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DE2141617A1 - Verfahren zur Herstellung von modifiziertem Polyvinylidenfluorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von modifiziertem Polyvinylidenfluorid

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Publication number
DE2141617A1
DE2141617A1 DE19712141617 DE2141617A DE2141617A1 DE 2141617 A1 DE2141617 A1 DE 2141617A1 DE 19712141617 DE19712141617 DE 19712141617 DE 2141617 A DE2141617 A DE 2141617A DE 2141617 A1 DE2141617 A1 DE 2141617A1
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DE
Germany
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polyvinylidene fluoride
polymerization
mixture
polymer
methyl methacrylate
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DE19712141617
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English (en)
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Naohiro; Fukuda Makoto; Iwaki Fukushima Murayama (Japan)
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Kureha Corp
Original Assignee
Kureha Corp
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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    • C08L27/22Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers modified by chemical after-treatment
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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Description

KUREHA KAGAKLT KOGYO KABÜSHIKI KAISHA,
Tokyo, Japan
" Verfahren zur Herstellung von modifiziertem Polyvinylidenfluorid » ·
Priorität: 20,, August 1970, Japan, Ur. 72 929/70
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuartig modifiziertem Polyvinylidenfluorid.
Es ist bekannt, Polyvinylidenfluorid und Polymethylmethaerylat in trockener Form miteinander zu vermischen, um die Verarbei-r tungstemperatur des Gemisches abzusenken und Formmassen veEbes- , serter Ver&rbeitbarkeit zu erhalten, Ee scheint, dass das 0e~ misch aus Polyvinylidenfluorid und Polymethylmethacrylat gleichmassig gemischt ist, denn man erhält transparente Formkörper. Das Gemisch ist jedoch kein echtes molekulares-Gemisch. Das gleichmässige Vermischen ist mit Schwierigkeiten verbunden, wenn diese Polymerisate mit unterschiedlicher Schmelzviskaaität miteinander vermischt werden müssen. Diese Schwierigkeiten zeigen sich besonders dann, wenn.der.Polymerisationsgrad des Polymethylmethacrylats und damit dessen Schmel&viskopität hoch 1st, Wenn daher dieses Polymerengemisch auf Gebieten eingesetzt
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wird, bei denen es auf eine gleichmässige Vermischung ankommt, und wenn das Mischen nach üblichen Methoden durchgeführt wird, lässt die Qualität des Endproduktes zu wünschen übrig und seine Eigenschaften werden durch das Mischen stark beeinflusst. Diese Verschlechterung der Eigenschaften ist von besonderer Bedeutung, wenn das Gemisch der Polymeren gute elektrische Eigenschaften besitzen muss, z.B. als Material für Elektrets verwendet werden soll, einem dielektrischen Körper, in welchem eine permanente elektrische Polarisation ausgebildet wurde. \feniL jedoch die Polymeren energischen Mischungsbedingungen unterworfen werden, um ein einheitliches Gemisch zu erhalten, so wirkt sich dies zwar günstig auf die elektrischen Eigenschaften aus, die Leistungsfähigkeit des erhaltenen Elektrets ist jedoch vermindert* Selbst wenn keine guten elektrischen Eigenschaften erforderlich sind und mit dem erhaltenen Polymer in Pulverform eine Pulverbeschiehtimg durchgeführt werden soll, können diese Polymergemische nicht mit Erfolg für eine einheitliche Beschichtung verwendet werden. Bei der Herstellung von Formkör-* pern treten verschiedene Probleme auf, weil-immer Mischvorgänge erforderlich sind, und das direkte Strangpressen des Pulvers oder Formpressen ist nur mit Schwierigkeiten zu erreichen.
