Elektrisches Fernmeldekabel und Verfahren zu seiner Herstellung. Die Erfindung bezieht sich auf elek trische Fernmeldekabel, :sowie auf ein Ver fahren und eine Einrichtung zur Herstellung des Kabels.
Bisher war es meist üblich, ein Fern meldekabel durch Verdrillen von Paaren papierisolierter Leiter, Verseilen der Leiter paare in Gruppen und schliesslich durch Um spritzen eines Mantels aus Blei oder einer Bleilegierung über die isolierten Leiter her zustellen. Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, ein leichteres und biegsameres Kabel zu .erzielen.
Es hat sich gezeigt, dass, wenn man an Stelle .des .genannten Bleimantels ein dünnes Metallband aus Kupfer, Zink oder sonst einem zweckdienlichen Metall direkt über eine Gruppe von Leitern aufbringt und die Ränder,des Bandes zwecks Herstellung einer wasserdichten Verbindung miteinander ver bindet,
das Band leicht zum Zerreissen oder Platzen neigt, wenn das Kabel über ein ge- wisses Mass hinaus gebogen wird. Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein bieg sames Kabel herzustellen., dessen Mantel ,ge- ,gen Zerreissen oder Platzen sicher ist.
Das erfindungsgemässe Fernmeldekabel, in welchem eine. von .einer Metallhülle um gebene Mehrzahl von isolierten Leitern vor- handen .sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle aus einem Metallband besteht, welches. quer zur Kabelachse stehende, ring förmig in sich geschlossene Wellen besitzt,
die den Kabelkern nur mit den in den Wellentälern. zu unters.t liegenden Teilen be rühren, und dass die in Längsrichtung des Kabels verlaufenden Ränder des Bandes mit- einander verbunden sind. Durch diese Form gebung ist die Metallhülle biegsam.
Das erfindungsgemässe Verfahren, zur Herstellung dieses Kabels ist dadurch ge kennzeichnet, dass ein Metallband quer gewellt wird, @dass dieses Band,derart um den Kabelkern .gebogen wird,
Ua3 die -Wellen ringfömig in sich geschlossen werden und .den Kabelkern nur mit den in den Wellen- tälern zu unterst liegenden Teilen berühren, während die Ränder des Bandes in Längs richtung des Kabels verlaufen, und dass die Ränder des Bandes miteinander verbunden werden. Auf diese Weise wird eine quer gewellte biegsame Kabelhülle erhalten.
Dabei kann das Metallband unmittelbar vor dem Aufbringen auf den Kabelkern ge wellt werden, indem man es durch Well räder laufen lä.ss-t, es kann aber auch vorher gewellt werden. Beispielsweise kann wie folgt vorgegangen werden: Man biegt die Randteile eines vorher quergewellten Metall bandes gleichzeitig in der Quer- und- in der Längsrichtung um, beseitigt nach der Durch führung der Umbiegungen die dadurch ent standene Längskrümmung des Bandes wie der und wickelt das gewellte Band in Form einer Röhre um den Kabelkern.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfah rens ist gekennzeichnet durch Mittel zum Zuführen eines Kabelkernes, Mittel zum Aufbringen des quergewellten Metallbandes auf den zugeführten Kabelkern und zur Biegung des Bandes um den Kabelkern in der Weise, dass die im Band vorhandenen Wellen quer zur Kabelachse zu stehen kommen,
ringförmig in sich geschlossen sind und den Kabelkern nur mit den zu unterst in den Wellentälern liegenden Teilen be rühren, während die Ränder .des Bandes in Längsrichtung des Kabels verlaufen, sowie durch Mittel zur Verbindung der Ränder zwecks Bildung einer quergewellten wasser dichten Hülle.
Die Erfindung ist nachstehend anhand einiger beispielsweiser Ausführungsformen, welche in .der beiliegenden Zeichnung sche matisch veranschaulicht sind, näher be schrieben.
