CH144926A - Verfahren zur Herstellung von Matratzen, Kissen und dergleichen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Matratzen, Kissen und dergleichen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Matratzen, Rissen und dergleichen. Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zur lIerstelh-mg von ILTatrat- zen, Kissen und dergleichen, und zwar unter Benutzung von Polstergut aller Art, bei wel chem die Einzelfasern nach der Aufbereitung von einem Luftstrom erfasst und in einen, die äussere Form der Schicht begrenzenden Kanal angeblasen werden.
Erfindungsgemäss werden diese Fasern auf ein auf dem Boden des Kanals der Wei terförderung der Schicht aus dem Kanal die nendes, den Halt des Vliesses vermittelndes Band aufgeblasen und in mehreren Schich ten in komprimiertem Zustande in einen Überzug eingeführt.
In der Zeichnung sind die Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens für die Herstellung von Matratzen, Kissen und der gleichen dargestellt.
Es veranschaulicht Fig. 1 schematisch in Seitenansicht eine Vorrichtung, bei welcher ein scharfer, horizontal gerichteter Druck- luftstrora das freifallende Fasergut trifft und in eine geeignete Form zum Zwecke der Schichtung treibt; Fig. 2 bringt einen Schnitt nach der Linie A-B von Fig. 1; Fig. 3 zeigt im Längsschnitt eine Vor richtung, in welche von einem Förderventi- lator das Faser-Luftgemisch offen angeblasen wird.
Zugleich wird die Anderungsmöglich- keit in der Stellung und Blasrichtung der Düse zum horizontal wandernden Juteband veranschaulicht; Fig. 4 versinnbildlicht einen anders ge stalteten Kanal; der horizontale Anblaswey ist wesentlich länger ausgebildet, zum Zwecke, ein Absetzen der spezifisch schwe reren Bestandteile des Fasergutes unmittel bar über dem Jutegewebe zu erzielen; Fig. 5 bis 16 veranschaulichen die Vor richtungen zur Formung der Matratzen samt dem dazu gehörigen Material.
In Fig. 1 bedeutet 1 den Tambour einer Hechel oder sonstigen Aufbereitungsma schine, welcher die gelösten Fasern bei 2 in einen nach unten abfallenden Hohlraum g) wirft. Am horizontalen Boden dieses Hohl raumes mündet in ganzer Breite gleichmässig blasend eine Düse 4, durch welche konti nuierlich ein scharfer und regelbarer Luft strom gegen das fallende Gut gerichtet wird und dieses in den der Schichtbildung die nenden Kanal 5 ablenkt.
Über den Boden dieses Kanals 5 läuft in ganzer Breite ein Gewebeband, etwa Jute, durch die strichpunktierte Linie 6 angedeu tet. Dieses vom Stück sich abrollende Ge webeband bewegt sich über eine Rolle 7, welche bewirkt, dass der Eintritt am Anfang der Form gleichmässig und das Weiterwan dern in glatter Fläche über den durchlochten Boden des Kanals 5 nach Massgabe der Schichtbildung erfolgt, so dass diese ständig an der gleichen Stelle 8 unter äusserlich gleichen Bedingungen einsetzt. An den Kanal schlie ssen sich in beliebiger Weise die hier nicht mehr gezeichneten Maschinen für die wei tere Verarbeitung wie Nadelmaschinen, Steppmaschinen, usw. an.
Die Schnittdarstellung (Fig. 2) veran schaulicht im einzelnen nochmals die Ein führung des Gewebebandes 6 über die Rolle 7 am Boden und auf ganzer Breite des Ka nals 5, über dessen durchbrochenen Boden es dann weiterläuft, so dass der darüber be findliche Raum 9 für die Schichtbildung freibleibt.
