CH218944A - Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff und nach diesem Verfahren hergestellter Pressling. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff und nach diesem Verfahren hergestellter Pressling.Info
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Description
Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff und nach diesem Verfahren hergestellter Pressling. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Presslingen aus thermoplastischem Werkstoff, wie z. B. aus Kunstharzen, welche bei der Erhitzung weich und bei der Abkühlung wieder fest werden, wobei sie auch bei einernochmaligenErhitzung weich zu werden vermögen. Insbesondere kommen Werkstoffe in Betracht, die unter den Namen"Cellomold",, Trolitul"und"llli- polam"bekannt geworden sind und die sich auf einer Basis von Zelluloseacetat, Polystyrol bezw. Polyvinylester aufbauen. Es k¯nnen aber auch andere thermoplastische Werkstoffe, wie die Polymere der acrylsauren Ester Verwendung finden. Die thermoplastischen Werkstoffe k¯nnen auch natürliche Harze, Füllstoffe, Stoffe zum Plastischmachen oder andere Bestandteile enthalten. Das Ausstossen von durch Erwärmung härtbarer Kunstharze ist ohne Schwierigkeiten möglich ; doch war bisher die Herstellung von aus thermoplastischen Kunstharzen bestehenden Presslingen nicht völlig zufriedenstellend, da die ausgepressten Profile einige Verformungen zeigten, ihre Oberfläche wenig ansprechend war und eine wellenförmige Form aufwies und die Abmessungsschwankungen in der Grossenordnung von + 5 /O lagen, so dass Nachbehandlungen notwendig waren. Das Festsetzen des Werkstoffes im Presskopf bietet ebenfalls eine nicht leicht zu überwindende Schwierigkeit, so dass es bisher erforderlich war, den Werkstoff heiss oder wenigstens warm und etwas plastisch zu halten, bis er die Pre¯vorrichtung verlassen hat. Unvermeidliche Änderungen in den Abmessungen der Auspressprodukte treten auf, nachdem der Werkstoff den Presskopf verlassen hat, und zwar wegen des plötzlichen Aufhorens der Einwir- kung der Presskräfte auf den noch plastischen Werkstoff. Eine schlechte Oberfläche und unerwünschte Anderungen der Abmessungen traten auch deswegen auf, weil das Abkühlen ausserhalb des Presskopfes erfolgt. Das Fest- werden des Werkstoffes vor dem Verlassen des Presskopfes war hier (im Gegensatz zu den wärmehärtbaren Harzen) nicht möglich, und zwar wegen des Festsetzens im Prend- kopf. Das Hinzufügen von Lösungsmitteln und Stoffen zum Plastischmachen zum Werkstoff brachte keine Losung des Problems. Die vorliegende Erfindung lϯt einen wesentlich hoherenGradderAbmessungs- genauigkeit zu und erzeugt wesentlich glattere Oberflächen, als es bisher für ausgepresste Röhren und andere Teile aus thermoplastischem Werkstoff erzielbar war. Mittels der vorliegenden Eriindung können Pre¯linge mit einer Abmessungsgenauigkeit innerhalb von 0, 5"/o hergestellt werden, wobei die Auspressteile im wesentlichen gerade und frei von Wellenstruktur und andeln Un regelmässigkeiten sind, sowie eine sehr glatte, polierte Oberfläche aufweisen, die eine Nachbehandlung erübrigt, ohne dass sieh der Werkstoff im Pre¯kopf festsetzt oder unzulÏssig hohe Auspressdrücke notwendig sind. Erfindungsgemäss wird der tliermoplastische Werkstoff in festem, zerkleinerten Zustand und im Gemisch mit einem Sehmier- mittel verpresst, das über alle Werkstoffpar tikel nur im Kontakt mit den Aussenflächen der Partiel verteilt ist, ohne dass es die ganze Substanz der einzelnen Partikel durch- dringt. Das Schmiermittel kann daher dem thermoplastischen Werkstoff beigemengt wer- den, während der letztere im festen, trockenen, zerkleinerten Zustand ist, z. B. durch Mischen mit einem pulverformigen Schmier- mittel oder durch Besprühen des thermoplastischen Werkstoffes mit einem flüssigen bezw. gel¯sten Schmiermittel. Es können auch Tafeln aus thermoplastischem Werkstoff mit einer Losung eines Schmiermittels besprüht, daraufhin das Lösungsmittel verdampft und die Tafeln zu Pulver oder in kleine Teilchen zermahlen werden, so dass das Schmiermittel auf der Oberfläche der Partiel des thermoplastischen Werkstoffes haftet. Die Schmiermittel durchdringen nicht die Partiel, wie es bei Losungsmitteln und Stoffen zum Pla- stisehmachen der Fall ist, sondern haften nur auf den Au¯enflÏche@ der Partikel. Der verformbare Werkstoff muss im festen Zustand gehalten werden und darf nicht durch Erhitzen oder sonstwie plastiscli gemaclit werden, wäh- rend das Schmiermittel mit iliiii gemischt wird. Es ist eine überraschende Tatsache, dass das Schmiermittel wirksamer ist, wenn es in kleinen Mengen zugefügt wird, als wenn gr¯¯ere Mengen Anwendung finden. Es hat sich herausgestellt, da¯ 0,1-0,5% Schmiermittel pro Gewicht der Gesamtmisehung gute Resultate ergeben, dass aber nicht mehr als 1, 5 %, benutzt werden sollten. Gr¯¯ere Mengen des Schmiermittels ergeben hÏufig keine zu friedenstellenden Ergebnisse. Das Schmier- mittel kann beispielsweise Olein, Stearin