DE504368C - Ventileinrichtung, besonders fuer heisse Stoffe - Google Patents
Ventileinrichtung, besonders fuer heisse StoffeInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K49/00—Means in or on valves for heating or cooling
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
7. AUGUST 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47gfcRUPPE 41///
La Mont Corporation in New York, V. St. A.
Ventileinrichtung, besonders für heiße Stoffe Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1927 ab
ist in Anspruch genommen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Ventileinrichtung in einer Leitung und besonders
einer solchen für heiße Stoffe.
Um ein Hindurchdringen des Fluidums aus dem einen Leitungsteil durch das Ventil
hindurch in den anderen Leitungsteil möglichst zu verhindern, ist es bereits vorgeschlagen
worden, in die Leitung eine Dichtungskammer einzuschalten, die durch zwei
ίο oder mehr Ventilsitzflächen abgegrenzt wird,
und in diese Kammer ein Dichtungsfluidum einzuführen. Derartige Einrichtungen stellen
zwar bereits eine erhebliche Verbesserung dar, haben aber noch erhebliche Mängel.
So wird dadurch bei Ventilen in Leitungen für hocherhitzte Mittel bzw. Fluida keine
ausreichende Kühlung der Ventile, Schieber o. dgl. erzielt. Auch ist keine Abfuhr des
etwa doch durch die eine oder andere Dichtungsfläche hindurchgedrungenen Fluidums
gewährleistet, und eine weitere Verwendung des gegebenenfalls in der Dichtungskammer
erhitzten Fluidums ist praktisch nicht angängig.
Es ist zwar auch bereits vorgeschlagen worden, ähnliche Ventileinrichtungen mit
Probierhähnen oder Entleerungshähnen zu versehen, die ein Austreten von Flüssigkeit
aus der Dichtkammer an einem vom Einrittspunkt entfernten Punkt ermöglichen, doch ist
dabei ein betriebsmäßiges Hindurchleiten des Dichtmittels durch die Dichtkammer nicht beabsichtigt,
ferner wegen der geringen Austrittsquerschnitte auch in praktisch erheblichem Maße nicht möglich und durch die zugehörigen
Vorschriften sogar direkt ausgeschlossen.
Weiterhin ist es auch schon vorgeschlagen worden, einen Hohlschieber mittels Hindurchleitens
der zur Schmierung des Schiebers dienenden Flüssigkeit durch den Schieberkörper zu kühlen. Dabei bewirken zwar die
von Schmiermittel erfüllten Schmierkanäle des Schiebers eine gewisse Verbesserung der
Abdichtung ähnlich der Schmierung eines gewohnlichen Hahnes o. dgl.; diese Wirkung ist
aber nicht erheblich, und vor allem werden die Schmierkanäle nicht von dem die Kühlung
bewirkenden Teile des Schmiermittels durchströmt, sondern es sind besondere, in Nebenschluß
zu den Schmierkanälen liegende Kühlmittelwege vorgesehen.
Endlich ist es auch bereits vorgeschlagen worden, die Dichtkammer an ein Vakuum anzuschließen.
Dadurch wird aber eine Kühlwirkung überhaupt nicht erzielt und gegebenenfalls
das Bestreben zur Undichtheit noch vergrößert.
Die Erfindung vermeidet alle diese Nachteile dadurch, daß die Kammer, durch die das
Dichtungsfiuidum, vorzugsweise ein in der Anlage anderweitig verwendetes Fluidum, wie
Gaserzeugungsdampf, hindurchgeleitet und aus der es an anderer Stelle abgeführt wird,
zur etwaigen Kühlung des Ventils ausreichend geräumig bemessen ist. Auf diese Weise erzielt man mittels der Dichtungsflüssigkeit
unmittelbar eine wirksame Kühlung des Absperrorgans, nimmt mittels des Dichtungsfluidums das etwa doch aus der abzusperrenden
Leitung durch das Ventil hindurchgedrungene Fluidum mit und kann das in der Dichtungskammer gegebenenfalls stark
erhitzte Dichtungsfiuidum anderweitig in der Anlage verwenden. Besonders vorteilhaft erweist
.sich dies in Anlagen zur Erzeugung von Wassergas oder Erzeugergas, wo man durch
die Dichtungskammer das für den Gasbereitungsprozeß erforderliche Fluidum, Dampf
oder Wasser, hindurchführen und seinen in der Dichtkammer erhöhten Wärmegehalt bei
der Gasbereitung ausnutzen kann. Bei solchen Anlagen sind die Vorteile der Erfindung gatiz
besonders groß und wichtig, weil die Leitungen und Absperrorgane sehr hoher AVärme ausgesetzt sind und dabei vielfach
Durchmesser von weit über einem Meter haben, so daß sowohl die Gefahr von Undichtheit
besonders groß ist, wie auch die vom Ventil aufgenommenen und an das Dichtungsfluidum
übertragenen Wärmemengen sehr groß sind.