In den Zeichnungen zeigt die Fig. 1 eine Ansicht einer Ausführungs- form der Einrichtung zur Ausübung .des er findungsgemässen Verfahrens zur Herstel lung eines nach den Fig. 4 und 5 ausgebil deten Kabels, wobei zwecks 'besserer Dar- stellung ein Teil der Einrichtung weg gelassen worden ist, die Fig. 2 eine Draufsicht auf ein Stück eines quergewellten Bandes, die Fig. 3 eine Teilansicht zweier zum Quer- .
wellen -des Metallbandes dienender Form gebungswalzen, die Fig. 4 einen durch die Ebene 4-4 der Fig. 5 geführten :Schnitt durch eine Aus- führungsform des Kabels, die Fig. @5 eine Ansicht eines erfindungs gemässen Kabels, wobei zur besseren Veran- sch.aulichung des Aufbaues Teile des Kabels weggeschnitten worden sind,
die Fig. 6 eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Einrichtung zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfah rens, die Fig. 7 eine von der Ebene 2-2 der Fig. 6 aus gesehene Teilansicht dieser Ein richtung, die Fig. 8 eine von der Ebene 3-3 der Fig. 6 aus gesehene Teilansicht, die Fig. 9 eine von der Ebene 4-4 der Fig. 6 aus ,
gesehene Teilansicht, die Fig. 10 eine von der Ebene 5--5 der Fig. 6 aus gesehene Teilansicht, die Fig. 11 eine von der Ebene 6-6 -der Fig. 6 aus gesehene Teilansicht, .die Fig. 12 eine von der Ebene 7-7 der Fig. 6 aus gesehene Teilansicht, und die Fig. 13 eine von der Ebene 8-8 der Fig. 6 aus gesehene Teilansicht dieser Ein richtung.
Aus diesen Figuren, welche zum Teil schematisch Arbeitsvorgänge bei ,den nach stehend beschriebenen beispielsweisen Aus führungsformen des Verfahrens veranschau lichen, geht hervor, dass, es sich in beiden Fällen um die Herstellung eines Kabels mit einer Mehrzahl von Litern 10 handelt, vor- zugsweise solchen mit geringem elektrischen Widerstand, z.
B. aus Kupfer, welche mit Papier, Textilmaterial oder einem andern geeigneten Material isoliert und vorzugsweise zu Paaren verdrillt sind, welche miteinander locker verseilt werden, so dass sie eine Gruppe oder ein Bündel 12. bilden.
Die Gruppe oder ,das Bündel 112 kann auf irgend eine geeignete Weise hergestellt werden, jedoch vorzugsweise mit einer der gebräuch lichen bekannten Verseilmaschmen, bei denen eins Vorrichtung angebracht ist, durch die eine Papierumhüllung 13 .nach einer.Schrau- benlinie verlaufend aufgebracht wird, um die Leitergruppe in einem,
bestimmten Durch messer zusammenzuhalten.
In der<B>DA</B> inrichtung der Fi.g. 1 ist eine Ablauftrommel 14, die, eine Länge der papier umwickelten Leitergruppe 1.5 enthält, auf geeigneten Trägern 16 angebracht, Eine an dere Ablauftrommel 17, die eine Länge eines geeigneten Metallbandes 18,- wie z. B. Mes sing-, Kupfer- oder Zinkband, enthält, ist auf den Trägern 19 gelagert.
Ein Paar Well- räder 22 und 23 sind an den Trägern 16 ge lagert, welche aus dem Band 18 ein ge welltes Metallband 24 erzeugen. Die- er zeugten Wellen im Bande sind dabei, wie es zweckmässig ist, so angeordnet, dass sie über die gesamte Breite des Bandes und recht winklig zur Längsrichtung des Bandes als Querwellen, wie in Fig. 2 dargestellt ist, ver laufen.
