über die ganze Menge der festen Teilchen des thermoplastischen Werkstoffes versprüht wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel in einer Menge von 0, 1 bis 1, 5 Prozent des Gewichtes der gesamten Mischung verwendet wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel in Form eines Pulvers mit dem thermoplastischen Werkstoff vermengt wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tafel eines thermoplastischen Stoffes hergestellt, dieser eine Schmiermittellosung zugesetzt, das Lo
CH218944D 1939-06-19 1939-07-04 Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff und nach diesem Verfahren hergestellter Pressling. CH218944A (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB218944X 1939-06-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH218944A true CH218944A (de) 1942-01-15

Family

ID=10170575

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH218944D CH218944A (de) 1939-06-19 1939-07-04 Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff und nach diesem Verfahren hergestellter Pressling.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH218944A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0206446A1 (de) * 1985-02-13 1986-12-30 British United Shoe Machinery Limited Herstellung polymerer Gegenstände aus der Schmelze

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0206446A1 (de) * 1985-02-13 1986-12-30 British United Shoe Machinery Limited Herstellung polymerer Gegenstände aus der Schmelze

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