Bei geeigneter Anordnung der Sitzflächen und Absperrorgane kann man auch noch die
Wirkung erzielen, daß der Druck des durch die Dichtkammer hindurchgeführten Dichtungsmittels
auch noch die Absperrorgane auf die Sitzflächen drücken hilft.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
Fig. ι ist ein Aufriß des einschlägigen Teils einer Leitung zum Teil im Schnitt.
Fig. 2 ist ein Aufriß einer Gaserzeugungsanlage mit Abhitzekessel mit der neuen Einrichtung.
Das Gas ο. dgl. strömt im Betriebe z. B.
durch den linken Teil 1 der Leitung und durch die alsdann geöffneten Absperrorgane,
Schieber o. dgl. 38 und 37 und durch den rechten Teil i' der Leitung.
Zwischen die Ventile 38 und 37 ist in bekannter Weise die Dichtungskammer 39 eingeschaltet,
in die durch die Leitung 40 ein Dichtungsfiuidum, Dampf 0. dgl., eingeführt wird, dessen Druck auf die günstigste Höhe
abgestimmt ist.
X ach der Erfindung wird dieses Dichtungsfluidum durch eine von der Einführung 40
entfernte Abführung41 abgeführt, die zwecks
j Gewährleistung einer wirksamen Durchströmung entsprechend weiten Querschnitt
hat.
.Fig. 2 zeigt schematiech die Verwendung
der Erfindung bei einer Anlage zur Wassergaserzeugung.
Zu letzterer gehört ein Wassergaserzeuger 137, ein Karburator 138 und Überhitzer 139.
Der Erzeuger und Karburator sind nahe ihren oberen Enden durch eine Leitung 140 verbunden,
während der Karburator und Überhitzer durch Leitung 141 unten verbunden
sind. Oben am Überhitzer führt eine Leitung 142 zu Einrichtungen zum Waschen des
Gases und dann zur Hauptgasleitung. Während der Warmblasperiode können die Abgase
vom Überhitzer zur Dampferzeugung benutzt werden. Hierzu führt eine Leitung 143 oben
vom überhitzer zu einer Verdampferkammer 144, die λ-Värmeabsorptionseinheiten 145 und
eine Leitwand 146 aufweist. Die heißen Abgase treten oben ein und werden durch die
Leitwand nach unten gelenkt, strömen dann aufwärts und schließlich zur Außenluft durch
einen Auslaß 147. Es ist wichtig, daß keine Luft in die Verdampferkammer 144 während
der Gasbereitungsperiode eindringt, und daß nicht das sehr brennbare Gas zu dieser Zeit
aus dem Überhitzer in die Verdampferkammer tritt. In der Leitung 143 sind zwei Ventile
148, 149 angeordnet. Die Schäfte dieser Ventile sind durch ein Dreiarmglied 150 verbunden,
mit dessen oberem Arme ein Kniehebel 151 verbunden ist, der am Ansatz 152
der Verdampferkammer schwingbar ist. Die Ventile werden gleichzeitig geöffnet und geschlossen,
z. B. durch einen hydraulichen Zylinder 153 mit Kolbenstange 154, die durch
eine Schubstange 155 mit dem Kniehebel 151
verbunden ist. Der Auslaß 147 ist auch durch ein Ventil 156 geschlossen. Das Ventil 156
ist mit einem Arm 158 verbunden, der bei 159 angelenkt ist und mit dem Kniehebel 151
durch einen Lenker 160 verbunden ist, so daß
derselbe Kraftantrieb 153 die drei Ventile 148, 149 und 156 steuert. Die Ventile 148
und 149 haben etwas Abstand, und zwischen ihnen liegt eine Dichtkammer i6r, durch die
ein dichtendes Druckmittel, hier Dampf, einströmen kann, wie oben beschrieben.
