Heizanlage mit Wärmespeicher. Die Erfindung betrifft eine Heizanlage, bei der die Wärme einer Wärmequelle von einem Wärmespeicherherd aufgenommen wird und von diesem aus zur Wärmever- brauchsstelle mittelst einer Flüssigkeit in einem dem Wärmegrad des Wärmespeichers entsprechenden Zustand weitergeleitet wird, gekennzeichnet durch Mittel, um die Menge der im Heizsystem zirkulierenden Flüssig keit und deren Umlaufgeschwindigkeit und damit die übertragene Wärmemenge verän dern zu können.
Gemäss einer bevorzugten Ausbildungs form des Erfindungsgegenstandes erfolgt das Ein- und Ausschalten des Heizsystemes durch Zu- oder Abführen von Heizflüssig- keit in das Heizsystem durch ein es nach aussen abschliessendes Organ.
Die Wärme der aus dem Heizkreis abge führten Heizflüssigkeit kann zweckmässig zur feizwasserbereitung ausgenutzt werden. Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes.
Abb. 1 ist ein senkrechter Längsschnitt in schematischer Darstellung durch eine voll ständige Heizanlage gemäss der Erfindung; Abb. 2 ist ein senkrechter Querschnitt durch die rechte Hälfte der Heizanlage ge mäss Linie II-II in Abb. 1; Abb. 3 zeigt schematisch die Seitenan sicht eines Bratrohres; Abb. 4 ist ein senkrechter Längsschnitt durch das Zuführungsrohr für die Bratröhre; Abb. 5 ist ein senkrechter Querschnitt durch ein Regulier- und Absperrventil;
Abb. 6 ist ein senkrechter Querschnitt durch das Regulierorgan mit dem dazuge hörigen Behälter; Abb. 7 ist ein senkrechter Querschnitt durch das kombinierte Regulier- und Ab sperrorgan; Abb. 8 und 9 stellen zwei Ausführungs formen der Absperrventile im senkrechten Längsschnitt dar; Abb. 10 ist ein senkrechter Querschnitt durch eine Kochplatte;
Abb. 11 ist ein wagrechter Schnitt durch die Kochplatte gemäss Linie XI-Xl in Abb. 10; - Abb. 12 ist ein senkrechter Schnitt ge inäss Linie XII-XII in Abb. 14 einer wei teren Ausbildungsform der Heizplatte; Abb. 13 ist ein teilweiser senkrechter Längsschnitt gemäss Linie XIII-XIII in Abb. 14;
Abb. 14 ist ein Grundriss der untern Hälfte der Heizplatte nach Abb. 12, wobei zum besseren Verständnis die hochliegenden Teile schraffiert sind.
Im Innern der allseitig, beispielsweise durch Kieselgur isolierten, an Stangen s auf gehängten Speicherblockes A befindet sich der Heizkörper 8, der vorzugsweise elektrisch geheizt wird. In einigem Abstand von dem Speicherblock wird dieser rings herum von einem Hohlzylinder umschlossen, der den Heisswasserspeicher G darstellt, dessen Boden 10 die vom Speicherblock nach unten strö inende Wärme abfängt. und nach dem Wasserbehälter G zuleitet. Die vom Bloch nach oben gehende Wärme wandert grössten teils zur Koch- und Wärmeröhre C, sowie zum Hilfswasserbehälter H. Letzterer nimmt auch die etwaige Verlustwärme der noch späterhin näher zu beschreibenden Ventile 21, 22, 23, 24 auf, die deshalb an seiner Innen seite dicht an diesem Behälter angeordnet sind.
Der Hilfswasserbehälter H nimmt fer ner die Abwärme der die Kochplatten 1.3, 14 durchströmenden Flüssigkeit auf, die in Abb. 1 in der Bildebene senkrecht hinterein ander liegen. Über der Koch- und Wärme röhre C liegt das Brat- und Backrohr B, welches durch zwei Heizrohrsysteme 11 und 12 beheizt wird, die unabhängig voneinander arbeiten.
Jedes dieser Systeme hat eine beson dere Verdampferspirale 1 bezw. 2 und ein be sonderes Ventil 21 bezw. 2,4. Die Kochplatten 13 und 14 haben ebenfalls je eine Ver- dampferspirale 3 bezw. 4 und je ein Ventil 2:,3 bezw. 21.