oder dessen Verbindungen, oder ein unter ,,O. B. Flocken"bekanntes Wachs sein, das von der I. G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft vertrieben wird. Zum Verpressen des Werkstoffes kann beispielsweise eine Presse verwendet werden, die eine lÏngliche Auspre¯kammer aufweist, deren innere Querschnittsabmes- sungen ber eine LÏnge von 7,5 bis 90 em gleichbleibend sind und eine Bohrung ent- sprecliend dem Querschnitt des ausgepressten Gegenstandes In seiner Endform bilden. Das Eingangsende der Kammer Ist erweitert und mit einer Pressstempelkammer verbunden, deren QuerschnittsflÏche zwei-bis achtmal so gro¯ wie der Querschnitt dos Presslings in seiner Endform ist. Die Auspresskammer ist mit der Stempelkammer durch einen kurzen verj ngten bezw. konischen Teil verbunden. Ein hin-und hergehender Stempel tritt in die Stempelkammer ein und führt dieser jeweils eine Fiillung des Werkstoffes zu. Die Stempelkammer kann durch Wasserumlauf gekühlt werden. Der Werkstoff tritt dann in die ver jüngte Zone ein, welche erhitzt wird, und flie¯t von dort vorwärts in die Auspresskam- mer, wo er ber einen gewissen Weg hinweg Wärme ausgesetzt ist. Die Auspresskammer wird am und in der NÏhe des Ausgangsendes liber eine bestimmte Strecke hinweg, die ausreicht, damit der Werkstoff in fester, die Ge stalt beibehaltender Form ausgestossen wird und auch iiber eine gewisse Lange hinweg sungsmittel verdampft und die Masse in kleine Teilchen zerkleinert wird.
Claims (1)
- 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Schmiermittel Stearin verwendet wird.6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Schmiermittel ein synthetisches Wachs verwendet wird.7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als thermoplastischer Werkstoff ein Zelluloseacetat gebraucht wird.8. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Verpressen unter fortlaufendem Ausstossen des Gemisches erfolgt.9. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch erhitzt und durch eine Auspresskammer gedrückt wird, die auf eine Länge von wenigstens einigen Zentimetern die Querschnittsform des Presslings besitzt, und dass das Gemisch, bevor es die Presse verlässt, genügend stark abgekülllt wird, damit es in einem genügend festen Zustand austritt, um seine. Gestalt beizubehalten.10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch durch einen Druckstempel in eine Kammer von grösserer Querschnittsflache als derjenigen der Auspresskammer gepresst wird, dass die Kammer dort, wo der Druckstempel in ihr wirkt, abgekühlt, dass der Presse von der Stelle weg, wo der Werkstoff in die Auspresskammer einzutreten hat, eine Strecke weit Wärme zugeführt und schliesslich die Auspresskammer am Auslassende und in dessen Nähe über eine Strecke hinweg abgekühlt wird, die ge nügt, damit der Pressling auf eine hinreichend weite Lange fest ist, um durch Reibung den erforderlichen Pressdruck zu erzielen.in der Auspresskammer fest ist, abgekühlt, so dass er eine Art Stopfen bildet, der eine genügende Reibung mit den Wandungen der Auspresskammer aufweist, wodurch der erhitzte Werkstoff einem Druck ausgesetzt werden kann.PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Herstellen von Press- tingen aus thermoplastischem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoplastische Werkstoff in festem, zerkleinertem Zustand und im Gemisch mit einem Schmiermittel, das über alle Werkstoffpartikel nur im Kontakt mit den Aussenflächen der Partikel verteilt ist, ohne dass es die ganze Sub stanz der einzelnen Partiel durchdringt, verpresst wird.II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellter Pressling aus thermoplastischem Werkstoff.UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Schmiermittel mit einem Schmelzpunkt unter 100 Cels. in einer Menge von weniger als 1, 5 Prozent des Ge wichtes der Gesamtmischung über die ganze Menge der festen Teilchen des thermoplastischen Werkstoffes versprüht wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel in einer Menge von 0, 1 bis 1, 5 Prozent des Gewichtes der gesamten Mischung verwendet wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel in Form eines Pulvers mit dem thermoplastischen Werkstoff vermengt wird.4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tafel eines thermoplastischen Stoffes hergestellt, dieser eine Schmiermittellosung zugesetzt, das Lo
Applications Claiming Priority (1)
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| GB218944X | 1939-06-19 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0206446A1 (de) * | 1985-02-13 | 1986-12-30 | British United Shoe Machinery Limited | Herstellung polymerer Gegenstände aus der Schmelze |
-
1939
- 1939-07-04 CH CH218944D patent/CH218944A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0206446A1 (de) * | 1985-02-13 | 1986-12-30 | British United Shoe Machinery Limited | Herstellung polymerer Gegenstände aus der Schmelze |
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