Der Dampf wird aus beliebiger Quelle zur Kammer durch ein Rohr 162 geführt.
Ein Auslaßdampf rohr 163 führt von der Kammer 161 zum Wassergaserzeuger 137.
Während der Gasungsperiode sind die Ventile 148, 149 geschlossen, und Dampf wird
durch das Rohr 162 unter Steuerung eines Ventils 164 zugeführt, das dann offen ist.
Ein zweites Ventil 165 in der Verbindung ist auch offen, so daß Dampf durch die
Kammer 161 und zum Wassergaserzeuger
137 fließt. Die Ventile 164, 165 können von
der Kraftanlage 153 gesteuert werden; hierzu ist ein Hebel 166 mit dem Schaft des Ventils
165 verbunden. Ein Dreiarmglied 167 hat
einen seiner Arme in Verbindung mit dem Schaft des Ventiles 164. Ein anderer Arm
dieses Gliedes ist durch einen Lenker 168 mit dem Hebel 166 verbunden. Der dritte Arm
wird von einem Hebel 169 erfaßt, dessen Oberende einen an den Kniehebel 151 angelenkten
Lenker 170 erfaßt.
Bei der Lage nach der Zeichnung sind die Ventile 148, 149, 156 geschlossen, und Dampf
fließt dann zum Wassergaserzeuger durch die Druckkammer 161 hindurch und verhindert
dadurch irgendwelche Ventilundichtigkeit zwischen dem Überhitzer und der Dampferzeugungskammer
144. Das Eindringen von Luft in diese wird durch das Ventil 156 verhindert,
das durch Dampf abgedichtet werden kann, der aus derselben Quelle wie der in die
Kammer 161 tretende Dampf sein kann. Hierzu dient ein Rohr 171. Ist die Gasungsperiode
zu Ende, so wird der Zylinder 153 am linken Ende mit Druckmittel versorgt, so
daß der Kolben sich bewegt, um die Ventile 148, 149, 156 zu öffnen und die Ventile 164,
zu schließen. Dies entspricht der Warmblaseperiode, und während dieser Periode fließen die heißen Gase in die Dampferzeugungskammer
144.
Wenn, wie schon angedeutet, der Ventilmechanismus in der Leitung 143 auch im
Auslaß 147 verwendet wird, so kann der Dampf in Reihe durch beide Ventile und zum ZS
Wassergaserzeuger 137 geleitet werden.
Der Druck des Dichtungsfluidums kann über oder unter dem atmosphärischen Drucke
liegen.
Claims (1)
- 40 Patentanspruch:Ventileinrichtung, besonders für heiße Stoffe, in der mindestens zwei Sitzflächen für Absperrorgane eine Kammer begrenzen, in die ein Dichtungsfluidum eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer, durch die das Dichtungsfluidum, vorzugsweise ein in der Anlage anderweitig verwendetes Fluidum, wie Gaserzeugungsdampf,. hindurchgeleitet und aus der es an anderer Stelle abgeführt wird, zur etwaigen Kühlung des Ventils ausreichend geräumig bemessen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US504368XA | 1926-04-02 | 1926-04-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE504368C true DE504368C (de) | 1930-08-07 |
Family
ID=21965233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM99076D Expired DE504368C (de) | 1926-04-02 | 1927-04-02 | Ventileinrichtung, besonders fuer heisse Stoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE504368C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1237153B (de) * | 1961-03-03 | 1967-03-23 | Zimmermann & Jansen Gmbh | Einrichtung zum Kuehlen des Absperrorgans, das vor dem Brennerkopf des Brennschachtes eines Winderhitzers angeordnet ist |
-
1927
- 1927-04-02 DE DEM99076D patent/DE504368C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1237153B (de) * | 1961-03-03 | 1967-03-23 | Zimmermann & Jansen Gmbh | Einrichtung zum Kuehlen des Absperrorgans, das vor dem Brennerkopf des Brennschachtes eines Winderhitzers angeordnet ist |
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