Wenn die Längsrandteile des Bandes 24 übereinander gelegt und nach dem Um legen des Bandes um die Leitergruppe 15 verlötet werden sollen, ist es vorteilhaft, sie längs diesen Längsrandteilen mit Lot zu ver sehen, wie dies bei 20 und 21 in Fig. 2 ge zeigt ist. Der Lotüberzug wird auf die Ränder vorzugsweise vor dem Arbeitsgang des Wellens aufgebracht.
Die Form- oder Wellräder 22 und 23 (Fig. 1 und 3) sind vorzugsweise so aus gebildet, dass sie die Wellen durch einen an nähernd reinen Biegungsvorgang erzeugen, ohne dass das Metallband 10 merklich ge dehnt wird und dass sie Wellen, deren Quer schnittsfläche annähernd nach einer Sinus linie verläuft, erzeugen.
Bei einer speziellen Ausführungsform erwiesen sich für die Räder zur Erzeugung der Wellen in 0,127 mm starkem Band folgende Dimensionen für geeignet: Aussendurchmesser der Räder 25,42 mm, 30 Zähne mit ebenen Eingriffs flächen, Zähne 0,762 mm (Eck, 1,27 mm tief und mit einem Radius von<B>0,381</B> mm an den Enden. Der Abstand zwischen den Mitten zweier aufeinanderfolgender Zähne beträgt 2,54 mm bei einem Abstand von 12;2 mm vom Radmittelpunkt.
Wellräder mit diesen Abmessungen erzeugen ein gewelltes Band, bei dem der Abstand zweier Wellenberge un gefähr 2,54 mm beträgt und die Wellenhöhe annähernd 1,27 mm ist, wenn die Zähne eines Rades mitten in den Zwischenraum zwischen den Zähnen des andern Rades eingreifen.
Ein Formrad 25 mit einer halbrunden Nut auf dem Umfang und ein Farmsohuh 26 wird so angebracht, dass die Leitergruppe 15 gegen den mittleren Teil des gewellten Bandes 24 gedrückt werden kann, um den mittleren Teil des Bandes zu krümmen. Ein Formrad 27 mit einer halbrunden Nut auf dem Umfang und ein Führungsrad 28 sind vorgesehen, um am einen Rande des gewellten Bandes 24 die Randteile um die isolierte Leitergruppe 15 zu biegen, und ein anderes ähnliches Formrad 29 mit Führungsrad 30 hat die Aufgabe, die Randteile am andern Rande des gewellten Bandes 24 um die isolierte Leitergruppe 15 zu biegen.
Ferner ist eine geeignete Einrichtung 31 zur Ver bindung der Randteile des gewellten Bandes 24 und damit zur Herstellung eines wasser dichten Abschlusses zwischen den Rändern des Bandes vorgesehen. Wenn die Randteile des Bandes übereinander greifen sollen und vorher mit Lötmasse bestrichen sind, kann diese Einrichtung die Form einer geheizten Röhre 32 haben, in der das Lot geschmolzen und die Ränder des Bandes zu einer wasser dichten Verbindungsstelle verbunden werden.
Selbstverständilch kann, wenn die Ränder des Bandes 24 durch Schweissen oder Hart löten miteinander verbunden werden sollen, die geheizte Röhre 31 durch eine geeignete Einrichtung ersetzt werden, mit der die Randteile des Bandes zusammengehalten und zu einer wasserdichten Verbindungsstelle ge schweisst oder hartgelötet werden. Vorzugs weise ist eine Aufwickeltrommel 33 zur Auf nahme des mit dem gewellten Band um gebenen -Leiters vorgesehen. Die Aufwickel- trommel 33 und die Wellenräder 22 und 23 können durch geeignete Antriebe, wie z. B. einen Motor 34, getrieben werden.
Die Wirkungsweise der in Fig. 1 dar gestellten Einrichtung ist wie folgt: Wenn der Motor 34 die Aufwickelspule 33 in Umdrehung versetzt, wird der mit Pa pier umwickelte Leiter 15 von der Trommel 14 abgezogen. Die Umdrehung der Well räder 22 und 23 bewerkstelligt das Abziehen des Metallbandes 18 von der Trommel 17 über die Räder. Das gewellte Band 24 wird dann beim Durchlaufen der Formrolle 25 und des Formschuhes 26 zu einer Rinne ge bogen. Die papierisolierte Leitergruppe 15 wird zwischen dem Formrad 25 und dem Formschuh 26 über den mittleren Teil des gewellten Bandes 24 gezogen.
