AT526199A1 - Schütz für eine Wasserkraftanlage - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schütz für eine Wasserkraftanlage mit Rollen (2), über welche das Schütz verfahrbar an Schienen lagerbar ist, sowie einer Dichtfläche (3) mit einer 5 Dichtung (4), durch welche ein Oberwasser gegenüber einem Unterwasser absperrbar ist, wobei Schmiermittelleitungen (5) vorgesehen sind, durch welche den Rollen (2) Schmiermittel zuführbar ist. Um eine Verunreinigung einer Umgebung auf einfache Weise zu verhindern, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass mit den Rollen (2) verbundene Schmiermittelrückführleitungen (6) vorgesehen sind, über welche verbrauchtes 10 Schmiermittel von den Rollen (2) zu einer oder mehreren Sammelpositionen führbar ist, um verbrauchtes Schmiermittel sammeln und ordnungsgemäß entsorgen zu können. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Schützes einer Wasserkraftanlage, wobei das Schütz mit an einer oder mehreren Schienen gelagerten 15 Rollen (2) verfahren wird, um ein Oberwasser gegenüber einem Unterwasser abzusperren bzw. eine Verbindung zwischen Oberwasser und Unterwasser herzustellen, wobei den Rollen (2) durch Schmiermittelleitungen (5) Schmiermittel zugeführt wird.
Description
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Schütz für eine Wasserkraftanlage
Die Erfindung betrifft ein Schütz für eine Wasserkraftanlage mit Rollen, über welche das Schütz verfahrbar an Schienen lagerbar ist, sowie einer Dichtfläche mit einer Dichtung, durch welche ein Oberwasser gegenüber einem Unterwasser absperrbar ist, wobei Schmiermittelleitungen vorgesehen sind, durch welche den Rollen Schmiermittel
zuführbar ist.
Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Schützes einer
Wasserkraftanlage, wobei das Schütz mit an einer oder mehreren Schienen gelagerten Rollen verfahren wird, um ein Oberwasser gegenüber einem Unterwasser abzusperren bzw. eine Verbindung zwischen Oberwasser und Unterwasser herzustellen, wobei den
Rollen durch Schmiermittelleitungen Schmiermittel zugeführt wird.
Aus dem Stand der Technik sind Schütze der eingangs genannten Art, welche aufgrund der Lagerung über Rollen auch als Rollschütze bezeichnet werden, insbesondere für Dämme, Schleußen und dergleichen bekannt geworden, mit welchen ein Oberwasser variabel gegenüber einem Unterwasser abgesperrt werden und durch ein Verfahren des Schützes entlang der Schienen ein Höhenunterschied zwischen Oberwasser und
Unterwasser beeinflusst werden kann.
Die Rollen sind üblicherweise über Wälzlager drehbar gelagert, welche Wälzlager geschmiert werden. Hierzu sind in der Regel Schmiermittelleitungen vorgesehen, durch welche den einzelnen Rollen bzw. den Lagern der Rollen Schmiermittel zugeführt werden
kann.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass derartige Schütze belastend für eine Umwelt und eine
Gesundheit von Lebewesen in einer Umgebung der Schütze sind.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Schütz der eingangs genannten Art anzugeben,
welches bei einem Betrieb eine geringere Umwelt- und Gesundheitsbelastung bewirkt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Schütz der eingangs genannten Art
gelöst, bei welchem mit den Rollen verbundene Schmiermittelrückführleitungen
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vorgesehen sind, über welche verbrauchtes Schmiermittel von den Rollen zu einer oder mehreren Sammelpositionen führbar ist, um verbrauchtes Schmiermittel sammeln und
ordnungsgemäß entsorgen zu können.
Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass ein Grund für die umwelt- und gesundheitsschädigenden Wirkungen von Schützen des Standes der Technik darin begründet ist, dass verbrauchtes Schmiermittel aus den Rollen bzw. aus den Lagern der Rollen ungehindert in eine Umgebung austritt und dabei das an das Schütz angrenzende Gewässer verunreinigt, wodurch in weiterer Folge gesundheitsschädigende Wirkungen des Schmiermittels an Lebewesen des Gewässers auftreten. Durch ein gezieltes Abführen von Schmiermittel von den Rollen durch Schmiermittelrückführleitungen sowie anschließende Entsorgung kann somit diese Kontamination der Umgebung auf einfache Weise vermieden werden. Die Schmiermittelrückführleitungen münden hierzu in eine oder mehrere Sammelpositionen, von welchen das verbrauchte Schmiermittel beispielsweise im Rahmen einer regelmäßigen Wartung einfach entfernt und einer Entsorgung zugeführt
werden kann.
Das verbrauchte Schmiermittel kann von den einzelnen Rollen grundsätzlich mit separaten Einzelleitungen zur einer zentralen Sammelposition geführt werden. Weiter kann auch vorgesehen sein, dass mehrere Sammelpositionen vorgesehen sind, welche über einzelne Schmiermittelrückführleitungen mit unterschiedlichen Rollen verbunden
sind.
Üblicherweise sind Rollen eines entsprechenden Schützes entlang mehrerer Reihen angeordnet, wobei jeweils eine Reihe einer Schiene zugeordnet ist, auf welcher die Rollen verfahren werden können. Diesbezüglich hat es sich bewährt, dass alle Rollen, welche einer Schiene zugeordnet sind, über gesonderte oder gemeinsame Schmiermittelrückführleitungen mit einer Sammelposition verbunden sind. Somit kann beispielsweise je Schiene, entlang welcher das Schütz verfahren werden kann, jeweils
eine Sammelposition vorgesehen sein. Besonders günstig ist es, wenn die Rollen in mehreren Reihen angeordnet sind und
Schmiermittelrückführleitungen mehrerer Rollen, insbesondere Rollen einer Reihe, mit
einer gemeinsamen Schmiermittelrückführsammelleitung verbunden sind. In einer
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besonders einfachen Ausprägungsform kann somit beispielsweise das Schütz derart ausgebildet sein, dass sämtliche Schmiermittelrückführleitungen der Rollen einer Reihe in eine Schmiermittelrückführsammelleitung münden, welche gleichzeitig die Sammelposition für das verbrauchte Schmiermittel der Rollen dieser Reihe bildet. Von dieser Sammelposition kann das verbrauchte Schmiermittel anschließend einfach
entnommen werden, insbesondere mit einer mobilen Pumpe oder dergleichen.
Die Schmiermittelrückführsammelleitung kann beispielsweise als einseitig abgeschlossenes Rohr ausgebildet sein, in welches die Schmiermittelrückführleitungen
münden.
Es hat sich bewährt, dass die Schmiermittelrückführsammelleitung etwa vertikal ausgerichtet ist. Auf diese Weise bewirkt allein die Schwerkraft einerseits ein einfaches Sammeln von verbrauchtem Schmiermittel am Boden der Schmiermittelrückführsammelleitung, welche an einem unteren Ende üblicherweise verschlossen ist. Andererseits kann verbrauchtes Schmiermittel dann auch einfach aus der Schmiermittelrückführsammelleitung entnommen werden, beispielsweise indem entweder an einem unteren Ende ein Ventil geöffnet wird, um gesammeltes verbrauchtes Schmiermittel abzulassen oder indem von einem oberen Ende eine Pumpe in die vertikale Schmiermittelrückführsammelleitung eingeführt wird, mit welcher verbrauchtes bzw. verunreinigtes Schmiermittel aus der Schmiermittelrückführsammelleitung gepumpt
werden kann.
Es hat sich als günstig erwiesen, dass die Schmiermittelrückführsammelleitung einen Durchmesser aufweist, welcher zumindest einem Fünffachen eines Durchmessers der Schmiermittelrückführleitungen entspricht. Dadurch kann auf einfache Weise ein geringer Druckverlust in der Schmiermittelrückführsammelleitung erreicht und gewährleistet werden, dass verbrauchtes Schmiermittel leicht durch die Schmiermittelrückführleitungen und die Schmiermittelrückführsammelleitung bewegt werden kann. Derartige Durchmesserverhältnisse haben sich bewährt, um einen niedrigen Leitungswiderstand bzw. einen geringen Druckverlust über die Schmiermittelrückführsammelleitung zu
gewährleisten.
