Elektrische Zündvorrichtung an einem Gasapparat. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist. eine elektrische Zündvorrichtung an einem Gasapparat, insbesondere Gasherd. Dieselbe. zeichnet. sich dadurch aus, dass durch Ver stellung eines am Gasapparat beweglich an geordneten Organes Organes in der einen Richtung der Zündstromkreis geschlossen und der Zünddraht in Zündstellung gehoben, und bei Zurückstellung des beweglichen Organes in die Anfangslage der Zündstromkreis wieder unterbrochen und der Zünddraht ausser Flam- tnenbQreich gesenkt wird.
Eine Zerstörung des Zünddrahtes durch die Flamme oder die vom Brenner ausge strahlte Hitze ist somit ausgeschlossen. An jedem Brenner eines Vielbrennergasherdes kann eine solche Zündvorrichtung vorgesehen .sein; für alle Vorrichtungen genügt indes eine einzige Stromquelle (Transformer oder Batterie). Die Zündung kann von Hand oder automatisch vom Gashahn aus betätigbar ein gerichtet sein. Sie lässt sich auch an beste henden Gasherden einbauen. Die Zeichnung veranschaulicht zwei Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des.
Fig. 1 ist ein Grundriss eines Dreilo:ehgas- herdes mit drei Handzündvorrichtungen nach Erfindung; Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt nach der Linie A-B in Fig. 1; Fig. 3 ist ein Grundriss einer Zündvorrichtung in grösserem Massstabe; Fig. 4 ist ein Schnitt nach. der Linie C-D in Fig. 3;
Fig. 5 bis- 7 veran schaulichen eine automatische Zündvorrich tung nach der Erfindung im Grundriss in drei Stellungen, und Fig. 8 ist ein Aufriss der Vorrichtung in der Stellung nach Fig. 5.
Beim nichtautomatischen Ausführungs beispiel der Zündvorrichtung nach Fig. 1 bis 4 ist in den vertikalen Seitenwänden 1 des Gasherdes 2 eine sich auf dessen Unterseite auf ganze Länge erstreckende Messingröhre 3 ortsfest und isoliert gelagert und mit dem einen Pol einer Stromquelle, zum Beispiel einer Batterie oder einem glingeltransfor- mer (nicht dargestellt), in Verbindung ge- setzt.
In dieser Stromleitungsröhre ist ein stromleitender Stift 4, zum Beispiel aus Messing, in Porzellanbüchsen 5 zentral und isoliert gelagert, welcher Stift auf ganze Länge der Röhre 3 reicht und mit .dem an deren Pol der Stromquelle verbunden ist. Neben jedem Brenner 6 ist ein stromleiten des Rohr 7 mittelst eines kurzen Rohrstückes mit aufgebogenen Hülsen 8 auf der Röhre 3 schwenkbar gelagert, während in die letztere geschraubte Schrauben 9 eine axiale Ver schiebung jedes Rohres 7 auf der Röhre 3 verhindern. Rohr 7 und Rohrstücl@ mit Hül sen 8 können auch ein Stück bilden.
In das freie Ende des Leitrohres 7 ist der Glüh- drahtträger 10 eingeschraubt, .der vom Rohr 7 Strom erhält und ihn auf einen im Rohr 7 zentral angeordneten, vom Rohr 7 durch Por zellanhülsen 11 isolierten Leitstift 12, zum Beispiel aus Messing, weiterleitet. Das innere Ende des Leitstiftes 12 trägt eine Kontakt feder 13.. welche bestimmt ist, mit einer Kon taktschraube 14 Kontakt zu bilden, welche in eine auf dem Leitstift 4 sitzende Gewinde büchse 15 geschraubt und auf den Stift 4 ge klemmt ist.
Die Büchse 15 ist durch eine in eine Querbohrung der Leitröhre 3 eingesetzte Hülse 16 aus nichtleitendem Stoff gegen die Röhre 3 isoliert.
Auf dem Leitrohr 7 sitzt ein- und fest stellbar ein Stellring 17 mit. Schraube 18, an welche das eine Ende einer Kette 19 ange hängt ist, deren anderes Ende mit einem in einem in der vordern Herdwand eingesetzten Rohr 20 verschiebbar gelagerten Zugstift 21 aus nichtleitendem Material verbunden ist. Zwischen einem Randflansch des Rohres 20 und einer Schulter des Zugstiftes 2'1 sitzt eine Dämpffeder 22 auf dem Stift 21.
Das mit der beschriebenen Vorrichtung vorgenommene Zünden der Gasflamme ist nun folgendes: Der Zugstift 2,1 wird so weit herausge zogen, (wobei der Schwenkarm 7 um die Axe der Leitröhre 3: hochgeschwenkt wird), dass der Zünddrahtträger 10 annähernd auf die Höhe des obern Randes des Brenners neben ihn zu liegen kommt. Beim Heben des Schwenkarmes 7 ist der Kontakt zwischen der ortsfesten Kontaktschraube 14 und der mit dem Schwenkarm 7 beweglichen Kon taktfeder 13 hergestellt und damit der Zünd- stromkreis geschlossen worden, so dass der Zünddraht zum Glühen kommt.