In Fig. 8 bedeutet 4 eine Blasdüse, durch welche vermittelst eines Förderventilators das Faser-Luftgemisch angeblasen wird. Sie kann in ihrer Stellung und Blasrichtung ver änderlich sein. So zeigt 4' eine andere Stel lung derselben Düse, um zu veranschau lichen, dass das Aufblasen der Faser auf die Jute 6 auch in verschiedenen Winkeln bis etwa 45 erfolgen kann.
10 bedeutet ein trichterförmig schräg ge stelltes Leitblech mit der Zweckbestimmung, ein Vorbeiströmen der Fasern an der Ein trittsöffnung zu verhindern, da bei 11 das Polstergut-Luftgemisch einen freien Raum durchfliegt und diese freie Strecke 11 mit Rücksicht auf die jeweils gewünschte Ela- stizität der Polsterschicht ebenfalls verschie den gross gewählt wird. Die Düse 4 kann der Kanaleintrittsöffnung genähert oder von ihr entfernt werden, oder es kann die Schräge 10 weiter nach rechts oder links verlegt werden.
In Fig. 4 bedeutet 4 wiederum eine Blas- düse für das Faser-Luftgemisch und 5 einen besonders langgestreckten Kanal mit dem Leitblech 10. Die Schichtbildung erfolgt am Ende der Form bei B. Um bei dem langen horizontalen Wege ein Rollen des Gutes auf dem rauhen Gewebe 6 auszuschliessen, ist bei dieser Ausführungsform das Juteband 6 erst kurz vor dem Ende des Kanals in der bekannteil Weise über die Rolle 7 am Bo den der Form eingeführt.
Welche Länge für den Kanal als günstigste gewählt wird, hängt von der Mischung der Faser ab, ins besondere aber davon, wieweit eine Tren nung oder Entmischung bei der Schichtzu sammensetzung jeweilig angestrebt wird. Die Längenänderung des Kanals kann in belie biger Weise erfolgen, sei es, dass der Kanal aus Abschnitten verschiedener Länge besteht, die auswechselbar sind, oder dass der Kanal von der Stelle 11 bis zu jener 7 nach Art eines Teleskoprohres in seiner Länge ver änderlich eingerichtet ist.
Fig. 5 zeigt ein für die Fertigung der Matratzen zugeschnittenes Stück Vliess 121. Der Füllstoff, Faser oder Haare, ist in gleichmässiger, dicker Schicht verteilt und in sich und auf der Jute 6 vernadelt, welch letztere ihrerseits auf allen Seiten etwa<B>10</B> ein übersteht.
Fig. 6 gibt die Ansicht einer zweiteiligen Form 15 wieder, welche in Fig. 7 nochmals im Schnitt dargestellt ist, um das Ineinan- dergreifen ihrer beiden Teile 16, 17, welche in Fig. 8 einzeln für sich gezeichnet sind, zu veranschaulichen.
Die Längsränder des Teils 16 sind nach innen und jene des Teils 17 nach aussen um- gebördelt, so dass man beide Kanten dann ineinander zum Eingriff bringt, wenn man die Teile 16 und 17 aufeinander legt und auf den Teil 16 zum Beispiel einen senkrechten Druck ausübt. Dann schnappen die beiden Längskanten ineinander ein, wie dies aus Fig. 6 und 7 hervorgeht. Nichtsdestoweniger können die beiden Teile 16 und 17 aber ge genseitig in der Längsrichtung verschoben werden.
Fig. 9 versinnbildlicht einen Schnitt durch Form 15 und die Faserschicht 13, um das Einbringen von drei Stücken 13, 14 in die Füllform 15 zu erläutern. In Deckel 16 und Boden @17 der Form 15 ist bereits je ein Stück Polsterzeug 13 eingelegt, wobei man die überstehende Jutekante zur Kan tenverstärkung gleichmässig um die Material kante legt. Zwischen beide Stücke 13 wird ein dritter Teil 14 eingelegt. 18 bedeutet die Nähfäden.