Da das Form rad 25 am Umfange eine halbrunde Nut be sitzt, wird das papierumhüllte Leiterbündel 15 durch den Formschuh gegen das gewellte Band 24 gedrückt und formt dadurch den mittleren Teil des gewellten Bandes 24. Wenn das Band 24 und das Leiterbündel 15 zwischen dem Formrad 27 und der Führungs rolle 28 durchlaufen, wird der eine Randteil des Bandes 24 geformt. Beim Durchlaufen des Formrades 29 und der zugehörigen Füh rungsrolle 30 erfolgt das Formen des andern Randteiles des Bandes. Wenn die mit dem gewellten Metallband umgebene Leitergruppe die Einrichtung 31 durchläuft, werden die Ränder des Bandes miteinander verbunden, so dass eine wasserdichte und das Kabel gegen äussere induktive Störungen ab schirmende Hülle entsteht.
In der auf diese Weise hergestellten gewellten Metallhülle stellen die Wellen, wie aus Fig. 5 deutlich zu ersehen ist, vollständige Ringwülste um den Mantel dar, wobei jeder Ringwulst un abhängig vom andern ist. Daher wird, wenn der gewellte Mantel durch eine äussere Kraft beschädigt wird, an der beschädigten Stelle des Mantels eindringende Feuchtigkeit vom ersten unbeschädigten Ringwulst zurück gehalten und nicht weitergeleitet, wie es der Fall sein würde, wenn die durch die Wellen entstandenen Erhöhungen nach einer Schrau- benlinie verlaufen würden. Ein auftretender Schaden wird daher auf die unmittelbare Nachbarschaft der beschädigten Stelle be schränkt.
In manchen Fällen ist es zweckmässig, eine nichtmetallische Umhüllung über das ge wellte Band zu legen. Eine geeignete Schutz schicht bezw. Schutzhülle 35 (Fix. 4 und 5<B>)</B>, wie z. B. zäher Gummi, Guttapercha oder Gruttaperchaersatz, kann aufgebracht werden, indem man das Kabel durch irgendeine be kannte Kabelpresse laufen lässt, die dieses auf seiner ganzen Länge ringsherum mit einer oder mehreren Schichten bedeckt, oder die Schutzhülle kann aus einem mit einem geeigneten Schutzkompound imprägnierten Textilmaterial bestehen. Wird die Hülle aus Gummi hergestellt, so kann sie auch auf gespritzt werden.
Vorzugsweise kann mit Asphalt getränkte grobe Leinwand um das Kabel gewunden und mit einer nach einer Schraubenlinie verlaufenden, auf das im prägnierte Textilmaterial aufgebrachten Pa pierschicht 6 umgeben werden. Das Textil material kann entweder vor oder nach dem Aufbringen auf das Kabel imprägniert wer den. Der Schutzkompound kann aus Asphalt oder irgendeinem andern, gegen chemische Zersetzung widerstandsfähigen und gleich zeitig einen mechanischen Schutz für das Kabel ergebenden Kompound bestehen.
Bei der in den Fig. 6 bis 12 veranschau lichten Maschine wird ein gerades und ver hältnismässig dünnes, quergewelltes Metall band 18 von einer geeigneten Ablaufvorrich tung 17 gezogen und durch Zusammenbiegen zu einem Rohr um einen im wesentlichen zylindrischen Kern 15, der von einer nicht dargestellten Ablaufvorrichtung abgezogen wird, gelegt. Das Band 18 läuft von der Vor richtung 17 über den gekrümmten Teil einer festen Führung 37 und durch ein Führungs glied 38, das aus einem festen Block mit einem durchgehenden Schlitz, der gerade so gross ist, dass das Band mit geringem Spiel hindurchgehen kann, besteht.