Ferner hat jeder dieser Heizkreisc einen Behälter .31, 32, 33, 34, welche Behäl ter auf der nach dem Innern der Heizanlage gerichteten Seite des Koch- und -Wärme raumes C angeordnet sind, damit etwaige Verlustwärme von diesem Raum nutzbar ge- mä.cht wird. Die Behälter 31 bis 34 be stehen aus nahtlosen Stahlrohren und sincl etwas kürzer gehalten als die Tiefe der Räume B und C. Das Heizrohrsystem 12 dient gleichzeitig als Oberhitze für den Raum C. Dieser ist daher sehr gut als Kochkiste verwendbar.
Wird das Heizrohrsystem 12 ah Unterhitze für den Bratraum B benutzt und wird gleichzeitig der Kochraum C nicht benutzt, so kann diese durch zwei Klappen 15 abgeschirmt werden, wie in Abb. 1 dar gestellt ist. Hierbei werden die beiden Klap pen 15, wie durch die gestrichelte Linie an gedeutet ist, senkrecht heraufgeklappt. Gleichzeitig ergibt diese Anordnung eine ge wisse Reservemöglichkeit bei Störungen. Wenn nämlich das Heizrohrsystem 11 defekt wird, so kann man immer noch die untere Röhre C mit Oberhitze von dem Heizrohr system 12 aus betreiben, bis das System 11 repariert ist. Wird umgekehrt das Heizrohr system 12 defekt, so fehlt nur die Unterhitze der Röhre B.
Dies bedeutet aber keine schwer wiegende Störung, da beim Braten und Ko chen die Oberhitze von grösster Wichtigkeit ist, so dass man zur Not ohne Unterhitze backen kann. Ebenso ist das Defektwerden einer der Kochplatten 13, 14 nicht besonder# schwerwiegend, da diese nur zum Aufkochen der Speisen benutzt werden sollen, während das Weiterkochen ökonomischer in den gut isolierten Röhren C und eventuell B erfolgt, Ausserdem führt der Heisswasserbehälter G dauernd Wasser von 50 bis 70 Celsius, wo durch ein schnelles Aufkochen der Speiser durch Zusetzen von heissem Wasser möglich ist.
Über dem Heisswasserspeicher G ist ein Hilfswasserbehälter H angeordnet. Das Ver bindungsrohr 5 zwischen beiden wird ausser halb des Heisswasserspeichers G und bis zum Boden desselben geführt, um ein Mischen von Kalt- und Heisswasser zu vermeiden und Wärmeübertragung zwischen beiden Behäl tern zu umgehen. Damit nun etwaige Luft- und Dampfbildung im Heisswasserspeicher G nicht zum Überlaufen im Hilfswasserbehäl ter H führt, ist an der höchsten Stelle des Heisswasserspeichers ein dünnes Entlüftungs rohr 6 angebracht, welches oberhalb des Wasserspiegels endet. Die Luft entweicht durch das Entlüftungsrohr 6, während Dampf beim Hochsteigen in ihm kondensiert wird, so dass das Entweichen des Dampfes vermie den wird.
Durch diese Anordnung ist es auch möglich, an die abgehende Heisswasserleitung 5' mehrere voneinander unabhängige Zapf stellen anzuordnen. Bei bekannten Heiss wasserspeichern ist dies meist nicht möglich, da bei Entnahme von Heisswasser die Kalt wasserleitung geöffnet werden muss.
Die Heizflüssigkeit geht also im ersten System vom Verdampfer 1 als Dampf durch das Rohr 16 in das Querrohr 17 (siehe Abb. 3 und 4), vorzugsweise über einen Überlauf 161, von dort in die senkrecht in es einmün denden zahlreichen Rohre des Heizsystemes 11, wo sie kondensiert, nach hinten zum senk recht dazu stehenden Rohr 18, von dort durch das Rohr 25 zum Kondensatbehälter 31, über das Rohr 26 zum Ventil 21 und von dort über das Rohr 27 zum Verdampfer.
Entsprechend vorgenannter Anordnung wird durch im einzelnen nicht dargestellte Rohrverbindungen der zweite Heizkreis durch den Verdampfer<B>9</B>, das Heizrohrsystem 12, den Kondensatbehälter 32 und das Ventil 22 gebildet. Vom Verdampfer 3 geht ein Rohr 35 hoch, das sich gabelt. Der eine Rohrstrang <B>36</B> geht direkt zum KondensaIbehälter 33. Der andere Rohrstrang 39 geht über das Ven til 23 und das Rohr 38 zum Kondensatbehäl- ter 33, von wo dann eine gemeinsame Lei tung 37 zur Kochplatte 13 führt. Hier sind die Leitungen 3.5 und 37 gleichzeitig Zu- und Rückleitung, was ohne Bedenken zulässig ist, wenn die Rohre weit genug sind.
