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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Getränkeschankanlagen in Gaststätten für Bier, alkoholfreie Getränke und Weinschankanlagen bedürfen einer regelmässigen fachgerechten Reinigung und Desinfektion, damit sichergestellt ist, dass das abgegebene Getränk dem Qualitätsstandard des Getränkeerzeugers entspricht.
Aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen ist dabei jeder Wirt verpflichtet die Reinigung und Desinfektion nach einem bestimmten Rhythmus durchzuführen. Dabei wird auch verlangt das Ergebnis der Reinigung schriftlich zu dokumentieren.
In der Praxis erfolgt die Reinigung einer Schankanlage nach dem bekannten Verfahren in der Weise, dass die Anlage mit Wasser ausgespült wird. Danach wird eine verdünnte Reinigungslauge in einem Reinigungscontainer angesetzt und diese Lösung unter CO2 Druck durch die Armaturen und Schläuche der Anlage getrieben. Nach 20min wird üblicherweise mit dem Ausspülen der Schankanlage mit Trinkwasser begonnen, wobei angenommen wird, dass alle Schmutzreste entfernt sind, was allerdings keineswegs sicher sein kann. Anschliessend wird ein Desinfektionsmittel bereitet und dieses in die Anlage gedrückt. Nach einer Einwirkzeit von ca. 15min wird schliesslich mit dem Nachspülen mit Trinkwasser begonnen.
Bei einem bekannten Verfahren der eingangs erwähnten Art erfolgen somit Reinigung und Desinfektion nacheinander, wobei zuerst eine Reinigungsflüssigkeit und danach eine Desinfektionsflüssigkeit jeweils für eine bestimmte Zeitdauer durch die Anlage hindurchlaufen gelassen wird. Dadurch ergibt sich ein entsprechend hoher Arbeitsaufwand. Ausserdem werden die Durchlaufzeiten der Reinigungs- und Desinfektionsmittel durch die zu reinigende Anlage meist mit erheblichen Sicherheitszuschlägen festgelegt, um einen entsprechenden Hygienestandard sicherzustellen, bzw. eine Wiederholung des Reinigungsvorganges zur Sicherstellung des erforderlichen Standards zu vermeiden. Dadurch ergibt sich andererseits aber ein unnötiger Mehrverbrauch an Reinigungs- und Desinfektionsmittel.
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Letzteres ist auch dadurch bedingt, dass die Kontrolle der Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse mittels mikrobiologischer Untersuchungen durchgeführt werden, wobei meist Membranfiltermethoden und Bebrüten über mehrere Tage oder die Fluoreszenzphotometrie verwendet werden, wodurch das Ergebnis der Reinigung und Desinfektion erst in einem erheblichen zeitlich Abstand nach der Beendigung der Reinigungsarbeiten feststeht. Schon aus diesem Grund werden die Durchlaufzeiten der Reinigungs- und Desinfektionsmittel sehr grosszügig bemessen, wodurch eben ein Mehrverbrauch an Reinigungs- und Desinfektionsmittel entsteht.
Beide Kontrollverfahren sind somit sehr aufwendig und für die Praxis nur sehr schlecht geeignet.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, das sich einfach und mit nur geringem Aufwand durchführen lässt und bei dem der Erfolg der Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten rasch festgestellt werden kann.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch die Verwendung einer Reinigungs- und Desinfektionsmittel enthaltenden Reinigungsflüssigkeit ergibt sich der Vorteil, dass die Reinigung und die Desinfektion der Anlage in einem Arbeitsgang durchgeführt werden kann, wodurch sich ein verglichen mit den herkömmlichen Verfahren entsprechend verminderter Aufwand ergibt. Dabei wird als kombiniertes Reinigungs-und Desinfektionsmittel zweckmässigerweise ein Gemisch von alkalischen Substanzen wie Kalilauge, Natronlauge, Metasilikaten, Hypochloritlauge, welche die Aktivchlorsubstanz beinhaltet, sowie aus Wasserhärtebindungs- und Dispergier-, Komplexer- un bzw. oder Emulgiermittel, wie z. B. Kalium-und Natriumphosphate, Kalium- und Natriumpolyphosphate, organische Phosphatverbindungen verwendet, das in verdünnter wässriger Lösung eingesetzt wird.
Bei der Behandlung von organischen Verschmutzungen, z. B. durch Proteine, Mikroorganismen, Kohlehydrate Polyphenole u. dgl. mit aktivchlorhaltigen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln kommt es zur Oxidation der organischen Substanzen und
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gleichzeitig zu1 Reduktionsreaktionen von Hypochlorit zu Chlorid usw.
Durch die Beigabe von wasserlöslichen Permanganaten als Oxidationsmittel wird die Reinigungsflüssigkeit gefärbt. Ändert sich das Redoxpotential der Reinigungsflüssigkeit aufgrund von Oxidationsvorgängen, so kommt es zu einer Reduzierung des Permangants und damit zu einem Farbumschlag.
Reinigt man eine verschmutzte Getränkeschankanlage mit einer aktivchlorhaltigen und mit Permangant als Indikator versetzten Reinigungsflüssigkeit, so kommt es beim Durchlaufen der Reinigungsflüssigkeit durch die Anlage zu einem Farbumschlag aufgrund der auftretenden Reaktionen des aktivchlorhaltigen Reinigungs- und Desinfektionsmittels mit den organischen Verschmutzungen. Sind alle organischen Beläge restlos aus der Anlage entfernt, d. h. es ist kein Reaktionspartner für das Hypochlorit mehr vorhanden, so ändert sich die Farbe der mit dem Indikator versetzten Reinigungsflüssigkeit beim Durchlaufen der Anlage nicht mehr und die Reinigung der Anlage kann beendet werden. Anschliessen kann die Anlage in üblicher Weise mit Wasser ausgespült werden.