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Besonders günstig ist es, wenn die Schmiermittelrückführleitungen Positionen an den Rollen mit Positionen an der Schmiermittelrückführsammelleitung verbinden, welche im Wesentlichen auf derselben Horizontalposition angeordnet sind. Auf diese Weise ist insbesondere bei einer vertikalen Schmiermittelrückführsammelleitung eine vergleichsweise kurze Leitungslänge der Schmiermittelrückführleitungen, welche die Lager mit der Schmiermittelrückführsammelleitung verbinden, gewährleistet, wodurch ein geringer Druckverlust in den Schmiermittelrückführleitungen sichergestellt ist. Üblicherweise liegen die Positionen, an welchen die Schmiermittelrückführleitungen in die Schmiermittelrückführsammelleitung münden, geringfügig unter den Positionen, an welchen die Schmiermittelrückführleitungen mit den Lagern verbunden sind, beispielsweise an Lagerabdeckungen oder Rollenachsen. Dadurch wird ein geringes Gefälle zwischen den Lagern und der Schmiermittelrückführsammelleitung erreicht, wodurch ein Abfließen von verbrauchtem Schmiermittel durch die Schwerkraft erleichtert
ist.
Es versteht sich, dass sich Angaben in dieser Anmeldung wie unten, oben, horizontal und dergleichen auf einen bestimmungsgemäßen Arbeitszustand des Schützes beziehen, in
welchem Arbeitszustand das Schütz in der Regel an vertikalen Schienen verfahren wird.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass mehrere Schmiermittelleitungen gemeinsam mit der Schmiermittelrückführsammelleitung zumindest bereichsweise in einem Kanal angeordnet sind, welcher an einem oberen Ende verschließbare Öffnungen aufweist, durch welche neues Schmiermittel zuführbar und verbrauchtes Schmiermittel abführbar ist. Auf diese Weise kann das Schütz einfach von oben gewartet werden, wobei sowohl ein Zuführen von neuem Schmiermittel als auch ein Abtransport von verbrauchtem Schmiermittel, welches in der oder den Schmiermittelrückführsammelleitungen gesammelt ist, einfach erfolgen kann. Der Kanal überragt die Dichtfläche daher üblicherweise an einem oberen Ende.
Bevorzugt weist der Kanal an einem oberen Ende eine Armatur auf, über welche über gesonderte Schmiermittelleitungen neues Schmiermittel jedem einzelnen Lager der entsprechenden Reihe zuführbar ist. Beispielsweise sind somit an einer Armatur eines Schützes, welches in zwei Reihen angeordnet jeweils acht Rollen für jeweils eine Schiene
aufweist, acht Schmiermittelzuführöffnungen positioniert, welche über acht
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Schmiermittelleitungen mit den einzelnen acht Rollen bzw. acht Lagern verbunden sind, sodass die Lager der Rollen unabhängig voneinander geschmiert werden können. Weiter weist die Armatur bevorzugt eine Entnahmeöffnung auf, welche mit einer Schmiermittelrückführsammelleitung verbunden ist, wobei in der Schmiermittelrückführsammelleitung gesammeltes verbrauchtes Schmiermittel beispielsweise mittels einer mobilen Pumpe entnommen werden kann, welche in die
Entnahmeö6öffnung eingeführt bzw. abgesenkt wird.
Günstig ist es, wenn der Kanal die Dichtfläche vertikal an einem oberen Ende überragt. Dies ermöglicht eine einfache Zugänglichkeit zu den Schmiermittelleitungen und der Schmiermittelrückführsammelleitung, sodass eine Wartung auf einfache Weise möglich
ist.