In entspre ehender Weise ist die Kochplatte 14 mit dem Kondensatbehälter 34, dem Ventil 24 - und dem Verdampfer 4 verbunden.
Durch die gewählte Anordnung wird eine weitgehende Ausnutzung der Wärme ge sichert, die namentlich für elektrisch beheizte Herde erforderlich ist. Die vom Speicher block nach der Seite und nach unten ausge strahlte Wärme wird durch den Heisswasser speicher G und den Boden 10 aufgefangen., die nach oben strömende durch die sämt lichen darüber gelagerten Teile. Die Wärme, die sich in den Röhren, den Kondensatbehäl- tern und den Ventilen befindet, wird dadurch bestens ausgenutzt, dass alle diese Teile un mittelbar an den Hilfsbehälter H bezw. die beiden Heiz- und Backräume C und B gelegt sind.
Auch die von den Kochplatten 13, 14 nach unten ausstrahlende Wärme kommt dem Hilfsbehälter H zugute. .
Wenn nun die Übertragung der Wärme durch Dampf in einem dichten und geschlos senen Rohrsystem mit ein- und derselben gleichbleibenden Flüssigkeitsmenge erfolgt, so tritt trotz ursprünglicher absoluter Dich tigkeit doch im Laufe der Jahre ein geringer Flüssigkeitsverlust auf, da die Schweiss- und Lötstellen durch die schnell und häufig auf tretenden Temperaturdifferenzen feine Risse bekommen. Die Ergänzung der verlorenen Flüssigkeit erfordert daher kostspielige Re paraturen. Auch ist es dabei verhältnismässig schwierig, genau das benötigte Quantum von Flüssigkeit in das System hinein zu bekom men.
Gemäss einer besonderen Ausführungs form wird nun in den Heizkreis ein Ventil eingebaut, das den Zutritt von Flüssigkeit von aussen her ermöglicht bezw. umgekehrt die Entnahme von Heizflüssigkeit aus dem System gestattet. Man kann also durch dieses Ventil nach Belieben entweder die etwa ver- lorengegangene Flüssigkeit ergänzen oder die Flüssigkeit nach jedem Kochvorgang aus dem Heizsystem entfernen, um ihre Flüssig keitswärme zur Heisswasserbereitung öder zu andern Zwecken zu verwerten.
Es ist ferner möglich, durch ein solches Ventil den Heiz- kreis überhaupt in Betrieb zu setzen oder ab- zustellen, so dass gegebenenfalls eine weitere Regulierung innerhalb des Heizkreises nicht mehr erforderlich ist. Zu diesem Zwecke kann ein Ventil verwandt werden. Das Kon densat strömt durch das Rohr 2,6 ein und wird dem Verdampfer 1 durch das Rohr 27 zugeführt, wobei die Regulierung der Wärmeübertragung durch ein Ventil 86 er folgt, das in der noch zu beschreibenden Weise entweder von Hand oder selbsttätig beim Überschreiten eines bestimmten Druckes geschlossen wird.
Ausserdem ist ein Rohrstutzen 2,8 vor gesehen, durch welchen bei Bedarf Flüssig keit in den Heizkreis eingelassen oder abge lassen werden kann. Wird als Heizflüssigkeit Wasser verwendet, so steht der Rohrstutzen 28 durch die Sammelleitung 30 (Abb. 2) für alle entsprechenden Ventile mit dem Heiss wasserbehälter G in Verbindung. Man kann aber auch, um Kesselsteinbildung zu vermei den, sowie um das Wasser genau messen zu können, destilliertes Wasser aus einem be sonderen Behälter zuführen, sowie natürlich auch irgend eine andere Heizflüssigkeit. Der Zutritt zum Rohrstutzen 28 wird durch das Ventil 45 beherrscht, das eine mit Gewinde versehene Spindel 47 aufweist, die in entspre chenden Muttergängen des Gehäuses 21 ge führt ist.