Aufgabe der Erfindung ist ea daher, neuartig modifiziertes Polyvinylidenfluorid zu schaffen, dass sich einfach.herstellen lässt und verbesserte Eigenschaften besitzt. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
-Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von modifiziertem Polyvinylidenfluorid durch Vermischen rait PoIy-
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methylmethacrylat, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Gemisch aus durch Suspensionspolymerisation erhaltenem Polyvinylidenfluorid mit monomerem Methylmethacrylat sowie gegebenenfalls einem weiteren copolymerisierbaren Monomeren versetzt und dieses zur Polymerisation bringt.
Hach dem erfindungsgemässen Verfahren ist es zum ersten Mal möglich geworden, extrem homogene Polyvinylidenfluorid-Pormmassen herzustellen. Bei der Suspensionspolymerisation von
Vinylidenfluorid fällt ein Polymerisat mit sehr niedriger I Schüttdichte und hoher Porosität-an. Beim Zud<=>.lk, von monomerem Methylmethacrylat zu dem erhaltenen Polyvinylidenfluorid nach beendeter Suspensionspolymerisation wird das Monomere in den feinen Hohlräumen des erhaltenen Polyvinylidenfluoride aufgenommen. Die Uaehpolymerisation des Monomeren zusammen mit dem Polyvinylidenfluorid wird durch Polymerisationsinitiatoren erreicht, die noch aus der Polymerisation des Vinylidenfluorids stammen und in den Polymerteilchen vorhanden sind. Da das Monomere in den feinen Hohlräumen der Polyvinylidenfluorid-Ieilchen g enthalten ist, bleibt die Gestalt der Polymerteilchen nach der Polymerisation die gleiche, die Dichte des erhaltenen modifizierten Polyvinylidenfluorids ist jedoch hoch.
Vorzugsweise wird das monomere Methylmethacrylat in einer Menge · von 1 bis 150 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polyvinylidenfluorid, verwendet. Mengen von mehr als 150 Prozent sind nicht empfehlenswert, da dann die Möglichkeit besteht, dass die Polymerteilchen allein aus Polymethylmethacrylat bestehen. Insbesondere wird das monomere Methylraethacrylat in einer Menge von
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1 bis 100 Gewichtsprozent, "bezogen auf das Polyvinylidenfluorid, verwendet. Die verwendete Menge hängt jedoch im allgemeinen von der Polymerisationsaus"beute ab.
Der Polymerisationsinitiator muss nicht unbedingt der restliche Initiator sein, der im Polyvinylidenfluorid enthalten ist, sondern dieser Initiator kann auch gesondert dem zu polymerisierenden Monomeren einverleibt werden, sofern die Polymerisation durch Suspendieren von entwässertem Polyvinylidenfluorid in Wasser durchgeführt wird.
Gegebenenfalls kann zusammen mit Methylacrylharz ein weiteres copolymerisierbares Monomer verwendet werden. Vorzugsweise ist dieses Monomer Methylacrylat.
Das erfindungsgemäss hergestellte modifizierte Polyvinylidenfluorid bzw. Gemisch aus Polyvinylidenfluorid und Polymethylmethacrylat oder einem Copolymer!sat aus Methylmethacrylat und einem weiteren, damit copolymeri3ierbaren Monomeren, wie Me- ^ thylacrylat, besteht aus äusserst homogenen kugelförmigen Teilchen, die unmittelbar verarbeitet werden können, z,B. durch Strangpressen, oder bei der Pulverbeschichtung verwendet werden können.
Beim üblichen Vermischen von Polyvinylidenfluorid mit PoIymethylmethacrylat ist das Vermischen beträchtlich erschwert, und das erhaltene Polymergemisch hat keine befriedigende gleichmässige Qualität wegen der Unterschiede der beiden Polymerisate hinsichtlich ihrer Schmelztemperatur und Schmelsviskosität. Das erfindungsgemäss hergestellte Polymergemisoh hat jedoch eine gleiolimäsoige Zusammensetzung, wodurch ein meolia-
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nisches Verkneten oder Vermischen entfällt, und selbst wenn derartige Arbeitsgänge notwendig sind, können sie bei verhältnismässig niedrigen Temperaturen und unter milden Bedingungen durchgeführt werden. Auf diese V/eise wird eine Qualitätsverschlechterung der Formmasse während der Verarbeitung vermieden. Die erfindungsgemäss hergestellten Formmassen besitzen ausgezeichnete elektrische Eigenschaften und können damit für die verschiedensten Zwecke verwendet werden, z.B. als Elektrets, Folien und Platten.