Bevorzugt sind die Rollen eines Schützes in zwei vertikalen Reihen, bezogen auf eine Arbeitsposition des Schützes, angeordnet, sodass zwei Schmiermittelrückführsammelleitungen vorgesehen sind, welche üblicherweise ebenfalls vertikal ausgerichtet sind und an einem oberen Ende in zwei beabstandeten Kanälen geführt sind, durch welche Kanäle eine Wartung erfolgen kann, wobei die Kanäle üblicherweise an einem oberen Ende jeweils Armaturen mit Anschlüssen bzw. verschließbaren Öffnungen für die Schmiermittelleitungen und die
Schmiermittelrückführsammelleitung aufweisen.
Günstig ist es, wenn ein oder mehrere Schutzbleche vorgesehen sind, welche etwa parallel zur Dichtfläche angeordnet sind und zwischen welchen Schutzblechen und der Dichtfläche die Schmiermittelleitungen, die Schmiermittelrückführleitungen und/oder die Schmiermittelrückführsammelleitung zumindest bereichsweise angeordnet sind. Durch diese Schutzbleche kann insbesondere eine Beschädigung der Schmiermittelleitungen, der Schmiermittelrückführleitungen und/oder der Schmiermittelrückführsammelleitungen
auf einfache Weise vermieden werden. Bei einer Wasserkraftanlage, insbesondere einem Damm, mit einem an Schienen
verfahrbaren Schütz, durch welches ein Oberwasser von einem Unterwasser trennbar ist,
ist es besonders günstig, wenn das Schütz erfindungsgemäß ausgebildet ist. Auf diese
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Weise wird ein besonders umweltfreundliches Schütz erreicht, welches gleichzeitig
aufgrund einer kontinuierlichen Schmierung der Rollen einfach verfahrbar ist.
Günstig ist es, wenn eine mobile Pumpe vorgesehen ist, mit welcher verbrauchtes Schmiermittel aus der oder den Schmiermittelrückführsammelleitungen abpumpbar ist. Die Pumpe weist hierzu in der Regel eine Leitung auf, welcher in die Schmiermittelrückführsammelleitungen eingebracht werden kann, um bodenseitig
gesammeltes Schmiermittel abtransportieren und einer Entsorgung zuführen zu können.
Die weitere Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren der eingangs genannten Art gelöst, bei welchem verbrauchtes Schmiermittel von den Rollen durch Schmiermittelrückführleitungen zu einer oder mehreren Sammelpositionen bewegt wird.
Bevorzugt wird ein erfindungsgemäß ausgebildetes Schütz eingesetzt.
Günstig ist es, wenn das verbrauchte Schmiermittel mit einer Pumpe, insbesondere einer mobilen Pumpe, von einer oder mehreren unterhalb der Rollen befindlichen Sammelpositionen, insbesondere aus einer mit mehreren Schmiermittelrückführleitungen
verbundenen Schmiermittelrückführsammelleitung, abgepumpt wird.
Alternativ oder ergänzend kann natürlich auch eine an der
Schmiermittelrückführsammelleitung dauerhaft angebrachte Pumpe vorgesehen sein.
Verbrauchtes Schmiermittel bzw. Schmierfett kann verklumpen und Leitungen verstopfen. Um auch derartiges verbrauchtes Schmiermittel zuverlässig abtransportieren zu können, kann vorgesehen sein, dass das verbrauchte Schmiermittel vor einer Förderung zu der oder den Sammelpositionen verflüssigt wird, insbesondere durch Zugabe von
Chemikalien. Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich anhand des nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispiels. In den Zeichnungen, auf welche dabei
Bezug genommen wird, zeigen:
Fig. 1 und 2 ein erfindungsgemäßes Schütz in unterschiedlichen Ansichten;
Fig. 3 und 4 Details eines erfindungsgemäßen Schützes.
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Fig. 1 und Fig. 2 zeigen ein erfindungsgemäßes Schütz 1 in unterschiedlichen Ansichten. Das Schütz 1 weist eine Dichtfläche 3 mit einer in Fig. 1 ersichtlichen umlaufenden Dichtung 4 auf, durch welche ein Oberwasser von einem Unterwasser hydraulisch getrennt werden kann. Fig. 2 zeigt die Rückseite des Schützes 1, wobei auch
Versteifungsrippen ersichtlich sind, welche die Dichtfläche 3 mechanisch stabilisieren.