Diese Anordnung ist besonders zweckmässig für Heizkreise, wie die Behei- zung des obern Bratrohrheizkörpers 11, wo die Betriebsflüssigkeit bei Stillstand teils im Heizkörper 11 und teils im Behälter 31 ruht.
Die Zuführung der Flüssigkeit zum Heiz- kreis erfolgt zweckmässig im kalten Zustande der Heizstelle und ist infolge des im Heiz- kreise vorhandenen Vakuums leicht möglich. Soll die Heizflüssigkeit nach dem Kochen ab gelassen werden, um die noch vorhandene Flüssigkeitswärme auszunutzen, so geschieht dies zweckmässig durch den Innendruck des Heizkreises.
Entsprechend erfolgt auch die Beheizung der Heizplatte 13 durch das Ventil 23, das mit einem Stutzen 29 an das Rohr 30 ebenso angeschlossen ist, wie das Ventil 21 durch den Stutzen 28. Bei der Heizstelle 14 ist eine andersartig,- Regelungsweise dargestellt. Hier befindet sich im Heizsystem keine Flüssigkeit, ausser während der Kochzeit. Die Heizflüssigkeit wird vielmehr, wenn die Heizstelle in Betrieb genommen werden soll, durch das Ventil 24 erst zugeführt. Dieses ist aus Abb. 2 und insbesondere aus Abb. 6 ersichtlich.
Das Ven til ist durch das Rohr 42 mit dem Konden- satbehälter 34 und durch das Rohr 43 mit dem Heisswasserbehälter G verbunden. Der Ventilkegel 48 sperrt den Zugang zum Rohr 42. Dieser Ventilkegel ist durch eine Laby- rintdichtung 52 gegen das Gehäuse 24 abge dichtet und trägt eine Spindel 56, an der ein Handgriff 5,3 befestigt ist. Eine Feder 55, die die Spindel 5'6 umgibt, hat die Neigung, das Ventil 48 zu schliessen, und die Span nung der Feder kann durch eine mit Gewinde versehene Büchse 5,4 geregelt werden, die in einer ebenfalls mit Gewinde versehener. Hülse 67 verstellbar ist, die im Gehäuse 2,4 befestigt ist.
Das Ventilgehäuse ist am Vorderblech 58 des Ofens befestigt. Durch Drehen der Büchse 54 kann die Spannung der Feder nach Belieben eingestellt werden. Das Ventil kann also gleichzeitig als Überdruck ventil benutzt werden, wodurch man in der Lage ist, den Höchstdruck und damit die höchste Temperatur der Heizstelle 14 nach Belieben einzustellen. Im Behälter 34 ist eine Scheidewand 49 angeordnet, die jedoch nicht vollständig durchgeht, sondern unten einen Spalt 5'0 lässt. Durch diese Wand 49 wird ein Teil 34' des Behälters abgetrennt, der Rohr stutzen 40 und 41 aufweist. Das Rohr 40 führt zum Verdampfer 4 (siehe Abb. 2), das Rohr 41 zur Kochstelle 1,4.
Wird nun das Ventil 48 durch Ziehen am Handgriff 53 geöffnet, so strömt, da beim Stillstand im Heizkreis Vakuum herrscht. Wasser aus dem Behälter G durch das Rohr 43 nach dem Rohr 42 und in den Behälter 34. Durch die am Spalt 50 auftretende Injek- torwirkung wird vermieden, dass zunächst Flüssigkeit nach dem Rohr 40 fliessen kann. Ist nun genügend Flüssigkeit im Behälter 34. so wird der Handgriff 53 losgelassen und luj.cli den Druck der Feder 55 der Kegel 48 beschlossen.
Es kann nun die Flüssigkeit ;furch den Spalt 50 und durch das Rohr 40 zum Verdampfer fliessen und der entwickelte Dampf kann nun zurück und durch das Rohr 11 zur Heizstelle 14 strömen. Das dort ge bildete Kondensat fliesst wieder über die Rohre 41 und 40 zum Verdampfer zurück, was ohne Bedenken durchgeführt werden kann, wenn die Rohre genügend gross sind. Dies geschieht solange; bis der Ventilkegel 48 wieder geöffnet wird, wodurch der vorhan dene Dampf und die eventuelle Flüssigkeit durch das Rohr 43 nach dem Behälter G flie ssen, wo sie die Wärme an das dort vorhan dene Wasser abgeben. In der Scheidewand 49 ist eine Entlüftungsöffnung 51 vorgesehen.