In der Zeichnung ist das Abklingen des Oberiläouenpotentials von zv/ei Elektret-Proben wiedergegeben. Die eine Probe wurde aus dem erfindungsgemäss hergestellten Polymergemisch aus Polyvinylidenfluorid und Polymethylmethaci-ylat hergestellt, während die andere Probe durch Vermischen der beiden Polymerisate auf dem Y/alzenstuhl hergestellt wurde. Beide Elektret-Proben v/urden in einer bei 80 G gehaltenen isothermen Kammer aufbewahrt.
Die Beispiele erläutern die Erfindung»
Beispiell
Ein 1 Liter fassender Autoklav aus korrosionsbeständigem Stahl wird mit 600 g reinem Wasser, 2 g Di-^n-propylperoxydicarbonat und 0,6 g Methylcellulose versetzt. Nach dem Evakuieren des Autoklaven v/erden 200 g Vinylidenfluorid in den Autoklaven kondensiert. Danach v/ird der Autoklav in einen isothermen Wasserbehälter eingestellt, der bei 25O0C gehalten wird, und die Polymerisation v/ird unter Rühren mit einer Geschwindigkeit von
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350 U/Min, durchgeführt. Nach 20stündiger Polymerisation ist der Druck von anfänglich 40 kg/cm2 auf 18 kg/cm2 abgefallen. Die Polymerisation wird abgebrochen,und nicht umgesetztes Vinylidenfluorid wird wiedergewonnen.
Der Rückstand wird bei Normaldruck mit 160 g monomerem Methylmethacrylat versetzt und die Polymerisation wird 3 Stunden bei 40 C und einer Rührgeschwindigkeit von 350 U/Min, durchgeführt« Das erhaltene Polymerisat wird aus dem Autoklav
entnommen, filtriert und mit Wasser gewaschen und 20 Stunden bei 60 C getrocknet. Es werden etwa 30 g modifizierte Polyvinylidenfluoridteilchen mit vollkommen kugelförmiger Gestalt und einer Grosse von 50 bis 200 Mikron erhalten. Diese Teilchen sehen nicht wesentlich anders aus als die Vinylidenfluorid-Homopolymerisatteilchen.
Das modifizierte Polyvinylidenfluorid wird in eine heizbare Formpresse eingefüllt, 5 Minuten auf 19O0C erhitzt und bei dieser Temperatur 1 Minute bei einem Pressdruck von 200 kg/cm verpresst. Man erhält eine faltbare Folie mit ausgezeichneter Transparenz. Die Transparenz dieser Folie ist besser als die aus einem Homopolymerisat von Vinylidenfluorid hergestellte Folie.
Die Folie wird 10 Stunden in Tetrahydrofuran unter Rückfluss gekocht, um das Polymethylmethacrylat zu extrahieren. Die Gewichtsverminderung der Folie beträgt etwa 40 Prozent, was anzeigt, dass.die Polymerfolie zn etwa 40 Prozent aus Polymethylmethacrylat besteht.
