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Verfahren, um Metaldehyd für höhere Temperaturen haltbarer zu machen.
Nach dem. österr. Patent Nr. 94219 kann man Metaldehyd dadurch gegen höhere Temperaturen haltbarer machen, dass man die darin enthaltenen Reste des Katalysators, der zur Herstellung des Metaldehyds gedient hat, entfernt, oder ihm die. Möglichkeit zur Wirkung nimmt, beispielsweise dadurch. dass man den Katalysator chemisch oder physikalisch in eine unwirksame Form überführt.
Es wurde nun gefunden, dass sieh Ammoniak und Ammoniumkarbonat für diesen Zweck besonders gut eignen, und dass man durch Verwendung von Ammoniak oder Ammoniumkarbonat als Stabilisierungsmittel noch einen besonderen Vorteil erzielt, indem man durch Dosierung des Stabilisierungsmittelzusatzes zu Brennstoffkörpern von verschiedenen Stabilitätsgraden gelangen kann.
Es wurde nämlich festgestellt, dass sich reinster Metaldehyd zwar für die meisten Zwecke, zu denen man den Brennstoff verwenden will, besser eignet, als weniger reiner, schon der besseren Haltbarkeit bei höheren Temperaturen über 30 und der dadurch erreichten besseren Versandfähigkeit in die Tropen wegen, dass aber für andere Zwecke der weniger reine Metaldehyd wieder Vorteile hat, u. zw. wegen seiner leichteren Entzündbarkeit, der lebhafteren Flamme, die er beim Abbrennen liefert, und aus folgendem Grunde : Reinster Metaldehyd bedeckt sich beim Auslöschen mit einem leichten Flaum von Metaldehydkristallen, der in mechanisch empfindlichen Brennern stören kann, z.
B. in solchen Taschenapparaten, in denen der Metaldehyd zwecks Erzielung einer gleichmässig brennenden Flamme automatisch gemäss seinem Abbrand gegen einen festen Anschlag nachgeschoben wird.
Bei der Stabilisierung des Metaldehyds mit Ammoniak leitet man über denselben entweder kohlensäurefreie oder kohlensäurehaltige Luft, die gasförmiges Ammoniak enthält. Durch Variieren des Prozentgehaltes an Ammoniak, den die Luft aufweist, der Zeitspanne der Einwirkung des Luftammoniakgemisches, sowie der Temperatur bei der dessen Überleiten über den Metaldehyd stattfindet, kann-bei sich gleichbleibender Geschwindigkeit des Uberleitens-der Stabilisiert ungsgrad geregelt werden. Die Einwirkung dieser sämtlichen Faktoren auf den Stabilisierungsgrad ergibt sieh aus den in nachstehender Tabelle angeführten Vergleichsversuchen, die mit gleich grossen Metaldehydtabletten vorgenommen wurden.
EMI1.1
<tb>
<tb>
---------Teildruck <SEP> des <SEP> Dauer <SEP> der <SEP> Ein- <SEP> Gewichtsverlust <SEP> des
<tb> Behandlungstemperatur <SEP> NH3-Gases <SEP> wirkung <SEP> der <SEP> Luft- <SEP> behandelten <SEP> Metaldehyds
<tb> in <SEP> mm <SEP> Hg <SEP> ammoniakgemisphe <SEP> nach <SEP> 10 <SEP> Tagen <SEP> bei <SEP> 30
<tb> 10 <SEP> Minuten <SEP> 30'5%
<tb> 200 <SEP> 1030 <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 22'5%
<tb> 6 <SEP> Stunden <SEP> 1#5%
<tb> 10 <SEP> Minuten <SEP> 33#2%
<tb> 20 <SEP> 680 <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 20-5%
<tb> 6 <SEP> Stunden <SEP> 2-5%
<tb> 10 <SEP> Minuten <SEP> 33-5%
<tb> 20 <SEP> 350 <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 24-5%
<tb> 6 <SEP> Stunden <SEP> 5'5%
<tb>
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EMI2.1
<tb>
<tb> Teildruck <SEP> des <SEP> Dauer <SEP> der <SEP> Ein- <SEP> Gewichtsverlust <SEP> des
<tb> Behandlungstemperatur <SEP> NH3-Gases <SEP> wirkung <SEP> der <SEP> Luft-
<SEP> behandelten <SEP> Metaldehyds
<tb> in <SEP> mm <SEP> Hg <SEP> ammoniakgemische <SEP> nach <SEP> 10 <SEP> Tagen <SEP> bei <SEP> 30
<tb> 10 <SEP> Minuten <SEP> 34 <SEP> %
<tb> 20 <SEP> 20 <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 32-7 <SEP> ?.
<tb>
6 <SEP> Stunden <SEP> 20#5%
<tb> 10 <SEP> Minuten <SEP> 0#25%
<tb> 50 -60 <SEP> 850 <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 0#19%
<tb> 6 <SEP> Stunden <SEP> 0#14%
<tb> 10 <SEP> Minuten <SEP> 4-7 <SEP> %
<tb> 50 -60 <SEP> 600 <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 0'4 <SEP> %
<tb> 6 <SEP> Stunden <SEP> 0#23%
<tb> 10 <SEP> Minuten <SEP> 9#44%
<tb> 50 -60 <SEP> 350 <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 0-93%
<tb> 6 <SEP> Stunden <SEP> 0#14%
<tb> 10 <SEP> Minuten <SEP> 19#76%
<tb> 50 -60 <SEP> 20 <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 10-74So
<tb> 6 <SEP> Stunden <SEP> 0-25%
<tb>
Bei der Stabilisierung des Metaldehyds mit Ammoniumkarbonat in beliebiger Form (fest, gelöst usw.) wird letzteres dem Metaldehydpulver vor dessen Pressen zu Tabletten zugemischt. Wegen der Flüchtigkeit dieses Salzes ist die Gefahr, die man sonst bei so geringen Zusätzen läuft,
nämlich die Er-
EMI2.2
durch Veränderung der dem Metaldehyd zu gemischten Ammoniunkarbonatmenge geregelt werden, wie aus nachstehenden Versuchsergebnissen ersichtlich ist.
EMI2.3
tablette.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren, um gemäss Stammpatent Nr. 94219 Metaldehyd für höhere Temperaturen haltbarer
EMI2.4
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.