Durch Einstellen des Ventils 48 auf einen be stimmten Druck wird also das Quantum der Flüssigkeit reguliert, die im System ver bleibt und damit der Druck und damit die Temperatur des Dampfers reguliert. Wie be reits erwähnt, ist bei der Verwendung von destilliertem Wasser oder einer andern Heiz- flüssigkeit ein besonderer Behälter für diese angeordnet. Es geht dann das Rohr 43 bezw. eine Sammelleitung für alle Heizkreise ge schlossen und mit entsprechender Länge (furch den Heisswasserspeicher G, um dort die Wärme der abgelassenen Flüssigkeit ab zugeben, und von dort aus zu dein besonderen Flüssigkeitsbehälter.
Dieser wird zweck mässig so angeordnet, dass er leicht nachfüll- bar ist, und einen Schwimmer oder eine an dere Einrichtung aufweist, die die- Stellung des Wasserstandes von aussen leicht sichtbar macht. Dann hat man eine genaue Übersicht darüber, wie viel Heizflüssigkeit jedem Heiz- kreis zugeteilt werden muss, was für eine schnelle und richtige Bedienung des Ventil 48 notwendig ist.
Abb. 7 zeigt ein Ventil ähnlich Abb. 6, welches ausserdem eine Regelung der Heiz- flüssigkeit im Heizkreise gestattet, ähnlich wie das Ventil 21. 48 ist der den Heizkreis nach aussen abschliessende Ventilkegel, wie in Abb. 6, und ist mit der in dieser Abbildung besonders dargestellten Betätigungsvorrich- tung versehen. Entsprechend regelt er den Rohrstutzen 43. Der Ventilkegel 48 ist durch eine Verbindungsstange G5 mit einem zylin drischen Ventilkörper 61 verbunden, der eine teilweise Aussparung 62 an seinem Umfange aufweist.
In der in der Zeichnung dargestell ten Stellung ist diese Aussparung nach unten gekehrt, so dass eine Verbindung zwischen dem Zuleitungsrohr 63 und dem Rohr 64 ge schaffen ist. Die von einem der Kondensat- behälter 31, 32,<B>33,</B> 34 kommende Flüssigkeit tritt durch das Rohr 63, das also beim Kon- densatbehälter 3l dem Verbindungsrohr 26 entsprechen würde, durch die Aussparung 6'-) und durch das Rohr 64, das beim Ventil 21 dem Rohr 27 entsprechen würde, zum Ver dampfer. Wird dagegen der Körper 61 so ge dreht, dass die Aussparung nach der Seite oder nach oben weist, so ist der Durchtritt gesperrt.
Das kombinierte Ventil wirkt also so, dass durch Ziehen am Handgriff 53 (las Ventil 48 sich öffnet, so dass also dadurch die Zuführung oder Abführung von Flüssigkeit in das System möglich ist, während durch Drehen des Handgriffes 53 die im Heizkreis umlaufende Flüssigkeit reguliert wird.
Wie oben bereits ausgeführt wurde, wer den ausser den Abschlussventilen 45 bezw. 48 gemäss Abb. 5 und 6, die zum Verändern der Menge der Flüssigkeit im Heizkreis dienen, ausserdem Regulierventile verwendet, die es ermöglichen, die Umlaufgeschwindigkeit der Flüssigkeit innerhalb des Heizkreises zu ver ändern, und damit die Wärmeübertragung von dem Wärmespeicherherd zur Wärmever- brauchsstelle nach Belieben zu regeln. Diese; Regulierventile können in allen Heizkreisen verwendet werden, Diese Regulierventile ar beiten unter besonderen Betriebsbedingungen.
Sie haben Drücke bis etwa 200 Atmosphären und darüber bei Temperaturen bis 450 Cel sius und darüber auszuhalten und müssen viele Jahre hindurch absolut dicht sein. Als Abdichtung zwischen dem Ventilkörper und den beweglichen Teilen dieser Ventile wer den Membranen oder längsfedernde Spiral- rohre verwendet. Um diese absolut sicher ab zudichten, muss man diese dichtenden Zwi- schenglieder in den Ventilkörper oder der gleichen einlöten, wobei in Hinblick auf die hohe Temperatur nur eine harte Lötung in Frage kommt.