Weiter weist das Schütz 1 in Fig. 1 und Fig. 2 ersichtliche, drehbare Rollen 2 auf, durch welche das Schütz 1 an zwei nicht dargestellten Schienen verfahrbar lagerbar ist, um einen Wasserstand des Oberwassers relativ zum Unterwasser verändern zu können,
indem das Schütz 1 entlang der Schienen verfahren wird, in aller Regel vertikal.
Um die Rollen 2 bzw. die Lager der Rollen 2 schmieren zu können, sind Schmiermittelleitungen 5 vorgesehen, welche jeweils von die Dichtfläche 3 an einem oberen Ende überragenden Kanälen 9 bis zu den einzelnen Rollen 2 bzw. Lagern reichen. Somit kann jedes einzelne Lager bzw. jede einzelne Rolle 2 gesondert mit Schmiermittel
versorgt werden.
Ferner sind mit den einzelnen Rollen 2 bzw. Lagern verbundene Schmiermittelrückführleitungen 6 vorgesehen, welche ebenfalls in die kopfseitigen
Kanäle 9 münden. Die Schmiermittelrückführleitungen 6 münden jedoch nicht unmittelbar in die Kanäle 9, sondern zunächst in eine vertikale Schmiermittelrückführsammelleitung 7, von welcher das verbrauchte Schmiermittel sämtlicher Rollen 2 einer Reihe 8 gesammelt entsorgt werden kann, beispielsweise mit einer mobilen Pumpe. Hierzu ist je Reihe 8 eine Schmiermittelrückführsammelleitung 7 vorgesehen, in welcher verbrauchtes Schmiermittel der Rollen 2 einer Reihe 8 gesammelt wird. Somit wird ein Austritt von verbrauchtem Schmiermittel in eine Umgebung vermieden und eine Umweltverschmutzung auf einfache
Weise verhindert.
Wie ersichtlich sind die Schmiermittelleitungen 5 sowie die Schmiermittelrückführsammelleitung 7 vertikal ausgerichtet, sodass in der Schmiermittelrückführsammelleitung 7 gesammeltes verbrauchtes Schmiermittel einfach
aus dieser entnommen werden kann, beispielsweise mit einer Pumpe.
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Ferner ist aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, dass die Schmiermittelleitungen 5, die Schmiermittelrückführleitungen 6 und die Schmiermittelrückführsammelleitungen 7 von Schutzblechen 12 verdeckt sind, welche etwa parallel zur Dichtfläche 3 sind, sodass die Schmiermittelleitungen 5, die Schmiermittelrückführleitungen 6 und die Schmiermittelrückführsammelleitungen 7 zwischen der Dichtfläche 3 und den
Schutzblechen 12 positioniert sind.
Fig. 3 zeigt ein Detail eines erfindungsgemäßen Schützes 1, nämlich einen Bereich der Rollen 2, wobei im Bereich einer Rolle 2 die Schutzbleche 12 nicht dargestellt sind, sodass die dieser Rolle 2 zugeordneten Schmiermittelleitungen 5, die Schmiermittelrückführleitung 6 und die Schmiermittelrückführsammelleitung 7 besser erkennbar sind. Wie ersichtlich ist die Rolle 2 bzw. ein Lager der Rolle 2 einerseits mit der Schmiermittelleitung 5 verbunden, welche von einer Rollenachse 13 bis zu einem oberen Ende des zugeordneten Kanals 9 ragt. Um die Lager der Rollen 2 zu schmieren, wird das Schmiermittel bzw. Schmierfett üblicherweise von der Rollenachse 13 durch Radialbohrungen zum Lager geführt. Andererseits ist eine Schmiermittelrückführleitung 6 vorgesehen, welche an einem Ende ebenfalls mit der Rollenachse 13 verbunden ist und in Bezug auf den Durchmesser etwa der Schmiermittelleitung 5 entspricht. Die Schmiermittelrückführleitung 6 mündet am anderen Ende in eine Schmiermittelrückführsammelleitung 7, welche in Bezug auf den Durchmesser wesentlich größer als die Schmiermittelleitung 5 und die Schmiermittelrückführleitung 6 ausgebildet ist. Die Schmiermittelrückführsammelleitung 7 ist etwa vertikal orientiert, sodass von den einzelnen Lagern verbrauchtes Schmiermittel in dieser Schmiermittelrückführsammelleitung 7 gesammelt wird und beispielsweise mit einer mobilen Pumpe aus der Schmiermittelrückführsammelleitung 7 entnommen werden kann. Die an einem unteren Ende verschlossene Schmiermittelrückführsammelleitung 7, in welcher verbrauchtes Schmiermittel der Rollen 2 einer Reihe 8 gesammelt wird, läuft im Wesentlichen parallel mit den acht Schmiermittelleitungen 5, durch welche die Lager der
acht Rollen 2 dieser Reihe 8 des Schützes mit Schmiermittel versorgt werden.