Das Führungs glied 38 hat den Zweck, eine seitliche Ver- schiebung des Bandes 18 über die Führung 37 hinaus zu verhindern.
Oberhalb des, Führungsgliedes 3,8 ist eine festgelagerte Mitlauf-I"ührungsrolle 39 an geordnet, über,die der Kern 15 läuft, so dass er am vorzeitigen Absinken auf das Band 18 gehindert wird.
Vom Führungsglied 38 läuft das Band 1,8 über eine Biegrolle 40 und zwischen zwei Paaren von Rollen 41, 42 und 43, 44 zur Krümmung der Randteile des. Bandes.
Die obern Rollen 41 und 43 dieser Paare besitzen konvex abgerundete Umfänge. während die Umfänge ,d r entsprechenden Gegenrollen 42 und 44, wie in Fig. 8 dargestellt, konkav ausgebildet sind. Die Umfänge der Rollen jedes zusammenwirkenden, Paares haben einen Abstand voneinander,,
der der Höhe der Wellen des Bandes- entspricht. Die Biegrolle 40 ist vor .den Rollen 41 und 43 angebracht und liegt mit ihrem obern Teil oberhalb,des untern Teils dieser letzteren.
.Sie hat von ihnen einen. Abstand, der ungefähr der Höhe der Wellen des Bandes entspricht. Keine dieser fünf Rolleil ist :gewellt.
Wenn das Band über die Rolle 40 und unter den Rolleng 41 und 43 entlangläuft, wird es in seiner Längsrichtung gebogen.
Wie aus der Fi,g. 6 bei<B>A</B> .ersichtlich ist; ist das Band gezwungen, der Umfangskrüm- mung der Rollen 41 und 43 über einen be trächtlichen Bogen (ungefähr 45 ) zu folgen, bevor es zwischen die Rollenpaare 41, 42 und 43, 44 eintritt. Es wird in dieser Längs krümmung gehalten, während -die Paare 41, 42 und 43, 44 die Randteile des Bandes zwingen,
die Transversalkrümmung der kon- vexen Umfänge der Rollen 41 und 43 an- zunehmen..
Der Ausdruck "Längskrümmung" be zieht sieh .auf die Form, die das Band zwi schen; den Auflaufstellen und den Ablauf stellen an den Rollen 41 und 43 annimmt. Anderseits, richtet sich,der Ausdruck "Trans- vers:alkrümmung" auf das Aufbiegen der Randteile -des Bandes, so dass seine zur Längserstreckung senkrechte Querschnitt <B>fläche</B> im wesentlichen: U-Form e annimmt.
Das Band lässt sich leicht in der Längs richtung biegen, weil die Wellen quer zum Bande verlaufen. Es lässt sich jedoch in der Querrichtung nur schwer biegen. Die Längs krümmung, die von den Rollen 40, 41 und 43 hervorgerufen wurde, verschwindet so fort, wenn das Band aus den Rollen 41, 42 und 43-, 44 herausgezogen wird. Die Quer- krümmung,,das heisst die durch das Zusam.- menwirken aller fünf Rollen 40, 41, 42, 43 und 44 verursachte Aufbiegung der Rand teile des Bandes bleibt jedoch bestehen.
Diese Rollen, sind so bem:essen, ,dass das Band, wenn es aus ihnen herauskommt, an seinen Randteilen bleibend aufgerollt ist, wie dies -die Fig. 9 zeigt. Vorzugsweise wird der Krümmungeradius etwas kleiner ge- 'halten als ,der Radius des Kabelkernes 1,5.
Die Rollen 40, 41, 42, 43 und 44 sind sämtlich Mitlaufrollen, die lediglich durch ,das zwischen, ihnen durohgezogene Band in Bewegung gesetzt werden. Die Rollen 42; und 44 können zweckmässägerweise auf einer ge meinsamen drehbaren Welle 45 fest an gebracht werden, durch die sie miteinander in Bewegung gehalten werden.