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Ferner wird das erfindungsgemäss hergestellte modifizierte Polyvinylidenfluorid nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren zu einer 0,5 mm starken Folie verpresst. Die Folie wird in
7 cm grosse Stücke geschnitten. Danach werden die beiden Oberflächen der Folie zwischen Elektroden aus korrosionsbeständigem Stahl befestigt^und die gesamte Folie wird in eine isotherme Kammer verbracht, die auf 135°C erhitzt ist. Die Folie verbleibt bei dieser Temperatur 1 Stunde in der Kammer, während eine Spannung von 50 KV/cm Feldstärke an die Elektroden angelegt wird. Danach wird unter der gleichen Spannung die Poly- f merfolie auf Raumtemperatur innerhalb eines Zeitraumes von 90 Minuten abgekühlt. Man erhält ein Elektret der Polymerfolie.
Das Elektret wird in einer isothermen Kammer bei 800C gehalten} und danach wird sein Oberflächenpotential mit einem Potentiometer vom Drehsektortyp bei einem Abstand zwischen dem Elektret und der Elektrode von 1 cm gemessen. Aus diesem Versuch ergibt sich, dass das Elektret eine Spannung von etv/a 1500 Volt besitzt und zum Abklingen des Oberflächenpotentials auf 500 Volt etwa βΟΟ Stunden erforderlich sind. Die Abklingkurve ist in der Zeichnung mit A bezeichnet.
Beispiel 2
Auf die gleiche V/eise und in den gleichen Rührautoklav v/ie in Beispiel 1 wird Vinylidenfluorid der Homopolymerisation unterworfen, lach beendeter Polymerisation wird nicht umgesetztes Monomer abgetrennt. Das erhaltene Vinylicienfluorid-Homopolymerisat wird mit 10 g Methylacrylat und 90 g Methylmethacrylat
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versetzt» und die Nachpolymerisation wird 3 Stunden bei 40 G und einer Eührgeschwindigkeit von 350 U/Min, durchgeführt. Das erhaltene modifizierte Polymerisat wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und 20 Stunden bei 60 C getrocknet. Es werden etwa 250 g Polymerteilchen mit vollkommen kugelförmiger Gestalt in einer Grosse von 50 bis 200 Mikron, erhalten. Das Aussehen dieser Teilchen ist das gleiche v/ie das der Vinylidenfluorid-Homopolymerisatteilchen.
Das erhaltene modifizierte Polyvinylidenfluorid wird gemäss Beispiel 1 zu einer Folie verpresst und danacn in siedendem Tetrahydrofuran extrahiert. Aus diesem Versuch ergibt sichs dass das modifizierte Polyvinylidenfluorid 30 Gewichtsprozent des Copolymerisate aus Methylmethacrylat und Methylacrylat enthält»
In gleicher V/eise wie in Beispiel 1 beschrieben, wird eine
0,5 mm dicke Folie hergestellt, zu 7 cm" grosson Proben geschnitten und dann in gleicher Weise in ein Elektret verwandelt. Das gemessene Oberflächenpotential des Elektret^ beträgt 1500 Volt, und innerhalb 700 Stunden fioH das Oberflächen-potential auf 500 Volt ab. .
Beispiel3
Das in Beispiel 2 erhaltene modifizierte Polyvinylidenfluorid hat eine Teilchon^-rö'Siienvert eilung entsprechend einer lichten Maschenweite von 0,25 bis 0,04 huiu Dieses PoIyn1 er wird in eine Wirbelkammer, eingobracht, in die Luft eingeblaocn wird. Das Polässt sich ausgeseiehnet verwirbeln bzw. in einem
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fähigen Zustand halten.
Beim Einbringen eines Werkstückes aus Eisen mit den Abmessungen 50 χ 35 x 30 mm, das während 15 Minuten auf 200 bis 25O0C erhitzt worden ist, in dieses Wirbelbett während 1 bis 20 Minuten, erhält man auf dem Eisenstück einen gleichniässigen, glatten, etwa 0,1 mm dicken Überzug. Der Überzug ist transparent und glänzend und hat keine Defektstellen. Mit einem üblichen Gemisch aus dem Polyvinylidenfluorid und Polymethylmethacrylat ist es nicht möglich, einen derartig fehlerfreien ä Überzug zu erhalten.