Mit der rech ten Hand wird nun der Gashahn 23 geöffnet, worauf sich das Gas am glühenden Zünd- draht. ähnlich wie beim elektrischen Hand zünder, entzündet. Nun lässt man den Schwenkarm 7 wieder abwärtsschwingen, und es wird diese Bewegung durch die Feder 22 gedämpft. Der Zünddraht befindet sich nun mehr ausser dem Bereich der Flamme und wird somit geschont, und es ist der Zünd- stromkreis unterbrochen.
Fig. 5 bis 8 zeigen nun ein Beispiel einer automatischen Zündvorrichtung nach Erfin dung, bei welchem das Heben des Schwenk armes von der Öffnungsbewegung des Gas hahnes abgeleitet wird.
Auf der Kopffläche des Gashahnhebels 23 ist mittelst einer Schraube 24 ein Metall plättchen 25 befestigt, und es fassen kleine Lappen dieses Plättchens um den Gashahn hebel zwecks Verhinderung einer seitlichen Verschiebung des Plättchens 25. Letzteres besitzt auf der Unterseite eine Lagerbüchse 26 für den Achsstift 27 eines zweiten, ver- schwenkbaren Metallplättchens 28.
Eine einerends mit der Schraube 2'4 am ortsfesten Plättchen 25 befestigte und anderends auf das Plättchen 28 wirkende Feder 29 ist be strebt, diesem Plättchen eine durch Anschlag eines Lappens des Plättchens 28 am Plätt chen 25 begrenzte Drehung nach links (Fix. 5 und 6) zu erteilen. Am Drehplättchen 28 ist ein Stift 35 befestigt, auf welchem eine Rolle 30 drehbar sitzt.
An der Vorderwand des Gasherdes ist ein Lagerbügel 31 befestigt, in welchem ein Z-förmiger Übertragungshebel 32 aus Draht gelagert ist. 33 ist eine in den Lagerbügel 31 geschraubte Schraube für den Anschlag des obern. kürzeren Armes des Übertragungs hebels 32. An den untern, längeren Arm dieses Hebels ist das eine Ende einer Zug- feder .31- angehängt, an deren anderem Ende die mit dem Schwenkarm 7 verbundene Zug kette 1.9 (siehe auch Fig. 1 und 4) an--e- hängt ist.
Der Vorgang beim automatischen Zünden ist nun folgender: Beim Öffnen des Crashahnes 2 aus der Schliessstellung (Fing. 5) mittelst des Hebels 23 nimmt das Plättchen 25 das Plättchen 28 mit, und es bewegen sich beide zusammen als ein Stück. Gegen Ende dieser Bewegung trifft die Rolle 30 des Plättchens 28 auf den obern kurzen Arm des Übertragungshebels 32 und dreht ihn entgegengesetzt zum Uhr zeiger.
Dies hat ein Anziehen der Feder 34 und der Kette 19 und damit. ein Anheben des Schwenkarmes 7 und ein Schliessen des Zündstromkreises mit Entzündung des Gases zur Folge analog wie im Beispiel 1. Kurz vor Ende der Öffnungsbewegung des Hahn- hebels 23 gleitet die Rolle 30 vom kurzen Arm des Hebels 32 ab, und es fällt daher der Schwenkarm 7 wieder in 2,eine Tieflagc zu rück.
Diese Bewegung wird durch die, Feder 34 gedämpft und durch Anschlag des obern Armes des Hebels 32 an der Schraube 33 des Lagerbügels 31 begrenzt. Fig. 6 zeigt die Teile bei offenem Hahn.
Beim Schliessen des Hahnhebels 23 trifft die Rolle 30 des Plättchens 28 auf den durch die Schraube 33 gesperrten kurzen Arm de Übertragungshebels 32 und schwenkt dem Druck der Feder 29 entgegen nach rechts aus (s. Fig. 7), um dann bei entsprc-cliend vorgeschrittener Schliessbewegung des Hahn hebels 23 vom kurzen Arm des Hebels 32 abzugleiten. Die Feder 29 bringt dann das Schwenkplättchen 28 sofort wieder zum An schlag aii das feste Plättchen 25. Bei ganz geschlossenem Hahn befinden sich alle Teile der Zündvorrichtung wieder in der Ausgangs stellung (Fig. 5).
Der Stromverlauf ist folgender: vom einen Pol der Stromquelle zur Röhre 3. zuni Arm 7, zum Zünddrahtträger 1.0 und Zünd- draht, zum Stift 12, zur Feder 13, zur Kon taktschraube 14, zum Stift 4 und zurück zum andern Pol der Stromquel1.e. Der Strombedarf ist äusserst gering, da, jeweils nur im Zündmoment Strom gebraucht wird. Der Zünddraht wird tunlichst ge schont. da, er nur im Zündmoment im Bereich der Flamme ist.
Andere Ausführungsformen von bewegli chen Organen zum Heben und Senken des Zünddrahtes und Schliessen und Öffnen des Zündstromkreises sind möglich; so könnte die Bewegung des beweglichen Organes auch eine vertikal geradlinige sein.