Die Rollen 41 und 43 werden jedoch zweckmässigerweise un abhängig mit einem freien Zwischenraum zum Durchlass des Kernes angeordnet.
Wenn die Rolle 40 fortgelassen werden würde und .das Band in einer Ebene in die zur Biegung der Kanten bestimmten Rollen 41, 42 und 43, 44 einlaufen würde, so wür- ,den diese die Querwellen des Bandes beim Aufrollen der Randteile des Bandes ab zuflachen suchen.
Hierdurch würden die Randteile im Verhältnis zu dem urgebogenen Mittelteil .gestreckt werden und das Band würde sich;
verziehen, verdrillen und schwie- rig zu behandeln sein. Infolge der doppelten Krümmung an den Rändern des Bandes, wel che es infolge des Vorhandenseins der Rolle 40 im Zusammenwirken, mit,den andern vier Rollen erhält, werden die Wellen.
während der Biegung aneinander gedrängt, und wenn ,die Abmessungen und Verhältnisse der fünf Rollen geeignet gewählt sind, verlässt,das an ,den Rändern umgebogene Bandliesen Ar- beitsgang ohne unerwünschte Deformation, abgesehen von einer eventuell eingetretenen gleichförmigen geringen Querstreckung.
Dieses Verfahren, dem Band zur Biegung .der Randteile mittels der fünf Rollen 40, 41, 42, 43 und 44 eine doppelte Krümmung zu geben, isst ein wichtiges Merkmal dieser Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens.
Nach dem Durchgang durch .die erwähn ten Rollen zur Umbiegung der Randteile tritt der Kabelkern in ein rohrförmiges Füh rungsglied 4.6 ein, das, von den festen Teilen 47 und 56 gehalten wird.
Das Glied 47 ist unterhalb der Einlauföffnung des Führungs gliedes 46 mit einem Schlitz versehen, durch den das Band hindurchgeht, und wie in Fig. 9 dargestellt, in Berührung mit dein untern Teil des Führungsgliedes 46 dem letztern entlang gleitet, wobei es von den Mitlaufrollen 48, 49, 50 und 51 getragen wird, die in Zusammenarbeit mit dem Füh rungsglied 46 den Vorgang der Umbiegung des Bandes 1.8 zu einer Hülle um den Kern bewerkstelligen.
Jede Rolle 48 bis 51 besitzt eine konkave Umfangsfläche und eine etwas schärfere Krümmung als die vorhergehende.
Zusammen mit der Rolle 50 ist ein Paar Mitlauf-Führungsrollen 52 und 53 angeord net, die .an den jetzt aufwärtsgebogenen Randteilen des U-fö:rmigen Bandes 18 laufen und dafür sorgen,,dass es sieh nicht verdrillt oder seitlich verschiebt.
Beim Verlassen der Rolle 51 wird das Band, das immer noch in Berührung mit dem Führungsglied 46 steht, zwischen ein Paar zusammenwirkende Formrollen 54 und 55 (Fig. 11) gebracht.
Die untere Rolle 55 besitzt am Umfang eine konkav ausgebildete Nut, damit sie den mittleren Teil des Bandes 18 fest gegen die konvexe Unterseite des Führungsgliedes. andrückt. Die obere Rolle 54 besitzt am Umfang ebenfalls eine konkave Nut und drückt die beiden Randteile des Bandes gegen die konvexe Oberseite des Füh rungsgliedes. Um dies zu ermöglichen, ist die Rolle 54, wie in Fig. 11 gezeigt, so aus- gebildet, dass sie in die Nut der Rolle 55 hineinpasst.