Durch die beim Hartlöten nötige Glühtemperatur wird aber das Mate rial des federnden Zwischengliedes ungünstig beeinflusst, so dass es der späteren Beanspru chung nicht mehr genügend gewachsen sein könnte, zumal auch die Bewegung des Ven tils hohe Anforderungen an das Material stellt. Ausserdem ist die Auswechslung des hart eingelöteten und etwas empfindlichen Teile an Ort und Stelle bei eventuellem Defektwerden umständlich und nur schwer durchzuführen.
Gemäss einer besonderen Ausführungs form der Erfindung wird nun der abdich tende Teil aus dem hohen Temperaturbereich heraus verlegt und hat somit nur noch den Druck und die Ventilbewegung auszuhalten, weshalb er weich verlötet werden kann. Die Betätigung des Ventilkegels erfolgt mittelst eines längeren Gestänges, welches in einem geraden Rohr geführt wird, welches den Druck des Systemes aufnimmt. Durch ent sprechende Länge und geringen Querschnitt von Gestänge und Führungsrohr wird die Wärmeleitung zwischen den beiden Enden dieser Teile gering. Am andern Ende des Füh rungsrohres kann nur der abdichtende Teil weich eingelötet werden.
Um zu vermeiden, dass etwa heisser Dampf zu der Weichlötstelle gelangt, wird dafür gesorgt, dass das Füh rungsrohr bis zum abdichtenden Teil stets mit Flüssigkeit gefüllt ist. Als abdichtender Teil hat sich besonders zweckmässig ein so genannter nahtloser längsfedernder Schlauch aus Tomback Phosphorbronze, Aluminium oder dergleichen erwiesen, der bei einem lich ten Durchmesser von zirka 6 mm bei Tom- back 300 bis 400 Atmosphären aushält, so bald er gegen seitliche Bewegung geschützt wird. Dies wird dadurch erzielt, dass der Schlauch auf einem Dorn in der Längsrich tung geführt wird, der zur Vermeidung des Abscheuerns durch das häufige Hin- und Herbewegen des Schlauches blank geschlif fen ist.
In Abb. 8 ist eine Ausführungsform eines solchen Ventils dargestellt. Der Ventilkegel 86 steuert den Durchgang der Heizflüssigkeit durch das Ventilgehäuse 89, die von der Heiz- stelle durch das Rohr 87 eintritt und durch das Rohr 8,8 zum Verdampfer fliesst. Der Ven tilkegel 86 sitzt unter Zwischenschaltung eines Führungsteils 91, der im Ventilgehäuse 89 geführt wird, an einer Ventilspindel 90, deren anderes Ende ebenfalls mit einem Füh rungsstück 92 versehen ist, das im Gehäuse; 93 geführt wird.
Die Gehäuse 89 und 9i3 sind durch ein langes Führungsrohr 9.4 verbunden, in welchem die Spindel 90 sich frei bewegen kann. In dem Gehäuse 93 ist ein inneres Ge winde 95 angebracht, auf welches ein naht loser längsfedernder Spiralschlauch 96 cinge- schra.ubt und eingelötet ist. Das andere Ende dieses Schlauches ist auf ein Gewinde 9 7 des Führungsstückes 9\? aufgeschraubt und auf gelötet.
An das Führungsstück 92 schliesst sich dann ein Flansch 98 an, der gegen die innere Bohrung des Gehäuses 93 abdichtet, und der in seinem untern Teil eine schmale Nute 99 aufweist, in welche eine Stellschraube<B>100</B> eingreift, die durch Bohrungen in der Hülse 101 und der Hülse 93 eingeschraubt ist, und die an der Aussenwand 102 des Herdes be festigt ist, beispielsweise kann diese Befesti gung durch Aufschrauben der angeordneten Gewindegänge der Hülse 93 und durch eine Cregerimutter 10,3 erfolgen. Der Flansch 98 weist schliesslich noch einen mit Innenge winde versehenen Kopf 1,0,4 auf.
In dieses Gewinde greift das mit Gewinde versehene Ende eines Bolzens 105, der in einem Hand rad 109 drehbar angeordnet ist, und dessen Kopf 106 sich in eine runde Nute 107 des Handrades legt. Das Handrad hat einen mit Gewinde versehenen Ansatz 108, der in ein entsprechendes Innengewinde der Hülse 101 o# e ift. Durch Drehen des Rades in einen oder andern Sinne wird also eine Längsbewegung der Spindel 90 und damit des Ventils 86 her beigeführt, ohne da,ss diese Teile jedoch dabei eine Drehung mitmachen, da die Schraube 100 in der Nute 99 diese Drehung verhütet. während anderseits die Nute eine Längsbe- wegung zulässt. Man kann also durch Dre hung des Rades 109 das Ventil öffnen und schliessen.