Besonders zweckmässig ist es, die Merkmale des Anspruches 2 vorzusehen.
Kaliumpermanganat färbt die Reinigungsflüssigkeit in der siebenwertigen Oxidationsstufe rot/violett. Ändert sich das Redoxpotential der Reinigungslösung aufgrund von Oxidationsvorgängen, so kommt es zu einer Reduzierung des Kaliumpermanganats zu fünf- und sechswertigem Mangan, das grün bzw. blau färbt. Es ist bei der Reinigung einer Schankanlage daher sehr einfach möglich den Reinigungserfolg unmittelbar festzustellen, u. zw. ist die Reinigung dann vollständig, wenn es zu keinem Farbumschlag kommt und die Reinigungs- und Desinfektionsflüssigkeit rot/violett aus der Schankanlage läuft, was ein Zeichen dafür ist, dass keine Reaktionen mit organischen Substanzen stattgefunden haben.
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The invention relates to a method according to the preamble of claim 1.
Beverage dispensing systems in restaurants for beer, non-alcoholic beverages and wine dispensing systems require regular professional cleaning and disinfection in order to ensure that the beverage delivered meets the quality standard of the beverage producer.
Due to legal regulations, every host is obliged to carry out cleaning and disinfection according to a certain rhythm. It is also required to document the result of the cleaning in writing.
In practice, the dispensing system is cleaned by the known method in such a way that the system is rinsed out with water. A diluted cleaning solution is then placed in a cleaning container and this solution is forced through the fittings and hoses of the system under CO2 pressure. After 20 minutes, rinsing of the dispensing system with drinking water is usually started, whereby it is assumed that all dirt residues have been removed, although this can in no way be certain. A disinfectant is then prepared and pressed into the system. After an exposure time of approx. 15 minutes, rinsing with drinking water is finally started.
In a known method of the type mentioned at the outset, cleaning and disinfection are thus carried out in succession, with firstly a cleaning liquid and then a disinfecting liquid being allowed to run through the system for a certain period of time. This results in a correspondingly high amount of work. In addition, the throughput times of the cleaning agents and disinfectants are usually determined by the system to be cleaned with considerable safety supplements in order to ensure a corresponding hygiene standard or to avoid repeating the cleaning process to ensure the required standard. On the other hand, this results in unnecessary additional consumption of cleaning agents and disinfectants.
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The latter is also due to the fact that the control of the cleaning and disinfection results are carried out by means of microbiological examinations, in most cases membrane filter methods and incubations over several days or fluorescence photometry are used, which means that the result of the cleaning and disinfection only occurs after a considerable time after the end the cleaning work is certain. For this reason alone, the throughput times of cleaning agents and disinfectants are very generously dimensioned, which in turn results in an increased consumption of cleaning agents and disinfectants.
Both control methods are therefore very complex and only very poorly suited for practical use.
The aim of the invention is to avoid these disadvantages and to propose a method of the type mentioned at the outset which can be carried out simply and with little effort and in which the success of the cleaning and disinfection work can be ascertained quickly.
According to the invention, this is achieved in a method of the type mentioned at the outset by the characterizing features of claim 1.
The use of a cleaning liquid containing cleaning agents and disinfectants results in the advantage that the cleaning and disinfection of the system can be carried out in one operation, which results in a correspondingly reduced outlay in comparison with the conventional methods. A combined cleaning and disinfecting agent is expediently a mixture of alkaline substances such as potassium hydroxide solution, sodium hydroxide solution, metasilicates, hypochlorite hydroxide solution, which contains the active chlorine substance, and water hardness binding and dispersing agents, complexing agents and / or emulsifying agents, such as. As potassium and sodium phosphates, potassium and sodium polyphosphates, organic phosphate compounds used, which is used in dilute aqueous solution.
In the treatment of organic contaminants, e.g. B. by proteins, microorganisms, carbohydrates, polyphenols and the like. Like. With active chlorine-containing cleaning agents and disinfectants, there is an oxidation of the organic substances and
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Simultaneously to1 reduction reactions from hypochlorite to chloride etc.
The cleaning liquid is colored by adding water-soluble permanganates as the oxidizing agent. If the redox potential of the cleaning liquid changes due to oxidation processes, the permangant is reduced and the color changes.
If you clean a soiled beverage dispensing system with a cleaning liquid containing active chlorine and mixed with permangant as an indicator, a color change occurs when the cleaning liquid passes through the system due to the reactions of the cleaning agent and disinfectant containing active chlorine with the organic soiling. Are all organic deposits completely removed from the system, i. H. there is no longer a reaction partner for the hypochlorite, so the color of the cleaning liquid mixed with the indicator no longer changes when passing through the system and the cleaning of the system can be ended. The system can then be rinsed out with water in the usual way.
It is particularly expedient to provide the features of claim 2.
Potassium permanganate colors the cleaning liquid red / violet in the seven-valent oxidation state. If the redox potential of the cleaning solution changes due to oxidation processes, the potassium permanganate is reduced to pentavalent and hexavalent manganese, which turns green or blue. It is therefore very easy to determine the success of cleaning when cleaning a dispensing system, u. cleaning is complete when there is no color change and the cleaning and disinfection liquid runs red / violet from the dispensing system, which is a sign that no reactions with organic substances have taken place.