Da der äussere Umfang des Führungs gliedes 46 grösser ist als der des Kernes, ist die rohrförmige Hülle noch nicht vollständig geschlossen, sondern es ist noch ein Spalt zwischen den nebeneinander liegenden Rän dern des Bandes vorhanden. Infolge der Vor biogung der Seitenteile durch die Rollen 41, 42 und 43 44 stehen jetzt die äussersten Randteile des Bandes einander gegenüber und müssen dann dahin .gebracht werden, dass sie aneinanderstossen, oder vorzugsweise, dass sie einander Überlappen.
Das Führungsglied 46 endigt an dem Teil 5,6 und wenn das Band 18 und der Kern 15 das Führungsglied 46 verlassen, gelangen sie zunächst in das Glied 5ü. Dieses Glied ist ein feststehender Teil, der in der Haupt sache aus einem festen Metallblech in der Form eines Spiralkonus besteht, wie dies aus den Fig. 6 und 12 hervorgeht.
Wenn das Band mit ,dem Kern in und durch .das Glied 56 läuft, drückt es infolge seiner innern Elastizität leicht dagegen und passt sich der Innenfläche des Spiralkonus an. Ein Randteil des Bandes wird also so geführt, dass er radial über dem andern liegt, da der Konus das rohrförmige Band auf einen niedrigeren Durchmesser bringt.
Beim Einführen. des Bandes 18 und des Kernes 15 in die Einrichtung ist darauf zu achten, dass die gewellten Randteile des Bandes genau aneinander passen, da sich das Band in dem Glied 56 selbst schliesst. Wenn sie einmal richtig aneinander angepasst sind, kann es für eine kontinuierliche Bandlänge durch laufen.
Der in das durch Überlappung ge schlossene Band eingehüllte Kern läuft dann durch ein Paar zusammenarbeitende enge Mitlaufrollen 57 und 58, in denen der Man tel auf seine vorgeschriebene Aussenab- mes.sung gebracht wird.
Im allgemeinen werden die überlappen den oder gegebenenfalls nur aneinander- stossenden Ränder des Bandes durch irgend- eine geeignete Löt- oder Schweissvorxrichtung, wie sie in Big. 6, -dargestellt ist, verbunden.
Das Endprodukt läuft dann auf irgend eine geeignete Antriebs- und Aufwickel- einriehtung, die in Fg. 6 nicht .dargestellt, aber in Fig. 1 mit <B>33</B> bezeichnet ist.
Es ist bei :dieser Ausführungsform .des Verfahrens wichtig, eine Berührung zwi- schen,dem Kern. und dem Band bis auf den letztenmöglichen Moment, das heisst bis zum Eintreten in das Glied 56, zu vermeiden.
Denn die verschiedenen Biegevorgänge suchen, wenn sie auch geschickt ausgeführt werden, die Wellen; leicht abzuflachen und auf diese Weise .dis ,gesamte Länge des Bandes bei jedem Arbeitsgang zu vergrössern. Obgleich das Band und der Kern gemeinsam und mit derselben Geschwindigkeit das Glied 5:
6 durchlaufen, bleibt bis zu,diesem Punkt das Band in abnehmendem Masse hinter dem Kern zurück.
Es ist ferner zu beachten, dass es in manchen Fällen wünschenswert sein kann, nur den einen Randteil des Bandes vor zubiegen. In diesem Falle muss ein Paar 'der Rollen 41, 492 oder 43, 44 anstatt konvex oder konkav zylindrisch ausgebildet sein.
Die oben erwähnten Verfahren zur Her stellung eines elektrischen Kabels ergeben ein biegsames Kabel, dessen Mantel 24 sich bei Biegung des Kabels gleichförmig faltet. Das Kabel kann viele Biegungen aushalten und gebogen werden., ohne dass die wasser dichte Hülle 24 aufreisst oder aufplatzt. Die Tatsache, dass die gewellte Hülle nach dem Aufbringen den zylindrischen umhüllten Kern 12, 13 im wesentlichen nur mit den in den Wellentälern zu unierst liegenden Teilen berührt (Fix. 5), ist ein Grund für die grössere Biegsamkeit des vollständigen Kabels im Vergleich zu - vorher bekannten gabeln.