Wie ersichtlich verbindet die Schmiermittelrückführleitung 6 Positionen der Rollenachse 13 und der Schmiermittelrückführsammelleitung 7, die sich im Wesentlichen auf derselben Horizontalposition befinden bzw. ergibt sich allenfalls ein geringes Gefälle
von der Rollenachse 13 zur Schmiermittelrückführsammelleitung 7, sodass eine kurze
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Leitungslänge der Schmiermittelrückführleitung 6 und damit verbunden ein geringer Widerstand in dieser Schmiermittelrückführleitung 6 bis zur Schmiermittelrückführsammelleitung 7 ergibt. Dies gewährleistet ein zuverlässiges
Abführen von verbrauchtem Schmiermittel.
Um verbrauchtes Schmiermittel der Lager, welches verklumpen kann, besonders zuverlässig in die Schmiermittelrückführsammelleitung 7 zu fördern, kann vorgesehen sein, dass den Lagern Chemikalien zugeführt werden, beispielsweise über die Schmiermittelleitungen 5, welche Chemikalien dazu führen, dass verklumptes Schmiermittel verflüssigt wird und aufgrund der Schwerkraft in die Schmiermittelrückführsammelleitung 7 fließt. Es versteht sich, dass abhängig vom
eingesetzten Schmiermittel unterschiedlichste Chemikalien eingesetzt werden können.
Fig. 4 zeigt eine am kopfseitigen Ende der Kanäle 9 angeordnete Armatur. Wie ersichtlich weist die Armatur neun verschließbare Öffnungen auf, wobei acht Öffnungen als Schmiermittelzuführöffnungen 10 ausgebildet sind, welche mit den acht Schmiermittelleitungen 5 für die Lager der acht Rollen 2 einer Reihe 8 verbunden sind. Ferner weist die Armatur eine als Entnahmeöffnung 11 ausgebildete Öffnung für die ebenfalls in die Armatur mündende Schmiermittelrückführsammelleitung 7 auf, welche hier von einer lösbaren Abdeckung verschlossen ist und durch welche zusätzliche Entnahmeö$ffnung 11 in der Schmiermittelrückführsammelleitung 7 gesammeltes Schmiermittel mittels einer mobilen Pumpe entnommen werden kann. Somit sind eine Wartung und eine Entnahme von verbrauchtem Schmiermittel von einem oberen Ende
des Schützes 1 auf einfache Weise möglich.
Ein erfindungsgemäßes Schütz 1 kann beispielsweise an einem Damm eingesetzt werden und ermöglicht einen besonders umweltschonenden Betrieb, zumal verbrauchtes Schmiermittel nicht wie bei Schützen 1 des Standes der Technik üblich in ein Gewässer fließt, sondern über die Schmiermittelrückführleitungen 6 gesammelt und anschließend
ordnungsgemäß entsorgt werden kann.
