CH169408A - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleissfestigkeit ankommt, insbesondere Radreifen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleissfestigkeit ankommt, insbesondere Radreifen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleissfestigkeit ankommt, insbesondere Radreifen. Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur Herstellung von Gegenständen, bei denen es auf gute Verschleissfestigkeit ankommt, Stähle zu verwenden, welche eutektoid sind und dabei Mangan als Doppelkarbidbildner in einer solchen Menge enthalten, dass der Kohlenstoffgehalt bei rein perlitischem Ge- fiige unterhalb von 0,9 % liegt, so dass der Mangangehalt etwa 0,6 bis 0,8 % beträgt.
Das Mangan kann ganz oder teilweise durch andere Doppelkarbidbildner, wie Chrom, Molybdän, Wolfram oder Vanadin ersetzt werden. Die Verschleissfestigkeit des Stahles lässt sich weiterhin steigern, wenn .der Sili- ziumgeha-lt über die normalerweise in mit Silizium beruhigten Stählen vorhandene Menge hinausgeht, also beispielsweise 0,35 bis 0,80% beträgt.
Es wurde gefunden, dass die Eigenschaf ten der verschleissfesten Gegenstände aus einem eutektoiden Stahl mit rein lamellar- perlitischem Gefüge, der Doppelkarbidbild- ner in einer solchen Menge enthält, dass der Kohlenstoffgehalt unterhalb von 0,9/o liegt, durch einen Kupferzusatz in überraschendem Masse günstig beeinflusst werden. Durch die sen Zusatz wird die Witterungsbeständigkeit des Stahles stark erhöht und damit ein Vor teil erzielt, der bei Schienen und Radreifen von besonderer Bedeutung ist.
Das Kupfer übt aber auch einen günstigen Einfluss auf den Verschleisswiderstand aus. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Kupfer einer Oxydation der Oberfläche, welche den Verschleissvorgang begünstigt, entgegen wirkt.
Der Kupferzusatz .gestattet überdies eine Vergütung ges. Stahles, ohne dass ein Ab schrecken aus :dem Gebiet der festen Lösung notwendig wäre. Diese Eigenschaft des Kupfers ist bei Gegenständen, auf deren Verschleissfestigkeit Wert gelegt wird, von grossem Nutzen, :da durch :das Abschrecken das rein perlitische Gefüge verloren .gehen würde.
Bei Anwesenheit von Kupfer in. einer Menge bis zu etwa 1,5 % kann man :durch vier- bis achtstündiges Anlassen bei 450 bis <B>550'</B> die Festigkeit beträchtlich steigern und gleichzeitig :die Streckgrenze wesentlich er höhen, ohne :dass Zähigkeit und Dehnung er heblich sinken.
Die untere Grenze des wirksamen Kupfer gehaltes. liegt bei etwa 0,2 %.
Bei einem Stahl der genannten Art kann als Doppelkarbidbildner z. B. Mangan in Mengen von etwa 0,6 bis 0,8% verwendet werden. Das Mangan kann ganz oder teil weise :durch andere Doppelkarbidbildner, wie Chrom, Molybdän oder Vanadin ersetzt wer den. Es empfiehlt sich ferner, von einem er höhten Siliziumgehalt von beispielsweise 0,35 bis 0,80% Gebrauch zu machen.
Die Eigenschaften des Stahles können noch weiter durch einen Nickelzusatz von 0,5 bis 7 % verbessert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gegen ständen, bei denen es auf hohe Verschleiss festigkeit ankommt, insbesondere Radreifen, aus einem eutektoiden Stahl mit rein lamel- larperlitischem Gefüge, der Doppelkarbid bildner in einer solchen Menge enthält, dass der ' Kohlenstoffgehalt unterhalb von 0,9 liegt, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit Kupfer legierter Stahl verwendet wird. - UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, ein 0,2 bis 1,5 Kupfer enthaltender Stahl verwendet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch"dadurch gekennzeichnet, :dass die Gegenstände einer Anlassbehandlung unterworfen werden. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, .dass :die Gegen stände einer Anlassbehandlung unter worfen werden. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass :die Anlass- behandlung während 4 bis 8 Stunden bei 450 bis<B>550'</B> C vorgenommen wird. 5.Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Anlass- behandlung während 4 bis 8 Stunden bei 450 bis<B>550'</B> C vorgenommen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stahl verwendet wird, :der als Doppelkarbidbildner Man gan in Mengen von 0,6 bis 0,8 % enthält. 7. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, :dass ein Stahl ver wendet wird, der als Doppelkarbid bildner Mangan in Mengen von 0,6 bis 0,8 % enthält. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stahl mit einem Siliziumgehalt von 0;35 bis 0,80 % ver wendet wird. 9.Verfahren nach Unteranspruch 1, da .durch gekennzeiehnet, ,dass ein Stahl mit einem Siliziumgehalt von 0,35 bis 0,80 verwendet wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, :da durch gekennzeichnet, dass die Gegen stände einer Anlassbehandlung während 4 bis 8 Stunden bei 450 bis<B>550'</B> C un terworfen werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein noch 0,5 bis 7 Nickel enthaltender Stahl verwendet wird. 12. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, :dass ein noch 0,5 bis 7 % Nickel enthaltender Stahl ver wendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE169408X | 1932-03-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH169408A true CH169408A (de) | 1934-05-31 |
Family
ID=5687768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH169408D CH169408A (de) | 1932-03-09 | 1933-03-06 | Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, bei denen es auf hohe Verschleissfestigkeit ankommt, insbesondere Radreifen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH169408A (de) |
-
1933
- 1933-03-06 CH CH169408D patent/CH169408A/de unknown
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