Die drei Teile lose aufeinan dergelegt ergeben das Schnittbild der Fig. 10, aus deren Vergleich mit der Fig. 11 man erkennt, dass eine erhebliche Pressung aus zuüben ist, um die beiden Formteile 16, 17 gemäss Fig. 7 ineinander zu hängen und das Material gehörig zusammenpressen.
Fig. 12 zeigt die gefüllte Form 15 nach Einführung in den Drellüberzug 19 in schaubildlicher Ansicht. Die Nahtstellen des Überzuges sind durch die strichpunktier ten Linien angedeutet.
Fig. 13 und Fig. 14 veranschaulichen das Entfernen der Form 15 aus dem Über zuge 19. Die Spannung der Füllteile 13, 14 wirkt sich beim Herausziehen des Deckels 16 (Fig. 13) sogleich in dem Überzug aus und strafft ihn von innen. Entsprechend Fig. 14 kann dann der Boden der Form leicht heraus gezogen, werden, wenn Füllmasse und Überzug wie gezeigt mit einem Stempel @ 20 zurück gehalten werden. Nach Abnähen der Ein- füllöffnung erhält man dann ein fertiges Matratzenteil gemäss Fig. 15.
Die gesonderte Längsschnittdarstellung (Fig. 16) führt nochmals die sichtmässige Verlagerung der Polsterstücke 13, 14 inner halb eines Matratzenteils entsprechend der Neuerung vor Augen und vergegenwärtigt die Möglichkeit, durch Einfügung einer be sonderen Zwischenlage 21 die am meisten be- anspruchte Mittelpartie eine: < Matratzenteil. in der Polsterung zu verstärken. Wie ge zeichnet, mögen auch noch an der Oberfläche dünne Wattevliesse 22 oder dergleichen ein Durchstechen gröberer Fasern oder Haare durch den Drell 19 vereiteln.
Die Neuerung ist naturgemäss auf die als Beispiel gezeigte Ausführungsform einer Matratzenfüllvorrichtun(r nicht beschränkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Matrat zen, Kissen und dergleichen aus Polster gut aller Art, bei dem die Einzelfasern nach der Aufbereitung von einem Luft strom erfasst und in einen die äussere Form der Faserschicht begrenzenden Ka nal geblasen werden, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fasern auf ein der Weiterbeförderung des Vliesses dienendes, den Halt des Vliesses vermittelndes Band angeblasen und in mehreren Schichten in komprimiertem Zustande in einen Überzug eingeführt werden. Il.Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vorrichtung aufweist, bei der auf dem Boden eines Kanals (5), ein der Weiterbeförderung des Vliesses aus dem Kanal (5) dienen des, über eine Rolle (7) geführtes, den Halt des Vliesses vermittelndes Band (6) vorgesehen ist, ferner eine Vorrichtung zum Füllen des Überzuges, welche aus einer horizontal unterteilten, zweiteili gen, an beiden Enden offenen, im Quer schnitt rechteckigen Form besteht. UN TERAN SPRü"CHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft- einströmdüse mit Bezug auf den Ab stand vom Kanaleintritt und von der Kanalachse einstellbar ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (5) in seiner Länge veränderlich ist.3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Längs kanten der beiden Formhälften derartig einmal nach innen und einmal nach au ssen umgebördelt sind, dass sieh die bei den Teile durch einen senkrechten Druck miteinander vereinigen, nichtsdestoweni- ger aber in horizontaler Richtung gegen einander verschieben lassen. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II. gekennzeichnet durch einen Stempel, des sen Plattengrösse der lichten Weite der zusammengesetzten Form entspricht.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE144926X | 1928-10-18 | ||
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| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1223249B (de) * | 1960-12-01 | 1966-08-18 | Hairlok Company Ltd | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Kissens aus zusammengepresstem gummiertem Haar |
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1929
- 1929-10-18 CH CH144926D patent/CH144926A/de unknown
Cited By (1)
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| DE1223249B (de) * | 1960-12-01 | 1966-08-18 | Hairlok Company Ltd | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Kissens aus zusammengepresstem gummiertem Haar |
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