Zur Herstellung einer dickeren Beschichtung kann das zu beschichtende Eisenstück 5 Minuten auf 190 bis 21O0C erhitzt und anschliessend erneut in das Wirbelbett verbracht werden.
Vergleichsbeispiei
60 Gewichtsteilo des durch Suspensionspolymerisation erhaltenen Polyvinylidenfluorids und 40 Gewichtsteile Polymethylinethacrylat von SpritzgussQualität werden auf einem auf 1550C erhitz- g ten Walzenstuhl 3 Minuten, 5 Minuten bzw. 8 Minuten verknetet.
Das nach 3minütigem Kneten erhaltene Polymergemisch ist noch völlig inhomogen. Das beim 5minütigem Kneten erhaltene POlymergemisch kann zu einer transparenten Folie verpresst werden. Beim 8iainütigem Kneten erhält man ein Polymergemisch, aus dem eine einwandfreie transparente Folie hcx^gestellt v/erden kann.
Nach dem Verkneten worden die verschiedenen Polymergemische 5 Minuten in einer Formpresse auf 19O0G erhitzt und anschließ-
send 1 Minute bei einem Pressdruck von 200 kg/cm zu einer
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- ίο -
0,5 min dicken Folie verpresst. Danach werden die erhaltenen Folien gemäss Beispiel 1 zu Elektrets verarbeitet«
Die Bestimmung des Oberflächenpotentials der Elektrets gemäss Beispiel 1 ergibt, dass ihr Oberflächenpotential einen Wert von 1500 Volt besitzt. Die Abklingaeit de3 Elektrets aus dem durch 3minütiges Kneten hergestellten Polymergemisch · auf 500 Volt beträgt etwa 150 Stunden, bei dem durch 5minütiges Kneten hergestellten Polymergemisch 300 Stunden (Kurve B der Zeichnung) und bei dem Elektret aus dem durch 8minütiges Kneten hergestellten Polyraergemisch 100 Stunde*!. Dies zeigt, dass durch zu starkes Kneten die Lebensdauer des Elektrets verkürzt wird und dass bei 80 C die Lebensdauer höchstens 300 Stunden beträgt.
Aus Beispiel 1 und 2 ist ersichtlich, dass Elektrets aus dem erfindungsgemäss hergestellten modifizierten Polyvinylidenfluorid eine v/esentlich höhere Lebensdauer besitzen. Bei dem erfindungsgemäss hergestellten modifizierten Polyvinylidenfluorid sind keine Knet- oder Mischvorgänge erforderlich, hierdurch besteht keine Möglichkeit, Verunreinigungen in das Polymerisat einzubringen.
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Claims (5)

  1. • , : 2 U161 7
    - 11 Pat entana prüch. e
    U. Verfahren zur Herstellung von modifiziertem Polyvinylidenfluorid durch Vermischen mit Polymethylmethacrylat, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch aus durch Suspensionspolymerisation erhaltenem Polyvinylidenfluorid mit iiionomerem Metliylmethacrylat sowie gegebenenfalls einem weiteren copolymerisier"baren Monomeren versetzt und dieses zur Polymerisation bringt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch.!, dadurch gekennzeichnet, dass f man das monomere Methylmethacrylat in einer Menge .von 1 bis 150 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polyvinylidenfluorid, verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das monomere Methylmethacrylat in einer Menge von 1 bis 100 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polyvinylidenfluorid, verwendete ......
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass μ man die "Polymerisation während '3 Stunden bei 4O0C durchführt,,
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man alp copolymer!sierbares Monomere· Methylacrylat verwendet«
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    1 y ■>■: . [' - κ j it S
    BAD ORIGINAl
    Leerseite
DE19712141617 1970-08-20 1971-08-19 Verfahren zur Herstellung von modifiziertem Polyvinylidenfluorid Pending DE2141617A1 (de)

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