In Abb. 9 ist ein ähnliches Regulierven til wie in Abb. 8 dargestellt. Jedoch weist dieses ausser der Handregelung auch noch eine automatische Regelung auf, indem der Druck im Heizkreis bei Überschreiten einer bestimmten Grenze selbsttätig den Durchtritt der Heizflüssigkeit absperrt. Zu diesem Zweck ist das Ventil 11,0 durch eine Verbin dungsstange 111 mit der Spindel 90 ver bunden. Der Ventilkörper<B>110</B> sitzt hier ent gegengesetzt wie in Abb. 8, so dass er durch Bewegung der Spindel 90 in der Richtung von rechts nach links das Ventil öffnet, wäh rend das Ventil nach Abb. 8 bei der gleichen Bewegung geschlossen wird.
Alle übrigen Teile entsprechen der Ausführung nach Abb. 8, jedoch ist hier zwischen das Handrad 109 und den Kopf 104 eine Feder l12 eingeschal tet, die sich gegen das Handrad einerseits und gegen eine Scheibe 114 anderseits legt, welche letztere sich gegen den Kopf 104 der Spindel anlegt. Es wird also auch hier durch Drehen des Handrades 109 der Ventilkörper 110 in der Längsrichtung bewegt und damit ge schlossen oder geöffnet. Ausserdem aber wirkt der Dampfdruck gegen die Spindel 90 bezw. deren Führungskörper 91 und 92 in dem Sinne, dass das Ventil geschlossen wird, wenn der Druck stärker ist als die Kraft der Feder 112. Die Spannung der Feder 112 kann beliebig eingestellt werden, wodurch auch der Druck einstellbar ist, bei dem das Ventil ge schlossen wird.
Die Heizkörper 11 und 12 in Abb. 1 und 2 bestehen vorzugsweise aus nahtlosen Stahl rohrstücken, die rostartig zusammenge schweisst sind, während die Kochplatten 13, 1.4 ans Stahlrohrspiralen bestehen, die in Me tall eingegossen sind. Die Ausführung solcher Heizkörper bezw. Kochplatten erfordert aber viel Handarbeit. Ausserdem ergeben sich bei den Kochplatten<B>133,</B> 14 infolge des grossen Gewichtes auch entsprechende Anheizver- luste. Die Ausführungsformen nach Abb. 10 bis 14 vermeiden diese Nachteile und sind für moderne Massenfabrikation besonders ge eignet.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 10 und 11 dient die Platte 70 mit dem umgebo genen Rand 71 als Kochplatte und kann zweckmässigerweise gegossen sein, aber auch aus Blech bestehen. An der Unterseite dieser Kochplatte ist nun ein Blechkörper 7'2 mit halbkreisförmigen Rillen 73 und radialen Verbindungskanälen 74 an den Auflage flächen 75 angeschweisst. Das Zu- und Ablei tungsrohr für Dampf bezw. Kondensat ist mit 80 bezeichnet. Der Heizkörper steht mit seinem Rande 71 auf der hohen Kante von zwei Winkeleisen 76, die im Herde montiert sind. Mittelst Bügel 77, der an den Winkel eisen befestigt ist, und Schrauben 78 ge schieht die Befestigung der Kochplatte.
Durch diese Lagerung der Heizplatte auf hoher Kante werden bei einfacher Konstruk-. tion die Wärmeverluste durch die Tragkon struktion auf ein geringes Mass herabgesetzt.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 12, 13, 14, die sich besonders für Strahlungsheiz körper, wie zum Beispiel Backröhren und der gleichen, eignet, sind zwei gleiche Blechkör per 81 so aneinander geschweisst, dass ihre Rillen die Heizröhre 82 und das Sammelrohr 83 ergeben. Von letzterem zweigt dann die Zu- und Ableitung 84 für Dampf und Kon densat ab. Die Montage erfolgt zweckmässig in der Weise, dass die Seite, an der sich das Sammelrohr 83 befindet, etwas tiefer liegt. damit das gebildete Kondensat leicht abfliesst.