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Verfahren zur Darstellung von IsopropylalkylbarbitmrsäureM.
Der einfachste Weg zur Darstellung von Dialkylbarbitursäuren, welcher in der Kondensation von Dialkyhnalonestern mit Harnstoff besteht, kann für die Gewinnung von Isopropylalkylbarbitursäuren nicht besehritten werden. Führt man nämlich in den Malonester die Isopropylgruppe ein, so gelingt es nicht, den leicht erhältlichen Monoisopropylmalonester weiter zu alkylieren. (E. Fischer und A.
Dilthey, Ann., 335, [1904], S. 337. ) Verfährt man umgekehrt, indem man eine von Isopropyl verschiedene Alkyl- gruppe zuerst in den Malonester einführt und hernach auf das erhaltene Reaktionsgemiseh, wie es üblich ist, Isopropylhalogenid einwirken lässt, so ist das Endprodukt der Alkylierung für die technische Gewinnung von Isopropylalkylbarbitursäuren vollständig ungeeignet, denn bei der Einführung von zwei verschiedenen Alkylresten entsteht ein Gemisch mannigfache Substitutionsprodukte, deren Trennung nur unter erheblichen Schwierigkeiten und grossen Materialverlusten gelingt.
Eine zweite Methode zur Gewinnung der Dialkylbarbitursäuren besteht in der Wechselwirkung zwischen barbitursaurem Silber und Alkyljodiden (Conrad und Guthzeit, Ber., 14, [1881], S. 1643 ; 15, [1882], S. 2849). Dieses Verfahren ist wegen seiner Kostspieligkeit sowie wegen der wenig befriedigenden Ausbeuten, die damit erreicht werden, für die technische Verwertung gleichfalls nicht brauchbar.
Durch das D. R. P. Nr. 144432 ist ein Verfahren zur Darstellung der CC-Dialkylbarbitursäuren bekannt geworden, welches darin besteht, dass man C-Monoalkylbarbitursäuren mit Alkylierungsmitteln behandelt. Für die Herbeiführung der Umsetzung wird gemäss den Beispielen der Beschreibung in verschlossenen Gefässen bei einer den Siedepunkt des Alkylierungsmittels erheblich übersteigenden Temperatur gearbeitet. Von der Alkylierung der Monoisopropylbarbitursäure ist daselbst nicht die Rede, es wird nur die Einführung der Methyl-oder Äthylgruppe in die Äthyl-bzw. Methylbarbitursäure erläutert.
Wie sich die Isopropylbarbitursäure bei der Alkylierung verhalten wird, ist daher aus der erwähnten Patentschrift nicht zu entnehmen. Die eingangs erörterten Erfahrungen bei der Alkylierung des Monoisopropylmalonesters (E, Fischer und A. Dilthey, 1. c.) liessen einen Erfolg des Versuches, eine Alkylgruppe in die Isopropylbarbitursäure einzuführen, nicht erwarten.
Demgegenüber wurde nun gefunden, dass man aus der leicht erhältlichen Monoisopropylbarbitursäure durch Alkylierung ohne Anwendung geschlossener Gefässe bei Temperaturen, die den Siedepunkt des Alkylierungsmittels nicht übersteigen, mit guter Ausbeute zu den Isopropylalkylbarbitursäuren gelangen kann.
Die Ausführung des Verfahrens gestaltet sich derart, dass man auf die Alkaliverbindungen der Monoisopropylbarbitursäure Alkylhalogenid bei niederer Temperatur ohne Anwendung von Druck einwirken lässt.
Die Isopropylalkylbarbitursäuren sollen zu therapeutischen Zwecken Verwendung finden.
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Natronlauge gelöst. Hernach werden 150 Gewichtsteile Methyljodid zugesetzt und das Reaktionsgemisell 24 Stunden im Wasserbad von 400 unter emulgierendem Rühren erwärmt. Die abgeschiedene Isopropylmethylbarbitursäure wird nach dem Erkalten abgesaugt und durch Kristallisation aus Alkohol gereinigt.
Die Isopropylmethylbarbitursäure bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 186-187 . Sie ist schwer löslich in Wasser, ziemlich löslich in Alkohol, besonders in der Wärme.
Beispiel 2 : 170 Gewichtsteile Isopropylbarbitursäure werden mit 500 Gewichtsteilen Wasser
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Nach erfolgter Lösung setzt man 130 Gewichtsteile Allylbromid hinzu und verrührt emulgierend bei einer inneren Temperatur von etwa 25 . Die Reaktion ist anfänglich von einer geringen Wärmeentwicklung begleitet. Nach 12 Stunden ist die Reaktion beendet. Die von abgeschiedener Isopropylallylbarbitursäure dünnbreiige Masse wird nach gutem Abkühlen abgesaugt. Die Ausbeute beträgt über 80% der theoretisch berechneten Menge.
Durch einmaliges Umkristallisieren aus verdünntem Alkohol wird die Isopropylallylbarbitursäure rein, in Form farbloser Kristalle vom Schmelzpunkt 137-1380 erhalten. Die Verbindung
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Verbindung löst sich in kalter, verdünnter Natronlauge und wird aus ihrer alkalischen Lösung durch Ansäuern unverändert abgeschieden.
Beispiel 3 : 170 Gewichtsteile Isopropylbarbitursäure werden mit 450 Gewichtsteilen Wasser übergossen und durch Zusatz von 135 Gewichtsteilen 30% iger Natronlauge in Lösung gebracht. Hernach fügt man 130 Gewichtsteile Isopropylbromid hinzu und erwärmt so lange unter Rühren am Rückfluss im Wasserbad auf 55-60'bis das Isopropylbromid verschwunden ist. Die ausgeschiedene, rohe Diisopropylbarbitursäure wird nach dem Erkalten abgesaugt. Zu ihrer Reinigung wird sie in eiskalter, verdünnter Natronlauge gelöst und die filtrierte Lösung unter Eiskühlung mit Kohlensäure gesättigt. Die dadurch entstandeneFällul1gwird abgesaugt und aus, mit Essigsäure anges uertemAlkohol umkristallisiert.
Man erhält auf diese Weise farblose, glänzende Kristalle, die erst über 230 unter Zersetzung schmelzen.
Die Diisopropylbarbitursäure ist sehr schwer löslich in Wasser, etwas löslich in Alkohol und unverändert
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