Claims (12)
1. Schütz (1) für eine Wasserkraftanlage mit Rollen (2), über welche das Schütz (1) verfahrbar an Schienen lagerbar ist, sowie einer Dichtfläche (3) mit einer Dichtung (4), durch welche ein Oberwasser gegenüber einem Unterwasser absperrbar ist, wobei Schmiermittelleitungen (5) vorgesehen sind, durch welche den Rollen (2) Schmiermittel zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Rollen (2) verbundene Schmiermittelrückführleitungen (6) vorgesehen sind, über welche verbrauchtes Schmiermittel von den Rollen (2) zu einer oder mehreren Sammelpositionen führbar ist,
um verbrauchtes Schmiermittel sammeln und ordnungsgemäß entsorgen zu können.
2. Schütz (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (2) in mehreren Reihen (8) angeordnet sind und Schmiermittelrückführleitungen (6) mehrerer Rollen (2), insbesondere Rollen (2) einer Reihe (8), mit einer gemeinsamen
Schmiermittelrückführsammelleitung (7) verbunden sind.
3. Schütz (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Schmiermittelrückführsammelleitung (7) etwa vertikal ausgerichtet ist.
4. Schütz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelrückführsammelleitung (7) einen Durchmesser aufweist, welcher zumindest
einem fünffachen eines Durchmessers der Schmiermittelrückführleitungen (6) entspricht.
5. Schütz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelrückführleitungen (6) Positionen an den Rollen (2) mit Positionen an der Schmiermittelrückführsammelleitung (7) verbinden, welche im Wesentlichen auf derselben
Horizontalposition angeordnet sind.
6. Schütz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schmiermittelleitungen (5) gemeinsam mit der Schmiermittelrückführsammelleitung (7) zumindest bereichsweise in einem Kanal (9) angeordnet sind, welcher an einem oberen Ende verschließbare Öffnungen aufweist, durch welche neues Schmiermittel zuführbar und verbrauchtes Schmiermittel abführbar
ist.
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7. Schütz (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (9) die
Dichtfläche (3) vertikal an einem oberen Ende überragt.
8. Schütz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Schutzbleche (12) vorgesehen sind, welche etwa parallel zur Dichtfläche (3) angeordnet sind und zwischen welchen Schutzblechen (12) und der Dichtfläche (3) die Schmiermittelleitungen (5), die Schmiermittelrückführleitungen (6) und/oder die
Schmiermittelrückführsammelleitung (7) zumindest bereichsweise angeordnet sind.
9. Wasserkraftanlage, insbesondere Damm, mit einem an Schienen verfahrbaren Schütz (1), durch welches ein Oberwasser von einem Unterwasser trennbar ist, dadurch
gekennzeichnet, dass das Schütz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet ist.
10. Verfahren zum Betreiben eines Schützes (1) einer Wasserkraftanlage, wobei das Schütz (1) mit an einer oder mehreren Schienen gelagerten Rollen (2) verfahren wird, um ein Oberwasser gegenüber einem Unterwasser abzusperren bzw. eine Verbindung zwischen Oberwasser und Unterwasser herzustellen, wobei den Rollen (2) durch Schmiermittelleitungen (5) Schmiermittel zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass verbrauchtes Schmiermittel von den Rollen (2) durch Schmiermittelrückführleitungen (6) zu einer oder mehreren Sammelpositionen bewegt wird, wobei das Schütz (1)
insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das verbrauchte Schmiermittel mit einer Pumpe, insbesondere einer mobilen Pumpe, von einer oder mehreren unterhalb der Rollen (2) befindlichen Sammelpositionen, insbesondere aus einer mit mehreren Schmiermittelrückführleitungen (6) verbundenen
Schmiermittelrückführsammelleitung (7), abgepumpt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das
verbrauchte Schmiermittel vor einer Förderung zu der oder den Sammelpositionen
verflüssigt wird, insbesondere durch Zugabe von Chemikalien.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50383/2022A AT526199B1 (de) | 2022-05-31 | 2022-05-31 | Schütz für eine Wasserkraftanlage |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50383/2022A AT526199B1 (de) | 2022-05-31 | 2022-05-31 | Schütz für eine Wasserkraftanlage |
Publications (2)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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| AT (1) | AT526199B1 (de) |
| CA (1) | CA3194635A1 (de) |
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